Eichenprozessionsspinner in Langenhagen: 84 Eichen am Silbersee betroffen
An 84 Eichen rund um den Silbersee wurden Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt. Die Stadt warnt vor gesundheitlichen Risiken durch die Brennhaare der Raupen.
LANGENHAGEN (redu) – Am Silbersee hat die Stadt Langenhagen an 84 Eichen Nester des Fokusworts Eichenprozessionsspinner Silbersee festgestellt. Eine Fachfirma beginnt am Montag, 8. Juni, mit der Entfernung der Gespinste. Bis zum Abschluss der Arbeiten sollen die gekennzeichneten Bäume weiträumig gemieden werden.
Die Brennhaare der Raupen können bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden auslösen. Die Stadt bittet Besucherinnen und Besucher des Naherholungsgebiets deshalb um besondere Vorsicht.
Gesundheitsrisiken durch Brennhaare für Mensch und Tiere
Mitarbeitende des städtischen Grünflächenamtes entdeckten seit Ende vergangener Woche entlang der Wege und Rasenflächen rund um den Silbersee zahlreiche Nester. Der Eichenprozessionsspinner Silbersee betrifft nach Angaben der Stadt insgesamt 84 Eichen.
Mit der Entfernung wurde eine spezialisierte Fachfirma beauftragt. Die Arbeiten starten am Montag, 8. Juni, und werden von geschultem Personal in Vollkörper-Schutzanzügen durchgeführt.
Die mikroskopisch kleinen Brennhaare der Raupen enthalten ein Nesselgift. Nach Haut- oder Schleimhautkontakt kann es zu starken Hautreizungen, Augenentzündungen und Atembeschwerden kommen. In schweren Fällen sind allergische Schockreaktionen möglich. Auch Hunde und andere Haustiere können betroffen sein.
Hinweise für Besucher des Silbersee
Die betroffenen Eichen wurden farbig gekennzeichnet. Die Markierungen dienen den Einsatzkräften zur Identifizierung der Nester.
Die Stadt empfiehlt, die gekennzeichneten Bäume weiträumig zu umgehen sowie Raupen und Gespinste nicht zu berühren. Kinder und Haustiere sollten von den betroffenen Bereichen ferngehalten werden. Wer nach einem möglichen Kontakt Beschwerden entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen.
Verdächtige Nester können über den städtischen Mängelmelder gemeldet werden. Dort lässt sich der Standort direkt markieren, was die Bearbeitung erleichtert.
Während der Arbeiten bittet die Stadt darum, die Fachkräfte nicht zu behindern und ausreichend Abstand zu halten.
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen in langen Reihen an Eichenstämmen wandern. Dabei entstehen die typischen watteartigen Gespinstnester. Die Art breitet sich seit mehreren Jahren zunehmend auch in Norddeutschland aus.



© Bernd Günther
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