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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Öffentlichkeitsfahndung

Öffentlichkeitsfahndung: 12-jähriger Junge aus Hannover vermisst

20. November 2020/in Hannover, Polizei

HANNOVER (ots). Die Polizei Hannover sucht seit Mittwoch, 18.11.2020, nach Maximilian K. Das 12-jährige Kind wurde am Mittwochvormittag zuletzt in seiner Schule Auf der Bult gesehen. Er verließ sie gegen 10:00 Uhr und ist seitdem verschwunden. Als er am Abend nicht in seine Wohngruppe in Bothfeld zurückkehrte, informierte die Einrichtung an der Sutelstraße die Eltern des Kindes und die Polizei.

Nachtrag 23.11.2020:

Die Polizei Hannover hat seit Mittwoch, 18.11.2020, nach dem zwölfjährigen Maximilian K. gesucht. Das 12-jährige Kind war zuletzt in seiner Schule Auf der Bult gesehen worden und seitdem verschwunden. Am Nachmittag, 23.11.2020, tauchte der Junge gesund und munter bei seinen Eltern auf. Wo er sich zwischenzeitlich aufgehalten hat, blieb zunächst unklar. Die Polizei dankt allen, die sich an der Suche nach dem 12-Jährigen beteiligt haben.

Nach den bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats Hannover-Lahe verließ der Vermisste am Mittwoch seine Wohngruppe um zur Schule zu gehen. Dort äußerte er gegenüber Mitschülern, dass er sich auf den Weg nach Berlin machen möchte. In der Vergangenheit unternahm er bereits ähnliche Reisen ohne Begleitung und Absprache mit den Betreuern seiner Wohngruppe. Jedoch kehrte er immer am Abend wieder zurück. Die Betreuer baten schließlich die Polizei um Hilfe, da Maximilian am Mittwochabend nicht in der Wohngruppe erschien.

Die bisherigen Suchmaßnahmen im Umfeld des Kindes sowie die Überprüfung von möglichen Kontaktadressen verliefen bislang erfolglos. Eine Gefahr für Leib und Leben kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Maximilian K. ist nunmehr bereits seit zwei Tagen verschwunden, weshalb die Polizei nun die Bevölkerung um Mithilfe bittet.

Der Junge ist etwa 1,67 Meter groß und stark übergewichtig. Er hat kurze blonde Haare und blaue Augen. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens trug er eine schwarze Winterjacke.

Hinweise zum Aufenthalt von Maximilian K. nimmt das Polizeikommissariat Hannover-Lahe unter der Telefonnummer 0511 109-3317 entgegen.

Bärenstarkes Geschenk für Nana – Eisbärmädchen Nana 1 Jahr alt

Bärenstarkes Geschenk für Nana

20. November 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Neugierig, niedlich, naseweis. Das quirlige Eisbärjungtier „Nana“ im Erlebnis-Zoo Hannover wurde heute ein Jahr alt! Zu ihrem ersten Geburtstag bekam die verspielte Nana von ihrem Patenunternehmen, dem Großraum-Verkehr Hannover (GVH), ein bärenstarkes Geschenk zum Spielen, Knabbern, Versenken, Erlegen, zum Rumschleppen und Kämpfen: eine Eisbär-Rassel, die selbst spitzesten Zähnen und schärfsten Krallen widersteht.

Die ungewöhnliche Rassel wurde von Nana ausgiebig untersucht und dann bekämpft – nachdem Mutter Milana das neue Spielzeug genau unter die Nase genommen, es getestet und offensichtlich für sehr gut befunden hatte! Zuerst aber galt es, ein duftendes Geschenk anzuknabbern: Die Zoo-Handwerker hatten der kleinen Eisbärin eine große Eins aus Eis geschenkt, die mit Rote-Bete-Saft prächtig rotviolett eingefärbt war. Die Form für die Eis-Eins hatten die Handwerker selbst gezimmert. Die eisige Überraschung hielt zwar nicht so lange wie die Bären-Rassel, war aber ein echt leckerer Hingucker.

Die Bären-Rassel hingegen wurde den ganzen Tag bespielt. Das Geschenk hatten die Tierpfleger anstelle der Paten übergeben (beziehungsweise ins Wasser geworfen), da der Zoo zurzeit geschlossen ist. Der GVH übersandte seinem Patentier tierisch gute Wünsche: „Der Großraum-Verkehr Hannover gratuliert seinem Patenkind ganz herzlich zum 1. Geburtstag. Coronabedingt können ja leider nicht so viele Gratulanten vor Ort sein.

Deshalb alles Gute aus der Ferne! Wir wünschen Nana, dass sie sich ihre Neugier und ihre Spielfreude möglichst lange bewahrt. Hoffentlich kann Nana bald wieder viele Besuche-rinnen und Besucher in Yukon Bay begrüßen“, so GVH-Geschäftsführer Ulf-Birger Franz

Der GVH informiert auf einer eigenen Webseite über sein Patentier. Noch bis heute läuft dort ein bärenstarkes Gewinnspiel! eisbaer.gvh.d

Als Eisbär-Weibchen Milana vor genau einem Jahr ihr erstes Jungtier zur Welt brachte, war das Kleine gerade mal so groß wie ein Meerschweinchen. Zoogeschäftsführer Andreas M. Casdorff erinnerte an die spannenden und aufregenden Tage rund um die Geburt: „Wir wussten ja nicht, ob Milana tragend war, also haben wir gehofft und gewartet.“ Und nach der Geburt hieß es dann Daumen drücken, denn die ersten zehn Tage gelten bei Eisbärjungtieren als besonders kritisch. „Wir hatten Kameras in der Wurfhöhle installiert und das Bärchen die ganze Zeit beobachtet“, so Casdorff.

