Streik und Demonstrationen legen Innenstadtverkehr teilweise lahm – Rettungswege unbedingt freihalten!
HANNOVER (redu). Am Donnerstag, den 13. März 2025, müssen sich Autofahrende in Hannover auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Aufgrund eines ganztägigen Streiks im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und sieben angemeldeten Versammlungen wird es zu Sperrungen und Staus im Innenstadtbereich kommen.
Die Gewerkschaft ver.di hat sechs Demonstrationszüge angekündigt, die sich teilweise überschneiden und in einer Abschlusskundgebung am Opernplatz münden. Dort werden bis zu 15.000 Teilnehmende erwartet. Die Polizei rechnet insbesondere im Bereich Lavesallee, Friederikenplatz, Friedrichswall, Aegidientorplatz, Schiffgraben und Marienstraße mit starken Verkehrsbehinderungen. Ab 10:30 Uhr wird der Opernplatz vollständig gesperrt.
Da der Streik im Nahverkehr zusätzlich für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen sorgt, rät die Polizei dazu, auf nicht zwingend notwendige Fahrten in die Innenstadt zu verzichten. Alternativ sollten Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.
Zudem wird dringend appelliert, Kreuzungen und Rettungswege freizuhalten, um Einsatzfahrzeugen eine ungehinderte Durchfahrt zu ermöglichen.
Verkehrsunfall mit Feuerwehrwagen – Polizei ermittelt.
HANNOVER (redu). Ein Fahrzeug der Feuerwehr Hannover ist am späten Dienstagabend in einen Verkehrsunfall verwickelt worden. Dabei wurde eine Person leicht verletzt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Der Unfall ereignete sich gegen 22:10 Uhr im Kreuzungsbereich Philipsbornstraße/Kopernikusstraße. Bei dem verunfallten Einsatzfahrzeug handelte es sich um einen Kommandowagen der Berufsfeuerwehr. Das Fahrzeug befand sich mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn auf dem Weg zu einem Einsatz im Stadtteil Vahrenwald, als es zur Kollision mit einem anderen Fahrzeug kam.
Eine Person erlitt leichte Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Eine weitere Person wurde vor Ort untersucht und konnte die Unfallstelle eigenständig verlassen.
Die Feuerwehr Hannover war mit einem Notarzteinsatzfahrzeug und einem Rettungswagen im Einsatz. Der ursprünglich angefahrene Einsatz in Vahrenwald wurde von anderen Feuerwehrkräften übernommen.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Zur Höhe des entstandenen Schadens gibt es bislang keine Angaben.
Stadtverwaltung warnt vor erheblichen Einschränkungen durch Warnstreik.
HANNOVER (redu). Die Gewerkschaft ver.di hat für Donnerstag, 13. März, und Freitag, 14. März, im Rahmen der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst erneut zu Warnstreiks aufgerufen. In Hannover wird es dadurch zu erheblichen Einschränkungen bei städtischen Einrichtungen kommen. Besonders betroffen sind Kindertagesstätten, Bürgerämter und Schwimmbäder.
Kitas bleiben geschlossen
Am Donnerstag bleiben alle städtischen Kitas in Hannover geschlossen. Eine Notbetreuung kann aufgrund hoher Krankenstände nicht angeboten werden. Eltern und Erziehungsberechtigte werden direkt von den jeweiligen Kitas informiert. Auch das Familienservicebüro in der Joachimstraße bleibt am Donnerstag geschlossen.
Bürgerämter mit stark eingeschränktem Betrieb
Am Donnerstag wird nur das Bürgeramt am Aegi für bereits vereinbarte Termine geöffnet sein. Alle anderen Bürgerämter bleiben an diesem Tag geschlossen. Der Fachbereich Öffentliche Ordnung versucht, bereits gebuchte Termine ins Bürgeramt Aegi zu verlegen. Betroffene werden informiert, Wartezeiten sind dennoch möglich.
