Neue ÜSTRA-Durchsagen: Fury-Hit erklingt in Bussen und Bahnen
Ab 5. November begleitet eine Melodie von Fury in the Slaughterhouse die Fahrgäste. Eine KI-gestützte Plattform soll künftig auch bei Störungen schneller informieren.
HANNOVER (redu) – Seit Donnerstag, 5. November 2026, erklingt bei der ÜSTRA eine bekannte Melodie aus Hannover. Die neuen ÜSTRA-Durchsagen nutzen ein Motiv des Fury-in-the-Slaughterhouse-Hits „Won’t Forget These Days“. Gleichzeitig modernisiert das Verkehrsunternehmen seine Fahrgastinformation mit einer KI-gestützten Plattform.
Die neue Klanggestaltung soll die bisherigen Hinweistöne vereinheitlichen und Fahrgästen eine bessere Orientierung ermöglichen. Zugleich schafft die technische Umstellung die Voraussetzungen, um künftig schneller über Störungen und Änderungen im Nahverkehr zu informieren.
Die neuen ÜSTRA-Durchsagen sind Teil einer umfassenden Modernisierung der akustischen Fahrgastinformation. Künftig soll die bekannte Tonfolge nicht nur in Stadtbahnen und Bussen, sondern auch an Haltestellen, in der telefonischen Kundenbetreuung und in der Markenkommunikation zu hören sein.
Für die musikalische Grundlage entschied sich das Unternehmen bewusst für Fury in the Slaughterhouse. Die Band ist eng mit Hannover verbunden, und ihr Song „Won’t Forget These Days“ gehört zu ihren bekanntesten Titeln. Nach Angaben der ÜSTRA waren sowohl der Wiedererkennungswert als auch die regionalen Wurzeln der Musiker ausschlaggebend.
KI soll Fahrgastinformationen beschleunigen
Hinter dem neuen Klang steckt auch eine technische Veränderung. Bislang mussten Sonderansagen in einem Tonstudio aufgenommen werden. Das verursachte Kosten und erforderte entsprechende Vorlaufzeiten.
Mit einer KI-basierten Plattform will die ÜSTRA künftig flexibler reagieren. Grundlage ist die Stimme einer professionellen Sprecherin, die für das System verwendet wird. Perspektivisch sollen situationsbezogene Informationen schneller und auch automatisiert an Haltestellen und in Fahrzeuge übermittelt werden können.
Besonders bei Betriebsstörungen soll dies Vorteile bringen. Nach Angaben des Unternehmens wünschen sich Fahrgäste zunehmend aktuelle und präzise Informationen. Einheitliche Hinweistöne sollen außerdem die Orientierung erleichtern. Menschen mit Seheinschränkungen wurden deshalb in die Entwicklung einbezogen.
Gemeinsamer Klang für ÜSTRA, regiobus und GVH
Anlass für die Neugestaltung sind der Gemeinschaftsbetrieb von ÜSTRA und regiobus sowie die Zusammenführung der Marken mit dem Großraum-Verkehr Hannover (GVH). Dadurch müssen zahlreiche Ansagen angepasst und bislang unterschiedliche Hinweistöne vereinheitlicht werden.
Einige der bisherigen Signale stammen noch aus den 1980er Jahren. Die neue Klanggestaltung wurde gemeinsam mit der Agentur Jung von Matt MUSIC entwickelt, die sich zuvor in einer Ausschreibung durchgesetzt hatte.
Fury-Konzert zum Auftakt in Leinhausen
Bereits am Mittwochabend, 4. November, feierte die ÜSTRA die Einführung mit einem ungewöhnlichen Konzert. Fury in the Slaughterhouse spielte rund 45 Minuten auf dem Betriebshof Leinhausen.
Die neue Melodie wird künftig über Lautsprecher in fast 800 Fahrzeugen sowie an mehr als 200 Haltestellen und Stationen zu hören sein.
ÜSTRA-Vorstandsvorsitzende Elke van Zadel sieht darin mehr als eine musikalische Neuerung. Der neue Unternehmensklang bilde die Grundlage für eine moderne, stärker an den Bedürfnissen der Fahrgäste orientierte Information.
Für Fury in the Slaughterhouse steht im kommenden Jahr ein weiteres Jubiläum an. Am 5. und 6. November 2027 will die Band ihren 40. Bühnengeburtstag mit zwei Konzerten in der ZAG-Arena in Hannover feiern.





