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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Impfzentrum für Kinder und Erwachsene am Zoo Hannover eröffnet – Impfzentrum Zoo© Carl-Marcus Müller

Impfzentrum für Kinder und Erwachsene am Zoo Hannover eröffnet

6. Dezember 2021/in Hannover

REGION HANNOVER (PM/cmm). Pünktlich zum Nikolaustag am 6. Dezember startet das neue Impfangebot im früheren Regenwald-Panorama am Erlebnis-Zoo Hannover. Künftig sollen dort zunächst Jugendliche und Erwachsene, in Kürze aber auch Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren ihre Spritze gegen das Coronavirus erhalten. Die Region Hannover hat den Arbeiter-Samariter-Bund und die Johanniter-Unfall-Hilfe beauftragt, am Zoogelände Erst-, Zweit- und Drittimpfungen zu verabreichen.

Damit Berufstätige, Schulkinder und Jugendliche das Angebot annehmen können, ist geplant die bis zu zehn Impfplätze montags bis freitags jeweils von 16.30 bis 20 Uhr zu öffnen. Das Impfangebot startet zunächst ohne Terminvergabe. Ob zumindest ein Teil der Termine für Kinder nach Voranmeldung vergeben werden, ist noch offen.

Ministerpräsident Stephan Weil: „Die Region Hannover ist beim Aufbau und der Organisation von mobilen und stationären Impfstellen wirklich vorbildlich. Innerhalb kurzer Zeit hat die Region viele zusätzliche Impfangebote auf die Beine gestellt. Die heutige Eröffnung des Impfzentrums am Zoo Hannover, ist vor allem für Familien mit kleinen Kindern ein großes Geschenk zum heutigen Nikolaustag. Sobald der Impfstoff für Kinder verfügbar ist, sollen dort einige Impfplätze ausschließlich für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren vorgehalten werden. Dass der Zoo denn geimpften Kindern dann in der ersten Zeit noch Freikarten spendieren will, ist eine schöne Idee. Ich hoffe sehr, dass die vom Bund zugesagten Impfstofflieferungen für Erwachsene, Jugendliche und für Kinder eingehalten werden. Die derzeitige Situation, dass Impfstellen und Praxen nicht genügend Impfstoff zu Verfügung haben, ist nicht hinnehmbar und sorgt für unnötigen Frust. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere den Impfteams von ASB und Johannitern.“

„Als Region Hannover wollen wir mit dem Aufbau und der Organisation eines Impfzentrums am Zoo ein Zeichen für Familien und Kinder setzen. Sobald ein Impfstoff für Fünf- bis Zehnjährige zur Verfügung steht, sollen auch sie hier ihre Impfung bekommen können. Passend zum Nikolaustag soll dies mit einem kleinen Geschenk einhergehen. Nach der Impfung gibt es sowohl für die Kinder als auch für die Begleitpersonen Freikarten für den Zoo. Somit bleibt die Impfung in guter Erinnerung. Ich danke dem schönsten Zoo Deutschlands für seine Bereitschaft, hier sehr zügig die notwendige Infrastruktur für fünf Impfzüge mit jeweils zwei Impfplätzen bereitzustellen. Das Engagement der Impfteams von ASB und Johannitern, die so kurzfristig aktiv wurden, ist beispielhaft. Vielen Dank. Der Ort bietet einen sehr schönen Rahmen und ist sowohl mit dem Öffentlichen Nahverkehr als auch mit dem Auto gut zu erreichen. Ich lade alle Familien herzlich ein das Angebot wahrzunehmen. Die Bundesregierung hat ehrgeizige Ziele vorgegeben, was die Impfungen bis Weihnachten betrifft. Wir tun alles dafür, dieses Ziel zu erreichen.“, meint Regionspräsident Steffen Krach.

Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff dazu: „Die Impfung, das zeigen die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse deutlich, ist der einzige Weg aus der Pandemie. Auch der Zoo hat sehr unter der Pandemie gelitten. Wie alle sehnen auch wir uns nach einem wieder deutlich unbeschwerterem Leben zurück, damit wir wieder tagtäglich viele Menschen für Tiere begeistern können. Ein großes Lob an das Team des Erlebnis-Zoo, das mit ganz viel Einsatz in den letzten paar Tagen ein komplettes Impfzentrum einsatzfähig erst geplant und dann aufgebaut hat, um genau dieses Ziel zu erreichen. Das ist auch ein Statement, wie sehr wir uns der Region Hannover verbunden fühlen.“

Regionspräsident Steffen Krach und Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorf nutzten heute auch gleich gemeinsam die günstige Gelegenheit für ihre Booster-Impfung.

