Tierpflegende überraschen das Schimpansen-Männchen mit Geduldsspielen, Melone und gefrorenem Eistee.
HANNOVER (redu) – Schimpanse Max wird 62 Jahre alt: Der Erlebnis-Zoo Hannover hat das außergewöhnlich hohe Alter des Tieres mit besonderen Beschäftigungsangeboten gefeiert. Haferflocken mit Honig, Melonenschnitten und gefrorener Eistee mit Beeren warteten auf den Schimpansen-Clan.
Max lebt seit vielen Jahren im Erlebnis-Zoo und gilt bei den Tierpflegenden als neugierige Tierpersönlichkeit. Wegen altersbedingter Arthrose ist er inzwischen langsamer geworden.
Geduldsspiel mit Haferflocken und Honig
Schimpanse Max wird 62 und erhielt zu seinem Geburtstag gemeinsam mit den anderen Tieren des Clans besondere Beschäftigungsangebote. In Hartplastikbehältern mit fingergroßen Öffnungen steckten Haferflocken, die mit Honig umhüllt waren.
„In der Wildbahn angeln sich die Schimpansen Termiten aus den Gängen ihres Baus, das ahmen wir hier mit den Hartplastikbehältern nach“, erklärt Tierpfleger Frank Wilhelms. Die Tiere nutzten ihre Finger oder Bambusstöckchen, um an die Haferflocken zu gelangen.
Zusätzlich hatten die Tierpflegenden Melonenschnitten und große Eisstücke auf der Anlage versteckt. Dabei handelte es sich um gefrorenen Eistee mit Beeren.
Max ist langsamer geworden
Für Max war die Beschäftigung nach Angaben des Zoos etwas leichter gestaltet. Das Schimpansen-Männchen sei für sein Alter noch fit, bewege sich wegen altersbedingter Arthrose in den Gelenken aber langsamer.
„Er schläft sehr viel, steht morgens eher spät auf, und Regen mag er gar nicht“, beschreiben ihn seine Tierpflegenden. Gleichzeitig sei Max weiterhin neugierig und interagiere viel mit den Besuchenden.
„Er ist eine echte Tierpersönlichkeit – viele unserer Gäste haben ihn über Generationen hinweg begleitet“, sagt Frank Wilhelms. Die Beschäftigung teilte sich Max mit Maleika im Alter von 47 Jahren, der 42-jährigen Chunja und der 32-jährigen Viktoria.
Schimpansen werden von der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet eingestuft. Nach Angaben des Zoos sind ihre Bestände durch Lebensraumverlust, Wilderei und illegalen Handel deutlich zurückgegangen.
Feuerwehr verhindert größeren Schaden in einem Mehrfamilienhaus an der Isernhagener Straße.
HANNOVER (redu) – Bei einem Brand in der List haben sich am frühen Montagmorgen 14 Bewohnerinnen und Bewohner sowie zwei Haustiere rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehr löschte das Feuer im Keller eines Mehrfamilienhauses an der Isernhagener Straße. Verletzt wurde niemand.
Geschlossene Wohnungstüren verhinderten nach Angaben der Feuerwehr, dass Brandrauch in die Wohnungen eindrang. Der Sachschaden wird auf rund 2.500 Euro geschätzt.
Um 05:40 Uhr meldete ein Anrufer der Regionsleitstelle eine starke Rauchentwicklung im Treppenraum des Mehrfamilienhauses. Daraufhin löste die Leitstelle unter dem Stichwort „Kellerbrand“ einen umfangreichen Einsatz aus.
Zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Buchholz und Kräfte des Rettungsdienstes rückten zur Isernhagener Straße aus. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten alle Bewohnerinnen und Bewohner das Gebäude bereits selbstständig verlassen.
Bewohner schließen Wohnungstüren
Insgesamt befanden sich 14 Menschen und zwei Haustiere in Sicherheit. Die Bewohner hatten beim Verlassen ihre Wohnungstüren geschlossen. Dadurch drang nach Angaben der Feuerwehr kein Brandrauch in die Wohnungen ein.
