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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Baumbewässerung

Hannovers Stadtgrün im Sommer bislang robust

26. August 2026/in Hannover

Rund 5.000 Bäume werden derzeit bewässert – 400 Bodenfeuchtesensoren unterstützen die bedarfsgerechte Versorgung.

HANNOVER (redu) – Hannovers Stadtgrün im Sommer kommt bislang vergleichsweise gut mit Hitze und Trockenheit zurecht. Die Bewässerung der Stadtbäume läuft nach Angaben der Stadt planmäßig. Rund 5.000 überwiegend jüngere Bäume werden derzeit versorgt, unterstützt durch digitale Technik und Bodenfeuchtesensoren.

Eine außergewöhnliche Belastung der Stadtbäume stellt der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün derzeit nicht fest. Auch die Intensität der Bewässerung musste bislang nicht erhöht werden.

Das Stadtgrün im Sommer umfasst allein rund 50.000 Straßenbäume und etwa 200.000 weitere Bäume in Parks und Grünanlagen. Bewässert werden aktuell rund 5.000 Bäume. Dabei handelt es sich in der Regel um jüngere Exemplare, die sich an ihren Standorten noch etablieren müssen. Ältere Bäume erhalten nur im Einzelfall und bei dringendem Bedarf zusätzlich Wasser.

Junge Bäume erhalten fünf Jahre lang Wasser

Neu gepflanzte Straßenbäume versorgt die Stadt insgesamt fünf Jahre lang. In den ersten zwei bis drei Jahren bekommen sie in der Regel wöchentlich rund 200 Liter Wasser. Ab dem dritten Standjahr wird auf einen zweiwöchentlichen Rhythmus umgestellt. Die Bäume sollen dadurch zunehmend selbstständig mit den vorhandenen Wasserressourcen auskommen.

Die Bewässerungssaison begann in diesem Jahr im Mai und läuft bis in den Spätherbst. Die Stadt versorgt die Bäume, solange sie Laub tragen. In trockeneren Jahren begann die Bewässerung bereits im April.

Für die Arbeiten stehen neun Bewässerungsfahrzeuge mit Gießarmen zur Verfügung. In besonders trockenen Jahren kann der Bedarf deutlich steigen. 2022 wurden beispielsweise mehrere Hundert ältere Straßenbäume zusätzlich bewässert. Eine vergleichbare Situation zeichnet sich in diesem Sommer bislang nicht ab.

Eine Ausnahme sind die Linden an der Georgstraße. Sie leiden erkennbar unter Trockenstress und werfen Laub ab. Nach Angaben der Stadt ist der Standort für Straßenbäume besonders schwierig.

400 Sensoren messen die Bodenfeuchtigkeit

Digitale Steuerung, Bodenfeuchtesensoren und digitales Aufgabenmanagement sollen die Wasserversorgung gezielt am tatsächlichen Bedarf ausrichten. Derzeit sind in Hannover 400 Bodenfeuchtesensoren installiert. An ausgewählten Bäumen messen jeweils vier Sensoren die Feuchtigkeit an der Oberfläche sowie in 30, 60 und 90 Zentimetern Tiefe direkt an den Wurzelballen.

Die Erfahrungen mit dem System sind nach Angaben des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün insgesamt sehr positiv. Die Technik erleichtere eine bedarfsgerechte Bewässerung und helfe, den steigenden Anforderungen durch den Klimawandel zu begegnen.

Neben Straßenbäumen werden vor allem öffentliche Pflanzkübel im Innenstadtbereich sowie einzelne Beete bewässert. Insgesamt setzt die Stadt dafür etwa 11.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr ein. Im Vergleich zum Vorjahr wird aktuell allerdings nicht mehr Wasser ausgebracht.

Die von der Stadtverwaltung gepflegten Grünflächen umfassen knapp 1.200 Hektar. Dazu zählen rund 400 Hektar öffentliche Grünflächen, rund 210 Hektar Parkanlagen, 115 Hektar Spiel- und Freizeitflächen, knapp 240 Hektar Verkehrsgrün, rund 180 Hektar Freiflächen an öffentlichen Liegenschaften sowie knapp 50 Hektar sonstige Flächen. Eine flächendeckende Bewässerung findet nicht statt.

