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Schlagwortarchiv für: Flüchtlinge

143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2153 2© Bernd Günther / BG-PRESS.de

143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21

27. Mai 2022/in Region Hannover

HANNOVER (bg). Während der Brückentag nach Christi Himmelfahrt eigentlich immer als verlängertes Wochenende gerne genommen wird, erklärten sich heute 143 ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner bereit, kurzfristig einen arbeitsintensiven Umzug aus einer Messehalle in die nächste durchzuführen.

Die Feuerwehrleute gehören der Regionsfeuerwehrbereitschaften 1, 4 und 5 der Region Hannover an. Einsatzbeginn mit einer ersten Vorbesprechung war der große Parkplatz am Laatzener Messebahnhof. Von dort ging es im geschlossenen Verband direkt auf das Messegelände zur Halle 21. Hier wartet auf die Einsatzkräfte eine Menge Arbeit. Für 700 Flüchtlinge aus der Ukraine mussten Kurzunterbringungen in kleinen abgetrennten Einheiten mit Betten aufgebaut werden. Sie dienen als Ersatz für die kurzfristig zu räumende Messehalle 27.

Der stellvertretender Brandschutzabschnittsleiter der Regionsfeuerwehrbereitschaft 5, Volker Kluth, unternahm eine erste Einweisung in die anstehenden Arbeiten für die einzelnen Zugführer und teilte seine Kräfte auf beide Hallen auf.

Neben dem Materialtransport aus der Messehalle 27 für den nötigen Sichtschutz und einiger Zelte wurden in relativ kurzer Zeit einzelne Parzellen in der großen Halle aufgebaut und mit jeweils 9 Betten bestückt.

Am Mittag gab es dann bei kräftiger Verpflegung aus der mitgeführten Verpflegungseinheit der Feuerwehr Mittagessen. Im Anschluss besuchte Cora Hermenau, Erste Regionsrätin und Dezernentin für Öffentliche Gesundheit, Sicherheit, IT und EU-Angelegenheiten, die Einsatzkräfte in der Messehalle 21 und bedankte sich für die tatkräftige Unterstützung bei den ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern. Der Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing, Chef der Regionsfeuerwehrbereitschaften, schloss sich gerne den Worten Cora Hermenaus an und hob das ehrenamtliche Engagement der vielen Feuerwehrleute hervor. Einige von ihnen waren schon zum dritten Mal auf der Messe im Unterstützungseinsatz bei der Flüchtlingsunterbringung.

Als kleine Anerkennung von der Region Hannover überreichte Cora Hermenau allen heute eingesetzten Feuerwehrkräfte symbolisch eine Freikarte für die bevorstehende INTERSCHUTZ in Hannover.

In den Nachmittagsstunden sollen dann die verbliebenen Flüchtlinge aus der Messehalle 27 in die Messehalle 21 umziehen. Zeitgleich sorgen die Feuerwehrkräfte für den Abbau der Zelte, damit diese eingelagert werden können.

Abschnittsbrandmeister Horst Holderith und Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensig zeigten sich gegen Mittag zufrieden mit den bis dahin geleisteten Arbeitsergebnissen und hoffen heute noch die erforderlichen Arbeiten abzuschließen. Vorrang hatte erst einmal die Messehalle 21 bezugsfertig zu bekommen.

