Meldungen zu Kultur, Veranstaltungen, Museen und Bühnen aus Hannover und Niedersachsen. Berichte, Hintergründe und Termine im Überblick.
Classical:NEXT verkündet Programmschwerpunkte
/in KulturHANNOVER (PM). Classical:NEXT ist der einzige und größte internationale Branchentreff zur Zukunft der klassischen Musik. Vom 17. bis 20. Mai 2022 kommt das globale Klassik- und Kunstmusiktreffen zum ersten Mal nach Hannover und feiert gleichzeitig sein 10-jähriges Jubiläum.
Die Classical:NEXT vereint unterschiedliche Formate: Sie besteht aus einer interaktiven Konferenz, einem Festival mit Showcase-Konzerten, einer Messe mit internationalen Aussteller:innen, dem Innovation Award sowie zahlreichen Netzwerkformaten. Austragungsorte und lokale Veranstaltungspartner sind die Staatstheater Hannover sowie das Hannover Congress Centrum (HCC).
Classical:NEXT existiert um allen professionellen Akteur:innen der Klassik eine globale Plattform für Wissensaustausch, Inspiration, Kooperation und Innovation zu bieten. Im Fokus steht dabei die Zukunft des Genres – es geht darum zu zeigen, was Klassik ist und sein kann – neue Präsentationsformen und Formate, ihre Verbreitung und Rezeption. Die Mission von Classical:NEXT ist stets, einen positiven Wandel voranzutreiben: Innovation und Diversität innerhalb des „Ökosystems“ Klassik.
Piranha Arts ist Veranstalter und Produzent der Classical:NEXT. Mehr Informationen unter: www.piranha-arts.com.
Programmvorstellung der KunstFestSpiele Herrenhausen 2022
/in KulturHANNOVER (PM). Die KunstFestSpiele Herrenhausen eröffnen ihre 13. Ausgabe am 12.05.2022 mit der Film- und Theaterinszenierung The Lingering Now, Our Odyssey II der Brasilianerin Christiane Jatahy. Im Juni 2022 erhält Jatahy den Goldenen Löwen der Venedig Biennale für ihr Lebenswerk.
Am Auftaktwochenende des internationalen Festivals unter der Intendanz von Ingo Metzmacher folgen eine Tanzperformance der griechischen Choreografin Tzeni Argyriou, eine Konzertperformance mit Musik des Minimal-Music-Gurus La Monte Young sowie die Eröffnung von zwei audiovisuellen Installationen des Künstlerinnen-Duos Andrea Božić und Julia Willms. Höhepunkt des Programms am ersten Wochenende ist am 15.05. im Kuppelsaal des HCC die Uraufführung von rwḥ 1–4, einer Komposition, die die KunstFestSpiele auf Anregung von sechs Hannoveraner Chören bei dem französischen Komponisten Mark Andre in Auftrag gegeben haben.
Zu den Festspiel-Höhepunkten 2022 zählen zudem zwei Produktionen mit der Sängerin Sofia Jernberg (u.a. in Pierrot lunaire von Arnold Schönberg zusammen mit dem Klangforum Wien), die Musiktheater- und Tanzproduktion Bilderschlachten der Choreografin Stephanie Thiersch und der Komponistin Brigitta Muntendorf sowie die Performance Ensaio para uma cartografia der portugiesischen Theatermacherin Mónica Calle. Am KunstFestSpiele Tag am 22.05. ab 14:00 sind Familien und alle Neugierigen ab 4 Jahren eingeladen eine kompakte Ein-Tages-Version des Festivals sowie die barocke Pracht der Herrenhäuser Gärten bei geringem Eintritt zu erleben.
Im Programm 2022 stehen zwei Uraufführungen, darunter eine Auftragsproduktion der KunstFestSpiele, und sechs deutsche Erstaufführungen. Neben den oben genannten Künstler*innen kommen weitere international renommierte Künstler*innen und Ensembles wie Marlene Monteiro Freitas, Clara Frühstück, Mette Ingvartsen, Jaha Koo, Genevieve Murphy, Moritz Ostruschnjak, Ula Sickle, die Iceland Dance Company, De Dansers, die lautten compagney und das vision string quartet nach Hannover. Der Club Feinkost Lampe lädt zu Konzerten mit Olicía, Marie Spaemann, Maija Kauhanen und Sinfonia de Carnaval.
Intendant Ingo Metzmacher und der neue leitende Dramaturg Rainer Hofmann stellten heute zusammen mit dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, Belit Onay, und Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf das Programm des Festivals der Künste vor, das Musik von Barock bis zu elektronischer Musik mit Tanz, Film, Theater und Installationen verbindet. Insgesamt 21 Produktionen und vier Feinkost Lampe-Konzerte mit rund 80 Einzelveranstaltungen sind an 18 Festspieltagen vom 12. bis 29.05.2022 rund um Hannovers berühmte Gärten und in der Stadt Hannover zu sehen.
Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen startet heute, am 17. Februar 2022, online und telefonisch, vor Ort im Künstlerhaus Hannover und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
- Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover: „Die KunstFestSpiele Herrenhausen sind seit jeher gewohnt, Menschen zusammenzubringen, zu experimentieren und aus ungewöhnlichen Verbindungen Neues zu schaffen. Diese Qualitäten erweisen sich in den Corona-Zeiten als ebenso notwendig wie hilfreich. Bereits zum dritten Mal stellen sich Ingo Metzmacher und sein Team dieser besonderen Herausforderung, ein überraschendes wie hochklassiges Programm während der Pandemie auf die Beine zu stellen – mit Optimismus, Zuversicht und gewohnt gutem Gespür für die perfekte Welle.“
- Konstanze Beckedorf, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Hannover: „Wir freuen uns auf inspirierende Festspieltage und auf viele persönliche Begegnungen, die in diesen Tagen besondere Bedeutung für uns alle haben! Am KunstFestSpiele Tag am 22.05. sind wieder alle Hannoveraner*innen, Familien, Kinder und Neugierigen eingeladen die Festspiele bei geringem Eintrittsentgelt zu erleben. Kultur für alle ist auch das Stichwort für eine neue Qualität der Barrierefreiheit und Teilhabe, die die KunstFestSpiele in diesem Jahr bieten: Alle Inhalte im Videoformat stehen mit Untertiteln zur Verfügung, und die Auftaktveranstaltung wird erstmals von einem*r Gebärdendolmetscher*in übersetzt.“
- Ingo Metzmacher, Intendant der KunstFestSpiele seit 2016: „Wir wollen mit unserem Publikum zusammen aufatmen nach zwei Jahren der Unsicherheit und Unberechenbarkeit. Aufatmen mit einem vielseitigen und reichhaltigen Programm, das sich an alle Altersgruppen richtet. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Nonverbalen, auf der Musik und auf der Auseinandersetzung mit ihr in Tanz und Performance. Die Aufführungen entfalten erst durch das gemeinsame Erleben ihre ganze Kraft. Ein Erleben, bei dem wir tatsächlich endlich einmal gemeinsam aufatmen können.“
Die KunstFestSpiele Herrenhausen in Hannover sind ein jährlich stattfindendes internationales und interdisziplinäres Festival. Zur 13. Ausgabe erwartet das Publikum ein vielfältiges Programm mit Musiktheater, Performances, Konzerten, Tanz- und Theatervorstellungen sowie Installationen internationaler Künstler*innen, das Genregrenzen überwindet und zu einmaligen künstlerischen Erfahrungen einlädt.
Die zentralen Spielorte des Festivals – die Galerie, die Orangerie und das Arne Jacobsen Foyer – befinden sich in der prachtvollen Kulisse der Herrenhäuser Gärten, die auch selbst zur Bühne werden. Die DHC-Halle in unmittelbarer Nähe der Herrenhäuser Gärten hat sich seit 2019 als neuer Spielort etabliert und ist dieses Jahr Veranstaltungsort für vier Produktionen. Im Festivalzentrum der KunstFestSpiele in den Herrenhäuser Gärten treffen sich Künstler*innen, Mitarbeiter*innen und das Publikum in entspannter Atmosphäre. Hier lädt die Frankfurter freitagsküche zu Kunst und Kulinarik und NDR-Moderatorin Friederike Westerhaus zu Gesprächen mit Künstler*innen und Publikum.
Zum 5. Mal laden die KunstFestSpiele dank der Unterstützung der Stiftung Niedersachsen zum Festivalcampus Niedersachsen ein: Fünfzig Studierende aus fünf niedersächsischen Hochschulen kommen anlässlich der KunstFestSpiele nach Hannover und im Juli anlässlich des Festivals Theaterformen nach Braunschweig, besuchen Veranstaltungen, tauschen sich mit den Künstler*innen aus und diskutieren die Aufführungen in Seminaren und Workshops.
Tickets der KunstFestSpiele berechtigen jeweils 2 Std. vor Veranstaltungsbeginn zum Eintritt in den Großen Garten (außer am 28.05.). Weitere Informationen unter www.kunstfestspiele.de.
Das Programm 2022 im Detail
Zwei Veranstaltungen sind bereits seit November 2021 im Vorverkauf erhältlich: rwḥ 1–4 (gesprochen rúach) des französischen Komponisten und Klangforschers Mark Andre entstand als Auftragskomposition der KunstFestSpiele und auf Anregung der hannoverschen Chöre. Über 200 Sänger*innen bringen das 4-teilige Werk am 15.05. gemeinsam mit dem Ensemble Modern unter der Leitung von Ingo Metzmacher im Kuppelsaal des HCC zur Uraufführung. Andre begreift den Kuppelsaal als ein überdimensionales Instrument. Chöre, Ensemblegruppen und Lautsprecher sind um das Publikum herum im Raum verteilt. Die Komposition führt inhaltlich vom Atem über den Wind zur Idee von Geist und Seele. rwḥ 1–4 wird nach dem Konzert in Hannover am 27.05.2022 beim Internationalen Musikfest Hamburg in gleicher Besetzung in der Elbphilharmonie zu erleben sein.
Die kapverdische Choreografin und Regisseurin Marlene Monteiro Freitas inszeniert in überwältigenden Bildern Arnold Schönbergs Pierrot lunaire in der DHC-Halle. Die Experimentalvokalistin Sofia Jernberg und das Klangforum Wien, unter der musikalischen Leitung von Ingo Metzmacher, sind allesamt Performer*innen in einem kaleidoskopischen Universum, das die Zuschauer*innen in die mystische Welt des Pierrot lunaire eintauchen lässt.
Für die Eröffnungsproduktion The Lingering Now, Our Odyssey II hat sich die brasilianische Film- und Theatermacherin Christiane Jatahy auf die Suche nach der modernen Verkörperung des Odysseus gemacht. Durch das Prisma ihrer Kamera lässt sie das griechische Epos von Darsteller*innen erzählen, die im Exil leben, auf der Flucht sind oder waren und nicht in ihre Heimat zurückkehren können. Menschen, die sich auf ihrer ganz individuellen und realen Odyssee befinden. Im Juni 2022 erhält Jatahy den Goldenen Löwen der Venedig Biennale für ihr Lebenswerk.
Das Amsterdamer Künstlerinnen-Duo Andrea Božić und Julia Willms kreieren mit ihrer audiovisuellen Installation The Cube, einer Abfolge von spektakulären Landschaften, Naturaufnahmen und Wetterereignissen, einen magischen Sog. Wirklichkeit, Imagination, Erinnerung und Traum durchdringen einander. Selbst der Ort des Kunstwerks, die städtische Galerie KUBUS, erstmals Kooperationspartner der KunstFestSpiele, scheint seine Dimensionen zu verändern.
