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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Gruppenaufnahme PK Finals 2026

Finals 2026 in Hannover: 143 Meistertitel in vier Tagen

15. Juli 2026/in Hannover

Vom 23. bis 26. Juli werden in der Landeshauptstadt und am Steinhuder Meer deutsche Meisterschaften ausgetragen.

HANNOVER (redu) – Die Finals 2026 in Hannover bringen vom 23. bis 26. Juli insgesamt 24 Sportarten und 143 deutsche Meistertitel in die Landeshauptstadt und die Region. Viele Wettbewerbe sind frei zugänglich, ARD und ZDF übertragen mehr als 30 Stunden live.

Die Wettkämpfe verteilen sich auf zentrale Plätze, Hallen und Gewässer. Neben etablierten Disziplinen feiern sechs Sportarten ihre Premiere bei dem Multisportevent.

Die ersten temporären Sportstätten entstehen bereits. Für die Finals 2026 in Hannover wird derzeit unter anderem die Kletterwand für das Speed-Klettern auf dem Opernplatz aufgebaut. Dort finden außerdem die Wettbewerbe im Beach-Volleyball und Stabhochsprung statt.

Medaillen Finals

Die begehrten Medaillen bei den Finals 2026 © Matthias Falk

Sportstätten in Stadt und Region

Am Neuen Rathaus werden 3×3-Basketball, Bogensport und BMX Flatland ausgetragen. Die Breaking-Wettbewerbe finden im Rathaus statt. Das Gerätturnen zieht in die ZAG Arena ein, das Schwimmen wird im Stadionbad veranstaltet. Kanu und Rudern sind am Nordufer des Maschsees vorgesehen.

Auch die Region Hannover ist beteiligt. Am Steinhuder Meer kämpfen die Teilnehmenden im Coastal Rowing, Segeln, Triathlon und Windsurfen um die nationalen Titel. Beach-Volleyball, Gewichtheben, Ju-Jutsu, Rapid Surfen, Segeln und Windsurfen gehören erstmals zum Programm der Finals.

Triathlon-Olympiasiegerin Laura Lindemann erwartet einen hochklassigen Wettbewerb. „Ich freue mich mal wieder, um den deutschen Meister Titel mitzukämpfen vor allem, weil wir aktuell so ein starkes Frauen Team in Deutschland haben“, sagte sie bei der Pressekonferenz in der Staatsoper.

Beach-Volleyballerin Louisa Lippmann wird mit ihrer neuen Partnerin Melanie Paul antreten. Die Olympia-Teilnehmerin und EM-Dritte hofft auf viele Besucherinnen und Besucher. Für Gerätturner Glenn Trebing vom TK Hannover ist es der erste Wettkampf in seiner Heimatstadt. Er hält den Einzug in das Barren- und Reck-Finale für möglich.

Mehr als 130 Stunden Berichterstattung

ARD und ZDF berichten an allen vier Veranstaltungstagen mehr als 30 Stunden live in ihren Hauptprogrammen. Hinzu kommen mehr als 100 Stunden Berichterstattung in bis zu acht parallelen Streams. Rund 140 Kameras und etwa 400 Produktionsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sollen zum Einsatz kommen.

Der NDR übernimmt federführend für die ARD-Anstalten die Radioproduktion. Die Eröffnungsfeier am Mittwoch, 22. Juli, überträgt der Sender zudem als Livestream.

Zur Orientierung hat die Finals GmbH erstmals eine App entwickelt. Sie ist nach Angaben des Veranstalters in den Stores von Apple und Google verfügbar. Geschäftsführer Hagen Boßdorf bezeichnete die Veranstaltung mit 24 Sportarten als die bislang größten Finals.

Das Land Niedersachsen unterstützt die Austragung nach Angaben von Staatssekretär Stephan Manke mit bis zu drei Millionen Euro. Oberbürgermeister Belit Onay sieht darin zugleich eine Gelegenheit, Hannover als Sportstadt und Gastgeberin einem Millionenpublikum zu präsentieren.

Finals-Meile verbindet die Wettkampfstätten

Entlang der Culemannstraße und im Maschpark entsteht die VGH Finals-Meile. Mehr als 50 Aussteller und 47 Mitmachstationen sollen dort Live-Sport und Angebote für Familien verbinden. Zwei große LED-Bildschirme zeigen das Programm der Wettbewerbe.

Kinder können einen Finals-Sportpass absolvieren. Am Sonntag besteht außerdem die Möglichkeit, das Deutsche Sportabzeichen in den Disziplinen Schwimmen und Leichtathletik abzulegen.

Die Meile verbindet die Austragungsorte für 3×3-Basketball, BMX Flatland, Breaking und Bogensport am Neuen Rathaus mit den Kanu- und Ruderwettbewerben am Maschsee.

Eröffnungsfeier auf dem Maschsee

Der offizielle Auftakt ist für Mittwoch, 22. Juli, um 16 Uhr auf einer schwimmenden Bühne auf dem Maschsee geplant. Die Feier fällt mit dem Beginn des Maschseefestes zusammen.

