Veranstalter bestätigen den Tod eines Teilnehmers während des FireFit-Wettbewerbs auf dem Messegelände.
HANNOVER (redu) – Bei den FireFit Championships im Rahmen der Interschutz ist ein Teilnehmer ums Leben gekommen. Die Veranstalter bestätigten den Todesfall bei der FireFit und sprachen den Angehörigen sowie Freunden des Verstorbenen ihr Mitgefühl aus.
Weitere Informationen zu den Hintergründen oder den Umständen des Vorfalls wurden von den Veranstaltern zunächst nicht veröffentlicht.
Die Organisatoren der FireFit Championships teilten mit, dass es während des Wettbewerbs auf dem Gelände der Interschutz zu einem Todesfall bei der FireFit gekommen ist.
In einer veröffentlichten Erklärung sprachen FireFit, die HAIX Group und die Deutsche Messe AG der Familie, den Angehörigen und den Freunden des Verstorbenen ihr Beileid aus.
Aus Respekt vor der Privatsphäre der betroffenen Familie werden nach Angaben der Veranstalter keine weiteren Details zu den Umständen des Vorfalls bekanntgegeben. Wir berichten ebenfalls nicht weiter über den tragischen Zwischenfall und schließen uns der Anteilnahme an.
Neues Gremium soll Standards schaffen und die Kommunikationsarbeit der Feuerwehren stärken.
HANNOVER (redu) – Mit der Gründung eines neuen Fachbereichs stärkt der Deutsche Feuerwehrverband die Feuerwehrkommunikation in Deutschland. Das Gremium wurde auf der Weltleitmesse INTERSCHUTZ in Hannover ins Leben gerufen und soll Wissen bündeln, Standards entwickeln sowie die Mitgliedsverbände gezielt unterstützen.
Der neue Fachbereich reagiert auf steigende Anforderungen an die Öffentlichkeitsarbeit im Feuerwehrwesen und soll praxisnahe Hilfen für Verbände und Feuerwehren entwickeln.
Vernetzung, Wissenstransfer und Pressearbeit
Mit der Gründung des neuen Fachbereichs rückt die Feuerwehrkommunikation stärker in den Fokus der Verbandsarbeit. Die Entscheidung fiel im Rahmen der INTERSCHUTZ in Hannover. In der konstituierenden Sitzung legten die Mitglieder erste Themenfelder fest und wählten die Leitung des Gremiums.
Zum Leiter wurde Benedikt Wolter gewählt. Er ist Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz und arbeitet beruflich in der Kommunikationsbranche. Die stellvertretende Leitung übernimmt Michael Klahre, Sprecher des Netzwerkes der Pressesprecherinnen und Pressesprecher der Deutschen Berufsfeuerwehren sowie Pressesprecher der Feuerwehr Dresden.
Nach Angaben des Deutschen Feuerwehrverbandes versteht sich der Fachbereich als Plattform für Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer zwischen den Mitgliedsverbänden. Bestehende Kompetenzen sollen zusammengeführt und erfolgreiche Praxisbeispiele sichtbar gemacht werden.
Geplant sind unter anderem Fachempfehlungen, Vorlagen für Social-Media-Arbeit, Hilfen zur Pressearbeit sowie Informationen zu Bildrechten und zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, konkrete Werkzeuge für die tägliche Arbeit in den Verbänden bereitzustellen.
DFV-Vizepräsident Frank Hachemer verweist auf die wachsenden Anforderungen an die Kommunikationsarbeit im Feuerwehrwesen. Gleichzeitig sei deren Bedeutung für die Einsatzbewältigung, das Vertrauen der Bevölkerung und die Gewinnung neuer Mitglieder deutlich gestiegen.
Der neue Fachbereich soll deshalb nicht nur den fachlichen Austausch fördern, sondern auch unmittelbar nutzbare Ergebnisse liefern. Dazu zählen Empfehlungen, Arbeitshilfen und Materialien, die bis zu den Feuerwehren vor Ort Wirkung entfalten sollen.
Das Deutsche Rote Kreuz entwickelt gemeinsam mit weiteren Hilfsorganisationen eine mobile Infrastruktur für große Betreuungslagen.