Mit Blick auf die kommenden Jahre erwartet die Stadt steigende Anforderungen an Pflege und Bewässerung. Höhere Temperaturen, der städtische Hitzeinsel-Effekt sowie häufigere und länger anhaltende Trockenperioden dürften nach Einschätzung der Fachleute den Aufwand erhöhen und voraussichtlich auch Teile des Altbaumbestands betreffen.

Bei neuen Baumarten orientiert sich die Stadt unter anderem an Empfehlungen der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz und deren Katalog „Zukunftsbäume für die Stadt“. Grundsätzlich werden heimische Baumarten bevorzugt. An schwierigen Straßenstandorten können auch nicht heimische, klimaresiliente Arten eingesetzt werden. Als Beispiel nennt die Stadt die Zerreichen an der Schmiedestraße.

„Für die Stadt bedeutet der Klimawandel bereits heute einen höheren Kontroll- und Pflegeaufwand. Gleichzeitig bleibt die Verkehrssicherheit ein zentraler Aspekt bei der Pflege des Baumbestands“, erklärt die städtische Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel. „Deshalb wird eine Kombination aus geeigneter Baumartenwahl, bedarfsgerechter Bewässerung und moderner Technik eine wichtige Rolle für die Widerstandsfähigkeit des hannoverschen Stadtgrüns spielen.“

Run4Respect

Run4Respect Hannover: Mehr als 1.000 Menschen setzen Zeichen gegen Gewalt

26. August 2026/in Hannover

Lauf durch die Innenstadt wirbt für Respekt und Wertschätzung gegenüber Einsatzkräften sowie Klinik- und Pflegepersonal.

HANNOVER (redu) – Mehr als 1.000 Menschen haben beim Run4Respect Hannover ein Zeichen für Respekt und gegen Gewalt gegenüber Einsatzkräften sowie Klinik- und Pflegepersonal gesetzt. Der rund vier Kilometer lange Lauf durch die Innenstadt war ausgebucht und verzeichnete einen Teilnehmerzuwachs gegenüber dem Vorjahr.

Die Veranstaltung soll die Solidarität mit Menschen sichtbar machen, die sich beruflich oder ehrenamtlich für Sicherheit, Gesundheit und das Wohlergehen anderer einsetzen. Der Erlös aus den Startgebühren soll später an die Kinderklinik auf der Bult fließen.

Der Run4Respect Hannover führte vom Platz der Menschenrechte am Neuen Rathaus durch die Innenstadt. Veranstaltet wurde der Lauf von der eichels GmbH, unterstützt von der Polizeidirektion Hannover, der Feuerwehr Hannover und der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Gemeinsam für mehr Respekt

Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten bezeichnete Respekt gegenüber Einsatz- und Hilfskräften als „eine wesentliche Grundlage unseres gesellschaftlichen Miteinanders“. Mit dem Lauf werde ein Zeichen gegen Gewalt, Beleidigungen und Anfeindungen gesetzt.

Auch Feuerwehrdirektor Christoph Bahlmann verwies auf die Bedeutung eines respektvollen Umgangs. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Ordnungsdienste und Beschäftigte im Gesundheitswesen leisteten täglich wichtige Arbeit für die Menschen. Die hohe Beteiligung zeige, dass viele Bürgerinnen und Bürger hinter den Einsatzkräften stünden.

Mehr als 1.000 Teilnehmende

Johanniter-Dienststellenleiter Michael Homann wertete die hohe Teilnehmerzahl als Zeichen dafür, welche Bedeutung Respekt, Wertschätzung und Solidarität für die Menschen haben. Der Lauf bringe Menschen zusammen, die sich für einen respektvollen Umgang mit Helferinnen und Helfern einsetzen.

Mit mehr als 1.000 Teilnehmenden war die Veranstaltung ausgebucht und verzeichnete einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Zahlreiche Partnerorganisationen, Helferinnen und Helfer sowie Unterstützende beteiligten sich an der Durchführung.

Startgelder für die Kinderklinik

Nach Angaben der Veranstalter soll der Erlös aus den Startgebühren zu einem späteren Zeitpunkt an die Kinderklinik auf der Bult fließen.

Die Organisatoren verbinden die Veranstaltung mit der Forderung, Respekt und Gewaltfreiheit gegenüber Menschen, die helfen, schützen, retten, pflegen oder Verantwortung für die Sicherheit anderer übernehmen, als gesellschaftliche Selbstverständlichkeit zu stärken.