Zum Glück war die Sorge unbegründet, Milana zeigte sich als perfekte Mutter und das Jungtier entwickelte sich prächtig – heute wiegt es stolze 126 kg. In den vergangenen Monaten wurde Nana zum Publikumsliebling. „Nana ist eine wunderbare Botschafterin für ihre bedrohte Art“, so Tierpflegerin Ann Katrin Schumacher, die Nana vom ersten Tag an betreut hat. „Während die Zoobesucher sie beobachten, erfahren sie von uns gleichzeitig viel über den schwindenden Lebensraum der Eisbären – und was wir alle aktiv dagegen tun können.“

Corona: Geburtstag ohne Publikum

Genau wie Nanas erster Ausflug aus der Wurfhöhle im März, fand auch ihr erster Geburtstag ohne Zoobesucher statt. Seit dem 02. November ist der Erlebnis-Zoo erneut geschlossen. „Es tut uns sehr leid, dass unsere Zoobesucher auch dieses wichtige Ereignis in Nanas Leben nicht live miterleben konnten“, so Casdorff, „aber wir haben Verständnis für die Kontaktbeschränkungen und unterstützen alle notwendigen Maßnahmen, um gemeinsam dazu beizutragen, die Ausbreitung der Corona-Pandemie einzudämmen.

Und dennoch: Schon die achtwöchige Schließung im März hatte den Zoo vor große wirtschaftliche Herausforderungen gestellt, denn auch ohne Besucher laufen in einem Zoo nahezu alle Kosten weiter – die Versorgung der Tiere steht dabei an erster Stelle. Durch die Aufnahme von zusätzlichen Krediten konnte der Betrieb im Frühjahr aufrechterhalten werden. „Die Unterstützung in der regionalen und Landes-Politik war herausragend und eine große Wertschätzung für unsere Arbeit als bedeutender Ort der Bildung, des Artenschutzes und der Naherholung“, so Casdorff, „wir sind sehr dankbar für die starke wirtschaftliche Unterstützung unseres Gesellschafters, der Region Hannover.“

Hilfe kam auch von vielen Zoobesuchern, die den Zoo mit der Übernahme von Patenschaften, dem Kauf von Jahreskarten trotz Schließung und Spenden nach Kräften unterstützt hatten. „Dieses Engagement hat uns alle sehr berührt“, bedankt sich der Zoogeschäftsführer.

Erbschaft lässt Planungen vorangehen

Besonders eine Erbschaft in Höhe von 350.000 € hat dem Zoo in diesem Krisenjahr weitergeholfen: „Mit dieser Erbschaft können wir unsere Planungen für unsere Artenschutzprojekte ‚Riesenschildkröten-Haus‘ und ‚Zoologicum‘ trotz der Corona-Krise weiterführen“, so Casdorff. „Es macht uns stolz, dass der Zoo diesem großzügigen Menschen zu Lebzeiten so viel Freude bereitet hat, dass er ihn auch für zukünftige Generationen erhalten möchte.“ Das Vermächtnis werde sorgsam eingesetzt.

Ungewisse Zukunft – Hoffnung auf Unterstützung

Ungewiss bleibt jedoch die Zukunft: Die erneute Schließung im November bedeutet knapp eine Million Euro an weiteren Umsatzausfällen. „Wir hoffen auf Bundesmittel aus der ‚Novemberhilfe‘, aber leider gibt es hierzu noch keine Klarheit“, so Casdorff. Auch sei unklar, welche Belastungen noch weit in das nächste Jahr hineinreichen würden – und die Mittel der Region Hannover seien verständlicherweise begrenzt. Der Zoo habe viele Maßnahmen eingeleitet, um die operativen Kosten zu reduzieren. „Umso mehr freuen wir uns über jede Unterstützung!“, so Casdorff. Mit Spenden, Tierpatenschaften oder Jahreskarten können die treuen Besucher ihren Zoo weiterhin unterstützen.

Vor 55 Jahren: Erster Rammschlag für die U-Bahn-Hannover – 55 Jahre UBahnbau

Vor 55 Jahren: Erster Rammschlag für die U-Bahn-Hannover

18. November 2020/in Hannover

HANNOVER (PM).  Dienstag,16. November 1965, 10:31 Uhr: Am Rande des Waterlooplatzes wird ein Stahlträger in hannoverschen Boden gerammt. Es ist dies der „erste Rammschlag“ für den U-Bahn-Bau. Fortan wird gebaut an einem Netz, dessen erste Ausbaustufe nach zehn Jahren in Betrieb genommen, das konsequent ausgebaut wird und das schon früh international viel Beachtung findet. Vor 55 Jahren begann die Erfolgsgeschichte des „Modells Stadtbahn Hannover“. Es sollte auch für andere Städte wegweisend werden.