Von Andrea Božić und Julia Willms ist außerdem bei freiem Eintritt im Arne Jacobsen Foyer während des gesamten Festivals die audiovisuelle Installation Looking-Glass House zu sehen. Besucher*innen sind hier eingeladen am Abend zwischen 21:00 und 23:00 einem Parcours in das Foyer hinein zu folgen, wo sie Teil einer immersiven Installation aus Farben und Geräuschen werden. Sie erleben dort den so genannten Ganzfeld-Effekt, der das neuronale Rauschen beschreibt, das durch einen Sinnesentzug entsteht – eine Art umgekehrtes Kino, in dem die Besucher*innen durch die Landschaft der eigenen Imagination reisen.
In einer großen musikalisch-tänzerischen Geste und in dadaistischen „Tableaux Vivants“ entwickelt die Choreografin Stephanie Thiersch in Zusammenarbeit mit der Komponistin Brigitta Muntendorf in Bilderschlachten ein faszinierendes Ballett zum Ende der Welt. 41 Musiker*innen des französischen Spitzenorchesters Les Siècles, das Asasello Quartett und acht Tänzer*innen zelebrieren dieses überwältigende Gesamtkunstwerk in der DHC-Halle. Als musikalisches Pendant zur überbordenden Bildsprache des Stückes dient Bernd Alois Zimmermanns 1968 entstandene Komposition ‚Musique pour les soupers du Roi Ubu‘, die von Brigitta Muntendorf bearbeitet wurde.
Tanz und Performance erhalten darüber hinaus 2022 besondere Aufmerksamkeit im Programm. ANΩNYMO der griechischen Choreografin Tzeni Argyriou und ihrer sieben Tänzer*innen blickt in die Geschichte zurück, auf der Suche nach echter Gemeinschaft und direkter Berührung jenseits von virtuellen Team-Meetings und WhatsApp-Gruppen. Argyrious Ausgangspunkt sind griechische Volkstänze, die Menschen seit jeher einander näherbringen und zum sozialen Zusammenhalt beitragen. Der Volkstanz und die dörfliche Gemeinschaft sind zugleich Inspiration für ein stimmungsvolles freitagsküchen-Menü im Anschluss an die Vorstellung.
In einer Mischung aus Tanzparty und Spoken Word Konzert sprengt die dänische Choreografin Mette Ingvartsen die soziale Isolation. Ihr Stück The Dancing Public, das im Großen Garten zur Aufführung kommt und zum Mittanzen einlädt, beruht auf einer historischen Recherche zum Phänomen der Tanzwut. Große Menschenmassen gerieten auf den Straßen scheinbar unkontrolliert in Bewegung, versuchten sich zu erlösen vom Stress einer Pandemie, der Armut oder den Folgen einer Naturkatastrophe.
Ein Manifest der Menschlichkeit, eine Ode an die Diversität von weiblichen Körpern, ein Statement für Verletzlichkeit und Durchhaltevermögen kommt von der portugiesischen Theatermacherin Mónica Calle zu den KunstFestSpielen. Zwölf Frauen legen gleich zu Beginn von Ensaio para uma cartografia ihre Kleidung ab und machen einfache Tanzschritte zu Ravels ‚Bolero‘. Immer wieder geht es von neuem los. Exzessiv und unermüdlich üben die Frauen die immer gleichen Schritte. Es geht nicht um das Resultat, sondern um den Prozess, der aus einer anonymen Masse von Tänzer*innen unterschiedlichste Individuen hervorbringt.
Familiengeschichte trifft in The History of Korean Western Theatre des koreanischen Theatermachers Jaha Koo auf Theatergeschichte. Er mixt virtuos Storytelling, Objekttheater, Videomaterial aus Archiven und seine eigenen Kompositionen zu einem unterhaltsamen Theaterabend. Vom Verlust der eigenen Tradition kommt Jaha Koo dabei auf die kleinen Risse im modernen Konfuzianismus, der nach wie vor das Moralsystem, die Lebensweise und die sozialen Beziehungen zwischen den Generationen in Südkorea bestimmt, um schließlich neu in die Zukunft zu blicken.
Der große KunstFestSpiele Tag am 22.05. ist eine Einladung an alle Familien und Neugierigen die Festspiele in einer kompakten Ein-Tages-Version kennenzulernen. Von 14:00 bis 23:00 wird ein breites Programm für alle Altersstufen ab 4 Jahren zum kleinen Preis von jeweils 5 Euro pro Veranstaltung präsentiert. Die Vorstellungen sind meist 30 Minuten lang und gut zu kombinieren. Tickets des KunstFestSpiele Tags berechtigen zum einmaligen Eintritt in den Großen Garten ab 14:00.
In der Orangerie zeigt die holländische Kompanie De Dansers am KunstFestSpiele Tag Löffelchen Löffelchen, ein Stück über Vertrauen und Nähe für Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene. Die Iceland Dance Company widmet sich im hinreißenden No Tomorrow der Bedeutung von Musik und Tanz im Erwachsenwerden. Im Gartentheater präsentiert Moritz Ostruschnjak seine Tanzanweisungen, ein furioses Solo zwischen Schuhplattler, Ballett und HipHop, das gerade als eines von 13 Stücken zur renommierten Tanzplattform Deutschland nach Berlin eingeladen wurde. Die Kanadierin Ula Sickle und ihre sechs Performer*innen befragen die Kraft des Protests und der Solidarität in Relay, einer „durational performance“ in und vor der Galerie. Feinkost Lampe ist im Garten mit zwei Konzerten von Sinfonia de Carnaval mit dabei. Am Abend gibt die virtuose Experimentalvokalistin Sofia Jernberg ein Konzert in der Galerie, und Andrea Božić und Julia Willms laden zu ihrer immersiven Installation Looking-Glass House im Arne Jacobsen Foyer.
Das musikalische Programm der KunstFestSpiele beginnt am 14.05. mit dem Konzert The Second Dream of The High-Tension Line Stepdown Transformer des legendären und geheimnisumwobenen amerikanischen Minimal-Music-Gurus La Monte Young. Der Raum der barocken Galerie in Herrenhausen färbt sich mit intensivem Licht und das Ensemble The Theatre of Eternal Music Brass aus acht Trompeter*innen zelebriert eine einzigartige Konzert-Erfahrung.