Kölsch im Kuppelsaal

EXIT x Electric Sunday feiert Premiere im HCC Hannover

26. August 2026/in Hannover

EXIT und Electric Sunday veranstalten erstmals gemeinsam einen Abend mit internationalem Line-up, Licht, Visuals und elektronischer Musik.

HANNOVER (redu) – Electric Sunday und EXIT veranstalten am Freitag, 30. Oktober 2026, erstmals gemeinsam einen Abend im Kuppelsaal des Hannover Congress Centrums. Mit Kölsch, Brina Knauss und Henrik Schwarz LIVE stehen drei international bekannte Künstler der elektronischen Musik auf dem Programm.

Die Veranstaltung der Hannover Veranstaltungs GmbH verbindet elektronische Musik mit Licht, Visuals und der Architektur des historischen Kuppelsaals. Einlass ist ab 21 Uhr, Tickets sind ab 35 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühren erhältlich.

Unter dem Titel Electric Sunday soll der Kuppelsaal für einen Abend zum Dancefloor werden. Nach Angaben des Veranstalters verschmelzen dabei Licht, Visuals, Sound und Architektur zu einer gemeinsamen Inszenierung. Auch die monumentale Kuppel soll Teil des Konzepts werden.

Drei internationale Acts im Kuppelsaal

Zum Line-up gehört der dänische DJ und Produzent Rune Reilly Kölsch. Seine Sets verbinden emotionale Melodien mit treibender elektronischer Musik. Im Juli 2026 trat er auf der Mainstage des Tomorrowland auf.

Brina Knauss bewegt sich im Bereich Melodic House und Techno. Die slowenische Künstlerin war unter anderem bei Tomorrowland, Awakenings und Afterlife sowie im [UNVRS] auf Ibiza zu erleben. Veröffentlichungen erschienen bei ZAMNA Records und Cercle.

Henrik Schwarz tritt live auf

Henrik Schwarz verbindet elektronische Musik mit Einflüssen aus Jazz, Soul und Klassik. Der deutsche Produzent arbeitet seit mehr als zwei Jahrzehnten mit House, Techno, Improvisation und Konzertästhetik. Im Kuppelsaal präsentiert er kein DJ-Set, sondern ein Live-Format.

EXIT x Electric Sunday beginnt am 30. Oktober 2026 mit dem Einlass ab 21 Uhr. Tickets sind ab 35 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühren buchbar.

Verkehrshinweise

Sperrung Limmerstraße: Sechs Wochen Gleisarbeiten

24. August 2026/in Hannover

Linien 10 und 12 werden Mitte September für mehrere Tage unterbrochen.

HANNOVER (redu) – Die Sperrung Limmerstraße beginnt am Montag, 31. August 2026, und soll bis Freitag, 9. Oktober, dauern. Zwischen Offensteinstraße und Ungerstraße erneuert die Infrastrukturgesellschaft Region Hannover die Stadtbahngleise. Auch der Stadtbahnverkehr wird zeitweise unterbrochen.

Die Arbeiten betreffen einen Abschnitt, auf dem die Gleise zugleich im Straßenraum liegen. Für Autofahrende bleibt der Baustellenbereich während der gesamten Bauzeit gesperrt.

Die Sperrung Limmerstraße gilt vom 31. August an für den Individualverkehr im Baustellenbereich zwischen Offensteinstraße und Ungerstraße. Die infra lässt dort die eingedeckten Stadtbahngleise erneuern, die durch die jahrzehntelange Befahrung der Linien 10 und 12 stark abgenutzt sind.

Da die Gleise im Straßenraum liegen und auch von Autos überfahren werden, wird der Verschleiß zusätzlich beschleunigt. Für die Arbeiten werden die gleisanliegenden Fahrspuren außerdem als Flächen für Baumaterial und Maschinen benötigt.

Zufahrten zu Grundstücken bleiben möglich

Zunächst sind zwei Wochen für Aufbruch- und vorbereitende Arbeiten vorgesehen. Während einer anschließenden Sperrpause für die Stadtbahnen werden die Gleise umgebaut. Danach folgen nach derzeitiger Planung rund vier Wochen Eindeckungs- und Restarbeiten.

Der Baustellenbereich wird komplett für Autos gesperrt und mit Stadtbahnschranken abgesichert. Grundstückseinfahrten und Garagenzufahrten sollen für Berechtigte erreichbar bleiben. Dazu werden Sackgassenregelungen eingerichtet.

