Die MHH warnt vor verzögerten Symptomen und rät zur Bestimmung durch Sachverständige.
HANNOVER (redu) – Die MHH behandelt in diesem Herbst vier Patienten nach einer Pilzvergiftung. Zwei überlebten dank eines Gegengifts, ein weiterer Patient erhielt erfolgreich eine neue Leber. Für den vierten Betroffenen kam jede Hilfe zu spät.
Der Knollenblätterpilz verursacht den Angaben zufolge die meisten dieser lebensgefährlichen Vergiftungen. Weil Beschwerden erst Stunden nach dem Verzehr einsetzen können, ist bei einem Verdacht schnelle medizinische Hilfe entscheidend.
Gift kann die Leber zerstören
Auslöser der Pilzvergiftung ist häufig der Knollenblätterpilz. Nach Angaben der Medizinischen Hochschule Hannover zählt er zu den giftigsten Pilzen in Deutschland und ist für 90 Prozent aller tödlichen Vergiftungen durch Pilze verantwortlich.
Sein Gift wirkt tückisch: Erste Beschwerden treten oft erst mehrere Stunden nach dem Essen auf, wenn es bereits vom Körper aufgenommen wurde. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können zunächst wie eine Magen-Darm-Infektion wirken. Nach ein bis zwei Tagen drohen Schäden an der Leber sowie Störungen der Blutgerinnung und der Nierenfunktion.
„Im schlimmsten Fall stellt die Leber ihre Funktion ein, so dass nur noch eine Lebertransplantation das Leben der Patienten retten kann“, sagt Prof. Dr. Richard Taubert, Bereichsleiter Transplantationshepatologie an der MHH-Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Endokrinologie.
Apps schützen nicht vor Verwechslungen
Viele Betroffene stammen laut MHH aus Russland, der Ukraine, dem Nahen Osten und Afghanistan. „In den Heimatländern der Betroffenen ist der Knollenblätterpilz weniger verbreitet. Hier in Deutschland wird aufgrund von Unkenntnis die Gefahr des Pilzesammelns oft nicht ausreichend ernst genommen“, erklärt Taubert.
Die MHH warnt davor, sich bei der Bestimmung allein auf Apps oder Bücher zu verlassen. Pilzsammlerinnen und Pilzsammler sollten ihre Funde vor dem Verzehr von einer oder einem Pilzsachverständigen prüfen lassen. Das Giftinformationszentrum Nord empfiehlt außerdem Schulungen der Deutschen Gesellschaft für Mykologie, um die Artenkenntnis zu verbessern.
Bei Verdacht sofort den Notarzt rufen
Bei einem Vergiftungsverdacht soll dringend der Notarzt gerufen werden. Pilzreste und Erbrochenes sollten für die Diagnose aufgehoben werden. Besteht der Verdacht auf eine Vergiftung mit Knollenblätterpilzen, beginnt die Behandlung bereits mit dem Gegengift; der Nachweis des Giftes im Urin bestätigt oder widerlegt anschließend die Diagnose.
Das Giftinformationszentrum Nord ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer (0551) 19240 erreichbar.
Seit 1988 gehörte Philip „Pille“ Rohmann zur Besatzung des Rettungshubschraubers in Hannover.
HANNOVER (redu) – Nach fast 40 Jahren auf dem Rettungshubschrauber Christoph 4 verabschiedet sich Notfallsanitäter Philip Rohmann Ende 2026 aus dem aktiven Dienst. Der bei Kollegen als „Pille“ bekannte Luftretter hat seit 1988 mehr als 19.000 Einsätze begleitet und die Entwicklung der Luftrettung über Jahrzehnte miterlebt.
Mit Philip Rohmann verlässt ein langjähriges Mitglied der Johanniter-Unfall-Hilfe den aktiven Rettungsdienst. Seine berufliche Laufbahn reicht von den Anfängen der Luftrettung mit Papierkarten bis zum modernen Hubschrauberbetrieb mit hoch qualifizierten Besatzungen.