Die schottische Komponistin, Musikerin und Performerin Genevieve Murphy lädt mit I Don’t Want To Be An Individual All On My Own zu einer Reinszenierung ihres achten Geburtstags ein. Mit Musik, Sounds und Spoken Word beschwört sie diesen vergangenen Tag herauf. Das Publikum hört live produzierte Klänge und Geräusche über Kopfhörer und begibt sich inmitten der Geschehnisse dieses Tages. Im Kopf der Zuschauer*innen entstehen aus den Klängen, die Murphy mit (Kinder-)Instrumenten und Alltagsgegenständen kreiert, loopt und überlagert, die Bilder dieses Geburtstagsfests.
Pianistin und Performerin Clara Frühstück und der Medienkünstler Samuel Schaab lassen in ihrer Konzertperformance Raue Einstellungsbilder die Musikerin, das Instrument, den Raum und Elektronik in Interaktion treten. Mussorgskis Klavierzyklus ‚Bilder einer Ausstellung‘ dient dabei als musikalisches Ausgangsmaterial.
In fast zärtlicher Komplizenschaft zelebrieren der Tänzer und Künstler François Chaignaud und die Musikerin Marie-Pierre Brébant die mystische Kraft der fast tausendjährigen „himmlischen Harmonien“ der Hildegard von Bingen. Seit Jahren haben die beiden Künstler*innen das musikalische Werk der Universalgelehrten und Benediktinerinnen-Äbtissin durchleuchtet und erforscht und die Lieder der Symphonia Harmoniæ Cælestium Revelationum für ein zweieinhalbstündiges Fest der Schönheit neu interpretiert.
Das Berliner vision string quartet mixt völlig selbstverständlich das klassische Streichquartett-Repertoire mit eigenen Stücken und Arrangements aus Jazz, Pop und Rock. Streichquartette von Anton Webern und Béla Bartók stehen im Konzert in der Orangerie Herrenhausen neben Songs aus ihrem neusten Album ‚spectrum‘, die von Popmusik, von Singer-Songwriter*innen, dem Jazz oder der Minimal Music inspiriert sind.
Elektronische Sounds und Lichtdesign treffen in der barocken Pracht der Galerie Herrenhausen auf Johann Sebastian Bachs ‚Kunst der Fuge‘. Die verschlungenen musikalischen Gestalten der Fugen und Kanons, gespielt von einem der führenden Originalklang-Ensembles, der lautten compagney, werden erstmals in einer räumlichen Installation zu erleben sein: in einem Fugenpark, der durch eine Lichtchoreografie der Künstlerin Sabine Mader in Szene gesetzt.
Stimmenstarke Klänge und ungewöhnliche Instrumentierungen prägen die vier Konzerte, zu denen die KunstFestSpiele Herrenhausen gemeinsam mit dem hannoverschen Club Feinkost Lampe einladen. Bei geringem Eintrittsentgelt spielen in der Orangerie und auf der Probebühne im Großen Garten das Vokalduo Olicía, die Wiener Cellistin und Sängerin Marie Spaemann, die finnische Komponistin und Multiinstrumentalistin Maija Kauhanen und die beiden Österreicher*innen von Sinfonia de Carnaval. Freitags runden ausgewählte DJ-Sets die jeweiligen Livekonzerte ab.
Das Team der Frankfurter freitagsküche ist wieder Gastgeber im neu gestalteten Festivalzentrum der KunstFestSpiele und sorgt für das Wohl und die richtige Umgebung für angeregte Gespräche zwischen den Besucher*innen. Zudem gestaltet sie zwei ungewöhnliche kulinarische Abende, inspiriert von Vorstellungen der KunstFestSpiele.
Bei Talks im Festivalzentrum vor den Vorstellungen diskutiert die NDR Moderatorin Friederike Westerhaus mit Künstler*innen. Bei Publikumsgesprächen nach den Vorstellungen können Besucher*innen bei Wein und einem kleinen Snack miteinander und mit dem Team der KunstFestSpiele ins Gespräch kommen.
Die KunstFestSpiele Herrenhausen verlosen 2022 erneut zehn FestivalFlatrates an Studierende, Auszubildende und FSJler*innen. Der FF-Pass ermöglicht den kostenfreien Zugang zu allen verfügbaren Veranstaltungen der KunstFestSpiele 2022 und gibt damit jungen Menschen die Möglichkeit, bislang Unbekanntes auszuprobieren und künstlerische Erfahrungen in Veranstaltungen zu machen, die sie aus finanziellen Gründen sonst vielleicht nicht besuchen könnten. Weiterhin gilt darüber hinaus der 50% Rabatt für junge Menschen.
Das Team von Ingo Metzmacher geht trotz der aktuellen Pandemielage davon aus, im Mai 2022 vor Publikum und bei voller Kapazität Konzerte, Theater und Performances zeigen zu können, unter den Bedingungen der dann geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen. In 2020 und 2021 konnten die Festspiele durch Termin- und Ablaufänderungen jeweils vor Publikum stattfinden. Stets aktuell informieren die KunstFestSpiele auf der Website www.kunstfestspiele.de und über ihren Newsletter.
Kultur im Schloss: Veronika Harcsa & Bálint Gyémánt
/in KulturREGION HANNOVER (PM). Mit bislang zwei Alben begeistert das ungarische Duo Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt seit 2014 Presse und Publikum. Harcsa ist eine brillante Sängerin, die ihrer Stimme mal eine jazzige Lockerheit, mal den sphärischen Klang einer Sirene oder eine rockige, psychedelische Note geben kann. Fans moderner Jazzmusik können sich davon am Freitag, 8. Oktober 2021, in Schloss Landestrost einen Eindruck verschaffen. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.
Zwischen warm timbrierten Lagen und strahlenden Höhen entwickelt Veronika Harcsa zusammen mit Bálint Gyémánt an der akustischen oder E-Gitarre Songs von emotionaler Tiefe und weiten Klangpanoramen. Erstmals im Quartett für das neue Album „Shapeshifter“ ist der Klang noch opulenter, tiefgründiger, komplexer, die Dynamik noch kraftvoller. Ruhige Passagen stehen am Anfang, rhythmische Akzente und Beats setzen erst nach einer Weile ein. So klingt moderner Songwriter-Jazz.