HANNOVER / BERLIN (redu) – Das Mobiles Betreuungsmodul 5000 des Deutschen Roten Kreuzes soll im Krisenfall innerhalb kurzer Zeit eine weitgehend autarke Unterkunfts- und Betreuungseinrichtung für bis zu 5.000 Menschen bereitstellen. Das Pilotprojekt gilt als wichtiger Baustein der künftigen Betreuungsreserve des Bundes.
Das Konzept reagiert auf neue Anforderungen im Bevölkerungsschutz und soll die Versorgung großer Personengruppen auch bei zerstörter oder fehlender Infrastruktur ermöglichen.
Das Mobiles Betreuungsmodul 5000 wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelt. Beteiligt sind neben dem Deutschen Roten Kreuz auch Arbeiter-Samariter-Bund, DLRG, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst. Ziel ist die Schaffung einer leistungsfähigen Betreuungsreserve für außergewöhnliche Krisenlagen.
Betreuung für 5.000 Menschen
Grundlage des Projekts sind sicherheitspolitische Planungen des Bundes. Die Konzeption Zivile Verteidigung und das Weißbuch der Bundeswehr gehen davon aus, dass Deutschland künftig auf großräumige Fluchtbewegungen, Evakuierungen und andere außergewöhnliche Schadenslagen vorbereitet sein muss. Betreuung und Unterbringung gelten dabei als zentrale Schlüsselressourcen.
Das System ist modular aufgebaut. Ein vollständiges Modul kann in vier sogenannte Dörfer gegliedert werden. Jedes Dorf ist für etwa 1.250 Menschen ausgelegt und umfasst die Bereiche Unterkunft, Versorgung, Medizin und Pflege, Wasser- und Sanitärversorgung sowie soziale Betreuung. Ergänzt werden diese Strukturen durch Logistik, Management, IT-Kommunikation, Energieversorgung sowie Sicherheitskomponenten.
Enorme Logistik im Hintergrund
Die Zahlen hinter dem Projekt verdeutlichen die Dimension des Vorhabens. Für die Vorhaltung eines Moduls werden 224 Spezialcontainer, rund 5.000 Paletten und Transportboxen sowie Material im Umfang von etwa 140 Lastwagenladungen benötigt. Hinzu kommen 10.000 Quadratmeter Lagerfläche, 60 Spezialfahrzeuge, 300 Unterkunftszelte und 40 Zelte für die Gesundheitsversorgung.
Im Einsatz benötigt das Modul rund 200.000 Quadratmeter Fläche. Täglich werden je nach Jahreszeit zwischen 26.000 und 50.000 Liter Diesel für Stromversorgung und Beheizung benötigt. Gleichzeitig müssen etwa 800.000 Liter Trink- und Abwasser bewegt werden.
Die Planungen orientieren sich an realistischen Bevölkerungsstrukturen. Von 5.000 betreuten Personen entfallen rund 3.152 auf Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren, 1.029 auf Menschen über 65 Jahre sowie mehrere hundert Kinder und Jugendliche.
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Gesundheitsversorgung. Geplant sind mobile Arztpraxen für Allgemeinmedizin und Gynäkologie, spezielle Infektionskrankentransportwagen sowie Pflegestationen.
Bereits während der Entwicklungsphase kamen Komponenten des Projekts in realen Einsatzlagen zum Einsatz. Material und Infrastruktur wurden unter anderem nach der Flutkatastrophe im Ahrtal sowie bei der Unterbringung von Geflüchteten am ehemaligen Flughafen Berlin-Tegel genutzt.
Mit dem Mobilen Betreuungsmodul 5000 entsteht damit eine Infrastruktur, die im Krisenfall die schnelle Versorgung, Unterbringung und medizinische Betreuung tausender Menschen ermöglichen soll.
Von Spezialfahrzeugen über Robotik bis zu neuen Ausbildungskonzepten präsentiert das THW auf der Interschutz 2026 seine Strategie für einen leistungsfähigen Bevölkerungsschutz.
HANNOVER (redu) – Das Fokuswort THW auf der Interschutz steht bei der Fachmesse Interschutz 2026 in Hannover im Mittelpunkt. Das Technische Hilfswerk präsentiert moderne Einsatztechnik, neue Ausbildungsmodelle, Sicherheitsforschung sowie Projekte zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes und der zivilen Verteidigung.
Die Präsentation zeigt, wie das THW seine Einsatzfähigkeit ausbaut und gleichzeitig auf neue Herausforderungen im Katastrophenschutz sowie in der zivilen Verteidigung reagiert.
