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Wasserrettungsboot

Badeunfall am Parksee Lohne: Achtjähriger Junge stirbt nach vergeblichem Rettungsversuch in Isernhagen

26. Juni 2026/in Region Hannover
Veröffentlicht: 26. Juni 2026, 20:45 Uhr |Aktualisiert: 26. Juni 2026, 21:17 Uhr

Rund 60 Einsatzkräfte waren am Freitagnachmittag am Parksee Lohne im Einsatz. Nach einer zweistündigen Suchaktion konnte der Junge nur noch unter Reanimation geborgen werden.

ISERNHAGEN (redu) – Ein tragischer Badeunfall hat sich am Freitagnachmittag am Parksee Lohne ereignet. Ein achtjähriger Junge geriet im Wasser in Not und ging unter. Nach einer rund zweistündigen Suchaktion wurde das Kind gefunden, reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, wo es später verstarb.

Der umfangreiche Rettungseinsatz machte den Einsatz zahlreicher Feuerwehren sowie spezialisierter Taucher und weiterer Rettungskräfte erforderlich. Trotz des schnellen Eingreifens konnte das Leben des Kindes nicht gerettet werden.

Am Freitagnachmittag wurden Feuerwehr und Rettungsdienst um 15.15 Uhr mit dem Einsatzstichwort „HM2 – Person ertrunken“ zum Parksee Lohne alarmiert. Nach ersten Erkenntnissen war der achtjährige Junge im Wasser in Not geraten und untergegangen. Badegäste reagierten sofort und suchten unmittelbar nach dem Kind, konnten es jedoch nicht finden.

Die zuerst eintreffende Feuerwehr Isernhagen Altwarmbüchen begann umgehend mit der Suche im Bereich der zuletzt bekannten Position des Jungen. Gemeinsam mit freiwilligen Helfern bildeten die Einsatzkräfte eine Menschenkette, um den betroffenen Bereich des Sees systematisch abzusuchen. Parallel dazu wurde der Uferbereich gesichert und weitere Einsatzkräfte nachalarmiert.

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Der Polizeihubschrauber „Phoenix“ unterstützte bei der Suche aus der Luft. © Bernd Günther

Umfangreiche Suchmaßnahmen

Zur Unterstützung wurden Feuerwehrtaucher aus Burgdorf, Peine und Lohnde alarmiert. Gleichzeitig traf ein Sonarboot aus Lohnde ein, das den Grund des Sees nach dem vermissten Kind absuchte. Aus der Luft unterstützte der Polizeihubschrauber „Phoenix“ die Suche mit einer Wärmebildkamera. Aufgrund der hohen Außentemperaturen konnten jedoch keine verwertbaren Wärmequellen erkannt werden, sodass dieser Teil der Suche eingestellt wurde.

Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren sowie Rettungsdienst und Polizei an dem Großeinsatz beteiligt. Die Einsatzleitung koordinierte die Maßnahmen sowohl an der Wasseroberfläche als auch unter Wasser.

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Lagebesprechung und Abstimmung am Einsatzleitwagen © Bernd Günther

Junge nach zwei Stunden durch Taucher gefunden

Gegen 17 Uhr gelang es den eingesetzten Feuerwehrtauchern schließlich, den Jungen unter Wasser aufzufinden. Er wurde umgehend an den Rettungsdienst übergeben. Einsatzkräfte leiteten sofort Reanimationsmaßnahmen ein, bevor das Kind unter laufender Wiederbelebung in ein Krankenhaus transportiert wurde.

Trotz aller medizinischen Bemühungen konnte das Leben des achtjährigen Jungen nicht gerettet werden. Er verstarb später im Krankenhaus.

An dem Einsatz beteiligt waren die Feuerwehren Altwarmbüchen, Isernhagen N.B. mit der ELW-Komponente, Isernhagen H.B., Isernhagen K.B., Neuwarmbüchen sowie die Tauchergruppen der Feuerwehren Burgdorf, Peine und Lohnde.

Warum ertrinken Kinder häufig lautlos

Der tragische Unglücksfall macht zugleich auf eine oft unterschätzte Gefahr aufmerksam: Kinder ertrinken häufig nahezu lautlos. Nach Angaben der Medizinischen Hochschule Hannover können sie beim Eintauchen des Gesichts reflexartig die Luft anhalten, während sich die Stimmritze verschließt. Dadurch sind Hilferufe meist nicht möglich und die Kinder gehen oft ohne auffällige Abwehrbewegungen unter. Mediziner weisen deshalb darauf hin, dass Kinder am Wasser niemals unbeaufsichtigt sein sollten, da bereits wenige Sekunden entscheidend sein können.

Bei den derzeit hohen Außentemperaturen von über 35° und überhitztem Körper können solche Situationen auch guten Schwimmern passieren.

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