  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2031
    Die 143 ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner versammeln sich in der Nähe des Messegeländes. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2038
    Der stellvertretender Brandschutzabschittsleiter Volker Kluth unternimmt eine erste Einweisung in die Arbeiten des heutigen Tages. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2040
    Noch stehen die Betten in der Halle 21 dicht an dicht. Schon einige Stunden später steht jedes an seinem vorbestimmten Platz in der großen Halle. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2045
    Da beide Hallen einige Entfernung auseinanderliegen, muss der Einsatz gut koordiniert werden. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2069
    Innerhalb kurzer Zeit sind die einzelnen Parzellen mit Betten ausgerüstet © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2077
    Die Feuerwehrfrauen und -männer sind erfindungsreich, wenn es um schnelle Arbeitsweise beim Transport der Betten geht.© Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2084
    Die schweren Gewichte für die Gitterzäune muüssen von Halle 27 ind die Halle 21 transportiert werden © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2092
    Gegen Mittag können sich die Feuerwehrleute der Regionsbereitschaften über Verpflegung und eine kleine Ruhepause freuen. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2100
    Cora Hermenau, Erste Regionsrätin und Dezernentin für Öffentliche Gesundheit, Sicherheit, IT und EU-Angelegenheiten, bedankt sich für die tatkräftige Unterstützung bei den ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2114
    Cora Hermenau, Erste Regionsrätin und Dezernentin für Öffentliche Gesundheit, Sicherheit, IT und EU-Angelegenheiten, bedankt sich für die tatkräftige Unterstützung bei den ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2127
    Der stellvertretender Brandschutzabschittsleiter Volker Kluth unterweist die Zugführer in weitere Auf- und Abbauarbeiten © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2136
    Auch in der Messehalle 21 müssen einige Zelte aufgebaut werden. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2153
    Ein Zelt nach dem anderen wird abgebaut und für den Abtransport vorbereitet. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 143 Feuerwehrleute sorgen für Umzug in die neue Messehalle 21 – BGPress 2156
    Bis zum Abend sollen möglichst alle 100 Zelte der Messehalle 27 abgebaut und auf Paletten bereitgestellt werden. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
Unterkünfte auf dem Messegelände ziehen um – BGPress 2499© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Unterkünfte auf dem Messegelände ziehen um

5. Mai 2022/in Region Hannover

REGION HANNOVER (PM). Am 30. Mai öffnet die Hannover Messe ihre Türen – unter anderem in den Messehallen, in denen derzeit Geflüchtete aus der Ukraine Zuflucht finden. Aktuell kommen durchschnittlich etwa 300 Menschen am Messebahnhof in Laatzen an, die größtenteils direkt weiterreisen. Andere orientieren sich und verbringen eine Nacht in der Unterkunft auf dem Messegelände, die von der Region in Amtshilfe für die Landesaufnahmebehörde betrieben wird.

Um diesen Service weiterhin aufrecht erhalten zu können, ziehen diese Messehallen nun um: Ab Sonntag, 8. Mai, betreiben Region und Land die Hallen 26 und 27, die vorher als Notunterkünfte der Landeshauptstadt Hannover dienten.

„Wir geben damit die Messehallen pünktlich an die Messe AG zurück, damit sie zur Hannover Messe zur Verfügung stehen“, sagt Regionspräsident Steffen Krach. Da die Hallen zuvor von der Landeshauptstadt genutzt wurden, kann auf die aufwändigen Aufbau- und Logistikarbeiten verzichtet werden. Die Landeshauptstadt Hannover hat keinen Bedarf mehr für die Notunterkünfte in den zwei Messehallen. Wie es ab Juni weitergeht, darüber sind Region Hannover und Landesaufnahmebehörde im Gespräch miteinander, denn die Hallen 26 und 27 werden Ende Mai an die Messe AG übergeben.

Landeshauptstadt bereit für die Aufnahme von Menschen aus der Ukraine – BGPress 2495 2© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Landeshauptstadt bereit für die Aufnahme von Menschen aus der Ukraine

6. März 2022/in Hannover

HANNOVER (PM/red). Hannover ist vorbereitet, um Geflüchtete aus der Ukraine aufzunehmen, unterzubringen und zu versorgen. Der Aufbau einer Unterkunft in der Halle 27 auf dem Gelände der Deutschen Messe AG ist planmäßig an diesem Sonntag (6. März) abgeschlossen worden.

Insgesamt 1152 Schlafplätze sind in der Halle entstanden. Die Planer haben eine Dorfstruktur angelegt. Es gibt insgesamt 36 Dörfer, die jeweils über vier Zelte mit Schlafplätzen und einen Gemeinschaftsbereich mit Tischen, Stühlen und Spinden verfügen. Damit ist gewährleistet, dass die dort unterzubringenden Menschen eine Privatsphäre haben. Rund 260 Einsatzkräfte der Feuerwehr Hannover waren mit dem Aufbau seit Freitagmorgen beschäftigt.