Die Zufahrt zu den Grundstücken erfolgt von beiden Seiten über die Ungerstraße. Teilweise wird dafür das Fahren entgegen der regulären Fahrtrichtung ermöglicht. Rettungswagen können den Bereich jederzeit passieren.

Der Kötnerholzweg wird während der Bauzeit zur Sackgasse. Am Ende der Ungerstraße und des Kötnerholzweges sind Bereitstellungsflächen für den Lieferverkehr vorgesehen.

Für Radfahrende führt eine Umleitung über Fröbe- und Velberstraße sowie über Elisen- und Offensteinstraße.

Stadtbahnverkehr wird Mitte September unterbrochen

Nicht alle Arbeiten können bei laufendem Stadtbahnbetrieb ausgeführt werden. Deshalb sollen die Linien 10 und 12 von Freitag, 11. September, 21 Uhr, bis zum Betriebsbeginn am Montag, 14. September 2026, nicht fahren.

Während dieser Zeit wird auf der Baustelle rund um die Uhr gearbeitet. Besonders lärmintensive Arbeiten sollen nach den Planungen tagsüber stattfinden, um die Belastung der Anwohnerinnen und Anwohner in den Nächten möglichst gering zu halten.

Die ÜSTRA richtet während der Betriebsunterbrechung einen Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Hauptbahnhof/ZOB und Ahlem ein. Die Busse fahren über Fössestraße, Westschnellweg und Wunstorfer Straße. Die Stadtbahnhaltestelle Freizeitheim Linden entfällt während dieser Tage.

Sperrung Sutelstraße

Sperrung Sutelstraße: Einmündung wird einen Tag gesperrt

24. August 2026/in Hannover

Einmündung Klein-Buchholzer Kirchweg/Sutelstraße am 28. August für Individualverkehr gesperrt.

HANNOVER (redu) – Die Sperrung Sutelstraße betrifft am Freitag, 28. August 2026, die Einmündung Klein-Buchholzer Kirchweg/Sutelstraße. Sie wird für einen Tag für den Individualverkehr gesperrt. Grund sind Asphaltarbeiten im Zusammenhang mit dem Bau des Hochbahnsteigs der künftigen Stadtbahnhaltestelle Ludwig-Sievers-Ring.

Die Arbeiten sind Teil der laufenden Fahrbahn-, Kanal- und Gleisbauarbeiten auf der Sutelstraße. Die bestehende Einbahnregelung bleibt voraussichtlich bis Ende September bestehen.

Die Sperrung Sutelstraße beginnt am frühen Morgen und dauert nach derzeitiger Planung bis in die Abendstunden. An der Einmündung Klein-Buchholzer Kirchweg/Sutelstraße wird die Fahrbahn asphaltiert.

Der Einbau der Asphaltdeckschicht ist witterungsabhängig. Sollte es am Freitag sehr heiß sein, könnten sich die Arbeiten bis in die Nachtstunden verlängern.

Einbahnregelung bleibt bestehen

Auf der Sutelstraße gilt weiterhin die bestehende Einbahnregelung. Sie soll voraussichtlich bis Ende September aufrechterhalten bleiben und betrifft auch den Bereich Ebelingstraße/Klein-Buchholzer Kirchweg.

Dieser Abschnitt wurde in die Regelung einbezogen, um Schleichverkehr durch den Ludwig-Sievers-Ring zu unterbinden.

Hochbahnsteig soll Ende 2026 in Betrieb gehen

Der Hochbahnsteig an der künftigen Haltestelle Ludwig-Sievers-Ring ersetzt den bisherigen Stadtbahnhalt Bothfelder Kirchweg. Derzeit laufen die Ausbauarbeiten.

Nach der vorliegenden Planung soll der Hochbahnsteig Ende dieses Jahres in Betrieb genommen werden.

Riesenschildkröten

Riesenschildkröten Hannover: Rückkehr nach 18 Jahren

20. August 2026/in Hannover

Vier Aldabra-Riesenschildkröten beziehen neues Warmhaus im Erlebnis-Zoo – Zucht der bedrohten Tierart geplant.