Als Philip Rohmann 1988 erstmals mit Christoph 4 von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) abhob, sah der Arbeitsalltag in der Luftrettung noch ganz anders aus als heute. Navigiert wurde mit einer Generalstabskarte auf dem Schoß, moderne elektronische Orientierungshilfen standen nicht zur Verfügung. Fast vier Jahrzehnte später endet für den erfahrenen Notfallsanitäter eine außergewöhnlich lange Zeit im Rettungshubschrauber.
Sein erster Flug führte ihn damals zu einem häuslichen Unfall nach Langenhagen-Wiesenau. Der Dienst begann morgens um 5.30 Uhr, wann Feierabend war, entschied der Pilot. Ging während eines Einsatzfluges die Orientierung verloren, half mitunter nur ein ungewöhnliches Verfahren: Der Hubschrauber schwebte vor einem Ortseingangsschild, damit die Besatzung ihren Standort bestimmen und die weitere Route auf der Karte suchen konnte.
Von der Johanniter-Jugend in den Rettungsdienst
Die Verbindung zu den Johannitern begann für Rohmann schon lange vor seinem ersten Hubschraubereinsatz. Bereits als Jugendlicher engagierte er sich in der Organisation. 1977 trat er im Alter von 16 Jahren in die Johanniter-Unfall-Hilfe ein, ein Jahr später verpflichtete er sich für zehn Jahre im Katastrophenschutz.
1980 schloss er seine Ausbildung zum Rettungssanitäter ab. Nach einer ersten hauptamtlichen Tätigkeit bei den Johannitern und einem zwischenzeitlichen Studium des Wasser- und Bodenmanagements kehrte er 1987 in den aktiven Rettungsdienst zurück. Ein Jahr später begann seine Tätigkeit in der Luftrettung.
Mit den technischen und medizinischen Veränderungen entwickelte sich auch seine berufliche Qualifikation weiter. Rohmann wurde Lehrrettungsassistent und absolvierte 2015 an der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen in Hannover die Qualifizierung zum Notfallsanitäter.
Mehr als 19.000 Einsätze und besondere Erfahrungen
In den Jahrzehnten seiner Tätigkeit erlebte Rohmann zahlreiche schwierige Rettungseinsätze. Dazu gehörten die Versorgung schwerstverletzter und eingeklemmter Menschen ebenso wie große Schadensereignisse. Zu den besonders einschneidenden Einsätzen zählt das Zugunglück von Eschede im Juni 1998.
Seine Arbeit beschränkte sich dabei nicht allein auf die medizinische Versorgung. Als HEMS-TC (Helicopter Emergency Medical Service – Technical Crew Member) übernahm er auch Aufgaben als technisches Besatzungsmitglied des Rettungshubschraubers.
Bei Kollegen und Vorgesetzten genoss der unter seinem Spitznamen „Pille“ bekannte Luftretter großes Vertrauen. Thorsten Ernst, Fachbereichsleiter Notfallversorgung der Johanniter im Landesverband Niedersachsen/Bremen, beschreibt insbesondere seine fachliche Kompetenz und seine Bereitschaft, sich für Patienten einzusetzen.
„Was ihn besonders auszeichnet, ist nicht nur seine Qualifikation, sondern auch seine Haltung: verlässlich, hilfsbereit und im Zweifel auch streitbar, wenn es darum ging, für seine Patienten die bestmögliche Versorgung durchzusetzen“, schildert Ernst.
Auch sein langjähriger Crew-Kollege Marc Lüpkemann erinnert sich an die gemeinsame Arbeit: „Auf ihn war immer Verlass, wenn es ernst wurde für Kollegen, Partnerorganisationen und Freunde. Aus dieser besonderen, gemeinsamen Arbeit sind beruflich wie privat viele enge Verbindungen entstanden.“
Ein Arbeitsplatz, der auch Gemeinschaft bedeutete
Die Station an der MHH war für Rohmann und seine Kollegen weit mehr als der Ausgangspunkt ihrer Rettungsflüge. Hier arbeiteten die medizinischen Besatzungsmitglieder der Johanniter und der Hochschule mit den Piloten der Fliegerstaffel zusammen. Über die Jahre entstanden enge persönliche Verbindungen, die auch außerhalb des Dienstes Bestand hatten.
