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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Feuerwehreinsatz

Ein Geschirrspüler brennt in Notaufnahme des Friederikenstift

22. Juni 2020/in Hannover

HANNOVER. Ein Kabelbrand in einem Geschirrspüler verursachte am späten Sonntagabend einen Einsatz der Feuerwehr in der Zentralen Notaufnahme des Krankenhauses DIAKOVERE Friederikenstift in der Humboldtstraße. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste die Notaufnahme geräumt werden und wird voraussichtlich in dieser Nacht auch nicht wieder öffnen können.

Gegen 22:00 Uhr bemerkten Pflegekräfte der Zentralen Notaufnahme eine starke Rauchentwicklung aus einer Spülküche. Geistesgegenwärtig reagierten die Mitarbeiter. Sie setzten einen Notruf ab und begannen damit, die 13 in der Notaufnahme wartenden Patienten in sichere Bereiche des Krankenhauses zu evakuieren. Als glücklicher Umstand kam hinzu, dass bei Ausbruch des Brandes ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug der Berufsfeuerwehr vor Ort waren, welche gerade einen Notfallpatienten in die Notaufnahme gebracht hatten. Da die Rettungsdienstmitarbeiter sowohl Notfallsanitäter als auch Berufsfeuerwehrleute sind, konnten sie die Evakuierungsmaßnahmen fachkundig unterstützen. Durch die schnelle Reaktion der Mitarbeiter war die Notaufnahme bei Eintreffen des ersten Löschzuges bereits vollständig geräumt.

Zwei Atemschutztrupps gingen sofort ins Gebäude vor und konnten einen Kabelbrand in einem Geschirrspüler als Ursache für die starke Verrauchung ausmachen. Der Brand wurde mittels eines Kohlendioxidfeuerlöschers gelöscht und das defekte Gerät ins Freie gebracht. Anschließend galt es, auslaufendes Wasser aufzufangen und die Station vom Brandrauch zu befreien.

Aufgrund des Brand- und Rauchschadens ist es fraglich, ob die Zentrale Notaufnahme in dieser Nacht wieder öffnen kann. Zur Schadenhöhe können keine Angaben gemacht werden, die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Zwei Verletzte bei Zimmerbrand in Hochhaus – BGPress 1412689© Bernd Günther (BG-PRESS.de)

Zwei Verletzte bei Zimmerbrand in Hochhaus

21. Juni 2020/in Hannover

HANNOVER. Am Sonntagnachmittag brach in einer Wohnung im achten Obergeschoss eines Hochhauses am Osterfelddamm ein Brand aus. Die Nachbarn konnten die Feuerwehr frühzeitig alarmieren, da sie die laut piependen Rauchwarnmelder bemerkt hatten. Der Zimmerbrand wurde daher schnell durch mehrere Atemschutztrupps der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht. Zwei Menschen erlitten leichte Verletzungen.

Um 15:25 Uhr erreichten die Regionsleitstelle Hannover mehrere Notrufe, da in einer Wohnung im achten Obergeschoss eines 14geschossigen Wohnhochhauses mehrere Rauchwarnmelder Alarm schlugen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr war eine starke Rauchentwicklung in der betroffenen Etage wahrzunehmen, weshalb der Einsatzleiter weitere Kräfte zu Unterstützung anforderte.

Sofort gingen mehrere Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung und Menschenrettung ins Gebäude vor. Die Einsatzkräfte löschten in einem Zimmer in Brand geratenes Mobiliar und durchsuchten die Wohnung. Glücklicherweise hatte sich dort zum Zeitpunkt des Brandes niemand aufgehalten. Zeitgleich kontrollierten Feuerwehrleute die umliegenden Wohnungen und kümmerten sich um die Anwohner.

Zwei Nachbarn mussten durch einen Notarzt untersucht und behandelt werden, da sie giftigen Brandrauch eingeatmet hatten und nun über Atembeschwerden klagten. Während ein 56jähriger Mann mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus kam, verblieb ein 29jähriger Nachbar nach der Behandlung auf eigenen Wunsch zu Hause.

In der Brandwohnung entstand erheblicher Brand- und Rauchschaden weshalb sie vorerst nicht mehr bewohnt werden kann, der Sachschaden wird auf 50.000.- Euro geschätzt. Zur Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Im Einsatz waren zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Buchholz sowie der Rettungsdienst mit 17 Fahrzeugen und 40 Einsatzkräften.

Symbolbild Feuerwehr

Pkw überschlägt sich bei Verkehrsunfall auf der BAB 2

20. Juni 2020/in Hannover

HANNOVER-Lahe. Am Samstagmorgen ereignete sich auf der Autobahn 2 ein Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw, bei dem sich ein Unfallwagen überschlug und auf dem Dach liegen blieb. Zwei Menschen verletzten sich hierbei. Sie mussten durch den Rettungsdienst behandelt und in Krankenhäuser gebracht werden.

Der Unfall ereignete sich gegen 06:35 Uhr zwischen dem AK Buchholz und der Anschlussstellen Lahe in Fahrtrichtung Dortmund. Aus bisher ungeklärter Ursache waren ein Audi und ein Opel Tigra kollidiert, wobei die Wucht des Aufpralls so groß war, dass der Opel sich überschlug und auf dem Dach zu liegen kam.

Entgegen der ersten Notrufe stellte sich beim Eintreffen der Rettungskräfte heraus, dass glücklicherweise niemand in den Unfallwracks eingeklemmt war und die beiden Fahrer sich bereits selbst hatten befreien können. Die 25 und 27 Jahre alten Männer verletzten sich und mussten noch vor Ort durch einen Notarzt untersucht und behandelt werden. Der Rettungsdienst brachte sie anschließend zur weiteren medizinischen Versorgung in hannoversche Krankenhäuser.

Zur Unfallursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen, zur Höhe des Sachschadens können keine Angaben gemacht werden. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 8 Fahrzeugen und 19 Einsatzkräften vor Ort.

Digitales Lumix - Festival für jungen Bildjournalismus vom 19. bis 28. Juni – Vorbereitungen© MARCEL ZEUMER / HS HANNOVER

Digitales Lumix – Festival für jungen Bildjournalismus vom 19. bis 28. Juni

15. Juni 2020/in Hannover, Kultur

HANNOVER. Die Vorbereitungen zum 7. Lumix-Festival -DIGITAL- für jungen Bildjournalismus laufen auf Hochtouren. Dieses Jahr ganz im Zeichen von Corona und seinen Folgen. Es wird ein vollständig anderes Lumix Festival geben. Geprägt von digitalen Medien und neuer Art der Präsentation der Arbeiten junger Fotojournalist*innen. Der virtuelle Besucher darf gespannt sein auf das neue Format. Eines scheint schon sicher. Es werden spannende 10 Tage mit interessanten Diskussionen und Einblicken in die Welt des Fotojournalismus.