Zivile Verteidigung und moderne Einsatztechnik
Das THW auf der Interschutz nutzt die Fachmesse, um aktuelle Entwicklungen in Technik, Ausbildung und Infrastruktur vorzustellen. In Halle 17 sowie auf einer weiteren Ausstellungsfläche erhalten Besucher Einblicke in die Arbeit der Bundesanstalt und deren Zukunftsstrategie für den Bevölkerungsschutz.
Ein Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf der Refokussierung der zivilen Verteidigung. Das THW betont dabei die Bedeutung einer umfassenden Einsatzbereitschaft für Krisen- und Katastrophenlagen. Vorgestellt wird unter anderem ein neuer Logistik-Unimog, der zu einer Serie von 66 Fahrzeugen gehört. Die Beschaffung erfolgte auch auf Grundlage der Erfahrungen aus dem Starkregenereignis „Bernd“ im Jahr 2021.
Zusätzlich informiert das THW über den Aufbau einer Zivilschutzreserve sowie über die Beschaffung spezieller Hochleistungstechnik für den Katastrophenschutz. Rund 88.000 ehrenamtliche Einsatzkräfte bilden dabei die Grundlage der Organisation.
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Ausbildung der Einsatzkräfte. Das THW verfolgt das Ziel, seine Fähigkeiten im Bereich chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Gefahren weiter auszubauen.
Auf der Messe wird dazu die Mobile Atemschutzübungsstrecke vorgestellt. Die sogenannte MOBAS befindet sich in einem Sattelauflieger und ermöglicht realitätsnahe Belastungsübungen direkt in den Regionen. Die Anlage verfügt über moderne Trainingsbereiche mit Ergometern, Nebeltechnik und weiteren Übungselementen.
Finanziert wurde das Projekt durch eine gemeinsame Spende der Stiftung THW und Siemens Caring Hands e. V. mit einem Volumen von rund 1,1 Millionen Euro. Vorführungen finden während der Messe an mehreren Tagen statt.
Unter dem Motto „Zukunft im Blick“ präsentiert das THW aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Dazu gehört das Robotersystem ROMATRIS, das Lasten von bis zu 120 Kilogramm transportieren kann.
Ergänzt wird die Ausstellung durch den Erkundungsroboter SMURF, moderne VTOL-Drohnen und Systeme zur KI-gestützten Personenortung. Darüber hinaus informiert das THW über das Projekt RESCUE, das eine emissionsfreie Energieversorgung mittels Brennstoffzellentechnologie ermöglichen soll.
Neben den technischen Innovationen spielt auch die Nachwuchsarbeit eine wichtige Rolle. Die THW-Jugend beteiligt sich mit eigenen Programmpunkten und Diskussionsveranstaltungen am Messeauftritt.
Die internationale Zusammenarbeit bildet einen weiteren Schwerpunkt. Nach Angaben des THW stellt die Unterstützung der Ukraine den größten Logistikeinsatz in der Geschichte der Organisation dar. Auf dem Messestand berichten Fachleute und Gäste über ihre Erfahrungen aus den Hilfseinsätzen.
Darüber hinaus werden europäische Projekte zum Wissensaustausch und zur Stärkung des Katastrophenschutzes vorgestellt. Dazu zählt unter anderem das Projekt „Stride“. Auch die Kulturgutrettung nimmt einen Platz auf dem Stand ein. Die europäische Einheit CHRU demonstriert ihre Arbeit zum Schutz historischer Kulturgüter nach Katastrophenereignissen.
Ein historischer Unimog erinnert gleichzeitig an die Entwicklung des THW in den vergangenen Jahrzehnten.
Neue Liegenschaften für mehr Resilienz
Neben Technik und Ausbildung informiert das THW über eines der größten Bauprogramme seiner Geschichte. Bundesweit benötigt etwa ein Drittel der Ortsverbände neue Unterkünfte. Ein Rahmenvertrag ermöglicht zunächst die Errichtung von bis zu 60 Gebäuden.
Die neuen Standorte werden nach standardisierten Vorgaben gebaut und sollen durch Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Wärmepumpen auch bei längeren Stromausfällen funktionsfähig bleiben. Auf der Interschutz können Besucher ein Architekturmodell sowie ein Zeitraffervideo eines bereits realisierten Bauprojekts besichtigen.