Zwei Trupps gingen unter Atemschutz mit einem Löschrohr in den Keller. Dort lokalisierten sie die Brandstelle und begannen mit den Löscharbeiten. Nach etwa 20 Minuten war das Feuer unter Kontrolle.
Treppenraum wird belüftet
Anschließend setzte die Feuerwehr mehrere Druckbelüftungsgeräte ein. Damit befreiten die Einsatzkräfte den verrauchten Treppenraum und angrenzende Gebäudebereiche vom Brandrauch.
Nach bisherigen Erkenntnissen brannten im Keller ein Kinderwagen und dort gelagertes Gerümpel. Die Ursache des Feuers ist noch ungeklärt.
Nach Abschluss der Maßnahmen übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle für weitere Ermittlungen an die Polizei Hannover. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 35 Einsatzkräften und 13 Fahrzeugen vor Ort.
Der erste Samstag war mit rund 230.000 Besucherinnen und Besuchern der stärkste Festtag.
HANNOVER (redu) – Zur Maschseefest Halbzeit haben nach Angaben der Hannover Veranstaltungs GmbH rund 1.040.000 Menschen das Sommerfestival besucht. Trotz wechselhaften Wetters und einer späteren Öffnung am 30. Juli zieht der Veranstalter nach zehn Tagen eine positive Zwischenbilanz.
Das Fest läuft noch bis zum 9. August. Neben internationaler Gastronomie und Live-Musik stehen unter anderem das NKR-Entenrennen und das Fackelschwimmen auf dem Programm.
Die Maschseefest Halbzeit fällt aus Sicht der Hannover Veranstaltungs GmbH positiv aus. Der erste Samstag war mit rund 230.000 Besucherinnen und Besuchern bislang der stärkste Tag am See.
Nach dem Auftakt mit den Finals 2026 Hannover und überwiegend sommerlichem Wetter beeinträchtigte leichter Regen das Fest am Sonntag und Montag. Am Donnerstag, 30. Juli, öffnete das Gelände wegen einer amtlichen Unwetterwarnung aus Sicherheitsgründen erst um 18.30 Uhr. Zwei Bühnen blieben geschlossen, weitere Programmpunkte wurden kurzfristig angepasst.
Sicherheit hatte Vorrang
„Mit mehr als einer Million Gästen nach zehn Tagen sind wir sehr zufrieden“, sagte HVG-Geschäftsführer André Lawiszus. Die spätere Öffnung am Donnerstag sei angesichts der Unwetterwarnung die richtige Entscheidung gewesen. Die Sicherheit der Gäste habe oberste Priorität.
Auch mehrere Gastronomiebetriebe bewerteten den bisherigen Verlauf überwiegend positiv. Demir Cesar vom Musikpark an der Maschseequelle berichtete von einer guten Stimmung und zahlreichen Gästen. Ein Table-Quiz musste wetterbedingt abgesagt werden, für die folgende Woche wurde ein Ersatztermin gefunden.
Annalena Kolberg vom Irish Folk am Südufer verzeichnete nach eigenen Angaben bislang mehr Gäste als im Vorjahr. Wegen der Unwetterwarnung mussten dort am zweiten Donnerstag mehrere größere Reservierungen abgesagt werden.
Reservierungen wegen Unwetterwarnung abgesagt
Auch die Weinbar Gegenüber am Nordufer musste nach Angaben von Betreiber Philip Lutz rund 300 Reservierungen stornieren. Trotz der daraus entstandenen Umsatzverluste äußerte er Verständnis für die Sicherheitsentscheidung und blickte optimistisch auf die verbleibenden Tage.
Vom Ostufer meldete Sascha Casado vom Ohana Beach besonders für das erste Wochenende und den sommerlich warmen Mittwoch einen guten Besuch. Die Finals hätten aus gastronomischer Sicht zwar kaum zusätzliche Gäste gebracht, seien aber ein Gewinn für die Stimmung am See und für Hannover gewesen.