Impfzentrum für Kinder und Erwachsene am Zoo Hannover eröffnet – Boosterimpfung Zoo Geschäftsführer

Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorf bekommt seine Boosterimpfung. © Carl-Marcus Müller

Landeshauptstadt Hannover begrüßt geplantes Feuerwerksverbot – Feuerwerk Verbot Neu

Landeshauptstadt Hannover begrüßt geplantes Feuerwerksverbot

2. Dezember 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Die durch die „Bund-Länder-Konferenz“ heute (2. Dezember) angekündigten Maßnahmen zu Silvester stoßen in Hannovers Stadtverwaltung auf ein positives Echo: „Der heute getroffene Beschluss der Bundeskanzlerin und Regierungschefs ist richtig – wir begrüßen ihn ausdrücklich“, unterstreicht Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Finanz- und Ordnungsdezernent der Landeshauptstadt.

„Tagtäglich kämpfen Pfleger*innen in den Krankenhäusern um Menschenleben. Es wäre nicht zu vermitteln gewesen, wenn diesen Personen in der Silvesternacht noch die Versorgung völlig unnötiger Verletzungen durch Feuerwerkskörper zugemutet würde“, so von der Ohe weiter. Er kündigt an: „Wir werden deshalb umfassend von der Möglichkeit Gebrauch machen und eine Reihe von Bereichen und Plätzen dafür benennen.“

In der heutigen Videokonferenz haben die Teilnehmenden ein An- und Versammlungsverbot angekündigt. Zudem wird der Verkauf von Pyrotechnik zu Silvester verboten. Am Jahreswechsel soll an durch die Kommunen zu definierenden Plätzen ein Feuerwerksverbot gelten.

Für die Landeshauptstadt Hannover wird das Verbot in der City nach derzeitiger Planung für folgende Bereiche vorgesehen: Raschplatz, Ernst-August-Platz, Bahnhofstraße, Kröpcke, Opernplatz, Platz der Weltausstellung, Am Steintor/Steintorplatz. Regelung soll zudem für zahlreiche Straßen, Wege und Plätze in den Stadtteilen gelten – unter anderem für:

  • Bertha-von-Suttner-Platz
  • Peter-Fechter-Ufer (Ihmeufer)
  • Justus Garten (Fläche am „Strandleben“)
  • Ernst-Thoms-Weg
  • Tiefenriede Grünverbindung (Wiese am Ende der Hoppenstedtstraße/„Hoppenstedtwiese“)
  • Alte Bult
  • Nordufer Maschsee
  • Rudolf-von-Bennigsen-Ufer bis zur Höhe des Parkplatzes am Strandbad
  • Maschpark
  • St.-Nikolai-Friedhof (Klagesmarkt)
  • Neustädter Friedhof (Otto-Brenner-Straße)
  • Gartenfriedhof (Marienstraße)
  • Waterlooplatz
  • Schünemannplatz
  • Am Lindener Berg (Stadtteilfriedhof und Grünfläche Lindener Mühle)
  • Von-Alten-Garten
  • Ihme- und Leineufer
  • Stärkestraße (Spielplatz und Grünfläche)
  • Velvetplatz
  • Küchengartenplatz
  • Alle Spielplätze in Linden
  • Grüne Mitte Hainholz (Voltmerstraße)
  • Möhringsbergpark
  • Voltmerstraße Ecke Bömelburgstraße (Stadtgrünplatz)
  • An der Lutherkirche
  • Conrad-Wilhelm-Hase-Platz (Christuskirche)
  • Vahrenwalder Park
  • Weißekreuzplatz
  • Jahnplatz
  • Andreas-Hermes-Platz
  • Neues Haus
  • Bonifatiusplatz
  • Welfenplatz
  • Emmy-Lanzke-Weg (Grünzug in Teilen)
  • Odenwaldstraße Spielplatz und Flächen im Märchenweg
  • Schwarzwaldstraße (Stadtteilpark Sahlkamp)
  • Stadtteilplatz Plauener Straße (Plauener Straße vor Hausnummer 24)
  • Spielpark Döhren (Ziegelstraße)
  • Fiedelerplatz
  • Kantplatz
  • Spargelacker (Spielplatz)
  • Am Mittelfelde (Begegnungsstätte)
  • Sankt-Eugenius-Weg
  • Am Thie
  • Feldbuschwende (Spielplatz)
  • Landschaftsraum Kronsberg-Nord und -Süd (mit den Aussichtshügeln)
  • Ricklinger Teiche
  • Altwarmbüchener See
  • Trammplatz
  • Lister Meile zwischen Weißekreuzplatz und Lister Platz
  • Limmerstraße (Bereich der Fußgängerzone)
  • Engelbosteler Damm

Eine Ausdehnung auf weitere Straßen und Bereiche ist möglich.