Erfolgsmodell Stadtbahn Hannover

Die Stadtbahn, eine Mischform aus schon in der Wiederaufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg für Hannover ab 1949 geplanten Unterpflaster-Straßenbahn und einer als Fernziel angesehenen „richtigen“ U-Bahn, veränderte die Stadt. Erst über Jahrzehnte durch die unvermeidlichen Tunnelbauarbeiten, nach den stufenweisen Betriebsaufnahmen ab 1975 aber auch durch den enormen Erfolg der Stadtbahn. Sicher, schnell und bequem erschloss sie Hannover sowie nach und nach auch Teile des Umlandes auf neuen Wegen. Das Netz der „Stadtbahn Hannover“ war in den 1960er Jahren so weitblickend geplant worden, dass es bislang nicht an seine Leistungsgrenze stieß. Zusatzverkehre anlässlich von Rekordmessen wie der CeBIT, Veranstaltungslinien zu Großkonzerten oder Kirchentagen und auch der zeitweise dichte Takt während der Weltausstellung EXPO 2000 – dies und mehr ließ sich neben dem planmäßigen Verkehr abwickeln. Heute fahren auf allen Hauptstrecken mehrere Linien, jeweils mindestens eine mit fassungsstarken Dreiwagenzügen.

„Das heutige lebenswerte Hannover wäre ohne U-Bahn undenkbar“, sagt Dr. Volkhardt Klöppner, Vorstandsvorsitzender der ÜSTRA. „Die Vorteile bei Fahrzeit, Komfort und Verlässlichkeit für Millionen von Fahrgästen sind unschlagbar. Man stelle sich nur einmal vor, wir müssten täglich hunderte von bis zu 100 Meter langen Zügen oberirdisch über Hauptbahnhof, Kröpcke und Aegidientorplatz fahren lassen. Ein Verkehrskollaps der Innenstadt wäre ohne U-Bahn-Tunnel vorprogrammiert gewesen!“

Hauke Jagau, Präsident der für den Nahverkehr zuständigen Region Hannover, fasst zusammen: „Die Stadtbahn, deren Bau 1965 in Hannover begann, hat neben Neubaugebieten ab 1982 Strecke um Strecke auch Siedlungsschwerpunkte der heutigen Region Hannover in den direkten Nachbarkommunen rund um die Landeshauptstadt erschlossen. Der konsequente Streckenausbau war und ist vorbildlich: Das Stadtbahnnetz strahlt buchstäblich weit über Hannover hinaus aus und nützt allen Bürgerinnen und Bürgern.“

Baustart im November 1965

Der erste Pfahl dafür wurde vor 55 Jahren im damaligen Kreisel am Rande des Waterlooplatzes, am Zusammentreffen von Lavesallee und Gustav-Bratke-Allee gesetzt. Im Rahmen einer Feierstunde löste Oberbürgermeister August Holweg die Rammarbeiten für den ersten, vom ausführenden Bauunternehmen Wallbrecht eigens zuvor silbern lackierten, Doppel-T-Träger aus. Holweg sagte dazu, diese Baumaßnahme sei „eine zwingende Notwendigkeit, von der die Lebensfähigkeit unserer Stadt abhängt.“ Der Bau einer U-Bahn sei „der zweckmäßigste und wirtschaftlichste Weg, um der Verkehrsnot in Hannover Herr zu werden.“ Klar war: „Der Bau ist eine lebenswichtige Operation am Herzen des Landes Niedersachsen.“ Beim Festakt anwesend waren Fachleute aus allen westdeutschen Städten, die U-Bahnen bauten oder planten, so aus Berlin, Bremen, Frankfurt (Main), Hamburg, Köln und München. Holweg war sich sicher: „Der erste Rammschlag für den Bau einer Untergrundbahn ist ein Ereignis von historischer Bedeutung in der Baugeschichte unserer Stadt.“

Dem Baubeginn war eine längere Planungsaphase vorausgegangen. Letztlich entschied der Rat der Stadt Hannover am 23. Juni 1965 (Holweg: „Diese Sitzung wird einmal geschichtliche Bedeutung haben.“), eine von vier ausgearbeiteten Netzvarianten zu verwirklichen. Diese folgte einem im Auftrag der Landeshauptstadt erstellten Gutachten des Berliner Professors Wehner. Er hatte als ersten Bauabschnitt zwei Tunnelstrecken vorgeschlagen: Die 3,3 Kilometer lange Nord-Süd-Strecke Wedekindplatz – Waterlooplatz und die 2,9 Tunnel-Kilometer einer Ost-West-Strecke Schlägerstraße Goetheplatz/Klagesmarkt mit Abzweig zur ersten Strecke am Kröpcke und Verzweigung am Steintor.

1965 standen viele Einzelheiten noch nicht fest

Mit dem Bau wurde am Waterlooplatz begonnen, auch weil er für den Baustart aufgrund seiner Weitläufigkeit besonders gut geeignet schien. Es war zudem beim Baubeginn noch keineswegs klar, wo diese erste Strecke genau enden sollte. Am vorgesehenen Zielort Wedekindplatz sollte es gar zwei getrennte Rampen für die Ausfahrt – in der Wedekindstraße – und für die Einfahrt in den Tunnel – in der Straße Steinriede – geben. Auch der weitere Netzausbau stand noch nicht in der dann seit etwa 1967 verfolgten Form fest. Als aus damaliger Sicht dritte Strecke mit Tunnel im Zentrum beschloss der Rat Ende 1966 die später „D-Linie“ genannte, vorgesehene Verbindung von Harenberg über Hauptbahnhof bis zum Kronsberg. Sie wurde als einzige nicht in dieser Form verwirklicht. Auch die schon in vielen frühen Plänen verzeichnete Station „Welfenplatz“ (zwischen Hauptbahnhof und Werderstraße) wurde zwar konstruktiv berücksichtigt, aber bislang nicht erstellt. Doch das Netz wird weiter ausgebaut, derzeit im Südwesten Hannovers mit der Neubaustrecke nach Hemmingen. Eine neuerliche Verlängerung nach Garbsen/Mitte ist in Planung.