Bis zum 9. August folgen weitere Konzerte und Veranstaltungen. Das NKR-Entenrennen beginnt am 1. August um 16 Uhr am Nordufer. Das traditionelle Fackelschwimmen ist dort für den 8. August ab 21.30 Uhr vorgesehen.
Update: ENTWARNUNG – Maschseefest öffnet ab 18:30 Uhr
Schäden durch starke Windböen könnten die Öffnung weiter verzögern oder zu einer Absage führen.
HANNOVER (redu) – Wegen der aktuellen Unwetterwarnung soll das Maschseefest am Donnerstag voraussichtlich erst um 20 Uhr öffnen. Nach dem Durchzug der angekündigten Unwetter ist eine erneute Sicherheitsbewertung vorgesehen. Eine weitere Verschiebung oder Absage bleibt möglich.
Entscheidend ist, ob die starken Windböen Schäden auf dem Gelände verursachen und die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher gewährleistet werden kann.
Die Unwetterwarnung für das Maschseefest führt zunächst zu einer späteren Öffnung. Der geplante Beginn um 20 Uhr steht jedoch unter Vorbehalt.
Sollten Windböen Schäden auf dem Veranstaltungsgelände verursachen, kann die Öffnung weiter verschoben oder abgesagt werden. Nach Angaben des Veranstalters haben die Sicherheit der Gäste, Mitarbeitenden und Partner oberste Priorität.
Über die weitere Entwicklung informiert das Maschseefest fortlaufend auf Instagram unter „maschseefest_hannover“ und auf Facebook unter „Maschseefest Hannover“.
HVG setzt das erweiterte Sperrkonzept am Mittwoch von 17 bis 0 Uhr um.
HANNOVER – Das Maschseefest Sicherheitskonzept wird am Queer Wednesday vorsorglich erweitert. Die Hannover Veranstaltungs GmbH setzt dazu zusätzliche Verkehrssperrungen um. Nach Angaben der Polizeidirektion Hannover liegen derzeit keine Hinweise auf eine konkrete Gefahrenlage vor.
Die Maßnahmen gelten bislang nur an den besucherstarken Freitagen und Samstagen. Am Mittwoch werden sie nun ebenfalls umgesetzt.
Sperrungen beginnen am Nachmittag
Das Maschseefest Sicherheitskonzept sieht am Mittwoch von 17 bis 0 Uhr Sperrungen rund um das Veranstaltungsgelände vor. Betroffen sind das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer ab der Riepestraße, die Willy-Brandt-Allee und die Culemannstraße. Mit dem Aufbau der Sperren beginnt die HVG um 13 Uhr.
Am Nordufer des Maschsees werden zudem im Eingangsbereich auf der Seite des Kurt-Schwitters-Platzes Oktablöcke auf einer Länge von etwa 23 Metern aufgestellt. Sie befinden sich vor dem Schwerlastboden.
Keine Einschränkungen beim Festbesuch
Die Anpassung erfolgt nach Angaben der HVG in enger Abstimmung mit Polizei, Feuerwehr, Landeshauptstadt Hannover und den zuständigen Sicherheitsbehörden. Die Lage werde fortlaufend bewertet. Bei Bedarf könne das Konzept erneut angepasst werden.
Für Gäste ergeben sich nach Angaben des Veranstalters keine Einschränkungen beim Besuch des Maschseefestes. Im Umfeld des Geländes kann es während der Sperrzeiten jedoch zu geänderten Verkehrsführungen und Einschränkungen für den Individualverkehr kommen.
HVG-Geschäftsführer André Lawiszus erklärte: „Die Sicherheit unserer Besucherinnen und Besucher hat für uns oberste Priorität. Mit der vorsorglichen Umsetzung des erweiterten Sperrkonzepts stärken wir unser bestehendes Sicherheitskonzept und schaffen die bestmöglichen Voraussetzungen für einen unbeschwerten Besuch des Maschseefestes.“
Maschseefest verzeichnet in vier Tagen rund 150.000 Gäste mehr als im Vorjahr.
