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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Pilotprojekt gegen Trockenstress© Matthias Falk

Smarte Technik gegen den Trockenstress

25. Juli 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). In einem Pilotversuch testet die Stadt derzeit Sensoren, die melden, welche Wassermenge ein Baum auf öffentlichen Grünflächen benötigt. Die smarte Technik übermittelt über einen Funksender die jeweilige Information von der Wurzel online auf den Computer oder das Mobiltelefon. Diesen Pilotversuch fördert die Region Hannover im Rahmen des Projekts für „Kommunale Klimafolgenanpassung“ in Höhe von 10.000 Euro.

„Mit der Sensortechnik wollen wir das Anwachsen der Bäume optimieren und sichern, denn die ersten Jahre sind für eine langfristige Baumgesundheit entscheidend“, erläutert Manuel Kornmayer, Leiter des Bereichs Öffentliche Grünflächen (im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün), und betont: „Darüber hinaus wollen wir mit technischer Hilfe auch verantwortungsbewusst und ressourcensparend mit dem kostbaren Gut Wasser umgehen.“

Test mit fünf „Sensorbäumen“

Rund 1.000 neue Bäume pflanzt der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün jedes Jahr in den Straßen und in Parks im Stadtgebiet. Ein Ziel ist es dabei, die Stadt an die Klimaveränderungen anzupassen. Vor allem die jungen Bäume leiden jedoch auch unter der zunehmenden Trockenheit und Hitze in der Stadt. Fachleute nennen es „Trockenstress“.

Seit Ende Mai sind im Stadtgebiet fünf Bäume mit Sensoren ausgestattet. „Auf dem Laptop oder Tablet können wir anhand einer Grafik die Saugspannung in vier unterschiedlichen Bodentiefen erkennen. Je höher der Wert, desto trockener ist es. Sobald ein definierter Wert erreicht ist, müssen wir handeln“, sagt Bereichsleiter Kornmayer. Er ist mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden. „Die Technik ist eine tolle Ergänzung zu unserer jahrzehntelangen gärtnerischen Erfahrung. Die Sensoren liefern sehr genaue Werte für jeden einzelnen Baum. Wir haben schon so manchen Bewässerungsgang gespart, bei dem wir sonst vorsichtshalber gewässert hätten.“

Künftig will die Grünflächenverwaltung die Technik möglichst stadtweit einsetzen. Allerdings muss dafür nicht jeder Straßenbaum einen Sensor bekommen. „Für jeden Standort ist ein ‚Wächterbaum‘ angedacht, der repräsentativ die Werte ermittelt, die auch für die Bäume in der Nachbarschaft gelten“, erläutert Kornmayer.

Durstig: Jungbäume sind länger auf eine Bewässerung angewiesen

Bis vor wenigen Jahren war es noch üblich, Jungbäume im ersten und zweiten Jahr nach ihrer Pflanzung zu bewässern. Weil die Sommer aber immer heißer und trockener werden, sind die jungen Bäume mittlerweile häufig bis zu ihrem vierten Standjahr auf regelmäßige Bewässerung angewiesen. Ihre jungen Wurzeln reichen noch nicht bis zum Grundwasser heran, um sich gut selbst zu versorgen. Zugleich sind die oberen Bodenschichten oft ausgetrocknet, wenn es wochenlang nicht regnet. Darüber hinaus haben Stadtbäume oft wenig Platz, um ihre Wurzeln gut auszubilden und müssen mit kargen Bodenbedingungen zurechtkommen: Im Boden liegen häufig Versorgungsleitungen und Kabel. Oft ist der Boden in den Straßen durch Bauarbeiten oder parkende Autos so verdichtet, dass die Niederschläge abfließen, bevor Boden und Baum sie überhaupt aufnehmen können.

Die Bäume werden mittlerweile nicht nur länger bewässert, sondern auch häufiger: 100 bis 200 Liter Wasser bekommt ein junger Stadtbaum pro Bewässerungsgang, in der Regel etwa alle zwei Wochen, bei großer Wärme und starker Trockenheit noch häufiger. „An Einzelstandorten wird dann unter Umständen sogar täglich gewässert. Das kostet nicht nur viel Wasser, sondern benötigt auch entsprechende Maschinen und Personal“, sagt Manuel Kornmayer.

Sensortechnik für maßgeschneiderte Bewässerung

Wie viel und wie häufig ein Baum Wasser bekommt, stützt sich bisher vor allem auf genaue Beobachtung und jahrzehntelange Erfahrung der Gärtner*innen: Wenn die Bodenprobe Trockenheit anzeigt, die Blätter welken oder frühzeitig abgeworfen werden, ist das ein Zeichen dafür, dass der Baum Wasser braucht.