HANNOVER (redu) – Nach 18 Jahren sind die Riesenschildkröten in Hannover wieder im Erlebnis-Zoo zu sehen. Für Cassiopeia, Romina, Bert und Leopold wurde ein neues Warmhaus gebaut. Dort plant der Zoo auch die Zucht der bedrohten Aldabra-Riesenschildkröten.

Mit der Rückkehr erfüllt sich nach Angaben des Zoos ein lang gehegter Wunsch des Teams und vieler Gäste. Zugleich soll die Haltung künftig zum Erhalt der als gefährdet eingestuften Tierart beitragen.

Neues Warmhaus für vier Riesenschildkröten

Die Riesenschildkröten Hannover sind nach 18 Jahren wieder im Erlebnis-Zoo vertreten. 2008 hatte sich der Zoo von den Tieren trennen müssen, weil ihre damalige Anlage in die Jahre gekommen war und im Baugebiet der heutigen Themenwelt Yukon Bay lag.

„Die Rückkehr der Riesenschildkröten war und ist für uns eine echte Herzensangelegenheit“, sagte Zoogeschäftsführer Andreas M. Casdorff. Für das gesamte Zoo-Team sei die Rückkehr ein besonderer Moment.

Für Cassiopeia, Romina, Bert und Leopold entstand ein rund 240 Quadratmeter großes gläsernes Warmhaus. Dort herrschen laut Zoo Temperaturen zwischen 26 und 30 Grad Celsius sowie eine Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80 Prozent.

Zur Ausstattung gehören Natursteinboden, ein großes Badebecken, Sandbäder und bepflanzte Inseln. Fußbodenheizung, UV-Leuchten, Infrarotstrahler und eine Luftbefeuchtungsanlage sollen Bedingungen schaffen, die dem natürlichen Lebensraum der Tiere entsprechen.

Zoo plant Zucht der bedrohten Art

Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur stuft die Aldabra-Riesenschildkröte als gefährdet ein. Ihr Lebensraum im Indischen Ozean ist heute nahezu ausschließlich auf das Aldabra-Atoll beschränkt. Nach Angaben des Zoos setzen Klimawandel und invasive Arten dem Bestand zusätzlich zu.

Im neuen Warmhaus wurden deshalb auch ein Sandhügel und ein beheiztes Sandbecken für die Eiablage eingerichtet. Weibchen können dort Gruben graben und pro Gelege 10 bis 25 kugelförmige Eier mit Sand bedecken.

Die Rückkehr wurde auch durch Spenden unterstützt. Insgesamt kamen laut Zoo 46.000 Euro zusammen. Die Region förderte den Bau mit einem Investitionszuschuss von 669.000 Euro, weitere 950.000 Euro finanzierte der Zoo selbst.

Nach neunmonatiger Bauzeit wurden die vier Tiere in der vergangenen Woche mit einem zooeigenen Transporter aus dem Tierpark Hagenbeck abgeholt. Dort waren die Riesenschildkröten in den vergangenen 18 Jahren untergebracht.

Leopold ist etwa 82 Jahre alt und wiegt 178 Kilogramm. Bert ist rund 80 Jahre alt und 195 Kilogramm schwer. Romina ist etwa 57 Jahre alt und wiegt 76 Kilogramm, Cassiopeia ist rund 30 Jahre alt und bringt 116 Kilogramm auf die Waage.

Im Laufe des Jahres sollen weitere Tierarten in das „Reptilium“ einziehen. Vorgesehen sind Vietnamesische Langnasennattern, Blaue Baumwarane und Fidschi-Leguane. Später sollen dort auch Faultiere klettern. Das Warmhaus ist zudem mit einer grasbewachsenen Außenanlage im Zoologicum verbunden.

Senioren vor Whatsapp

Digitale Teilhabe Senioren: Hannover legt Plan bis 2030 vor

18. August 2026/in Hannover

Senior*innenplan zeigt Chancen digitaler Angebote für Alltag, Pflege und soziale Vernetzung.

HANNOVER (redu) – Die Landeshauptstadt Hannover will die digitale Teilhabe Senioren weiter fördern. Der neue Senior*innenplan 2030 zeigt, wie digitale Angebote Selbstbestimmung und soziale Vernetzung unterstützen, Pflege erleichtern und älteren Menschen den Zugang zu verschiedenen Lebensbereichen vereinfachen können.

Die Fachplanung des Fachbereichs Senioren beschreibt Handlungsfelder für die kommenden vier Jahre und bündelt bestehende sowie geplante Ansätze der Stadt.