Christian Weske, Geschäftsführer der für die Stadtbahnanlagen zuständigen Infrastrukturgesellschaft Region Hannover (infra) blickt in diese Zukunft: „Mit dem Startschuss wurde vor 55 Jahren die Grundlage für ein zukunftsweisendes Stadtbahnsystem gelegt, das sich heute durch unabhängige Streckenführungen, eine hohe Leistungsfähigkeit und weitgehende Barrierefreiheit auszeichnet. Durch den Stadtbahnbau wurden die Wohnquartiere besser an das hannoversche Zentrum angebunden; er hat die City mit der Schaffung von Fußgängerzonen nachhaltig verändert und zur Entwicklung einer attraktiven Kultur- und Einkaufswelt beigetragen.“

Pause nach nur 210 Metern U-Bahn

Der Baustart im November 1965 betraf das erste Baulos, also den ersten Abschnitt der so genannten „A-Strecke“. Dieses Baulos A01 umfasste die 140 Meter lange Zufahrtsrampe in der Gustav-Bratke-Allee sowie gerade einmal 70 Meter Tunnel. Gleich nach dem Auftakt hatte die Baustelle einige Tage pausieren müssen: Am 22. November 1965 wurden in Hannover die größten Schneemengen und die tiefsten Temperaturen seit 1919 gemessen, die Bundeswehr musste beim Schneeräumen helfen. Da waren Vermessung und andere vorbereitende Arbeiten nicht möglich. Der Rohbau am Los 1 war dennoch nach nur etwa einem Jahr, Anfang Dezember 1966, abgeschlossen. Nun aber trat die nächste Pause von diesmal einigen Monaten Länge ein. Wegen unsicherer Finanzierung konnten die Arbeiten an den anschließenden Baulosen 2 (Station Waterloo) und 3 (Tunnelstrecke bis Karmarschstraße mit Unterfahrung der Leine) nicht ausgeschrieben werden. Dies geschah erst im Frühjahr 1967, nachdem Bund und Land finanzielle Unterstützung zugesichert hatten. Grundlage war ein Steueränderungsgesetz mit bundesweit positiver Auswirkung auf die Finanzierung von Verkehrsbauten. Ende Juni 1967 konnten die Arbeiten im hannoverschen Untergrund wiederaufgenommen werden.

Ebenfalls 1967 wurde das städtische U-Bahn-Bauamt neu aufgestellt und mit Klaus Scheelhaase dessen bis 1994 amtierender Leiter aus Berlin an die Leine geholt. Er erinnert sich: „Mit dem ersten Rammschlag vor 55 Jahren endete für Hannover die Politik ‚der autogerechten Stadt‘. Der damalige Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht hatte erkannt, dass die Verkehrsprobleme Hannovers nicht mit dem Autoverkehr zu lösen sind. Seitdem setzt Hannover auf den Ausbau des ÖPNV und hat viele Milliarden in den Ausbau des Streckennetzes, des Fahrzeugparkes oder Streckenverlängerungen investiert. Heute, nach 55 Jahren, ist überall der Erfolg sichtbar, begünstigt natürlich auch durch das aus Anlass der Weltausstellung Expo 2000 gebaute S-Bahn-System. Will man in Zusammenhang mit dem Klimaschutz den Modal-Split zugunsten des ÖPNV ändern, wären im Stadtbahnsystem noch vorhandene Reserven mobilisierbar, um die gesteckten Ziele zu erreichen.“

Betrieb seit 1975, zweiter Baustart 1996

In einem Abschnitt des neuen Tunnels bis hinter der Station Markthalle (heute Markthalle/Landtag) begannen Testfahrten schon im November 1971, also nur drei Jahre nach dem Baubeginn. Ab Januar 1972 gab es gelegentliche Besichtigungsfahrten, unter anderem für Lokalpolitiker. Der fahrplanmäßige Stadtbahnbetrieb auf der A-Strecke mit dem Tunnel-Teilstück von der Gustav-Bratke-Allee bis zum Weißekreuzplatz (Kehranlage Hauptbahnhof) wurde im September 1975 als Linie 12 eröffnet. Seither gab es mehr als 30 weitere Streckeneröffnungen im Stadtbahnnetz. Und auch der Waterlooplatz sah einen neuerlichen Baustart: Unweit des Ortes der Premiere vom 16. November 1965 begann am 15. Mai 1996 der Bau der „Spange Legionsbrücke“ – sie war schon 1965 in den Plänen für die Fortführung der A-Strecke nach Wettbergen enthalten.

  • Vor 55 Jahren: Erster Rammschlag für die U-Bahn-Hannover – BGPress 0530 1
    Erster Rammschlag beim Baubeginn der U-Bahn am Waterlooplatz, 16. November 1965 (siehe Nachrichtenblatt 6/1965) © ÜSTRA Archiv
  • Vor 55 Jahren: Erster Rammschlag für die U-Bahn-Hannover – BGPress 0718
    Festakt zum Beginn des U-Bahn-Baus auf dem Waterlooplatz, Umtrunk mit dem Oberbürgermeister August Holweg (Mitte) und Ministerpräsident Dr. Georg Diederichs (links), 16. November 1965 © ÜSTRA Archiv
  • Vor 55 Jahren: Erster Rammschlag für die U-Bahn-Hannover – BGPress 1018
    Festakt zum Beginn des U-Bahn-Baus auf dem Waterlooplatz mit der Ramme im Vordergrund, 16. November 1965 © ÜSTRA Archiv
  • Vor 55 Jahren: Erster Rammschlag für die U-Bahn-Hannover – BGPress 1701
    Bautafel auf dem Waterlooplatz zum Beginn des U-Bahn-Baus, Abbildung setzt sich aus drei Teilen zusammen (der Hintergrund und das U-Bahn-Symbol wurden retuschiert), 16. November 1965 © ÜSTRA Archiv
  • Vor 55 Jahren: Erster Rammschlag für die U-Bahn-Hannover – BGPress 1702
    Erster Rammschlag beim Baubeginn der U-Bahn am Waterlooplatz, 16. November 1965 © ÜSTRA Archiv
  • Vor 55 Jahren: Erster Rammschlag für die U-Bahn-Hannover – BGPress 1717
    Festakt zum Beginn des U-Bahn-Baus auf dem Waterlooplatz mit der Ramme im Vordergrund, 16. November 1965 © ÜSTRA Archiv
INTERSCHUTZ Community Day und die FireFit Championships Europe Indoor abgesagt – Firefit Absage

