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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Hannover und Mykolajiw besiegeln Solidaritätspartnerschaft – Städtepartnerschaft Ukraine

Hannover und Mykolajiw besiegeln Solidaritätspartnerschaft

15. September 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Die Not in Mykolajiw ist groß: Die vom russischen Angriffskrieg schwer getroffene ukrainische Stadt erhält jetzt Hilfe aus Hannover. Ein erster Hilfstransport wird voraussichtlich am Freitag, 16. September in Mykolajiw ankommen. Eine weitere Lieferung, die auch dringend benötigte Nutzfahrzeuge umfasst, folgt in einigen Wochen.

Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, und sein Amtskollege Oleksandr Synkevych, Bürgermeister von Mykolajiw, unterschrieben an diesem Donnerstag, 15. September, im Neuen Rathaus gemeinsam eine Absichtserklärung und besiegelten damit die Solidaritätspartnerschaft zwischen den beiden Städten. Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Svenja Schulze, begrüßte die Städtekooperation und die gezielte, bedarfsorientiere Hilfe aus Hannover.

Den ersten Hilfstransport mit vierzig Tonnen Ladung, darunter Babynahrung und Babyartikel, Medikamente, technische Geräte und Lebensmittel, hatte die Stadt Hannover in Kooperation mit dem Ukrainischen Verein Niedersachsen e.V. in der vergangenen Woche auf den Weg geschickt. Er hat bereits die Grenze passiert und wird in Kürze in Mykolajiw eintreffen. Die Hilfsgüter sind Spenden aus unterschiedlichen Fachbereichen der Stadtverwaltung, den städtischen Beteiligungsgesellschaften Enercity und Hanova sowie Unternehmen aus der Region Hannover.

„Wir wollen jetzt und unmittelbar einen aktiven Beitrag leisten, um die durch den russischen Angriffskrieg entstandene humanitäre Krise in Mykolajiw zu lindern. Das wird möglich durch die vielen Spenden aus Stadtverwaltung, Stadtgesellschaft und lokaler Wirtschaft. Ein herzliches Dankeschön für dieses große Zeichen der Solidarität. Die Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Solidaritätspartnerschaften zwischen Städten zu fördern und zu unterstützen, ist genau der richtige Weg, um schnelle und praktische Hilfe bereitzustellen,“ betonte Onay. „Der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung der Städte über die Landesgrenzen hinweg spielt eine wichtige Rolle, um die Kriegsfolgen zu bewältigen und die demokratische Ordnung in Europa zu verteidigen. Wir stehen jetzt und in der Zukunft an der Seite von Mykolajiw und möchten den Grundstein für eine langfristig angelegte Freundschaft zwischen unseren Städten legen“, unterstrich Onay.

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze erklärte: „Immer mehr deutsche und ukrainische Kommunen verbinden sich mit konkreten Städtekooperationen. Das ist ein deutliches Zeichen der Solidarität. Deutsche Kommunen wie Hannover helfen jetzt ganz konkret mit Hilfslieferungen und bei der Aufnahme geflüchteter Menschen aus der Ukraine. Putin setzt darauf, dass wir Europäer irgendwann müde werden und der Zusammenhalt schwindet. Umso wichtiger ist es, dass wir ihm Tag für Tag das Gegenteil beweisen. Und dieses Engagement wird auch langfristig gebraucht:  Denn mit dem Wiederaufbau der Ukraine liegt eine Mammutaufgabe vor uns, bei der wir viele Mitstreiter und viel Expertise brauchen.“

Die Stadt Hannover plant, mit der nächsten Hilfslieferung technisches Material und abgeschriebene kommunale Nutzfahrzeuge der Stadtverwaltung – beispielsweise ein Kanalspülfahrzeug der Stadtentwässerung, zwei Rettungswagen der Feuerwehr und verschiedene Fahrzeugen des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün und der Städtischen Häfen – nach Mykolajiw zu schicken. Zudem wird die Stadt Hannover zwei weitere Nutzfahrzeuge für Mykolajiw bekommen, die über ein Programm der GIZ und des Deutschen Städtetags zur Verfügung gestellt werden. Die nächste Hilfslieferung soll im Herbst starten.

