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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Eisbärin Nana© Bernd Günther

Abschied von der Eisbärin Nana

25. April 2023/in Hannover

Junge Eisbärin zieht in neue Weibchen-Gruppe

HANNOVER (PM). Bei der Geburt war sie gerade einmal so groß wie ein Meerschweinchen – heute wiegt Eisbärin Nana rund 220 Kilo und ist erwachsen geworden. Nach drei spannenden Jahren mit dem weißen Wirbelwind Nana, dem ersten Eisbären-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover, heißt es nun: Abschied nehmen.

Wie die Natur es vorgesehen hat, gehen Mutter und Nachwuchs ab einem bestimmten Zeitpunkt eigene Wege. So auch in Yukon Bay im Erlebnis-Zoo: Mit ihren 3,5 Jahren ist Nana inzwischen zu einer jungen erwachsenen Eisbärin herangewachsen und Mutter Milana hat ihrer Tochter deutlich zu verstehen gegeben, dass es an der Zeit ist, auf eigenen Pfoten zu stehen.

Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) zieht die hannoversche Eisbärin in Kürze in einen anderen deutschen Zoo, wo sie auf eine temperamentvolle Gruppe junger Eisbärinnen treffen wird. „Wir sagen Nana mit einem lachenden und einem weinenden Auge Adieu“, so die Tierpflegerinnen und Tierpfleger aus Yukon Bay. „Wir hatten eine tolle Zeit mit Nana, haben viele schöne Momente zusammen erlebt und werden unsere kleine, freche Bärin auf jeden Fall vermissen. Aber wir freuen uns auch, dass sie in ihrem neuen Zuhause mit anderen Eisbärinnen toben und Kräfte messen kann“, so das Team.

Abschied von der Eisbärin Nana – BGPress 1034008

Die dreijährige Eisbärin Nana wurde heute schon einmal verabschiedet. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Überraschung zum Abschied

Zum Abschied hatten die Tierpfleger eine große Überraschung vorbereitet: Nana bekam ihr Lieblingsspielzeug – einen riesigen Ball mit leckerer Botschaft! Mit dem tauchte der weiße Wirbelwind auch direkt im Hafenbecken von Yukon Bay ab und zeigte sich tierisch verspielt in ihrem liebsten Element.

Tipp: Zoo-Gäste können Samstag und Sonntag (29./30. April) dabei sein, wenn Nana zur Verabschiedung jeweils um 13 Uhr eine Eistorte erhält.

Ein Gruß zum Abschied kam auch von Nanas Paten, dem Großraumverkehr Hannover (GVH): „Wir freuen uns, dass wir Nanas erste Schritte begleiten konnten und wünschen der jungen Hannoveranerin für die Zukunft alles Gute“, so GVH-Geschäftsführer Ulf-Birger Franz.

Besondere Einblicke in die Aufzucht

Nanas Entwicklung in der von allen äußerlichen Einflüssen gut abgeschirmten Wurfhöhle konnte das Zoo-Team von Anfang an aus der Ferne begleiten und protokollieren: Über eine installierte Kamera bekam es besondere Einblicke von der Geburt des nur etwa 600 Gramm leichten Jungtiers am 20. November 2019, über Nanas erste, vorsichtige Schritte bis zum ersten Spielen mit Mutter Milana. Alle diese spannenden Momente wurden von der Kamera festgehalten.

„Es war besonders auch aus zoologischer Sicht faszinierend, das Heranwachsen von Nana zu begleiten und die Interaktion zwischen Mutter und Jungtier zu beobachten, was nur durch die Nähe hier im Zoo möglich ist. Wir konnten viele neue Erkenntnisse gewinnen und damit auch die internationale Forschung unterstützen“, berichtet Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.

