Stadtbahn-Unfall in Hannover: Weichenfehler wohl Ursache für ÜSTRA-Kollision
Nach ersten Erkenntnissen könnte eine Weichenfehlstellung den Unfall zweier ÜSTRA-Bahnen in Ricklingen ausgelöst haben. Der Schaden liegt bei rund einer Million Euro.
HANNOVER (redu) – Bei einem Stadtbahn-Unfall in Ricklingen sind am Donnerstagmittag sieben Menschen leicht verletzt worden. Zwei Stadtbahnen der ÜSTRA kollidierten im Bereich der Haltestelle Allerweg und entgleisten anschließend. Die Polizei geht derzeit von einer möglichen Weichenfehlstellung als Unfallursache aus.
Der Unfall sorgte für erhebliche Einschränkungen im Stadtbahn- und Straßenverkehr rund um die Ritter-Brüning-Straße. Die Ermittlungen des Verkehrsunfalldienstes dauern an.
Kollision im Bereich Allerweg
Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich der Unfall gegen 11:45 Uhr im Bereich der Haltestelle Allerweg. Mutmaßlich infolge einer Weichenfehlstellung wurde eine Stadtbahn auf einen abbiegenden Fahrweg geleitet und kollidierte anschließend mit den hinteren Wagen einer entgegenkommenden Bahn.
Beteiligt waren eine Stadtbahn der Linie 13 in Richtung Hemmingen sowie eine Bahn der Linie 3 in Richtung Altwarmbüchen. Durch den Zusammenstoß entgleisten beide Fahrzeuge. Die Bahn der Linie 13 wurde zudem gegen den Hochbahnsteig gedrückt, der hierbei ebenfalls beschädigt wurde.
Millionenschaden nach Entgleisung
Bei dem Unfall wurden insgesamt sieben Fahrgäste im Alter von 15 bis 87 Jahren leicht verletzt. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Der Bereich rund um die Unfallstelle wurde großräumig abgesperrt.
Neben den erheblichen Verkehrsbehinderungen entstand auch hoher Sachschaden. Beide Stadtbahnen wurden massiv beschädigt. Zusätzlich wurden Teile des Hochbahnsteigs an der Haltestelle Allerweg zerstört. Der Gesamtschaden wird derzeit auf rund eine Million Euro geschätzt.
Der Verkehrsunfalldienst der Polizei Hannover hat die Ermittlungen zur genauen Ursache aufgenommen.








