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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Regionalstelle des THW auf LKW

THW Interschutz Bilanz: Innovationen und Ehrenamt im Mittelpunkt

6. Juni 2026/in Hannover

Mehr als 740 Quadratmeter Ausstellungsfläche, innovative Fahrzeuge, Forschung und internationale Begegnungen prägten den Messeauftritt des THW.

HANNOVER (redu) – Mit einer positiven THW Interschutz Bilanz blickt das Technische Hilfswerk auf die INTERSCHUTZ 2026 zurück. Vor rund 140.000 Besuchern aus aller Welt präsentierte die Bundesanstalt moderne Technik, neue Ausrüstung und ihre Kompetenzen im Bevölkerungsschutz auf mehr als 740 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Von moderner Einsatztechnik über Forschung und Digitalisierung bis hin zur Nachwuchsarbeit zeigte das THW in Hannover die gesamte Bandbreite seiner Aufgaben im nationalen und internationalen Bevölkerungsschutz.

Für das Technische Hilfswerk war die INTERSCHUTZ 2026 weit mehr als eine reine Leistungsschau. Sechs Tage lang nutzten Expertinnen und Experten, Ehrenamtliche sowie Führungskräfte die Weltleitmesse in Hannover, um aktuelle Entwicklungen vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für den Bevölkerungsschutz zu setzen. Zahlreiche Fachgespräche mit internationalen Delegationen, politischen Entscheidungsträgern und Vertretern anderer Hilfsorganisationen machten deutlich, welche Bedeutung das THW innerhalb der nationalen und internationalen Sicherheitsarchitektur einnimmt.

THW-Vizepräsident Dierk Hansen zog zum Abschluss eine positive Bilanz. Die Messe habe gezeigt, wie konsequent das THW Erfahrungen aus vergangenen Einsätzen in Innovationen, moderne Technik und neue Konzepte übertrage. Gerade der Austausch mit internationalen Gästen habe verdeutlicht, dass die Herausforderungen im Bevölkerungsschutz weltweit vergleichbar seien und gemeinsame Lösungen erforderten.

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Unimog mit Kranaufbau vom Technischen Hilfswerk © Bernd Günther

Moderne Technik als Besuchermagnet

Zu den größten Publikumsmagneten auf dem Hauptstand gehörte die Präsentation neuer Einsatztechnik. Besonders großes Interesse zog die Mobile Atemschutzübungsstrecke, kurz MOBAS, auf sich. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, die Anlage aus nächster Nähe zu betrachten und sich die Arbeit der Atemschutzgeräteträger erläutern zu lassen.

Regelmäßig bildeten sich lange Warteschlangen vor den Vorführungen. Einsatzkräfte demonstrierten dort unter realitätsnahen Bedingungen die Nutzung der Technik in vollständiger Schutzkleidung. Die Präsentationen vermittelten eindrucksvoll, welche körperlichen und technischen Anforderungen moderne Einsatzlagen an die Helferinnen und Helfer stellen.

Große Aufmerksamkeit erhielt zudem ein fabrikneuer Unimog mit Ladekran. Das Fahrzeug gehört zu einer Serie von insgesamt 66 Fahrzeugen, die das THW mit Mitteln aus dem „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ beschafft. Die Investition steht beispielhaft für die umfassende Modernisierung der Ausstattung, die in den vergangenen Jahren angestoßen wurde.

Einen spannenden Kontrast dazu bildete ein historischer Unimog aus der Sammlung der THW-Bundesvereinigung. Das Fahrzeug erinnerte an die Anfänge der Organisation und verdeutlichte gleichzeitig die technische Entwicklung des THW über mehrere Jahrzehnte.

Stand auf der Interschutz 2026 vom THW

Das Technische Hilfswerk präsentiert sich auf der Interschutz 2026 in Hannover © Bernd Günther

Forschung, Digitalisierung und Virtuelle Realität

Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts lag auf Forschung und Innovation. Vertreterinnen und Vertreter der THW-Forschung stellten aktuelle Projekte vor, die künftig Einsatzkräfte unterstützen und die Einsatzbewältigung verbessern sollen.

Besonders großes Interesse weckte der Transportroboter ROMATRIS. Die innovative Entwicklung zeigt, wie Robotik künftig bei komplexen Einsatzlagen eingesetzt werden kann. Ziel solcher Systeme ist es, Einsatzkräfte zu entlasten und Risiken in gefährlichen Bereichen zu reduzieren.

Auch virtuelle Anwendungen spielten eine wichtige Rolle. Besucher konnten mithilfe von Virtual-Reality-Technik ein digitales Einsatz-Gerüst-System errichten und so moderne Ausbildungs- und Trainingsmöglichkeiten kennenlernen. Die Kombination aus praktischer Ausbildung und digitaler Unterstützung gilt als wichtiger Baustein für die Zukunft der Gefahrenabwehr.

Die THW-Jugend setzte ebenfalls auf moderne Technologien. Junge Messegäste konnten mithilfe von VR-Brillen unterschiedliche Krisenszenarien erleben und spielerisch lernen, wie sie sich beispielsweise bei einem großflächigen Stromausfall richtig verhalten sollten.

Internationale Zusammenarbeit im Fokus

Die INTERSCHUTZ bot dem THW zudem eine wichtige Plattform für den internationalen Austausch. Delegationen aus zahlreichen Ländern informierten sich über die Strukturen und Fähigkeiten der Bundesanstalt.

Besonderes Interesse galt den internationalen Einsätzen des THW. In mehreren Fachvorträgen erläuterten Experten die Unterstützung der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Jahr 2022. Zwei Vertreter des ukrainischen Zivilschutzes berichteten dabei aus erster Hand über die Lage in ihrem Heimatland und die Bedeutung internationaler Hilfeleistungen.