Zum Stationsalltag gehörten neben den ernsten Einsätzen auch gemeinsame Mahlzeiten, Grillabende und der Humor des langjährigen Kollegen. Besonders in Erinnerung bleiben dürften seine selbst gemachten „Hackemollies“, Buletten mit reichlich Knoblauch, die innerhalb der Besatzung längst einen besonderen Ruf genießen.
Mehr Zeit für Motorradtouren, Sport und Kochen
Mit dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst beginnt für den heute in Laatzen lebenden Rohmann ein neuer Lebensabschnitt. Langweilig dürfte es ihm dabei kaum werden. Zu seinen Interessen gehören das Kochen, Motorradtouren und Besuche bei den Hannover Indians und Hannover 96.
Auch ausgedehnte Einkaufsbummel bei Metro und in Baumärkten sowie der Humor des Kabarettisten Dietmar Wischmeyer gehören nach Angaben der Johanniter zu seinen Vorlieben.
Nach mehr als 19.000 Einsätzen endet damit eine berufliche Laufbahn, die eng mit der Geschichte der Luftrettung in Hannover verbunden ist.
Am 7. November sind im gesamten Stadtgebiet vermehrt Einsatzfahrzeuge mit Sondersignal unterwegs.
HANNOVER (redu) – Bei der Katastrophenschutzübung Hannover trainieren Feuerwehr, Hilfsorganisationen und weitere Partner am Samstag, 7. November 2026, die Bewältigung eines größeren Stromausfalls. Die Übung findet an mehreren Orten im Stadtgebiet statt und dauert voraussichtlich bis in die Nachmittagsstunden.
Die beteiligten Organisationen überprüfen unter möglichst realistischen Bedingungen ihre Abläufe und ihre Zusammenarbeit. Die Erkenntnisse sollen helfen, den Katastrophenschutz in Hannover weiterzuentwickeln.
Bei der Katastrophenschutzübung Hannover spielen die Beteiligten verschiedene Szenarien eines größeren Stromausfalls durch. Dazu setzen sie an mehreren Orten im Stadtgebiet Personal, Fahrzeuge und Material ein.
Während der Übung werden vermehrt Einsatzfahrzeuge mit Sondersignal unterwegs sein. An einzelnen Orten können zudem mehr Einsatzkräfte als üblich zu sehen sein. Auch sichtbare Einsatzmaßnahmen sind Teil der Übung. Für die Bevölkerung besteht dabei keine Gefahr.
Größere Verkehrsbehinderungen werden derzeit nicht erwartet. Wer unterwegs ist, soll besonders auf Einsatzfahrzeuge achten und ihnen freie Fahrt ermöglichen.
Pyrotechnik und Vermummungen führen zu Unterbrechungen – nach Versammlungsende werden zwei Beamte mit Böllern beworfen.
HANNOVER (redu) – An der Demonstration Hannover unter dem Motto „Gen Z regelt“ haben am 31. Oktober 2026 in der Spitze bis zu 5.800 Menschen teilgenommen. Nach Versammlungsende wurden laut Polizei zwei Beamte mit Böllern beworfen. Einer von ihnen wurde leicht verletzt.
Bereits während des Aufzugs kam es nach Polizeiangaben mehrfach zu Vermummungen sowie zum Zünden von Nebeltöpfen und Pyrotechnik. Für Identitätsfeststellungen musste der Aufzug mehrmals kurzzeitig angehalten werden.
Der Start der Demonstration Hannover auf dem Ernst-August-Platz verzögerte sich, weil einige Teilnehmende vermummt waren. Nach Angaben der Polizei mussten sie ihre Vermummungen wegen des bei Versammlungen geltenden Vermummungsverbots ablegen. Auch im weiteren Verlauf vermummten sich Teilnehmende mehrfach.