Mit seinem Auftritt auf der Interschutz 2026 präsentiert sich das Technische Hilfswerk als moderne Einsatzorganisation des Bundes. Die Kombination aus neuer Technik, Forschung, Ausbildung, internationalem Erfahrungsaustausch und Infrastrukturprojekten verdeutlicht die strategische Ausrichtung auf einen leistungsfähigen und widerstandsfähigen Bevölkerungsschutz.
DFV und AGBF Bund bündeln Kompetenzen für Künstliche Intelligenz im Feuerwehrwesen.
HANNOVER (redu) – Mit der Gründung eines KI-Arbeitskreis haben der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und die AGBF Bund auf der INTERSCHUTZ 2026 einen wichtigen Schritt zur Digitalisierung der deutschen Feuerwehren vollzogen. Das neue Gremium soll den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Einsatzführung, Lagebewertung und Entscheidungsprozessen voranbringen.
Die Initiative reagiert auf zunehmende Datenmengen, komplexere Einsatzlagen und den Bedarf nach schnelleren sowie fundierteren Entscheidungen im Bevölkerungsschutz.
Der Deutsche Feuerwehrverband und die Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland haben den neuen KI-Arbeitskreis im gemeinsamen Fachausschuss „Leitstellen und Digitalisierung der deutschen Feuerwehren“ gegründet. Der offizielle Start erfolgte im Rahmen der INTERSCHUTZ 2026 in Hannover.
Künstliche Intelligenz im Einsatz
Nach Angaben des DFV gewinnt Künstliche Intelligenz durch die steigende Verfügbarkeit von Informationen und die zunehmende Vernetzung von Einsatzszenarien deutlich an Bedeutung. Gleichzeitig stehen Feuerwehren vor der Herausforderung, Prozesse effizienter zu gestalten und vorhandene Ressourcen optimal einzusetzen.
DFV-Vizepräsident Dr. Christoph Weltecke betont, dass moderne Technologien helfen können, auf die wachsenden Anforderungen in einem dynamischen sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Umfeld zu reagieren.
Vernetzte Daten und neue Projekte
Leiter des neuen Arbeitskreises ist Ulrich Pankotsch vom Brand- und Katastrophenschutzamt Dresden. Ziel sei es, Daten aus Erkundungs-, Führungs- und Wirksystemen besser miteinander zu verknüpfen. Dadurch sollen Einsatzkräfte ein aktuelleres Lagebild erhalten und Entscheidungen auf einer breiteren Informationsbasis treffen können.
Zu den ersten Arbeitsschwerpunkten gehören die Entwicklung und Betreuung einer geschützten Cloud für KI-Anwendungen, die Erarbeitung praxisnaher Leitfäden sowie die Unterstützung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Darüber hinaus soll der Kompetenzaufbau im Bereich Künstliche Intelligenz innerhalb der Feuerwehren gefördert werden.
Die INTERSCHUTZ 2026 steht unter dem Motto „Safeguarding Tomorrow“ und bietet damit den passenden Rahmen für die Vorstellung neuer Technologien, die künftig die Arbeit von Feuerwehren und Rettungsdiensten unterstützen sollen.
Der limitierte Messe-Rucksack von HAIX entwickelt sich zum begehrtesten Sammelobjekt der INTERSCHUTZ 2026.
HANNOVER (redu) – Die HAIX Rucksack-Jagd auf der INTERSCHUTZ 2026 sorgt für ungewöhnliche Szenen in den Messehallen. Bereits vor der Öffnung der Hallentore bilden sich lange Warteschlangen, um einen der limitierten „Backpack Interschutz Edition“-Rucksäcke zu erhalten.
Während Hersteller modernste Technik für Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz präsentieren, entwickelt sich ausgerechnet ein Werbeartikel zu einem der größten Besuchermagneten der Messe.
Wer auf der INTERSCHUTZ 2026 einen Platz in der ersten Reihe haben möchte, muss nicht zwingend eine Fahrzeugpremiere besuchen. Für viele Besucher führt der direkte Weg stattdessen zum HAIX-Stand. Dort dreht sich alles um die begehrte HAIX Rucksack-Jagd.