Das sind die Highlights des digitalen Lumix Festival für jungen Bildjournalismus

Vom 19. bis 28. Juni präsentiert sich das diesjährige Lumix Festival für jungen Bildjournalismus digital mit einem Programm aus Live Talks, Podcasts und Online-Portfolio-Sichtungen auf der Website www.lumix-festival.de sowie auf Instagram und Facebook. Dort werden auch die Wettbewerbsarbeiten präsentiert. Seit 2008 wird das Lumix Festival in Hannover organisiert vom Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover.

Jeder Tag ist einem anderen Schwerpunkt gewidmet: So diskutieren täglich Fachleute aus aller Welt die Themen, die heute den Bildjournalismus prägen, geben Fotografinnen und Fotografen Einblicke in Arbeitsweisen und Projekte.

Die Highlights im Folgenden:

  • 10 Tage – 10 Themen: Das tägliche Veranstaltungsprogramm
  • Lumix-Festival mobil: Mit dem Ausstellungsfahrrad durch Hannover
  • Preisverleihung: Auszeichnung der besten Wettbewerbsarbeiten

10 Tage – 10 Themen

Freitag, 19. Juni

Stereotypien im Bildjournalismus: Immer das Gleiche zeigen?

Etablierte Verhaltens- und Denkmuster bestimmen und vereinfachen unser Verständnis von der Welt, vor allem aber auch das Alltagsleben. Wie werden sie im fotografischen Medium sichtbar? Wie können wir mit ihnen umgehen und sie vielleicht sogar abbauen?

16 Uhr – Live-Talk mit Laura El-Tantawy

Laura El-Tantawy spricht über ihren Zugang zur Fotografie, von ihren Anfängen als Zeitungsfotografin in den USA bis zu einem Ausblick auf ihre zukünftigen Arbeiten.

Der Live Talk wird gehostet von VII Photo und wird via YouTube und ZOOM übertragen.

20 Uhr – Live-Panel-Diskussion „Islam im Bild”

Studien zeigen, dass die Berichterstattung über den Islam in Deutschland dem Facettenreichtum des Islams und dem Lebensalltag von Muslim*innen in Deutschland selten gerecht wird. Fotografien prägen sich als visuelle Stereotype in das kollektive Gedächtnis ein und beeinflussen die Sicht auf den Islam. In der Panel-Diskussion sprechen miteinander Dr. Christine Horz, Institut für Medienwissenschaft, Ruhr Universität Bochum. Junus El-Naggar, Institut für Islamische Theologie, Universität Osnabrück, Julius Matuschik, Fotograf und Praxisfellow an der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft, Nadja Masri, freie Bildredakteurin und Leiterin der Klasse Bildredaktion an der Ostkreuzschule. Moderation: Julia Ley, Journalistin und Praxisfellow an der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft. Die Live-Panel-Diskussion wird gehostet von VII Photo und wird via YouTube und ZOOM übertragen.

Lumix-Podcast

In diesem Podcast spricht Jan Nasemann mit der Fotografin Patricia Kühfuss und dem Fotografen und Krankenpfleger Fabian Fiechter über Stereotype in der Fotografie und in der Pflege.

 

Sonnabend, 20. Juni

Digital Storytelling – wie Fotograf*innen im Netz ein neues Publikum erreichen

Video-Serien, Drohnenaufnahmen, Instagram Stories, interaktive Webdokus und Virtual Reality – der visuelle Journalismus ist heute so vielfältig wie noch nie. Doch was genau sind die neuesten Entwicklungen im Digital Storytelling?

16 Uhr – Live-Talk mit Jessica Dimmock

Mit ihrer zehnteiligen Doku-Serie „Flint Town” gab die Fotografin Jessica Dimmock 2018 ihr Regie-Debüt beim Streamingdienst Netflix. Die New Yorkerin setzte sich mit filmischen und interaktiven Online-Formaten auseinander und erreichte ein ganz neues Publikum. Der Live Talk wird gehostet von VII Photo und wird via YouTube und ZOOM übertragen.

Lumix-Podcast

Kay Meseberg, Head of Mission Innovation bei Arte, kümmert sich um das „Fernsehen von übermorgen“. Kein anderes europäisches Medienhaus ist so experimentierfreudig, nirgendwo investiert man mehr Geld in interaktive Formate.

Video-Interview – VR-Startup NowHere Media

Einen ganz neuen Weg in der Vermittlung dokumentarischer Inhalte geht das Duo Gayatri Parameswaran und Felix Gaedtke von NowHere Media in Berlin. Mit Hilfe von Fotogrammetrie vermessen sie Räume und bauen damit Virtual-Reality-Anwendungen. Im Interview auf Instagram und auf der Festival-Webseite geben die beiden einen spannenden Einblick in die Welt des virtuellen Erzählens.

 

Sonntag, 21. Juni

Neue Perspektiven des Dokumentarischen

Der Themenschwerpunkt „New Perspectives on Documentary Practices“ reflektiert die sich verändernde Stellung journalistischer Fotografie in der heutigen Welt und etabliert gleichzeitig in Kooperation mit [IMAGE MATTERS] eine regelmäßige Plattform, die den Blick auf Möglichkeiten und Strategien im Spannungsfeld zwischen Kunst, Journalismus und Dokumentation richtet. Für das diesjährige Festival hat die niederländische Kuratorin Iris Sikking eine Auswahl von zwölf internationalen Arbeiten getroffen.

16 Uhr – Live-Talk – Iris Sikking im Gespräch mit Lisa Barnard und Robert Knoth Lisa Barnard und Robert Knoth, zwei der ausgewählten Künstler*innen, haben im Verlauf ihrer Karrieren daran gearbeitet aus dem fotojournalistischen Bereich auszubrechen und ihren eigenen visuellen Ansatz bei der Produktion, der Konzeption und der Verbreitung ihrer Projekte zu finden. Zusammen mit Iris Sikking diskutieren sie über das Spannungsfeld zwischen der Hyperrealität des Journalismus und den eher abstrakteren Qualitäten von Kunst und Literatur, die einen selbstreflexiven dokumentarischen Ansatz erfordern. Der Live Talk wird gehostet von VII Photo und wird via YouTube und ZOOM übertragen.

Lumix-Podcast

Unter dem Titel „image/con/text. Dokumentarische Praktiken zwischen Kunst, Journalismus und Aktivismus“, erscheint im Reimer Verlag die zweite [IMAGE MATTERS] Publikation – herausgegeben von Karen Fromm, Sophia Greiff, Malte Radtki und Anna Stemmler. Im Lumix-Podcast unterhalten sich die Herausgeber*innen u.a. darüber, wie aktuelle Erzählformen neue Perspektiven für das Feld von Fotojournalismus und Dokumentarfotografie eröffnen.

