ADAC Marathon Hannover: Kibet siegt überraschend, Mayer mit neuem Rekord
Kibet triumphiert bei Deutschland-Debüt – Mayer läuft historische Bestzeit.
HANNOVER (redu) – Beim Marathon Hannover hat es eine große Überraschung gegeben: Der Kenianer Maru Thomas Kibet gewann bei seinem Deutschland-Debüt in 2:07:53 Stunden. Gleichzeitig sorgte Domenika Mayer mit einem neuen Streckenrekord für die sportliche Bestleistung des Tages.
Neben dem Überraschungssieg bei den Männern prägten nationale Titelkämpfe und ein Rekordlauf das größte Laufevent Niedersachsens mit zehntausenden Teilnehmenden.
Der Marathon Hannover entwickelte sich zu einem Rennen voller Wendungen. Mit seinem Sieg setzte Maru Thomas Kibet ein Ausrufezeichen und überraschte die Konkurrenz deutlich.
Überraschungssieg und starke Konkurrenz
Der Kenianer steigerte seine persönliche Bestzeit um mehr als neun Minuten und setzte sich in 2:07:53 Stunden durch. Dahinter folgten Godwin Katakura aus Simbabwe (2:08:46) und Asnake Dubro aus Äthiopien (2:10:22). Katakura hatte lange wie der sichere Sieger ausgesehen, verlor jedoch auf den letzten Kilometern entscheidend an Boden.
Bester Deutscher wurde Tom Thurley von den München Athletics. Mit Platz sechs und einer neuen Bestzeit von 2:11:02 sicherte er sich den Titel des Deutschen Marathon-Meisters. Auf den weiteren Podiumsplätzen folgten sein Teamkollege Eric Hille (2:12:21) sowie Lorenz Baum aus Tübingen.
Mayer läuft in eigene Bestmarke
Für das sportliche Highlight des Tages sorgte Domenika Mayer. Die Titelverteidigerin von der LG Telis Finanz Regensburg verbesserte ihren eigenen Streckenrekord deutlich und gewann in 2:21:26 Stunden.
Mit dieser Leistung ist sie nun die zweitschnellste deutsche Marathonläuferin aller Zeiten. Mayer selbst zeigte sich nach dem Rennen zufrieden, verwies jedoch auch auf die hohe eigene Erwartungshaltung und die damit verbundene Anspannung vor dem Start.
Hinter ihr lief Lokalmatadorin Fabienne Königstein von Hannover 96 bei ihrem Heimdebüt in 2:24:31 zur Silbermedaille. Katharina Saathoff vom Braunschweiger LC komplettierte in 2:30:51 das Podium.
Auch das Laufteam Niedersachsen präsentierte sich stark und platzierte gleich drei Athletinnen unter den besten fünf. Neben Königstein und Saathoff erreichte Lisa Huwatschek den fünften Rang.
Für Thurley erfüllte sich mit dem Titelgewinn ein lang gehegter Wunsch. Nach zuvor errungenen Silber- und Bronzemedaillen sprach er von einem hart erkämpften Erfolg, bei dem ihn besonders die Unterstützung der Zuschauer getragen habe.
Insgesamt gingen 33.857 Aktive bei strahlendem Sonnenschein an den Start. Viele Wettbewerbe waren bereits Wochen zuvor ausgebucht. Veranstalterin Stefanie Eichel zog ein positives Fazit und bezeichnete Hannover erneut als „Run City“ mit außergewöhnlicher Stimmung.




































