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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Modestudent der Hochschule Hannover gewinnt European Fashion Award – Modestudenten Bernhard LudewigSDBI

Modestudent der Hochschule Hannover gewinnt European Fashion Award

6. Juli 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Am gestrigen ersten Tag der digitalen Frankfurter Fashion Week wurde der European Fashion Award FASH verliehen: Lars Witkowski, Modedesign-Student an der Hochschule Hannover, wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Seine Sommerkollektion „Oddity 1400“ ist eine Hommage an den Altaraufsatz „Goldene Tafel“ der Benediktinerabteikirche zu Lüneburg aus dem 14. Jahrhundert, der seit 2019 im Landesmuseum Hannover in neuem Glanz erstrahlt. Die Distel symbolisiert im Altarbild die Muttermilch Marias und war Vorlage für ein Digitalprint, das die Kollektion prägt. Die Silhouetten zeigen ein Layering aus Kaftanbluse, Kleid, Hosen und Overalls. Sie greifen die Gewänder der „Goldenen Tafel“ auf und sind zugleich genderneutral. Der erste Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Kerstin Strauss, Mitglied der Jury und Creative Director bei Engelbert Strauss begründet: „Lars Witkowski hat die Inspiration der „Goldene Tafel“ aus dem 14. Jahrhundert sehr überzeugend in eine moderne Kollektion übersetzt. Sie trifft das aktuelle Bedürfnis nach einer smarten Lässigkeit zwischen Chic und Casual sehr gut. Die Studienarbeit zeigt eher Gewänder als traditionelle Kleider und bietet damit eine stylische Alternative für die immer heißer werdenden Sommertage. Auch das Styling überzeugt.“

Präsentiert wurden die Kollektionen und Preisträger in einem Film. Die Modenschau und Preisverleihung wurde im Landhausgarten Fränkel, in den „Hamptons von Berlin”, aufgezeichnet. Der 3,5 Hektar große Park in Kladow ist ein Juwel und bietet einen herrlichen Blick auf den Wannsee sowie Preußens Arkadien mit der Pfaueninsel, die zum UNESO-Weltkulturerbe gehört. „Wir freuen uns sehr, dass es nach vielen Monaten der Sehnsucht möglich war, einen Tag voller Schönheit, Mode und persönlichem Austausch im Landhausgarten zu erleben”, sagt FASH-Direktor Joachim Schirrmacher.

Der European Fashion Award FASH zählt zu den international bedeutendsten Förderpreisen für Modestudierende. Sein Ziel ist es, den Designnachwuchs zu fördern, indem er ihn an die Wirtschaft und Industrie heranführt. Die Preisträger haben hervorragende Karriereaussichten. Sie arbeiten bei international renommierten Unternehmen wie Adidas, Alpha Tauri, Hugo Boss und für Designer wie Dries van Noten oder Vivienne Westwood. Der European Fashion Award FASH wird ausgelobt von der gemeinnützigen Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie, kurz SDBI. Die 1978 gegründete SDBI ist die weltweit älteste Organisation zur Förderung von besonders begabter Modestudierender.

Um in dieser Zeit Reisen weitgehend zu vermeiden, hat eine Jury international erfahrener Expert*innen zunächst 30 Finalisten anhand von digitalen Portfolios ausgewählt. Die Mitglieder der Jury: Jenny Capitain (u.a Fashion Director Vogue US), Michael Court (Vivienne Westwood), Sebastian Fischenich (Creative Director), Torsten Hochstetter (Creative Director, u.a. Puma), Joel Horwitz (Design Director, Fila Europe), Hella Jongerius, (weltweit führende Designerin), Barbara Markert (Modejournalistin Paris), Joachim Schirrmacher (Creative Consultant, Direktor FASH), Kristian Schuller (Fotograf), Kerstin Strauss (Creative Directress, Engelbert Strauss), Franco Tettamanti (Fotograf), Carl Tillessen (Chefanalyst, Deutsches Mode-Institut), Niels Holger Wien (u.a. Präsident Intercolor), Mi-Kyong Yeom (Head of Design, Alpha Tauri).

 

Die Preisträger FASH 2021

  1. Preis Studierende: Lars Witkowski, Hochschule Hannover
  2. Preis: Bachelor: Helena Wieser, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
  3. Preis: Master: Aylin Tomta, Fachhochschule Bielefeld
Kurzfilm über und mit Hannovers weiblicher* Musik-Szene „Line Up!“ feiert Premiere – BGPress 6309© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Kurzfilm über und mit Hannovers weiblicher* Musik-Szene „Line Up!“ feiert Premiere

6. Juli 2021/in Kultur, Hannover

HANNOVER (PM/red). Einen Kurzfilm über und mit Hannovers weiblicher* Musik-Szene zu drehen, war das gemeinsame Ziel der UNESCO City of Music Hannover und des kreHtiv Netzwerk Hannover e.V. in Kooperation mit dem MusikZentrum Hannover. Heute Vormittag wurde der Kurzfilm schon einmal Pressevertretern gezeigt. Auf die Premiere heute Abend darf man gespannt sein. Entstanden ist das interdisziplinäre Filmprojekt „Line Up!“, das am heutigen Dienstag (6. Juli) ab 20 Uhr auf dem Facebook- und YouTube-Kanal des kreHtiv Netzwerk Hannover zu sehen ist. Die zugehörige Dokumentation wird dort in einigen Wochen ebenfalls veröffentlicht.