 

Montag, 22. Juni

Die visuellen Erzähler*innen der Zukunft

Aktuell müssen visuelle Journalist*innen ihre Darstellungsformen neu ausloten, überprüfen und weiterentwickeln. Bei der Bilderflut braucht es „Metafotograf*innen“, wie Fred Ritchin es formuliert hat, die verstehen, dass jedes Bild Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels nicht nur fotografischer und ikonografischer Gegebenheiten ist, sondern auch politischer und medialer Zusammenhänge, damit das gesellschaftskritische Potenzial visueller Darstellungsformen zur Wirkung kommen kann. Das Lumix-Festival richtet den Blick auf die Herausforderungen, denen sich visuelle Journalist*innen aktuell stellen müssen.

16 Uhr, Live-Talk mit Fred Ritchin

Die digitale Revolution hat bei der Produktion und Verbreitung visueller Medien eine größere Effizienz ermöglicht, dennoch besteht im Journalismus das bild-basierte Storytelling noch immer weitgehend aus Einzelbild, Slideshow und Kurzvideo. Kann der Visual Storyteller ermutigt werden als Autor zu agieren, der Themen und Ereignisse subtil und tiefgründig interpretiert, anstatt als jemand, der beauftragt wird, lediglich einen bestimmten Text zu illustrieren oder Bilder zu produzieren, die Leser anlocken sollen? Der Live Talk wird gehostet von VII Photo und wird via YouTube und ZOOM übertragen.

20 Uhr, Live-Talk mit Misha Vallejo

Mit den Medien Fotografie, Film und Ton hat Misha Vallejo über drei Jahre das Leben der Menschen in Sarayaku dokumentiert. Er versucht dabei, den ganzheitlichen Blick der Kichwas auf die Welt aus einem horizontalen Blickwinkel zu vermitteln, ohne zu stereotypisieren oder zu paternalisieren. Der Live Talk wird gehostet von VII Photo und wird via YouTube und ZOOM übertragen.

Lumix-Podcast

Lars Lindemann (Geo) spricht über die visuellen Erzähler*innen der Zukunft.

 

Dienstag, 23. Juni

Im Krisenmodus

In einer Zeit, in der der gesamte Planet zur Krisenregion wird und es mit der CoronaPandemie nur ein einziges, alles dominierendes Thema zu geben scheint, richtet das Lumix-Festival seinen Blick auf jene Fotograf*innen, die im Krisenmodus agieren. Fotograf*innen, die uns in ihren Bildern Geschichten vom Alltäglichen erzählen, das auf einmal nicht mehr bloß banal ist (und visuell weitaus mehr bietet als abgesperrte Klettergerüste und leere Klopapier-Regale). Und Fotograf*innen, die Wege finden, um fotografische Nähe zu schaffen, während für viele selbst die eigene Familie durch Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen in weite Ferne gerückt ist.

16 Uhr, Live-Talk mit Espen Rasmussen

Der norwegische Fotojournalist Espen Rasmussen konzentriert sich insbesondere auf humanitäre Fragen und die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Der Live Talk wird gehostet von VII Photo und wird via YouTube und ZOOM übertragen.

Video-Interview – Stefanie Bunk im Gespräch mit Mary Gelman

Während der andauernden Corona-Pandemie haben viele Fotograf*innen zwangsweise neue Wege gesucht, dennoch ihre Sicht auf die Welt zu visualisieren. Nur wenige haben es allen Hürden zum Trotz geschafft auch eine Nähe zu Menschen aufzubauen, die ihre Geschichten einzigartig und eingängig macht. Eine von ihnen ist die 1994 geborene Soziologin und Dokumentarfotografin Mary Gelman.

20 Uhr, Video-Interview – Karen Fromm im Gespräch mit Rafael Heygster und Helena Lea Manhartsberger

Rafael Heygster und Helena Lea Manhartsberger beschäftigen sich mit der Surrealität des Alltagslebens während der Corona-Krise. Im Instagram-Live-Talk sprechen sie über ihre Motivation, die Entstehungsgeschichte und wie man das Verwischen der Grenze zwischen Realität und Fiktion ins Bild setzen kann.

Lumix-Podcast

Von der Pflegekraft bis zu Asylsuchenden, vom Ostergottesdienst im Autokino bis zur Situation an der kürzlich geschlossenen deutsch-schweizerischen Grenze findet der Leipziger Fotograf Ingmar Björn Nolting die kleinen Geschichten, die zeigen, wie sich der Alltag durch die Pandemie verändert hat.

 

Mittwoch, 24. Juni

Der deutsche digitale Bildermarkt

Egal zu welchem Zweck Fotografien heute produziert werden, sei es als private Erinnerung, zur journalistischen Dokumentation politischer Ereignisse oder zur Bewerbung von Produkten, sie sind immer Teil des globalen Bildermarktes.

Live-Talk – Digitale Bildwirtschaft und die journalistische Fotografie

Die Bedingungen des globalen, nach kapitalistischen Prinzipien organisierten Bildermarktes stellen die journalistische Fotografie vor große Herausforderungen. Was dies in der Praxis bedeutet, diskutiert Felix Koltermann in einem Live-Video-Talk mit dem Bildjournalismus-Professor Lars Bauernschmitt, der Fotografin Lena Mucha und Sabine Pallaske der Vorsitzenden der Mittelstandsvereinigung Foto-Marketing (MFM). Der Live Talk wird auf dem Lumix-YouTube-Kanal übertragen. 

Lumix-Podcast

Von der studentischen Aushilfe zum Geschäftsführer einer Bildagentur, vom Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes professioneller Bildanbieter (BVPA) zum Professor für Bildjournalismus. Im Gespräch mit Jan Nasemann beschreibt Lars Bauernschmitt die Entwicklung des deutschen Bildermarktes in den letzten dreißig Jahren.

 

Donnerstag, 25. Juni

Empowerment

Das Lumix-Festival als Empowerment: Was und wie können wir als Festival für jungen Bildjournalismus Autor*innen unterstützen und diese am Anfang ihrer Karriere voranbringen?

15 Uhr, Live-Talk mit Ilvy Njiokiktjien

Ilvy Njiokiktjien erzählt von dem Moment, als sie den Lumix Multimedia Award 2012 gewann und wie sich dies auf ihren fotografischen Werdegang auswirkte und sie zu VII Photo Agency, einer der renommiertesten Fotoagenturen weltweit, kam. Der Live-Talk wird gehostet von VII Photo und wird via YouTube und ZOOM übertragen.

Lumix-Podcast

Kevin Mertens über Empowerment.

Online-Speedcoaching

Silke Güldner berät in 20 Minuten mit fachlicher Kompetenz, Intuition und Fokussierung auf das große Ganze. Als Beraterin für Fotograf*innen und Kreative sowie als ehemalige Art Direktorin verfügt Silke Güldner über langjährige Erfahrung in der Kreativwirtschaft und gründete eine erfolgreiche Agentur für Fotograf*innenmanagement.