„Hannover ist die erste deutsche Stadt, mit der Mykolajiw eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet hat. Das ist eine große Ehre und Verantwortung für uns. Ich danke Hannover und Oberbürgermeister Belit Onay aufrichtig für die Unterstützung unserer Stadt und der gesamten Ukraine in unserem Kampf für europäische Werte und eine demokratische Zukunft“, sagte Oleksandr Synkevych, Bürgermeister von Mykolajiw im Rahmen der Veranstaltung. „Ich weiß, dass Hannover heute eine große Zahl von Ukrainer*innen beherbergt, die gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen. Wir werden uns immer an Ihre Fürsorge und Ihre offenen Herzen erinnern. Ich hoffe, dass wir nach dem Ende des Krieges viele Projekte gemeinsam umsetzen und dass unsere Zusammenarbeit eine wichtige Grundlage für die Entwicklung beider Städte sein wird”, so Synkevych weiter.

Die im Süden der Ukraine zwischen Cherson und Odessa gelegene Stadt Mykolajiw ist mit ihren 480.000 Einwohner*innen als strategischer Hafen und wichtige Industriestadt von den Angriffen Russlands stark betroffen. Rund die Hälfte der Einwohner*innen sind noch vor Ort und stehen unter täglichem Beschuss. Die Frontlinie verläuft nur etwa 25 Kilometer von Mykolajiw entfernt. Die zivile Infrastruktur ist weitgehend beschädigt und die zentrale Wasserversorgung wurde zerstört. Seitdem werden verstärkt Fahrzeuge zur Evakuierung und Versorgung der Bevölkerung sowie zur Schadensbeseitigung eingesetzt.

Die humanitäre Not ist auch deshalb so groß, weil bereits mehr als 3500 Gebäude zerstört sind. Es besteht ein dringender Bedarf an Spezialausrüstung, um die Folgen von Beschuss und Zerstörung zu bewältigen. Die Menschen aus Stadt und Region, die ihre Häuser verloren haben, werden teilweise in Kindergärten untergebracht. Die größten Herausforderungen sind derzeit vor dem nahenden Winter die Heizungs- und auch die Trinkwasserversorgung.

Wissenswert:

Die Solidaritätspartnerschaft Hannovers mit Mykolajiw ist darauf ausgerichtet, gezielte und bedarfsorientierte Hilfe in der südukrainischen Kommune zu leisten. Anders als eine traditionelle Städtepartnerschaft, die auf einem breiten inhaltlichen Themenspektrum aufbaut, soll die Solidaritätspartnerschaft zunächst praktische Unterstützung in der Notsituation ermöglichen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert solche Partnerschaften, zum Beispiel in Form der Beschaffung von Nutzfahrzeugen für Kommunen oder finanzieller Unterstützung beispielsweise für die Beschaffung von Hilfsgütern durch Kommunen. Die Stadt Hannover bemüht sich derzeit um diese Fördermittel.

Hannover will damit einen aktiven Beitrag zur Bewältigung der durch den russischen Angriffskrieg entstandenen humanitären Krise leisten. Neben der Solidaritätspartnerschaft mit der südukrainischen Stadt Mykolajiw, will die niedersächsische Landeshauptstadt gezielt Hilfsprojekte zivilgesellschaftlicher Organisationen aus Hannover finanziell unterstützen sowie die Zusammenarbeit mit betroffenen hannoverschen Partnerstädten stärken – vor allem mit der polnischen Stadt Poznan, die viele Geflüchtete aufgenommen hat. Die Initiative basiert auf einem Ratsbeschluss der Landeshauptstadt Hannover vom 30. Juni dieses Jahres.

Unseren Bäckereien geht langsam die Luft aus – BGPress 1 3© Carl-Marcus Müller

Unseren Bäckereien geht langsam die Luft aus

15. September 2022/in Hannover

HANNOVER (us). Am Mittwoch Nachmittag (14. September 2022) hat das niedersächsische Bäckerhandwerk in Hannover auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus gegen die jüngst massiv gestiegenen Energiekosten protestiert.

