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Schlagwortarchiv für: DRK

Deutsche Rote Kreuz erhält 23,6 Millionen Schutzmasken aus Spende von BASF – DRK Masken BASF© Bernd Günther

Deutsche Rote Kreuz erhält 23,6 Millionen Schutzmasken aus Spende von BASF

4. Juni 2020/in Panorama

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) erhält 23,6 Millionen Schutzmasken aus einer Spende von insgesamt 100 Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken (sogenannte OP-Masken) des Chemiekonzerns BASF an das Bundesgesundheitsministerium.

„Wir als Deutsches Rotes Kreuz sind wie alle anderen bedachten anerkannten Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände sowohl BASF als auch dem Bundesgesundheitsministerium sehr dankbar für diese großzügige Spende. Das DRK hat derzeit den Vorsitz in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und sich in dieser Funktion dafür stark gemacht, neben den anerkannten Hilfsorganisationen auch Wohlfahrtsverbände bei der Verteilung der Spende zu bedenken. So werden die Masken in der Pflege wie auch in verschiedenen anderen Bereichen zum Einsatz kommen. Sie helfen, die Pandemie weiter einzudämmen“, sagte DRK-Generalsekretär Christian Reuter bei der heutigen offiziellen Übergabe der Spende durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und den BASF-Vorstandsvorsitzenden Martin Brudermüller.

„Die großzügige Spende von BASF ist bei den Wohlfahrtsverbänden in guten Händen. Mundschutzmasken sind für ihre tägliche Arbeit in Medizin, Pflege und Rettungsdiensten unverzichtbar. Und die Spende kann dazu beitragen, ausreichend Schutzausrüstung für die nächste Infektionswelle vorzuhalten“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Zum Auftakt der Maskenverteilung nahm das Deutsche Rote Kreuz die Spende stellvertretend für die anerkannten Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände in den DRK-Kliniken der DRK-Schwesternschaft Berlin im Berliner Westend entgegen. Die Verteilung wird zentral über das Bundesgesundheitsministerium gesteuert und soll Pflegediensten, Krankenhäusern, Rettungsdiensten und Teststationen zugutekommen.

Das Deutsche Rote Kreuz ist seit Wochen bundesweit im Einsatz, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die hauptamtlichen Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer des DRK engagieren sich dabei auf vielfältige Weise, um die Behörden zu unterstützen: So werden beispielsweise bundesweit mobile Arztpraxen und Fiebermessstationen vom DRK eingesetzt und betreut, um das Gesundheitssystem zu stärken und Kliniken zu entlasten. Auch die Fürsorge für Ältere, Risikogruppen und Bedürftige während der Krise bildet einen Schwerpunkt der Hilfsaktionen des DRK.

Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt – BGPress 1409694

Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt

19. Mai 2020/in Hannover

HANNOVER (bg). Die Fallzahlen der an dem Coronavirus erkrankten Menschen in Niedersachsen ist inzwischen kontinuierlich gesunken. Das hat laut Aussagen des Pressesprechers der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), Detlef Haffke, dazu geführt, dass die Teststation auf dem Messegelände in den Ruhestand versetzt wurde.

Gleichzeitig hat aber das Deutsche Rote Kreuz der Region Hannover einen verkleinerten Drive in in seinem Katastophenschutzzentrum in Empelde seit Montag aufgenommen. Dort werden im Auftrag der KVN weiter Probenentnahmen per Abstrich aus den Fahrzeugen durch Ärzte und Einsatzkräfte des DRK-Region Hannover e.V. (DRK) durchgeführt. Diese Probestelle ist dafür ausgelegt, auf max. 2 Spuren zeitgleich Proben von betroffenen Personen abzunehmen.

Die ersten Zahlen der Probenentnahmen im großen Testzentrum auf dem Messegelände liegen vor:

• 30.03. – 05.04.2020 – 2.153 Probeentnahmen

• 06.04. – 12.04.2020 – 1.657 Probeentnahmen

• 13.04. – 19.04.2020 – 1.112 Probeentnahmen

• 20.04. – 26.04.2020 – 1.195 Probeentnahmen

• 27.04. – 03.05.2020 – 1.003 Probeentnahmen

Somit wurden allein in der Region Hannover im großen Probeentnahmezentrum auf dem Messegelände in diesem Zeitraum 7.120 Proben entnommen. Bei 524 Proben  wurde der Corona-Infektionsverdacht bestätigt.

Zusätzlich wurden durch mobile Probeentnahmeteams des DRK an den Wochenenden Beprobungen zuhause bei Coronaverdachtsfällen auf Anweisung von Hausärzten oder dem Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst durchgeführt. Hier kamen 1.382 Probeentnahmen durch Hausbesuche im Zeitraum vom 30.03. – 03.05.2020 zustande. Seit Beginn der Probeentnahmen hat bis heute das DRK in Hannover insgesamt 12.344 Probeentnahmen durchgeführt.

Die Versorgungslage mit notwendiger Schutzausrüstung hat sich laut der KVN deutlich verbessert. „Zurzeit können wir eine Versorgung von 3 Wochen im Voraus sicherstellen“, so Haffke. Die KVN beliefert ca. 13.800 Arztpraxen in Niedersachsen mit Schutzausrüstung. Zusätzlich versorgen sie den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst und stationäre wie mobile Entnahmeteams.

Inzwischen hat man aus den Problemen mit falscher oder minderwertiger Schutzausrüstung, vor allem bei Masken, zu Anfang der Lieferengpässe gelernt. So hat der Bund den TÜV Nord und Süd mit der stichprobenhaften Qualitätskontrolle beauftragt.