Vorverkauf
Veranstaltungsort ist Schloss Landestrost, Schlossstraße 1, 31535 Neustadt am Rübenberge. Aufgrund der pandemiebedingten Umstände können sich die Planungen kurzfristig ändern. Alle Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher werden deshalb gebeten, sich auf www.hannover.de über den aktuellen Stand zu informieren. Für den Zutritt gilt die 3G-Regel – genesen, geimpft oder getestet.
Eintrittskarten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet erhältlich: www.reservix.de. Die Reservix-Hotline ist täglich von 0 bis 24 Uhr unter Telefon (01805) 700733 (0,14 €/Minute aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunknetz höchstens 0,42 €/Minute) erreichbar. Vorverkauf für die Veranstaltungen der Reihe „Kultur im Schloss“ im Schloss Landestrost, Schlossstr. 1, 31535 Neustadt unter Telefon (0511) 616-25200 oder per E-Mail: kultur@region-hannover.de.
Bunt und sicher – Start in die 41. MIMUSE-Saison mit 3G
/in KulturLANGENHAGEN (PM). Abwechslungsreich, bunt und hier und da überraschend: Das gilt wie gewohnt für das Programm der 41. MIMUSE, nicht aber für das Hygienekonzept des Veranstalters Klangbüchse e.V.
Hier setzt der Verein auf Gelerntes und Bewährtes. Die Macher der MIMUSE konnten schon 2020 im Theatersaal und der Elisabethkirche und im Sommer 2021 auf ihren Open Air Veranstaltungen beweisen, dass sie die Gesundheit ihrer Gäste sehr ernst nehmen und keine Mühe scheuen, die Abläufe immer wieder anzupassen. Rund 1.500 Besucher konnten sich davon bislang überzeugen, kein Infektionsgeschehen, das aus diesen Veranstaltungen resultierte, spricht für sich.
„Wir haben die Anzahl an Helfern pro Abend teilweise verdreifacht, um Warteschlangen zu vermeiden und bei der Sitzplatzverteilungen möglichst optimal zu unterstützen. Ein zweiter Tresen, digitale Datenerfassung seit der ersten Show und stetige Überprüfung der Vorgaben in den Verordnungen gehören inzwischen zum Alltag.“, erklärt Dirk Lange vom Verein Klangbüchse.
„Das ist oft kräfteraubend und es wäre schöner, wenn wir einfach Kultur veranstalten und unseren Gästen ohne all diese Maßnahmen eine Flucht aus dem Alltag schenken könnten.“, fügt Inga Herrmann, Programmmacherin der MIMUSE hinzu. „Aber gar nicht spielen war nie eine Option. Gesellschaft braucht Kultur, die Künstler brauchen Bühnen und wir als Verein brauchen Gäste, denen wir abspüren können, dass sie einen besonderen und schönen Abend hatten.“
Mit dem Programm der 41. MIMUSE warten im Herbst 2021 19 Shows auf die Gäste, ein vielfältiger Mix aus Kabarett, Comedy und Musik, immer verbunden mit der besonderen und herzlichen Atmosphäre, die die ehrenamtlichen MIMUSE-Helfer den Abenden verleihen.
Alle Shows sind bereits im Vorverkauf. Karten gibt es unter www.eventim.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse (Telefon nur am Veranstaltungstag, 2 Stunden vor Show-Beginn: 0511-7269 519) .
Kultur braucht Hilfe. Spendenaktion erfolgreich abgeschlossen.
/in KulturHannover, 31.08.2021 | Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Belit Onay hatte der Freundeskreis Hannover e.V. bis Ende Juli 2021 eine Spendenaktion zu Gunsten von Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden in Hannover durchgeführt. Die Drogeriemarktkette ROSSMANN hatte zeitgleich ein großangelegtes Gewinnspiel durchgeführt und angekündigt, Privatspenden zu verdoppeln. Insgesamt wurde eine Spendensumme von rd. 25.000 € erzielt.
„Wir freuen uns, dass wir mit unserem Engagement einen wichtigen Beitrag für die Kultureinrichtungen leisten konnten. ROSSMANN ist in Hannover Zuhause. Uns ist es daher eine Herzensangelegenheit, Initiativen, wie den Freundeskreis Hannover, zu unterstützen. Denn Kultur ist das Bindemittel unserer Gesellschaft“, so Anna Kentrath, Pressesprecherin der Dirk Rossmann GmbH.
„Ein guter Tag für die Kultur. Diese Spendenaktion ist ein hoffnungsvolles Signal für eine zum großen Teil existenziell bedrohte Kulturlandschaft. Jede noch so kleine Spende stärkt die Vielfalt und die Kraft der Kulturstadt Hannover“, bedankt sich Oberbürgermeister Belit Onay als Schirmherr der Spendenaktion.
„Wir bedanken uns bei allen Spender*innen, die sich mit großen und kleinen Beiträgen an der Aktion beteiligt haben. Sie sind ein schönes Zeichen für den Zusammenhalt einer ganzen Stadt und ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit unserer gesamten Kulturszene zu setzen,“ so Matthias Görn, Vorsitzender Freundeskreis Hannover e.V.
„Wir bedanken uns bei der Rechtsanwaltskanzlei KSB-Intax, der digit.ly GmbH, dem Magazin Stadtkind, der Hannover Marketing- und Tourismus GmbH, der Verlagsgruppe Madsack und dem Kulturdezernat der Landeshauptstadt Hannover, mit deren Unterstützung die Aktion entstanden ist“ ergänzt Katharina Sterzer, Geschäftsführerin Freundeskreis Hannover.