Mehr als 90 Akteur*innen auf, hinter, vor und neben der Bühne…

Die Idee des etwas 7,5 minütigen Kurzfilms, Chancengleichheit und Gleichberechtigung voranzutreiben und diese Botschaft mit und durch Musik als verbindendes Element nach außen zu tragen, ist in Hannovers Musikszene gut angenommen worden: Im Film zeigt sich, wie viele engagierte Frauen* es in Hannovers Musikszene gibt: Mehr als 90 Stellvertreter*innen sind dabei. Frauen* auf, hinter, vor und neben der Bühne, die Musik machen, tanzen, singen, komponieren, schreiben, unterrichten, die Licht- und Ton-Technik beherrschen, planen und organisieren, auf- und abbauen und vieles mehr.

Kurzfilm über und mit Hannovers weiblicher* Musik-Szene „Line Up!“ feiert Premiere – BGPress 6317

Ein Teil des Projektteams stellte am Dienstagvormittag schon einmal den gemeinschaftlichen Kurzfilm im Kino des Künstlerhauses in Hannover vor. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Die Idee zum Projekt

Sechs Kreative aus unterschiedlichen Kreativ-Disziplinen, die sich vorher nicht kannten, haben im September 2020 zusammengefunden, um eine gemeinsame Idee für einen Film zu entwickeln, der die Themen „Musikstadt Hannover und Gleichberechtigung, Diversität und Geschlechtergerechtigkeit“ in den Fokus rückt und miteinander verbindet. Das Team, bestehend aus Fotografin und Filmemacherin Ghazaleh Ghazanfari, Jen Kurbjuweit an der Kamera, Gitarristin Kassandra Siebel, Filmemacher Janis Eickmeier, PR-Expertin Karo Eggert und Filmemacherin und Produzentin Martha Herbold hat durch gemeinsame Workshops, verschiedene Diskurse und Diskussionen zu den Themen Gender Gleichberechtigung, Empowerment und Diversität schließlich eine gemeinsame Vision entwickelt, die sich im Kern um Vorbilder und Rollenmodelle dreht: Entstanden ist ein inspirierendes Konzept, das sein Ergebnis im Kurzfilm findet. Der gesamte Prozess wird außerdem in einer Making-Of-Dokumentation mit englischen Untertiteln festgehalten, um das Projekt auch im internationalen UNESCO Music Cities Netzwerk präsentieren zu können. „Wir wollen zeigen, was Hannovers weibliche Musik-Szene zu bieten hat. Der Kurzfilm, die Botschaft und die Musikstadt Hannover können sich wirklich sehen lassen“, so Alice Moser vom Kulturbüro Hannover. „Wir sind stolz, so eine breit aufgestellte und solidarische Künstler*innenszene zu haben – und geben unser Bestes, sie noch weiter zu stärken!“

Schwerverletzter nach Auffahrunfall auf der BAB 2 – BGPress 6295

Schwerverletzter nach Auffahrunfall auf der BAB 2

6. Juli 2021/in Hannover

HANNOVER (PM).  Einsatzkräfte der Feuerwehr retteten den eingeklemmten Beifahrer eines Kuriertransporters infolge eines Auffahrunfalls auf der BAB 2. Insgesamt wurden zwei Personen verletzt und durch den Rettungsdienst in Krankenhäuser transportiert. Eine weitere Person wurde durch Feuerwehr und Polizei betreut.

Auf der BAB 2 ereignete sich in Höhe des Autobahnkreuz Buchholz in Fahrtrichtung Dortmund gegen 08:28 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei beteiligen Fahrzeugen. Ein Mercedes Sprinter Kastenwagen fuhr an einem Stauende auf einen vorausfahrenden LKW auf. Durch den Aufprall wurde der Beifahrer des Sprinters in dem Fahrzeug eingeklemmt und musste mit hydraulischem Rettungsgerät durch die Feuerwehr befreit werden. Er kam mit schwersten Verletzungen in Begleitung eines Notarztes in die Medizinische Hochschule. Auch der Fahrer wurde verletzt, konnte sich jedoch selbstständig aus dem Fahrzeug befreien. Er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle und musste für die Rettungsmaßnahmen die Autobahn in Fahrtrichtung Dortmund vollständig sperren. Der Fahrer des LKW, auf den der Sprinter aufgefahren ist, blieb unverletzt und wurde durch die Polizei und Feuerwehr betreut.

