Rote Bank im Roderbruch setzt Zeichen gegen häusliche Gewalt
Neue Bank informiert Betroffene über Hilfsangebote und stärkt die Sichtbarkeit des Themas häusliche Gewalt.
HANNOVER (redu) – Mit einer neuen Rote Bank im Roderbruch setzt die Landeshauptstadt Hannover gemeinsam mit Partnern ein weiteres sichtbares Zeichen gegen häusliche Gewalt. Die Bank informiert Betroffene über Hilfsangebote und wurde am Mittwoch offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
Die auffällig rot gestalteten Sitzbänke machen auf geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt aufmerksam. Angebrachte Plaketten mit Kontaktmöglichkeiten sollen Betroffenen den Zugang zu Unterstützungsangeboten erleichtern.
Dritte Rote Bank im Stadtbezirk
Die neue Rote Bank steht in der Einkaufspassage des Roderbruchmarktes im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld. Bezirksbürgermeisterin Belgin Zaman und Hannovers Erster Stadtrat sowie Ordnungsdezernent Dr. Axel von der Ohe gaben sie am Mittwoch offiziell zur Nutzung frei. Neben Hinweisen auf Hilfsangebote verfügt die Bank auch über eine Plakette in Brailleschrift.
Bereitgestellt wurde die Bank vom Wohnungsunternehmen Gundlach. Das Unternehmen übernahm sowohl die Kosten für den roten Anstrich als auch für die Informationsplaketten. Es handelt sich um die dritte „Rote Bank“ im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld. Zwei weitere befinden sich an der Kirchröder Straße/Uhlhornstraße sowie an der Kreuzung Schwarmstedter Straße/Burgdorfer Damm.
Mit der Bank soll auf häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam gemacht werden. Gleichzeitig erhalten Betroffene über die angebrachten Informationen Hinweise auf Anlaufstellen und Unterstützungsangebote.
Projekt entstand in Italien
Das Projekt „La Panchina Rossa“ entstand 2016 in Italien und wurde vom Kommunalen Präventionsrat der Landeshauptstadt Hannover übernommen. Seit Ende 2022 wurden zunächst vier rote Bänke in der Innenstadt aufgestellt. Weitere Standorte befinden sich inzwischen unter anderem in Buchholz-Kleefeld, Döhren-Wülfel, der Südstadt sowie seit Mittwoch auch in der List.
Das Projekt ist Teil der Initiative „Hannover ist stärker als Gewalt – für sichere Familien in unserer Stadt“ und wird vom Netzwerk Hannoversches Interventionsprogramm (HAIP) unterstützt.
Auf dem Titelbild sind abgebildet (v.l.)
- Christin Nolte, Leiterin Mietbetreuung Gundlach Wohnungsunternehmen
- Maria Heitmüller-Schulze, DRK-Secondhand-Shop Roderbruch
- Christiane Sieg, Gundlach-Seniorenservice Roderbruch
- Belgin Zaman, Bezirksbürgermeisterin Buchholz-Kleefeld
- Petra Pfahl-Scholz, Repräsentantin des Präventionsrates Buchholz-Kleefeld
- Dr. Axel von der Ohe (stehend), Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr
- Axel Eisenburger, Leiter Polizeistation Kleefeld