Parallel dazu präsentierte das THW in einer zweiten Messehalle die Ausstattung der Fachgruppe Infrastruktur. Gezeigt wurde unter anderem ein mobiler Werkstattcontainer mit Montagekran, wie er bereits an die Ukraine geliefert wurde. Die Besucher erhielten so einen direkten Einblick in die praktische internationale Hilfe des THW.

Ehrenamt bleibt das Fundament des THW

Neben Technik und Innovation rückte das THW auf der INTERSCHUTZ auch die Menschen hinter den Einsätzen in den Mittelpunkt. Bundesweit engagieren sich rund 88.000 Freiwillige ehrenamtlich in der Organisation. Ohne dieses Engagement wären die vielfältigen Aufgaben des THW nicht zu bewältigen.

Mehrere Vorträge beschäftigten sich daher mit der Zukunft des Ehrenamtes und der Nachwuchsgewinnung. Besonders die THW-Jugend nutzte die Messe, um auf die wichtige Rolle junger Menschen im Bevölkerungsschutz aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit anderen Jugendverbänden organisierte sie eine Podiumsdiskussion über die Bedeutung des Nachwuchses für die Gefahrenabwehr.

Darüber hinaus stellte das Virtual Operations Support Team (VOST) seine Arbeit vor. Die vergleichsweise junge Einheit unterstützt Einsätze im digitalen Raum und zeigt, wie sich klassische Gefahrenabwehr und moderne Informationsarbeit miteinander verbinden lassen.

Die INTERSCHUTZ 2026 machte deutlich, dass das THW nicht nur in moderne Fahrzeuge und Technik investiert, sondern zugleich Forschung, Digitalisierung und Ehrenamt gleichermaßen fördert. Mit seinem umfassenden Messeauftritt unterstrich die Bundesanstalt ihre Rolle als tragende Säule des Bevölkerungsschutzes in Deutschland und als verlässlicher Partner bei nationalen und internationalen Hilfseinsätzen.

Freigelände Interschutz

INTERSCHUTZ 2026: Rekord an internationalen Besuchern in Hannover

6. Juni 2026/in Hannover

Mit 140.000 Besuchern aus 144 Ländern unterstreicht die INTERSCHUTZ ihre Rolle als weltweit wichtigste Plattform für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz.

HANNOVER (redu) – Die INTERSCHUTZ 2026 hat ihre Stellung als weltweit wichtigste Plattform für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz eindrucksvoll bestätigt. Mit rund 140.000 Besuchern aus 144 Ländern, einem deutlich gestiegenen internationalen Besucheranteil und 1.772 Ausstellern setzte die Weltleitmesse in Hannover starke Impulse für die Zukunft von Sicherheit, Resilienz und Krisenvorsorge.

Die Weltleitmesse machte deutlich, dass Bevölkerungsschutz, Krisenvorsorge und internationale Zusammenarbeit längst zu den zentralen gesellschaftlichen Zukunftsaufgaben gehören.

Die INTERSCHUTZ 2026 hat nach sechs Messetagen auf dem Messegelände in Hannover eine eindrucksvolle Bilanz gezogen. Rund 140.000 Besucherinnen und Besucher aus 144 Ländern nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Feuerwehr, Rettungswesen, Katastrophenschutz und Krisenvorsorge zu informieren. Damit unterstrich die Weltleitmesse einmal mehr ihre internationale Bedeutung als zentrale Plattform der Blaulicht- und Sicherheitsbranche.

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung des internationalen Besucheraufkommens. Während bei der INTERSCHUTZ 2015 noch 13 Prozent der Gäste aus dem Ausland kamen, stieg dieser Anteil 2026 auf 24 Prozent. Damit hat sich die internationale Beteiligung nahezu verdoppelt. Für die Deutsche Messe AG ist dies ein deutlicher Beleg dafür, dass Themen wie Resilienz, Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr weltweit zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Bevölkerungsschutz rückt in den Mittelpunkt

Nach Einschätzung der Veranstalter traf die INTERSCHUTZ mit ihrer thematischen Ausrichtung den Nerv der Zeit. Der Bevölkerungsschutz stand stärker als jemals zuvor im Mittelpunkt der Veranstaltung. Hintergrund sind die vielfältigen Herausforderungen, mit denen Staaten, Kommunen und Einsatzorganisationen weltweit konfrontiert werden.

Naturkatastrophen, Waldbrände, Starkregenereignisse, Hochwasserlagen sowie neue sicherheitspolitische Risiken haben in den vergangenen Jahren deutlich gemacht, wie wichtig funktionierende Schutz- und Rettungsstrukturen sind. Gleichzeitig wächst die Erkenntnis, dass Krisenbewältigung nicht allein Aufgabe einzelner Organisationen sein kann, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung darstellt.

Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, betonte, dass die Entscheidung, den Bevölkerungsschutz stärker in den Fokus der Messe zu rücken, frühzeitig die richtigen Impulse gesetzt habe. Die Resonanz aus der Branche habe diesen Kurs eindrucksvoll bestätigt.

Katastrophenschutz

Der Katastrophenschutz in Niedersachsen ist mit geländegängigen Spezialfahrzeugen gut aufgestellt. © Bernd Günther

Auf einer Ausstellungsfläche von rund 120.000 Quadratmetern präsentierten 1.772 Aussteller aus 55 Ländern ihre Produkte, Dienstleistungen und Innovationen. Die Messe wurde damit erneut zum weltweit größten Treffpunkt für Feuerwehren, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen, Behörden, Hersteller und politische Entscheidungsträger.

