THW Erdbebeneinsatz: 48 Einsatzkräfte aus Venezuela zurück
Nach rund einer Woche sind 48 THW-Einsatzkräfte nach Deutschland zurückgekehrt. Die SEEBA unterstützte die internationale Hilfe nach den schweren Erdbeben rund um Caracas.
WUNSTORF – Nach rund einwöchigem Einsatz in Venezuela sind 48 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks nach Deutschland zurückgekehrt. Beim THW Erdbebeneinsatz unterstützten sie nach den schweren Erdbeben rund um Caracas die internationale Suche nach Verschütteten sowie weitere Hilfsmaßnahmen.
Die Einsatzkräfte suchten nach Vermissten, koordinierten internationale Rettungsarbeiten und unterstützten die deutsche Botschaft sowie lokale Hilfseinrichtungen mit Material und logistischer Hilfe.
Suche unter schwierigen Bedingungen
Nur wenige Stunden nach ihrer Ankunft begann die Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) mit der Suche nach verschütteten Menschen. In der Küstenstadt Caraballeda in der Region La Guaira kamen Rettungshunde und technische Ortungsgeräte zum Einsatz. Zahlreiche Einsatzstellen wurden systematisch überprüft.

Suchhund des THW im Einsatz © THW / Philip Ziemek
Lebende Verschüttete konnten trotz intensiver Suche nicht gefunden werden. Nach Angaben des THW verschaffte die Gewissheit, dass keine Lebenszeichen mehr festgestellt wurden, vielen Angehörigen Klarheit über das Schicksal Vermisster. Aufgrund der seit dem Erdbeben verstrichenen Zeit und der hohen Temperaturen wurde der Sucheinsatz am Mittwoch in Abstimmung mit den venezolanischen Partnern beendet.
Unterstützung über die Suche hinaus
Parallel zu den Sucharbeiten koordinierten THW-Kräfte gemeinsam mit spanischen Einsatzkräften die Arbeit internationaler Rettungsteams in einem Einsatzabschnitt. Insgesamt arbeiteten dort zehn Einheiten die identifizierten Einsatzstellen systematisch ab.
Ein Teil der Ausrüstung blieb in Venezuela. Zelte, Stromerzeuger und weiteres Material mit einem Gesamtgewicht von fünf Tonnen wurden dem venezolanischen Roten Kreuz für ein Feldhospital übergeben. Zudem erhielt ein lokales Krankenhaus Medikamente.
Zwei weitere THW-Kräfte unterstützten die deutsche Botschaft in Caracas unter anderem bei der Beurteilung beschädigter Gebäude und bei der Koordination deutscher Hilfsmaßnahmen. Außerdem begleiteten sie die logistische Unterstützung weiterer deutscher Einsatzkräfte, darunter der Johanniter-Unfall-Hilfe.
THW-Präsidentin Sabine Lackner dankte den ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihren Einsatz unter schwierigen Bedingungen und wünschte ihnen nach ihrer Rückkehr eine gute Erholung. Die eingesetzten Ehrenamtlichen stammten aus Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Finanziert wurde der Einsatz durch das Auswärtige Amt, den strategischen Lufttransport übernahm die Bundeswehr.