Denn besonders die Aufzucht von Eisbär-Jungtieren zählt für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu den größten Geheimnissen im Tierreich. In der Wildnis bringen Eisbärinnen ihren Nachwuchs in einer dichten Höhle aus Eis und Schnee zur Welt und ziehen ihn im Verborgenen groß, bis er ihnen auf Streifzügen im ewigen Eis folgen kann. Der Erlebnis-Zoo hat ein Forschungsprojekt vom San Diego Zoo Global mit über 5.000 Stunden Filmmaterial aus der Wurfhöhle bei der Erforschung des Verhaltens von Eisbär-Müttern und der Kommunikation mit dem winzigen Nachwuchs unterstützt. „Der Zoo konnte der Wissenschaft helfen, ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, was Eisbären in dieser verletzlichsten Zeit ihres Lebens benötigen“, so Casdorff.

Gefährdet

Seit 2006 steht der Eisbär auf der Roten Liste, der Bestand ist als „gefährdet“ eingestuft. In der Arktis leben schätzungsweise nur noch weniger als 25.000 Eisbären. Nach Einschätzung des IUCN wird die Bestandsentwicklung des Eisbären in der Natur als rückläufig eingestuft.

Das arktische Eis schmilzt, und damit der Lebensraum der Eisbären. Die Bären brauchen aber festes Packeis, von dem aus sie Robben jagen können. Langzeitstudien zeigen deutlich, dass die Bestände der Eisbären immer mehr abnehmen, die Überlebensrate der Jungtiere sinkt, erwachsene Bären kleiner und leichter sind als früher und Hungerperioden nicht mehr gut überstehen.

Artenschutz im ewigen Eis

Seit vielen Jahren unterstützt der Erlebnis-Zoo Hannover die Arbeit von Polar Bears International in Nordamerika. Das Team aus renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erforscht das größte Landraubtier der Welt und ermittelt, wo notwendige Schutzzonen für die Eisbären errichtet werden können. Denn mit dem schmelzenden Packeis weichen die Tiere zur Nahrungssuche immer öfter auf das Festland aus, Mensch-Tier-Konflikte sind die Folge, die durch Schutzzonen verhindert werden sollen.

© Carl-Marcus Müller

Aufbruchstimmung Hannover Messe© Matthias Falk

Aufbruchsstimmung bei der Hannover Messe

22. April 2023/in Hannover

Aussteller der HANNOVER MESSE sowie die Deutsche Messe AG ziehen ein durchweg positives Fazit der diesjährigen Veranstaltung

HANNOVER (PM). Zu den Kernthemen der HANNOVER MESSE zählten künstliche Intelligenz, Wasserstoff, Energiemanagement, die vernetzte und intelligente Produktion sowie das neue Datenökosystem Manufacturing-X.

„In den Hallen der HANNOVER MESSE herrscht Aufbruchsstimmung“, sagte Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG auf der Abschlusspressekonferenz der HANNOVER MESSE 2023. „Die hohen Erwartungen der ausstellenden Unternehmen und Besucher*innen wurden übertroffen.“ Mehr als 4 000 Aussteller präsentierten ihre Lösungen für eine digitale, vernetzte sowie nachhaltige Industrie und trafen in Hannover auf 130 000 Besucher*innen aus aller Welt. „Die vergangenen fünf Messetage haben gezeigt: Die Technologien für eine wettbewerbsfähige und klimaneutrale Industrieproduktion sind verfügbar – jetzt brauchen wir Tempo und Entschlossenheit in der Umsetzung“, so Köckler.

Gleichzeitig würde deutlich: Klimaschutz braucht Industrie. Und zwar als Anbieter und Anwender von Technologien, die eine CO2-neutrale Produktion ermöglichen. Köckler: „Die HANNOVER MESSE ist die globale Plattform für den Austausch zwischen Industrie, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Und nie war es wichtiger als heute sich auszutauschen. Die technologischen Lösungen für eine klimaneutrale Produktion sind da! Um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und unseren Wohlstand nachhaltig zu sichern, müssen jedoch bürokratische Hemmnisse zügig abgebaut, Chancen befeuert und länderübergreifende Kooperationen geschlossen werden.“ Entsprechend groß war auch der internationale Zuspruch. 43 Prozent der Besucher*innen kamen aus dem Ausland und informierten sich darüber, wie sie ihre Produktion zukunftsfähig gestalten können. Die Top-Besucherländer nach Deutschland waren die Niederlande, China, Korea, Polen und die USA.