Dem Aufruf zu dieser Protestkundgebung durch Bäckerin Katharina Künne und Bäcker Axel Oppenborn waren mehrere Hundert Bäckerinnen und Bäcker sowie Bäckereifachverkäuferinnen und -verkäufer gefolgt; sie alle hatten ihr Bäckereien und Geschäfte um 14.00 Uhr geschlossen, um in der Öffentlichkeit den Blick auf ihre berufliche und geschäftliche Not durch die stark angestiegenen Preise für Gas und Strom aufmerksam zu richten.

Bäckereibetriebe, die eine bisherige Jahresrechnung für Energienutzung von rund 100.000 Euro hatten, sehen nun einer Rechnung von bis zu 1,1 Mio Euro bei gleicher Nutzung entgegen; die Preise für Zutaten sind nicht zuletzt durch den durch Russland in der Ukraine begonnenen Krieg auch exorbitant in die Höhe geschnellt, Lieferketten teils unterbrochen. Es gilt nicht nur Lieferengpässe zu kompensieren sondern dem Kunden die gestiegenen Produktpreise täglich neu zu erklären und die gereizte bis aufgebrachte Stimmung der Backwarenkäufer abzufangen.

„Die Lunte brennt von beiden Seiten und irgendwann ist der Ofen aus“ teilte Axel Oppenborn – er betreibt mit seinem Bruder gemeinsam die Calenberger Backstube vom Rednerpodest seinen wütenden und verzweifelten Kolleginnen und Kollegen mit, die mit zahlreichen Plakaten und Transparenten ihrem Frust, Ärger und Sorge Aufmerksamkeit verleihen wollten.

Niedersachsens Ministerpäsident Stephan Weil (SPD) „kann sich ein Niedersachsen ohne Bäckereibetriebe nicht vorstellen“ und versprach wie der niedersächsische Wirtschaftsminister Dr.Bernd Althusmann (CDU) schnell zu helfen und Lösungen für die drängenden Fragen und Nöte des Backhandwerks zu finden.

Dr. Stefan Birkner (FDP) bot den Bäckerinnen und Bäckern ebenfalls Hilfe an. Die Vorsitzende der Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen Julia Willi Hamburg hatte einen schweren Stand auf dem Rednerpodest, wurden ihre Wort doch immer wieder von lauten Trillerpfeifen und Buhrufen übertönt.

Im Anschluß an die Kundgebung vor dem Neuen Rathaus gab es noch einen Umzug der Bäckerinnen und Bäcker mit ihren Firmenfahrzeugen durch den hannoverschen Innenstadtbereich und im Bereich des Maschsees.

  • Unseren Bäckereien geht langsam die Luft aus – BGPress 1 2
    Demo - Rettet uns Bäcker - © Carl-Marcus Müller / LGHNews
  • Unseren Bäckereien geht langsam die Luft aus – BGPress 1 4
    Demo - Rettet uns Bäcker - © Carl-Marcus Müller / LGHNews
  • Unseren Bäckereien geht langsam die Luft aus – BGPress 1 5
    Demo - Rettet uns Bäcker - © Carl-Marcus Müller / LGHNews
  • Unseren Bäckereien geht langsam die Luft aus – BGPress 1
    Demo - Rettet uns Bäcker - © Carl-Marcus Müller / LGHNews
Dauerhafte Stadtklimastation in Betrieb genommen – DWD 2209142 cmm© Carl-Marcus Müller

Dauerhafte Stadtklimastation in Betrieb genommen

14. September 2022/in Hannover

HANNOVER (PM/red). Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat im hannoverschen Stadtgebiet eine dauerhafte Stadtklimastation installiert. Dr. Christina Koppe, Leiterin der Abteilung Klima und Umweltberatung des DWD, und Hannovers Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel haben die Anlage am Weidendamm in der Nordstadt heute (14. September) im Rahmen der bundesweiten Woche der Klimaanpassung offiziell in Betrieb genommen.

Die dort erhobenen Daten geben Aufschluss über das Klima im innerstädtischen Raum. Konkret geht es darum, Zustand und Veränderungen des Stadtklimas genauer beobachten zu können, um daraus Informationen zu gewinnen, wie dem Klimawandel in der Stadt besser begegnet werden kann.

An dem Standort auf einer kleinen Fläche des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün hatte der DWD bereits zwischen Juni 2017 und Dezember 2020 Messungen durchgeführt. Diese ergaben, dass in der Stadt die Lufttemperaturen etwas höher sind als im Umland, während die Luftfeuchtigkeit etwas niedriger ausfällt.