Resilienz wird zur Schlüsselaufgabe

Ein zentrales Thema der INTERSCHUTZ 2026 war die Frage, wie Gesellschaften widerstandsfähiger gegenüber Krisen und Katastrophen werden können. Das Leitthema „Safeguarding Tomorrow“ zog sich dabei wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung.

Die Diskussionen machten deutlich, dass Resilienz längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr ist. Vielmehr geht es um konkrete Maßnahmen zur Sicherung kritischer Infrastrukturen, zur Verbesserung von Einsatzstrukturen und zur Vorbereitung auf außergewöhnliche Schadenslagen.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt die verstärkte zivil-militärische Zusammenarbeit. Große Besucherzahlen verzeichneten die Vorträge zum „Operationsplan Deutschland“, der die Widerstandsfähigkeit von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in Krisen- und Verteidigungsszenarien stärken soll.

Auch neue Konzepte zur Krisenvorsorge wurden vorgestellt. Dazu gehörte unter anderem die Premiere eines modularen Bunkersystems, das als Beispiel für moderne Schutzinfrastrukturen diente. Viele Fachbesucher nutzten die Gelegenheit, sich über unterschiedliche Ansätze zur Vorsorge und Gefahrenabwehr auszutauschen.

Dr. Jochen Köckler bezeichnete die Antworten auf aktuelle Krisen- und Bedrohungslagen als so gebündelt wie an keinem anderen Ort. Das Leitthema der Messe sei damit zum prägenden Element der gesamten Veranstaltung geworden.

Innovationen für Feuerwehren und Rettungsdienste

Neben den strategischen Themen stand die technologische Entwicklung im Mittelpunkt der Messe. Hersteller von Einsatzfahrzeugen, Schutzausrüstungen und Spezialtechnik präsentierten zahlreiche Neuheiten für Feuerwehren und Rettungsdienste.

Dabei zeigte sich ein klarer Trend: Moderne Technik soll nicht nur leistungsfähiger werden, sondern vor allem die Sicherheit der Einsatzkräfte erhöhen und Einsätze effizienter gestalten. Die direkte Rückmeldung aus der Praxis spielte dabei eine wichtige Rolle.

Für die Aussteller erwies sich die INTERSCHUTZ erneut als ideale Plattform, um mit Anwendern ins Gespräch zu kommen. Der intensive Austausch zwischen Herstellern, Feuerwehren und kommunalen Entscheidungsträgern wurde von vielen Beteiligten als wesentlicher Erfolgsfaktor der Messe hervorgehoben.

INTERSCHUTZ 2026: Rekord an internationalen Besuchern in Hannover – BGPress 20260601 1246 BGPRESS 1398279

Geländegängigkeit ist heute schon fast ein MUSS bei Einsatzfahrzeugen. © Bernd Günther

Dr. Tobias Ehrhard, Geschäftsführer des VDMA Feuerwehrtechnik, betonte, dass nirgendwo sonst ein vergleichbares Angebot an leistungsfähiger Technik für Feuerwehren und Rettungskräfte präsentiert werde. Hannover bleibe damit Impulsgeber und Orientierungspunkt für moderne Brandbekämpfung und einen widerstandsfähigen Bevölkerungsschutz.

Auch vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner hob die besondere Rolle der INTERSCHUTZ hervor. Der enge Austausch zwischen Forschung, Lehre, Industrie und aktiven Einsatzkräften sei weltweit einzigartig. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung der ideellen Aussteller für den Erfolg der Veranstaltung.

DFV-Präsident Karl-Heinz Banse zog ebenfalls ein positives Fazit. Die INTERSCHUTZ habe der Feuerwehrwelt neue Dynamik verliehen und deutlich gemacht, dass die Einsatzkräfte bereit seien, die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen. Die Branche blicke mit Zuversicht auf die kommenden Jahre.

Digitalisierung und KI prägen die Zukunft

Zu den beherrschenden Themen gehörten erneut Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. In zahlreichen Hallen wurden Systeme vorgestellt, die den Einsatzalltag grundlegend verändern könnten.

Moderne Leitstellentechnik analysiert inzwischen Notrufe innerhalb weniger Sekunden, erstellt automatisiert Lagebilder und unterstützt die Disposition von Einsatzkräften. Sprachbarrieren können dabei zunehmend überwunden werden, indem Systeme Notrufe automatisch übersetzen und bewerten.

Robotik THW

Demonstration der Robotik beim THW © Pierre Graser / THW

Großes Interesse weckten zudem Robotik-Lösungen für gefährliche Einsatzlagen. Diese Systeme können Einsatzkräfte bei Erkundungen, Gefahrgutunfällen oder Brandeinsätzen unterstützen und so Risiken reduzieren.

Auch Nachhaltigkeit spielte eine wichtige Rolle. Mit dem erstmals veranstalteten WildfireCamp rückten insbesondere Technologien zur Früherkennung und Bekämpfung von Vegetations- und Waldbränden in den Fokus. Angesichts zunehmender Hitze- und Dürreperioden gilt dieses Thema in vielen Ländern als wachsender Schwerpunkt.

Menschen bleiben das Herzstück der INTERSCHUTZ

Trotz aller technischen Innovationen stand während der sechs Messetage immer wieder der Mensch im Mittelpunkt. Ein besonderes Besucherinteresse galt dem mobilen Feldkrankenhaus des Deutschen Roten Kreuzes, das auf einer Fläche von rund 3.000 Quadratmetern präsentiert wurde.

Zahlreiche Fachforen, Live-Demonstrationen, Wettbewerbe und Mitmachaktionen sorgten zusätzlich für einen intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch. Einsatzkräfte aus aller Welt nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und neue Ideen für ihre tägliche Arbeit mitzunehmen.