„In den Messehallen war die industrielle Transformation live erlebbar“, so Köckler weiter. Zu sehen gab es High-End-Produkte aus der Industrie für eine klimaneutrale Produktion, neue Wasserstoff-Technologien, inspirierende Impulse von Startups für vernetzte Produktionsprozesse, Roboter, die sich per Sprache mittels KI bedienen lassen, Lösungen für ein effizientes Energiemanagement sowie den Auftakt des neuen Datenökosystems Manufacturing-X, das insbesondere dem industriellen Mittelstand den Weg zu digitalen Geschäftsmodellen ebnen soll.

ZVEI-Präsident und Vorsitzender des Ausstellerbeirats der HANNOVER MESSE Dr. Gunther Kegel zog folgendes Fazit aus Sicht der ausstellenden Unternehmen: „Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung: Es sind diese drei Trends, die der diesjährigen HANNOVER MESSE den Stempel aufgedrückt haben und die zu Lösungen führen, wie beispielsweise wirkungsvoller Klimaschutz geleistet werden kann. Gerade im Zusammenspiel dieser Trends zeigt sich darüber hinaus, dass die Energiewende auch eine Energieeffizienzwende sein muss. Die Messe bestätigt unseren Optimismus für die Elektro- und Digitalindustrie und unsere Prognoseerhöhung auf 1 bis 2 Prozent reales Produktionswachstum für dieses Jahr. Noch zum Jahresanfang waren wir nur von einer Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau ausgegangen. Unsere Branche ist im Aufwind.“

„Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen in der ganzen Welt inzwischen ganz oben auf der Agenda der Industrie. Um die angestrebte Klimaneutralität zu erreichen, braucht es neue, intelligente Technologien und Lösungen für eine ressourcenschonende und effiziente Produktion quer durch alle Lebensbereiche“, sagte Thilo Brodtmann, VDMA Hauptgeschäftsführer. „Gerade hier auf der HANNOVER MESSE haben wir das große Interesse der Kunden an den Lösungen gespürt, die der Maschinen- und Anlagenbau dafür bereitstellt. Deshalb war die Messe für unsere Branche in diesem Jahr ein voller Erfolg und ein wichtiges Zeichen, dass mit intelligenter und vernetzter Produktion die großen Herausforderungen unserer Zeit gelöst werden können.“

Köckler: „Für die ausstellenden Unternehmen ist die HANNOVER MESSE eine Win-Win-Win-Messe: Sie treffen auf Besucher*innen aus aller Welt. Sie profitieren vom Geschäft mit den anderen 4 000 Ausstellern und sie haben Zugang zu so vielen politischen Entscheidungsträger*innen und Delegationen, wie sonst auf keiner anderen Messe.“

Mehr als 100 politische Delegationen aus mehr als 50 Ländern besuchten die HANNOVER MESSE in diesem Jahr. Allen voran Bundeskanzler Olaf Scholz mit dem indonesischen Präsidenten Joko Widodo sowie Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, der den gesamten Dienstag in den Hallen der HANNOVER MESSE unterwegs war. Vertreter*innen der europäischen Politik aus Brüssel waren so stark vertreten wie nie zuvor. Weitere Delegationen kamen aus ganz Europa, Argentinien, Mexiko, Kanada, Japan, China, den USA und Indien. Das Partnerland Indonesien setzte sich als hochattraktiver und dynamischer Standort für Investitionen und Partnerschaften in Szene.