Am Freitag öffnen das Bürgeramt Aegi und das Bürgeramt Schützenplatz, allerdings ausschließlich für bereits vereinbarte Termine. Spontane Besuche sind nicht möglich. Die telefonische Erreichbarkeit des Fachbereichs Öffentliche Ordnung ist an beiden Tagen stark eingeschränkt.
Zusätzlich bleiben das Fundbüro und die Kfz-Zulassungsstelle im HannoverServiceCenter am Schützenplatz sowohl am Donnerstag als auch am Freitag geschlossen. Alle betroffenen Termine werden verschoben.
Bäder schließen am Donnerstag
Am Donnerstag sind sämtliche städtischen Schwimmbäder ganztägig geschlossen. Dies betrifft das Stadionbad, das Stöckener Bad und das Misburger Bad.
Stadt rät zur frühzeitigen Planung
Da weitere Einschränkungen nicht ausgeschlossen werden können, rät die Stadtverwaltung, geplante Behördengänge möglichst auf andere Tage zu verlegen.
„Es ist angerichtet!“ – Kleines Fest 2025 mit neuem Programm.
HANNOVER (redu). Das Kleine Fest im Großen Garten kehrt auch 2025 zurück: Vom 8. bis 27. Juli verwandelt sich der barocke Garten in Herrenhausen erneut in eine Bühne für internationale Künstlerinnen und Künstler. Unter dem Motto „Es ist angerichtet!“ erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches Programm mit Akrobatik, Theater, Tanz und interaktiven Performances. Der Vorverkauf für die begehrten Tickets beginnt am 15. März um 10 Uhr.
Künstlerischer Leiter setzt auf Überraschungen
Casper de Vries, künstlerischer Leiter des Festivals, hat das Motto bewusst gewählt. Die Vorstellung eines gedeckten Tisches dient als Sinnbild für ein vielfältiges Programm, das für jeden Geschmack etwas bereithält. Neben klassischen Fest-Elementen wie Clownerie, Jonglage und Straßentheater gibt es auch moderne Inszenierungen aus den Bereichen Urban Dance und Performance-Kunst.
Auch thematisch wird das Motto „Es ist angerichtet!“ aufgegriffen. Einige Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit dem Thema Essen auseinander – sei es durch humorvolle Darstellungen der Essenszubereitung oder durch interaktive Acts wie die „Vegetable Nannies“. Diese britische Theatergruppe inszeniert ein skurriles Figurenspiel, bei dem Gemüse wie Babys behandelt und liebevoll umsorgt wird.
„Ich lade die Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich aus dem Programm das herauszupicken, was ihnen am besten schmeckt“, sagt de Vries. Der Große Garten soll dabei nicht nur Kulisse sein, sondern aktiv in die Aufführungen eingebunden werden.
Auch das Plakatmotiv zum diesjährigen Festival spiegelt das Motto wider. Es zeigt eine Marionettenhand, die nach einem Eis greift – eine spielerische Anspielung auf die Mischung aus Figurentheater und überraschenden Momenten, die das Kleine Fest ausmachen. Die Gestaltung verbindet klassische Elemente des Barocks mit der modernen Straßenkunst, die im Festival eine zentrale Rolle spielt.
Die Große Fontäne, die auf dem Plakat aus einer Schale emporsteigt, verweist auf die Skurrilität und die Überraschungsmomente, die das Publikum erwarten. Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender sieht im Kleinen Fest einen Ort der Begegnung: „Das Festival bringt Menschen zusammen – egal ob Jung oder Alt, alteingesessen oder neu in Hannover. Es lädt dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam unvergessliche Kunstmomente zu erleben.“
Der Vorverkauf beginnt am 15. März um 10 Uhr über den Online-Ticketshop des Festivals. Um möglichst vielen Menschen eine Chance auf Karten zu geben, werden zwei Verkaufszeiträume angeboten:
Samstag, 15. März, 10 Uhr
Samstag, 29. März, 10 Uhr
Tickets kosten 37 Euro, ermäßigt 17 Euro. Kinder bis 12 Jahre haben erstmals unabhängig von ihrer Körpergröße freien Eintritt. Karten können über den Ticketshop auf der Festival-Webseite erworben werden. Wer Wartezeiten vermeiden möchte, kann sich bereits im Vorfeld einen Account im Online-Ticketshop anlegen.