INTERSCHUTZ Community Day und die FireFit Championships Europe Indoor abgesagt

18. November 2020/in Hannover, Veranstaltungen

HANNOVER (PM). Der für den 12. Dezember 2020 geplante INTERSCHUTZ Community Day und die FireFit Championships Europe Indoor Veranstaltung finden nicht statt. Grund für die Absage ist das aktuelle Infektionsgeschehen.

„Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, so Martin Folkerts, Projektleiter INTERSCHUTZ bei der Deutschen Messe AG „aber die Infektionszahlen und die damit verbundenen Einschränkungen machen eine Durchführung unmöglich. Außerdem möchten wir vermeiden, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zu großen Teilen aus dem Feuerwehr- und Rettungswesen kommen, einer Ansteckungsfahr ausgesetzt werden. „

Die parallel dazu stattfindenden FireFit Championships wären der erste Indoor-Wettkampf in Europa gewesen.

„Alle Athletinnen und Athleten sind selbst als Einsatzkräfte aktiv und zur Zeit in dieser Aufgabe besonders gefordert“, ergänzt das Organisationsteam der FireFit Championships Europe. „Wenn wir jetzt weiter an einem Strang ziehen und uns gegenseitig schützen, hoffen wir, in 2021 die geplanten FireFit Championships Wettkämpfe in Europa durchführen zu können. Bei allen Entscheidungen steht die Sicherheit der Feuerwehrsportler an erster Stelle.“

Ein neuer Termin für beide Events steht noch nicht fest.

Hannover-Döhren: Erneuter Brand in Mehrfamilienhaus – Polizeifahndung 181120

Hannover-Döhren: Erneuter Brand in Mehrfamilienhaus

18. November 2020/in Hannover, Polizei

HANNOVER (ots). Am Samstag, 14.11.2020, ist es erneut zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Hannover gekommen. Die Hausbewohner wurden von der Feuerwehr über eine Drehleiter in Sicherheit gebracht. Vier von ihnen kamen mit Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus. Es könnte die 17. Tat eines Brandstifters sein. Die Polizei fahndet mit einem Phantombild nach ihm und erhofft sich Hinweise aus der Bevölkerung.

Wenige Minuten nach 15:00 Uhr drang dichter Rauch aus dem Keller des Mehrfamilienhauses an der Landwehrstraße. Die Feuerwehr rettete die Bewohner und löschte das Feuer, das nach ersten Erkenntnissen der Polizei im Keller ausgebrochen war. Am Montag, 16.11.2020, begutachteten die Brandexperten des Zentralen Kriminaldienstes den Brandort. Sie kamen zum Schluss, dass Sperrmüll im Keller des Hauses vorsätzlich angezündet wurde. Damit setzen sich die Ermittlungen zur Brandserie fort, die die Polizei seit August 2020 beschäftigt.

Insgesamt 17 Taten weisen inzwischen Gemeinsamkeiten auf. Die Brände wurden in den südlichen Stadtteilen in einem räumlich eng umgrenzten Bereich gelegt. Die Tatzeiten waren in der Regel nachmittags. An einem Brandort wurde eine verdächtige Person gesehen. Mit einem Phantombild (siehe Titelbild) sucht die Polizei nach diesem Mann. Personen, die Hinweise zu den Bränden oder zu dem tatverdächtigen Mann geben können, werden gebeten, sich an den Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-5555 zu wenden.

Feuerwehreinsatz

Schutzhütte auf Schulgelände abgebrannt

18. November 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Auf dem Freigelände der Freien Waldorfschule Hannover-Bothfeld brannte eine Schutzhütte vollständig nieder. Der Schulbetrieb wurde durch das Feuer nicht beeinträchtig. Personen waren nicht gefährdet.

Um 08:16 Uhr meldete ein Radfahrer den Brand einer Hütte auf dem an die Weidenallee angrenzenden Schulgelände. Kurz danach ging auch ein entsprechender Notruf des Hausmeisters aus der Schule an der Weidkampshaide in der Regionsleitstelle ein.