„Die neue Stadtklimastation in Hannover erlaubt einen Vergleich mit der langjährigen Wetterstation des DWD in Hannover-Langenhagen, aber auch mit anderen Städten. Dies hilft bei der Optimierung von Stadtklimamodellen und liefert einen wertvollen Beitrag zur ‚Deutschen Anpassungsstrategie‘ an den Klimawandel (DAS)“, sagte Dr. Christina Koppe.

„Wir freuen uns, dass die Landeshauptstadt Hannover zu den wenigen Städten in Deutschland gehört, die über eine Stadtklimastation verfügen. Weitere gibt es in Norddeutschland lediglich in Berlin und Hamburg. Die Messergebnisse der Stadtklimastation werden dazu dienen, den Einfluss des Klimawandels auf das Stadtklima noch genauer zu ermitteln und geeignete Vorsorgemaßnahmen, insbesondere zum Gesundheitsschutz, zu treffen“, betonte Anja Ritschel.

Im Zuge steigender Temperaturen und zunehmender Extremwetterereignisse sind die Innenstädte besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels. So können gerade in eng bebauten städtischen Quartieren deutlich höhere Temperaturen als im Umland auftreten, mit negativen Folgen für die Gesundheit der Menschen. Die neue Stadtklimastation macht diese Belastung sichtbar. Die Messdaten der DWD-Stadtklimastationen sind täglich über die Webseite https://www.dwd.de/DE/klimaumwelt/klimaforschung/klimawirk/stadtpl/projekt_waermeinseln/sksm/sksm_node.html zu finden. Einen monatlichen Rückblick bietet das Internet unter https://www.dwd.de/DE/leistungen/pbfb_verlag_monat_klimastatus/monat_klimastatus.html.

In der Stadt höhere Temperaturen, niedrigere Luftfeuchtigkeit

Bei früheren Messungen hat der DWD in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover, dem Land Niedersachsen und der ÜSTRA die Klimaverhältnisse im gesamten Stadtbereich mit temporären und mobilen Messungen untersucht. Die Ergebnisse des Stadtklimaprojektes wurden am heutigen Mittwoch (14. September) um 17 Uhr von Diplom-Meteorologin Gabriele Krugmann vom DWD in der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover vorgestellt.

Die Messungen hatten ergeben, dass in der Stadt die Lufttemperaturen etwas höher sind als im Umland, während die Luftfeuchtigkeit etwas niedriger ausfällt. Im Zeitraum von 2018 bis 2020 gab es am Weidendamm in der Nordstadt jährlich fünf Sommertage und zwei Hitzetage mehr als im Umland. Eine besondere gesundheitliche Belastung während hochsommerlicher Wetterlagen ergibt sich bei fehlender nächtlicher Abkühlung. Die Häufigkeit von sogenannten Tropennächten, in denen es nicht unter 20 Grad Celsius abkühlt, war im Mittel in der Stadt mit zwölf Nächten vier Mal so hoch wie im Umland.

Länger anhaltende Hitzeperioden kommen auch in Norddeutschland immer häufiger vor und stellen die Menschen vor große Herausforderungen. So zeigt der Trend der Hitzetage (Tage mit Höchsttemperaturen von mindestens 30 Grad Celsius) in Hannover-Langenhagen steil aufwärts: seit 1951 ist die jährliche Anzahl im Mittel von 1,4 auf 9,4 Tage angestiegen.

Reifenbrand greift auf Sattelauflieger auf A2 über – LKW Brand 220913 bf

Reifenbrand greift auf Sattelauflieger auf A2 über

13. September 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Auf der Bundesautobahn 2 brannte am frühen Morgen zunächst der Reifen eines Sattelaufliegers. Der Brand griff dann auf Teile des Fahrzeugs und der Ladung über. Die Feuerwehr verhinderte einen Vollbrand des gesamten Sattelzuges. Die Bundesautobahn 2 war während der Löscharbeiten voll gesperrt. Verletzt wurde niemand.

Gegen 05:15 bemerkte der Fahrer eines Sattelzuges den Brand eines Reifens an seinem Auflieger. Er stoppte den LKW auf dem Seitenstreifen zwischen den Anschlussstellen Hannover-Herrenhausen und Garbsen in Fahrtrichtung Dortmund und rief die Feuerwehr.

