Raubserie in Hannover aufgeklärt: Fünf Tatverdächtige identifiziert
Nach zehn schweren Raubstraftaten in Hannover und Laatzen hat die Polizei alle mutmaßlichen Beteiligten identifiziert.
HANNOVER (redu) – Nach monatelangen Ermittlungen hat die Polizei eine Raubserie in Hannover und Laatzen weitgehend aufgeklärt. Fünf Tatverdächtige sollen zwischen September 2025 und Januar 2026 bei zehn schweren Raubstraftaten rund 50.000 Euro erbeutet haben.
Die Ermittlungen führten zu mehreren Durchsuchungen und Festnahmen. Nach Angaben der Polizei wurden inzwischen alle mutmaßlich Beteiligten identifiziert.
Die Raubserie in Hannover begann nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats Hannover-Lahe mit fingierten Fahrzeugangeboten auf einem Online-Portal. Die Tatverdächtigen sollen verschiedene Pkw deutlich unter dem üblichen Marktwert angeboten haben, um Kaufinteressenten anzulocken.
Die potenziellen Käufer erschienen daraufhin mit hohen Bargeldbeträgen an vereinbarten Treffpunkten. Die Übergaben fanden überwiegend an abgelegenen Orten im Raum Hannover und Laatzen statt.
Lockangebote für Kaufinteressenten
Dort sollen die Opfer unter Vorhalt einer Schusswaffe sowie durch den Einsatz von Pfefferspray bedroht worden sein. Anschließend raubten die Täter nach Angaben der Ermittler das mitgeführte Bargeld. Insgesamt beläuft sich die Beute auf rund 50.000 Euro.
Im Zuge der Ermittlungen konnten bereits mehrere Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt werden. Zwei Hannoveraner im Alter von 20 und 21 Jahren wurden festgenommen und befinden sich seit Januar beziehungsweise April 2026 in Untersuchungshaft.
Bei der Festnahme des 21-Jährigen fanden die Ermittler unter anderem eine Schreckschusspistole sowie Reizgas, die als Beweismittel sichergestellt wurden.
Weitere Durchsuchungen
Im weiteren Verlauf identifizierten die Ermittler drei weitere Tatverdächtige. Den drei jeweils 21 Jahre alten Männern wird eine Beteiligung an einzelnen Taten vorgeworfen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover erließ das Amtsgericht Hannover weitere Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt vier Objekte in Laatzen und Bad Münder. Die Durchsuchungen wurden am 17. Juni 2026 vollstreckt.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die drei Männer wieder entlassen. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert weiterhin an. Für alle Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.