Athletinnen und Athleten stellen dabei die 24 Sportarten vor. Angekündigt sind unter anderem Turn-Europameisterin Karina Schönmaier, Laura Lindemann, Para-Kanu-Weltmeisterin Kathrin Marchand und Beach-Volleyball-Olympiasilbermedaillengewinner Clemens Wickler. Zum Abschluss soll unter anderem Fury in the Slaughterhouse auftreten. Zwei LED-Bildschirme ermöglichen den Blick auf das Programm vom Maschseeufer.

Viele Wettbewerbe ohne Eintrittskarte

Ein großer Teil des Sportprogramms kann ohne Eintrittskarte besucht werden. Die Beach-Volleyball-Wettbewerbe sind bereits für alle Tage ausverkauft. Für das Gerätturnen in der ZAG Arena sind noch Karten erhältlich.

Beim Schwimmen im Stadionbad sind Freitag und Samstag ausverkauft. Für Donnerstag und Sonntag gibt es noch Eintrittskarten. Beim 3×3-Basketball werden erst ab den Halbfinals Tickets benötigt; die vorherigen Begegnungen sind frei zugänglich. Alle weiteren in der Mitteilung nicht gesondert genannten Sportarten können ohne Eintrittskarte besucht werden.

Für die Anreise zum Steinhuder Meer empfiehlt die Region die Zugfahrt bis Wunstorf. Von dort sollen zusätzliche Busse auch morgens und abends nach Steinhude fahren. Alternativ wird die Anreise mit dem Fahrrad empfohlen.

 

Starkregenfront über Hannover

67 Liter Regen in 30 Minuten: Extremes Unwetter trifft Hannover

14. Juli 2026/in Hannover

Messungen der Stadt belegen außergewöhnliche Niederschlagsmengen.

HANNOVER (redu) – Der Starkregen Hannover hat am Montagabend (13. Juli) außergewöhnliche Niederschlagsmengen gebracht. Im Stadtteil Bothfeld fielen innerhalb von nur 30 Minuten rund 67 Millimeter Regen. Die Wassermassen führten zu rund 1.000 Feuerwehreinsätzen und überforderten stellenweise selbst leistungsfähige Entwässerungssysteme.

Die Messwerte und die zahlreichen Einsätze zeigen, welche Auswirkungen örtlich begrenzter Starkregen innerhalb kürzester Zeit auf Infrastruktur, Gebäude und Einsatzkräfte haben kann. Gleichzeitig verdeutlicht das Ereignis den steigenden Bedarf an Klimaanpassung und Vorsorge.

Der Starkregen Hannover erreichte am Montagabend eine außergewöhnliche Intensität. Nach einer ersten Auswertung der Landeshauptstadt Hannover fielen im Stadtteil Bothfeld innerhalb von nur 30 Minuten rund 67 Millimeter Niederschlag. Das entspricht 67 Litern Wasser auf jedem Quadratmeter – eine Regenmenge, die selbst leistungsfähige Entwässerungssysteme innerhalb kurzer Zeit an ihre Grenzen bringen kann.

Nach Angaben der Landeshauptstadt wurde der Wert an einer Niederschlagsmessstation der Stadtentwässerung Hannover registriert. Ergänzend wertete die Stadt Radardaten des Deutschen Wetterdienstes aus. Demnach lag der Schwerpunkt des Starkregens im nordöstlichen Stadtgebiet rund um Bothfeld.

Die gemessene Regenmenge verdeutlicht die Wucht des Ereignisses. Auf einer Fläche von lediglich 100 Quadratmetern gingen rechnerisch innerhalb einer halben Stunde rund 6.700 Liter Wasser nieder. Auf einem durchschnittlichen Grundstück oder einem größeren Gebäudedach entstehen dadurch Wassermengen, die weder Dachrinnen noch Kanalisation vollständig ableiten können.

Rund 1.000 Einsätze in Stadt und Region

Die Folgen des Unwetters waren in weiten Teilen Hannovers und der Region deutlich sichtbar. Keller, Tiefgaragen und Aufzugsschächte liefen voll, zahlreiche Straßen und Unterführungen wurden überflutet. Zusätzlich mussten Feuerwehren wegen umgestürzter Bäume, herabgefallener Äste und weiterer wetterbedingter Schäden ausrücken.

Nach Angaben der Feuerwehr gingen in Stadt und Region Hannover rund 1.000 unwetterbedingte Einsatzmeldungen ein. Zeitweise waren die Notrufleitungen aufgrund der Vielzahl eingehender Anrufe stark ausgelastet. Im Stadtgebiet kamen sämtliche 17 Ortsfeuerwehren zum Einsatz. Darüber hinaus wurden dienstfreie Kräfte der Berufsfeuerwehr alarmiert. Rund 300 Einsatzkräfte arbeiteten die zahlreichen Einsatzstellen über Stunden hinweg ab.

Auch städtische Gebäude blieben von den Wassermassen nicht verschont. Nach Angaben der Landeshauptstadt drang Wasser unter anderem in Schulen, Sporthallen und weitere kommunale Einrichtungen ein. An mehreren Stellen konnte das Wasser erst mit erheblicher Verzögerung abfließen.

Das Ereignis zeigt erneut, dass Starkregen nahezu jeden Bereich einer Stadt treffen kann. Anders als bei klassischen Flusshochwassern sind nicht nur Grundstücke in Gewässernähe betroffen. Überall dort, wo Wasser nicht schnell genug versickern oder abfließen kann, drohen innerhalb kurzer Zeit Überflutungen.