Der Wasserbedarf und die Wasseraufnahme sind dabei von Baum zu Baum unterschiedlich: Maßgeblich sind die Baumart, der schattige oder sonnige Standort eines Baumes und die Bodenbeschaffenheit. Vor allem in den eher lehmigen Böden in den südlicheren Stadtgebieten von Hannover kann es zum Beispiel vorkommen, dass der Boden zwar feucht ist, der Baum das Wasser aber nicht aufnehmen kann, weil es als sogenanntes „Bodenhaftwasser“ stark in den feinen Bodenporen gebunden wird. Sandige Böden wie im Norden Hannovers sind dagegen sehr grobkörnig und durchlässig. Dort fließt das Wasser vor allem bei Starkregen sehr schnell ab.

Eine maßgeschneiderte Bewässerung mit digitaler Unterstützung soll hier helfen: Denn Sensoren im Ballen in unterschiedlicher Bodentiefe (in 30, 60 und 90 Zentimeter) ermitteln, ob und wie viel Wasser jeder Baum aktuell braucht und aufnehmen kann. Damit wird zudem sichergestellt, dass auch tiefere Bodenschichten ausreichend durchfeuchtet werden. Dadurch können sich die Bäume zukünftig und auch in trockeneren Perioden besser mit Wasser versorgen. Sie werden langfristig widerstandsfähiger.

Förderprojekt „NuTree“

Auf digitaler Unterstützung basiert auch das EU-Förderprojekt „NuTree“, an dem die Landeshauptstadt Hannover neben weiteren niedersächsischen Kooperationspartnern beteiligt ist: Ziel des bis Ende 2024 laufenden Projekts ist es, den Gesundheitszustand und die die Wasserversorgung der Bäume schon von der Anzucht in der Baumschule über den Transport bis zum Endstandort lückenlos zu überwachen und zu optimieren. Neben Sensortechnologie wird hier auch KI-gestützte Modellierung weiterentwickelt und getestet. Die Stadt Hannover, die für das Projekt EU-Fördermittel in Höhe von 90.000 Euro erhält, ist mit der städtischen Baumschule Produzentin und Endverbraucherin zugleich und hat damit sozusagen eine Doppelrolle im Projekt.

Baumbewässerung auf Grünflächen der Stadt – Daten und Fakten auf einen Blick:

  • Bewässert werden für gewöhnlich Jungbäume bis zum vierten Standjahr;
  • 100 bis 200 Liter Wasser pro Bewässerungsgang, im Regelfall etwa alle 14 Tage;
  • 1:3 ist das Verhältnis als selbst gesteckte Zielvorgabe von Baumfällung zu Baumpflanzung – Bedarf an Bewässerung wird damit weiter steigen;
  • Jährlich rund 1.000 neue Bäume in Grünflächen gepflanzt (Jungbäume überwiegend aus der städtischen Baumschule);
  • Kostensteigerung der Bewässerung (allein für Parks und Straßenbäume): von 220.000 Euro in 2020 auf voraussichtlich rund 500.000 Euro in 2022.
Erweiterung der Radstation 2 – Radstation2 mf 1© Matthias Falk

Erweiterung der Radstation 2

25. Juli 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Oberbürgermeister Belit Onay hat heute (25. Juli) gemeinsam mit Stadtbaurat Thomas Vielhaber, dem Geschäftsführer der STEP – Paritätische Gesellschaft für Sozialtherapie und Pädagogik mbH, Serdar Saris, sowie der Geschäftsführerin der HRG – Hannover Region Grundstücksgesellschaft Verwaltung II mbH, Sabine Tegtmeyer-Dette, die Erweiterung der Radstation 2 in der Rundestraße 14 in Betrieb genommen.

„Die Stadt forciert bereits seit einigen Jahren den Ausbau von gesicherten Abstellanlagen für den Radverkehr im gesamten Stadtgebiet. Ich freue mich, dass wir nun 235 zusätzliche Fahrradparkplätze in der Radstation 2 – einem sehr zentralen Standort in direkter Nähe des Hauptbahnhofes – anbieten können. Mit der STEP gGmbH, die den Betrieb übernimmt, haben wir eine verlässliche Partnerin an unserer Seite“, betont Oberbürgermeister Belit Onay. „Die starke Auslastung der Radstationen 1 und 2 hat gezeigt, dass es wichtig ist, der hohen Nachfrage von überdachten und überwachten Abstellmöglichkeiten im Bahnhofsumfeld zu entsprechen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zu einer guten Umweltverbund-Wegekette für alle, die nach und aus Hannover pendeln. Wir müssen die Menschen unter anderem mit solchen Angeboten einladen, ihr Auto stehen zu lassen und auf umweltfreundliche Verkehrsmittel wie das Fahrrad in Kombination mit dem ÖPNV zurückzugreifen. Ich bin überzeugt, dies wird uns mit der Radstation gelingen!“