Feuerwehr aktuell

Feuerwehr löscht Wohnungsbrand

1. Dezember 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Die Feuerwehr löscht einen Wohnungsbrand im Stadtteil Sahlkamp. Der Bewohner konnte sich selbstständig in Sicherheit bringen und blieb unverletzt. Zur Vorsicht brachte der Rettungsdienst eine dreiköpfige Familie in ein Krankenhaus. Da sich der Rauch im gesamten Haus ausbreitete, ist dieses nicht mehr bewohnbar. Die Mieterinnen und Mieter kamen bei Bekannten unter.

Mehrere Anrufende meldeten gegen 18:17 Uhr einen Wohnungsbrand in der Straße Hägewiesen im Stadtteil Sahlkamp. Die alarmierte Feuerwehr setzte sofort mehrere Löschtruppen zur Brandbekämpfung ein und konnte dadurch das Feuer innerhalb von wenigen Minuten unter Kontrolle bringen. Der 68-jährige Bewohner rettete sich selbstständig aus der Wohnung und blieb unverletzt. Da es zu einer Rauchausbreitung im gesamten Gebäude kam, mussten die Einsatzkräfte zwei Personen in einer Wohnung im 2. Obergeschoss betreuen und eine Familie aus dem 1. Obergeschoss mit Verdacht auf eine Rauchgasinhalation in eine Klinik transportieren. Bereits um 18:36 Uhr war das Feuer vollständig gelöscht. Weil der gesamte Treppenraum stark mit Ruß verdreckt wurde, kann das Gebäude zunächst nicht weiter bewohnt werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner der sechs Wohneinheiten kamen bei Freunden und Bekannten unter.

Der Einsatz war um 20:15 Uhr beendet. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 45 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen vor Ort. Zur Brandursache und Schadenshöhe kann seitens der Feuerwehr nichts gesagt werden.

Symbolbild Feuerwehr

Rauchwarnmelder – Feuerwehr findet leblose Person

30. November 2021/in Hannover

HANNOVER ((PM). Einsatzkräfte der Feuerwehr Hannover haben am Mittwochabend bei einem Brandeinsatz in einem Mehrfamilienhaus in der Weidetorstraße eine leblose Person aufgefunden. Bei ihr konnte nur noch der Tod festgestellt werden.

Gegen 16:45 Uhr hatten Zeugen aufgrund des deutlichen Signals eines Rauchwarnmelders und leichten Brandgeruches aus einer Wohnung in der Weidetorstraße zunächst die Feuerwehr verständigt. Die nur kurze Zeit später eintreffenden Einsatzkräfte sicherten den Treppenraum und drangen sofort mit Atemschutzgeräten in die Wohnung vor. Dort fanden sie neben glimmenden Textilien den leblosen Körper einer Frau. Trotz ihres schnellen Einsatzes, konnten Retter und Notarzt nur noch den Tod der Frau feststellen. Das Feuer wurde durch einen Feuerwehrtrupp mit einer Kübelspritze zügig abgelöscht.

Mit Hilfe eines Hochleistungslüfters entfernten weitere Feuerwehrleute den Brandrauch aus dem Mehrfamilienhaus. Feuerwehr und Rettungsdienst der Landeshauptstadt Hannover waren mit 6 Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften bis kurz nach 17:30 Uhr im Einsatz.

Zur Todesursache und zum Hergang des Brandereignisses ermittelt derzeit die Kriminalpolizei.

Projekt „Städte wagen Wildnis“ in Hannover erfolgreich abgeschlossen – Herz Birken

Projekt „Städte wagen Wildnis“ in Hannover erfolgreich abgeschlossen

30. November 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Das Projekt „Städte wagen Wildnis“ der Landeshauptstadt Hannover endet an diesem Dienstag (30. November) offiziell. In fünfeinhalb Jahren Laufzeit hat der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün erprobt, ob und wie in der Stadt „Wildnisflächen“ initiiert und entwickelt werden können. Zehn Areale hat die Verwaltung dafür in den Fokus genommen.