Warum die Kanalisation an ihre Grenzen stößt

Eine öffentliche Kanalisation wird aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht für jedes denkbare Extremereignis ausgelegt. Niederschlagsmengen wie die in Bothfeld gemessenen 67 Liter pro Quadratmeter innerhalb von nur 30 Minuten können deshalb selbst bei ordnungsgemäß funktionierenden Entwässerungssystemen nicht vollständig aufgenommen werden.

Besonders problematisch sind stark versiegelte Stadtbereiche. Straßen, Parkplätze, Dächer und gepflasterte Grundstücke verhindern, dass Regenwasser unmittelbar im Boden versickert. Stattdessen fließt es oberirdisch ab, sammelt sich in Senken und dringt über tiefer liegende Eingänge, Lichtschächte, Garagenzufahrten oder ungesicherte Kelleröffnungen in Gebäude ein.

Vor diesem Hintergrund gewinnt eine Stadtplanung an Bedeutung, die Regenwasser möglichst lange vor Ort zurückhält. Dazu gehören begrünte Dächer und Fassaden, entsiegelte Flächen, Versickerungsmulden, Rückhaltebecken sowie Grünflächen, die bei Starkregen zeitweise Wasser aufnehmen können. Dieses Konzept wird häufig unter dem Begriff „Schwammstadt“ zusammengefasst.

Auch private Eigentümer können ihre Gebäude besser gegen Starkregen absichern. Rückstauverschlüsse, Hebeanlagen, erhöhte Lichtschächte und druckwasserdichte Kellerfenster können Schäden begrenzen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt jedoch von der Lage und Bauweise des jeweiligen Gebäudes ab.

Einzelnes Unwetter ist kein Beweis für den Klimawandel

Ein einzelnes Starkregenereignis lässt sich wissenschaftlich nicht unmittelbar auf den Klimawandel zurückführen. Wetterlagen entstehen durch das Zusammenwirken verschiedener atmosphärischer Prozesse. Lokale Wolkenbrüche und heftige Gewitter hat es auch in früheren Jahrzehnten gegeben.

Gleichzeitig weisen der Deutsche Wetterdienst und das Umweltbundesamt seit Jahren darauf hin, dass sich durch die globale Erwärmung die Voraussetzungen für intensive Niederschläge verändern. Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen. Steht bei Gewittern mehr Feuchtigkeit zur Verfügung, können innerhalb kurzer Zeit größere Regenmengen fallen.

Ein 2025 aktualisiertes Faktenpapier des Deutschen Wetterdienstes hält fest, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel bereits zur Intensivierung von Starkniederschlägen auf kontinentaler Ebene – darunter in Europa – beigetragen hat. Für Deutschland bestehen bei kleinräumigen Ereignissen weiterhin Unsicherheiten, da Starkregen sehr lokal auftritt und entsprechende Messreihen begrenzt sind. Klimamodelle zeigen jedoch, dass kurze extreme Starkregen künftig intensiver und teilweise großflächiger auftreten können.

Auch das Umweltbundesamt erwartet bei einem weiter fortschreitenden Klimawandel steigende Risiken durch Hitze, Trockenheit und Starkregen. Das bedeutet nicht, dass künftig jedes Gewitter extremer ausfallen wird. Es bedeutet jedoch, dass Ereignisse mit sehr hohen Niederschlagsmengen wahrscheinlicher werden und häufiger erhebliche Schäden verursachen können.

Anpassung an zunehmende Extremwetterlagen

Die in Bothfeld gemessenen 67 Millimeter Niederschlag innerhalb von nur 30 Minuten können deshalb als Warnsignal verstanden werden. Das Unwetter vom 13. Juli zeigt, dass sich Städte, Infrastrukturbetreiber, Einsatzkräfte und Bevölkerung auf außergewöhnliche Wetterlagen vorbereiten müssen.

Dabei geht es nicht nur um langfristigen Klimaschutz. Ebenso wichtig ist die Anpassung an Folgen, die bereits heute spürbar werden. Entwässerungssysteme, Gebäude, Verkehrswege, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und die Energieversorgung müssen auch unter veränderten klimatischen Bedingungen möglichst widerstandsfähig bleiben.

Für Feuerwehren und Hilfsorganisationen bedeuten großflächige Starkregenlagen eine besondere Herausforderung. Wenn innerhalb weniger Minuten Hunderte Notrufe eingehen, geraten selbst gut vorbereitete Leitstellen und Einsatzorganisationen an ihre Belastungsgrenzen. Umso wichtiger sind belastbare Einsatzkonzepte, ausreichende Personalreserven und eine Bevölkerung, die Warnmeldungen ernst nimmt und sich über grundlegende Schutzmaßnahmen informiert.