„Die Landeshauptstadt steht zu ihrer Verantwortung. Sie wird alles tun, was ihr möglich ist, um den Menschen, die vor dem Krieg fliehen, umfassend zu helfen“, betonte Oberbürgermeister Belit Onay. „Ich danke ausdrücklich für das große zivilgesellschaftliche Engagement in Hannover. Viele Institutionen beteiligen sich an den Hilfsangeboten für die Geflüchteten. Die ganze Stadt zeigt Haltung.“ Der Oberbürgermeister nahm an diesem Sonntag gemeinsam mit dem Ersten Stadtrat und Feuerwehrdezernenten Dr. Axel von der Ohe, der Sozialdezernentin Sylvia Bruns, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Messe AG, Dr. Jochen Köckler, sowie dem Leiter der Feuerwehr, Dieter Rohrberg, die Unterkunft in der Messehalle 27 in Augenschein.

„Wir aktivieren alle notwendigen städtischen Ressourcen und sind gut vorbereitet“, erklärte Dr. Axel von der Ohe. „Der städtische Planungsstab arbeitet schnell und professionell. Die Stadt kann jederzeit auf neue Lagen reagieren. Wir rechnen damit, dass die Zahl Geflüchteter, die nach Hannover kommen, schon in den nächsten Tagen deutlich steigen wird.“ Sein Dank gelte insbesondere den Ehrenamtlichen, sagte von der Ohe mit Blick auf die Mitglieder der Freiwilligen Wehren, die beim Aufbau der Zeltdörfer angepackt hatten.

„Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, den flüchtenden Menschen aus der Ukraine in ihrer Not zu helfen. Mit der Bereitstellung einer Messehalle als sichere Unterkunft in Hannover sind wir dankbar, einen kleinen Beitrag in dieser schlimmen Zeit leisten zu können. Wir hoffen, dass sich die Schutzsuchenden bei uns wohlfühlen werden“, sagte Dr. Jochen Köckler.

In den vergangenen Tagen sind bereits Geflüchtete aus der Ukraine in Hannover eingetroffen. Der Verwaltungsausschuss der Landeshauptstadt hatte am Donnerstag die Stadtverwaltung ermächtigt, für die Unterbringung und Versorgung der Menschen bei Bedarf bis zu 10 Millionen Euro zu verwenden.

Die ehemalige Feuerwache am Goetheplatz wird seit dem vergangenen Mittwoch (2. März) vom Deutschen Roten Kreuz als Anlaufpunkt für die Geflüchteten betrieben. Hier konnten durch die Vorarbeit der Feuerwehr Hannover kurzfristig 36 Zimmer mit insgesamt 136 Plätzen in Vier-Bett-Zimmern geschaffen werden. Mit der Inbetriebnahme der Unterkunft auf dem Messegelände hat die Stadt die Kapazitäten nun deutlich ausgeweitet.

Nach Auskunft von Sozialdezernentin Sylvia Bruns sollen die Geflüchteten in der Messehalle 27 durch das Deutsche Rote Kreuz betreut werden. Eine Zuweisung von Geflüchteten erfolgt durch das Land Niedersachen. Laut dem Feuerwehrchef Dieter Rohrberg befinden sich zurzeit ca. 200 Flüchtlinge in Hannover und sind teilweise in der ehemaligen Feuerwache 1 in der Stadt untergebracht.