Für alle, die keinen Internetzugang haben, stehen Vorverkaufsstellen in Hannover zur Verfügung. Diese befinden sich in den HAZ & NP-Ticketshops sowie an weiteren Geschäftsstellen in der Region. Zehn Prozent des Kartenkontingents ist für den stationären Verkauf reserviert. Zusätzlich sind Restkarten an der Abendkasse erhältlich.
Zeitplan und organisatorische Hinweise
Das Kleine Fest im Großen Garten beginnt täglich um 18 Uhr. Bereits ab 17 Uhr öffnet die Picknickwiese, das Festivalgelände selbst ist ab 17:45 Uhr zugänglich.
Sollte eine Veranstaltung aufgrund von Wetterbedingungen vor 19:30 Uhr abgesagt werden, erhalten Gäste, die ihr Ticket online gekauft haben, automatisch einen Gutschein für das Jahr 2026. Alternativ kann innerhalb von zwei Wochen eine Rückerstattung beantragt werden.
Für an Vorverkaufsstellen erworbene Tickets gilt eine gesonderte Regelung: Diese müssen dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden. Eine automatische Gutscheinlösung gibt es in diesem Fall nicht. Findet das Festival nach 19:30 Uhr statt, gilt die Veranstaltung als durchgeführt und eine Erstattung ist ausgeschlossen.
Festival auch auf Social Media vertreten
Seit 2024 ist das Kleine Fest auch auf Social Media aktiv. Informationen und Eindrücke aus dem Festival gibt es auf Instagram unter @kleinesfesthannover sowie auf Facebook unter „Kleines Fest Hannover“.
Auch der Flughafen in Hannover wurde heute bestreikt.
HANNOVER (redu). Am Airport Hannover versammelten sich gegen 11:00 Uhr Mitarbeitende unterschiedlicher Arbeitsbereiche vom Flughafen, darunter auch ein Teil der Belegschaft der Flughafenfeuerwehr, vor dem Terminal A zu einer Kundgebung. Im Inneren der Terminals war es vollständig verwaist. Auf den An- und Abflugtafeln waren alle Flugbewegungen gestrichen. Nur vereinzelt hatten sich Reisende nach der Bekanntgabe des Warnstreiks irrtümlich auf dem Airport eingefunden.
Die Teilnehmer der Kundgebung machten mit Transparenten und Sprechchören auf ihre Forderungen aufmerksam. Vertreter der Gewerkschaft ver.di betonten in Redebeiträgen die Bedeutung des Arbeitskampfes. Sie kritisierten die bisherige Haltung der Arbeitgeber, die in den laufenden Tarifverhandlungen noch kein Angebot vorgelegt hätten. Zudem forderten sie bessere Arbeitsbedingungen sowie eine angemessene Bezahlung für die Beschäftigten.
Auch am Boden war die Arbeitsniederlegung deutlich spürbar. Die Abfertigungsschalter blieben geschlossen, Gepäckbänder standen still und Serviceeinrichtungen waren unbesetzt. Sicherheitskontrollen fanden lediglich in geringem Umfang statt. Flughafenbetreiber und Airlines hatten bereits im Vorfeld Passagiere informiert und alternative Reiseoptionen angeboten.
Der Warnstreik am Airport Hannover war Teil eines bundesweiten Arbeitskampfes, der nahezu alle großen deutschen Flughäfen betraf. ver.di hatte Beschäftigte aus dem Bereich der Bodenverkehrsdienste sowie Mitarbeitende, die unter den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) fallen, zum Streik aufgerufen. Ziel der Gewerkschaft ist eine Erhöhung der Löhne um acht Prozent, mindestens jedoch 350 Euro mehr pro Monat, sowie bessere Arbeitsbedingungen und höhere Zuschläge für belastende Tätigkeiten.