Das Unwetter in Hannover zeigt damit zwei Entwicklungen zugleich: Einerseits verfügen Stadt und Region über leistungsfähige Einsatzkräfte, die auch außergewöhnliche Lagen bewältigen können. Andererseits stoßen selbst gut ausgebaute technische Systeme bei extremen Niederschlagsmengen an ihre Grenzen. Ob jedes einzelne Unwetter unmittelbar auf den Klimawandel zurückzuführen ist, lässt sich wissenschaftlich nicht pauschal beantworten. Dass sich die Bedingungen für extreme Niederschläge verändern, gilt dagegen als gut belegt. Die Ereignisse in Hannover unterstreichen deshalb die Bedeutung von Klimaanpassung und Vorsorge.

Endpunkt Fasanenkrug

Neuer Stadtbahnendpunkt soll im Herbst 2027 in Betrieb gehen

14. Juli 2026/in Hannover

Moderne Umsteigeanlage mit Hochbahnsteig, Busanschluss und Bike-and-Ride-Angebot entsteht in Hannover.

HANNOVER – Der Endpunkt Fasanenkrug wird nach den Sommerferien neu gebaut. Mit der modernen Umsteigeanlage und dem Hochbahnsteig soll die Stadtbahnlinie 13 künftig vollständig barrierefrei zwischen Hemmingen-Westerfeld und Fasanenkrug genutzt werden.

Der neue Endpunkt verbindet Stadtbahn, Busverkehr und Fahrradverkehr an einem Standort. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für den Herbst 2027 vorgesehen.

Verzögerter Baustart aus mehreren Gründen

Der Bau der neuen Umsteigeanlage beginnt rund sechs Monate später als ursprünglich vorgesehen. Nach Angaben der Projektverantwortlichen musste zunächst eine Haupttrinkwasserleitung verlegt werden, da sich unter den Betriebsanlagen keine Rohre oder Leitungen befinden dürfen. Die Arbeiten konnten unter anderem wegen eines mehrwöchigen harten Wintereinbruchs nicht wie geplant abgeschlossen werden.

Hinzu kam, dass sich für einen anspruchsvollen Auftrag an den Signalanlagen zunächst kein geeignetes Unternehmen fand. Außerdem sind mehrere beteiligte Firmen noch auf anderen Baustellen im hannoverschen Stadtbahnnetz, unter anderem an der Podbielskistraße, gebunden.

Barrierefreier Umstieg für Stadtbahn und Bus

Mit der Fertigstellung des Endpunktes Fasanenkrug und der Inbetriebnahme des Hochbahnsteiges an der Haltestelle Ludwig-Sievers-Ring kann die gesamte Stadtbahnlinie 13 barrierefrei genutzt werden. Die Arbeiten am Hochbahnsteig Ludwig-Sievers-Ring in der Sutelstraße sollen planmäßig im Herbst dieses Jahres abgeschlossen werden.

Die neue Umsteigeanlage erhält einen 70 Meter langen und vier Meter breiten Mittelhochbahnsteig. Vorgesehen sind Fahrkartenautomaten, Zugzielanzeiger, überdachte Sitzgelegenheiten sowie taktile Leitelemente für Menschen mit Seheinschränkungen. Direkt daneben entstehen barrierefreie Bushaltestellen für die Linie 620 sowie eine neue Wendeschleife.

Fahrradverkehr wird mitgedacht

Auch Radfahrende profitieren vom Ausbau. Nördlich des Hochbahnsteiges entsteht eine Bike-and-Ride-Anlage mit 344 Fahrradstellplätzen. Davon werden 320 überdacht und teilweise abschließbar ausgeführt. Ergänzt wird das Angebot durch 40 weitere Fahrradbügel auf dem Gelände. Die Nutzung der abschließbaren Stellplätze ist kostenlos.

Regionsleitstelle

Starkregen: Feuerwehr Hannover bewältigt 715 Unwettereinsätze

14. Juli 2026/in Hannover

Regionsleitstelle koordinierte rund 1.000 wetterbedingte Einsätze in Stadt und Region Hannover.

HANNOVER – Starkregen Hannover hat in der Nacht zum Dienstag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Bis zum Morgen arbeiteten die Einsatzkräfte 715 unwetterbedingte Einsätze im Stadtgebiet ab. Die Regionsleitstelle koordinierte zudem rund 1.000 Einsätze in der gesamten Region Hannover.

Die außergewöhnlich hohen Niederschlagsmengen führten zu einer massiven Belastung der Notrufleitungen. Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und Regionsleitstelle arbeiteten die zahlreichen Hilfeersuchen gemeinsam ab.

Notrufleitungen zeitweise überlastet

Das gegen 21:30 Uhr einsetzende Unwetter brachte innerhalb kurzer Zeit außergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen über das Stadtgebiet und die Region Hannover. In der Regionsleitstelle gingen daraufhin zahlreiche Notrufe über die 112 ein. Zeitweise waren die Notrufleitungen überlastet, sodass die eingehenden Einsätze priorisiert und koordiniert werden mussten.

Die Bewältigung der Unwetterlage war nach Angaben der Feuerwehr nur durch den Einsatz aller 17 Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr Hannover möglich. Insgesamt waren bislang rund 300 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz.

Vollgelaufene Keller und überflutete Straßen

Den Schwerpunkt der Einsätze bildeten vollgelaufene Keller, Aufzugsschächte und Tiefgaragen. Darüber hinaus führten überflutete Unterführungen zu Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet. Besonders betroffen war der Osten Hannovers, wo zahlreiche Einsatzstellen abgearbeitet werden mussten.