 

Freitag, 26. Juni

Das Medium Fotobuch – ein Einblick in die Vielfalt eines Mediums

Welche Vorteile bietet das Medium Fotobuch? Ist das Fotobuch in diesem digitalen Zeitalter überhaupt noch relevant? Wie hat sich das Fotobuch im Laufe der letzten Jahre verändert?

Lumix-Podcast

Im Gespräch mit dem deutschen Fotobuchverleger und Gründer des gleichnamigen Verlages Klaus Kehrer tauchen wir ein in das Treiben hinter dem Buchrücken.

Video-Vortrag von Felix Koltermann

Ausgelöst von technischen Veränderungen im Zeitungsdruck ist zwischen dem Buchdruck und der Massenware Zeitung mit dem „Newsprint Photobook“ – eines Fotobuchs im Zeitungsdruck – eine Nische entstanden, die von Fotograf*innen vor allem für das Self-Publishing genutzt wird. Der Video-Vortrag wird über den Lumix-YouTube-Kanal übertragen.

16 Uhr, Live-Talk – Sophia Greiff im Gespräch mit Laia Abril

In ihren Projekten macht die multidisziplinäre Künstlerin Laia Abril verborgene Geschichten sichtbar und stellt komplexe ethische und moralische Fragen zur Diskussion. Ihre Fotobücher, wie „The Epilogue“ und „On Abortion“ erhielten große Anerkennung. Der LiveTalk wird gehostet von VII Photo und wird via YouTube und ZOOM übertragen.

Best of Fotobuch-Klasse

In 15-minütigen Interviews werden besonders interessante Fotobuchprojekte vorgestellt. Alle präsentierten Dummies sind zwischen 2018 und 2019 in der „Fotobuch-Klasse” an der Hochschule Hannover entstanden. Die Präsentation wird über den Lumix-YouTubeKanal übertragen.

 

Sonnabend, 27. Juni

Auf Augenhöhe? Equality

Unter dem Tagesthema „Equality“ befassen wir uns mit Menschenrechten in Bezug auf die Gleichstellung von Geschlechtern, mit einem spezifischen Fokus auf Frauen im Fotojournalismus, und untersuchen den heutigen Umgang mit der LGBTQ-Szene.

Lumix-Podcast

Die Soziologin und Geschlechterforscherin Dr. Renate Ruhne beschäftigt sich mit eine Studie zur Bedeutung von Geschlecht/Gender im Produktionsprozess und in der medialen Repräsentation von Fotografie. Sie berichtet über die aktuelle Situation von Frauen in der Fotografie und den Sozialen Medien.

16 Uhr – Live Talk mit Sanne de Wilde

Das Thema Gleichheit oder vielmehr die Ungleichheit durchzieht die Arbeiten der belgischen Fotografin Sanne de Wilde wie ein roter Faden. Sie reflektiert nicht nur das Medium Fotografie sondern untersucht in ihren Arbeiten die Rolle von Identität, Wahrnehmung und die Frage wie Genetik Gemeinschaften formt und beeinflusst. Der Live-Talk wird gehostet von VII Photo und wird via YouTube und ZOOM übertragen.

IGTV mit Charlotte Schmitz

Wie sehen Fotografinnen weltweit ihre Stellung? Charlotte Schmitz beschäftigt sich in ihrer fotografischen Arbeit mit der Rolle von Frauen und Ungleichheit. Sie ist Mitgründerin des “WP The Journal”, einem Zusammenschluss von Fotografinnen die ihre eigenen Leben in Zeiten der Corona-Krise dokumentieren.

 

Sonntag, 28. Juni

Ethik / Visueller Journalismus und Macht

Die bewusste Auseinandersetzung mit Fragen der Moral ist gerade in der heutigen, global vernetzten Zeit von zentraler Bedeutung. Durch die enorme Reichweite, die beispielsweise über das Internet entsteht, haben auch die Inhalte, die Fotojournalist*innen zur medialen Landschaft beitragen, enorme Auswirkungen.

16 Uhr, Live-Talk mit Nayantara Gurung Kakshapati und Katrin Koenning T

Tanzim Wahab untersucht im Gespräch mit Nayantara Gurung Kakshapati und Katrin Koenning die Vorstellung von “Macht” in der zeitgenössischen fotografischen Praxis und wie sie aus institutioneller und künstlerischer Perspektive betrachtet werden könnte. Der Live-Talk wird gehostet von VII Photo und wird via YouTube und ZOOM übertragen

Lumix-Podcast

Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Jasper A. Friedrich spricht über Ethik im visuellen Journalismus.

 

LUMIX Festival mobil

Das Lumix Festival mobil ist eine temporäre, mobile Kunstaktion im öffentlichen Raum. Studierende aus den Studiengängen Innenarchitektur und Fotojournalismus und Dokumentarfotografie machen mit dem analogen Ausstellungskonzept das Festival für hannoversche Festivalbesucher*innen sichtbar und erlebbar. Die Studierenden fahren an allen zehn Festivaltagen mit Fahrrädern durch die Stadtteile Hannovers, informieren über das Festival und halten die beliebten Plakate, Sticker und Taschen bereit.

Standorte an den Wochenenden:

Freitag, 19. Juni          16-17 Uhr, Georgengarten

Sonnabend, 20. Juni   14-15 Uhr, Pfarrlandplatz / 16-17 Uhr, Lutherkirche

Sonntag, 21.Juni         14-15 Uhr, Maschsee / 16-17 Uhr, Faustgelände

Freitag, 26. Juni          14-15 Uhr, Opernplatz / 16-17 Uhr, Zoo

Sonnabend, 27. Juni   14-15 Uhr, Moltkeplatz / 16-17 Uhr, Ballhofplatz

Sonntag, 28. Juni        14-15 Uhr, Sprengel Museum / 16-17 Uhr, Welfengarten

 

Preisverleihung

Ein Höhepunkt des digitalen Festivals ist die Auszeichnung der besten Bildstrecken und digitalen Storytelling-Projekte am Donnerstag, den 25. Juni, um 17 Uhr unter www.lumix-festival.de und auf YouTube.

Das Lumix Festival für jungen Bildjournalismus

Seit 2008 wird das Lumix Festival in Hannover organisiert vom Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover. Mit über 40.000 Besucher*innen hat es sich in den letzten Jahren als wichtiger Treffpunkt für junge Fotojournalist*innen aus aller Welt etabliert. Konzipiert und realisiert wird das Festival von Studierenden unter der Leitung von Prof. Lars Bauernschmitt und Prof. Dr. Karen Fromm. Das Lumix Festival für jungen Bildjournalismus präsentiert und reflektiert jungen, sozial engagierten Bildjournalismus des 21. Jahrhunderts, der sich aktiv mit politischen, kulturellen, sozialen, ökologischen und technologischen Prozessen auseinandersetzt.