  • Landeshauptstadt bereit für die Aufnahme von Menschen aus der Ukraine – BGPress 2488
    Auch für Kinder stehen spezielle Bettchen in der Messehalle 27 bereit. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Flüchtlingsunterkunft
    Die Feuerwehr hat in einer großen Messehalle für 1152 Geflüchtete auf dem Messeglände in Hannover aufgebaut. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Landeshauptstadt bereit für die Aufnahme von Menschen aus der Ukraine – BGPress 2503
    260 Einsatzkräfte der Feuerwehr Hannover legen letzte Hand in den Zeltdörfern an. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Landeshauptstadt bereit für die Aufnahme von Menschen aus der Ukraine – BGPress 2522
    Die Feuerwehr hat in einer großen Messehalle für 1152 Geflüchtete auf dem Messeglände in Hannover aufgebaut.(v.l. Dieter Rohrberg, Volker Kluwe, Belit Onay, Dr. Axel von der Ohe, Sylvia Bruns, Dr. Jochen Köckler). © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Flüchtlingsunterkunft
    Flüchtlingsunterkunft (Symbolbild) © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Landeshauptstadt bereit für die Aufnahme von Menschen aus der Ukraine – BGPress 2544
    Die Feuerwehr hat in einer großen Messehalle für 1152 Geflüchtete auf dem Messeglände in Hannover aufgebaut. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Landeshauptstadt bereit für die Aufnahme von Menschen aus der Ukraine – BGPress 2551
    Die Feuerwehr hat in einer großen Messehalle für 1152 Geflüchtete auf dem Messeglände in Hannover aufgebaut. (v.l. Dieter Rohrberg, Volker Kluwe, Belit Onay). © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Waschmaschinenstraße in der Notunterkunft der Messehalle 27 in Hannover © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Zusätzliche Sanitäranlagen für die Geflüchteten in der Messehalle 27. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Zusätzliche Sanitäranlagen für die Geflüchteten in der Messehalle 27. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Landeshauptstadt bereit für die Aufnahme von Menschen aus der Ukraine – BGPress 2592
    Ohne die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Hannover wäre der Aufbau nicht so schnell möglich gewesen (re. Oberbürgermeister Belit Onay). © Bernd Günther / BG-PRESS.de
Aufnahme aus griechischen Flüchtlingslagern: Letzter Flug dieses Jahres in Hannover gelandet – Vorfeld

Aufnahme aus griechischen Flüchtlingslagern: Letzter Flug dieses Jahres in Hannover gelandet

17. Dezember 2020/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Am heutigen Donnerstag (17.12.2020) ist ein weiterer Flug mit behandlungsbedürftigen Kindern aus griechischen Flüchtlingslagern am Flughafen Hannover eingetroffen. An Bord der Maschine aus Athen waren insgesamt 86 Personen, die auf verschiedene Bundesländer verteilt werden.

Niedersachsen wird neun Personen – zwei Familien aus Afghanistan – aufnehmen, die zunächst in der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen ihr vorläufiges Zuhause finden werden. Bei diesem Flug handelt es sich um den letzten Transfer dieses Jahres, bevor die Aufnahme Anfang 2021 mit bereits in Griechenland als schutzberechtigt Anerkannten fortgesetzt werden soll. Der heutige Flug ist darum auch Anlass für den Niedersächsischen Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, ein Zwischenfazit der bisherigen Bemühungen zu ziehen.

Minister Pistorius: „Uns ist es in diesem Jahr gelungen, sogar unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie mehr als 1.500 Menschen aus den erbärmlichen Zuständen der Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln herauszuholen, darunter viele besonders schutzbedürftige Kinder. Dass diese Menschen die Möglichkeit bekommen, in Deutschland und in Niedersachsen ein neues Zuhause finden, freut mich. Auf der anderen Seite muss man auch ganz klar festhalten: Die Zustände in den Flüchtlingslagern der Inseln der Ägäis, insbesondere auf Lesbos, sind weiterhin katastrophal. Dass es so etwas in Europa im Jahr 2020 gibt, ist beschämend und widerspricht den humanitären Grundsätzen Europas. Gleichzeitig treffen diese Umstände die Schwächsten. Darum müssen wir unser Engagement im Jahr 2021 nicht nur fortsetzen, sondern auch die Aufnahmekontingente insgesamt erhöhen“, sagt Minister Pistorius.

Niedersachsens Innenminister setzt sich seit seinem Besuch des inzwischen abgebrannten Flüchtlingslagers auf der griechischen Insel Lesbos im Herbst 2019 in besonderem Maße für die Aufnahme besonders schutzbedürftiger Kinder ein. In der Folge hat Deutschland in enger Absprache mit den Bundesländern sowie den internationalen und europäischen Institutionen (IOM, UNHCR, EASO) seit dem Frühjahr dieses Jahres begonnen, zunächst unbegleitete Minderjährige, dann behandlungsbedürftige Kinder mit ihren Familienangehörigen aus dem griechischen Flüchtlingslagern nach Deutschland auszufliegen. Nach dem Brand von Moria hatte die Bundesregierung zudem entschieden, in einem dritten Schritt ein Kontingent von bereits in Griechenland als schutzbedürftig anerkannten Menschen in Deutschland aufzunehmen. Niedersachsen hat einschließlich des heutigen Fluges bislang insgesamt 149 Menschen aufgenommen.