Neben den 130 000 Besucher*innen auf dem Messegelände konnte die Messe weitere 15 000 registrierte Besucher*innen zählen, die digital an der Veranstaltung teilnahmen. Sie verfolgten das Konferenzprogramm, informierten sich in digitalen Produktpräsentationen und nahmen an hybriden Besucherführungen teil.

Die nächste HANNOVER MESSE wird vom 22. bis zum 26. April 2024 ausgerichtet.

Rettungswagen auf Einsatzfahrt

Zwei Schwerverletzte bei Verkehrsunfall auf der Kugelfangtrift

21. April 2023/in Hannover

LKW fährt auf einen PKW auf

HANNOVER (PM). Am Freitagnachmittag ereignete sich auf der Kugelfangtrift, nähe Vahrenwalder Straße, ein Verkehrsunfall, bei dem zwei Personen so schwere Verletzungen davontrugen, dass sie ins Krankenhaus transportiert werden mussten. Ein LKW war auf den PKW der beiden Insassen aufgefahren.

Der Unfall ereignete sich gegen 15:00 Uhr am Beginn der Kugelfangtrift in Höhe eines Möbelhauses. Aus bisher noch ungeklärter Ursache war der LKW auf den PKW aufgefahren.

Beim Eintreffen des zunächst alarmierten Rettungsdienstes konnte die Beifahrerin direkt aus dem Fahrzeug befreit, versorgt und umgehend in ein städtisches Krankenhaus gebracht werden. Für den Fahrer des PKW bestand der Verdacht einer Wirbelsäulenverletzung, weswegen der vor Ort befindliche Notarzt die Feuerwehr zwecks patientenschonender Rettung aus dem Fahrzeug nachforderte.

Mittels hydraulischem Rettungsgerät wurde das Dach des Fahrzeuges abgenommen und der Patient konnte in liegender Position aus dem Fahrzeug befreit werden. Anschließend wurde auch der Fahrer in ein hannoversches Krankenhaus transportiert.

Zur genauen Schadenhöhe können keine Angaben gemacht werden, hierzu und zur Unfallursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Feuerwehr und Rettungsdienst Hannover waren mit 12 Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften vor Ort.

Demokratiestärkung

Ansprechstelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus im Fachbereich Feuerwehr

21. April 2023/in Hannover

Hannoversche Brandschützer stärken ihre innerbetrieblichen Präventionsstrukturen in diesem Bereich aktiv

HANNOVER (PM). Die Feuerwehr Hannover hat eine eigene Ansprechstelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus etabliert. Sie wird die Möglichkeit zur aktiven Beratung geben und durch Aufklärung und Sensibilisierung schleichenden Rechtsextremismus, Rassismus und mögliche Radikalisierungstendenzen frühzeitig erkennen und diesen Phänomenen aktiv begegnen.

Einstellungen und Bestrebungen, die gesellschaftliche Vielfalt einschränken, insbesondere rechtsextreme Einstellungen und Verhaltensweisen, haben in der Landeshauptstadt Hannover und damit auch im Fachbereich Feuerwehr keinen Platz und sollen niederschwellig identifiziert und mit allen Mitteln der Dienststelle und des Rechtstaates bekämpft werden.

Nach mehreren Rechtsextremismus-Verdachtsfällen bei anderen Berufsfeuerwehren in den vergangenen drei Jahren stärken die hannoverschen Brandschützer nach interner Revision ihre innerbetrieblichen Präventionsstrukturen in diesem Bereich aktiv.