Zur Erhöhung der Stellplatzkapazität der Radstation 2 wurde eine neue Ebene aus einer Stahlrahmenkonstruktion eingezogen. Auf dieser sind sogenannte Doppelstockparker installiert worden. So sind 235 zusätzliche Fahrradstellplätze entstanden. Der Fahrradtransfer nach oben beziehungsweise nach unten erfolgt über zwei Fahrstuhlanlagen mit Bedienung durch die Beschäftigten des Arbeitsprojekts. Aufgrund der Installationen von Fahrstühlen und Treppen, die auch als Fluchtwege notwendig sind, entfielen im Erdgeschoss 32 vorhandene Stellplätze. Die Radstation 2 verfügt nunmehr über insgesamt 661 Stellplätze. Die Investitionskosten werden zu 75 Prozent durch die Landesfördermittel abgedeckt. „Mit den Radstationen 1 und 2 unterstützen wir nicht nur die Mobilitätswende, sondern auch die soziale Arbeit in der Region Hannover. Wir freuen uns, dass wir hier die Möglichkeit haben, langzeitarbeitslose Menschen zu stabilisieren und ihre Chancen auf die Vermittlung in den Arbeitsmarkt zu erhöhen.“, sagt Serdar Saris, Geschäftsführer der STEP gGmbH.

Die Radstationen 1 und 2 sind an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Montag bis Freitag von 6 bis 23 Uhr und an den Wochenenden sowie an geöffneten Feiertagen von 8 bis 23 Uhr. Sie werden im Vollservice durch das Personal, mit Unterstützung durch die Teilnehmenden der Arbeitsprojekte, der STEP gGmbH betrieben.

Erweiterung der Radstation 2 – Radstation2a mf

Erweiterung der Radstation 2 © Matthias Falk

Die Radstationen 1 und 2

Im Sommer 2000 eröffnete die erste Radstation der Landeshauptstadt Hannover in der Fernroder Straße, unmittelbar am Hauptbahnhof, am Rande des Ernst-August-Platzes gelegen. Aufgrund der Lage im Radverkehrsnetz deckt sie vorwiegend den Bedarf der südlich der Bahngleise gelegenen Stadtteile ab. Die hohe Nachfrage überstieg schon bald ihre Kapazität mit 350 Fahrradstellplätzen. Daher ergänzt seit 2010 die Radstation 2 in der Rundestraße 14 mit bislang 410 Fahrradabstellplätzen und Sozialräumen das Angebot. Sie erweitert den Einzugsbereich insbesondere mit Blick auf die nördlichen Stadtteile. Synergieeffekte wie bspw. der Pannenservice und die Fahrradwaschanlage der Radstation 1 werden genutzt.  Die Radstationen sind ein Arbeitsprojekt der STEP gGmbH für langzeitarbeitslose Menschen in Kooperation mit dem Jobcenter Region Hannover sowie der Landeshauptstadt und der Region Hannover.

Flächenbrand von rund 5.000 Quadratmetern in Hannover-Groß- Buchholz – Flächenbrand cmm© Carl-Marcus Müller

Flächenbrand von rund 5.000 Quadratmetern in Hannover-Groß- Buchholz

24. Juli 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Die Feuerwehr musste am Sonntagabend zu einem Flächenbrand nach Groß–Buchholz ausrücken. Anfängliche Meldungen, dass ein Heißluftballon abgestürzt und brennen soll, bewahrheiteten sich nicht. Verletzt wurde niemand.

Um 20:00 Uhr wurde die Feuerwehr Hannover nach Groß–Buchholz, östlich der Buchholzer Straße alarmiert. Auf einer Wiese, südlich des Wietzegrabens befindet sich eine Fläche, auf der offiziell Heißluftballone starten und landen dürfen. In der Regionsleitstelle gingen mehrere Notrufe ein, dass ein Heißluftballon brennend abgestürzt sein soll.

Zwei Heißluftballone sollten von dieser Wiese aus zu einer Ballonfahrt starten. Ein Ballon startete mit mehreren Personen planmäßig. Beim Aufblasen der Ballonhülle mittels der Propangasbrenner kam es bei dem zweiten Ballon zu einem unerklärlichen Unfall, bei dem die Hülle des Ballons anfing zu brennen und die trockene Vegetationsfläche dadurch ebenfalls in Brand geriet. Geistesgegenwärtig hat die Besatzung die Gasflaschen zugedreht und mit bereitgestellten Feuerlöschern den Brand versucht in der Entstehungsphase zu löschen. Dieses gelang jedoch nicht.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte eine Vegetationsfläche von rund 50,0 x 100,0 m und drohte sich weiter nach Osten, in Richtung des nahegelegenen Waldes auszubreiten. Mit einem massiven Wassereinsatz ist es den Einsatzkräften von Berufs– und Freiwilliger Feuerwehr gelungen, dies zu verhindern.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 8 Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften bis 21:15 Uhr im Einsatz. Zur Schadenhöhe und zur Brandursache können keine Angaben gemacht werden.