Neben dem Abpumpen großer Wassermengen beseitigten die Einsatzkräfte vereinzelt auch abgeknickte Äste und umgestürzte Bäume mit Motorkettensägen.

Bis zum heutigen Morgen wurden in der Landeshauptstadt Hannover insgesamt 715 unwetterbedingte Einsätze abgearbeitet. Die Mitarbeitenden der Regionsleitstelle disponierten zwischen etwa 21:30 Uhr und 06:30 Uhr rund 1.000 unwetterbedingte Einsätze in Stadt und Region Hannover. Insgesamt mussten in diesem Zeitraum rund 2.300 Notrufe bearbeitet werden.

Schützenfest endet

Positive Bilanz nach zehn Tagen Schützenfest in Hannover

12. Juli 2026/in Hannover

Veranstalter, Schausteller, DRK und Einsatzkräfte ziehen nach dem 497. Schützenfest eine überwiegend positive Bilanz.

HANNOVER – Das 497. Schützenfest Hannover geht nach zehn Tagen mit einer positiven Bilanz zu Ende. Nach Angaben der Veranstalter besuchten rund 900.000 Menschen das traditionsreiche Volksfest. Sommerliches Wetter, ein vielfältiges Programm und ein friedlicher Verlauf prägten die Veranstaltung.

Die Veranstalter, Einsatzkräfte, Schausteller und der Verband Hannoverscher Schützenvereine bewerten das diesjährige Schützenfest übereinstimmend als erfolgreich. Auch das erstmals umgesetzte Schutz- und Fürsorgekonzept wird positiv beurteilt.

Rund 900.000 Besucher auf dem Festplatz

Die Landeshauptstadt Hannover zieht nach dem Ende des 497. Schützenfestes ein positives Fazit. Nach überwiegend sommerlichem Wetter besuchten rund 900.000 Gäste die Veranstaltung. Für die Stadt, Schausteller, Gastronomiebetriebe und Einsatzkräfte endet damit eine intensive Veranstaltungszeit.

Susanne Blasberg-Bense, Dezernentin für Jugend, Familie und Sport der Landeshauptstadt Hannover, sprach von einem rundum gelungenen Schützenfest. Sie dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz sowie dem Verband Hannoverscher Schützenvereine und dessen neuem Präsidenten Andreas Schnelle für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Nach Angaben der Stadt trugen ein abwechslungsreiches Programm, der Schützenausmarsch und der gut besuchte Familientag dazu bei, Menschen aller Generationen für das Schützenfest zu begeistern. Zudem sei die Veranstaltung in der öffentlichen Kommunikation so präsent gewesen wie nie zuvor. Dies solle eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung mit Blick auf das 500-jährige Jubiläum im Jahr 2029 bilden.

Verband zieht positive Bilanz

Auch Schützenpräsident Andreas Schnelle bewertet sein erstes Schützenfest in neuer Funktion positiv. Das gute Wetter, ein attraktiver Festplatz sowie zahlreiche gut besuchte Veranstaltungen des Verbandes hätten wesentlich zum Erfolg beigetragen. Besonders hob er die große Resonanz der Besucherinnen und Besucher sowie die vielen persönlichen Begegnungen während der zehn Festtage hervor.

Neues Schutzkonzept bewährt sich

Erstmals kam auf dem Schützenfest ein neues Schutz- und Fürsorgekonzept mit mehreren Bausteinen zum Einsatz. Dazu gehörten der RückzugsRaum für Betroffene und Hilfesuchende, die Saferspaces-App sowie ein speziell eingesetztes SupportTEAM.

Nach Angaben der Veranstalter wurden alle Angebote gut angenommen. Das SupportTEAM leistete im niedrigen dreistelligen Bereich konkrete Unterstützungen und arbeitete eng mit Security, Veranstaltungsleitung und weiteren Beteiligten zusammen. Die Verantwortlichen werten dies als Bestätigung für den Erfolg des neuen Konzepts.

DRK verzeichnet 135 Versorgungen

Das Deutsche Rote Kreuz meldete bis Sonntagmittag insgesamt 135 medizinische Versorgungen auf dem Festgelände. 26 Personen mussten in Krankenhäuser transportiert werden, darunter vier im Rahmen eines Noteinsatzes.

Gesamteinsatzleiter Florian Peters betonte die erneut sehr gute Zusammenarbeit aller Einsatz- und Sicherheitskräfte. Das gegenseitige Vertrauen und die enge Abstimmung hätten sich insbesondere in Einsatzsituationen bewährt.

Positive Bilanz nach zehn Tagen Schützenfest in Hannover – DRK BGP 1057940 Bernd Guenther

Der Sanitätsdienst des DRK musste nur 135 Besucher und Teilnehmer versorgen. © Bernd Günther

Schausteller zufrieden mit Verlauf

Auch die Schausteller ziehen eine positive Bilanz. Nach Angaben des Vorsitzenden des Niedersächsischen Landesverbandes der Markt- und Schaustellerbetriebe e. V., Fred Hanstein, sorgten insbesondere zwei starke Wochenenden, ein gut angenommener Familientag und insgesamt günstige Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Schützenfest. Trotz möglicher Verbesserungen überwiege das positive Gesamtbild.