Aufgrund der Meldung alarmierte die Regionsleitstelle zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr Stöcken, ein Großtanklöschfahrzeug mit 10.000 Litern Wasser sowie einen Rettungswagen.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte der Reifenbrand bereits auf Teile des Aufliegers übergegriffen. Die Brandschützer leiteten umgehend einen Löschangriff ein und konnten die Flammen außen innerhalb weniger Minuten unter Kontrolle bringen. Aufgrund der Brandintensität war jedoch davon auszugehen, dass auch die Ladung in Brand geraten war. Das Öffnen des Aufliegers gestaltete sich dann sehr aufwendig, da die Fahrzeugelektrik durch das Feuer beschädigt worden war und sich deshalb die Heckklappe des Fahrzeugs nicht mehr motorisch öffnen ließ. Um an die aus Stückgut bestehende Fracht zu gelangen, sägten die Einsatzkräfte mit Spezialkettensägen eine Öffnung in die Seitenwand des Fahrzeugs. Der Verdacht, dass auch die Ladung vom Brand betroffen war bestätigte sich. Ein mit Atemschutzgeräten geschützter Trupp löschte das Stückgut mit einem Schaumrohr. Ein Vollbrand des gesamten Fahrzeuges konnte somit verhindert werden.

Während des Einsatzes musste die Autobahn zum Teil vollständig gesperrt werden, es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen.

Zur Schadenhöhe liegen keinerlei Informationen vor. Die Feuerwehr Hannover und der Rettungsdienst waren zwischenzeitlich mit 38 Einsatzkräften und 13 Fahrzeugen bis gegen 07:15 Uhr im Einsatz.

Großflächiger Stromausfall im Norden Hannovers – stromausfalll

Großflächiger Stromausfall im Norden Hannovers

13. September 2022/in Hannover

HANNOVER (red). Gestern Abend kam es gegen 21.10 Uhr zu einem großflächigen Stromausfall in den Stadtteilen Bothfeld-Sahlkamp-Vahrenheide.

Laut Enercity war die Ursache vermutlich ein Kurzschluss in einem Erdkabel in der Sutelstraße in Bothfeld. Als ein Speisepunkt in Lahe deshalb vom Netz ging, waren rund 50 örtliche Verteiler schlagartig ohne Strom.

Innerhalb kurzer Zeit gingen beim Versorger enercity und der Webplattform stoerungsauskunft.de Meldungen besorgter Bürgerinnen und Bürger ein. In den betroffenen Straßenzügen konnte man schnell sehen, wer auf einen etwaigen zukünftigen Blackout vorbereitet war. Nach und nach brannten vereinzelt Kerzen oder Taschenlampen in den Wohnungen.

Nach knapp einer halben Stunde war die Stromversorgung wieder hergestellt. Auch wenn diese Situation in Hannover selten vorkommt, zeigt sich, dass die Bevölkerung durch geeignete Vorsorge darauf vorbereitet sein sollte. Hierzu zählen vor allem solche Dinge wie:

  • Taschenlampen
  • Ersatzbatterien / geladene Akkus
  • LED-Kopfleuchten
  • Campingkocher
  • Kerzen / Teelichter
  • Batteriebetriebene Radios für Informationen durch den Rundfunk

Die Gefahr von Stromausfällen wird von den Gemeinden vor allem durch die Überlastung mit elektrischen Heizkörpern als Ersatz für teure Gasheizung diesen Winter mit Sorge gesehen. Dann kann es auch zu Engpässen bei der Wasser- und Nahrungsmittelversorgung  regional kommen, wenn der Strom länger ausfällt.

Feuerwehr aktuell

Ein schwer Verletzter nach Säureaustritt

12. September 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Die Feuerwehr und der Rettungsdienst mussten am Sonntagabend zu einem Gefahrstoffeinsatz ausrücken. Giftige Salzsäure war in einer Vereinsgaststätte ausgelaufen. Die Einsatzkräfte neutralisierten die Säure und sicherten den Bereich. Eine Person erlitt schwere Atemwegsreizungen und musste in ein Krankenhaus transportiert werden.