Löschzug an der Einsatzstelle© Bernd Günther

Wohnungsbrand in Hannover-Mühlenberg

24. Juli 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). In einem Hochhaus im Mühlenberg ist es am Samstagabend zu einem Wohnungsbrand gekommen. Keine verletzten Personen. Die betroffene Wohnung ist nicht mehr bewohnbar.

Um 20:15 Uhr bemerkten Anwohner eine starke Rauchentwicklung aus einer Wohnung im neunten Obergeschoss des Hochhauses im Canarisweg und riefen die Feuerwehr. Die Regionsleitstelle alarmierte zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehren Ricklingen und Bornum, einen Rettungswagen und Notarzt.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen Flammen aus dem Balkon und drohten auf das zehnte Obergeschoss überzugreifen. Der umgehend eingeleitete Löschangriff konnte dies verhindern. Parallel zu den Löscharbeiten wurden die angrenzenden Wohnungen, in den darüber– und darunterliegenden Geschossen, kontrolliert. Personen wurden nicht angetroffen. Ein Großteil der Bewohner des Hauses und weitere Schaulustige versammelten sich im Innenhof des weitläufigen Wohnkomplexes. Im Anschluss der Löscharbeiten wurde die Wohnung stromlos geschaltet, gelüftet und mittels
Wärmebildkamera nach Brandnestern kontrolliert. Die Dreizimmerwohnung ist auf Grund der Brand– und Raucheinwirkung derzeit nicht bewohnbar. Da die Wohnungsmieter bis zum Abschluss der Einsatzmaßnahmen nicht auffindbar waren, kann zum weiteren Verbleib der Mieter keine Aussage getroffen werden.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 15 Fahrzeugen und 40 Einsatzkräften bis 22:30 Uhr im Einsatz. Die Schadenhöhe beträgt nach ersten Schätzungen 75.000.– €. Zur Brandursache hat die Polizei die Ermittlungsarbeit aufgenommen.

KunstSommer 2022 – Finale Modenschau 2022 mf© Matthias Falk

KunstSommer 2022

24. Juli 2022/in Hannover

HANNOVER (PM/mf). Das große Finale des KunstSommers 2022 stand heute bevor: 60 kreative Jugendliche aus Hannover, Region Hannover und Hildesheim präsentieren ihre Werke und Aktionen, die in fünf kreativen und künstlerischen Workshops unter professioneller Unterstützung von Hochschullehrer*innen, Künstler*innen, Designer*innen und weitere Expert*innen aus der Praxis entstanden sind.

Die Abschlusspräsentation mit Modenschau, performativem Tanz, Design- u. Kunstobjekten, Malerei, Installationen und Filmprojekt fand heute in der stillgelegten Unterführung zwischen ehemaligem Maritim Hotel und Rathaus am Trammplatz statt.

Die Sommerakademie richtet sich an Jugendliche ab 15 Jahren, die ihre kreativen Talente ausprobieren und in professionelle Bahnen lenken wollen.

Kooperationspartner:

Architektenkammer, Lavesstiftung, Hochschule Hannover, Museum August Kestner, Landesmuseum Hannover, Kunstverein Hannover, Sprengel Museum Hannover, Kestner Gesellschaft, Kulturelle Kinder- und Jugendbildung in der Stadtteilkultur der Landeshauptstadt Hannover.

Informationen zum Projekt:

Der KunstSommer ist ein Kooperationsprojekt der wichtigsten Kunstinstitutionen in Hannover. Die Sommerakademie richtet sich an Jugendliche ab 15 Jahre, die ihre kreativen Talente ausprobieren und in professionelle Bahnen lenken wollen. Zur Wahl standen in diesem Jahr fünf Workshops aus den Bereichen Mode, Architektur und Produktdesign, Kunst, Medien sowie das erste Mal auch Tanz. Professionelle Begleitung und Feedback bei der Umsetzung ihrer Ideen gaben Hochschullehrer*innen, Künstler*innen, Designer*innen und weitere Expert*innen aus der Praxis. Die verschiedenen Angebote dienen damit auch der kreativen Berufsorientierung. Anregungen und spannenden Input bekamen und bekommen die Jugendlichen immer wieder durch die Ausstellungen und Sammlungen der am Projekt beteiligten Kunsthäuser Sprengel Museum Hannover, Kunstverein Hannover, Kestner Gesellschaft, Landesmuseum, Museum August Kestner, Architektenkammer.

Workshop-Angebote 2022:

ABOVE AND BELOW | Architektenkammer und Museum August Kestner, Projektleitung: Dr. Ute Maasberg, Simon Kux, Pia Drake

Bei ABOVE AND BELOW gingen die jungen ‚Gestalter*innen der Zukunft‘ auf Expedition in den Untergrund von Hannover und entwickelten Ideen, Modelle und Objekte in Richtung Architektur und Produktdesign.