Als kurz danach der Löschzug der Feuer- und Rettungswache 5 an dem Schulgelände in Bothfeld eintraf, brannte die etwa dreißig Quadratmeter große Hütte bereits in voller Ausdehnung. Flammen schlugen aus dem mit Reet gedeckten Dach, eine weithin sichtbare Rauchwolke zog über die angrenzenden Weiden ab. Sofort löschten Einsatzkräfte das Feuer mit Wasser aus zwei Hilfeleistungslöschfahrzeugen und auch einem speziellen Großtanklöschfahrzeug. Die brennende Schutzhütte stand neben einem Grillplatz auf dem großen Gelände weit ab von weiteren Schulgebäuden. Der Schulbetrieb konnte während des Feuerwehreinsatzes ungefährdet weiterlaufen. Nach etwa 45 Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Die Reste der von ehemaligen Schülern aus Lehm, Holz und Schilfrohr selbst gebauten Schutzhütte mussten mit Hilfe von Motorsägen teilweise zerlegt und eingerissen werden, um an alle Glutnester zu gelangen. Hierbei setzte die Feuerwehr auch Schaum als Löschmittel ein. Um 09:24 Uhr war das Feuer vollständig gelöscht. Personen wurden nicht verletzt.

Zur Klärung der Brandursache hat die Polizei entsprechende Ermittlungen aufgenommen. Über die Schadenhöhe liegen der Feuerwehr keine Erkenntnisse vor. Die Feuerwehr Hannover und der Rettungsdienst waren mit 6 Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften vor Ort.

Wohnungslosigkeit© Bernd Günther

Stadt und Region starten neues Angebot für obdachlose Menschen

17. November 2020/in Hannover

HANNOVER / REGION HANNOVER (PM).  Das neue Modellprojekt „Plan B – OK“ sieht vor, die zeitweilige Unterbringung obdachloser Menschen mit sozialer Beratung zu kombinieren, um sie dabei zu unterstützen, ihre Wohn- und Lebenssituation dauerhaft zu verbessern. Die Stadt wird hierfür kurzfristig eine Immobilie mit sieben Wohneinheiten für insgesamt 21 Personen im Stadtteil Döhren zur Verfügung stellen. Perspektivisch ist eine Ausweitung auf 70 Plätze in einer größeren Immobilie geplant, die derzeit gesucht wird. Das Projekt wird Anfang Dezember den städtischen Ratsgremien zur Entscheidung vorgelegt und heute (17.11.) dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Wohnungswirtschaft der Region Hannover.

„Mit dem neuen Angebot für obdachlose Menschen schaffen wir eine sinnvolle Ergänzung zu den festen Unterkünften, den Notschlafstellen und dem kürzlich eröffneten Tagesaufenthalt in Ahlem. Zur Einbindung einer Spende der Niedergerke-Stiftung und der MUT-Stiftung sind wir in guten Gesprächen mit den Beteiligten“, sagte Thomas Vielhaber, Baudezernent der Landeshauptstadt Hannover.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit der Region Hannover das neue Modellprojekt Plan B – Ok auf den Weg zu bringen, das die Situation obdachloser Menschen in Hannover nachhaltig verbessern soll. Es knüpft an die Erfahrungen an, die wir in der der Zeit der Unterbringung in der Jugendherberge und ab Juli im Hotel Central und im Naturfreundehaus gemacht haben. Von den etwa 100 untergebrachten obdachlosen Menschen konnte ein maßgeblicher Teil in bessere Wohn- und Lebenssituationen vermittelt werden und sich stabilisieren. Diese positiven Erfahrungen wollen wir jetzt auf ein festes Fundament stellen“, so Hannovers Sozialdezernentin Sylvia Bruns.

„Wohnungs- und obdachlose Menschen haben meist auch noch mit vielen anderen Problemen zu kämpfen. Die Unterbringung mit der persönlichen Beratung und Betreuung der Betroffenen zu verbinden, ist der Schlüssel dafür, gemeinsam und in Ruhe eine Veränderung der schwierigen Verhältnisse der Betroffenen zu erreichen. Das haben die Erfahrung aus dem Vorgängerprojekt eindrücklich gezeigt. Die Region setzt den Schwerpunkt auf diese soziale Unterstützung, um diese Frauen und Männer langfristig dazu zu befähigen, ihr Leben wieder selbstbestimmt in die Hand zu nehmen“, sagt Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover.

Das Projekt „Plan B – OK“ (OK steht für Orientierung und Klärung) richtet sich zunächst an alle Personen im Stadtgebiet Hannover ohne eigene Wohnung, die aufgrund von sozialen Schwierigkeiten nicht aus eigener Kraft aus ihrer Obdachlosigkeit herausfinden können. Dazu werden die Menschen bis zu drei Monate untergebracht und in dieser Zeit intensiv persönlich betreut und dabei unterstützt, gemeinsam mit der sozialpädagogischen Fachkraft, eine Anschlussperspektive zu entwickeln. In Abhängigkeit von der Immobilie soll das Angebot bis zu 70 Plätze umfassen – hierzu sucht die Landeshauptstadt, die für die Unterbringung von Obdachlosen zuständig ist, derzeit nach einer geeigneten Unterkunft.

Als Zwischenlösung stehen aber zunächst 21 Plätze in einem Mehrparteienhaus in Döhren zur Verfügung. Die besondere Situation wohnungsloser Frauen wird berücksichtigt: Sie sollen einen gleichberechtigten Zugang zum Angebot und der Platzvergabe sowie einen abgetrennten Wohnbereich bekommen. Auch für Menschen mit einem ungeklärten Leistungs- oder Aufenthaltsstatus sind Plätze vorgesehen, die zunächst 30 Tage Zeit haben, gemeinsam mit den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter vor Ort ihren ausländer- und sozialrechtlichen Status zu klären und weitere Schritte zu planen.