„Die Feuerwehr Hannover hilft im Einsatz allen Menschen – egal welche soziale, kulturelle, religiöse und nationale Herkunft und welches Geschlecht und welche sexuelle Orientierung sie haben. Somit genießt die Feuerwehr ein besonderes Vertrauen in der Bevölkerung und trägt auch eine besondere gesellschaftliche Verantwortung“ sagt der Erste Stadtrat und Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe während einer Zusammenkunft in der Feuer- und Rettungswache 1. Um dieser besonderen Verantwortung im Alltag noch besser gerecht zu werden und gleichzeitig schleichenden rechtsextremistischen Unterwanderungen und Diskriminierungstendenzen in vielen Teilen der Arbeitswelt klar zu begegnen, etabliert die Feuerwehr Hannover nun auch eine eigene Ansprechstelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus. Diese Einrichtung fungiert als zentrale Ansprech- und Beratungsstelle für alle haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen sowie auch für Dritte: für Opfer, Betroffene, Beobachtende und Beteiligte.

„Wir wollen hierdurch kein Bespitzelungs-Klima schaffen, sondern eine proaktive Beratung und Aufklärung ermöglichen. Nicht einzuordnende oder offensichtlich grenzwertige Verhaltensweisen oder Vorgänge können im geschützten Raum der Ansprechstelle näher bewertet, Betroffene, Opfer und Führungskräfte gegebenenfalls beraten werden“, so Feuerwehr-Chef Christoph Bahlmann. Weiterhin sollen die interkulturellen Kompetenzen und Diversität im Fachbereich Feuerwehr durch die Ansprechstelle gestärkt und eine fortlaufende Sensibilisierung aller Mitarbeitenden sichergestellt werden.

Personensuche am Mittellandkanal bleibt ergebnislos – BGPress 1033909© Bernd Günther

Personensuche am Mittellandkanal bleibt ergebnislos

19. April 2023/in Hannover

Kinderrucksack und Kinderschuhe lösen größeren Sucheinsatz aus

HANNOVER (PM). Die Feuerwehr Hannover ist am Mittwochnachmittag zu einer Personensuche am Mittellandkanal ins Hannoversche Heideviertel ausgerückt. Passanten hatten einen Rucksack und ein Paar Kinderturnschuhe am Ufer treibend entdeckt. Eine sofort eingeleitete Suche im Wasser und am Ufer blieb ergebnislos.

Personensuche am Mittellandkanal bleibt ergebnislos – BGPress 1033891

Grund für den Sucheinsatzsatz war das Aufinden eines im Wasser treibenden Kinderrucksackes und ein Paar Kinderschuhe © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Gegen kurz nach 15:00 Uhr hatten Passanten zunächst die Polizei über den Fund der Gegenstände in Höhe der Brücke „Hannoversche Straße“ informiert. Die Polizeibeamten forderten dann umgehend die Feuerwehr Hannover an. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst begannen sofort mit der systematischen Absuche des Uferbereiches und der Wasserfläche. Hierzu kamen neben einer Drohne und mehreren Suchtrupps auch drei Boote und ein Sonargerät zum Einsatz.

Nach mehrmaligen Suchdurchläufen konnten jedoch keine weiteren Hinweise auf eine Person im oder am Wasser gefunden werden. Die Suchaktion wurde daher gegen 17:00 Uhr ergebnislos eingestellt. Zur Herkunft des Rucksacks und der Schuhe hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

Feuerwehr und Rettungsdienst der Landeshauptstadt Hannover sowie die Deutsche Lebens–Rettungs–Gesellschaft e.V. (DLRG) waren mit 18 Fahrzeugen und drei Booten bis kurz nach 17 Uhr im Einsatz. Für die Dauer der Einsatzmaßnahmen musste die Hannoversche Straße im Bereich der Mittellandkanalbrücke voll gesperrt werden

Hannover Messe, Habeck© Matthias Falk

Habeck besucht Hannover Messe 2023

18. April 2023/in Hannover

Dekarbonisierung, Digitalisierung und Diversifizierung im Vordergrund

HANNOVER (PM).Heute besucht Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck die Hannover Messe. Die Hannover Messe ist die weltweit wichtigste Industriemesse, auf der innovative Lösungen im Industriesektor präsentiert werden und ein intensiver Dialog zwischen Industrie, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft geführt wird. In diesem Jahr ist Indonesien offizielles Partnerland.