Mit den Ausdrucksformen journalistischer, transmedialer Erzählformate richtet sich der Fokus auf aktuelle Perspektiven des Dokumentarischen und begreift diese als Medien der aktiven Teilhabe an globalen Debatten.

"Fête mal anders" - Das Programm der Fête de la Musique 2020 – BGPress 1412491© Bernd Günther (BG-PRESS.de)

„Fête mal anders“ – Das Programm der Fête de la Musique 2020

15. Juni 2020/in Hannover, Kultur

HANNOVER. Heute wurde im Rathaus Hannover das Programm der der Fête de la Musique 2020 vorgestellt. Dieses Jahr ist alles anders, aber dennoch: Am 21. Juni feiert Hannover das größte Musikfest der Welt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation durch Covid19 ergeben sich für die zweitgrößte deutsche Fête de la Musique wesentliche Änderungen in der Umsetzung: Das Motto 2020 lautet „Fête mal anders“.

Die hannoversche Fête de la Musique ruft Hannoveraner*innen in diesem Jahr nicht nur zum aktiven Musizieren auf, sondern geht auch digital: Alle Musiker*innen, die normalerweise am traditionellen 21. Juni in der hannoverschen Innenstadt auf der Bühne gestanden hätten, sind über die App zur Fête Hannover mit den dazugehörigen Standorten abrufbar und hörbar.

„In den vergangenen Monaten stand das sonst so vielfältige kulturelle Leben unserer Stadt weitgehend still. Aber auch wenn viele Theater, Konzertsäle und Ausstellungsräume geschlossen waren, fanden im Netz unzählige Aktionen statt – und das stets basierend auf unermüdlicher Initiative hannoverscher Kulturschaffender“, sagt Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay. „Jetzt fährt der Kulturbetrieb – trotz immer noch strenger Infektionsschutzauflagen – langsam wieder hoch, aber auch jetzt verlangt es viel Engagement und Flexibilität von der Kreativszene. Umso mehr freue ich mich, dass die Veranstalter*innen der Fête de la Musique alles dafür getan haben, dass das beliebte Festival trotz allem in Hannover stattfindet und die Bürger*innen das Fest der Musik gemeinsam feiern können!“, betont Onay.

SÄULE 1: Bundesweite und europäische Aktion „Singalong“

„Singalong“ ist als bundesweite und europäische Aktion für den 21. Juni 2020 geplant. Das gemeinsame Ziel aller Fête-Veranstalter*innen ist es, mit einem Aufruf die Menschen dazu zu bewegen, an musikalischen Gesangsaktionen teilzunehmen. Hierfür wurden folgende Lieder ausgewählt:

17:00 Uhr: Ode an die Freude

23:00 Uhr: Der Mond ist aufgegangen

Wer möchte, kann sich von 17 bis 18 Uhr an einem Karaoke-Singen beteiligen. Das Songbook wird von den Veranstalter*innen der Fête de la Musique Berlin ins Netz gestellt und ist hier zu finden. Wer seine Aufnahmen vom 21. Juni unter dem Hashtag #gigityourself hochlädt, erhält einen virtuellen Applaus.

SÄULE 2: Gig it yourself – Hygge-Digge-Bumm

Unter dem Namen „GIG IT YOURSELF – HYGGE-DIGGE-BUMM“ startet am Dienstag, 16. Juni, die Videoclip-Kampagne mit dem Aufruf, selbst zu musizieren. Bis zum 20. Juni wird jeweils ein Videoclip á 30-59 Sekunden veröffentlicht, in denen verschiedene Möglichkeiten gezeigt werden, wie man von zu Hause aus mit diversen Haushaltgegenständen musizieren kann.

Neben einer reinen „Haushalts-Band“ werden von Musiker*innen-WGs auch klassische Musikinstrumente gespielt, gefilmt und über sämtliche Netzwerke übertragen. Auch bei dieser Aktion kann man die eigenen Videos unter dem Hashtag #gigityourself hochladen und einen virtuellen Applaus ernten. Von allen eingegangenen Videos wird später eine Collage erstellt.

SÄULE 3: Hofkonzert im MusikZentrum Hannover

Sechs Bands aus dem Bewerber*innen-Pool der Fête de la Musique spielen ab 12 Uhr ihre jeweils 45-minütigen Open-Air-Sessions auf dem Gelände des MusikZentrums Hannover. Damit eine geregelte Einlasssituation entsteht, können die kostenlosen Tickets online über Eventbrite geordert werden. Insgesamt 70 Besucher*innen haben mit einem registrierten Ticket Zutritt auf das Gelände.

Es spielen:

  • 5 Minuten Liebe
  • Ottolien
  • Lukas Dolphin
  • Source of Rage
  • Now or Nellie
  • Jan Jakob & Band

SÄULE 4: Hofkonzert NDR Radiophilharmonie

In Kooperation mit der Fête de la Musique Hannover spielt die NDR Radiophilharmonie im Hof vor dem großen Sendesaal am Maschsee um 15 und um 16 Uhr ein Konzert. Mit „Ode an die Freude“ um 17 Uhr endet das Programm.

SÄULE 5: „Band Mash Up goes digital“ / Hannover sowie Partner- und Unesco-City-of-Music-Städte im Netz

Das Projekt „Band Mash Up goes digital“ zur Fête de la Musique 2020 findet mit fünf Bands aus Rouen, Poznan, Liverpool, Auckland und Hannover statt.

Zwei Bands aus Unesco-City-of-Music-Städten, eine Band aus Hannover und zwei Bands aus den Partnerstädten vernetzen sich digital und kreieren gemeinsam einen Song. Ein Bandcoach gibt über die kostenlose Plattform „Slack“ das Tempo, die Tonart und das Thema vor, und die Bands bringen weitere Ideen ein. Dabei werden alle Instrumente einzeln eingespielt, die Texte und Verse werden in den jeweiligen Landessprachen übermittelt. Der Bandcoach fügt alles zu einem Clip zusammen, der dann auf den Social-Media-Kanälen verbreitet wird und zur Fête de la Musique am 21. Juni über die Fête-App zu hören ist.

SÄULE 6: Fête de la Musique UCOM Marathon „Around the World“

Die Unesco-City-Of-Music-Städte veranstalten weltweit zum 21. Juni einen UCOM Marathon „Around the World“.

In diesem Rahmen präsentiert Hannover ein Konzert des jungen und aufstrebenden Duos Ottolien, das auf Facebook zu sehen sein wird. Als Vorgeschmack auf das Konzert gibt es den Imagefilm „This is Hannover“, entstanden zur 775-Jahr-Feier der Landeshauptstadt Hannover, und die Interviews zum Thema Musikstadt Hannover. Der Imagefilm zur Fête de la Musique 2019 rundet das Programm ab.