FREI DURCH MODE | Landesmuseum und Kestner Gesellschaft, Projektleitung: Jule Eidam, Prof. Martina Glomb, Modedesign-Studierende

Im Workshop FREI DURCH MODE entwickelten die Teilnehmer*innen mittels Ressourcen schonender Techniken wie Zero Waste, Upcycling und Co. eigene Outfits und setzten diese in einem professionellen Fotoshooting in Szene. Beim Finale werden die stylischen Outfits in einer Modenschau vorgeführt.

SPOT ON! KAMERA LÄUFT UND ACTION | Kunstverein Hannover, Projektleitung: Andreas Nodewald, Kristina Sinn

SPOT ON! KAMERA LÄUFT UND ACTION! nutzte die Installationen der Künstlerin Christiane Möbus im Kunstverein Hannover und im Sprengel Museum Hannover als Grundlage einer dokumentarischen Filmproduktion. Vermittelt wurden unter anderem wesentliche Infos zu Filmsprache, Story-Aufbau, Dramaturgie, Kameratechniken, Schnittregeln und Vertonung.

FREIHEIT! | Sprengel Museum Hannover, Projektleitung: Felix Helmut Wagner, Theresia Stripp

Das Atelier im Sprengel Museum Hannover wurde beim Workshop FREIHEIT! zum Raumlabor für Ideen, Fragen und Werke rund um den künstlerischen und jeweils eigenen Freiheitsbegriff. Dabei wurde gezeichnet, fotografiert, gefilmt, gemalt, gebaut, performt – alle Talente kamen hier zum Einsatz.

FIND YOUR MOVE | Tanz (Körper&Raum), Projektleitung: Mònica García Vicente

Bei FIND YOUR MOVE waren Tanzerfahrene ebenso willkommen wie Neueinsteiger*innen. In diesem ‚Crossover‘- Workshop wurde Tanz als Kunstform erprobt und im Speziellen mit dem Material Papier, das als Partner, Kostüm, Bühnenbild oder Instrument diente, gearbeitet. Zum Finale führen vier Jugendliche ein performatives Stück au

Gefördert wurden die Workshops im Programm „Startklar in die Zukunft“.

KunstSommer 2022 – Finale Modenschau 20222 mf

Finale Modenschau 2022 am Trammplatz © Matthias Falk

Dächer der Landeshauptstadt Hannover werden Sonnenkraftwerke – solar

Dächer der Landeshauptstadt Hannover werden Sonnenkraftwerke

22. Juli 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Der umfangreiche Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung in Hannover ist erklärtes Ziel der Landeshauptstadt und der enercity AG. Beide haben dazu nun einen weitreichenden Kooperationsvertrag abgeschlossen. Ab sofort mietet der Energiedienstleister geeignete kommunale Dachflächen, um darauf Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) zu errichten und selbst zu betreiben.

– Landeshauptstadt und enercity starten Photovoltaik Kooperation für die städtischen Dächer

– Ziel: Sechs Megawatt Leistung von 150 kommunalen Gebäuden

– Hannovers OB Onay: „Sichtbare Vorbilder für die Energiewende“

– enercity-CEO Zapreva: „Sonnenenergie mitten aus der Stadt kompensiert CO2-Emissionen von mehr als 3.000 Autos“

„Die Landeshauptstadt will die Nutzung der Sonnenenergie in Hannover voranbringen und begrüßt diesen effektiven Beitrag zur Klimaneutralität der Stadt. Mit der Kooperation nutzen wir als Immobilienbesitzerin weitere Potenziale, um die angestrebten Klimaziele zu erreichen“, erklärte dazu Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay. „Damit entstehen sichtbare Vorbilder für die Energiewende“, betonte Onay zur PV-Kooperation mit enercity.

enercity errichtet auf eigene Kosten PV-Anlagen auf von der Stadt gemieteten Dächern, betreibt diese und vermarktet den erzeugten Solarstrom. Insgesamt handelt es sich (als Zielwert) um rund 30.000 Quadratmeter Dachflächen auf rund 150 potenziell geeigneten Liegenschaften, die derzeit noch im Detail geprüft werden. Innerhalb von zwei Jahren sollen die Flächen für die Stromerzeugung genutzt werden. Entsprechend werden die einzelnen Dachflächen für jeweils 20 Jahre von enercity gepachtet. Der Umfang der hierbei entstehenden PV-Anlagen wird eine Gesamtleistung von sechs Megawatt (peak) haben.

„Sonnenenergie mitten aus der Stadt ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt erhöhen wir das Ausbautempo bei Photovoltaik und verbessern damit auch die Klimabilanz Hannovers“, sagte Dr. Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende der enercity AG. „Mit den PV-Dachflächen lassen sich 2.500 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, das entspricht den jährlichen Emissionen von mehr als 3.000 Autos.“ So lassen sich 5,4 Gigawattstunden Grünstrom pro Jahr erzeugen, so viel wie fast 2200 Haushalte in Hannover jährlich an Strom verbrauchen.