Dr. Jochen Köckler betonte zum Abschluss, dass bei allen technologischen Entwicklungen letztlich die Menschen im Mittelpunkt stehen, die Verantwortung übernehmen und anderen helfen.

Überschattet wurde die Veranstaltung von einem tragischen Ereignis. Während der FireFit Championships Europe verstarb ein Berufsfeuerwehrmann. Die Messeleitung erinnerte zum Abschluss an den Verstorbenen und sprach seiner Familie sowie seinen Kameradinnen und Kameraden ihr Mitgefühl aus.

Bereits jetzt richtet sich der Blick nach vorn: Die nächste INTERSCHUTZ findet vom 20. bis 25. Mai 2030 erneut auf dem Messegelände in Hannover statt.

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Vom 20.-25. Mai 2030 ist in Hannover die nächste Weltleitmesse Interschutz schon in Vorplanung. © Bernd Günther

Hannoveraner Erklärung der vier Feuerwehrverbände

Feuerwehr-Partnerschaft: Verbände starten gemeinsame Strategie in Hannover

6. Juni 2026/in Hannover

Mit der Hannoveraner Erklärung setzen DFV, vfdb, AGBF und WFVD auf eine engere Kooperation für die Zukunft des Bevölkerungsschutzes.

HANNOVER (redu) – Mit einer neuen Feuerwehr-Partnerschaft wollen vier zentrale Feuerwehrverbände in Deutschland ihre Zusammenarbeit deutlich intensivieren. Ziel ist es, den Bevölkerungsschutz angesichts wachsender Herausforderungen zukunftsfähig aufzustellen und gemeinsame Strategien für die Feuerwehren zu entwickeln.

Die Hannoveraner Erklärung soll den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit legen und die Interessen der Feuerwehren gegenüber Politik und Gesellschaft stärker bündeln.

Die Feuerwehr-Partnerschaft zwischen der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV), der Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) sowie dem Verband der Werkfeuerwehren in Deutschland (WFVD) markiert einen neuen Schritt in der Zusammenarbeit des deutschen Feuerwehrwesens.

Nach Angaben der beteiligten Organisationen stehen die Feuerwehren vor tiefgreifenden Veränderungen. Als zentrale Herausforderungen nennen die Verbände die Folgen des Klimawandels, zunehmende Extremwetterereignisse, die veränderte geopolitische Sicherheitslage, sinkende Helferzahlen sowie begrenzte finanzielle Ressourcen in vielen Kommunen.

Gemeinsame Strategie für die Zukunft

Vor diesem Hintergrund wollen die Verbände ihre fachliche und organisatorische Zusammenarbeit deutlich ausbauen. Geplant sind ein regelmäßiger Austausch, die bessere Nutzung vorhandener Ressourcen sowie die Entwicklung gemeinsamer Positionen zu zentralen Themen des Bevölkerungsschutzes.

Im ersten Schritt soll eine übergreifende Gesamtstrategie erarbeitet werden. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren langfristig zu sichern und die Interessen des Feuerwehrwesens gegenüber Politik, Verwaltung und Gesellschaft wirksamer zu vertreten.

Hannoveraner Erklärung als Grundlage für engere Zusammenarbeit

Die Spitzen der vier Organisationen sehen in der engeren Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag für einen leistungsfähigen und resilienten Bevölkerungsschutz. Mit der sogenannten Hannoveraner Erklärung soll der Startschuss für die strategische Partnerschaft gegeben werden.

DFV-Präsident Karl-Heinz Banse betont, dass die Verbände durch die Kooperation noch enger zusammenrücken und damit die Sicherheit der Bevölkerung stärken wollen. Auch vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner hebt hervor, dass Wissen, Erfahrung und Innovationskraft künftig stärker gebündelt werden sollen.

Jochen Stein, Vorsitzender der AGBF, verweist insbesondere auf die effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen. Martin Wilske, Vorsitzender des WFVD, sieht in der Partnerschaft ein deutliches Signal für die gemeinsame Weiterentwicklung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland.

Interschutz mit Innenminister

DFV auf INTERSCHUTZ: Positive Bilanz nach Weltleitmesse in Hannover

6. Juni 2026/in Hannover

Der Deutsche Feuerwehrverband zieht nach der INTERSCHUTZ 2026 in Hannover ein positives Fazit und hebt Innovationen sowie internationalen Austausch hervor.

HANNOVER (redu) – Mit einer positiven Bilanz endet für den Deutschen Feuerwehrverband die INTERSCHUTZ 2026. Der Schwerpunkt lag auf Innovationen, internationalem Austausch und der Zukunftsfähigkeit der Feuerwehren. Rund 140.000 Besucher kamen nach Angaben der Deutschen Messe AG zur Weltleitmesse nach Hannover.

Der Gemeinschaftsstand des Deutschen Feuerwehrverbandes entwickelte sich während der Messetage zu einem wichtigen Treffpunkt für Einsatzkräfte, Fachverbände, Politik und internationale Delegationen.

Der DFV auf INTERSCHUTZ zieht nach dem Ende der Weltleitmesse ein optimistisches Fazit. Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, sieht die Feuerwehren gut auf künftige Herausforderungen vorbereitet. Besonders die Verbindung aus moderner Technik, Fachwissen und persönlichem Austausch habe die Bedeutung der Veranstaltung unterstrichen.

Nach Angaben des Verbandes herrschte während der gesamten Messe ein hoher Besucherandrang. Banse sprach von einer außergewöhnlichen Dynamik innerhalb der Feuerwehrgemeinschaft. Das Messegelände sei von Menschen geprägt gewesen, die das „System Feuerwehr“ in Deutschland täglich mittragen und weiterentwickeln.

