Schwerlastkontrolle bei Lehrte: Polizei untersagt 46 Fahrzeugen die Weiterfahrt
Bei einer gemeinsamen Kontrollaktion an der Rastanlage Lehrter See werden zahlreiche Mängel entdeckt. 46 Fahrzeuge müssen vorerst stehen bleiben.
HANNOVER (redu) – Bei einer Schwerlastkontrolle auf der Tank- und Rastanlage Lehrter See an der Autobahn 2 hat die Polizei Hannover am Donnerstag mehr als 200 Fahrzeuge überprüft. Wegen erheblicher Mängel oder Verstöße durfte rund jedes fünfte kontrollierte Fahrzeug seine Fahrt zunächst nicht fortsetzen.
Gemeinsame Kontrollen von Polizei und Fachbehörden sollen die Verkehrssicherheit im gewerblichen Güterverkehr erhöhen und Verstöße frühzeitig aufdecken.
Zahlreiche Fahrzeuge mit Mängeln
Mehrere Stunden lang kontrollierten Einsatzkräfte der Spezialisierten Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Besondere Dienste gemeinsam mit dem Zoll, dem Gewerbeaufsichtsamt, dem Bundesamt für Logistik und Mobilität sowie der Region Hannover den Schwerlastverkehr auf der Tank- und Rastanlage Lehrter See in Fahrtrichtung Dortmund. Im Mittelpunkt der Schwerlastkontrolle standen mehr als 200 Fahrzeuge des Güterverkehrs, darunter rund 180 Lastwagen.
Bei insgesamt 46 Fahrzeugen untersagten die Einsatzkräfte wegen erheblicher technischer Mängel oder festgestellter Verstöße die Weiterfahrt. Damit durfte etwa jedes fünfte kontrollierte Fahrzeug seine Fahrt zunächst nicht fortsetzen.

Über 150 Beamte von Polizei, Zoll, BALM und ausländischer Polizei kontrollieren an der A2 bei Lehrte Schwerlastverkehr.© Bernd Günther
Verstöße gegen Lenkzeiten im Fokus
Die meisten Beanstandungen entfielen auf Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten. Insgesamt registrierten die Einsatzkräfte 48 entsprechende Verstöße. Weitere 30 Beanstandungen betrafen die Ladungssicherung. In 23 Fällen wurden technische Mängel festgestellt, darunter abgefahrene Reifen, mangelhafte Bremsen oder Schäden an den Fahrzeugaufbauten.
Hinzu kamen 25 Verstöße wegen zu geringer Sicherheitsabstände, der Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer oder überhöhter Geschwindigkeit. Außerdem entdeckten die Kontrollteams acht manipulierte Abgasanlagen sowie sieben Verstöße beim Transport von Gefahrgut.
In 22 Fällen erhoben die Behörden Sicherheitsleistungen. Besonders schwer wog der Fall eines 46-jährigen Fahrers, bei dem über einen Kontrollzeitraum von rund zwei Monaten systematische Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt wurden. Gegen den Fahrer und das verantwortliche Unternehmen wurde deshalb eine Sicherheitsleistung von insgesamt 12.000 Euro erhoben.
Die Kontrollaktion war Teil eines mehrtägigen länder- und staatenübergreifenden Erfahrungsaustauschs spezialisierter Polizeikräfte. Daran beteiligten sich unter anderem Einsatzkräfte aus Dänemark, Österreich, Polen, den baltischen Staaten sowie aus nahezu allen Bundesländern.