Fluggäste, deren Flüge gestrichen wurden, hatten Anspruch auf Entschädigungen nach der EU-Fluggastrechteverordnung. Viele Reisende mussten ihre Pläne umstellen oder auf alternative Verkehrsmittel ausweichen. Trotz der Unannehmlichkeiten erklärte ver.di, dass der Streik notwendig sei, um Bewegung in die Tarifverhandlungen zu bringen. Die Arbeitgeberverbände wurden erneut aufgefordert, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.
Ver.di ruft zu ganztägigem Streik am 13. März auf – Einschränkungen im Nahverkehr.
HANNOVER (redu). Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs in Hannover müssen sich am Donnerstag, den 13. März 2025, auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Ver.di hat zu einem ganztägigen Streik bei der ÜSTRA aufgerufen. Betroffen sind alle Stadtbahn- und Buslinien des Unternehmens. Alternative Verkehrsmittel stehen nur eingeschränkt zur Verfügung.
Die Gewerkschaft Ver.di setzt ihre Streikmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr fort. Am Donnerstag, den 13. März 2025, werden sämtliche Busse und Bahnen der ÜSTRA in Hannover den Betrieb für einen ganzen Tag einstellen. Der Streik beginnt mit Betriebsbeginn um circa 3 Uhr morgens und endet erst mit dem Betriebsschluss in der Nacht.
Betroffen sind alle Stadtbahnlinien der ÜSTRA (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 17) sowie zahlreiche Buslinien (darunter 100/200, 120 bis 137, 253, 254, 330, 340/341, 345 bis 348, 363, 371 bis 373, 390, 420, 450, 470, 480, 581, 610/611, 616, 631, 800). Damit wird der Nahverkehr in Hannover stark eingeschränkt.
Nicht betroffen vom Streik sind die S-Bahnen und Regionalbahnen sowie die Buslinien der regiobus. Allerdings entfallen 182 Fahrten, die von ÜSTRA Reisen im Auftrag der regiobus durchgeführt werden. Dies betrifft verschiedene Linien und könnte in einigen Stadtteilen zu zusätzlichen Einschränkungen führen.
Das On-Demand-Angebot sprinti bleibt grundsätzlich in Betrieb, jedoch kann es in einzelnen Kommunen zu Engpässen kommen. Fahrgästen steht zudem das sprintRad-Angebot der ÜSTRA zur Verfügung.
Die ÜSTRA bittet alle Fahrgäste, sich frühzeitig über alternative Verkehrsmittel zu informieren und gegebenenfalls auf andere Mobilitätsangebote auszuweichen. Gleichzeitig bedauert das Unternehmen die durch den Streik entstehenden Unannehmlichkeiten.
Feuerwehr sichert Gebäude nach starker Druckwelle – Straße gesperrt.
HANNOVER (redu). Am Donnerstagvormittag hat eine Explosion das Continental-Werk in Hannover-Vahrenwald erschüttert. Ein Heizkessel im fünften Obergeschoss explodierte und verursachte eine heftige Druckwelle, die mehrere Fenster zerstörte. Eine Person wurde leicht verletzt, sechs weitere wurden untersucht. Die Feuerwehr war mit 70 Einsatzkräften und 28 Fahrzeugen vor Ort.
Gegen 10:15 Uhr gingen nahezu gleichzeitig mehrere Notrufe bei der Regionsleitstelle ein. Sowohl ein Anwohner als auch die Werkfeuerwehr meldeten eine Explosion auf dem Werksgelände an der Philipsbornstraße. Die Leitstelle reagierte sofort und alarmierte zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr Vinnhorst sowie den Rettungsdienst.