Ein vorsorglich mitalarmierter Feuerwehrkran und weitere spezielle Fahrzeuge für die schwere technische Hilfeleistung kamen nicht zum Einsatz.

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 30 Einsatzkräften und 12 Fahrzeugen vor Ort. Der Einsatz war für Feuerwehr und Rettungsdienst um 09:26 Uhr beendet. Der Sachschaden wird auf ca. 30.000€ geschätzt.

Verdacht auf Tötungsdelikt an der Hohenzollernstraße – BGPress 6289© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Verdacht auf Tötungsdelikt an der Hohenzollernstraße

6. Juli 2021/in Hannover

Hannover (red). Heute in den Morgenstunden wurde in einer kleinen Parkanlage an der Hohenzollernstraße zum Werner-Holtfort-Weg an der Eilenriede eine mit Messerstichen schwer verletzte männliche Person aufgefunden. Trotz eines sofortigen Rettungseinsatzes konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen.

Der Tatort ist von der Polizei abgesperrt worden und zurzeit läuft die Spurensicherung an der Fundstelle. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zu den Tatumständen konnte der Polizeisprecher keine weiteren Angaben machen. Genauere Informationen erfolgen vermutlich im Laufe des Tages.

Sperrungen wegen Erneuerung der Gleise in der Podbielskistraße – BGPress 6195

Sperrungen wegen Erneuerung der Gleise in der Podbielskistraße

4. Juli 2021/in Verkehr, Hannover

HANNOVER (PM). An der Podbielskistraße sind umfangreiche Erneuerungen der Stadtbahngleise notwendig. Die Schienen sind abgenutzt und können nicht mehr repariert werden. Die Bauarbeiten im Abschnitt zwischen Lister Kirchweg und der Überfahrt Brahmsstraße werden im Zeitraum von Mitte Juni bis Ende Juli rund sieben Wochen lang andauern. Weil Platz für Baumaterial und -maschinen benötigt wird, kann der Fahrzeugverkehr in dieser Zeit nur einspurig auf beiden Fahrbahnseiten an der Baustelle vorbeigeführt werden.

Außerdem kann vom 30. Juni bis zum 14. Juli die Überfahrt Brahmsstraße nicht genutzt werden. Umleitungen werden entsprechend ausgeschildert. Von Freitagabend, 2. Juli, bis Montagmorgen, 5. Juli muss auch nachts auf der Baustelle gearbeitet werden. Die Beeinträchtigungen für die Anwohner werden so gering wie möglich gehalten. 

Einsatzleitwagen

Kampfmittelverdacht in Hannovers Stadtteil Misburg-Süd

2. Juli 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Luftbildauswertungen seitens des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen (KBD) sowie großflächige technische Sondierungsmaßnahmen haben auf einem Grundstück in der Kreisstraße im Hannoverschen Stadtteil Misburg-Süd gezeigt, dass es sich bei mehreren Verdachtspunkten um Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handeln könnte. Zurzeit besteht keine Gefahr für die Anwohner*innen, die Verdachtspunkte müssen jedoch weiter erkundet werden.

Die Kampfmittelverdachtspunkte befinden sich auf einem Baugrundstück in der Kreisstraße, dort plant die Hagedorn-Unternehmensgruppe die Errichtung eines Wertstoffzentrums. Im Zuge der bauvorbereitenden Maßnahmen erfolgten großflächige technische Sondierungen, bei denen die Kampfmittelverdachtspunkte lokalisiert wurden.

Um die Verdachtspunkte weiter untersuchen zu können, ist eine Freilegung der möglichen Bombenblindgänger erforderlich. Diese Freilegung ist zwingend mit einer Evakuierungsmaßnahme unter Einhaltung eines Sicherheitsradius von 1.000 Meter verbunden. Anteilig betroffen von diesem Sicherheitsradius sind auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse rund 6.500 Einwohner*innen in den Stadtteilen Misburg-Nord und MisburgSüd.

Als Termin für die weiteren Untersuchungen und eine eventuelle Kampfmittelbeseitigung sowie die damit verbundene Evakuierung des Sicherheitsbereichs wurde vom KBD und der Landeshauptstadt Hannover als zuständige Gefahrenabwehrbehörde Sonntag, 18.07.2021, festgelegt.

