Feuerwehrverband gründet KI-Arbeitskreis zur Digitalisierung der Feuerwehren
DFV und AGBF Bund bündeln Kompetenzen für Künstliche Intelligenz im Feuerwehrwesen.
HANNOVER (redu) – Mit der Gründung eines KI-Arbeitskreis haben der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und die AGBF Bund auf der INTERSCHUTZ 2026 einen wichtigen Schritt zur Digitalisierung der deutschen Feuerwehren vollzogen. Das neue Gremium soll den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Einsatzführung, Lagebewertung und Entscheidungsprozessen voranbringen.
Die Initiative reagiert auf zunehmende Datenmengen, komplexere Einsatzlagen und den Bedarf nach schnelleren sowie fundierteren Entscheidungen im Bevölkerungsschutz.
Der Deutsche Feuerwehrverband und die Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland haben den neuen KI-Arbeitskreis im gemeinsamen Fachausschuss „Leitstellen und Digitalisierung der deutschen Feuerwehren“ gegründet. Der offizielle Start erfolgte im Rahmen der INTERSCHUTZ 2026 in Hannover.
Künstliche Intelligenz im Einsatz
Nach Angaben des DFV gewinnt Künstliche Intelligenz durch die steigende Verfügbarkeit von Informationen und die zunehmende Vernetzung von Einsatzszenarien deutlich an Bedeutung. Gleichzeitig stehen Feuerwehren vor der Herausforderung, Prozesse effizienter zu gestalten und vorhandene Ressourcen optimal einzusetzen.
DFV-Vizepräsident Dr. Christoph Weltecke betont, dass moderne Technologien helfen können, auf die wachsenden Anforderungen in einem dynamischen sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Umfeld zu reagieren.
Vernetzte Daten und neue Projekte
Leiter des neuen Arbeitskreises ist Ulrich Pankotsch vom Brand- und Katastrophenschutzamt Dresden. Ziel sei es, Daten aus Erkundungs-, Führungs- und Wirksystemen besser miteinander zu verknüpfen. Dadurch sollen Einsatzkräfte ein aktuelleres Lagebild erhalten und Entscheidungen auf einer breiteren Informationsbasis treffen können.
Zu den ersten Arbeitsschwerpunkten gehören die Entwicklung und Betreuung einer geschützten Cloud für KI-Anwendungen, die Erarbeitung praxisnaher Leitfäden sowie die Unterstützung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Darüber hinaus soll der Kompetenzaufbau im Bereich Künstliche Intelligenz innerhalb der Feuerwehren gefördert werden.
Die INTERSCHUTZ 2026 steht unter dem Motto „Safeguarding Tomorrow“ und bietet damit den passenden Rahmen für die Vorstellung neuer Technologien, die künftig die Arbeit von Feuerwehren und Rettungsdiensten unterstützen sollen.

Ein Beispiel für ein umfangliches Informationssystem für Führungskräfte bei der Feuerwehr © Bernd Günther