Beim Eintreffen der Feuerwehr wurde die Explosion eines Heizkessels im oberen Gebäudebereich bestätigt. Die Druckwelle hatte Fensterrahmen herausgerissen und mehrere Scheiben zerbersten lassen. Erste Meldungen gingen von zwei Verletzten und fünf betroffenen Personen aus, weshalb vorsorglich die Alarmstufe MANV 10 („Massenanfall von Verletzten bis 10 Personnen“) ausgelöst wurde. Dies bedeutete, dass zusätzliche Rettungsmittel bereitgestellt wurden, darunter ein weiterer Löschzug, der letztlich nicht eingesetzt werden musste.
Um Gefahren durch herabfallende Gebäudeteile auszuschließen, sicherte die Feuerwehr mit Drehleiterfahrzeugen die Fassade. Die Philipsbornstraße wurde aus Sicherheitsgründen für den Verkehr gesperrt. Die Verletzten wurden vor Ort durch den Rettungsdienst versorgt: Eine Person erlitt leichte Verletzungen und wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Sechs weitere Personen wurden dem werksärztlichen Dienst der Continental AG übergeben.
Nach Abschluss der Sicherungsmaßnahmen wurde das Gebäude von einem Statiker begutachtet. Erst nach der Freigabe konnten die Einsatzkräfte das Gelände wieder verlassen. Am Nachmittag wurde die Philipsbornstraße wieder für den Verkehr freigegeben.
Großeinsatz mit 70 Kräften – Ursache unklar
Über die Ursache der Explosion sowie die Höhe des entstandenen Schadens gibt es derzeit noch keine offiziellen Angaben. Die Feuerwehr Hannover, der Rettungsdienst und die Werkfeuerwehr der Continental AG waren insgesamt mit rund 70 Einsatzkräften und 28 Fahrzeugen im Einsatz.
Stadt und Politik demonstrieren Engagement für Frauenrechte.
HANNOVER (redu). Zum Internationalen Frauentag am 8. März setzt die Landeshauptstadt Hannover ein sichtbares Zeichen für die Gleichstellung der Geschlechter. Am Montag, den 3. März, hissten Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung und des Gleichstellungsausschusses symbolische Flaggen am Friedrichswall. Die Aktion soll auf bestehende Herausforderungen und den fortwährenden Kampf für Frauenrechte aufmerksam machen.
An der feierlichen Hissung der ersten Flagge beteiligten sich Hannovers Gleichstellungsbeauftragte Luisa Arndt, Erster Stadtrat Dr. Axel von der Ohe sowie mehrere Mitglieder des Gleichstellungsausschusses. Die Veranstaltung fand während einer laufenden Ausschusssitzung statt, um die politische Bedeutung der Initiative zu unterstreichen. Insgesamt werden acht Flaggen bis zum 10. März am Friedrichswall hängen. Zwei weitere Flaggen werden am Internationalen Frauentag direkt vor dem Neuen Rathaus aufgezogen.
Die neu gestalteten Fahnen greifen zentrale Begriffe aus der feministischen Bewegung auf. Schlagworte wie „Gleichberechtigung“, „Solidarität“, „Selbstbestimmung“, „Parität“ und „Gewaltfreiheit“ stehen dabei symbolisch für die vielschichtigen Aspekte der Geschlechtergerechtigkeit. „Die Flaggen sind ein sichtbares Zeichen in der Stadt, dass wir uns für Frauenrechte, Gleichstellung und gegen Diskriminierung einsetzen. Dieser Kampf ist noch lange nicht vorbei“, betonte Gleichstellungsbeauftragte Luisa Arndt. Sie verwies darauf, dass weltweit hart erkämpfte Errungenschaften der feministischen Bewegung in Frage gestellt würden – auch in Ländern wie Deutschland, wo Gleichstellung als bereits gesichert galt.
