Christoph 4 verzeichnet 2025 nur leichten Einsatzrückgang
1.028 Alarmierungen am Standort der MHH – Einsatzschwerpunkte unverändert.
HANNOVER (redu) – Der Rettungshubschrauber Christoph 4 ist im Jahr 2025 zu insgesamt 1.028 Einsätzen alarmiert worden. Damit liegt die Bilanz nur leicht unter dem Vorjahreswert. Stationiert an der Medizinischen Hochschule Hannover, deckt die Maschine tagsüber vor allem Notfälle im Stadtgebiet und der Region ab.
Die Zahlen zeigen eine konstante Bedeutung der Luftrettung für die Region Hannover, insbesondere bei schweren Unfällen und zeitkritischen medizinischen Notfällen.
Mit 1.028 Einsätzen verzeichnete Christoph 4 im Jahr 2025 einen leichten Rückgang gegenüber 2024 mit 1.077 Alarmierungen. Einsatzstärkster Monat war der Juni mit 116 Einsätzen, gefolgt von August mit 112 und April mit 111 Alarmierungen.
Deutlich geringer fiel das Einsatzaufkommen im Januar und Dezember aus. Mit 52 beziehungsweise 54 Einsätzen spiegeln diese Monate die begrenzte Einsatzzeit wider, da der Hubschrauber ausschließlich zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, frühestens ab 7 Uhr, verfügbar ist.
Einsatzschwerpunkte und Alarmierungen
Nach Angaben des Teams haben sich die Einsatzszenarien kaum verändert. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf Einsätzen auf Landstraßen und Autobahnen. Hinzu kommen unter anderem Stürze aus großer Höhe, Reitunfälle, schwere Schädel-Hirn- und Wirbelsäulenverletzungen sowie Notfälle mit Kindern, Herzinfarkte und Schlaganfälle.
Ein Teil der Alarmierungen führte nicht zu einem Einsatzflug. Insgesamt wurden 192 Fehleinsätze registriert, etwa weil bodengebundene Notärzte rechtzeitig eintrafen oder Flüge aus Wetter- und Sichtgründen abgebrochen werden mussten.
Besatzung und Organisation des Rettungshubschraubers
Sekundär- und Verlegungsflüge spielten mit 21 Einsätzen eine untergeordnete Rolle und blieben unter dem Vorjahreswert. Sie erfolgen vor allem bei zeitkritischen Verlegungen in spezialisierte Kliniken.
Die ärztliche Leitung liegt bei der Klinik für Unfallchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover. Zum Team gehören zudem fünf Notfallsanitäterinnen und -sanitäter der Johanniter-Unfall-Hilfe. Die Piloten stellt die Bundespolizei-Fliegerstaffel Gifhorn.













