Schon Drei- bis Sechsjährige verstehen Schaden von achtlos weggeworfenem Müll

LANGENHAGEN (PM). „Warum schmeißen Erwachsene so viel Müll achtlos weg“, fragten Kinder der Kita Krähenwinkel mit Blick auf den Abfall, den sie innerhalb von zwei Wochen beim Spazierengehen im näheren Umfeld eingesammelt hatten. Zahlreiche Einweg- und Mehrwegflaschen, jede Menge Plastikmüll, eine Radkappe, einen Sattel, eine Schaufel, Kinderspielzeug und vieles, vieles mehr: Die Ausbeute, die sie Bürgermeister Mirko Heuer und Krähenwinkels Ortsbürgermeister, Steffen Hunger, zeigen konnten, bildete einen großen Haufen. „Da müsst Ihr mal diejenigen fragen, die so sorglos mit unserer Umwelt umgehen“, regte Heuer zum Hinschauen und Nachfassen bei Eltern, Verwandten, Freunden und Bekannten an.

Durch die Projektarbeit zum Thema „Nachhaltigkeit“ hatten die Kinder der Fexe-Gruppe verstanden, dass Müll schlecht für Umwelt und Tiere ist. „Auch mich ärgert die Selbstgefälligkeit einiger Mitmenschen, vor allem dann, wenn es nur ein paar Schritte bis zum nächsten Mülleimer sind“, gestand Heuer. Er war zu dem Termin eigens mit Josie, dem städtischen Lastenfahrrad mit Müllsammelbehälter, gekommen; darin befanden sich einige Fundstücke von unterwegs. „Langenhagen sauber zu halten, muss eine Herzensangelegenheit von allen und nicht nur von engagierten Kindern wie Euch und vielen anderen sein.“ Um diese Einstellungsänderung zu erzielen, habe die Stadt bereits vieles auf den Weg gebracht, und sei stetig im Einsatz. „Das ist aktuell auch dringend nötig, weil wir wegen der Corona-Pandemie noch viel mehr Müll wie Einwegverpackungen, Flaschen und auch Essensreste an Plätzen, in Parks und anderenorts finden als zuvor.“

„Derzeit spazieren wir viel mit den Kindern“, berichtete Maud Lehmann-Musfeldt, Leiterin der Kita Krähenwinkel. „Bei einer solchen Gelegenheit haben die Kinder beim Anblick des herumliegenden Mülls die Idee geäußert, ihn einzusammeln zu wollen.“ Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei vom Kita-Team und den Trolle- und Querkse-Gruppen. Insgesamt 36 Kinder zogen in der derzeitigen Notgruppenbetreuung ausgerüstet mit Piecksern, Mülltüten und Bollerwagen durch die Umgebung.

Auch spielerisch lernten die drei Kita-Gruppen viel über Umweltverschmutzung oder Mülltrennung. Bei einem Spiel müssen etwa kleine Bildkarten verschiedenen, kleinen Tonnen aus Karton zugeordnet werden. Eine Herausforderung, der sich Heuer und Hunger unter den aufmerksamen Blicken der Kinder selbstverständlich ebenso stellten wie deren Fragen. So interessierte die Fexe etwa, warum einer der beiden Mülleimer beim Bäcker in Krähenwinkel entfernt worden sei. Heuer versprach, diesbezüglich nachzufassen und sich ebenso wie die Kinder weiterhin für eine saubere Stadt einzusetzen. „Solche Aktionen wie Eure sind wichtig, auch für uns als Stadt. Daher unterstützen wir gerne bei der Umsetzung mit dem benötigen Material wie Müllsäcken und verleihen Greifer. Im Nachgang solcher Aktionen holen wir den eingesammelten Müll selbstverständlich ab und entsorgen ihn über den städtischen Betriebshof.“

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