Am Steintorplatz fand eine Zwischenkundgebung statt. Einsatzkräfte konnten einzelne Personen ermitteln, die mutmaßlich Nebeltöpfe oder Pyrotechnik gezündet hatten, und deren Identitäten feststellen. Nach den zwischenzeitlichen Stopps erreichte der Aufzug den Klagesmarkt.
Spontanversammlung bleibt friedlich
Bei der Kontrolle einer Person, die mutmaßlich Pyrotechnik gezündet hatte, formierte sich eine Spontanversammlung mit rund 30 Teilnehmenden. Sie protestierten gegen die polizeilichen Maßnahmen. Diese Versammlung verlief nach Angaben der Polizei friedlich.
Im Vorfeld hatten einige Geschäfte ihr Schaufenster in der Innenstadt mit Platten aus Holz gegen befürchtete Plünderungen oder Beschädigungen versucht zu schützen.
Nach dem Ende der ursprünglichen Versammlung zündeten einzelne Personen erneut Pyrotechnik. Dabei wurden zwei Polizeibeamte mit Böllern beworfen. Der leicht verletzte Beamte blieb dienstfähig. Die Tatverdächtigen dieser Böllerwürfe konnten bislang nicht ermittelt werden.
Rund 100 Räum- und Streufahrzeuge stehen bereit – Grundstückseigentümer müssen anliegende Gehwege freihalten.
HANNOVER (redu) – Der aha Winterdienst hat seine Vorbereitungen für die Räum- und Streusaison in Hannover abgeschlossen. Rund 350 Beschäftigte und etwa 100 Fahrzeuge stehen bereit. Die reguläre Saison beginnt am 1. November und dauert bis zum 31. März.
Technikprüfungen, Schulungen und angepasste Einsatzrouten sollen dafür sorgen, dass die Stadtreinigung bei Schnee und Glätte schnell reagieren kann. Abhängig von der Witterung kann die Saison bis in den April verlängert werden.
Für den aha Winterdienst sind 180 der rund 350 Beschäftigten in der Rufbereitschaft eingeplant. Der Fuhrpark umfasst etwa 60 Großfahrzeuge und 40 kleinere Räum- und Streueinheiten.
Fahrzeuge geprüft und Einsatzrouten angepasst
Über die Sommermonate wurden sämtliche Fahrzeuge gewartet und instandgesetzt. Beim abschließenden Technik-Check prüften die Einsatzkräfte Steuerungselemente und Streugeräte. Dabei kam Wasser anstelle von Sole zum Einsatz.
Die Beschäftigten frischten außerdem ihre Kenntnisse zu rechtlichen, organisatorischen und technischen Abläufen auf. Bei Bedarf ergänzten Fahrerschulungen über die betriebseigene Fahrschule die Vorbereitung.
Nach Angaben von Stadtreinigungsleiter Simon Grabow sollen die Vorbereitungen dazu beitragen, möglichst vorbeugend gegen gefährliche Glätte vorzugehen. Dafür wurden neben Fahrzeugen und Glättemeldeanlagen auch die organisatorischen Abläufe überprüft.
Sämtliche Einsatzstrecken wurden auf Baustellen, Umleitungen und Befahrbarkeit kontrolliert. Wo erforderlich, passte aha die Routen an und teilte geeignete Fahrzeugtypen neu zu. Auch die Benachrichtigungssysteme für die Rufbereitschaft wurden erfolgreich getestet.
Hauptverkehrsstraßen und Radwege haben hohe Priorität
Zur höchsten Dringlichkeitsstufe gehören 450 Kilometer Hauptverkehrsstraßen und verkehrswichtige Fahrbahnen, 250 Kilometer Radwege sowie rund sieben Kilometer Fahrradstraßen. Hinzu kommen 52 Kilometer öffentliche Gehwege, 3.800 Fußgängerüberwege und 645 Behindertenparkplätze.
Anliegende Gehwege müssen die jeweiligen Grundstückseigentümer eigenverantwortlich schneefrei und passierbar halten. Laut aha sind dafür grundsätzlich abstumpfende Materialien wie Sand oder Splitt vorgesehen. Streusalz darf nur in Ausnahmefällen, etwa auf Treppen oder Rampen, eingesetzt werden; chemische Auftaumittel sind nach den Hinweisen untersagt.