Alle Probe und deren Voraussetzungen laufen nach den Vorgaben des Robert Koch-Instituts (RKI). Im Moment sind aber auf politischer Ebene Erweiterungen zu schwerpunktmäßigen Probeentnahmen bei Auftreten von Infektionen im Gespräch. Hierzu zählen auch die 182 Krankenhäuser und 1.873 stationären Pflegeeinrichtungen sowie 1.312 ambulanten Pflegedienste (Stand 2017) in Niedersachsen.

Sollte es noch einmal zu einem Aufflammen von Infektionsherden oder zu einer vermuteten 2. Welle an Infektionen kommen, so kann man die Probeentnahmestation in der Messehalle in Hannover kurzfristig wieder aktivieren.

  • Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt – BGPress 1409667
    Einweisung in die Kommunikationstechnik © Bernd Günther
  • Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt – BGPress 1409700
    Einfahrt zum Testzentrum © Bernd Günther
  • Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt – BGPress 1409689
    Alle erforderlichen Daten werden im Testzentrum mehrfach abgeglichen © Bernd Günther
  • Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt – BGPress 1409686
    Das Entnahmeteam ist bereit für die nächsten Testperson © Bernd Günther
  • Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt – BGPress 1409682
    Probeentnahme durch das Autofenster durch einen Arzt © Bernd Günther
  • Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt – BGPress 1409677
    Ein Arzt klärt die zu testende Person auf © Bernd Günther
  • Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt – BGPress 1409666
    Hinweis zum Testzentrum © Bernd Günther
  • Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt – BGPress 1409664
    Die ersten Fahrzeuge mit den zu testenden Personen kommen an © Bernd Günther
  • Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt – BGPress 1409662
    Lange Warteschlangen bilden sich nicht bei der routinierten Abarbeitung © Bernd Günther
  • Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt – BGPress 1409660
    Das Drive In ist für 2 Fahrspuren ausgelegt © Bernd Günther
  • Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt – BGPress 1409656
    Kurze Lagebesprechung vor Beginn des heutigen Einsatzes © Bernd Günther
  • Probeentnahmestation in der Messehalle wird in Ruhezustand versetzt – BGPress 1409649
    Aufbau des Drive In beim DRK-Region Hannover © Bernd Günther
DRK warnt vor hoher Zeckengefahr in der Corona-Krise – Zecken

DRK warnt vor hoher Zeckengefahr in der Corona-Krise

19. Mai 2020/in Gesundheit
BERLIN. In Zeiten der Corona-Krise treibt es bei schönem Wetter viele für Unternehmungen und ausgedehnte Spaziergänge ins Grüne. Dort lauern jedoch in diesem Jahr besonders viele Zecken, die zwei gefährliche Infektionskrankheiten übertragen können: die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose. „Die Risikogebiete für einen vermehrten Zeckenanfall sind dieses Jahr größer. Aufgrund des milden Winters gibt es zudem noch mehr Zecken als in den Vorjahren. Begonnen hat die Zeckensaison diesmal schon im März“, sagt Professor Peter Sefrin, Bundesarzt des Deutschen Roten Kreuzes. Die Gefahr eines Zeckenstichs sei also sehr hoch. Bei richtigem Verhalten können Risiken jedoch verringert werden. Professor Sefrin gibt folgende Tipps:

„Vorsorge: Die Zeckensaison dauert etwa noch bis Oktober. Schutz bietet die Bedeckung des Körpers durch helle Kleidung mit dicht anliegenden langen Ärmeln und Hosenbeinen sowie das Tragen von Socken und geschlossenen Schuhen. Vermieden werden sollte das Laufen durch dichtes Unterholz und hohes Gras. Nach dem Aufenthalt im Freien Kleidung und Haut absuchen, vor allem Kniekehlen, Achselhöhlen, Bauchnabel, Hals, Haaransatz, Hautfalten und behaarte Körperstellen. Mückensprays schützen nur bedingt.

Entfernung: Eine Zecke entfernt man am besten mit einer Pinzette oder alternativ mit einer Zeckenkarte oder Zeckenzange aus der Apotheke. Mit der Pinzette die Zecke möglichst nah an der Haut fassen und langsam und senkrecht herausziehen. Bei Verwendung einer Zeckenkarte diese flach auf die Haut legen, mit dem Kartenausschnitt in Richtung Zecke schieben, unter die Zecke fassen und sie vorsichtig senkrecht herausziehen. Unbedingt zu vermeiden sind Drehbewegungen, da der Kopf abgerissen werden kann und es zu einer Quetschung des Zeckenkörpers kommt. Dadurch können Krankheitserreger in die Wunde abgeben werden. Nach anschließender Desinfektion die Einstichstelle mit einem Wundschnellverband versorgen. Etwaige Hausmittel wie Öl, Kleber, Nagellack oder Benzin sind zur Entfernung nicht geeignet, sondern im Gegenteil sogar gefährlich, da Zecken beim Ersticken vermehrt eventuell infiziertes Sekret absondern.

Behandlung: Nach einem Zeckenstich die Haut beobachten. Bildet sich ein roter Kreis um die Stichstelle, könnte das ein erstes Anzeichen für Borreliose sein, die häufiger auftritt als FSME. Die Symptome sind bei beiden Krankheiten zunächst ähnlich wie bei einer Grippe: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Sie sollten unbedingt ärztlich behandelt werden. Anders als für Borreliose gibt es für FSME keine sichere Therapie. Gegen letztere schützt aber eine Impfung, die man nutzen sollte.“

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