Sattelzug stößt mit voll besetztem Reisebus zusammen

20. Juli 2022/in Hannover

HANNOVER (ots). Am Mittwoch, 20.07.2022, ist ein Sattelzug auf der BAB 7 auf einen mit 60 Personen einer Schule besetzten Reisebus aufgefahren. Eine Schülerin wechselte wenige Minuten vor dem Unfall den Sitzplatz, was sie vor schweren Verletzungen bewahrte.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Autobahnpolizei Hannover fuhr am Mittwoch gegen 14:30 Uhr ein Reisebus der Marke MAN auf der rechten Spur der BAB 7 aus Hamburg kommend in Fahrtrichtung Kassel. Dieser war mit 60 Personen eines Gymnasiums in Hessen besetzt. Etwa auf Höhe des Autobahnkreuzes Hannover-Kirchhorst musste der 71-jährige Busfahrer verkehrsbedingt abbremsen. Aufgrund von zu geringem Abstand zwischen den Fahrzeugen reagierte der 31-Jahre alte Fahrer eines Sattelzuges der Marke Mercedes zu spät auf das Abbremsen des vorausfahrenden Busses. Er versuchte mit seinem beladenen Transportfahrzeug noch nach links auszuweichen, schaffte es aber nicht ganz. Bei der Kollision beider Fahrzeuge wurde die rechte Seite des Sattelzuges und des Aufliegers beschädigt und teilweise aufgerissen. Dadurch stürzten geladene Holzmöbelbausätze auf die Fahrbahn und in den vorderen Bereich des Sattelzuges. Das Heck des Busses wurde dabei stark verformt und beschädigt.

Alarmierte Rettungskräfte untersuchten beide Fahrer und die Fahrgäste des Busses – es wurde niemand verletzt. Ganz großes Glück hatte eine Schülerin, die nur wenige Minuten vor dem Unfall den Sitzplatz wechselte. Das Mädchen saß zuvor in der Mitte der letzten Reihe des Busses, welches durch den Aufprall des Sattelzuges sehr stark betroffen war. Durch die Glasscheibe direkt hinter der Sitzbank stießen bei der Kollision außerdem Trümmer und Teile der Ladung und hätten die Schülerin schwer verletzen können.

Aufgrund der Schäden waren die Unfallfahrzeuge nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Dazu waren bis in die Abendstunden der rechte und mittlere Fahrstreifen gesperrt. Die Schadenssumme wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt. Ein Ersatzbus fuhr die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte dann weiter nach Hessen.

Erfrischung im Erlebnis-Zoo Hannover© Matthias Falk

Eistorten, eiskalte Melone und erfrischende Duschen

20. Juli 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Die Temperaturen klettern über 30 Grad, die Sonne scheint am wolkenlosen Himmel – Zeit für eine eiskalte Erfrischung! Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger im Erlebnis-Zoo Hannover kommen in diesen Tagen ordentlich ins Schwitzen und kümmern sich bei ihren tierischen Schützlingen um erfrischende Abwechslung!

Auf dem Sommerprogramm stehen Eistorten, kühles Obst und Gemüse, baden und duschen. Die eiskalten Überraschungen sind übrigens nicht nur eine willkommene Abkühlung für die Tiere, sondern auch eine tolle Beschäftigung!

Mit Schwung springen die Eisbären Milana und Sprinter ins kühle Nass und tauchen zielstrebig auf die im Wasser schwimmenden Eistorten zu. Geübt nehmen die Bären sie zwischen ihre großen Pranken, schlecken und knabbern genüsslich drauf los. Es ist Eiszeit in Yukon Bay!

Eistorten, eiskalte Melone und erfrischende Duschen – Sprinter Milana mf

Die Eisbären Sprinter und Milana toben ausgelassen im Wasser © Matthias Falk

Wenn es um Eistorten geht, kennen die Tierpfleger aus der kanadischen Themenwelt  bei der Kreation der eiskalten Leckereien keine Grenzen: Apfel mit Melone und Lebertran, Möhre mit Gurke, Birne und einem Klecks Honig und Joghurt. Oder auch mal ganz klassisch mit allerlei Fisch. Für die Eisbären sind die hausgemachten Eistorten immer ein willkommener Snack und eine tolle Abkühlung an warmen Tagen.

Die Erdmännchen stammen ursprünglich aus den südlichen Teilen Afrikas und sind bestens an warme Temperaturen angepasst. Über eine erfrischende Leckerei freuen sich die quirligen Surikaten dennoch immer. Und so überraschte der Futtermeister die kleinen Raubtiere am Sambesi mit kunstvoll geschnitzter Wassermelone, über die sich die vierzehnköpfige Familie in Windeseile hermachte. Mit ihren langen Krallen scharrten sie sich ein Stück nach dem anderen heraus oder verschwanden gleich mit dem ganzen Kopf im kühlen, roten Fruchtfleisch. Einfach köstlich erfrischend.