Das Konzept soll in einer Erprobungsphase und mit einer Laufzeit von drei Jahren in der Landeshauptstadt Hannover umgesetzt werden. Ziel ist die Umsetzung als Regelangebot für wohnungslose Menschen in der gesamten Region Hannover. Die Stadt Hannover plant für das Projekt – die Immobilien und den Betrieb – Kosten in Höhe von ca. 2.25 Millionen Euro für drei Jahre ein. Die Region Hannover finanziert zunächst das pädagogische Grundangebot und übernimmt einen Teil der Unterbringungskosten. Insgesamt hat die Region dafür rund 600.000 Euro für die nächsten drei Jahre eingeplant.

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst (KiHo) – Kinderhospiz ASB

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst (KiHo)

17. November 2020/in Hannover
HANNOVER (PM). Zuhören, mitfühlen, Zeit und Ruhe geben, entlasten: Das sind die vier Säulen auf dem der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst (KiHo) des ASB Hannover ruht. Seit nunmehr 15 Jahren engagieren sich ehrenamtliche Familienbegleiter für Kinder und Jugendliche, die unheilbar und lebensverkürzend erkrankt sind, und unterstützen deren Familien.
 
Die zurückliegenden Monate der Corona-Pandemie waren auch für den KiHo eine Herausforderung. Aus Infektionsschutzgründen war es vielen Begleitern nicht oder nur eingeschränkt möglich, ihre Schützlinge zu besuchen. Zwar haben sie kreativen Ersatz gefunden, Videotelefonie etwa, Geschenkpakete und Briefe oder Treffen an der frischen Luft mit Maske und Abstand. Doch der persönliche Kontakt habe gefehlt, berichtet Koordinatorin Brigitte Sudmann. „Berühren, Streicheln, im Arm halten, Singen: Das ist wichtig. Die Kinder werden ruhig und entspannen sich. Das fehlt einfach.“ Sudmann blickt dennoch optimistisch nach vorn. „Die Unterstützung des KiHo ist wichtig. Wir werden Wege finden, unseren Familien zu helfen.“
 
Die Hilfe des ASB-KiHo-Teams ist für die betroffenen Familien kostenlos. Der KiHo finanziert sich durch Fördergelder der Krankenkassen sowie durch Spenden. Spendengelder sind deshalb von zentraler Bedeutung für den Hospizdienst, weil weder die so wichtige Betreuung der Geschwisterkinder noch die Trauerbegleitung nach dem Tod eines Kindes von den Krankenkassen finanziell unterstützt wird. Auch begleitende Materialien wie die „Klangwiege“ und der „Gravity Chair“, die die Sinne der schwerkranken Kinder anregen und ihre Lebensqualität verbessern, wären ohne Spenden nicht denkbar. Dank der großzügigen Unterstützung der Bürgerstiftung Hannover konnten diese Hilfsmittel für 2 Heime angeschafft werden, in denen Ehrenamtliche des KiHo tätig sind.
 
Hauptamtlich sind für den KiHo Hannover zwei Mitarbeiterinnen zuständig. Sie sind mit jeweils einer vollen und einer halben Stelle tätig. Darüber hinaus engagieren sich insgesamt 34 Familienbegleiter und Familienbegleiterinnen ehrenamtlich – 21 sind aktiv, 13 pausieren zurzeit, weil sie sich verstärkt um ihren Beruf oder das Studium kümmern müssen.
 
Unterstützung erfährt der Ambulante Hospizdienst außerdem von Sabrina Hering-Pradler. Die Kanutin hat 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Silbermedaille im Vierer-Kanu der Frauen geholt und ist seit 2017 Botschafterin des ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst vom ASB Hannovers.
 
Die Familienbegleiter sind das Herzstück des KiHo – zusammen mit den Familien bilden sie oft über Jahre hinweg eine feste Einheit. Sie besuchen ihre Schützlinge Zuhause, kümmern sich liebevoll um die schwersterkrankten jungen Patienten sowie auch um die Eltern und die gesamte Familie. Denn auch die Geschwisterkinder sind oft durch die schwierige familiäre Situation belastet und freuen sich, wenn sie es einmal sind, denen bei Spaziergängen, Ausflügen, bei Gesellschaftsspielen oder auf dem Spielplatz die ungeteilte Aufmerksamkeit zuteilwird.
 
Einige der ehrenamtlichen Helfer bringen bereits wertvolle berufliche Eignungen mit. So sind unter den Familienbegleitern zwei Trauerbegleiter, eine Trauma-Pädagogin, ein professioneller Coach sowie eine Seelsorgerin. Doch diese Qualifikationen sind keine Voraussetzung, um beim KiHo des ASB Hannover als Familienbegleiter tätig zu sein.
 
Jeder neue interessierte und geeignete Helfer durchläuft einen sogenannten Befähigungskurs. Inhalte des 80-Stunden-umfassenden Kursus sind die Auseinandersetzung mit eigenen Verlusten und die Sensibilisierung für die besondere Situation, in der sich Familien befinden, wenn junge Menschen lebensverkürzend erkrankt sind, sowie das Thema zugewandte und unterstützende Gesprächsführung und Kommunikation. Der Kursus findet einmal wöchentlich werktags am Abend oder ganztägig samstags am Hauptsitz des ASB in der Peterstraße statt und ist daher auch für Berufstätige geeignet. 
PKW fährt in SIXT Autovermietung – BGPress 1323 2

PKW fährt in SIXT Autovermietung

16. November 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Heute am frühen Morgen verlor der 23-jährige Fahrer eines Seat Ibiza die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr in die Filiale der Autovermietung Sixt an der Vahrenwalder Straße. Der junge Mann erlitt dabei mittelschwere Verletzungen. Das Gebäude wurde derart stark beschädigt, dass ein Teileinsturz nicht ausgeschlossen werden konnte.