„Das Projekt war ein Erfolg“, sagt Ulrich Prote, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün, und führt weiter aus: „Alle zehn Wildnisflächen in Hannover wurden ökologisch aufgewertet, indem so viel wie nötig und so wenig wie möglich in das Gelände eingriffen wurde. Profitiert haben davon in Hannover selten vorkommende Pflanzenarten, wie die Gelbe Wiesenraute (Thalictrum flavum) und der Große Eichenbock (Cerambyx cerdo). Auch die entlang der Fösse natürlich vorkommende Strand-Aster (Tripolium pannonicum) hat sich durch die Wildnis-Maßnahmen weiterentwickeln können.“

Unterschiedliche Nutzungs- und Pflegeintensitäten erprobt

An dem Verbundprojekt sind neben der niedersächsischen Landeshauptstadt die Städte Frankfurt am Main und Dessau-Roßlau beteiligt. In Hannover wurde die Stadtwildnis insbesondere in ausgewählten Grünzügen am Messeschnellweg, in Linden (Lindener Berg), entlang der Fösse in Badenstedt und parallel zum Laher Friedhof entwickelt. Seit dem Projektbeginn im Jahr 2016 hat die Stadtverwaltung auf den Flächen ein Baukastensystem aus unterschiedlichen Nutzungs- und Pflegeintensitäten erprobt, das zukünftig durch eine extensive und differenzierte Grünflächenpflege für verschiedene Pflanzen- und Tierarten eine Lebensgrundlage in der Stadt bieten soll. Gleichzeitig wurden Ansprüche der Stadtbevölkerung an die optische Ästhetik der Flächen und des Stadtbildes sowie Sicherheitserfordernisse – etwa die uneingeschränkte Nutzung von Wegen – berücksichtigt. Im Sinne von Naturerlebnisräumen gilt auf diesen Flächen ausdrücklich: „Betreten erwünscht“. Darüber hinaus entstanden im Rahmen des Projekts weitere „Wildnis-Gebiete“ in der Eilenriede, in Stöcken, in Vahrenwald und in Mittelfeld, die ebenfalls nach dem neu entwickelten Pflegekonzept bewirtschaftet werden.

„Grünflächen in urbanen Räumen sind mittlerweile zu wertvollen Lebensräumen vieler Arten geworden. Der Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt ist hier eine große Herausforderung für den Naturschutz“, betont Ulrich Prote. „Insbesondere der Rückgang von Insekten in den vergangenen Jahren hat schwerwiegende Folgen. Pflanzen, Tiere und Lebensräume haben durch den hohen Nutzungsdruck und die intensive Grünflächenpflege in Städten oft einen schweren Stand. Auf den neuen Wildnisflächen, die auch in Zukunft erhalten und gefördert werden, dürfen sich die Pflanzen und Tiere frei entwickeln.“

Wildnis im Kleingarten

Ein Schwerpunkt des Projektes „Städte wagen Wildnis“ war der ökologische Kleingartenpark „Im Othfelde“, der derzeit noch in Vahrenwald entsteht. Die Anlage soll Gartennutzung mit Wildnis-Aspekten verbinden. Im Rahmen des bis Ende 2023 angesetzten Bauvorhabens werden dort natürlich belassene Gemeinschaftsflächen mit speziellen wilden Elementen wie Totholzecken, Blühstreifen aus regionalen Wildpflanzen und Erd- und Steinhaufen aufgewertet. Teile des ersten Bauabschnittes werden bereits im ersten Quartal 2022 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Außerdem bleiben zahlreiche große und alte Bäume, wie beispielsweise die Walnuss (Juglans regia), die in Kleingärten normalerweise nicht erwünscht sind, auf den Flächen erhalten. Durch Schulungen und Informationsmaterialien werden die künftigen Kleingarten-Pächter*innen für den Umgang mit den Flächen sensibilisiert. Menschen, die sich für einen Kleingarten interessieren, können sich im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün unter der Mailadresse staedte-wagen-wildnis@hannover-stadt.de melden.