Für Waltraud, Wilma und Walter, die drei Bunten Bentheimer Landschweine von Meyers Hof, kommen die Tierpfleger gerne ins Schwitzen. Um ihren Schützlingen Abkühlung zu verschaffen, greifen sie kurzerhand zum großen Gartenschlauch und duschen das Trio von oben bis unten ab. Ganz nebenbei sorgen sie so in der Sule für eine große Schweinerei, ganz zur Freude der Schweine. Die machen sich einen Spaß daraus, halten immer wieder die Rüsselnasen unter den Wasserstrahl, um sich schließlich nach Herzenslust im Schlamm zu suhlen – übrigens ein idealer Schutz vor der Sonne und Insekten.

Wussten Sie schon?

Tiere können mit Hitze allerdings sehr viel besser umgehen als Menschen. Sie sind belastbarer, haben ein höchst stabiles Herz-Kreislaufsystem und sind im Ganzen viel vernünftiger: Sie ziehen sich bei Hitze in den Schatten oder ins Wasser zurück, bewegen sich nicht unnötig und trinken viel.

Die Elefanten zum Beispiel stellen sich bei Hitze gerne unter die immer strömende Dusche aus dem leck geschlagenen Aquädukt im Dschungelpalast oder tauchen einfach im riesigen Palastpool ab, bis nur noch die Rüsselspitze aus dem Wasser ragt. Zum Schutz gegen Sonnenstrahlen und Insekten bewerfen sie sich im Anschluss mit Sand, bis eine dicke Sandschicht auf dem Rücken haftet. Und die Flusspferde in der Afrikalandschaft Sambesi tauchen einfach ab, bis nur noch Nasen, Augen und Ohren aus dem Wasser ragen – übrigens mit körpereigener Sonnencreme an Bord. So macht Sommer richtig Spaß!

Hilfspaket für Obdachlose in der Hitzewelle – hohe Temperaturen

Hilfspaket für Obdachlose in der Hitzewelle

19. Juli 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Die Hitze stellt insbesondere für obdachlose Menschen in Hannover eine Herausforderung dar. Die Landeshauptstadt hat sich frühzeitig auf diese Situation eingestellt und gibt den Betroffenen in Zusammenarbeit mit anderen sozialen Trägern und ehrenamtlichen Organisationen gezielte Hilfestellungen: beispielsweise mit der Ausgabe von Kappen und sommerlichen Schuhen sowie mit zusätzlichen Wasserangeboten. Außerdem intensiviert die Stadt die Aufklärung der Betroffenen.

Der Bereich „Soziale Hilfen in Wohnungslosigkeit“ der Stadtverwaltung hat bereits im Frühjahr einen Sommerhilfe-Workshop mit unterschiedlichen Akteur*innen organisiert. Ziel war es, die Vorgehensweise professioneller Helfer*innen und ehrenamtlich Engagierter zu koordinieren und praktische Unterstützung auf den Weg zu bringen.

Vereinbart wurde die Beschaffung von „Erste-Hilfe-Paketen“. Sie enthalten unter anderem Wasser, Sonnencreme, Hygieneartikel und  Kappen. Die Beschaffung und Verteilung sommerlichen Schuhwerks soll die Füße der Betroffenen vor Verletzungen schützen. Hintergrund ist, dass Obdachlose bei  steigenden Temperaturen sonst oft barfuß laufen. Die Maßnahmen werden mit Spenden sowie mit Mitteln aus dem städtischen Kriseninterventionsfonds finanziert.

Beim Kunstprojekt Ob(d)acht am Georgsplatz hat die Stadt eine Wassertankstelle eingerichtet, in der Betroffene von Dienstag bis Samstag in der Zeit von 15 bis 20 Uhr kostenfrei Wasser erhalten können. Auch dieses Projekt wird vom Kriseninterventionsfonds der Stadt unterstützt. Damit werden bestehende Angebote ergänzt, an denen auch Getränke verteilt werden – zum Beispiel Essenausgaben und kostenfreie Trinkbrunnen. Insgesamt verfügt die Stadt Hannover über 19 Trinkbrunnen. Sie bilden die Basis der Wasserversorgung für Bedürftige.

Kurzfristige Abkühlung in Tunnelstationen 

Mit einem Flugblatt informieren Straßensozialarbeiter*innen und Ehrenamtliche aktiv über die Versorgung mit Trinkwasser.  Dabei wird auch auf die Möglichkeit hingewiesen, Wasser in öffentlichen Sanitäranlagen zu nutzen.

Ein weiteres Hilfsangebot hat die Stadt mit der  Üstra vereinbart. Obdachlose Menschen dürfen bei hohen Außentemperaturen die Tunnelstationen zur kurzfristigen Abkühlung nutzen. Um in Notfällen reagieren zu können, werden Straßensozialarbeiter*innen und andere auf der Straße Beschäftigte in einem speziellen Kursus darauf vorbereitet, erste Hilfe bei extremen Witterungsbedingungen wie Hitze- und Kälteperioden zu leisten.