Begehrtes Messeobjekt
Die speziell für die Weltleitmesse aufgelegte „Backpack Interschutz Edition“ im auffälligen „United by Fire“-Design hat innerhalb weniger Tage Kultstatus erreicht. Feuerwehrangehörige, Rettungskräfte und zahlreiche Messegäste nehmen dafür lange Wartezeiten in Kauf.
Zeitweise ziehen sich die Schlangen über mehrere hundert Meter vor und durch die Halle. Wer einen Rucksack ergattern möchte, stellt sich oft schon früh am Morgen an und beobachtet aufmerksam jede Bewegung am Stand. Jeder Meter Richtung Ausgabe von dem begehrten Objekt zählt.
Schneller als manche Einsatzlage
Besonders bemerkenswert: Die täglichen Kontingente sind regelmäßig bereits kurz nach Beginn der Ausgabe ab 09 Uhr vergriffen. Am Mittwoch waren die letzten Exemplare des Tages schon kurz nach 10 Uhr verteilt.
Damit entwickelt sich der limitierte Rucksack zu einem der meistgesuchten Messeartikel der INTERSCHUTZ 2026. Während nebenan Fahrzeuge, Roboter und moderne Einsatztechnik präsentiert werden, beweist ein vergleichsweise kleiner Werbeartikel eindrucksvoll, dass Begehrlichkeit manchmal nicht in Tonnen, sondern in Litern Fassungsvermögen gemessen wird.
Von moderner Einsatztechnik bis zum mobilen DRK-Feldkrankenhaus: Die Interschutz 2026 zeigt Lösungen für die Herausforderungen des Bevölkerungsschutzes.
HANNOVER (redu) – Mit einer feierlichen Zeremonie auf dem Messegelände ist die Interschutz 2026 am Montag offiziell eröffnet worden. Bis zum 6. Juni präsentieren mehr als 1.500 Aussteller aus über 50 Ländern neue Technologien, Konzepte und Lösungen für Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Sicherheit.
Die internationale Leitmesse steht in diesem Jahr ganz im Zeichen eines leistungsfähigen Bevölkerungsschutzes und der Frage, wie sich Gesellschaften auf Krisen, Naturkatastrophen und neue Sicherheitsrisiken vorbereiten können.
Mit der Interschutz 2026 richtet sich der Blick der internationalen Fachwelt erneut auf Hannover. Die weltweit bedeutendste Messe für Feuerwehr, Rettungswesen, Katastrophenschutz und Sicherheit bringt Fachkräfte, Unternehmen, Hilfsorganisationen, Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger aus zahlreichen Ländern zusammen. Bereits zum Auftakt wurde deutlich, dass der Bevölkerungsschutz angesichts einer sich wandelnden Sicherheitslage stärker denn je in den Mittelpunkt rückt.
Zur offiziellen Eröffnung begrüßten die Veranstalter unter anderem Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens und Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay. Gemeinsam mit Vertretern von Feuerwehren, Rettungsdiensten, Hilfsorganisationen und der Wirtschaft gaben sie den Startschuss für die sechstägige Veranstaltung.
Bevölkerungsschutz im Wandel
Unter dem Motto „Safeguarding Tomorrow“ beschäftigt sich die Interschutz 2026 mit den Herausforderungen moderner Gefahrenabwehr. Während klassische Themen wie Brandbekämpfung und Rettungsdienst weiterhin eine zentrale Rolle spielen, gewinnen neue Bedrohungsszenarien zunehmend an Bedeutung.
Dazu zählen Extremwetterereignisse, großflächige Hochwasserlagen, zivile Krisenvorsorge, hybride Bedrohungen sowie der Schutz kritischer Infrastrukturen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Krisen häufig gleichzeitig auftreten und verschiedene Bereiche der Gesellschaft betreffen können. Entsprechend wichtig sind abgestimmte Konzepte zwischen Bund, Ländern, Kommunen und Hilfsorganisationen.
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens betonte in ihrer Rede die Notwendigkeit eines leistungsfähigen Bevölkerungsschutzes. Moderne Gefahrenlagen erforderten eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure sowie kontinuierliche Investitionen in Ausbildung, Technik und Vorsorge. Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hob hervor, dass trotz technischer Innovationen die Menschen in Feuerwehren, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen das Rückgrat der Sicherheitsstrukturen bilden.