Bundesmininster Robert Habeck: „Ich freue mich, dass sich die Hannover Messe 2023 nach der Pandemie wieder so umfassend präsentiert. Für mich stehen drei Handlungsfelder im Vordergrund: Dekarbonisierung, Digitalisierung und Diversifizierung. Die Entwicklungen auf diesen Gebieten sind ebenso zentral wie vielversprechend. Die Technologien zur Minderung des CO2-Ausstoßes in der Industrie gewinnen zunehmend an Tiefe und Breite, insbesondere durch den Übergang zur Wasserstoffwirtschaft sowie voranschreitende digitale und datenbasierte Lösungen. Überdies bietet das Partnerland Indonesien in der dynamischen Region des Indo-Pazifiks große Chancen zum Aufbau intensivierter und neuer Wirtschaftsbeziehungen, gerade auch wegen seines entschiedenen Ausbaus Erneuerbarer Energien.“

Rund 4.000 Aussteller aus allen Bereichen der Industrie präsentieren auf der diesjährigen Messe Lösungen, die sich durch ein vertieftes Zusammenspiel von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz, Automatisierung, Ressourceneffizienz und nachhaltigen Energiekonzepten auszeichnen.

Bundesminister Habeck wird auf seinem die zentrale Rolle des Industriesektors hervorheben, sich während seines Messerundgangs über hochskalierbare Innovationen informieren und in verschiedenen Formaten die aktuellen industriellem Herausforderungen diskutieren.

Hannover Messe© Matthias Falk

S. E. Joko Widodo (Präsident der Republik Indonesien) und Bundeskanzler Olaf Scholz eröffnen HANNOVER MESSE

18. April 2023/in Hannover
HANNOVER (mf). S. E. Joko Widodo (Präsident der Republik Indonesien) und Bundeskanzler Olaf Scholz eröffneten gestern um 09.00 Uhr, an Stand A02 in der Halle 2, offiziell die HANNOVER MESSE 2023. Nach der feierlichen Eröffnung, mit Ansprachen und Tanzeinlage, begann ein gemeinsamer Rundgang am direkt angrenzenden Stand Indonesiens, dem diesjährigen Partnerland. 
Anschließend besuchten Scholz und Widodo weiter in Halle 7, wo Festo und ebmpapst besucht wurden. In Halle 9 besuchten sie die Stände von Pilz, Omron, Phoenix Contact, ifm und Siemens. In Halle 12 ging es zum Stand von Siemens Energy und Wöhner.
Auf der weltgrößten Industrie-Schau präsentieren sich mehr als 4000 Aussteller in 15 Messehallen, davon mehr  als 300 Startups. Ein Zentrales Thema der HANNOVER MESSE ist eine klimaschonende Produktion.Die HANNOVER MESSE geht vom Montag, 17. April bis Freitag, 21. April.
Gelbe Säcke

Gelbe Säcke werden bis Ende Juni abgeholt

13. April 2023/in Hannover

aha verlängert Frist für die Abfuhr der Gelben Säcke

HANNOVER (PM). Seit Anfang Januar ersetzt die Gelbe Tonne für Verpackungsmüll die Gelben Säcke in der Stadt Hannover. Die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) spart durch die Tonneneinführung rund 35 Millionen Säcke Plastikmüll jährlich ein, das sind 700 Tonnen Plastik weniger, die die Umwelt belasten.

„Die Einführung der Gelben Tonne in der Stadt Hannover läuft nach Plan. Um den Eigentümerinnen und Eigentümern jedoch die Umstellung auf die richtige Tonnengröße zu ermöglichen, verlängern wir die Frist zur Abholung der Säcke bis Ende Juni, da die Stadtsauberkeit für uns an erster Stelle steht“, sagt aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz.