Wissenschaftliche Begleitung

In dem Projektverbund ist Hannover gemeinsam mit den Städten Frankfurt am Main und Dessau-Roßlau neue Wege gegangen, um im Stadtgebiet mehr Wildnis zu schaffen und in der Bevölkerung mehr Akzeptanz für das Thema urbane Wildnis zu erzielen. Trotz oder gerade wegen der großen Unterschiede der Projektflächen in den Städten, in Bezug auf ihre Lage und Verfügbarkeit, ließ sich erproben, unter welchen Bedingungen sich Stadtwildnis entwickelt und auf welche Weise derartige Flächen zukünftig auch in anderen Kommunen angelegt werden können.

Als im Sommer 2016 das Verbundprojekt „Städte wagen Wildnis“ startete, konnten die Verbundpartner*innen noch nicht absehen, wie sich die Stadtwildnis in den teilnehmenden Städten entwickeln würde und ob ein derartiges Projekt von den Einwohner*innen einer Stadt toleriert und unterstützt wird. Es stellte sich die Frage, wie viel Wildnis in der Stadt überhaupt möglich ist und wie Stadtwildnis im begrenzten urbanen Raum umsetzbar ist.

Durch die Zusammenarbeit mit drei wissenschaftlichen Partner*innen konnte mit dem Wildnis-Projekt auch die Datengrundlage für die Stadtnatur verbessert werden. Die Ergebnisse der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt, der Leibniz Universität Hannover und der Hochschule Anhalt in Köthen zeigen, wie sich die Natur auf den Flächen frei entwickelt hat und wie die Akzeptanz für die neu entstehende „Wildnis“ im Laufe der Jahre in den Städten anstieg.

Projekt „Städte wagen Wildnis“ in Hannover erfolgreich abgeschlossen – Wildnis Assel

Wildnis-Assel als Kennzeichen © Landeshauptstadt Hannover

Assel als Markenzeichen

Um die Menschen in Hannover für die Wildnisflächen zu sensibilisieren, setzte das Projekt auf ein eigenes „Markenzeichen“, die orangefarbene „Wildnis-Assel“. Auf zweieinhalb Meter hohen Holzstelen „wachen“ die Wildnis-Asseln auch zukünftig immer paarweise über die Projektflächen in der Stadt und ziehen so auch von Weitem die Blicke auf sich und damit auf die Wildnis.

Darüber hinaus zeichnen sich laut Prote bereits jetzt viele positive Entwicklungen auf weiteren städtischen Grünflächen ab, die durch das Projekt angestoßen wurden und auch nach Projektende weiterverfolgt werden. Er verweist beispielsweise auf die stadtweit noch ökologischer ausgerichtete Flächenpflege und auf das „Insektenbündnis“.

„Das Wagnis Wildnis hat sich gelohnt: für die Natur und für die Menschen im urbanen Raum“, bilanziert Ulrich Prote. „Wilde Stadtnatur funktioniert immer nur zusammen mit den Menschen, die in den Städten wohnen. Mit dem Projekt ‚Städte wagen Wildnis‘ wurde ein Perspektivwechsel eingeleitet: vom negativ besetzten ‚ungewünschten Wildwuchs‘ hin zu einer positiv besetzten ‚Stadtwildnis‘ – einem Naturraum für Gesundheit und Erholung, der besonders in Zeiten des Klimawandels auch in Zukunft für Menschen, Tiere und Pflanzen einen sicheren Rückzugsort bieten wird.“

Symbolbild Feuerwehr

Kühlflüssigkeit in einem Kaufhaus ausgelaufen

29. November 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Am Sonntagabend sind in einem Modemarkt etliche Liter Kühlflüssigkeit der Klimaanlage aus einer defekten Leitung ausgelaufen. Verletzt wurde niemand.

Gegen 21.30 Uhr kam es zu einer Auslösung der Alarmanlage eines Modemarktes in der Osterstraße im Stadtteil Mitte. Beim Eintreffen der Polizei und der verantwortlichen Mitarbeitenden des Kaufhauses wurde festgestellt, dass aus einer undichten Kühlmittelleitung im 4. Obergeschoß eine große Menge Kühlmittel ausgelaufen ist. Die Feuerwehr Hannover wurde daraufhin mit einem Löschzug der Berufsfeuerwehr, Spezialisten für die ABC-Gefahrenabwehr sowie einen Rettungswagen von der Regionsleitstelle hinzualarmiert.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte sich das ausgelaufene Kühlmittel in den leeren Lagerflächen im 4. Obergeschoß und teilweise auch schon im 3. Obergeschoß und 2. Obergeschoss verteilt. Erst nachdem der Haustechniker die Rohrleitung abgesperrt hatte, konnten die Einsatzkräfte die ausgetretene Kühlflüssigkeit mit einer großen Menge an Absorbervlies aufnehmen. Hierbei handelt es sich um spezielle Textilvliestücher, die für die Aufnahme von Gefahrstoffen von der Feuerwehr vorgehalten werden.