Technik für die Einsatzkräfte von morgen
Mit rund 1.500 Ausstellern aus mehr als 50 Nationen erreicht die diesjährige Messe nach Angaben der Veranstalter eine neue Größenordnung. Auf über 110.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden Fahrzeuge, digitale Systeme, Schutzausrüstungen und Spezialtechnik präsentiert.
Zu den Besuchermagneten zählen die Freigelände mit ihren Vorführungen. Dort demonstrieren Hersteller und Organisationen moderne Löschfahrzeuge, Spezialtechnik für Vegetations- und Waldbrände, Rettungsfahrzeuge sowie innovative Drohnen- und Robotiksysteme. Viele Entwicklungen sind darauf ausgerichtet, Einsatzkräfte bei gefährlichen Lagen zu entlasten und Entscheidungen schneller treffen zu können.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. Im „Smart Public Safety Hub“ werden neue Konzepte für Leitstellen, Lagezentren und Einsatzführungen vorgestellt. Künstliche Intelligenz, automatisierte Analysen und vernetzte Informationssysteme sollen künftig helfen, komplexe Schadenslagen effizienter zu bewältigen. Die Digitalisierung wird damit zu einem wichtigen Baustein für den Bevölkerungsschutz der Zukunft.
DRK präsentiert mobiles Feldkrankenhaus
Zu den herausragenden Exponaten der Messe gehört das mobile Feldkrankenhaus des Deutschen Roten Kreuzes in Halle 23. Das DRK gewährt dort einen umfassenden Einblick in eine medizinische Infrastruktur, die speziell für internationale Krisen- und Katastropheneinsätze entwickelt wurde.
Auf einer Fläche von rund 3.000 Quadratmetern wird gezeigt, wie innerhalb kurzer Zeit ein voll funktionsfähiges Krankenhaus aufgebaut werden kann. Das System gehört zu den sogenannten Emergency Response Units der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und kann flexibel an unterschiedliche Einsatzlagen angepasst werden.
Das Feldkrankenhaus verfügt über eine Notaufnahme, Operationsbereiche, Labor- und Röntgentechnik, Geburtsstationen sowie stationäre und ambulante Behandlungsmöglichkeiten. Nach Angaben des DRK können dort gleichzeitig bis zu 60 Patienten stationär versorgt werden. Darüber hinaus ist die Anlage darauf ausgelegt, die medizinische Grundversorgung von bis zu 250.000 Menschen sicherzustellen. Auch Wasseraufbereitung, Stromversorgung, Küchenbereiche und Hygieneeinrichtungen sind vollständig integriert.
Besonders bemerkenswert ist die Logistik hinter dem Konzept. Sämtliche Komponenten sind transportfähig verpackt und können per Flugzeug oder Lastwagen in nahezu jedes Krisengebiet der Welt gebracht werden. Nach einer Alarmierung soll ein Einsatz innerhalb von etwa 72 Stunden möglich sein. Für den Betrieb stehen speziell ausgebildete Ärzte, Pflegekräfte, Hebammen, Techniker und Logistikexperten bereit.
Das DRK verweist dabei auf zahlreiche internationale Einsätze der vergangenen Jahre. Mobile Krankenhausstrukturen kamen nach schweren Erdbeben, Naturkatastrophen und in humanitären Krisengebieten zum Einsatz. Die Präsentation auf der Interschutz zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung schnelle medizinische Hilfe in zerstörten oder schwer erreichbaren Regionen hat. Gleichzeitig verdeutlicht sie die wachsende Rolle humanitärer Soforthilfe in einer Welt, die zunehmend von Krisen und Naturereignissen geprägt wird.
Internationale Plattform für Zusammenarbeit
Neben den Ausstellungen bietet die Interschutz 2026 zahlreiche Fachforen, Workshops und Vorführungen. Erstmals werden neue Formate zur Höhenrettung sowie internationale Rescue-Challenges präsentiert. Organisationen aus Europa, Asien und Südamerika nutzen die Veranstaltung, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungsansätze für zukünftige Herausforderungen zu entwickeln.
Gerade bei grenzüberschreitenden Katastrophenlagen gewinnt die internationale Zusammenarbeit zunehmend an Bedeutung. Die Messe bietet hierfür eine wichtige Plattform, auf der Einsatzkräfte, Behörden und Unternehmen miteinander ins Gespräch kommen können.