Bandinfo Ottolien: Zwei Brüder aus Hannover, die musikalisch unterschiedlicher nicht sein könnten. Einer Rapper und Beatbastler, einer Singer-Songwriter mit Hang zu filigranen Akustikgitarren. Zwischen konkret-eingängigen Hooks und abstrakten Bildern schaffen die Anfang-20-Jährigen auch in ihren deutschen Texten eine Mischung, die ihre Gedanken und Geschichten kraftvoll und intelligent inszeniert. Dabei wirken die Passagen aus Gesang/Rap-Parts so natürlich und leicht, wie sie nur bei Brüdern klingen können.

SÄULE 7: App und Playlist auf Spotify

Die Musik der Bands, die bei der Fête de la Musique 2020 in Hannover auftreten sollten, sind in die App zur Fête de la Musique eingespeist und digital abrufbar. Über eine hannoversche Playlist können die Songs via Spotify abgespielt werden.

SÄULE 8: Fête mal anders: Der Film

Damit alle digitalen und breitgefächerten Stränge abrufbar sind, wird es einen Film geben, der die Fête de la Musique Hannover aus der Sichtweise des Veranstaltungsteams und der Partner*innen zeigt. Der Film ist ab dem 21. Juni auf Facebook zu finden.

1981 rief der ehemalige französische Kultusminister Jack Lang in Paris die Fête de la Musique ins Leben. Im Jahr 1985 nahm erstmals auch München als erste deutsche Stadt daran teil. Inzwischen ist die Fête de la Musique, die jedes Jahr am 21. Juni weltweit stattfindet, in 540 Städten vertreten. Davon alleine 297 in Europa und 82 in Deutschland. Zu hören gibt es Musik aus allen Stilrichtungen. Für das Publikum ist der musikalische Genuß kostenlos. Die Mitwirkenden der Bands, Orchester, Chöre und Solisten, treten an diesem Tag ohne Honorar auf.

  • "Fête mal anders" - Das Programm der Fête de la Musique 2020 – BGPress 1412499
    Oberbürgermeister Belit Onay © Bernd Günther
  • "Fête mal anders" - Das Programm der Fête de la Musique 2020 – BGPress 1412514
    Sabine Busmann, Produktionsleitung der Fête de la Musique © Bernd Günther
  • "Fête mal anders" - Das Programm der Fête de la Musique 2020 – BGPress 1412521
    Leonard Ottolien vom hannoverschen Duo Ottolien © Bernd Günther
  • "Fête mal anders" - Das Programm der Fête de la Musique 2020 – BGPress 1412491
    Oberbürgermeister Belit Onay, Sabine Busmann, Produktionsleitung der Fête de la Musique und Leonard Ottolien (li.) von dem hannoverschen Duo Ottolien stellen die diesjährige, wegen der Corona-Pandemie, etwas andere Fête de la Musique vor © Bernd Günther
Kugelfangtrift wird in Bothfeld zur Einbahnstraße – Bothfeld Haltestelle

Kugelfangtrift wird in Bothfeld zur Einbahnstraße

15. Juni 2020/in Hannover

HANNOVER. Die Anfang Juni begonnenen Arbeiten für den Bau des Hochbahnsteiges Bothfeld an der Kugelfangtrift gehen in die nächste Phase. Für die notwendigen umfangreichen Leitungsarbeiten wird die Kugelfangtrift zur Einbahnstraße. Die Regelung gilt ab Montag, 22. Juni 2020, für rund anderthalb Jahre.

Die Kugelfangtrift kann von der Sutelstraße aus weiterhin in Richtung Vahrenwalder Straße befahren werden. Ab der Kreuzung Sündernstraße/Langenforther Straße ist das Befahren Richtung Sutelstraße jedoch nicht mehr möglich. Umleitungen sind über Sündernstraße, Eulenkamp und Podbielskistraße zur Sutelstraße ausgeschildert. 

Wegen des hohen Verkehrsaufkommens in diesem Bereich ist jedoch mit erheblichen Behinderungen und längeren Staus zu rechnen. Verkehrsteilnehmer sollten den Bereich daher möglichst weiträumig umfahren. 

Änderungen gibt es auch für den Busverkehr. Die Busse der Linie 135 in Richtung Paracelsusweg fahren über Sündernstraße und Ebelingstraße zur Sutelstraße. In Richtung Stöcken fahren die Busse ebenfalls über die Ebelingstraße. Zwei Ersatzhaltestellen sind in der Sutelstraße unterhalb der Einmündung Kugelfangtrift eingerichtet. 
 
Für die barrierefreie Nachrüstung der Stadtbahnhaltestelle Bothfeld müssen in der Kugelfangtrift umfangreiche Vorarbeiten geleistet werden. Rund ein Jahr lang werden seit Anfang Juni 2020 neue Kanäle gebaut. Während der Sommerferien im Jahr 2021 wird außerdem der Einmündungsbereich Kugelfangtrift/Sutelstraße umgebaut. In diesen sechs Wochen wird der Einmündungsbereich komplett für den Verkehr gesperrt. Aber Busse und Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr haben trotzdem freie Fahrt. In der zweiten Hälfte des Jahres 2021 geht der Umbau der Straßen weiter. Gleichzeitig beginnt dann der Umbau der Gleisanlagen sowie der Bau des Hochbahnsteiges, der rechts und links neben den Gleisen errichtet wird. Er soll im Frühjahr 2022 in Betrieb genommen werden. 
 
Wegen des Corona-Virus kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Änderungen im Bauablauf kommen könnte. Aktuelle Informationen erhalten Sie auch auf der infra-Website: www.infra-hannover.de
Alle 150 hannoverschen Bolzplätze sind wieder geöffnet – Bolzplatz

Alle 150 hannoverschen Bolzplätze sind wieder geöffnet

12. Juni 2020/in Hannover

HANNOVER. Alle rund 150 öffentlichen Bolzplätze der Stadt Hannover sind ab sofort wieder zum Kicken freigegeben. Damit dürfen wieder alle Kinder und Jugendlichen (bis einschließlich 17 Jahre) auf den dafür vorgesehenen Anlagen gegen den Ball treten. Aufgrund der geltenden Kontaktbeschränkung ist der Mindestabstand von 1,50 Metern zu jeder anderen Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, auch auf den Bolzplätzen einzuhalten.

Die in den vergangenen Wochen gültige Regelung, dass auf Spielplätzen nur Kinder bis zwölf Jahre spielen dürfen und dabei von einer erwachsenen Person begleitet werden müssen, entfällt. Die der Corona-Pandemie geschuldeten Abstandsregeln gelten aber weiterhin.

Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411709© Bernd Günther (BG-PRESS.de)

Spatenstich für den „Karriere-Campus“ von Swiss Life Deutschland in Lahe

11. Juni 2020/in Wirtschaft, Hannover

HANNOVER. Der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers nahm heute im Beisein von Jörg Arnold (CEO Swiss Life Deutschland) und weiteren geladenen Gästen am Spatenstich für den Neubau teil. Swiss Life investiert 30 Millionen Euro in das neues Seminar- und Tagungszentrum „Karriere-Campus“, welches in Lahe entsteht.

Der Minister begrüßte in seiner Ansprache die Entscheidung der Swiss Life Deutschland, sich für den Standort Hannover entschieden zu haben. Er sei stolz, auf solche Partner wie Swiss Life in Niedersachsen an seiner Seite zählen zu können.

Das Versicherungs- und Finanzberatungsunternehmen Swiss Life Deutschland beginnt den Bau des neuen Seminar- und Tagungszentrums am Firmenstandort in Hannover-Lahe. Der Spatenstich fand heute mit dem Finanzminister des Landes Niedersachsen, Reinhold Hilbers, statt. Das über 7.000 Quadratmeter große Tagungszentrum trägt den Namen „Karriere-Campus“ und dient vor allem der Aus- und Weiterbildung der 4.200 lizenzierten Finanzberater, die für die Unternehmen Swiss Life Select, tecis, HORBACH und ProVentus tätig sind und ihre Kunden zu Vorsorge, Absicherung und einer selbstbestimmten Zukunftsplanung beraten. Gleichzeitig entstehen dort weitere Arbeitsplätze für die 750 Mitarbeitenden von Swiss Life am Standort Hannover. Die Veranstaltungsräume können auch von anderen Unternehmen gebucht werden.

Der Spatenstich fand Corona-bedingt unter strengen Hygienestandards statt. Jörg Arnold, CEO von Swiss Life Deutschland, begrüßte am Firmensitz in Hannover den Finanzminister des Landes Niedersachsen, Reinhold Hilbers, den Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes Adis Ahmetovic, den Bezirksbürgermeister vom Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide, Harry Grunenberg sowie Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen und Tilman Kuban, Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands.

Jörg Arnold sagte: „Finanzberatung ist heute wichtiger denn je. Die Menschen stellen zurecht höchste Qualitätsansprüche an die Beratung. Wir investieren sehr bewusst in das Know-how unserer Berater. Dieses Bildungszentrum ist für Swiss Life ein Symbol für Beratungsqualität und ein klares Bekenntnis zu unserem Firmenstandort in Hannover. Es freut mich, dass der Bau nun beginnt. An dieser Stelle möchte ich mich auch ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit mit der regionalen Politik und auch dem Bauamt Hannover bedanken.“

Reinhold Hilbers, Finanzminister des Landes Niedersachsens, sagte bei seinem Grußwort beim Spatenstich: „Der Neubau eines Gebäudes dokumentiert insbesondere den Glauben an die Zukunft eines Projekts, er steht für die Vision von Entwicklung, Dynamik, wirtschaftlichem Engagement, Arbeitsplätzen und hier in ganz besonderen Maße für Bildung 1/3 und Ausbildung. Der heutige erste Spatenstich steht also für Optimismus und Zuversicht trotz der Pandemie. Im Namen der Landesregierung danke ich der Swiss Life für diese Investitionsentscheidung.“

Karriere-Campus in Hannover: Nachhaltige Bauweise für 7.300 Quadratmeter Tagungs- und Bürofläche

Der Neubau mit seiner Gesamtfläche von etwa 7.300 Quadratmetern verfügt über mehr als 30 Schulungs- und Tagungsräume sowie über einen 650 Quadratmeter großen Veranstaltungssaal. Bei voller Auslastung finden dann bis zu 1.000 Personen Platz im Karriere-Campus. Vor Ort entstehen außerdem 170 moderne Arbeitsplätze und ein neuer Betriebskindergarten. Der gesamte Neubau wird die Gold-Zertifizierungskriterien der deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) erfüllen und zudem Lademöglichkeiten für Elektroautos und Elektrofahrräder bieten.

„Menschen zu helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, ist unser gesellschaftlicher Auftrag. Gleichzeitig wollen wir unseren Finanzberatern eine starke Heimat bieten. Ich bin mir sicher, dass wir mit dem Karriere-Campus einen weiteren Beitrag dazu leisten. Es ist uns deshalb eine Herzensangelegenheit, bei unserem neuen Gebäude auch hohe Nachhaltigkeitsstandards zu erfüllen“, sagte Jörg Arnold weiter.

Swiss Life Deutschland befindet sich auf einem klaren Wachstumskurs, der von einer steigenden Nachfrage nach persönlicher Finanzberatung getrieben wird. Das spiegelt sich sowohl in der Anzahl der Finanzberater der Vertriebsgesellschaften Swiss Life Select, tecis, HORBACH und ProVentus wider, als auch im Wachstum der Belegschaft. Insbesondere junge Menschen suchen aktiv nach Vorsorgelösungen und persönlicher Unterstützung, um fürs Alter vorzusorgen, sich gegen Risiken abzusichern oder ihre Lebenspläne zu erreichen. Die Beraterinnen und Berater der Swiss Life-Vertriebsgesellschaften beraten derzeit rund 1,3 Millionen Kunden produktgeberübergreifend nach dem Best-Select-Prinzip.

  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411619
    Spatenstich für den Karriere-Campus Hannover der Swiss Life Deutschland © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411725
    Auf dem Gelände der Swiss LIfe im Stadtteil Lahe in Hannover wird der Karriere-Campus entstehen © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411636
    Spatenstich für den Karriere-Campus Hannover der Swiss Life Deutschland © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411659
    Jörg Arnold, CEO der Swiss LIfe Deutschland, begrüßte die anwesenden Gäste © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411663
    Der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers begrüßte die Entscheidung für den Stadtort Hannover © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411676
    Spatenstich für den Karriere-Campus Hannover der Swiss Life Deutschland © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411689
    Josephine Weigelt, Abteilungsleiterin der Swiss Deutschland Holding GmbH, erläuterte die Vorteile des neuen Karriere-Campus den anwesenden Gästen © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411696
    Der Leiter Personal der Swiss Life Deutschland hob die Vorzüge des Neubaus hervor © Bernd Günther
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411709
    Spatenstich für den Karriere-Campus (v.l. Josephine Weigelt, Jörg Arnold, Reinhold Hilbers, Dirk von der Crone)
  • Spatenstich für den "Karriere-Campus" von Swiss Life Deutschland in Lahe – BGPress 1411722
    Josephine Weigelt (Swiss Life) erläutert Finanzminister Reinhold Hilbert das Baugelände © Bernd Günther

 

Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411569© Bernd Günther

Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List

10. Juni 2020/in Hannover

HANNOVER. Am Mittwochabend kam im hannoverschen Stadtteil List es nach einer Explosion zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand. Mehrere Personen wurden verletzt. Die Feuerwehr Hannover hatte vorsorglich den Sonderalarmplan „Massenanfall von Verletzten“ ausgelöst.