„Die Eigentümer*innen haben dadurch mehr Zeit, einen Antrag auf Sondernutzung im öffentlichen Raum stellen zu können“, sagt Andreas Bode, Fachbereichsleiter Tiefbau der Landeshauptstadt Hannover. Denn wenn nur auf dem Fußweg Platz für die Gelbe Tonne ist, muss ein entsprechender Antrag beim Tiefbauamt gestellt werden. Dies ist jedoch nur möglich, wenn im Rahmen einer Standplatzberatung durch aha nachgewiesen wurde, dass kein Platz auf dem jeweiligen Grundstück vorhanden ist.

Für eine persönliche Beratung steht der aha-Service unter der Telefonnummer (0800) 999 11 99 zur Verfügung. Hier gibt es eine erste Kurzberatung zum Thema Standplatz. „Sollten im ausführlichen telefonischen Gespräch nicht alle Fragen geklärt werden, kommt aha persönlich vorbei und führt eine individuelle Standplatzberatung durch“, so Dunja Veenker, Leiterin der Abfall- und Wertstoffsammlung bei aha. „Zudem bietet aha Eigentümerinnen und Eigentümern, die Möglichkeit ihren Standplatz digital zu planen.“ Mehr Informationen unter: Digitaler Standplatzplaner .

Zudem werden ab Juli Gelbe Säcke, die zur Abholung bereitgestellt werden, nicht mehr mitgenommen und durch einen Aufkleber gekennzeichnet, denn es handelt sich dabei um illegal bereit gestellten Abfall.

Symbolbild Feuerwehr

Vier Verletzte bei Küchenbrand

12. April 2023/in Hannover

Familie versucht Brand selbst zu löschen, und erleidet Rauchvergiftungen

HANNOVER (PM). In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde die Feuerwehr Hannover zu einem Mehrfamilienhaus in der Pagenstraße gerufen, da in der Küche einer Wohnung im dritten Obergeschoss ein Brand ausgebrochen war. Die Bewohner, eine vierköpfige Familie, waren glücklicherweise durch den ausgelösten Rauchwarnmelder geweckt worden. Sie brachten das Feuer selbst unter Kontrolle, zogen sich hierbei jedoch Rauchgasvergiftungen zu.

Um 01:54 Uhr meldeten Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Pagenstraße der Feuerwehr einen Brand in einer Wohnungsküche im dritten Obergeschoss. Die vierköpfige Familie (Mutter 57 J., Vater 55 J., zwei Söhne 25 J. und 22 J.) war durch den ausgelösten Rauchwarnmelder geweckt worden. Sie bekämpften den Brand provisorisch mit einem Eimer Wasser und verließen daraufhin die stark verrauchte Wohnung. Da sie dabei geistesgegenwärtig die Türe zum Treppenraum geschlossen hatten, blieb die Treppe als Rettungsweg für die weiteren Bewohner rauchfrei.

Zwei Atemschutztrupps kontrollierten die Brandstelle nach und begannen mit der Entrauchung der Wohnung. Zeitgleich behandelte der Rettungsdienst die vier Familienmitglieder, da sich alle bei der Flucht eine leichte Rauchgasvergiftung zugezogen hatten. Sie kamen für weitere Untersuchungen in hannoversche Krankenhäuser. Die Feuerwehr appelliert in diesem Zusammenhang, eigene Löschmaßnahmen nur unter
gebührender Beachtung des Eigenschutzes durchzuführen und im Zweifelsfalle sofort die Flucht anzutreten. Die Tiere der Familie, drei Katzen und drei Kanarienvögel, blieben unverletzt und kamen bei den Nachbarn unter.

Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit neun Fahrzeugen und 29 Einsatzkräften vor Ort.