Rund 6.000 Euro für den Frauennotruf Hannover

Neben ihren repräsentativen Aufgaben engagierten sich die vier amtierenden Bruchmeisterinnen und Bruchmeister auch für einen guten Zweck. Falk Stegmann, Celina Hoch, Leon Hakemeyer und Nils Burkhardt sammeln während ihrer gesamten Amtszeit Spenden zugunsten des Frauennotruf Hannover e. V.

Allein während des Schützenfestes kamen nach Angaben der Organisatoren bereits rund 6.000 Euro zusammen.

Kurzkrallenotter

Asiatische Kurzkrallenotter ziehen in den Dschungelpalast des Erlebnis-Zoo Hannover

11. Juli 2026/in Hannover

Drei Asiatische Kurzkrallenotter leben künftig gemeinsam mit Hulman-Languren und sind Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms.

HANNOVER – Drei Asiatische Kurzkrallenotter sind in den Dschungelpalast des Erlebnis-Zoo Hannover eingezogen. Die kleinsten Otter der Welt bewohnen dort künftig gemeinsam mit Hulman-Languren eine Anlage und sind zugleich Botschafter für den Schutz ihrer bedrohten Art.

Mit den neuen Bewohnern erweitert der Erlebnis-Zoo Hannover sein Tierangebot und beteiligt sich zugleich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für die bedrohte Otterart.

Neue Wohngemeinschaft im Dschungelpalast

Die drei Tiere erkunden derzeit ihre neue Anlage mit großem Teich, dichter Ufervegetation, Rasenflächen und Kletterbereichen. Nach einer Eingewöhnungsphase teilen sie sich den Lebensraum nun mit den Hulman-Languren, nachdem sich beide Tierarten zunächst getrennt aneinander gewöhnen konnten.

Zoo-Kurator Fabian Krause beschreibt Asiatische Kurzkrallenotter als aktive, neugierige und ausgesprochen soziale Tiere. Innerhalb ihres Familienverbandes beschäftigen sie sich intensiv miteinander und kommunizieren mit mehr als zwölf unterschiedlichen Lauten – vom Pfeifen bis zum Quieken.

Beitrag zum Artenschutz

Nach Angaben des Zoos sind Asiatische Kurzkrallenotter die kleinsten Otter der Welt. Sie leben an Flüssen, Seen sowie in Mangroven- und Sumpfgebieten Südostasiens. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft die Art als gefährdet ein. Hauptursachen sind der Verlust ihrer Lebensräume sowie chlorhaltige Chemikalien, die in Gewässer und Böden gelangen.

Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff betont, dass die neue Tierart den Dschungelpalast bereichere und Besuchenden zugleich die Gefährdung ihrer natürlichen Lebensräume näherbringen solle. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms möchte der Erlebnis-Zoo Hannover langfristig zum Erhalt der Art beitragen.

Bio-Tonne

aha gibt Tipps gegen Maden und Gerüche in der Biotonne

10. Juli 2026/in Hannover

Mit einfachen Maßnahmen lassen sich Gerüche, Fliegen und Maden im Bioabfall während der Sommermonate vermeiden.

REGION HANNOVER – Hohe Temperaturen fördern im Sommer die Zersetzung von Bioabfällen und begünstigen Maden Bioabfall. Die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) gibt praktische Hinweise, wie sich Gerüche, Fliegenbefall und Maden in der Biotonne mit einfachen Maßnahmen vermeiden lassen.

Mit wenigen Handgriffen können Haushalte die hygienische Entsorgung von Bioabfällen erleichtern. Gleichzeitig unterstützt richtig getrennter Bioabfall die Herstellung hochwertigen Komposts.

Einfache Maßnahmen gegen Gerüche und Maden

Aus korrekt getrennten Küchen- und Gartenabfällen stellt aha hochwertigen Kompost her. Damit der Weg dorthin auch an heißen Sommertagen problemlos gelingt, empfiehlt aha folgende Maßnahmen:

– Biotonne im Schatten aufstellen: Direkte Sonneneinstrahlung beschleunigt den Gärprozess und zieht Fliegen an.
– Feuchtigkeit reduzieren: Den Boden der Biotonne und des Küchen-Bioeimers mit Zeitungspapier oder Eierkartons auslegen. Das saugt austretende Flüssigkeiten auf und erschwert die Entwicklung von Maden.
– Bioabfälle richtig verpacken: Feuchte Küchenabfälle in Zeitungspapier einwickeln. Auf Kunststoffbeutel und sogenannte Bio-Plastikbeutel sollte verzichtet werden, da sie sich in den Kompostieranlagen nicht schnell genug zersetzen.
– Deckel geschlossen halten: So wird verhindert, dass Fliegen ihre Eier im Bioabfall ablegen. Gleichzeitig werden Gerüche eingedämmt.
– Hausmittel einsetzen: Eine dünne Schicht Kaffeepulver oder Natron sowie ein Stück Karton auf dem Bioabfall können Gerüche mindern und Ungeziefer fernhalten.
– Biotonne reinigen: Eine kurze Spülung nach jeder Leerung hilft, hartnäckigem Befall vorzubeugen.