Digitale Angebote sollen Teilhabe erleichtern

Die digitale Teilhabe Senioren steht im Mittelpunkt des neuen Plans mit dem Titel „Gut eingeloggt, für ein selbstbestimmtes Leben“. Er wurde am 17. August den politischen Gremien vorgestellt.

Sozialdezernentin Sylvia Bruns erklärte, ältere Menschen sollten beim Umgang mit digitalen Angeboten unterstützt werden. Diese könnten soziale Vernetzung ermöglichen, Selbstbestimmung fördern und Versorgungslücken schließen.

Viele ältere Menschen nutzen nach Angaben der Stadt bereits Smartphones, Messenger oder das Internet. Der Bericht beschreibt jedoch deutliche Unterschiede bei Nutzung und digitalen Kompetenzen, unter anderem abhängig von Alter, Bildung und Einkommen.

Als Gründe für Verunsicherung nennt der Plan unter anderem Fake-News in sozialen Netzwerken sowie Zweifel an Datenschutz und Sicherheit, beispielsweise beim Online-Banking.

Technik kann Alltag und Pflege unterstützen

Digitale Anwendungen könnten nach Darstellung des Berichts die Gesundheits- und Pflegeversorgung ergänzen. In städtischen Alten- und Pflegezentren könnten sie etwa bei der Pflegedokumentation oder bei Erinnerungen an Medikamentenstellung und -einnahme helfen.

Auch Smart-Home-Technik, Wearables und Notfallalarme werden als mögliche Unterstützung genannt. Sie könnten Sicherheit und Selbstständigkeit erhöhen und pflegende Angehörige entlasten.

App-gestützte Mobilitätsdienste und digitale Orientierungshilfen sollen zudem die Mobilität ohne eigenes Auto verbessern. Digitale Plattformen könnten nach Einschätzung des Berichts auch Nachbarschaften stärken, etwa durch Informationen über Veranstaltungen oder gemeinsame Freizeitangebote.

Stadt setzt bereits mehrere Angebote um

Der Fachbereich Senioren bietet bereits Unterstützung beim Umgang mit digitaler Technik an. Dazu gehören kostenfreie Endgeräte zum Ausprobieren, WLAN-Zugangspunkte sowie Beratung in Stadtteilen und Quartieren.

Ehrenamtliche Medien- und Techniklots*innen besuchen Senior*innen bei Bedarf auch zu Hause. Weitere Angebote sind der „digital.Kiosk“ im Zentrum Hannovers und eine Musterwohnung im Roderbruch, in der Smart-Home-Technologien und sensorbasierte Assistenzsysteme gezeigt werden.

Bruns kündigte an, bestehende Angebote weiterzuentwickeln und stärker an den Bedürfnissen älterer Menschen auszurichten. Der Senior*innenplan 2030 soll dafür die Grundlage bilden.

Ende 2025 lebten laut Plan 558.767 Menschen in Hannover. Davon waren 144.411 Personen mindestens 60 Jahre alt, entsprechend 25,8 Prozent der Bevölkerung.

Der Anteil dieser Altersgruppe stieg dem Bericht zufolge von 24,1 Prozent im Jahr 2015 auf 25,8 Prozent im Jahr 2025. Eine Bevölkerungsprognose von Stadt und Region Hannover rechnet bis 2049 mit rund 18.000 zusätzlichen Senior*innen.

In 83.958 Haushalten leben ausschließlich Menschen ab 60 Jahren. Davon sind fast 56.800 Einpersonenhaushalte.

Hospizdienst

Ehrenamtliche Hospizbegleitung: Malteser starten Kurs

18. August 2026/in Hannover

Qualifizierung umfasst Grundkurs, Praktikum, Vertiefung und Präventionsschulung.

HANNOVER (redu) – Die Malteser in Hannover suchen neue Ehrenamtliche für die Begleitung sterbender Menschen. Über die ehrenamtliche Hospizbegleitung und einen im Oktober beginnenden Qualifizierungskurs informieren sie am Dienstag, 1. September 2026, bei einem Informationsabend in Garbsen.

Der Kurs bereitet Interessierte auf die Begleitung sterbender Menschen vor und verbindet theoretische Inhalte mit praktischer Erfahrung.