HANNOVER (redu) – Das Doppel-Event Hannover aus Maschseefest und den Finals 2026 hat in den ersten vier gemeinsamen Veranstaltungstagen zahlreiche Menschen an den Maschsee gezogen. Nach Angaben der Hannover Veranstaltungs GmbH lag die Besucherzahl deutlich über dem Vorjahreswert.
Vom 23. bis 26. Juli verbanden sich Kanu- und Ruderwettbewerbe auf dem Maschsee mit dem gastronomischen und kulturellen Angebot des Seefests.
15 Meistertitel auf dem Maschsee
Beim Doppel-Event Hannover wurden insgesamt 15 Deutsche Meistertitel vergeben. Acht Entscheidungen fielen im Kanu, sieben im Rudern.
Die vorverlegten Öffnungszeiten des Maschseefests ermöglichten es den Gästen, zunächst die Wettkämpfe zu verfolgen und anschließend das Angebot rund um den See zu nutzen. Besonders am Nordufer entstand nach Angaben der Hannover Veranstaltungs GmbH eine lebendige Atmosphäre.
Das überwiegend sommerliche Wetter trug laut Veranstalter ebenfalls dazu bei, dass zahlreiche Menschen den Maschsee besuchten.
Rund 150.000 zusätzliche Gäste
In den ersten vier Tagen verzeichnete das Maschseefest rund 150.000 Besucherinnen und Besucher mehr als im Vorjahr. Bereits am Eröffnungsmittwoch kamen etwa 20.000 Gäste mehr als im vergangenen Jahr.
Die Veranstaltung begann diesmal wegen einer Eröffnungsshow auf einer schwimmenden Bühne bereits um 16 Uhr statt um 18 Uhr.
„Die ersten vier Tage haben gezeigt, wie gut sich das Maschseefest und Die Finals 2026 ergänzen. Die Sportwettkämpfe direkt auf dem Maschsee im Kanu- und Rudersport waren ein Publikumsmagnet und haben das Fest auf besondere Weise bereichert“, sagt André Lawiszus, Geschäftsführer der Hannover Veranstaltungs GmbH.
Viele Sportfans hätten das Seefest kennengelernt. Zugleich hätten zahlreiche Gäste des Maschseefests spontan die Wettkämpfe verfolgt. Wer ausschließlich das Seefest besuchen wollte, habe unter anderem am Geibel und am Südufer an der Löwenbastion entsprechende Möglichkeiten gehabt.
Nach dem Ende der Finals läuft das Maschseefest noch zwei Wochen weiter. Bis zum 9. August stehen internationale Gastronomie, Live-Musik, Unterhaltung und weitere Veranstaltungen rund um den Maschsee auf dem Programm.
Zwei junge Thüringer-Wald-Ziegen und ein Lamm der Rauwolligen Pommerschen Landschafe bereichern den Zoo-Bauernhof.
HANNOVER – Zwei junge Thüringer-Wald-Ziegen erkunden seit ihrer Geburt am 18. Juli den Zoo-Bauernhof „Meyers Hof“ im Erlebnis-Zoo Hannover. Auch bei den Rauwolligen Pommerschen Landschafen gibt es Nachwuchs. Mit den Jungtieren macht der Zoo auf bedrohte alte Haustierrassen aufmerksam.
Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich mit der Haltung und Zucht alter deutscher Nutztierrassen aktiv an deren Erhalt. Mehrere der vorgestellten Rassen gelten als stark gefährdet.
Kleine Seltenheiten auf Meyers Hof
Die beiden Thüringer-Wald-Ziegen zeigen bereits ihre Neugier und erkunden noch etwas unsicher ihre Umgebung. Wird es ihnen zu aufregend, suchen sie die Nähe ihrer Mutter „Ida“. Die Rasse gilt laut Roter Liste der gefährdeten Nutztierrassen als stark gefährdet.
Auch bei den Rauwolligen Pommerschen Landschafen wächst die Herde. Schaf „Heidemarie“ kümmert sich um ihr erstes, am 19. Juli geborenes Lamm. Anders als die silbergrauen erwachsenen Tiere sind die Lämmer vollständig schwarz.