Internationaler Austausch steht im Fokus

Auch auf internationaler Ebene setzte die Messe wichtige Impulse. Im Rahmen der INTERSCHUTZ tagten unter anderem die European Firefighters‘ Association (EUFFAS) sowie der Weltfeuerwehrverband CTIF. Dort wurden nach Angaben des DFV mehrere richtungsweisende Beschlüsse gefasst.

Der internationale Charakter spiegelte sich ebenso in den zahlreichen Delegationen wider, die den Gemeinschaftsstand besuchten. Vertreter von Feuerwehren, Verbänden, Politik und Wirtschaft nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung.

Hoher Zuspruch am Gemeinschaftsstand

Der Gemeinschaftsstand des Deutschen Feuerwehrverbandes verzeichnete durchgehend großen Zulauf. Neben Fachinformationen standen verschiedene Mitmachangebote im Mittelpunkt. Besonders die Anwendungen aus dem Bereich Virtuelle Realität sowie ein Hubschraubersimulator stießen auf großes Interesse bei den Messegästen.

Darüber hinaus präsentierten sich zahlreiche Organisationen und Einrichtungen aus dem Feuerwehrwesen. Dazu gehörten die Landesfeuerwehrverbände, die Deutsche Jugendfeuerwehr, der Weltfeuerwehrverband CTIF, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, das Deutsche Feuerwehr-Museum sowie weitere Partner des Verbandes.

DFV-Vizepräsident Frank Hachemer betonte, dass die INTERSCHUTZ weit mehr als eine Ausstellung von Fahrzeugen und Geräten sei. Im Mittelpunkt stünden immer die Menschen, die sich in den Feuerwehren engagieren und für Sicherheit sorgen.

Wohnungsbrand Döhren

Wohnungsbrand in Döhren: Zwei Schwerverletzte nach Feuer in Mehrfamilienhaus

5. Juni 2026/in Hannover

Ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Hannover-Döhren führte zu umfangreichen Rettungsmaßnahmen und machte das Gebäude unbewohnbar.

HANNOVER (redu) – Bei einem Wohnungsbrand in Döhren sind am späten Donnerstagabend zwei Menschen schwer verletzt worden. In einem Mehrfamilienhaus an der Willmerstraße mussten zudem acht Personen über Drehleitern gerettet werden. Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar.

Der Einsatz erforderte umfangreiche Maßnahmen von Feuerwehr und Rettungsdienst. Aufgrund der zunächst unklaren Lage wurde die Alarmstufe frühzeitig erhöht.

Rettung über Drehleitern

Nach Angaben der Feuerwehr stand eine Wohnung im ersten Obergeschoss eines viergeschossigen Mehrfamilienhauses in Vollbrand. Bereits während der Anfahrt erhöhte die Regionsleitstelle die Alarmstufe, da zahlreiche Notrufe eingingen.

Die Bewohner der betroffenen Wohnung konnten das Gebäude selbstständig verlassen. Weil sich heißer Brandrauch über das Treppenhaus in höhere Stockwerke ausbreitete, retteten Einsatzkräfte acht weitere Menschen über Fenster mit zwei Drehleitern.

Wegen der zunächst unübersichtlichen Situation löste die Feuerwehr eine Vorstufe eines Massenanfalls von Verletzten aus. Zusätzlich wurden ein Leitender Notarzt sowie ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst alarmiert. Entgegen erster Einschätzungen mussten schließlich zwei Personen mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden.

Löschangriff

Löschangriff von mehreren Seiten auch über die Fiedlerstraße © Bernd Günther

Gebäude derzeit unbewohnbar

Mehrere Atemschutztrupps brachten das Feuer rasch unter Kontrolle und verhinderten eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile. Anschließend führten die Einsatzkräfte umfangreiche Nachlöscharbeiten durch.

Dabei wurden zwei tote Katzen in der Brandwohnung gefunden. Der Energieversorger schaltete das Gebäude stromlos. Aufgrund der starken Rauchausbreitung können die Bewohner derzeit nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Feuerwehr organisierte daher Notunterkünfte für die Betroffenen.

Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Einsatzstelle zur weiteren Ermittlung der Brandursache an die Polizei übergeben. Angaben zur Schadenshöhe liegen bislang nicht vor. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz.

Trauer bei FireFit

Todesfall bei FireFit-Wettbewerb auf der Interschutz in Hannover

4. Juni 2026/in Hannover

Veranstalter bestätigen den Tod eines Teilnehmers während des FireFit-Wettbewerbs auf dem Messegelände.

HANNOVER (redu) – Bei den FireFit Championships im Rahmen der Interschutz ist ein Teilnehmer ums Leben gekommen. Die Veranstalter bestätigten den Todesfall bei der FireFit und sprachen den Angehörigen sowie Freunden des Verstorbenen ihr Mitgefühl aus.

Weitere Informationen zu den Hintergründen oder den Umständen des Vorfalls wurden von den Veranstaltern zunächst nicht veröffentlicht.

Die Organisatoren der FireFit Championships teilten mit, dass es während des Wettbewerbs auf dem Gelände der Interschutz zu einem Todesfall bei der FireFit gekommen ist.

In einer veröffentlichten Erklärung sprachen FireFit, die HAIX Group und die Deutsche Messe AG der Familie, den Angehörigen und den Freunden des Verstorbenen ihr Beileid aus.

Aus Respekt vor der Privatsphäre der betroffenen Familie werden nach Angaben der Veranstalter keine weiteren Details zu den Umständen des Vorfalls bekanntgegeben. Wir berichten ebenfalls nicht weiter über den tragischen Zwischenfall und schließen uns der Anteilnahme an.