Zahlreiche Fachveranstaltungen beschäftigen sich zudem mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gefahrenabwehr. Themen wie Waldbrandbekämpfung, Hochwasserschutz und die Sicherung kritischer Infrastruktur stehen dabei ebenso auf der Agenda wie moderne Konzepte für Krisenkommunikation und Bevölkerungsvorsorge.
Hannover im Mittelpunkt der Sicherheitsbranche
Für die Landeshauptstadt Hannover besitzt die Interschutz auch wirtschaftlich und gesellschaftlich eine besondere Bedeutung. Tausende Fachbesucher aus dem In- und Ausland sorgen in den kommenden Tagen für eine hohe internationale Aufmerksamkeit. Hotels, Gastronomie und Dienstleister profitieren ebenso von der Veranstaltung wie die Region insgesamt.
Der Katastrophenschutz in Niedersachsen ist mit geländegängigen Spezialfahrzeugen gut aufgestellt.
Oberbürgermeister Belit Onay würdigte die Messe als Ort des Austauschs und der Vernetzung. Gleichzeitig mache die Veranstaltung sichtbar, welchen Stellenwert ehrenamtliches Engagement in Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Rettungsdiensten für die Sicherheit der Gesellschaft habe.
Bis zum 6. Juni rechnen die Veranstalter mit mehreren zehntausend Besucherinnen und Besuchern. Hannover wird damit erneut zum internationalen Treffpunkt der Gefahrenabwehr und des Bevölkerungsschutzes. Die Interschutz 2026 zeigt nicht nur die neuesten technischen Entwicklungen, sondern macht auch deutlich, dass erfolgreiche Krisenbewältigung auf Zusammenarbeit, Innovation und dem Engagement unzähliger Einsatzkräfte beruht.
Der Wochenmarkt am Fiedelerplatz in Döhren blickt auf eine 100-jährige Geschichte zurück.
HANNOVER (redu) – Der Wochenmarkt am Fiedelerplatz in Döhren ist 100 Jahre alt geworden. Bei einer Feierstunde am Freitag würdigten Oberbürgermeister Belit Onay, Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel sowie Mitglieder des Bezirksrates das Jubiläum des traditionsreichen Marktes.
Der Markt gilt als wichtiger Treffpunkt im Stadtteil und verbindet seit einem Jahrhundert regionale Versorgung mit nachbarschaftlichem Austausch.
Der 100 Jahre Wochenmarkt am Fiedelerplatz wurde am Freitag offiziell gefeiert. Vertreterinnen und Vertreter der Landeshauptstadt Hannover sowie des Bezirksrates erinnerten an die lange Geschichte des Marktes im Stadtteil Döhren.
Auf rund 2.400 Quadratmetern präsentieren heute 35 Händlerinnen und Händler ein breites Angebot. Dazu gehören frisches Obst und Gemüse, Fleisch- und Fischwaren, Brot und Backwaren sowie Pflanzen und Schnittblumen. Ergänzt wird das Sortiment durch weitere Verkaufsstände und gastronomische Angebote.
Der Wochenmarkt hat sich über die Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil des öffentlichen Lebens entwickelt. Neben dem Einkauf dient er vielen Menschen als Treffpunkt und Ort des Austauschs im Quartier.
Die Stadt bezeichnet den Markt als Stück gelebter Stadtkultur, das seit vielen Jahrzehnten für Frische, regionale Produkte und Nachbarschaft steht.
Geschichte des Fiedelerplatzes
Der Fiedelerplatz wurde im Jahr 1905 angelegt. Benannt ist er nach dem Rittergutsbesitzer Hermann Fiedeler, der von 1844 bis 1911 lebte.
Der Wochenmarkt findet dort bis heute regelmäßig am Freitagvormittag statt und zählt zu den traditionsreichsten Märkten Hannovers.
Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst waren am Samstag in Ricklingen und der Innenstadt gefordert.
HANNOVER (redu) – Mehrere Wasserrettungseinsätze haben Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst am Samstag in Hannover gefordert. Während eine vermisste Schwimmerin an den Dreiecksteichen in Ricklingen wohlbehalten gefunden wurde, blieb die Suche nach einem mutmaßlich vermissten Rollstuhlfahrer am Maschteich in der Innenstadt ohne Ergebnis.
Innerhalb von weniger als einer Stunde liefen in Hannover zwei umfangreiche Suchaktionen an Gewässern. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte an den beiden Einsatzorten eingebunden.
