Bodenkunstwerk Raschplatz in Hannover eingeweiht: Kunstprojekt wächst bis Oktober
Auf dem Raschplatz entsteht Norddeutschlands größtes Bodenkunstwerk mit internationaler Street-Art und Beteiligung der lokalen Szene.
HANNOVER (redu) – Das Bodenkunstwerk Raschplatz ist am Donnerstag auf dem Raschplatz hinter dem Hauptbahnhof offiziell eingeweiht worden. Das Projekt „Art Underground“ mit der integrierten Skulptur „CRASH PIPE“ soll bis Anfang Oktober auf rund 4.000 Quadratmetern fertiggestellt werden.
Mit dem Kunstprojekt erhält der Raschplatz eine dauerhaft nutzbare Fläche, die internationale Street-Art mit öffentlichem Stadtraum und lokaler Beteiligung verbindet.
Bereits umgesetzt wurden die großflächigen Arbeiten der Künstler DELTA aus den Niederlanden und dendyden aus Berlin. Die dritte internationale Künstlerin IOTA aus Belgien beginnt nach derzeitiger Planung ab dem 7. Juli mit ihrem Abschnitt des Kunstwerks. Anschließend sollen Künstlerinnen und Künstler der hannoverschen Street-Art-Szene über einen offenen Bewerbungsaufruf weitere Bereiche gestalten.
Internationale Street-Art auf 4.000 Quadratmetern
Das Projekt wird vom hannoverschen Street-Art-Künstler Jascha Müller kuratiert. Die Arbeiten verbinden geometrische Formen, dreidimensionale Illusionen und organische Linien zu einem gemeinsamen Gesamtbild. Die 3D-Effekte von dendyden lassen sich von markierten Standpunkten an den Haupttreppen sowie in Höhe der Merkur Spielbanken besonders gut erkennen. Informationstafeln und Banner erläutern das Konzept vor Ort.
Beteiligung der Platznutzer
Ein besonderer Bestandteil des Projekts war die Einbindung von Menschen, die den Raschplatz regelmäßig nutzen und teilweise von Wohnungslosigkeit betroffen sind. Gemeinsam mit der Straßensozialarbeit Sucht der Landeshauptstadt Hannover, dem Konsumraum Stellwerk und dem Kontaktladen Mecki unterstützten sie seit dem 15. Juni die Vorbereitungen. Dazu gehörten die Reinigung der Fläche, Grundierungsarbeiten sowie das Auftragen der Farben.
Für das Bodenkunstwerk kamen umweltverträgliche, dickflüssige Farben zum Einsatz, die nicht ins Grundwasser eindringen. Gleichzeitig bleibt die Fläche ausdrücklich als Bewegungsraum erhalten. Skaten, Rollen und andere körperliche Aktivitäten sind Teil des künstlerischen Gesamtkonzepts.
Das Projekt „Art Underground“ wird nach der geplanten Fertigstellung Anfang Oktober in den Jahren 2027 und 2028 weiter gepflegt und aufgefrischt. Gefördert werden das Kunstprojekt sowie der Umzug der Skulptur „CRASH PIPE“ von der Sophienstraße auf den Raschplatz durch die Sparkasse Hannover als Hauptsponsorin sowie die Ricarda und Udo Niedergerke Stiftung und die Merkur Spielbanken.