In einer Vereinsgaststätte ist am Sonntagabend ein Kanister mit Salzsäure umgekippt. Die alarmierten Einsatzkräfte sperrten sofort das Gebäude und sicherten den Kanister. Dazu ging ein Trupp unter Atemschutz und mit speziellen Messgeräten zur Raumluftanalytik vor. Die wenigen Gäste und Mitarbeitenden hatten die Clubräume schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr verlassen. Insgesamt klagten sieben Betroffene über Atemwegsreizungen.

Ein 57–jähriger Mann erlitt so schwere Atemwegsreizungen, dass er in Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Die anderen
sechs Personen wurden vorsorglich durch eine weitere Notärztin untersucht, brauchten aber nicht in ein Krankenhaus. Zeitgleich zu der Betreuung der Patienten wurde durch einen Einsatztrupp die ausgelaufene Säure mit Wasser neutralisiert und der Stoff mit Gefahrstoff–Vliestüchern aufgenommen. Während des gesamten Einsatzes wurden die Räumlichkeiten mit einem Drucklüfter belüftet, bis zum Einsatzende gegen 20:45 Uhr kein Geruch mehr wahrnehmbar war.

Wie es zu dem Unglück kam, kann durch die Feuerwehr nicht gesagt werden. Die Polizei hat die Ermittlungen eingeleitet.

Am Einsatzort waren 22 Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes mit 9 Fahrzeugen eingesetzt.

Stadtfriedhof Engesohde – Engelsoder Friedhof mf© Matthias Falk

Stadtfriedhof Engesohde

12. September 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Den Stadtfriedhof Engesohde aus neuen Blickwinkeln erleben. Das ist am kommenden Sonntag (18. September), dem bundesweiten Tag des Friedhofs, möglich. Friedhofsverwaltung, Steinmetzbetriebe, Bestattungsinstitute und Gärtner*innen der städtischen Friedhöfe zeigen ihre Arbeit zum Beispiel mit Mustergräbern, der lebendigen Werkstatt der Steinmetze oder dem Schaubaggern.

Beim Mitmach-Angebot für Kinder und aktive Erwachsene kommen Maschinen und Geräte zum Einsatz, die zum beruflichen Alltag auf Friedhöfen gehören. Wer schwindelfrei ist, kann vom Hubsteiger das weitläufige Gelände des Friedhofs und die Silhouette der Stadt aus bis zu 35 Metern Höhe betrachten. Der Tag des Friedhofs steht in diesem Jahr unter dem Motto: „in Gedenken – in Gedanken“.

Die Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, die ebenfalls an der Organisation des Tag des Friedhofs mitgewirkt haben, bieten Beratung zu Patient*innenverfügung und Vorsorgemöglichkeiten. Ehrenamtliche des BUND-Fledermauszentrums Hannover informieren rund um das Leben von Fledermäusen, die den Friedhof als Wohn- und Jagdquartier nutzen. Die Imkerin Petra-Christine Bauke stellt ihren Beruf vor, verkauft Honig und bietet Führungen zu ihren Bienenvölkern an.

Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel eröffnet die Veranstaltung um 11 Uhr. Anschließend veranstaltet das Haus der Religionen eine interreligiöse Gedenkfeier.

Verschiedene Führungen informieren über die Geschichte und Besonderheiten des Friedhofs, geben Einblicke in sonst verschlossene Mausoleen und nehmen die Gäste mit zu Grabstätten von besonderen Persönlichkeiten. Zum kulturellen Angebot gehört um 12.30 Uhr ein Konzert mit Mandoline und Gitarre. Um 15 Uhr bieten drei Schriftsteller*innen einen mal ernsten, mal heiteren oder augenzwinkernden literarischen Spaziergang an. Ein alter Brauch der Steinmetzinnung wird am Tag des Friedhofs gepflegt, damit er nicht in Vergessenheit gerät: Um 16 Uhr wird der „Bernhard“, ein verhauenes Grabmal, beigesetzt. Mit einer heiteren Lesung an der Grabstätte von Kurt Schwitters um 17 Uhr endet das Programm.

Das vollständige Programm liegt als Flyer in den Friedhofsbüros, Bibliotheken, Freizeitheimen und Bürgerämtern aus. Das steht zudem im Internet unter www.friedhöfe-hannover.de zum Herunterladen bereit.