Weitere Informationen zur Bioabfalltrennung

Mit diesen einfachen Maßnahmen können Bürgerinnen und Bürger dazu beitragen, Bioabfälle auch während der Sommermonate hygienisch zu sammeln und die Herstellung hochwertigen Komposts zu unterstützen.

Weiterführende Informationen zur richtigen Abfalltrennung stellt aha auf seiner Internetseite bereit. www.aha-region.de/bioabfaelle

 

Verkehrshinweis

Verkehrsmaßnahmen Finals: Hannover bereitet sich auf Großereignis vor

10. Juli 2026/in Hannover

Während der Finals 2026 und des Maschseefests gelten in Hannover umfangreiche Verkehrs- und Sicherheitsmaßnahmen. Stadt empfiehlt die Anreise mit Bus und Bahn.

HANNOVER – Wegen der Finals 2026 und des zeitgleich beginnenden Maschseefests gelten vom 20. Juli bis in den August hinein umfangreiche Verkehrsmaßnahmen Finals in Hannover. Betroffen sind Straßen, Radwege, Parkflächen und der öffentliche Nahverkehr. Die Stadt empfiehlt die Anreise mit Bus und Bahn.

Mit den Deutschen Meisterschaften in 24 Sportarten und dem parallel stattfindenden Maschseefest treffen zwei Großveranstaltungen aufeinander. Die Sicherheits- und Verkehrsplanung soll einen möglichst reibungslosen Ablauf für Teilnehmende, Besucherinnen und Besucher sowie Anwohnende ermöglichen.

Umfangreiche Sperrungen im Veranstaltungsbereich

Hannover erwartet zu den Finals vom 23. bis 26. Juli mehrere tausend Sportlerinnen und Sportler, Betreuende sowie zahlreiche Gäste. Austragungsorte sind unter anderem das Neue Rathaus, der Opernplatz, die Leinewelle und der Maschsee. Gleichzeitig beginnt am 22. Juli das Maschseefest, das bis zum 9. August dauert.

Zur Sicherung der Veranstaltungsflächen werden bereits ab dem 20. Juli zahlreiche Straßen gesperrt. Betroffen sind unter anderem die Umfahrung des Platzes der Menschenrechte, die Culemannstraße, Teile der Willy-Brandt-Allee sowie Wege im Umfeld des Neuen Rathauses. Auch das Arthur-Menge-Ufer und das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer werden zeitweise vollständig oder abschnittsweise für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.

Änderungen für Auto-, Rad- und Fußverkehr

Für den Individualverkehr empfiehlt die Landeshauptstadt großräumige Umfahrungen. Zusätzlich entfallen Parkmöglichkeiten unter anderem auf dem Rudolf-Hillebrecht-Platz und dem Parkplatz an der Robert-Enke-Straße.

Auch Radfahrende müssen sich auf Einschränkungen einstellen. Mehrere Velorouten werden während der Aufbau-, Veranstaltungs- und Abbauzeiten gesperrt oder verlegt. Für die betroffenen Abschnitte sind ausgeschilderte Umleitungen eingerichtet. Am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer wird während des Maschseefestes ein provisorischer Radweg eingerichtet.

In der westlichen Südstadt werden zeitweise Zufahrtsbeschränkungen eingerichtet, um den Parksuchverkehr rund um den Maschsee zu begrenzen. Die Durchfahrt ist während der Sperrzeiten ausschließlich mit einem entsprechenden Durchfahrtsschein möglich.

Auswirkungen auf den Nahverkehr

Auch der öffentliche Nahverkehr ist betroffen. Die Bushaltestelle Kröpcke wird vom 13. bis 31. Juli nicht bedient. Während der Auf- und Abbauarbeiten des Maschseefestes verkehren die Buslinien 100 und 200 zeitweise nicht über das Arthur-Menge-Ufer. Nach Angaben der Stadt bestehen jedoch Anschlussmöglichkeiten an die Stadtbahn.

Zusätzlich stehen Besucherinnen und Besuchern die eigens eingerichtete Buslinie 267 sowie die reguläre Linie 800 zur Verfügung. Aktuelle Fahrgastinformationen bietet die ÜSTRA über ihre App, die digitale Fahrtauskunft und ihre Servicehotline.

Stadt richtet Anliegertelefon ein

Für Fragen zu den Verkehrsmaßnahmen richtet die Landeshauptstadt Hannover vom 21. bis 26. Juli ein Anliegertelefon ein. Es ist täglich von 10 bis 12 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 0511 168 33533 erreichbar.

Aktuelle Informationen zu Sperrungen und Verkehrsregelungen veröffentlicht die Stadt fortlaufend auf ihren Informationsseiten zu den Finals sowie auf der Veranstaltungsseite der Finals.

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Rathausbalkon gesperrt

Rathausbalkon in Hannover vorsorglich gesperrt

9. Juli 2026/in Hannover

Nach Schäden am Natursteinmauerwerk bleibt der Balkon des Neuen Rathauses bis auf Weiteres geschlossen.

HANNOVER – Der Rathausbalkon gesperrt am Neuen Rathaus bleibt bis auf Weiteres für Besucherinnen und Besucher unzugänglich. Nach einer Bauwerkskontrolle wurden Schäden am Natursteinmauerwerk festgestellt. Sicherungsmaßnahmen wurden umgehend eingeleitet.