Weitere Jungtiere erwartet
Der Nachwuchs auf Meyers Hof wird in den kommenden Wochen weiter wachsen. Ziege „Clara“ brachte am 22. Juli zwei weitere Jungtiere zur Welt. Außerdem erwartet der Zoo Nachwuchs von Ziege „Uschi“ sowie von etwa zehn Rauwolligen Pommerschen Landschafen.
Auch bei den stark gefährdeten Japanerkaninchen gibt es bereits Nachwuchs. Zwei Jungtiere wurden am 22. Mai und fünf weitere am 22. Juni geboren und sind im größten Stall des Zoo-Bauernhofs zu beobachten.
Der Erlebnis-Zoo Hannover hält auf Meyers Hof mehrere alte deutsche Haustierrassen, darunter Thüringer-Wald-Ziegen, Harzer Höhenvieh, Schwarzbunte Altdeutsche Niederungsrinder, Dülmener Pferde, Rauwollige Pommersche Landschafe, Leine-Gänse sowie Bunte Bentheimer Landschweine. Mit der Zucht dieser Tiere unterstützt der Zoo ihren langfristigen Erhalt.
Schwimmende Bühne, Musik und Feuerwerk markieren den Start von Norddeutschlands größtem Seefest und Deutschlands größtem Multisportevent.
HANNOVER – Mit einer Eröffnungsshow auf einer schwimmenden Bühne haben Maschseefest und Finals 2026 am Mittwoch gemeinsam begonnen. Bis zum 9. August lädt das Seefest an den Maschsee ein, während vom 23. bis 26. Juli die Deutschen Meisterschaften in 24 Sportarten in Hannover stattfinden.
Erstmals wurden das Maschseefest und Deutschlands größtes Multisportevent gemeinsam eröffnet. Die Verbindung von Sport, Kultur und Festival soll Hannover bundesweit präsentieren.
Auf einer eigens errichteten schwimmenden Bühne präsentierten sich verschiedene Sportarten der Finals. Musikalisch gestalteten die Hannoveraner Band Fury in the Slaughterhouse sowie die aus der Region Hannover stammende Sängerin Lina Larissa Strahl das Eröffnungsprogramm.
Um 17.30 Uhr gaben Oberbürgermeister Belit Onay, Niedersachsens Ministerin für Inneres und Sport Daniela Behrens, Regionsdezernent Jens Palandt sowie HVG-Geschäftsführer André Lawiszus mit einem gemeinsamen Druck auf den Buzzer das Startsignal für beide Veranstaltungen. Ein Feuerwerk bildete den Abschluss der Eröffnung, ehe kurz darauf leichter Regen einsetzte.
Veranstaltungen bis Anfang August
Das 38. Maschseefest verwandelt das Seeufer bis zum 9. August in eine Flaniermeile mit internationaler Gastronomie, Live-Musik sowie einem Kultur- und Familienprogramm. Parallel werden im Rahmen der Finals vom 23. bis 26. Juli insgesamt 143 deutsche Meistertitel in 24 Sportarten vergeben. Zahlreiche Wettbewerbe finden direkt am und auf dem Maschsee statt.
Belit Onay bezeichnete die gemeinsame Eröffnung als Ausdruck eines vielfältigen, gastfreundlichen und lebendigen Hannovers. André Lawiszus betonte, die Kombination aus Sport und Kultur biete die Chance, die Landeshauptstadt bundesweit als moderne Veranstaltungsstadt zu präsentieren.
Begehbare Installation auf dem Platz „Am Markte“ bietet Schatten, Pflanzen und Vernebelung.
HANNOVER – Die Klima-Kiste in Hannover bietet ab sofort einen bepflanzten Rückzugsort in der Altstadt. Die begehbare Installation auf dem Platz „Am Markte“ wurde am Dienstag eröffnet und soll bis zum 20. September an heißen Tagen für Abkühlung und Erholung sorgen.
Mit dem Projekt setzt die Landeshauptstadt Hannover auf praktische Maßnahmen zur Klimaanpassung. Die Klima-Kiste verbindet Aufenthaltsqualität mit Informationen über die Folgen des Klimawandels und Möglichkeiten zum eigenen Handeln.