Gegen 06:30 Uhr geriet ein stadteinwärts fahrender Seat Ibiza auf der Vahrenwalder Straße in Höhe der Zufahrt zur Autovermietung Sixt nach rechts von der Fahrbahn ab. Er überfuhr zunächst einen Verteilerkasten der Telekom, durchbrach dann die Fensterfront der Autovermietung, beschädigte hierbei massiv eine tragende Säule und riss zudem die dahinter montierten Heizkörper aus der Verankerung. Auf seinem weiteren Weg schleuderte der Wagen danach durch eine Leichtbauwand und kam schließlich im Büro des Filialleiters zum Stehen. Der Fahrer erlitt durch den Unfall mittelschwere Verletzungen. Die Besatzung eines Rettungswagens versorgte ihn medizinisch und transportierte ihn in eine hannoversche Klinik.

Aufgrund der sehr starken Beschädigung des Gebäudes wurde im weiteren Verlauf des Einsatzes die Feuerwehr zur Hilfe gerufen. Die Einsatzkräfte beseitigten zunächst lose Glasscherben aus der Fensterfront sowie das Scherbenmeer, welches sich um das Gebäude bis zur Vahrenwalder Straße hin verteilt hatte. Zudem klemmten sie die Batterie des Unfallfahrzeugs ab, um eine durch die starke Beschädigung des PKW potentiell gegebene Brandgefahr auszuschließen.

Da durch den Aufprall des Seat auch eine tragende Säule der Gebäudefront eingeknickt war und im Gebäude Elektroleitungen abgerissen waren, rief der Einsatzleiter einen Statiker und den Energieversorger an die Einsatzstelle. Der Statiker stellte eine starke Beeinträchtigung der Statik im Bereich der Fensterfront fest und konnte somit die Gefahr eines Einsturzes nicht ausschließen. Mitarbeiter des Energieversorgers schalteten das Gebäude aufgrund der abgerissenen elektrischen Leitungen vorsorglich stromlos. Die weiteren Aufräum-, Abstütz- und Bergungsarbeiten werden durch den Gebäudeeigentümer veranlasst.

Zur Höhe des Sachschadens sowie der Unfallursache können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 14 Einsatzkräften und 4 Fahrzeugen vor Ort.

PKW fährt in SIXT Autovermietung – BGPress 1333

Im Berufsverkehr ist heute Früh (16.11.2020) ein 24-jähriger Fahrer aus bisher ungeklärter Ursache in die Räume der SIXT Autovermietung an der Vahrenwalder Straße in Hannover gefahren. © Bernd Günther

Symbolbild Feuerwehr

Vier Verletzte und hoher Sachschaden bei Kellerbrand in Hannover-Döhren

14. November 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Am heutigen Samstagnachmittag war die Feuerwehr Hannover bei einem Kellerbrand in Hannover–Döhren im Einsatz. Auf Grund der eingehenden Notrufe wurde das Alarmstichwort „Massenanfall von Verletzten“ der Stufe 10 (MANV 10) ausgelöst. Drei Kinder und eine Frau zogen sich zum Teil schwere Rauchgasvergiftungen zu. Ein Hund und eine Katze konnten gerettet werden.

Gegen 15:00 Uhr wurde die Feuerwehr in die Landwehrstraße im Stadtteil Döhren alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter schwarzer Rauch aus mehreren Kellerfenstern des Gebäudes. Zeitgleich durch mehrere Atemschutztrupps wurde eine Menschenrettung und eine Brandbekämpfung durchgeführt. Zwei Bewohner wurden durch den stark verrauchten Treppenraum und eine Person über die Drehleiter aus dem Gebäude gerettet. Die übrigen Bewohner konnten sich vor Ankunft der Feuerwehr selbst ins Freie retten.

Auf Grund der Vielzahl an betroffenen Personen wurde vom Einsatzleiter MANV 10 ausgelöst. Hierbei werden fünf Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge, ein Großraumrettungswagen, ein Leitender Notarzt und weitere Feuerwehrkräfte an die Einsatzstelle beordert. Nach rettungsdienstlicher Versorgung der Bewohner mussten drei Kinder im Alter von 10, 13 und 17 mit einer leichten und eine 47- jährige Frau mit einer schweren Rauchgasverletzung in hannoversche Krankenhäuser transportiert werden. Ein Mischlingshund wurde ebenfalls aus dem Gebäude gerettet. Nach der Gabe von Sauerstoff durch Feuerwehrkräfte, konnte dieser wohlauf an den Besitzer übergeben werden. Weiterhin konnte eine Katze, die sich in einem Kleiderschrank versteckt hatte, gerettet werden.

Um 15:53 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Umfangreiche Nachlöscharbeiten und Entrauchungsmaßnahmen mussten durchgeführt werden. Seitens des Energieversorgers enercity wurde das Gebäude von der Strom-, Gas- und Wasserversorgung getrennt. Das betroffene Haus ist bis auf Weiteres nicht bewohnbar. Für die Mieter werden entsprechende Unterkünfte organisiert.

Die Schadenhöhe beträgt nach ersten Schätzungen rund 500.000.-€. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit ca. 25 Fahrzeugen und 80 Einsatzkräften bis 18:50 Uhr im Einsatz. Gegen 20:00 Uhr wird eine sogenannte Brandnachschau durchgeführt. Hinderlich zum Einsatz kam hinzu, dass ein Geländewagen auf einem Hydranten geparkt hatte und somit die Löschwasserversorung für die Einsatzkräfte erschwerte.

 

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