Auch Erster Stadtrat Dr. Axel von der Ohe unterstrich die anhaltende Relevanz des Internationalen Frauentags. Trotz mehr als 100 Jahren Kampf für Frauenrechte gebe es weiterhin deutliche Benachteiligungen: „Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 16 Prozent weniger als Männer. Die Zahlen häuslicher Gewalt sind gestiegen. An zwei von drei Tagen im Jahr wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet.“ Diese Missstände seien nicht hinnehmbar, so von der Ohe weiter: „Die Themen des Weltfrauentags sollten uns jeden Tag beschäftigen. Wir müssen kontinuierlich für eine Verbesserung der Gleichberechtigung einstehen.“
Die Aktion geht auf einen fraktionsübergreifenden Beschluss des Stadtrats zurück. Ein entsprechender Antrag wurde von CDU, SPD, Grünen, Volt, Piratenpartei und FDP gemeinsam eingebracht und mit breiter Mehrheit beschlossen. Stellvertretend für ihre Fraktionen beteiligten sich Dr. Eva Möllring (CDU), Ulla Ihnen (FDP), Dr. Maxi Carl (SPD) und Juli Klippert (Grüne) an der feierlichen Hissung der Flaggen.
Hintergrund des Internationalen Frauentags
Der Internationale Frauentag, auch Weltfrauentag genannt, hat seine Wurzeln in der sozialistischen Arbeiterbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. Er wurde erstmals 1911 begangen, um für das Wahlrecht und bessere Arbeitsbedingungen von Frauen zu kämpfen. Ursprünglich fand der Gedenktag am 19. März statt, bevor er 1921 durch einen Beschluss der „Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen“ in Moskau auf den 8. März festgelegt wurde. Heute wird er weltweit begangen, um auf bestehende Ungleichheiten und Diskriminierungen hinzuweisen sowie Fortschritte bei der Gleichstellung zu fordern.
Die Flaggenaktion in Hannover reiht sich in eine Vielzahl von Veranstaltungen ein, die rund um den 8. März auf die Bedeutung von Frauenrechten aufmerksam machen. Die Stadt setzt mit dieser Initiative ein starkes Signal für Gleichberechtigung und gegen geschlechtsspezifische Benachteiligung.
Handwerker löschen Feuer auf Dachterrasse eines Bürogebäudes.
HANNOVER (redu). Am Dienstagmittag rückte die Feuerwehr Hannover zu einem gemeldeten Brand in Bothfeld aus. Ein Feuer auf der Dachterrasse eines Bürogebäudes konnte durch Handwerker bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte gelöscht werden. Die Feuerwehr kontrollierte die Brandstelle und übergab sie der Polizei.
Anwohner der Adolf-Emmelmann-Straße hatten gegen 13:00 Uhr Rauch und Flammen auf der Dachterrasse eines mehrstöckigen Bürogebäudes bemerkt und den Notruf gewählt. Aufgrund der Objektgröße alarmierte die Regionsleitstelle Hannover zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie den Rettungsdienst.
Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten vor Ort arbeitende Handwerker den Brand bereits gelöscht. Die Einsatzkräfte überprüften den betroffenen Bereich mit einer Wärmebildkamera auf mögliche Glutnester. Anschließend wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.
Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit insgesamt 11 Fahrzeugen und 28 Einsatzkräften vor Ort. Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar.
Rettungshunde und Drohnen: Lutz Fricke erhält hohe Auszeichnung.
HANNOVER (redu). Seit mehr als zwei Jahrzehnten engagiert sich Lutz Fricke ehrenamtlich für die Rettungshundearbeit. Für seinen unermüdlichen Einsatz wurde er nun mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
Die Rettung eines Menschen begann für Lutz Fricke vor 22 Jahren mit der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung für seine Labradorhündin Flora. Was als Freizeitbeschäftigung begann, entwickelte sich zu einem langjährigen ehrenamtlichen Engagement, insbesondere bei der Rettungshundestaffel der Johanniter in Hannover. Neben unzähligen Einsätzen im In- und Ausland – darunter nach Naturkatastrophen in Haiti und auf den Philippinen – baute er eine hochprofessionelle Einsatzeinheit auf. Nun wurde Fricke im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstkreuz am Bande geehrt.