Die Lage auf der griechischen Insel Lesbos ist für die Flüchtlinge jedoch nach wie vor katastrophal, wie zum Beispiel die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ berichtet. Entsprechenden Berichten zufolge harren immer noch rund 7.500 Menschen in einem provisorischen Zeltlager aus.

Minister Pistorius: „Ich habe erst Anfang dieser Woche erneut mit dem Repräsentanten des UNHCR in Griechenland, Philippe Leclerc, telefoniert. Dieser hat mir die prekäre Lage vor Ort noch einmal bestätigt. Zwar haben sich seit dem Brand im September punktuell Dinge verbessert, zum Beispiel was die Unterbringung betrifft. Die Situation ist aber immer noch bedrückend und Moria ist kein Ort, an dem die Flüchtlinge dauerhaft bleiben können. Hinzu kommt die Bedrohung durch das Coronavirus, dem die Menschen praktisch schutzlos ausgeliefert sind. Ich fordere Bundesinnenminister Horst Seehofer deshalb auf, die Anstrengungen zur Aufnahme der Flüchtlinge zu verstärken. Die meisten Bundesländer und viele Städte wären im Übrigen auch zur Aufnahme weiterer Menschen bereit. Während der deutschen Ratspräsidentschaft ist die Klärung von etlichen Fragen für ein gemeinsames europäisches Asylsystem nicht vorangekommen. Um ehrlich zu sein: Ich sehe hier auch nicht wirklich Licht am Ende des Tunnels. Solange die Staaten, die zwar von EU-Mitteln profitieren, aber deren Solidarität dann bei der Aufnahme von Flüchtlingen mehr oder weniger gen Null tendiert, alle Bemühungen um ein neues Migrations- und Asylsystem ungehindert torpedieren können, wird es auch keine Fortschritte geben. Den Menschen, die aber auch jetzt zu Weihnachten in überfüllten und provisorischen Lagern auf den Inseln ohne Perspektive festsitzen, muss weiterhin geholfen werden.“

DRK schickt erste Hilfsflüge und Personal nach Lesbos – Flüchtlinge in Griechenland

DRK schickt erste Hilfsflüge und Personal nach Lesbos

14. September 2020/in Welt-News

BERLIN (PM). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat am gestrigen Sonntag und heutigen Montag insgesamt vier Flüge mit Zelten auf die griechische Insel Lesbos geschickt. „Nach dem schlimmen Feuer in Moria hat sich die Lage der geflüchteten Menschen auf der Insel abermals extrem verschlechtert.

In Reaktion darauf hat das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften und dem Griechischen Roten Kreuz begonnen, erste dringend notwenige Hilfsmaßnahmen einzuleiten. In vier Flügen vom Flughafen Leipzig/Halle aus transportieren wir seit gestern insgesamt 500 Familienzelte nach Lesbos. An Bord des gestrigen ersten Fluges war auch ein DRK-Mitarbeiter, der nun vor Ort den Einsatz mit koordiniert. Ermöglicht wird dieses schnelle Anlaufen der Hilfe des DRK durch eine großzügige Spende von fünf Millionen Euro des Volkswagen Konzerns und der Siemens AG“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

Die am Sonntag angelieferten Zelte werden bereits heute von Freiwilligen des Griechischen Roten Kreuzes aufgebaut, um einen Teil der mehr als 11.000 Menschen aufzunehmen, die der Brand in Moria Mitte letzter Woche obdachlos gemacht hat.

„Das DRK ist aktuell in der Abstimmung zur Lieferung weiterer dringend benötigter Hilfsgüter. Gemeinsam mit unserer Schwestergesellschaft, dem Griechischen Roten Kreuz, prüfen wir den genauen Hilfsbedarf vor Ort, um weitere Maßnahmen vorzubereiten. Diese sollen sowohl geflüchteten Menschen auf Lesbos als auch in anderen Regionen Griechenlands zugutekommen. Denn der humanitäre Bedarf dieser Menschen ist auch außerhalb von Lesbos groß“, erklärt Reuter.

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