Die FireFit Championships zählen zu den anspruchsvollsten Wettkämpfen für Feuerwehrangehörige und verlangen den Teilnehmenden ein sehr hohes Maß an körperlicher Leistungsfähigkeit ab. Der Todesfall wirft einen Schatten auf die Veranstaltung sowie die gesamte Interschutz und macht deutlich, welchen außergewöhnlichen physischen Anforderungen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei diesen Wettbewerben stellen.

Pressesprecher Feuerwehr

Neuer Fachbereich stärkt Feuerwehrkommunikation bundesweit

4. Juni 2026/in Hannover

Neues Gremium soll Standards schaffen und die Kommunikationsarbeit der Feuerwehren stärken.

HANNOVER (redu) – Mit der Gründung eines neuen Fachbereichs stärkt der Deutsche Feuerwehrverband die Feuerwehrkommunikation in Deutschland. Das Gremium wurde auf der Weltleitmesse INTERSCHUTZ in Hannover ins Leben gerufen und soll Wissen bündeln, Standards entwickeln sowie die Mitgliedsverbände gezielt unterstützen.

Der neue Fachbereich reagiert auf steigende Anforderungen an die Öffentlichkeitsarbeit im Feuerwehrwesen und soll praxisnahe Hilfen für Verbände und Feuerwehren entwickeln.

Vernetzung, Wissenstransfer und Pressearbeit

Mit der Gründung des neuen Fachbereichs rückt die Feuerwehrkommunikation stärker in den Fokus der Verbandsarbeit. Die Entscheidung fiel im Rahmen der INTERSCHUTZ in Hannover. In der konstituierenden Sitzung legten die Mitglieder erste Themenfelder fest und wählten die Leitung des Gremiums.

Zum Leiter wurde Benedikt Wolter gewählt. Er ist Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz und arbeitet beruflich in der Kommunikationsbranche. Die stellvertretende Leitung übernimmt Michael Klahre, Sprecher des Netzwerkes der Pressesprecherinnen und Pressesprecher der Deutschen Berufsfeuerwehren sowie Pressesprecher der Feuerwehr Dresden.

Nach Angaben des Deutschen Feuerwehrverbandes versteht sich der Fachbereich als Plattform für Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer zwischen den Mitgliedsverbänden. Bestehende Kompetenzen sollen zusammengeführt und erfolgreiche Praxisbeispiele sichtbar gemacht werden.

Geplant sind unter anderem Fachempfehlungen, Vorlagen für Social-Media-Arbeit, Hilfen zur Pressearbeit sowie Informationen zu Bildrechten und zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, konkrete Werkzeuge für die tägliche Arbeit in den Verbänden bereitzustellen.

Neuer Fachbereich stärkt Feuerwehrkommunikation bundesweit – FB Kommunikation

Fachbereich Kommunikation © DFV

Unterstützung für die Praxis

DFV-Vizepräsident Frank Hachemer verweist auf die wachsenden Anforderungen an die Kommunikationsarbeit im Feuerwehrwesen. Gleichzeitig sei deren Bedeutung für die Einsatzbewältigung, das Vertrauen der Bevölkerung und die Gewinnung neuer Mitglieder deutlich gestiegen.

Der neue Fachbereich soll deshalb nicht nur den fachlichen Austausch fördern, sondern auch unmittelbar nutzbare Ergebnisse liefern. Dazu zählen Empfehlungen, Arbeitshilfen und Materialien, die bis zu den Feuerwehren vor Ort Wirkung entfalten sollen.

Mobiles Betreuungsmodul

Mobiles Betreuungsmodul 5000 stärkt den deutschen Zivilschutz

4. Juni 2026/in Hannover

Das Deutsche Rote Kreuz entwickelt gemeinsam mit weiteren Hilfsorganisationen eine mobile Infrastruktur für große Betreuungslagen.

HANNOVER / BERLIN (redu) – Das Mobiles Betreuungsmodul 5000 des Deutschen Roten Kreuzes soll im Krisenfall innerhalb kurzer Zeit eine weitgehend autarke Unterkunfts- und Betreuungseinrichtung für bis zu 5.000 Menschen bereitstellen. Das Pilotprojekt gilt als wichtiger Baustein der künftigen Betreuungsreserve des Bundes.

Das Konzept reagiert auf neue Anforderungen im Bevölkerungsschutz und soll die Versorgung großer Personengruppen auch bei zerstörter oder fehlender Infrastruktur ermöglichen.

Das Mobiles Betreuungsmodul 5000 wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelt. Beteiligt sind neben dem Deutschen Roten Kreuz auch Arbeiter-Samariter-Bund, DLRG, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst. Ziel ist die Schaffung einer leistungsfähigen Betreuungsreserve für außergewöhnliche Krisenlagen.

Betreuung für 5.000 Menschen

Grundlage des Projekts sind sicherheitspolitische Planungen des Bundes. Die Konzeption Zivile Verteidigung und das Weißbuch der Bundeswehr gehen davon aus, dass Deutschland künftig auf großräumige Fluchtbewegungen, Evakuierungen und andere außergewöhnliche Schadenslagen vorbereitet sein muss. Betreuung und Unterbringung gelten dabei als zentrale Schlüsselressourcen.

Das System ist modular aufgebaut. Ein vollständiges Modul kann in vier sogenannte Dörfer gegliedert werden. Jedes Dorf ist für etwa 1.250 Menschen ausgelegt und umfasst die Bereiche Unterkunft, Versorgung, Medizin und Pflege, Wasser- und Sanitärversorgung sowie soziale Betreuung. Ergänzt werden diese Strukturen durch Logistik, Management, IT-Kommunikation, Energieversorgung sowie Sicherheitskomponenten.