Bei Luftbildauswertungen des KBD im nahen Umfeld des betroffenen Baugrundstückes in der Kreisstraße haben sich bei der durch die städtische Feuerwehr koordinierten systematischen Gefahrenerforschung weitere Verdachtspunkte ergeben, die ebenfalls technisch sondiert werden müssen. Die Ergebnisse dieser Arbeiten beeinflussen den einzurichtenden Sicherheitsradius. Weitere Informationen zu den am 18.07.2021 geplanten Maßnahmen werden zu Beginn der 28. Kalenderwoche erfolgen.

Über die weiteren Untersuchungen der Verdachtspunkte und die damit verbundene  Evakuierung sollen dann alle im gültigen Sicherheitsbereich betroffenen Haushalte rechtzeitig mit mehrsprachigen Informationsblättern informiert werden. Aktuelle Informationen erhalten Sie außerdem über die Internetportale der Landeshauptstadt Hannover (www.hannover.de ) – sowie der Feuerwehr Hannover (www.feuerwehrhannover.de).

In den Sozialen Medien informiert die Landeshauptstadt über das Twitter-Profil @Feuerwehr_H mit #hannbombe sowie auf der Facebookseite Facebook.com/lhhannover. Die Bevölkerung wird zusätzlich über die Warn-Apps KATWARN und NINA informiert. Darüber hinaus steht das Bürgertelefon der Landeshauptstadt für Anfragen aus der Bevölkerung rechtzeitig vor der Evakuierungsmaßnahme zur Verfügung.

Zum besseren Verständnis hier einige Hintergrundinformationen:

Kampfmittelbeseitigung in der Landeshauptstadt

Die Kampfmittelbeseitigung ist im Land Niedersachsen eine Aufgabe der Gemeinden. Diese werden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) in ihren Aufgaben unterstützt. In der Landeshauptstadt Hannover liegt die Zuständigkeit für die Gefahrenerforschung und -beseitigung im Fachbereich Feuerwehr.

Die Landeshauptstadt Hannover war während des Zweiten Weltkrieges ein bevorzugtes Angriffsziel. Mehr als 23.000 Tonnen Bomben sollen bei rund 129 Angriffen über Hannover abgeworfen worden sein. Nicht alle Kampfmittel (empirisch ca. 10 %) sind explodiert und stellen eine mögliche Gefahr dar. Bisherige Kampfmittelfunde haben deutlich aufgezeigt, dass die Sprengmittel ihre Brisanz nicht eingebüßt haben. Es ist davon auszugehen, dass noch zahlreiche Verdachtspunkte über das gesamte Stadtgebiet von Hannover verteilt sind.

Im Juni 2017 erfolgte der Beschluss der Ratsversammlung, eine systematische flächendeckende Suche nach Kampfmitteln auf Grund des unkalkulierbaren Risikos für die Bevölkerung durch die Landeshauptstadt Hannover fortzusetzen. Das Land Niedersachsen hatte zum 02.01.2012 das Landesräumprogramm als Amtshilfe für die Gefahrenabwehrbehörden eingestellt. Im Ergebnis wurde auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Hannover nicht präventiv nach Kampfmitteln gesucht. Die Maßnahmen beschränken sich auf Vorgaben im bauordnungsrechtlichen Verfahren bzw. auf Spontanfunde.

Ziel ist es, zukünftig die Belastung für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten und pro Jahr bis zu vier (exklusiv der spontanen Funde) geplante Kampfmittelbeseitigungen, disloziert auf das Stadtgebiet, durchzuführen.

Grundsätzlich wird bei planbaren Kampfmittelbeseitigungsmaßnahmen versucht, mehrere Blindgängerverdachtspunkte an einem Termin freizulegen. Neben diesen planbaren Kampfmittelbeseitigungen kann es darüber hinaus jedoch jederzeit zu sogenannten Akutfunden kommen. Diese meist freigelegten und womöglich bewegten Kampfmittel müssen unverzüglich entschärft oder ggf. auch gesprengt werden. Dabei ist die Rücksichtnahme auf Wochentag oder Tageszeit nicht möglich.

Blindgängerverdachtspunkte

Die Gefahrenerforschung beginnt in der Regel mit einer Luftbildauswertung. Diese erfolgt auf Veranlassung der Landeshauptstadt Hannover entweder systematisch über das gesamte Stadtgebiet oder im Einzelfall auf ein bestimmtes Areal begrenzt. Außerdem werden Luftbildauswertungen im Rahmen von Bauvorhaben durch private Bauherren veranlasst. Alle Auswertungen erfolgen in der Regel durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen.

Deuten die Luftbilder auf Blindgängerverdachtspunkte hin, so müssen diese durch technische Sondierungen weiter erforscht werden. Dazu werden beispielsweise Tiefenbohrungen mit einem Durchmesser von 110 mm in einem vorgegebenen Raster um den Verdachtspunkt gebohrt und mittels Magnetfeldsonden überprüft. Zeigen die Ergebnisse der Sondierung eine mit einem Kampfmittel übereinstimmende Anomalie, so muss diese in Augenschein genommen werden. Dazu wird eine Baugrube mit entsprechender Tiefe eingerichtet, um eine visuelle Überprüfung der Anomalie zu ermöglichen.