Gegen 21 Uhr meldeten mehrere Anrufer eine laute Explosion und starke Rauchentwicklung aus einer Wohnung im ersten Stockwerk des Mehrfamilienhauses in der Robertstr. im Stadtteil List. Mehrere Personen sollten sich noch im Gebäude befinden. Daraufhin löste die Regionsleitstelle sofort Alarm für zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr und die Ortsfeuerwehr Buchholz aus.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Wohnung im Vollbrand. Die Flammen schlugen aus dem Fenster und drohten auf das zweite Obergeschoss überzugreifen. Auf der Straße lag eine schwerverletze Person, die umgehend vom Rettungsdienst versorgt wurde. Ein Wohnungsfenster war durch die Wucht der Explosion auf die Straße geschleudert. Mehrere Personen standen in den oberen Geschossen an den Fenstern und konnten sich wegen dem verrauchten Treppenraum nicht mehr selbständig ins Freie retten. Die Einsatzleitung löste daraufhin die Alarmstufe MANV 10 (Massenanfall von Verletzen von mind. 10 Personen) aus und forderte noch einen weiteren Löschzug an, der aber nicht zum Einsatz kam. Mehrere Atemschutztrupps drangen umgehend zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude ein. Zeitgleich wurden über die Drehleiter 11 Personen ins Freie gerettet. Durch die gezielten Löschmaßnahmen konnte das Feuer schnell gelöscht werden und eine Brandausbreitung auf das zweite Obergeschoß verhindert werden.

Insgesamt wurden durch den Rauch sieben Personen leicht verletzt und eine Person erlitt schwere Brandverletzungen. Alle Verletzten wurden umgehend in die umliegenden Krankenhäuser transportiert. Weitere 11 betroffene Hausbewohner mussten kurzeitig betreut werden.

Nach dem Ende aller Einsatzmaßnahme trennten die Stadtwerke das Gebäude von der Strom- und Gasversorgung. Das gesamte Haus ist aufgrund der Brandeinwirkung derzeit nicht bewohnbar. Alle unverletzten Bewohner kamen für die Nacht bei Freunden unter.

Die Höhe des Brandschadens wird auf mindesten 1.000.000 Euro laut Polizei geschätzt. Zur Brandursache hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst der Stadt Hannover waren mit 77 Einsatzkräften und 29 Fahrzeugen im Einsatz.

  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411565
    Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße, Stadteil List (Hannover) © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411566
    Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße, Stadteil List (Hannover) © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411568
    Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße, Stadteil List (Hannover) © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411569
    Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße, Stadteil List (Hannover) © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411573
    Anwohner werden mit der Drehleiter aus dem Haus gerettet © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411574
    Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411575
    Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411579
    Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411586
    Die von der Explosion zerstörte Wohnung in der Robertstraße © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411588
    Bis auf die gegenüberliegende Straßenseite wurde der Fensterrahmen geschleudert © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411593
    Drehleitereinsatz zur Menschenrettung © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411594
    Abstimmung am Einsatzleitwagen der Berufsfeuerwehr © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411597
    Personenrettung über die Drehleiter © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411608
    Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße, Stadteil List (Hannover) © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411610
    Die Polizei nimmt die Ermittlung zur Ursache auf © Bernd Günther
  • Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße im Stadteil List – BGPress 1411612
    Explosion in einem Wohnhaus in der Robertstraße, Stadteil List (Hannover) © Bernd Günther
Friedlicher Protest "Black Lives Matter" vor dem Opernhaus in Hannover – Black Lives Matter Lothar Schulz2© Lothar Schulz

Friedlicher Protest „Black Lives Matter“ vor dem Opernhaus in Hannover

8. Juni 2020/in Hannover

HANNOVER. Nach dem Tod des infolge von Polizeigewalt verstorbenen 46-jährigen George Floyd in Minneapolis (USA) kam es auch am Samstag (6. Juni) in Hannover zu Protestkundgebungen vor dem Opernhaus.

Unter dem Leitmotto: Black Lives Matter (Schwarze Leben zählen) versammelten sich bis zu 8.500 Personen im Bereich des Opernhauses, um gegen Rassismus und gegen die Polizeigewalt zu demonstrieren. Zum Gedenken an George Floyd knieten die Teilnehmer der Kundgebung still für 8 Minuten und 46 Sekunden nieder. So lange musste George Floyd um sein Leben kämpfen, als der Polizist Derek Chauvin sein Knie in seinen Nacken presste, bis er schließlich verstarb. Für viele Teilnehmer waren die langen Minuten der Stille beklemmend.

Die Versammlungsleitung hatte mit 1.000 Teilnehmern bei der Demonstration gerechnet. Durch den starken Zustrom gab die Polizei zusätzliche Flächen in den angrenzenden Straßen und Plätzen frei. Insgesamt beteiligten sich nach Polizeiaussagen annähernd 8.500 Teilnehmer an dem friedlichen Protest.

Die meisten Teilnehmer der Protestkundgebung zeigten sich verantwortungsbewusst durch möglichem Einhaltung von Abständen und dem Tragen von Mund-NasenSchutz. Die Proteste in Hannover signalisierten mit der Vielzahl an Teilnehmern am Samstag ein deutliches Zeichen gegen Rassismus.

Gegen 18:00 Uhr löste dann die Versammlungsleiterin die Protestkundgebung in Absprache mit der Polizei auf. Der Zustrom und die damit verbundenen Probleme des Abstandhaltens wurden zu kritisch. Eigentlich war die Kundgebung bis 20:00 Uhr vorgesehen.

  • Friedlicher Protest "Black Lives Matter" vor dem Opernhaus in Hannover – Black Lives Matter Lothar Schulz4
    Black Lives Matter Kundgebung auf dem Opernplatz Hannover 6. Juni 2020 © Lothar Schulz
  • Friedlicher Protest "Black Lives Matter" vor dem Opernhaus in Hannover – Black Lives Matter Lothar Schulz3
    Black Lives Matter Kundgebung auf dem Opernplatz Hannover 6. Juni 2020 © Lothar Schulz
  • Friedlicher Protest "Black Lives Matter" vor dem Opernhaus in Hannover – Black Lives Matter Lothar Schulz2
    Black Lives Matter Kundgebung auf dem Opernplatz Hannover 6. Juni 2020 © Lothar Schulz
  • Friedlicher Protest "Black Lives Matter" vor dem Opernhaus in Hannover – Black Lives Matter Lothar Schulz1
    Black Lives Matter Kundgebung auf dem Opernplatz Hannover 6. Juni 2020 © Lothar Schulz
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