Alle Spenden werden vollständig an die Kulturszene in unserer Stadt ausgezahlt. Die Verteilung der Spendengelder wird anhand nachvollziehbarer Kriterien (z.B. in Anlehnung an den Stabilitätspakt Kultur der LHH) erfolgen. Ab September können Kulturschaffende und Kultureinrichtungen formlos Gelder beim Freundeskreis Hannover beantragen. Ein unabhängiger Beirat, der mit Vertreter*innen der Kulturszene und Stadtgesellschaft besetzt wird, begleitet transparent die Auszahlung und Verteilung der Spenden. Weitere Informationen werden auf der Internetseite www.freundeskreis-hannover.de veröffentlicht.
Im Profil | Freundeskreis Hannover e.V.:
Der Freundeskreis Hannover ist mit seinen rd. 1.300 Mitgliedern einer der größten Bürgervereine Deutschlands. Er engagiert sich seit nunmehr 30 Jahren als unabhängiger und gemeinnütziger Bürgerverein für eine lebendige Stadtgesellschaft. Besonders am Herzen liegt ihm, die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zu stärken, kulturelle Initiativen zu unterstützen, neue Ideen zum Wohle der Stadt und ihrer Bewohner zu entwickeln und den Dialog zwischen Bürgern, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kulturen und Religionen zu fördern. Zu den Aktivitäten der Freundeskreis Hannover e.V. zählen z.B. die jährliche Vergabe des Stadtkulturpreises, Vorträge und Diskussionen zu stadtrelevanten Themen, Unterstützung und Beratung der Kulturszene, Besuche von Unternehmen, Institutionen, Behörden und hannovertypischen Einrichtungen, Stärkung des Regionsgedankens durch den Besuch der Regionsgemeinden und nicht zuletzt Kommunikation und Vernetzung der Mitglieder untereinander.
Erfolgreicher Abschluss der Sommernächte im Gartentheater
/in KulturHANNOVER (PM). Die „Sommernächte im Gartentheater“ vom 30. Juli bis 29. August boten insgesamt 21 Veranstaltungen unter freiem Himmel und lockten zahlreiches Publikum nach Herrenhausen: Rund 5.000 Besucher*innen erlebten Kulturgenuss im neu gestalteten Gartentheater trotz der durch Corona-Maßnahmen begrenzten Plätze. Die Veranstaltungsreihe war damit zu mehr als 90 Prozent ausverkauft.
„Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz der Besucher*innen, die sich nicht nur in den Ticketzahlen wiederspiegelt“, betont Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten. „Die Freude, endlich wieder Kulturluft schnuppern zu dürfen, war überall zu spüren. In der einzigartigen Atmosphäre des neu gestalteten Gartentheaters schienen die Figuren mit dem Publikum zu kommunizieren. Die frisch sanierten Statuen rahmen seit der Umgestaltung goldglänzend den Zuschauerraum und nehmen die Besucher*innen in ihre Mitte.“ Auch das Wetter spielte weitgehend mit: Keine Veranstaltung musste witterungsbedingt abgesagt werden. Die Gäste waren gerade am vergangenen Wochenende mit der richtigen Kleidung auf das herbstliche Wetter gut vorbereitet.
Musik, Wortgefechte, Kino unterm Sternenhimmel und mehr
Das vielfältige Programm aus Live-Musik, Poetry-Slams und Kino unter freiem Himmel sprach eine breite Zielgruppe an. Besonders für die Konzertabende waren die Tickets bereits im Vorverkauf rasant vergriffen. „Den Künstler*innen war die große Freude anzumerken, endlich wieder auf der Bühne stehen zu dürfen und in direkten Kontakt mit dem Publikum treten zu können“, freut sich Hannah Luttermann, Projektleiterin der Sommernächte. „Das funkelnde Gartentheater, die Musik, das beseelte Publikum, das nach der Veranstaltung in den festlich illuminierten Garten in die Nacht entlassen wurde – alles griff perfekt ineinander.“
Zum Auftakt spielte der Singer-Songwriter Pohlmann Songs aus seinem neuen Album. Bonita & The Blues Shacks erfanden einen neuen Bluessound und das Taschengrammophon lud ein zu einem entspannten Nachmittag mit Salon- und Swingmusik. Überraschend und inspirierend klang das Programm „In die Nacht“ der Fetten Hupe. Die Berliner Band DOTA begeisterte mit ihren eingängigen Popsongs und Jules Ahoi präsentierte Art- und Folk-Pop mit seiner fünfköpfigen Band.
Neben Pop- und Jazzmusik gab es auch ruhigere Klänge in einem neuen Format: Mit einem abendfüllenden Programm ließen die Künstlerinnen Arden, June Cocó und lilly among clouds die Besucher*innen in ihre Welten aus Harfenklängen, Cello und interessanten Stimmfarben eintauchen.
Ein fester Bestandteil seit Beginn der Sommernächte vor sechs Jahren sind Poetry-Slams. In gleich zwei Shows an einem Tag wählte das Publikum den*die Gartenpoet*in 2021. Anstelle von Einzelpersonen präsentierten beim „Whole Lotta Teams!“ Zweiergespanne ihre Bühnentexte und Prosa.
Kino zum Abschluss
Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe gab es ausverkaufte Kinovorführungen unterm Sternenhimmel. Neben den aktuellen Produktionen „Frühling in Paris“ (2020) und „Ich bin dein Mensch“ (2021) wurde auch der Disney-Klassiker „Mary Poppins“ von 1964 gezeigt.
Neu in der Sparte „Kino“ dabei waren dieses Jahr gleich drei Veranstaltungen: Bei einer „Drehbuchlesung & Talk“ gaben Franziska Stünkel, Annette Hess und Nina Weger Einblicke in diese sonst eher selten diskutierte Buchform und stellten aktuelle Arbeiten vor. Anschließend wurde Franziska Stünkels aktueller Film „Nahschuss“ gezeigt. Auch der Filmabend „Kurz auf Reisen gehen“ präsentierte ein neues Format. Insgesamt sieben Kurzfilme aus sechs Ländern nahmen die Zuschauer*innen mit in den Urlaub und regten zum Nachdenken an. Auch für Kinder war in diesem Jahr etwas dabei: Beim Mitmalfilm Maltisch konnten sie unter der Anleitung der Erfinder*innen Alice von Gwinner und Uli Seis erleben, wie aus ihren selbstgemalten Bildern echte Trickfilmen wurden.