Im Bereich der steinernen Einfassung der Glockenöffnung entdeckten Fachleute bei einer regelmäßigen Bauwerkskontrolle mehrere Schäden. Dazu gehören geöffnete Fugen, gelockerte Schlusssteine sowie ein gebrochener Sturzstein oberhalb der Glocke.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit wurde die Glocke vorsorglich durch eine Holzkonstruktion abgestützt. Zusätzlich soll der betroffene Bereich künftig in regelmäßigen Abständen von speziell ausgebildeten Industriekletterern kontrolliert werden, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Da derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich einzelne Gesteinsteile lösen, bleibt der Rathausbalkon bis auf Weiteres gesperrt. Die Maßnahme dient ausschließlich dem Schutz der Besucherinnen und Besucher.

Nach Angaben der Stadt sind die Schäden auf langjährige Witterungseinflüsse sowie die natürliche Alterung des historischen Natursteinmauerwerks zurückzuführen. Das Neue Rathaus wurde zwischen 1901 und 1913 errichtet und zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern Hannovers.

Eine fachgerechte Sanierung des betroffenen Bereichs ist nach der Winterpause im ersten Quartal 2027 vorgesehen. Bis dahin sollen die eingeleiteten Sicherungsmaßnahmen und die regelmäßigen Kontrollen den sicheren Betrieb des Gebäudes gewährleisten.

 

Joachim Gerhardy

Joachim Gerhardy für jahrzehntelanges Ehrenamt ausgezeichnet

9. Juli 2026/in Hannover

Seit mehr als 60 Jahren setzt sich Joachim Gerhardy ehrenamtlich für das Gemeinwohl ein – nun wird sein vielfältiger Einsatz mit einer der höchsten staatlichen Auszeichnungen gewürdigt.

HANNOVER – Das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhält Joachim Gerhardy aus Hannover. Gewürdigt werden sein jahrzehntelanger Einsatz im Bevölkerungsschutz, bei der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement in Kirche und Gesellschaft.

Seit mehr als sechs Jahrzehnten engagiert sich Joachim Gerhardy ehrenamtlich in unterschiedlichen Bereichen. Sein Wirken reicht von Katastrophenschutz und Rettungsdienst bis zur kirchlichen Stiftungsarbeit.

Verantwortung im Bevölkerungsschutz

Bereits 1963 trat Joachim Gerhardy der Johanniter-Unfall-Hilfe bei und engagierte sich zunächst in verschiedenen Aufgabenbereichen. Ab 1978 gehörte er der ehrenamtlichen Katastrophenschutzbereitschaft an und absolvierte zahlreiche Einsätze im Sanitäts- und Rettungsdienst.

In den 1980er-Jahren übernahm Gerhardy die Leitung der Katastrophenschutzeinheiten der Johanniter am Standort Hannover. Dabei setzte er sich nach Angaben der Johanniter mit großem persönlichen Engagement für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte ein und entwickelte Lösungen für organisatorische Herausforderungen.

Für seine Leistungen erhielt er mehrere Auszeichnungen der Johanniter-Unfall-Hilfe bis hin zum Ehrenzeichen am Bande. Allein für die Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold absolvierte er mehr als 10.000 ehrenamtliche Einsatzstunden.

Einsatz während der Corona-Pandemie

Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand blieb Joachim Gerhardy ehrenamtlich aktiv. Während der Corona-Pandemie engagierte er sich im Impfzentrum der Landeshauptstadt Hannover. Dort arbeitete er als Fachkraft bei den Impfungen und übernahm zusätzlich die Leitung aller Impfteams.

Während der gesamten Pandemie war er ehrenamtlich im Impfzentrum tätig und unterstützte die Umsetzung der Impfkampagne.

Unterstützung für Geflüchtete

Nach Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine leitete Gerhardy das Willkommensteam am Drehkreuz für Geflüchtete in Laatzen. Dort koordinierte er die Unterstützung ankommender Menschen.

Im Jahr 2023 wurde seine 60-jährige Mitgliedschaft bei der Johanniter-Unfall-Hilfe mit dem Jubiläumsabzeichen gewürdigt. Zudem erhielt er die Ehrennadel mit Band des Johanniterordens.

Engagement für Kirche und Kultur

Neben seinem Einsatz im Bevölkerungsschutz engagiert sich Joachim Gerhardy seit vielen Jahren in der evangelisch-lutherischen Titus-Epiphanias-Kirchengemeinde in Hannover. Dort war er unter anderem in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv, unterstützte Gemeindefahrten und förderte verschiedene Projekte.

Ein besonderes Anliegen war ihm die Gründung der Titus-Stiftung. An deren Entstehung wirkte er 2007 maßgeblich mit. Seit 2008 steht er der Stiftung als Vorstandsvorsitzender vor. Die Stiftung fördert kirchenmusikalische Projekte und erinnert an die Opfer von Rassismus und Gewaltherrschaft.

Mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland werden Joachim Gerhardys jahrzehntelange Verdienste für Bevölkerungsschutz, Kirche und Gesellschaft gewürdigt.

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