Bestätigt sich der Verdacht und es handelt sich in der Tat um einen Bombenblindgänger, so wird dieser vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft oder gesprengt.

Sprengung des Blindgängers

Es besteht die Möglichkeit, dass der Blindgänger vor Ort nicht entschärft werden kann und gesprengt werden muss. Diese Einschätzung und die Entscheidung für die Sprengung trifft der zuständige Sprengmeister des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.

Hierdurch können Schäden sowohl auf dem betroffenen Grundstück, als auch im Umfeld entstehen. Bei Vorliegen einer entsprechenden Versicherung sind die entstehenden Kosten für Wiederherstellungen von dieser zu tragen.

Die Landeshauptstadt Hannover kommt für Ihre Schäden nur unter bestimmten Voraussetzungen auf, sofern das betroffene Grundstück/Gebäude den wesentlichen Teil des Ihres Vermögens bildet. Das bedeutet, dass das über das betroffene Grundstück hinaus bestehende Vermögen nach Abzug aller Verbindlichkeiten weniger als 500.000 Euro betragen darf.

Weitere Hintergrundinformationen

Liegen der Landeshauptstadt Hannover Erkenntnisse vor, dass sich auf einem Grundstück ein Blindgängerverdachtspunkt befindet, so werden die Eigentümer darüber informiert. Die Verdachtspunkte müssen nun weiter erforscht werden. Für Bürger*innen besteht kein Grund zur Besorgnis, da zu diesem Zeitpunkt lediglich der Verdacht auf einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg besteht. Sämtliche Maßnahmen der weiteren Erforschung werden durch die Landeshauptstadt Hannover veranlasst und koordiniert.

Im Anschluss erfolgt eine Wiederherstellung des sondierten Bereichs. Sollte sich der Verdacht nicht erhärten, werden sämtliche Kosten von der Landeshauptstadt Hannover getragen. Bestätigt sich der Verdacht, so erfolgt eine zeitnahe Bergung des Blindgängers während einer Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme, einhergehend mit einer dazu notwendigen Evakuierung in einem Radius von in der Regel 1000 Meter. Nach dem „Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetz“ (NPOG) sind die Eigentümer im Falle eines Kampfmittelfundes als sogenannte*r „Zustandstörer*in“ in der Verantwortung. Nach geltender Rechtslage sind die anfallenden Kosten aus diesem Grund bis zur sog. „Opfergrenze“ zu tragen, d.h. maximal bis zur Höhe des Verkehrswerts des Grundstücks nach Sanierung. Die Landeshauptstadt Hannover hat ferner diese „Opfergrenze“ zu Gunsten der Eigentümer extensiv ausgelegt, so dass durch diese nur dann Kosten zu tragen sind, wenn ihr über das betroffene Grundstück hinaus bestehende Vermögen nach Abzug aller Verbindlichkeiten mehr als 500.000 Euro beträgt.

Was wäre, wenn – erste Eindrücke aus dem Experimentierraum – BGPress 6149© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Was wäre, wenn – erste Eindrücke aus dem Experimentierraum

1. Juli 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Der Innenstadtdialog in Hannover wird für die Menschen nun sichtbar und erlebbar. Oberbürgermeister Belit Onay und Stadtbaurat Thomas Vielhaber stellten an diesem Donnerstag das Programm für den ersten Experimentierraum vor, den die Stadt im Zuge des Dialogprozesses schafft. Gleichzeitig präsentierten sie das Projekt „Was wäre, wenn …“. Dabei handelt es sich um großformatige Bilder, die Szenen und Ideen von der Innenstadt der Zukunft vermitteln. Studierende der Leibniz-Unsiversität haben die Darstellungen erarbeitet.

Am Köbelinger Markt präsentierten Onay und Vielhaber die beiden ersten Groundposter aus der „Was wäre, wenn …“-Reihe. Die Bilder werden an zehn unterschiedlichen Orten in der Innenstadt zu finden sein. „Das ist eine Inspiration für den Innenstadtdialog“, kommentiert Belit Onay das Engagement der Universität und der Studierenden. „Die Frage ,was wäre, wenn‘ trifft den Kern des Diskurses über die Innenstadt.“

Der Oberbürgermeister blickt mit großer Vorfreude auf den Innenstadtdialog und den ersten Experimentierraum, der neben dem Köbelinger Markt auch die Marktstraße, die Schmiedestraße und das Areal an der Marktkirche umfasst. „Der erste Experimentierraum ist der öffentliche Auftakt für den Innenstadtdialog. Die Stadtverwaltung hat sich mächtig ins Zeug gelegt, mit Ideen, Inputs und Engagement, um den Bürger*innen etwas zu bieten.“ Das Ziel des Experimentierraums sei es, so der Oberbürgermeister, gemeinsam mit den Hannoveraner*innen Ideen für eine moderne City zu entwickeln. „Jetzt ist die Zeit zu handeln“, so Onay.