Symbolbild Feuerwehr

Wohnungsbrand in Linden fordert ein Todesopfer

9. April 2023/in Hannover

Feuerwehr kann 85-Jährigen nur noch tot aus der Wohnung bergen

HANNOVER (PM). Samstagnacht erreichten die Regionsleitstelle mehrere Notrufe mit Meldungen zu einer starken Rauchentwicklung aus dem Erdgeschoss in einem 5-stöckigen Wohnhaus in der Comeniusstraße im Stadtteil Linden-Nord.

Die nach wenigen Minuten ersteintreffenden Brandschützer erkundeten eine massive Rauchentwicklung aus dem Erdgeschoss des fünfgeschossigen Wohnhauses, auch der Treppenraum war zu diesem Zeitpunkt stark verraucht. Trotz des sofortigen Einsatzes mehrere Trupps unter Atemschutzgeräten zur Menschenrettung konnte die Feuerwehr eine männliche 85-jährige Person nur noch tot aus der Wohnung bergen. Nach rund dreißig Minuten hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Umfangreiche Nachlöscharbeiten in der Erdgeschosswohnung folgten, da aufgrund der starken Hitzeentwicklung die Wohnung in mehreren Zimmern vollständig ausgebrannt war. Weitere Personen wurden bei diesem Einsatz nicht verletzt, beim Eintreffen der Feuerwehr Hannover hatten die Bewohner das Gebäude bereits verlassen.

Gegen 23:50 Uhr gingen mehrere Hinweismeldungen zu einer Rauchentwicklung im Erdgeschoss eines Wohnhauses in der Comeniusstraße in der Regionsleitstelle Hannover ein. Die Regionsleitstelle alarmierte aufgrund der Meldungen zu einer Rauchentwicklung einen Löschzug der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr Linden sowie den Rettungsdienst.

Die hannoverschen Brandschützer leiteten umgehend eine Personensuche und einen Löschangriff im Innenangriff ein, sie bekämpften hierzu die Flammen mit Löschwasser. Die Löschmaßnahmen und auch die Personensuche gestalteten sich zunächst schwierig, da die Wohnung beim Eintreffen bereits im Vollbrand stand und das Auffinden der Brandstelle durch die starke Rauch- und Hitzeentwicklung erschwert wurde. Wie sich später herausstellte, waren durch Brandrauch und Hitze mehrere Zimmer der Wohnung vollständig ausgebrannt.

Trotz der umgehend mit drei Trupps unter Atemschutzgeräten eingeleiteten Personensuche konnten die Einsatzkräfte eine männliche 85-jährige Person nach wenigen Minuten nur noch tot aus der Wohnung bergen.

Eine Brandausbreitung in die darüber liegenden Geschosse und weitere Wohneinheiten konnten die Löschtrupps verhindern. Der Brandrauch breitet sich zunächst über den Treppenraum bis in die oberen Etagen aus. Umfangreiche Nachlöscharbeiten in der betroffenen Wohnung und Entrauchungsmaßnahmen mit Belüftungsgeräten im Treppenraum des Gebäudes mussten durchgeführt werden.

Weitere Menschen wurden nicht verletzt, da bei Eintreffen der Brandschützer bereits alle Personen das Gebäude eigenständig verlassen hatten. Ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug der Feuerwehr Hannover waren ebenfalls im Einsatz, um die Menschen aus dem Gebäude nach ihrer Flucht zu untersuchen.

Zur Schadenhöhe beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 50.000 Euro. Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr Hannover waren nach rund zwei Stunden abgeschlossen. Im Rahmen einer sogenannten Brandnachschau wird durch die Feuerwehr Hannover die Einsatzstelle zu einem späteren Zeitpunkt erneut angefahren und kontrolliert.

Die Polizei hat die Ermittlungen, die zum Ausbruch des Brandes und zur Todesursache der männlichen Person führten, vor Ort aufgenommen. Feuerwehr und Rettungsdienst der Landeshauptstadt waren mit 10 Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften im Einsatz.

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