Enorme Logistik im Hintergrund

Die Zahlen hinter dem Projekt verdeutlichen die Dimension des Vorhabens. Für die Vorhaltung eines Moduls werden 224 Spezialcontainer, rund 5.000 Paletten und Transportboxen sowie Material im Umfang von etwa 140 Lastwagenladungen benötigt. Hinzu kommen 10.000 Quadratmeter Lagerfläche, 60 Spezialfahrzeuge, 300 Unterkunftszelte und 40 Zelte für die Gesundheitsversorgung.

Im Einsatz benötigt das Modul rund 200.000 Quadratmeter Fläche. Täglich werden je nach Jahreszeit zwischen 26.000 und 50.000 Liter Diesel für Stromversorgung und Beheizung benötigt. Gleichzeitig müssen etwa 800.000 Liter Trink- und Abwasser bewegt werden.

Die Planungen orientieren sich an realistischen Bevölkerungsstrukturen. Von 5.000 betreuten Personen entfallen rund 3.152 auf Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren, 1.029 auf Menschen über 65 Jahre sowie mehrere hundert Kinder und Jugendliche.

Zelte des Mobilen Betreuungsmoduls 5000

Teil des Mobilen Betreuungsmoduls 5000 werden heute schon eingesetzt © BBK

Medizinische Versorgung vor Ort

Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Gesundheitsversorgung. Geplant sind mobile Arztpraxen für Allgemeinmedizin und Gynäkologie, spezielle Infektionskrankentransportwagen sowie Pflegestationen.

Bereits während der Entwicklungsphase kamen Komponenten des Projekts in realen Einsatzlagen zum Einsatz. Material und Infrastruktur wurden unter anderem nach der Flutkatastrophe im Ahrtal sowie bei der Unterbringung von Geflüchteten am ehemaligen Flughafen Berlin-Tegel genutzt.

Mit dem Mobilen Betreuungsmodul 5000 entsteht damit eine Infrastruktur, die im Krisenfall die schnelle Versorgung, Unterbringung und medizinische Betreuung tausender Menschen ermöglichen soll.

Stand auf der Interschutz 2026 vom THW

THW auf der Interschutz: Moderne Technik für den Bevölkerungsschutz

4. Juni 2026/in Hannover

Von Spezialfahrzeugen über Robotik bis zu neuen Ausbildungskonzepten präsentiert das THW auf der Interschutz 2026 seine Strategie für einen leistungsfähigen Bevölkerungsschutz.

HANNOVER (redu) – Das Fokuswort THW auf der Interschutz steht bei der Fachmesse Interschutz 2026 in Hannover im Mittelpunkt. Das Technische Hilfswerk präsentiert moderne Einsatztechnik, neue Ausbildungsmodelle, Sicherheitsforschung sowie Projekte zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes und der zivilen Verteidigung.

Die Präsentation zeigt, wie das THW seine Einsatzfähigkeit ausbaut und gleichzeitig auf neue Herausforderungen im Katastrophenschutz sowie in der zivilen Verteidigung reagiert.

Zivile Verteidigung und moderne Einsatztechnik

Das THW auf der Interschutz nutzt die Fachmesse, um aktuelle Entwicklungen in Technik, Ausbildung und Infrastruktur vorzustellen. In Halle 17 sowie auf einer weiteren Ausstellungsfläche erhalten Besucher Einblicke in die Arbeit der Bundesanstalt und deren Zukunftsstrategie für den Bevölkerungsschutz.

Ein Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf der Refokussierung der zivilen Verteidigung. Das THW betont dabei die Bedeutung einer umfassenden Einsatzbereitschaft für Krisen- und Katastrophenlagen. Vorgestellt wird unter anderem ein neuer Logistik-Unimog, der zu einer Serie von 66 Fahrzeugen gehört. Die Beschaffung erfolgte auch auf Grundlage der Erfahrungen aus dem Starkregenereignis „Bernd“ im Jahr 2021.

Zusätzlich informiert das THW über den Aufbau einer Zivilschutzreserve sowie über die Beschaffung spezieller Hochleistungstechnik für den Katastrophenschutz. Rund 88.000 ehrenamtliche Einsatzkräfte bilden dabei die Grundlage der Organisation.

THW Unimog

Unimog mit Kranaufbau vom Technischen Hilfswerk © Bernd Günther

Ausbildung und Einsatzwert stärken

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Ausbildung der Einsatzkräfte. Das THW verfolgt das Ziel, seine Fähigkeiten im Bereich chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Gefahren weiter auszubauen.

Auf der Messe wird dazu die Mobile Atemschutzübungsstrecke vorgestellt. Die sogenannte MOBAS befindet sich in einem Sattelauflieger und ermöglicht realitätsnahe Belastungsübungen direkt in den Regionen. Die Anlage verfügt über moderne Trainingsbereiche mit Ergometern, Nebeltechnik und weiteren Übungselementen.

Finanziert wurde das Projekt durch eine gemeinsame Spende der Stiftung THW und Siemens Caring Hands e. V. mit einem Volumen von rund 1,1 Millionen Euro. Vorführungen finden während der Messe an mehreren Tagen statt.

Regionalstelle des THW auf LKW

Eine eine fahrbahre Regionalstelle des Technischen Hilfswerks (THW) © Bernd Günther

Forschung, Robotik und Nachwuchsarbeit

Unter dem Motto „Zukunft im Blick“ präsentiert das THW aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Dazu gehört das Robotersystem ROMATRIS, das Lasten von bis zu 120 Kilogramm transportieren kann.