Das Ausstellungsformat „Was wäre, wenn …“ entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen der Landeshauptstadt und der Leibniz Universität Hannover (LUH). Unter der Leitung von Prof. Christian Werthmann haben Studierende des Instituts für Landschaftsarchitektur Ideen für eine Innenstadt der Zukunft entwickelt und diese auf sogenannten Groundpostern verbildlicht.

Prof. Dr. Volker Epping, Präsident der LUH, freut sich, dass seine Hochschule den Innenstadtdialog mit innovativen Konzepten bereichern konnte: „Ich danke Professor Christian Werthmann und seinen Studierenden für ihr Engagement und ihre Kreativität. Die Leibniz Universität kann aber auch die Wissenschaft selbst in die Stadt zu den Bürger*innen tragen und damit eine lebendige und interessante Innenstadt kreieren. An beiden Ansätzen möchten wir zum Wohl der Stadt arbeiten.“

Der Experimentierraum macht ein großes Angebot. Sport. Kunst. Natur. Mitmachangebote. Mit einem Museumsmobil wird die Stadtgeschichte auf die öffentlichen Plätze geholt. Auch ein Pop-up-Jugendzentrum ist Teil des Programms. Onay hebt hervor: „Alle sind eingeladen, vorbeizukommen und mitzumachen. Skaten, Beachtennis oder Klettern. Wir probieren aus, was gemeinsam in der Stadt besonders gut funktioniert.“ Der Oberbürgermeister stellt heraus, dass jetzt die Zeit sei, die Zukunft der City zu erproben: „Die Pandemie hat uns viel zu lange davon abgehalten, gemeinsam die Stadt zu erleben. Das ändert sich jetzt.“

Was wäre, wenn – erste Eindrücke aus dem Experimentierraum – BGPress 6205

Als 1. Experimentierraum ist in Hannover für fast vier Wochen der Köbelinger Markt in der Innenstadt gesperrt. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Thomas Vielhaber betont, dass im Rahmen des Innenstadtdialogs spannende Angebote geschaffen würden, mit denen die Bürger*innen in die Innenstadt gelockt werden: „Die Menschen wollen raus, und wir bieten ihnen etwas Neues.“ Der Stadtbaurat verspricht sich vom Innenstadtdialog eine Grundlage für eine strategische Planung der Stadt für das kommende Jahrzehnt.

Mit Blick auf die Fragen zur verkehrlichen Situationen am Experimentierraum macht Thomas Vielhaber noch einmal deutlich: „Die Parkhäuser an der Schmiedestraße und der Marktstraße sind für alle gut erreichbar. Auch der Lieferverkehr kann seine Arbeit fortsetzen.“

Polizeidienststelle an der Herschelstraße nach Modernisierung wiedereröffnet – BGPress 6106 2© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Polizeidienststelle an der Herschelstraße nach Modernisierung wiedereröffnet

1. Juli 2021/in Hannover, Polizei

HANNOVER (PM). Das Polizeikommissariat (PK) Mitte an der Herschelstraße in Hannover ist nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken. Nach der aufwendigen Grundsanierung, die mehr als drei Jahre gedauert hat, erstrahlt das markante viergeschossige Gebäude aus Backstein aus dem Baujahr 1893 nun in neuem Glanz.

Am Donnerstag, 01.07.2021, nutzten der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, und Polizeipräsident Volker Kluwe die Gelegenheit, die Räumlichkeiten des PK Mitte nach dem Umzug zu besichtigen und sich mit den Angehörigen der Dienststelle auszutauschen.

Mehr als drei Jahre hat die aufwendige Grundsanierung des kompletten Gebäudes an der Herschelstraße unter Berücksichtigung der aktuellen Sicherheitsstandards und der Erfahrungen aus der Praxis gedauert. Ein wahrer Kraftakt und eine organisatorische Herausforderung für den hiesigen Polizeidienstbetrieb. Auch wenn das Polizeikommissariat Mitte territorial das kleinste im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover ist, so weist es das höchste Einsatzaufkommen auf. „Neben den Anforderungen der polizeilichen Aufgaben haben insbesondere die Umzüge und die damit verbundenen Veränderungen den Kolleginnen und Kollegen viel Flexibilität und Anpassungsfähigkeit abverlangt. Denn sie versahen für die Dauer der Baumaßnahmen in unterschiedlichen Interimswachen im gesamten Stadtgebiet ihren Dienst und trotzdem haben sie ihre dienstlichen Aufgaben weiterhin professionell erledigt und waren immer für die Belange der Bürgerinnen und Bürger präsent und ansprechbar“, betonte Volker Kluwe in seiner Ansprache. „An dieser Stelle möchte ich mich noch mal ganz herzlich bei allen Beteiligten für das gezeigte Engagement bedanken.“