Eine besondere Gelegenheit boten die frühmorgendlichen Gartenöffnungen, die unter dem Motto „Zwischen Nachtigall und Lerche“ sonntagmorgens nach Herrenhausen einluden. Einmal als Lesung untermalt mit Musik und einmal als Spaziergang war der Zauber des Großen Gartens beim ersten Sonnenstrahl zu erleben.
Das Programm der diesjährigen Sommernächte im Gartentheater entstand in Zusammenarbeit mit dem Jazz Club Hannover, dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, der Jazz Musiker Initiative Hannover e.V., dem Büro für Popkultur und „Macht Worte!“ – dem hannoverschen Poetry-Slam.
Ausblick 2022
Der Termin für das kommende Jahr darf bereits im Kalender notiert werden: Vom 5. bis 28. August 2022 wird das Festival fortgesetzt und lockt wieder zahlreiche hannoversche und überregionale Künstler*innen nach Herrenhausen. Weitere Informationen im Internet unter: www.gartentheater-herrenhausen.de.
Kultursommer 2021: Kammerorchester Hannover gastiert in Engelbostel
/in KulturREGION HANNOVER / LANGENHAGEN (PM). Geographisch zwischen England und Indien, musikalisch zwischen Renaissance und unserer Zeit: So klingt das Programm des Kammerorchesters Hannover. Welten liegen zwischen den Zeiten, als „Greensleeves“ in der Renaissance als Volkslied zu hören war und unseren Zeiten – in zahllosen Fassungen ist dieses Lied inzwischen bekannt.
Auch Gustav Holst verwendet mit „The Dargason“ ein Liedvorbild aus dem 16. Jahrhundert. Das Orchester spielt Greensleeves-Variationen aus dem Frühbarock und bringt dem Publikum mit dem hinduistisch inspirierten Werk John Taveners das Sanskrit-Wort „Shakti“ näher, das im Hinduismus eine himmlische, feminine Energie bedeutet.
Termin: Freitag, 3. September, 19 Uhr
Ort: Martinskirche Engelbostel | Kirchstr. 58 | 30855 Langenhagen
Eintritt: 10 Euro | ermäßigt 7 Euro
Der Kultursommer: Sommer, Sonne, Musik – der Kultursommer 2021 hält von Konzerten in Hinterhöfen und Scheunen bis zum Open-Air-Event im Schlossgarten zahlreiche musikalische Highlights bereit. Vom 17. Juli bis zum 5. September bieten 26 Konzerte unterschiedlichster Genres ganz besondere Hörerlebnisse. Das vollständige Programm ist im Internet unter www.hannover.de/kultursommer abrufbar. Programmhefte liegen im Bürgerbüro der Region Hannover, in den Informationsstellen der Städte und Gemeinden sowie direkt bei den Veranstaltern aus. Weitere Informationen gibt es beim Team Kultur der Region Hannover unter Telefon (0511) 616-25200.
Bundesjugendzupforchester gibt ihr erstes Konzert in Hannover
/in Hannover, KulturHANNOVER (red). Das Bundesjugendzupforchester gab gestern Abend ihr erstes Konzert seit der Corona-Pandemie mit 37 jungen Musikerinnen und Musikern in der St. Martin Kirche in Hannover-Linden. Die Orchestermitglieder freuten sich sichtlich, endlich wieder auch vor Publikum und gemeinsam spielen zu dürfen.
Das im August 2019 entstandene Bundesjugendzupforchester setzt sich aus begabten jungen Musikerinnen und Musikern im Alter zwischen 16 und 26 Jahren zusammen. Es spielt ausschließlich die Instrumente Mandoline, Mandola, Gitarre und Kontrabass. Ihre vorgeführten Stücke sind von älteren Komponisten als auch von zeitgenössischer Musik geprägt, die speziell auf die Belange der Instrumente des Orchesters teilweise angepasst wurden.
Unter der Dirigentin und künstlerischen Leitung von Lisa Hummel gab es einen musikalischen Streifzug durch die Möglichkeiten, die das junge Orchester mit ihren speziellen Zupfinstrumenten zu bieten hat.
Mit der „Sinfonie C-Dur“ von Maria Anna Martinez unter der Bearbeitung von Sophie Schlaubitz fand der Konzertabend seinen Einstieg. Gefolgt von Franziska Henke „Restlessness“ kam es dann zum ersten Höhepunkt mit der 16jährigen Solistin und Sonderpreisträgerin beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2021 Kerstin Draken. Sie spielte von Daigo Marumoto das „Mandolin Concerto“ und zeigte ihr junges Talent. Immerhin erreichte Kerstin Draken mit 25 möglichen Punkten beim Bundeswettbewerb in der Altersklasse 4 die Spitze.
Es folgten im Anschluss drei Fugen zum Thema von J.S. Bach der Komponistin Clara Schumann in einer Bearbeitung von Lisa Hummel. Japanisch anmutende Klänge waren in nächsten Stück der „Okinawa-Suite“ der japanischen Komponistin Miwa Naito zu hören. Den Abschluss des Konzertes in der Lindener Kirche bildete die „Symphonie Nr. 1 op. 32“ von Louise Farrenc.
Obwohl die Besucherzahl wegen der Hygieneauflagen und Corona eingeschränkt war, verfolgten doch viele Musikinteressierte in der St. Martin zu Linden das abendliche Konzert und genossen die musikalischen Darbietungen.
Am heutigen Abend findet ein zweites Konzert in der St. Martins Kirche in Seelze ab 19:00 Uhr statt.