Auszeichnung für herausragendes Engagement
Die Ehrung erfolgte am Sonnabend durch Landrat Dirk Adomat im Landkreis Hameln-Pyrmont. Adomat würdigte Frickes Engagement als Einsatzleiter, Berater, Ausbilder und Prüfer: „Es ist eine Besonderheit, sich in unserer Zeit für andere einzusetzen und ein Vorbild zu sein. Mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement übernehmen Sie eine große Verantwortung. Das ist keineswegs selbstverständlich, aber unbezahlbar.“
Umringt von Mitgliedern der Rettungshundestaffel, Kollegen und Familie nahm Fricke die Auszeichnung entgegen. In seiner Dankesrede betonte er die Bedeutung des gesamten Teams: „Diese Ehrung ist nicht nur für mich persönlich, sondern für all die Menschen und Rettungshunde, die mich bei meiner Arbeit unterstützt haben.“
22 Jahre ehrenamtlicher Dienst
Lutz Fricke trat 2003 der Johanniter-Unfall-Hilfe in Hannover bei und übernahm bereits nach kurzer Zeit die Leitung der Rettungshundestaffel des Ortsverbands Hannover-Wasserturm. Er modernisierte Strukturen, setzte sich für bessere Ausrüstung ein und etablierte professionelle Abläufe. 2005 wurde er zudem Fachberater für das Rettungshundewesen im Johanniter-Landesverband Niedersachsen/Bremen.
Uwe Beyes, Mitglied im Landesvorstand, lobt Frickes Arbeit: „Ich kenne ihn als kompetent, verlässlich und auf konstruktive Art kritisch. Seine Beratung war für uns stets eine wertvolle Unterstützung.“ Auch Benjamin Häselbarth, Bereichsleiter Sondereinsatzdienste im Ortsverband, hebt hervor: „Lutz Fricke lebt und liebt sein Ehrenamt und stellt seine persönlichen Bedürfnisse oft hintenan.“
Ein besonderes Projekt Frickes war die Einführung des „Aufklärungstrupp Luft“, bei dem Drohnen zur Unterstützung von Suchteams eingesetzt werden. Neben seiner Tätigkeit in der Rettungshundestaffel engagiert er sich auch in Sanitätsdiensten, bei Hochwassereinsätzen und im Katastrophenschutz.
Unterstützung aus dem privaten Umfeld
Ein intensives Ehrenamt wie das von Lutz Fricke erfordert Rückhalt aus dem privaten Umfeld. Seine Frau Anja Rocksin, Tierärztin und ebenfalls langjährige Rettungshundeführerin, unterstützt ihn seit vielen Jahren. Das Ehepaar teilt nicht nur die Leidenschaft für den Einsatz, sondern auch die Liebe zu ihren Hunden – aktuell den Border Collies Tonks, Watson und Bex.
„Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit der Pieper Alarm schlägt, Lutz Fricke ist kurz nach den Hunden abmarschbereit“, sagt ein Wegbegleiter. Fricke selbst beschreibt sich als „durch und durch Einsatzmensch“. Seine größte Motivation bleibt jedoch das Team: „Ohne die ehrenamtlichen Helfer und unsere Hunde wäre diese Arbeit nicht möglich.“
Rettungshundestaffel Hannover im Einsatz
Die Rettungshundestaffel der Johanniter Hannover besteht aus derzeit 17 Mitgliedern mit 16 Hunden. Zehn zertifizierte Teams rücken regelmäßig zur Suche nach vermissten Personen in unübersichtlichem Gelände aus, zwei weitere Teams sind für die Trümmersuche ausgebildet. Die Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre und erfordert wöchentliches Training.
Ehrenamtliche wie Fricke sind essenziell für den Bevölkerungsschutz. Die Verleihung des Verdienstkreuzes unterstreicht die Bedeutung dieser Arbeit – und die außergewöhnliche Leistung, die Lutz Fricke in den vergangenen 22 Jahren erbracht hat.
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