Kühlere Temperaturen mitten in der Altstadt
Die fünf mal sieben Meter große begehbare Holzkonstruktion steht zwischen Altem Rathaus und Marktkirche auf dem Platz „Am Markte“. Sie ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.
Üppige Bepflanzung, Sonnensegel und eine Verneblungsanlage schaffen im Inneren Temperaturen, die nach Angaben der Stadt bis zu zehn Grad unter der Umgebungstemperatur liegen können. Sitzbänke laden Besucherinnen und Besucher zum Verweilen ein.
Informationen zum Klimawandel
Drei Infostelen ergänzen das Angebot. Sie informieren über Hitze, Wasser, Starkregen und Grün sowie über die Auswirkungen des Klimawandels und Möglichkeiten zur Klimaanpassung.
Darüber hinaus erhalten Besucherinnen und Besucher praktische Anregungen für den Alltag und können an einer Online-Befragung zu heißen und kühlen Orten in Hannover teilnehmen.
Bei der Eröffnung verwies Oberbürgermeister Belit Onay auf die jüngsten Wetterereignisse.
„Die Hitzewelle Ende Juni und das Starkregenereignis am 13. Juli haben uns eindrücklich die Folgen des Klimawandels aufgezeigt. Wir müssen daher unvermindert unsere Anstrengungen beim Klimaschutz fortsetzen und gleichzeitig Hannover zu einer klimawandelangepassten Stadt entwickeln“, sagte Onay.
Technik steuert Bewässerung und Vernebelung
Finanziert wird das Projekt über das KfW-Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ im Rahmen des Projekts „Restart:#HANnovativ“.
Die Pflanzen werden mithilfe von Bodenfeuchtesensoren automatisch und bedarfsgerecht bewässert. Die Verneblungsanlage schaltet sich automatisch ein, sobald Sensoren des Stadtklimamessnetzes eine gefühlte Temperatur von mehr als 25 Grad erfassen. Die Bepflanzung übernimmt der Ausbildungsbetrieb des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün, die Pflanzen stammen überwiegend aus der Stadtgärtnerei.
Einsatz auch in den kommenden Jahren geplant
Am 20. September wird die Klima-Kiste abgebaut und eingelagert. Die Pflanzkisten überwintern in der Stadtgärtnerei.
Nach Angaben der Landeshauptstadt soll die Klima-Kiste künftig jedes Jahr von Mitte Juni bis Ende September an einem heißen Standort in der Innenstadt aufgebaut werden. Entwickelt wurde das Konzept vor drei Jahren von der Hameln Marketing und Tourismus GmbH und wird inzwischen auch in Geisenheim, Wiesbaden, Cottbus sowie Dudelange in Luxemburg eingesetzt.
Mehr als eine Woche nach dem Starkregen sind Reparaturen an beschädigten Aufzügen in mehreren Wohngebäuden noch nicht vollständig abgeschlossen.
HANNOVER (redu) – Die Starkregen Folgen sind in mehreren Wohngebäuden im Stadtteil Bothfeld noch immer spürbar. Mehr als eine Woche nach dem Unwetter vom 13. Juli sind beschädigte Aufzüge teilweise noch nicht vollständig instand gesetzt. Besonders für mobilitätseingeschränkte Bewohner bedeutet das erhebliche Einschränkungen im Alltag.
Überflutete Aufzugsschächte zeigen, dass Starkregen weit über den eigentlichen Niederschlag hinaus Folgen haben kann. Der Ausfall technischer Anlagen belastet Bewohner oft noch lange nach dem Ende des Unwetters.
Wenn Starkregen den Aufzug lahmlegt
Der Starkregen vom 13. Juli hat in Bothfeld nicht nur Straßen und Keller überflutet. Nach Angaben der Landeshauptstadt Hannover fielen innerhalb von nur 30 Minuten rund 67 Millimeter Niederschlag. Das entspricht 67 Litern Wasser pro Quadratmeter.