Im Stadtgebiet stehen rund 1.000 Streusandkisten bereit, die regelmäßig aufgefüllt werden. Leere Kisten können unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 999 11 99 gemeldet werden. Eine Standortübersicht bietet [aha auf seiner Internetseite] (https://www.aha-region.de).
Montags bis mittwochs ist der Einlass bis Mitte Dezember erst ab 12 Uhr möglich. Fünf Verkaufstermine sind angekündigt.
HANNOVER (redu) – Die Tiergarten-Öffnungszeiten werden ab dem 2. November bis Mitte Dezember eingeschränkt: Montags bis mittwochs öffnet der Tiergarten erst um 12 Uhr. Anlass ist die jährliche Reduzierung des Wildbestands. Im November beginnt außerdem wieder der öffentliche Wildfleischverkauf am Forstbetriebshof.
Die Anpassung des Tierbestands soll eine nachhaltige und artgerechte Haltung ermöglichen. Sie soll Stress und Krankheiten innerhalb der Tiergruppen vermeiden und verhindern, dass die Vegetation durch einen zu hohen Äsungsdruck belastet wird.
Die geänderten Tiergarten-Öffnungszeiten betreffen ausschließlich Montag bis Mittwoch. Von Donnerstag bis Sonntag bleibt der Tiergarten wie gewohnt ab 7 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Der Wildbestand wird regelmäßig an die Gegebenheiten der Flächen angepasst.
Fünf Termine für den Wildfleischverkauf
Der öffentliche Verkauf findet donnerstags am 5., 12., 19. und 26. November sowie am 3. Dezember statt. Beginn ist jeweils um 16 Uhr am Forstbetriebshof in der Tiergartenstraße 149.
Solange der Vorrat reicht, werden Portionen von einem bis fünf Kilogramm angeboten. Hinzu kommen Wildschweinbratwürste in Packungen ab fünf Stück. Je nach Verfügbarkeit stammt das Fleisch von Dam-, Rot-, Reh-, Muffel- oder Schwarzwild. An den Verkaufstagen gibt es außerdem Holznebenprodukte, Getränke und Bratwurst.
Wildfleisch aus zertifizierten Waldflächen
Das angebotene Wildfleisch stammt aus PEFC-, FSC- und Naturland-zertifizierten Waldflächen. Verwendet wird ausschließlich bleifreie Munition. Nach Angaben der Mitteilung sollen kurze Transportwege und strenge Hygienerichtlinien eine hochwertige und umweltschonende Lebensmittelqualität gewährleisten.
In der Schubertstraße strömte Gas aus einer beschädigten Leitung. Bei dem Einsatz mit 36 Kräften wurde niemand verletzt.
HANNOVER (redu) – Bei einem Gasaustritt in List hat die Feuerwehr am Mittwochvormittag vier Menschen aus einem Gebäude an der Schubertstraße gerettet, drei davon über eine Drehleiter. Eine Gasleitung war bei Bauarbeiten beschädigt worden. Niemand wurde verletzt.
Einsatzkräfte stellten hohe Gaskonzentrationen im Treppenraum und in der betroffenen Wohnung fest. Während die Feuerwehr die beschädigte Leitung provisorisch abdichtete und das Gebäude belüftete, brachten weitere Kräfte die Menschen ins Freie.
Der Gasaustritt in List wurde der Regionsleitstelle Hannover um 11:50 Uhr gemeldet. Nach dem Notruf sollte im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses Gas aus einer bei Bauarbeiten beschädigten Leitung strömen. Die Leitstelle alarmierte Feuerwehr und Rettungsdienst, darunter Spezialkräfte der ABC-Gefahrenabwehr und ein Messfahrzeug.
Beim Eintreffen bestätigte sich die Lage. Das Gebäude mit insgesamt 33 gemeldeten Bewohnern war auf Anweisung der Leitstelle bereits teilweise geräumt worden. Menschen, die es selbstständig verlassen konnten, hatten sich ins Freie begeben.