Informationen zu den Mausoleen:

Grabstätte Rühling (Abteilung 1, Nummer 81 (circa 4 mal 4 Meter):

  • Gustav Rühling (Architekt), Mausoleum gebaut 1905 von Architekten Riesling und Rühling. In seinem Testament war geregelt, dass 6000 Mark zum dauernden Erhalt der Grabstätte angelegt werden sollen. Bei Zinsgewinnen sollten diese zu je der Hälfte an die Friedhofsmitarbeiter*innen und Verwaltung verteilt werden.
  • Seit 1976 in der Verantwortung der Stadt, außer Dienst gestellt seit 1981.
  • Aufwendige Sanierungen durch die Landeshauptstadt Hannover, zum Beispiel eine Dachsanierung im Jahr 1992 für rund 50.000 D-Mark.
  • Beisetzungen: Dorothea Rühling (Ehefrau, gestorben 31.08.1905), Gustav Rühling (gestorben 19.01.1914), Christian Rühling (Leutnant der Reserve, gestorben 16.02.1916).
Stadtfriedhof Engesohde – Grabstätte Rühling mf

Die Decke der Grabstätte Rühling © Matthias Falk

Grabstätte von Cölln (Pavillon Nord, circa 56 Quadratmeter):

  • Georg von Cölln (geboren: 09.05.1837 Bevensen, gestorben: 06.03.1908 Hannover)
  • Georg von Cölln, Sohn eines Kaufmanns und Gutsbesitzers, Realgymnasium Lüneburg.
  • Lehre in Winsen/Luhe, Handlungsgehilfe in Hamburg
  • 1860 Eintritt in die 1808 gegründete Eisenwarenhandlung von Franz Juncken & Co. in Hannover. Er führte die Firma ab 1872, ab 1877 unter seinem Namen „Georg von Cölln Eisenwarenhandlung“. Eine der angesehensten und rührigsten hannoverschen Unternehmen.
  • Zahlreiche Ehrenämter, Aufsichtsrat mehrerer Firmen, Kommerzienrat, Handelskammerpräsident von 1895-1900.
  • Die Firma wurde über Deutschlands Grenzen hinweg bekannt. Stahlkonstruktionen jeglicher Art, Bahnbedarf, Hoch- und Brückenbau. Nach dem Tod von Cöllns wurde 1912 aus der Eisenhandlung eine GmbH unter Beteiligung der Krupp AG. 1926 Übernahme ab 1965 Friedrich Krupp, Eisenhandel bis 1977.
  • Erste Beisetzung 1872 letzte Beisetzung 1981; Rückgabe an die Stadt 1988
  • Georg-von-Cölln-Haus (gegenüber der Marktkirche): Bürogebäude mit rückwärtigem Lager der ehemaligen Eisenwarenhandlung, Am Markt 8, circa 1911 Architekt Rudolf Friedrich, plastische Schmuckelemente: Bildhauer Ludwig Vierthaler (dessen Grabstätte als bedeutende Grabstätte gewidmet werden soll); ab 1982 Landtag und Landesmuseum, „forum am Markt“ bis 2007. 2014 bis 17 provisorisches Parlamentsgebäude des Niedersächsischen Landtags.
Ministerpräsident Stephan Weil trägt sich ins Kondolenzbuch für Queen Elizabeth II ein – Weil Kondolenzbuch QII us© Ulrich Stamm

Ministerpräsident Stephan Weil trägt sich ins Kondolenzbuch für Queen Elizabeth II ein

11. September 2022/in Hannover

HANNOVER (us). Am Sonntag Mittag (11.September 2022) hat sich Ministerpräsident Stephan Weil im Neuen Rathaus Hannover ins Kondolenzbuch für die am vergangenen Donnerstag verstorbenen Queen Elisabeth II. ein.

Mit den Worten:“Mit einem tiefempfundenen Dank für eine große Lebensleistung und vielfältige Beiträge für die britisch-deutsche Freundschaft, gerade auch in Niedersachsen. Hannover, 11.09.2022 Stephan Weil“, gedachte der Ministerpräsident, wie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger vor ihm, im Kondolenzbuch der britischen Monarchin.