Informationsabend in Garbsen

Der Informationsabend zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung beginnt am 1. September um 18 Uhr im Pfarrzentrum von St. Raphael, Antareshof 5 in Garbsen. Die Malteser wollen dabei über den Aufbau und die Voraussetzungen der Qualifizierung informieren.

Nach Angaben der Malteser gehören ein Grundkurs, ein Praktikum mit Begleittreffen, Vertiefungskurse und eine Präventionsschulung zur Ausbildung. Der Grundkurs beginnt am Donnerstag, 22. Oktober, und läuft an diesem Tag von 18 bis 21.30 Uhr.

Kursort ist der ka:punkt in der Grupenstraße 8 in Hannover. Die Qualifizierung findet in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung in der Diözese Hildesheim e.V. statt.

Persönliches Vorgespräch erforderlich

Für die Teilnahme ist ein persönliches Vorgespräch notwendig. Deshalb bitten die Malteser um vorherige Anmeldung. Die Kursgebühr beträgt 150 Euro. Nach einem einjährigen ehrenamtlichen Einsatz kann dieser Betrag zurückerstattet werden.

Symbolbild Feuerwehreinsatz

Wohnungsbrand Hannover: Gebäude in Linden-Süd unbewohnbar

16. August 2026/in Hannover

Vier Bewohnende retten sich selbst – Feuerwehr verhindert Ausbreitung auf weitere Wohnungen.

HANNOVER (redu) – Bei einem Wohnungsbrand Hannover in der Posthornstraße in Linden-Süd haben sich in der Nacht zu Sonntag vier Bewohnende selbst gerettet. Die Feuerwehr verhinderte eine Ausbreitung auf weitere Wohnungen und brachte zwei Katzen aus der Brandwohnung in Sicherheit.

Das Gebäude konnte nach dem Einsatz nicht weiter genutzt werden. Die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner wurden von der Feuerwehr in städtische Notunterkünfte gebracht.

Die Feuerwehr wurde um 01:47 Uhr zu dem Wohnungsbrand Hannover im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses alarmiert. Wegen der eingehenden Notrufe entsandte die Regionsleitstelle zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie die Ortsfeuerwehr Linden.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten die vier Bewohnenden der Brandwohnung das Gebäude bereits selbstständig verlassen. Auch alle weiteren Bewohnerinnen und Bewohner befanden sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Hauses.

Flammen schlagen aus den Fenstern

Da Flammen bereits aus den Fenstern der Wohnung schlugen, bekämpfte die Feuerwehr das Feuer zunächst von außen. Damit sollte eine Ausbreitung auf die darüberliegenden Wohnungen verhindert werden. Gleichzeitig bereiteten Einsatzkräfte den Innenangriff über den verrauchten Treppenraum vor und stellten eine Drehleiter auf.

Während der Löscharbeiten rettete die Feuerwehr zwei Katzen aus der Brandwohnung. Die Tiere wurden zur Tierärztlichen Hochschule Hannover gebracht. Insgesamt kamen sechs Trupps unter Atemschutz zum Einsatz. Sie übernahmen die Brandbekämpfung, kontrollierten den Treppenraum und benachbarte Wohnungen und führten Nachlöscharbeiten durch.

Keine Verletzten nach rettungsdienstlicher Sichtung

Mehrere Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie vorsorglich ein Leitender Notarzt und ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst waren vor Ort. Nach der Sichtung aller Bewohnenden waren keine Transporte in Krankenhäuser erforderlich.

Die Brandwohnung wurde nach Angaben der Feuerwehr durch die hohe Brandintensität stark beschädigt. Der Energieversorger schaltete das Gebäude stromlos. Dadurch konnte nach Einsatzende keine der Wohnungen weiter genutzt werden.

Gegen 05:00 Uhr war der Einsatz beendet. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe machte die Feuerwehr keine Angaben. Die Einsatzstelle wurde für weitere Ermittlungen an die Polizei übergeben.

Neues Rathaus Hannover von oben

Sicherheitsbericht 2025: Weniger Straftaten in Hannover

13. August 2026/in Hannover

Stadt, Polizei und aha ziehen gemeinsame Bilanz zu Kriminalität, Ordnung und Sauberkeit im öffentlichen Raum.