Ein Angebot ohne städtische Beteiligung, das die Landeshauptstadt jedoch ausdrücklich unterstützt, sind die „Social Kioske“ von 96plus, der sozialen Initiative von Hannover 96. Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten können die Social Kioske nutzen. Dort gibt es Wasser und Hygieneartikel, die kostenlos und ohne Voranmeldung abgeholt werden können. Die Stadt weist in ihren Netzwerken auf dieses Angebot hin.

„Obdachlose Menschen haben bei diesem extremen Wetter eine besondere Schutzbedürftigkeit“, betont Sozialdezernentin Sylvia Bruns. „Wir sind jedoch mit unseren frühzeitig organisierten Hilfsangeboten vor der Lage. Der Schulterschluss der Stadt mit anderen sozialen Trägern und Ehrenamtlichen funktioniert einmal mehr beispielhaft.“

Große Solidarität mit der Ukraine – hilfsgueter 220719

Große Solidarität mit der Ukraine

19. Juli 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Die Hilfsbereitschaft in Hannover für die Menschen aus der Ukraine kennt keine Grenzen. So hat die Stadt Hannover heute, 18. Juli, Hilfsgüter aus einer Spendenaktion der Mitarbeitenden der Landeshauptstadt Hannover auf den Weg nach Poznan geschickt.

Auch hannoversche Unternehmen und Bürger*innen haben den Transport, umgesetzt durch die Feuerwehr Hannover, mit Sachspenden unterstützt. Ein Teil wird weitergeleitet in die ukrainische Partnerstadt Poznans, nach Charkiw.

Oberbürgermeister Belit Onay, der im Juni zu dieser Spendenaktion aufgerufen hatte, zeigt sich berührt von der Welle der Solidarität: „Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine erleben wir ein großes Engagement der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und vieler Menschen, die einen Beitrag zur Milderung des Leids der Menschen in der Ukraine leisten wollen. Nach vier Monaten ist die Solidarität immer noch ungebrochen. Das hat die Spendenaktion gezeigt.  Ich danke allen Organisationen sowie den vielen ehrenamtlich engagierten Menschen, die mit Taten zeigen, dass sie auf der Seite der Ukraine und der Ukrainer*innen stehen. Mein spezieller Dank gilt den Mitarbeiter*innen der Stadt Hannover, die mit Großzügigkeit dem Spendenaufruf nachgekommen sind. Die Stadt Hannover kooperiert seit mehr als 20 Jahren mit Poznan. Hier gibt es eine langjährige und tiefe Verbundenheit, auch zwischen den Verwaltungen. Ich bin stolz, Oberbürgermeister einer solidarischen und weltoffenen Stadt wie Hannover zu sein“.

Die Spendenaktion wurde von der Koordinierungsstelle für Geflüchtete aus der Ukraine in der Landeshauptstadt Hannover organisiert. Aufgerufen wurden sowohl Mitarbeitende der Stadt, als auch Bürger*innen und Unternehmen. Der Appell wurde von den Personalräten der Stadt Hannover unterstützt. Neben der Mitarbeiterspende wurden auch Sachspenden hannoverscher Unternehmen und einzelner Bürger*innen in den Hilfsgütertransport integriert. Der Transport umfasst Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Artikel für Babys, Kinder und Jugendliche sowie Mittel zur medizinischen Versorgung.

Poznan leistet als Zufluchtsort in einem Anrainerstaat der Ukraine einen außerordentlichen Beitrag bei der Bewältigung der durch den Krieg ausgelösten humanitären Krise. Als Partnerstadt der ukrainischen Stadt Charkiw umfasst dieser Beitrag nicht nur die Aufnahme von Schutzsuchenden aus der Ukraine, sondern schließt die Vororthilfe für die ukrainische Partnerstadt mit ein.

„Hannovers Partnerstädte zu stärken, die wiederum ihre ukrainischen Partner*innen unterstützen, ist ein übergreifender solidarischer und besonders effektiver Weg, um bestehende Kontakte – vor allem auf der zivilgesellschaftlichen Ebene – für einen zielgerichteten und reibungslosen Ablauf der Hilfsleistungen zu nutzen“, so Onay weiter.

Bei einer ersten Sammlung im März gab es bereits eine große Spendenbereitschaft der Einwohner*innen der Stadt Hannover. Diese Spenden wurden mit Hilfe der Feuerwehr zur Unterstützung in der akuten Notlage nach Poznan geschickt und mit großer Dankbarkeit angenommen. Die Notsituation ist aber weiterhin aktuell.  Die Versorgung der vielen Geflüchteten mit lebenswichtigen Hilfsgütern  ist nach wie  vor eine große Herausforderung.

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