Einige Impressionen der im Vorfeld durchgeführten Proben und des Konzertes:
37 junge Musikerinnen und Musiker des Bundesjugendzupforchesters spielten moderne und ältere Stücke in der Kirche St. Martin in Hannover-Linden unter Leitung der Dirigentin Lisa Hummel © Bernd Günther / BG-PRESS.de
37 junge Musikerinnen und Musiker des Bundesjugendzupforchesters spielten moderne und ältere Stücke in der Kirche St. Martin in Hannover-Linden unter Leitung der Dirigentin Lisa Hummel © Bernd Günther / BG-PRESS.de
37 junge Musikerinnen und Musiker des Bundesjugendzupforchesters spielten mit Mandolinen, Mandola, Gitarre und Kontrabass ältere und zeitgenössische Musik © Bernd Günther / BG-PRESS.de
37 junge Musikerinnen und Musiker des Bundesjugendzupforchesters spielten moderne und ältere Stücke in der Kirche St. Martin in Hannover-Linden unter Leitung der Dirigentin Lisa Hummel © Bernd Günther / BG-PRESS.de
37 junge Musikerinnen und Musiker des Bundesjugendzupforchesters spielten moderne und ältere Stücke in der Kirche St. Martin in Hannover-Linden unter Leitung der Dirigentin Lisa Hummel © Bernd Günther / BG-PRESS.de
37 junge Musikerinnen und Musiker des Bundesjugendzupforchesters spielten mit Mandolinen, Mandola, Gitarre und Kontrabass ältere und zeitgenössische Musik © Bernd Günther / BG-PRESS.de
Kerstin Draken ist die Sonderpreisträgerin des Bundesjugendzupforchesters beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert © Bernd Günther / BG-PRESS.de
Die 16jährige Mondolinensolistin Kerstin Draken begeisterte mit ihrem Solo aus dem Mandolin Concerto von Daigo Marumoto © Bernd Günther / BG-PRESS.de
37 junge Musikerinnen und Musiker des Bundesjugendzupforchesters spielten moderne und ältere Stücke in der Kirche St. Martin in Hannover-Linden unter Leitung der Dirigentin Lisa Hummel © Bernd Günther / BG-PRESS.de
37 junge Musikerinnen und Musiker des Bundesjugendzupforchesters spielten moderne und ältere Stücke in der Kirche St. Martin in Hannover-Linden unter Leitung der Dirigentin Lisa Hummel © Bernd Günther / BG-PRESS.de
37 junge Musikerinnen und Musiker des Bundesjugendzupforchesters spielten moderne und ältere Stücke in der Kirche St. Martin in Hannover-Linden unter Leitung der Dirigentin Lisa Hummel © Bernd Günther / BG-PRESS.de
37 junge Musikerinnen und Musiker des Bundesjugendzupforchesters spielten moderne und ältere Stücke in der Kirche St. Martin in Hannover-Linden unter Leitung der Dirigentin Lisa Hummel © Bernd Günther / BG-PRESS.de
Kultursommer 2021: Sommerakademie für musikalisch Hochbegabte
/in KulturREGION HANNOVER (PM). Vom 30. August bis zum 5. September findet die Sommerakademie des Instituts zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) statt. Die Frühstudierenden der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover nehmen in dieser sommerlichen Arbeitsphase an Workshops teil, die die Ausbildung ergänzen und erhalten außerdem die Möglichkeit, solistisch mit Orchester aufzutreten.
Die IFF-Sommerakademie wird von der VHV Stiftung Hannover, von der Stiftung Kulturregion Hannover und der Bruno-Frey-Stiftung Hannover gefördert. Die Resultate der musikalischen Intensivphase werden in drei Konzerten öffentlich präsentiert.
Der Eintritt für ein Workshop-Konzert am Donnerstag, 2. September, du das Matinee-Konzert am Sonntag, 5. September, ist frei. Für das Orchesterkonzert in der Markuskirche am Samstag, 4. September, beträgt der Eintritt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende.
Workshop-Konzert
Termin: Donnerstag, 2. September, 19 Uhr
Ort: Richard Jakoby Saal | Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover | Neues Haus 1 | 30175 Hannover
Eintritt: frei | Anmeldung erforderlich über iff@hmtm-hannover.de
Im Workshop-Konzert stellen die Frühstudierenden Ergebnisse der Seminare Improvisation und Rhythmus sowie eigene Kompositionen und Arrangements von klassischer Ensemble- und Jazzmusik vor.
Orchesterkonzert
Termin: Samstag, 4. September, 18 Uhr
Ort: Markuskirche | Oskar-Winter-Straße 7 | 30161 Hannover
Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro | Anmeldung erforderlich über iff@hmtm-hannover.de
Am Samstag spielen die Solistinnen und Solisten des IFF zusammen mit der Kammerphilharmonie La Tempesta Konzertsätze aus verschiedenen Epochen in der Markuskirche. Die Leitung hat Prof. Martin Brauß.
Matineekonzert
Termin: Sonntag, 5. September, 11.30 Uhr
Ort: Großer Saal, Schloss Landestrost | Schlosstraße 1 | 31535 Hannover
Eintritt: frei | Anmeldung erforderlich über iff@hmtm-hannover.de
Beim Matineekonzert erklingen Solo- und Ensemblestücke auf Schloss Landestrost. Ein wunderbarer Start für einen entspannten Sonntag, und ein gelungener Abschluss für das Programm der IFF-Sommerakademie.
Der Kultursommer: Sommer, Sonne, Musik – der Kultursommer 2021 hält von Konzerten in Hinterhöfen und Scheunen bis zum Open-Air-Event im Schlossgarten zahlreiche musikalische Highlights bereit. Vom 17. Juli bis zum 5. September bieten 26 Konzerte unterschiedlichster Genres ganz besondere Hörerlebnisse. Das vollständige Programm ist im Internet unter www.hannover.de/kultursommer abrufbar. Programmhefte liegen im Bürgerbüro der Region Hannover, in den Informationsstellen der Städte und Gemeinden sowie direkt bei den Veranstaltern aus. Weitere Informationen gibt es beim Team Kultur der Region Hannover unter Telefon (0511) 616-25200.
Hinweis: Das für Samstag, 28. August, 20 Uhr, angekündigte Konzert mit Willy Sahel & Band findet nun im Saal in Schloss Landestrost statt-