Die Wassermassen drangen in mehrere Wohngebäude ein und erreichten auch Aufzugsschächte sowie technische Anlagen. Betroffene Fahrstühle mussten vollständig außer Betrieb genommen werden.
Reparaturen dauern teilweise länger als eine Woche
Bevor Fachunternehmen mit der technischen Prüfung beginnen konnten, musste das eingedrungene Wasser zunächst durch eine Spezialfirma abgesaugt werden. Erst danach konnten die Anlagen kontrolliert und die notwendigen Reparaturen eingeleitet werden.
Ein einfaches Trocknen und Wiedereinschalten reicht nach einem solchen Wassereinbruch nicht aus. Bauteile, die mit Wasser in Kontakt gekommen sind, müssen sorgfältig geprüft und teilweise ersetzt werden.
Das gilt besonders für sicherheitsrelevante oder korrosionsgefährdete Komponenten. Schäden dürfen nicht erst später auftreten und den sicheren Betrieb beeinträchtigen.
Die Arbeiten an den unterschiedlichen Aufzügen dauerten deshalb mehrere Tage und teilweise länger als eine Woche. Auch dort, wo einzelne Fahrstühle inzwischen wieder genutzt werden können, ist die vollständige technische Wiederherstellung noch nicht überall abgeschlossen.
Stillstand wird im Alltag zur Barriere
Besonders belastend ist der Ausfall für ältere und gehbehinderte Bewohner sowie für Menschen, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind. Für sie kann ein stillstehender Aufzug bedeuten, dass sie ihre Wohnung nur mit Unterstützung oder zeitweise überhaupt nicht verlassen können.
Auch Familien mit Säuglingen oder Kleinkindern sind betroffen. Kinderwagen, Einkäufe und andere schwere Gegenstände müssen über mehrere Etagen durch das Treppenhaus getragen werden.
Was für mobile Bewohner vor allem beschwerlich ist, kann für Menschen mit körperlichen Einschränkungen zu einer erheblichen Barriere werden. Der Ausfall betrifft damit nicht nur den Komfort, sondern unmittelbar die Selbstständigkeit im Alltag.
Nachbarschaftshilfe fängt Folgen teilweise auf
Während die Aufzüge vollständig stillstanden, unterstützten sich Bewohner teilweise gegenseitig. Nachbarschaftshilfe spielte besonders bei Einkäufen und anderen alltäglichen Erledigungen eine wichtige Rolle.
Vor allem Menschen, die ihre Wohnung nur eingeschränkt verlassen konnten, waren auf diese Unterstützung angewiesen. Die Hilfe aus der Nachbarschaft konnte die technischen Ausfälle jedoch nur teilweise auffangen.
Schäden reichen über die Aufzüge hinaus
Neben der Gebäudetechnik wurden auch Kellerbereiche überflutet. Dort eingelagerte Gegenstände konnten durch das Wasser beschädigt oder vollständig unbrauchbar werden.
Das genaue Ausmaß solcher Schäden zeigt sich häufig erst nach und nach. Auch bei den technischen Anlagen können Prüfung, Ersatz und Wiederinbetriebnahme längere Zeit beanspruchen.
Starkregen wirkt noch länger nach
Das Ereignis zeigt, dass die Folgen von Starkregen nicht mit dem Abpumpen des Wassers beendet sind. Technische Anlagen können über Tage oder Wochen ausfallen und den Alltag der Bewohner erheblich einschränken.
Gleichzeitig werden mögliche Vorsorgemaßnahmen geprüft oder vorbereitet. Ziel ist es, bei vergleichbaren Ereignissen künftig schneller reagieren und Schäden an Gebäudetechnik und Kellerräumen möglichst begrenzen zu können.
Welche Maßnahmen technisch sinnvoll und umsetzbar sind, hängt von der Bauweise und der jeweiligen Situation vor Ort ab.
Für die betroffenen Bewohner war der Starkregen deshalb nicht nach einer halben Stunde vorbei. Seine Folgen waren noch mehr als eine Woche später spürbar und werden teilweise darüber hinaus andauern.
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