Brand in einem Abstellraum eines Hochhauses am Nobelring – BGPress 4855© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Brand in einem Abstellraum eines Hochhauses am Nobelring

11. September 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Um 19:25 Uhr erreichten die Regionsleitstelle Hannover mehrere Notrufe zu einer Rauchentwicklung aus dem Bereich der Hochparterre eines 16-geschossigen Mehrfamilienhauses im Nobelring. Als die alarmierten Einsatzkräfte kurz darauf eintrafen, drang dichter schwarzer Rauch aus einem Fenster. Sofort ging ein Trupp unter Atemschutz mit einem Löschrohr zum Brandherd vor und konnte diesen bereits nach 10 Minuten löschen.

Nach Abschluss der Löschmaßnahmen entfernten die Brandschützer den giftigen Brandrauch mit Hochleistungslüftern aus dem betroffenen Geschoss. Für die Bewohner*innen des Objektes bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Sie konnten in ihren Wohnungen bleiben. Verletzt wurde niemand.

Durch den schnellen und effektiven Einsatz der Einsatzkräfte konnte eine Brandausbreitung auf weitere Bereiche der Abstellräume und auf die angrenzenden Wohnungen verhindert werden.

Durch die Polizei wurden vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Schadenhöhe können durch die Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Der Einsatz war um 20:00 Uhr beendet. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 16 Fahrzeugen und 41 Einsatzkräften vor Ort.

Hannover gedenkt Königin Elizabeth II. – Trauerbeflaggung mf© Matthias Falk

Hannover gedenkt Königin Elizabeth II.

9. September 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Mit großer Trauer hat die Landeshauptstadt Hannover die Nachricht vom Tod Ihrer Majestät Königin Elizabeth II. aufgenommen, die am 8. September im Alter von 96 Jahren gestorben ist.

Der Oberbürgermeister hat für heute Trauerbeflaggung für das Neue Rathaus angeordnet. In einem Brief an die britische Botschafterin sprach Belit Onay seine aufrichtige Anteilnahme und herzliches Mitgefühl aus. Vom heutigen Freitag bis zum 11. September wird ein Kondolenzbuch im Neuen Rathaus ausliegen, in das sich alle mit einem letzten Gruß eintragen können.

„Queen Elizabeth II. war eine ganz besondere historische Persönlichkeit und ein Vorbild für Millionen Menschen. Sie verkörperte Beständigkeit und Stabilität und hat ein Jahrhundert geprägt. Mit ihrem Tod endet zweifellos eine Ära. In Hannover haben wir eine ganz besondere Beziehung zum Vereinigten Königreich – viele Menschen nehmen deshalb Anteil“, so Oberbürgermeister Belit Onay.

Die Beziehung zwischen Hannover und Großbritannien begann mit der Personalunion, die zwischen dem Haus Hannover und dem britischen Königshaus von 1714 bis 1837 bestand. Dies ist nicht nur aus historischer Sicht wichtig. Die Bedeutung zeigt sich auch in der Gegenwart in vielen alltäglichen Themen. Die Briten haben etwa die Gründung der Messe gefördert. Mit ebensolcher britischer Unterstützung sind in Hannover bekannte Größen und wichtige demokratische Instrumente wie der NDR, der SPIEGEL oder der STERN entstanden.

Die politischen Entscheidungen in Großbritannien der vergangenen Jahre hatten auch direkte Auswirkungen auf Hannover, so haben sich vor dem Brexit viele Brit*innen einbürgern lassen.
Seit 1947 hat Hannover eine Partnerstadt in England. Und gerade erst in diesem Jahr hat die Landeshauptstadt das 75. Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Bristol und Hannover gefeiert. Ein gutes Beispiel für die gelebte Verbindung zwischen Menschen in Europa.

Im Jahr 1965 besuchte die Queen im Rahmen ihrer Deutschland-Reise Hannover und trug sich gemeinsam mit ihrem Mann, Seiner Königlichen Hoheit Prince Philip, in das Goldene Buch der Stadt ein.

Mit großem Respekt und großer Anerkennung blickt die Landeshauptstadt zurück auf die Lebensleistung Ihrer Majestät Königin Elizabeth II. und wird ihr Andenken in Ehren halten.

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