HANNOVER (redu) – Die Sicherheit in Hannover hat sich 2025 in wesentlichen Bereichen verbessert. Laut gemeinsamem Sicherheitsbericht von Stadt und Polizeidirektion sank die Zahl der erfassten Straftaten um 7,2 Prozent auf 67.087. Auch Gewaltkriminalität, Messerangriffe und Jugendgewalt gingen zurück.

Der Bericht verbindet die Kriminalitätsentwicklung mit der Arbeit von Polizei und kommunalen Ordnungsbehörden sowie den Bereichen Sauberkeit und Abfallentsorgung. Zugleich bleiben Gewaltkriminalität und Messerangriffe zentrale Herausforderungen.

Die Sicherheit in Hannover zeigt nach den Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik eine positive Entwicklung. 2024 waren noch 72.317 Straftaten erfasst worden. Mit 67.087 Fällen im Jahr 2025 liegt die Gesamtkriminalität auf dem zweitniedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote von 59 auf 61 Prozent.

Die Gewaltkriminalität sank um rund neun Prozent, die Zahl der Messerangriffe um rund acht Prozent. Bei der Jugendgewalt ging die Zahl der tatverdächtigen Jugendlichen von 461 auf 341 zurück. Das entspricht einem Rückgang um 26 Prozent.

Gewalt und Messerangriffe bleiben Schwerpunkte

Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten wertete die Entwicklung als wichtiges Signal für die gemeinsame Arbeit. Zugleich betonte sie, dass sich die Sicherheitsbehörden auf den Ergebnissen nicht ausruhen dürften. Die Bekämpfung von Gewaltkriminalität und Messerangriffen bleibe ein Schwerpunkt.

Auch Oberbürgermeister Belit Onay hob die Zusammenarbeit hervor. Die Stadt setze auf sichtbare Präsenz, konsequentes Handeln, Prävention und Sauberkeit. Dabei arbeite Hannover gemeinsam mit Polizei, aha und weiteren Partnern.

Ordnungsdienst verstärkt Kontrollen

Der Städtische Ordnungsdienst wurde personell verstärkt. Seine Kontrollen nahmen 2025 von 12.439 auf 21.905 zu. Das entspricht einem Plus von 76,1 Prozent. Seit dem 1. Juli 2025 sind zudem Ordnungsbotschafterinnen und Ordnungsbotschafter im Einsatz. Laut Sicherheitsbericht beruhen die höheren Zahlen auch auf einer gestiegenen Kontrolldichte und einer verbesserten Erfassung.

Bei der Parkraumüberwachung sollen künftig Scan-Cars eine höhere Kontrolldichte ermöglichen. Nach Angaben des Berichts kann ein Scan-Fahrzeug in derselben Zeit etwa zehnmal so viele Fahrzeuge überprüfen wie bei herkömmlichen Fußkontrollen. Mögliche Verstöße werden weiterhin von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geprüft.

Im Umfeld des Hauptbahnhofs und in der Innenstadt arbeiten Stadt, Polizei, Bundespolizei, DB Sicherheit, aha und weitere Partner zusammen. Dazu gehören gemeinsame Streifen, Schwerpunktkontrollen und ein kontinuierlicher Austausch. Im Fokus stehen unter anderem Raubdelikte, Körperverletzungen und Messerangriffe.

Ordnungsdezernent Axel von der Ohe verwies auf die Bedeutung von Präsenz, kurzen Reaktionswegen und der Zusammenarbeit der beteiligten Stellen. Ziel sei es, Sicherheit und Sauberkeit in allen Stadtteilen und im täglichen Miteinander erlebbar zu machen.

Sauberkeit fließt in Sicherheitsbericht ein

Seit 2023 gehört auch die Jahresbilanz von aha zum gemeinsamen Sicherheitsbericht. Damit werden Sauberkeit, Aufenthaltsqualität und das subjektive Sicherheitsempfinden in die Betrachtung des öffentlichen Raums einbezogen.

Im Jahr 2025 wurden rund 1.484 Tonnen illegaler Abfälle entsorgt und an 29.156 Stellen Abfallablagerungen beseitigt. Die Müllmelde-App nutzten 67.108 Menschen.

Simon Grabow, Leiter der Stadtreinigung bei aha, bezeichnete Stadtsauberkeit als wesentlichen Bestandteil für das Sicherheitsgefühl. Gepflegte Straßen und Plätze steigerten die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.

Der vollständige Sicherheitsbericht ist über die Internetseite der Landeshauptstadt Hannover abrufbar.

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