Im Rahmen der umfangreichen Grundsanierung wurden unter der Leitung des Staatlichen Baumanagements Hannover unter anderem statische Mängel im Decken- und Wandbereich beseitigt, im Wachbereich sicherungstechnische Maßnahmen ergriffen sowie die Haustechnik entkernt und erneuert. Auch wurden die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen sowie Schadstoffsanierungen in einem größeren Umfang durchgeführt und kleinere funktionale Anpassungen und Grundrissoptimierungen berücksichtigt. Anschließend wurden Abwasser- und Regenwassergrundleitungen im Innenhof saniert.

Polizeidienststelle an der Herschelstraße nach Modernisierung wiedereröffnet – BGPress 6056

Aus Anlass der Wiedereröffnung des modernisierten Polizeikommissariats Mitte besuchten Innenminister Boris Pistorius und Polizeipräsident Volker Kluwe die neuen Räumlichkeiten.© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Innenminister Boris Pistorius: „Das Polizeikommissariat Mitte in der Herschelstraße war immer der zentrale Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger in Hannovers Innenstadt. Es ist gut, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der früheren Polizeiinspektion und des heutigen Polizeikommissariats Mitte hier eine moderne und funktionale Liegenschaft erhalten. Unsere niedersächsische Bürgerpolizei braucht entsprechende Liegenschaften, um auf hohem professionellen Niveau auch an besonders stark frequentierten Orten wie der City von Hannover arbeiten zu können. Insofern ist die Verbesserung der baulichen Situation von Polizeidienstgebäuden immer auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Polizistinnen und Polizisten in Niedersachsen. Und auch wenn wir nicht überall so gute Liegenschaften wie hier in der Herschelstraße haben, tun wir unser Möglichstes, um die Situation den Dienstgebäuden der Polizei insgesamt immer besser zu gestalten.“

Polizeidienststelle an der Herschelstraße nach Modernisierung wiedereröffnet – BGPress 6115

Die neue, modern ausgestattete Funkzentrale des PK Mitte in der Herschelstraße © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Das Polizeikommissariat Mitte gehört nunmehr zu den modernsten Dienststellen der Polizeidirektion Hannover. „Unser Ziel war ein zeitgemäßes Dienstgebäude im Herzen der Innenstadt, durch das Sicherheit, Bürgernähe und durchgehende polizeiliche Präsenz in der Innenstadt sichergestellt werden“, so Volker Kluwe. „Es lag uns sehr am Herzen, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich die Kolleginnen und Kollegen wohlfühlen. Dieses Ziel konnte durch die Kernsanierung der Herschelstraße erreicht werden.“

Der Zuständigkeitsbereich des PK Mitte wird durch den Cityring eingegrenzt und umfasst eine Fläche von 1,8 Quadratkilometern. Dort leben fast 8.000 Bürgerinnen und Bürger. Der Dienststellenbereich wird geprägt durch den Hauptbahnhof mit werktäglich ca. 350.000 Pendlern sowie den angrenzenden Zentralen Omnibusbahnhof, das Gerichtsviertel mit Amts-/Landgericht und Staatsanwaltschaft, die Altstadt, den Marstall, den Steintorbereich, Fußgängerzonen, diverse Großkaufhäuser und zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte sowie öffentliche und kulturelle Einrichtungen.

Sperrung der Raschplatzhochstraße vom 01. Juli bis 22. Juli 2021 – BGPress 6179

Sperrung der Raschplatzhochstraße vom 01. Juli bis 22. Juli 2021

30. Juni 2021/in Verkehr, Hannover

HANNOVER (PM). Aufgrund der Veranstaltung „Festival Theaterformen“ wird vom 1. bis zum 22. Juli die Raschplatzhochstraße für Kraftfahrzeuge gesperrt. Bei der Nutzung des City-Rings empfehlen wir, diesen Bereich möglichst zu meiden.

Auch kann es aufgrund von Aufbauarbeiten, die vom 1. bis zum 7. Juli stattfinden, auf der Hochstraße in der Zeit zwischen 20 bis 6 Uhr zur Sperrung der Linksabbiegespur von der Berliner Allee zur Lister Meile in Richtung City/Hauptbahnhof, beziehungsweise der Geradeausspur kommen.

Gleiches gilt für die Abbauarbeiten vom 18. bis zum 22. Juli.