Hohe Gaskonzentrationen im Treppenraum
Mehrere Einsatzkräfte gingen unter Atemschutz zur Erkundung in das Gebäude. Sie maßen hohe Gaskonzentrationen im Treppenraum des zweiten und dritten Obergeschosses sowie in der betroffenen Wohnung.
Den zuerst eingesetzten Kräften gelang es rasch, die beschädigte Leitung provisorisch abzudichten und den Gasaustritt einzudämmen. Mit Druckbelüftungsgeräten leitete die Feuerwehr zugleich umfangreiche Belüftungsmaßnahmen ein.
Drei Menschen über Drehleiter gerettet
Parallel retteten weitere Einsatzkräfte drei Personen mit einer Drehleiter aus dem fünften Obergeschoss. Eine weitere Person begleiteten sie zu Fuß aus dem ersten Obergeschoss ins Freie.
Alle vier wurden außerhalb des Gebäudes vorsorglich vom Rettungsdienst und einem Notarzt untersucht. Verletzt wurde niemand.
Ein Entstörungstrupp von Enercity sperrte die Gasversorgung ab und trennte das siebenstöckige Wohn- und Geschäftsgebäude vom Gasnetz.
Polizei ermittelt zur Schadensursache
Feuerwehr und Rettungsdienst Hannover waren mit insgesamt 36 Einsatzkräften vor Ort. Nach Abschluss der Gefahrenabwehr übergaben sie die Einsatzstelle an die Polizei Hannover, die Ermittlungen zur Schadensursache aufnahm. Angaben zur Höhe des Sachschadens lagen zunächst nicht vor.
Eine Evakuierung und eine Sperrung der A2 sind nach Angaben der Stadt nicht erforderlich.
HANNOVER (redu) – Der Kampfmittelverdacht Bothfeld hat sich nach Angaben der Stadt Hannover nicht bestätigt. Auf dem Gelände der ehemaligen Freiherr-von-Fritsch-Kaserne im Stadtteil Sahlkamp wurde ein größerer metallischer Gegenstand gefunden. Eine mögliche Evakuierung und eine Sperrung der A2 sind nicht erforderlich.
Für die Bevölkerung bestand laut Stadt zu keiner Zeit eine konkrete Gefahr. Die Maßnahmen waren vorsorglich vorbereitet worden.
Bei der Kampfmittelsondierung auf dem ehemaligen Kasernengelände war zuvor eine Anomalie festgestellt worden. Die aufwendige Annäherung am 26. und 27. Oktober ergab, dass es sich bei dem Fund nicht um ein Kampfmittel handelt.
Die Stadt Hannover bedankte sich bei den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis. Ihr Dank galt auch den beteiligten Einsatzkräften und Unternehmen für die Vorbereitungen und die zügige Untersuchung des Verdachtspunktes.
Die Hannoveraner Face-Yoga-Expertin hat „Face Yoga – Erwecke dein Strahlen“ veröffentlicht und das Buch bei einer Signierstunde im LaVitaFit Hannover-List vorgestellt.
HANNOVER (redu) – Zwei Jahre nach ihrem Interview mit BG-PRESS hat Nadine Campbell ihren ersten Ratgeber veröffentlicht. Die in Hannover lebende Expertin stellte ihr Face-Yoga-Buch am Samstag, 24. Oktober 2026, im LaVitaFit Hannover-List vor und signierte dort Exemplare für ihre Community.
Mit der Veröffentlichung setzt Campbell ein Vorhaben um, über das sie bereits im August 2024 gesprochen hatte. Die Buchvorstellung verband sie mit einem Workshop und persönlichen Begegnungen mit Leserinnen und Lesern.
Buch erreicht nach Angaben Campbells in kurzer Zeit eine Bestsellerliste
Für Nadine Campbell war die Veröffentlichung ihres Face-Yoga-Buchs mit einer Überraschung verbunden. Nach eigenen Angaben erreichte der Ratgeber „Face Yoga – Erwecke dein Strahlen“ bereits 32 Stunden nach seinem Erscheinen eine Bestsellerliste des Onlinehändlers Amazon.