Suche an den Dreiecksteichen
Am Samstagmittag wurden die Einsatzkräfte zunächst zu den Dreiecksteichen im Stadtteil Ricklingen alarmiert. Dort hatte ein Mann seine Ehefrau beim gemeinsamen Schwimmen aus den Augen verloren und als vermisst gemeldet. Die Regionsleitstelle Hannover löste daraufhin einen Großalarm für Spezialkräfte der Wasserrettung aus.
Im Bereich des Horst-Schweimler-Weges begannen Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst mit umfangreichen Suchmaßnahmen. Neben Booten kamen Feuerwehrtaucher sowie Strömungsretter zum Einsatz. Auch der Polizeihubschrauber „Phönix“ unterstützte die Absuche aus der Luft.
Bereits nach rund 20 Minuten wurde die vermisste Frau an einer anderen Stelle der Dreiecksteiche angetroffen. Sie war unverletzt und benötigte keine medizinische Versorgung. Der Einsatz konnte nach etwa einer halben Stunde beendet werden.
Umfangreiche Suche am Maschteich
Kurz darauf wurden die Rettungskräfte zu einem weiteren Einsatz am Maschteich im Stadtteil Mitte alarmiert. Polizeibeamte hatten dort einen verlassenen Rollstuhl und Bekleidungsstücke unmittelbar am Ufer entdeckt. Da die zugehörige Person nicht aufgefunden werden konnte, wurde eine großangelegte Suchaktion eingeleitet.
Wasserretter durchsuchten aufgrund der geringen Wassertiefe das Gewässer in Form einer Suchkette. Zusätzlich kamen Drohnen zur Erkundung des Uferbereichs zum Einsatz. Zeitweise unterstützte erneut der Polizeihubschrauber „Phönix“ die Maßnahmen.
Trotz intensiver Suchmaßnahmen konnte weder im Wasser noch im unmittelbaren Umfeld eine Person gefunden werden. Der Einsatz wurde nach etwa einer Stunde beendet. Die Polizei Hannover hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.
An beiden Einsatzstellen waren jeweils rund 40 Kräfte von Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst im Einsatz.
Feuerwehr Hannover verhindert größere Ausbreitung nach Brand in einer Wohnung am Bahndamm.
HANNOVER (redu) – Bei einem Küchenbrand Ahlem in einem Mehrfamilienhaus an der Straße Am Bahndamm hat die Feuerwehr in der Nacht zu Samstag insgesamt 21 Bewohner in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde niemand. Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden.
Durch die starke Rauchentwicklung mussten zahlreiche Bewohner das Gebäude verlassen. Nach den Lüftungsmaßnahmen konnten alle Betroffenen in ihre Wohnungen zurückkehren.
Bewohner aus Wohnung gerettet
Der Küchenbrand Ahlem beschäftigte die Feuerwehr Hannover in der Nacht zu Samstag. Gegen 01:26 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Regionsleitstelle ein. Gemeldet wurde ein Feuer in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Straße Am Bahndamm.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage. In der betroffenen Wohnung brannte ein Küchengerät. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch drei Personen in der Wohnung. Die Feuerwehr rettete die Bewohner aus dem Gefahrenbereich.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung entschieden die Einsatzkräfte zudem, vorsorglich 18 weitere Bewohner aus dem Gebäude zu evakuieren. Vor Ort standen zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Ahlem sowie Kräfte des Rettungsdienstes im Einsatz.
Schnelle Brandbekämpfung
Unter Atemschutz brachten die Einsatzkräfte das Feuer rasch unter Kontrolle. Anschließend wurde das Gebäude mit Druckbelüftungsgeräten entraucht.
Alle betroffenen Personen wurden durch den Rettungsdienst untersucht. Ein Transport in ein Krankenhaus war jedoch nicht erforderlich. Nach Abschluss der Lüftungsmaßnahmen konnten sämtliche Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.
Der Einsatz endete nach rund einer Stunde. Die Polizei Hannover übernahm anschließend die Einsatzstelle und ermittelt nun zur Brandursache. Angaben zur Schadenshöhe lagen zunächst nicht vor.
Insgesamt waren Feuerwehr und Rettungsdienst mit 48 Einsatzkräften und 16 Fahrzeugen vor Ort.
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