Landeshauptstadt bleibt Mieterin im Ihme-Zentrum und überwacht den Baufortschritt – BGP 6010© Bernd Günther

Landeshauptstadt bleibt Mieterin im Ihme-Zentrum und überwacht den Baufortschritt

30. Juni 2021/in Hannover

HANNOVER (red/PM). Bei einer Videokonferenz heute Nachmittag benannten Stadtvertreter, unter anderem Oberbürgermeister Belit Onay und sein Stadtbaurat Thomas Vielhaber, einige Eckdaten zu dem nachgebesserten Vertrag mit dem Eigentümer Lars Windhorst. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 24 Monate mit klar definierten Zwischenschritten. Die Nichteinhaltung der Einzelfristen ist mit einer Vertragsstrafe von 1.000.000 Euro je Fristüberschreitung vertraglich festgelegt.

Laut Vielhaber sind alle notwendigen Baugenehmigungen erteilt. Somit steht den Baumaßnahmen nichts mehr im Wege. Lediglich eine Bewertung der Statik steht noch aus, hat aber keinen zeitaufschiebenden Einfluß. Die Landeshauptstadt will den Ihmeplatz 5 mit 450 Arbeitsplätzen nutzen. Gleichzeitig ist ein weiterer Eckpunkt bis Ende 2021 vorgegeben. Der Investor muss bis dahin für 9.000 Quadratmeter gewerblich genutzte Fläche feste Verträge mit Mietern vorlegen. Absichtserklärungen oder Vorverträge reichen der Stadt nicht.

(PM). Die Landeshauptstadt Hannover will sich weiterhin für die Entwicklung des Ihme-Zentrums engagieren und ihren Einfluss auf den Wohn- und Geschäftskomplex sichern. Aus diesem Grund will die Stadt auch künftig Büroflächen im Ihme-Zentrum mieten. Mit einer entsprechenden Beschlussvorlage befasst sich zunächst der Bauausschuss am Mittwoch, 7. Juli.

Zuvor war die Projekt Ihme-Zentrum Hannover GmbH (PIZ) mit dem Wunsch an die Verwaltung herangetreten, die im Mietvertrag festgelegten Fristen für einige Sanierungsschritte zu verlängern. Nach intensiven Gesprächen mit der PIZ möchte die Stadt dem entsprechen – sie knüpft jedoch den Nachtrag zum Mietvertrag an klare Bedingungen und eine enge Kontrolle des Baufortschritts. Der Hintergrund: Im März konfrontierte die PIZ die Stadt mit der Nachricht, dass die am 30. Juni ablaufende Frist zur Erneuerung der Fassade nicht eingehalten werden könne.

Der bestehende Vertrag gibt der LHH in diesem Fall ein Kündigungsrecht. Die Verwaltung führte Gespräche mit der PIZ, um Bedingungen für einen Nachtrag zum Mietvertrag zu erarbeiten, unter denen eine Fristverlängerung überhaupt denkbar wäre. Dazu gehören Instrumente, die eine größere Sicherheit geben, dass der Zeitplan auch tatsächlich umgesetzt wird. Für die kommenden 24 Monate ist ein enges, mit dem Investor abgestimmtes Korsett geschneidert worden, in dem der Baufortschritt extern überwacht wird. Stadt und PIZ haben beispielsweise Vertragsstrafen vereinbart, die anfallen, wenn Fristen nicht eingehalten werden.

Die PIZ verpflichtet sich erstmals vertraglich gegenüber der LHH dazu, die Gewerbeflächen im Ihme-Zentrum innerhalb von 24 Monaten zu sanieren. Die LHH stellt vertraglich sicher, dass ihre Beschäftigten erst nach Abschluss der wesentlichen Bauarbeiten wieder in das Ihme-Zentrum einziehen werden.

Oberbürgermeister Belit Onay und Stadtbaurat Thomas Vielhaber machen deutlich, dass die LHH die PIZ und den Investor nicht aus ihren Pflichten entlässt. „Das Verhandlungsergebnis sichert uns den Einfluss auf das Ihme-Zentrum, indem wir weiterhin Ankermieterin bleiben – unter der Maßgabe, dass die PIZ liefern muss“, erklärt Belit Onay die Position der Stadt. „Der nun vorliegende Vertrag ist damit ein Signal an die Wohnungseigentümer*innen und an die Öffentlichkeit.“

Landeshauptstadt bleibt Mieterin im Ihme-Zentrum und überwacht den Baufortschritt – BGP 6012

Seit Jahren versucht man über Investoren diese derzeitige Bauruine zu sanieren. Jetzt hat die Stadt Hannover Vertragsnachverhandlungen mit klaren Vorgaben bis 30.06.2023 mit dem Investor abgeschlossen. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

 

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