„In den letzten zwei Jahren wurde ich von meiner Community immer wieder gefragt, wann das Buch endlich rauskommt. Trotzdem hätte ich nicht damit gerechnet, dass es bereits nach 32 Stunden bei Amazon auf der Bestsellerliste landen würde“, berichtete Campbell während der Signierstunde.
Die persönliche Begegnung mit ihren Frauen aus ihrer großen Community hatte für sie eine besondere Bedeutung. „Am Ende ging dann doch alles schnell, doch real wird es für mich erst jetzt, wo ich die Menschen mit meinem Buch in der Hand vor mir stehen sehe. Einfach unglaublich!“
Der berufliche Weg von Nadine-Vivian Campbell begann als staatlich geprüfte Tanzpädagogin. Die aus dem Landkreis Celle stammende Campbell arbeitete unter anderem als Choreografin und beschäftigte sich mit Körperbewegung, Haltung und Ausdruck.
Bereits 2018 begleitete der hannoversche Fotograf Bernd Günther ihre Arbeit bei der Veranstaltung „Fashion & Dance“ in Hannover. Seitdem dokumentierte er verschiedene Stationen ihrer beruflichen Entwicklung fotografisch und filmisch.
Den Anstoß für ihre Beschäftigung mit Face Yoga gab nach Campbells Darstellung eine persönliche Erfahrung. Als sie Veränderungen an ihren Augenlidern bemerkte, begann sie mit gezielten Gesichtsübungen. Nach eigenen Angaben stellte sie bereits nach zwölf Tagen Veränderungen fest und beschäftigte sich anschließend intensiver mit der Methode.
2021 absolvierte Campbell eine Ausbildung bei Fumiko Takatsu, der Begründerin der Face Yoga Methode. Unter dem Namen „Face Yoga by Nadine Campbell“ entwickelte sie anschließend ein eigenes Konzept, das Gesichtsmuskeltraining mit Körperwahrnehmung, Haltung, Bewegung und weiteren Elementen verbindet.
Ihre Arbeit führte Campbell inzwischen unter anderem nach Japan und in die USA. Ihr Lebensmittelpunkt ist weiterhin Hannover.
Fotografische Begleitung über viele Jahre
Der hannoversche Fotograf und Fotojournalist Bernd Günther begleitet Nadine Campbell bereits seit mehreren Jahren intensiv mit seiner Kamera. Die Zusammenarbeit begann lange vor der Gründung von „Face Yoga by Nadine Campbell“, als sie noch als Tänzerin und Choreografin tätig war. Seit 2018 dokumentiert Günther ihre berufliche und persönliche Entwicklung in zahlreichen Fotografien und ergänzenden Videoaufnahmen.
Dabei konnte er auch Veränderungen ihres äußeren Erscheinungsbildes über einen längeren Zeitraum beobachten. „Die Verwandlung ihres Gesichts auf den Fotos durch die Face-Yoga-Methode ist erstaunlich. Sie ist einer der wenigen Menschen, die ich porträtiert habe, die mit den Jahren deutlich jünger erscheinen. Und das auf ganz natürliche Weise“, sagt Günther, der auch bei der Buchsignierung im LaVitaFit Hannover-List anwesend war.
Die langjährige Zusammenarbeit spiegelt sich auch in Campbells erstem Buch wider. Ein Großteil der darin verwendeten Fotografien stammt von Günther. Auch zahlreiche der über QR-Codes eingebundenen ergänzenden Videos wurden von ihm produziert. Damit ist seine fotografische und filmische Arbeit ein Beitrag zur visuellen Gestaltung des Ratgebers.
Seine Aufnahmen dokumentieren unterschiedliche Stationen ihres Werdegangs – von ihrer Tätigkeit auf der Bühne über den Aufbau ihres Face-Yoga-Angebots bis zur Veröffentlichung ihres ersten Buches.
