Sicherheitsbericht 2025: Weniger Straftaten in Hannover
Stadt, Polizei und aha ziehen gemeinsame Bilanz zu Kriminalität, Ordnung und Sauberkeit im öffentlichen Raum.
HANNOVER (redu) – Die Sicherheit in Hannover hat sich 2025 in wesentlichen Bereichen verbessert. Laut gemeinsamem Sicherheitsbericht von Stadt und Polizeidirektion sank die Zahl der erfassten Straftaten um 7,2 Prozent auf 67.087. Auch Gewaltkriminalität, Messerangriffe und Jugendgewalt gingen zurück.
Der Bericht verbindet die Kriminalitätsentwicklung mit der Arbeit von Polizei und kommunalen Ordnungsbehörden sowie den Bereichen Sauberkeit und Abfallentsorgung. Zugleich bleiben Gewaltkriminalität und Messerangriffe zentrale Herausforderungen.
Die Sicherheit in Hannover zeigt nach den Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik eine positive Entwicklung. 2024 waren noch 72.317 Straftaten erfasst worden. Mit 67.087 Fällen im Jahr 2025 liegt die Gesamtkriminalität auf dem zweitniedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote von 59 auf 61 Prozent.
Die Gewaltkriminalität sank um rund neun Prozent, die Zahl der Messerangriffe um rund acht Prozent. Bei der Jugendgewalt ging die Zahl der tatverdächtigen Jugendlichen von 461 auf 341 zurück. Das entspricht einem Rückgang um 26 Prozent.
Gewalt und Messerangriffe bleiben Schwerpunkte
Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten wertete die Entwicklung als wichtiges Signal für die gemeinsame Arbeit. Zugleich betonte sie, dass sich die Sicherheitsbehörden auf den Ergebnissen nicht ausruhen dürften. Die Bekämpfung von Gewaltkriminalität und Messerangriffen bleibe ein Schwerpunkt.
Auch Oberbürgermeister Belit Onay hob die Zusammenarbeit hervor. Die Stadt setze auf sichtbare Präsenz, konsequentes Handeln, Prävention und Sauberkeit. Dabei arbeite Hannover gemeinsam mit Polizei, aha und weiteren Partnern.
Ordnungsdienst verstärkt Kontrollen
Der Städtische Ordnungsdienst wurde personell verstärkt. Seine Kontrollen nahmen 2025 von 12.439 auf 21.905 zu. Das entspricht einem Plus von 76,1 Prozent. Seit dem 1. Juli 2025 sind zudem Ordnungsbotschafterinnen und Ordnungsbotschafter im Einsatz. Laut Sicherheitsbericht beruhen die höheren Zahlen auch auf einer gestiegenen Kontrolldichte und einer verbesserten Erfassung.
Bei der Parkraumüberwachung sollen künftig Scan-Cars eine höhere Kontrolldichte ermöglichen. Nach Angaben des Berichts kann ein Scan-Fahrzeug in derselben Zeit etwa zehnmal so viele Fahrzeuge überprüfen wie bei herkömmlichen Fußkontrollen. Mögliche Verstöße werden weiterhin von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geprüft.
Im Umfeld des Hauptbahnhofs und in der Innenstadt arbeiten Stadt, Polizei, Bundespolizei, DB Sicherheit, aha und weitere Partner zusammen. Dazu gehören gemeinsame Streifen, Schwerpunktkontrollen und ein kontinuierlicher Austausch. Im Fokus stehen unter anderem Raubdelikte, Körperverletzungen und Messerangriffe.
Ordnungsdezernent Axel von der Ohe verwies auf die Bedeutung von Präsenz, kurzen Reaktionswegen und der Zusammenarbeit der beteiligten Stellen. Ziel sei es, Sicherheit und Sauberkeit in allen Stadtteilen und im täglichen Miteinander erlebbar zu machen.
Sauberkeit fließt in Sicherheitsbericht ein
Seit 2023 gehört auch die Jahresbilanz von aha zum gemeinsamen Sicherheitsbericht. Damit werden Sauberkeit, Aufenthaltsqualität und das subjektive Sicherheitsempfinden in die Betrachtung des öffentlichen Raums einbezogen.
Im Jahr 2025 wurden rund 1.484 Tonnen illegaler Abfälle entsorgt und an 29.156 Stellen Abfallablagerungen beseitigt. Die Müllmelde-App nutzten 67.108 Menschen.
Simon Grabow, Leiter der Stadtreinigung bei aha, bezeichnete Stadtsauberkeit als wesentlichen Bestandteil für das Sicherheitsgefühl. Gepflegte Straßen und Plätze steigerten die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
Der vollständige Sicherheitsbericht ist über die Internetseite der Landeshauptstadt Hannover abrufbar.