Ergänzt wird die Ausstellung durch den Erkundungsroboter SMURF, moderne VTOL-Drohnen und Systeme zur KI-gestützten Personenortung. Darüber hinaus informiert das THW über das Projekt RESCUE, das eine emissionsfreie Energieversorgung mittels Brennstoffzellentechnologie ermöglichen soll.

Neben den technischen Innovationen spielt auch die Nachwuchsarbeit eine wichtige Rolle. Die THW-Jugend beteiligt sich mit eigenen Programmpunkten und Diskussionsveranstaltungen am Messeauftritt.

Robotik THW

Demonstration der Robotik (ROMATRIS) beim THW © Pierre Graser / THW

Erfahrungen aus internationalen Einsätzen

Die internationale Zusammenarbeit bildet einen weiteren Schwerpunkt. Nach Angaben des THW stellt die Unterstützung der Ukraine den größten Logistikeinsatz in der Geschichte der Organisation dar. Auf dem Messestand berichten Fachleute und Gäste über ihre Erfahrungen aus den Hilfseinsätzen.

Darüber hinaus werden europäische Projekte zum Wissensaustausch und zur Stärkung des Katastrophenschutzes vorgestellt. Dazu zählt unter anderem das Projekt „Stride“. Auch die Kulturgutrettung nimmt einen Platz auf dem Stand ein. Die europäische Einheit CHRU demonstriert ihre Arbeit zum Schutz historischer Kulturgüter nach Katastrophenereignissen.

Ein historischer Unimog erinnert gleichzeitig an die Entwicklung des THW in den vergangenen Jahrzehnten.

Neue Liegenschaften für mehr Resilienz

Neben Technik und Ausbildung informiert das THW über eines der größten Bauprogramme seiner Geschichte. Bundesweit benötigt etwa ein Drittel der Ortsverbände neue Unterkünfte. Ein Rahmenvertrag ermöglicht zunächst die Errichtung von bis zu 60 Gebäuden.

Die neuen Standorte werden nach standardisierten Vorgaben gebaut und sollen durch Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Wärmepumpen auch bei längeren Stromausfällen funktionsfähig bleiben. Auf der Interschutz können Besucher ein Architekturmodell sowie ein Zeitraffervideo eines bereits realisierten Bauprojekts besichtigen.

Mit seinem Auftritt auf der Interschutz 2026 präsentiert sich das Technische Hilfswerk als moderne Einsatzorganisation des Bundes. Die Kombination aus neuer Technik, Forschung, Ausbildung, internationalem Erfahrungsaustausch und Infrastrukturprojekten verdeutlicht die strategische Ausrichtung auf einen leistungsfähigen und widerstandsfähigen Bevölkerungsschutz.

KI Arbeitskreis

Feuerwehrverband gründet KI-Arbeitskreis zur Digitalisierung der Feuerwehren

3. Juni 2026/in Hannover

DFV und AGBF Bund bündeln Kompetenzen für Künstliche Intelligenz im Feuerwehrwesen.

HANNOVER (redu) – Mit der Gründung eines KI-Arbeitskreis haben der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und die AGBF Bund auf der INTERSCHUTZ 2026 einen wichtigen Schritt zur Digitalisierung der deutschen Feuerwehren vollzogen. Das neue Gremium soll den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Einsatzführung, Lagebewertung und Entscheidungsprozessen voranbringen.

Die Initiative reagiert auf zunehmende Datenmengen, komplexere Einsatzlagen und den Bedarf nach schnelleren sowie fundierteren Entscheidungen im Bevölkerungsschutz.

Der Deutsche Feuerwehrverband und die Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland haben den neuen KI-Arbeitskreis im gemeinsamen Fachausschuss „Leitstellen und Digitalisierung der deutschen Feuerwehren“ gegründet. Der offizielle Start erfolgte im Rahmen der INTERSCHUTZ 2026 in Hannover.

Künstliche Intelligenz im Einsatz

Nach Angaben des DFV gewinnt Künstliche Intelligenz durch die steigende Verfügbarkeit von Informationen und die zunehmende Vernetzung von Einsatzszenarien deutlich an Bedeutung. Gleichzeitig stehen Feuerwehren vor der Herausforderung, Prozesse effizienter zu gestalten und vorhandene Ressourcen optimal einzusetzen.

DFV-Vizepräsident Dr. Christoph Weltecke betont, dass moderne Technologien helfen können, auf die wachsenden Anforderungen in einem dynamischen sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Umfeld zu reagieren.

Vernetzte Daten und neue Projekte

Leiter des neuen Arbeitskreises ist Ulrich Pankotsch vom Brand- und Katastrophenschutzamt Dresden. Ziel sei es, Daten aus Erkundungs-, Führungs- und Wirksystemen besser miteinander zu verknüpfen. Dadurch sollen Einsatzkräfte ein aktuelleres Lagebild erhalten und Entscheidungen auf einer breiteren Informationsbasis treffen können.

Zu den ersten Arbeitsschwerpunkten gehören die Entwicklung und Betreuung einer geschützten Cloud für KI-Anwendungen, die Erarbeitung praxisnaher Leitfäden sowie die Unterstützung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Darüber hinaus soll der Kompetenzaufbau im Bereich Künstliche Intelligenz innerhalb der Feuerwehren gefördert werden.

Die INTERSCHUTZ 2026 steht unter dem Motto „Safeguarding Tomorrow“ und bietet damit den passenden Rahmen für die Vorstellung neuer Technologien, die künftig die Arbeit von Feuerwehren und Rettungsdiensten unterstützen sollen.

RescueTABLET

Ein Beispiel für ein umfangliches Informationssystem für Führungskräfte bei der Feuerwehr © Bernd Günther

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