Praktische Übungen und persönliche Erfahrungen
Mit „Face Yoga – Erwecke dein Strahlen“ möchte Campbell insbesondere Menschen ansprechen, die sich erstmals intensiver mit Face Yoga beschäftigen wollen. Der Ratgeber vermittelt Grundlagen zu Gesichtsmuskeltraining, Gesichtsmassage und Lymphdrainage.
Darüber hinaus thematisiert die Autorin den Einfluss von Körperhaltung, alltäglichen Gewohnheiten und persönlicher Wahrnehmung auf das äußere Erscheinungsbild. Integrierte QR-Codes führen zu ergänzenden Übungsvideos, mit denen Leserinnen und Leser die beschriebenen Techniken ausprobieren können.
Campbell versteht ihren Ansatz nicht ausschließlich als Möglichkeit, das äußere Erscheinungsbild zu beeinflussen. Sie möchte Frauen dazu ermutigen, sich bewusster mit dem eigenen Körper auseinanderzusetzen und ihre persönliche Ausstrahlung unabhängig von gängigen Schönheitsidealen wahrzunehmen.
Bereits im August 2024 hatte Campbell im Interview mit BG-PRESS über die Entwicklung ihres Projektes und ihre Pläne für ein erstes Buch gesprochen. Damals berichtete sie, innerhalb von zwei Jahren nahezu 1.000 Frauen begleitet zu haben. Es sollten deutlich mehr in der Zukunft sein.
Mit der Veröffentlichung hat sie dieses Vorhaben umgesetzt. Der Signierstunde im LaVitaFit ging am Samstag ein 90-minütiger Face-Yoga-Workshop voraus. Anschließend signierte Campbell ihr Buch von 13 bis 14 Uhr.
In der Nacht zum 25. Oktober endet die Sommerzeit – um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt.
HANNOVER (redu) – In der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober 2026, endet die Sommerzeit. Für die Winterzeit 2026 werden die Uhren um 3 Uhr um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt. Damit gilt in Deutschland wieder die Mitteleuropäische Zeit.
Die Zeitumstellung bringt eine zusätzliche Stunde in der Nacht. Morgens wird es nach der neuen Uhrzeit zunächst früher hell, am Nachmittag entsprechend früher dunkel.
Viele Geräte stellen sich automatisch um
Mit der Winterzeit 2026 folgt Deutschland der weiterhin geltenden Regelung zur halbjährlichen Zeitumstellung. Die Rückstellung erfolgt wie in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union am letzten Sonntag im Oktober.
Smartphones, Computer und viele Funkuhren passen die Uhrzeit automatisch an. Herkömmliche Uhren und einige Haushaltsgeräte müssen dagegen von Hand um eine Stunde zurückgestellt werden.
Durch die Umstellung wird es morgens nach der neuen Uhrzeit zunächst früher hell. Gleichzeitig setzt die Dunkelheit am Nachmittag eine Stunde früher ein. Das macht sich besonders für Menschen bemerkbar, die am späten Nachmittag unterwegs sind.
Auch der Schlaf-Wach-Rhythmus kann auf die Zeitverschiebung reagieren. Vorübergehend können Müdigkeit, Schlafprobleme oder Konzentrationsschwierigkeiten auftreten. Die Umstellung im Herbst wird häufig als weniger belastend empfunden als der Wechsel zur Sommerzeit.
Einigung zur Abschaffung der Zeitumstellung nicht absehbar
Über ein Ende der halbjährlichen Zeitumstellung wird in der Europäischen Union seit Jahren diskutiert. Das Europäische Parlament sprach sich 2019 für eine Abschaffung aus. Eine abschließende Einigung zwischen den Mitgliedstaaten steht weiterhin aus.
Damit bleibt die bisherige Regelung bestehen: Am letzten Sonntag im März beginnt die Sommerzeit, am letzten Sonntag im Oktober erfolgt die Rückstellung auf Normalzeit.
Die nächste Zeitumstellung ist am Sonntag, 28. März 2027. Dann werden die Uhren um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt.
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