Über die Ursache der Undichtigkeit und die Schadenhöhe kann keine Aussage gemacht werden.

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 40 Einsatzkräften und 12 Fahrzeugen bis ca. 23:45 Uhr vor Ort.

Symbolbild Kurznachrichten

Stadt Hannover sagt Danke an alle Ehrenamtlichen

29. November 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Viele ehrenamtlich Aktive haben sich auch in diesem Jahr wieder mit großem Engagement für das soziale Miteinander in Hannover eingesetzt –  in einem weiteren herausfordernden Jahr, das durch die Corona-Pandemie maßgeblich beeinträchtigt ist. Die Stadt organisiert aus diesem Anlass gemeinsam mit vielen Organisationen und Initiativen eine Aktion, das sogenannte „Dank-Grundrauschen“ vom 29. November bis zum 5. Dezember. Die 150.000 Ehrenamtlichen in Hannover sollen auf diese Weise in den Fokus gerückt werden und Wertschätzung erhalten. Sie leisten in Summe pro Tag schätzungsweise 120.000 Stunden gemeinnützigen Einsatz.

Viele gemeinnützige Vereine und Organisationen aus Hannover werden zeitgleich Dank-Aktionen für ihre jeweiligen Ehrenamtlichen im Stadtgebiet umsetzen: von Dank-Feiern, über Ehrungen bis hin zu Dank-Worten, Social Media-Grüßen oder Sonder-Newslettern. Die verschiedenen Einzelaktionen verbinden sich zum gemeinsamen, stadtweiten Dank-Grundrauschen‘, das auf der Internetseite www.freiwillig-in-hannover.de/danke sichtbar wird. Neben der Gesamtkoordination unterstützt die Stadt in Form von City-Postkarten und Dank-Plakaten in Bürgerämtern und Stadtbibliotheken.

Oberbürgermeister Belit Onay, der sich mit einem Video-Gruß persönlich an der Aktion beteiligt, brachte die Wertschätzung der Landeshauptstadt Hannover zum Ausdruck: „Ich möchte Ihnen – den ehrenamtlich aktiven Hannoveraner*innen, die sich mit ihrer Zeit, Tatkraft und Energie, mit viel Durchhaltevermögen und Freude für unsere Stadt und Gesellschaft einsetzen, von ganzem Herzen „Danke“ sagen. Klar ist, dass ohne Ihr Engagement unsere Stadt und unsere Gesellschaft nicht dieselbe wären. Sie machen einen Unterschied – denn Sie fördern mit Ihrem Engagement das soziale Miteinander, Sie gewährleisten Teilhabe für Menschen, die unsere Unterstützung brauchen, Sie gestalten den öffentlichen Raum, bringen Ihre Ideen ein und bewirken konkrete Veränderungen“.

Bürgerschaftlich-ehrenamtliches Engagement in Hannover ist vielfältig. Aktive und Engagement gibt es im sozialen Bereich, beispielsweise als Pat*innen in der Flüchtlingshilfe oder in der Obdachlosenhilfe, im Umwelt- und Klimaschutz, in der Entwicklungshilfe, in Sportvereinen, Kirchen und Religionsgemeinschaften, im Kultur- und Musiksektor, in Museen oder Kulturinitiativen, in der Freiwilligen Feuerwehr, im Katastrophenschutz und in Sanitätsdiensten, in Politik und Bildung, Senior*innen- und Jugendarbeit, in Schulen, Kindertagesstätten, Krankenhäusern und Hospizen, in Selbsthilfegruppen, Vorständen und an vielen Orten mehr.

Wir wünschen einen schönen 1. Advent – Erster Advent

Wir wünschen einen schönen 1. Advent

27. November 2021/in Hannover

Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern einen ruhigen und besinnlichen 1. Advent.

Kommen Sie alle gut in die Vorweihnachtszeit und bleiben Sie und Ihre Familien gesund.

Ihre Redaktion von BG-PRESS.de

Die Titanenwurz blüht – Titanwurz© Carl-Marcus Müller

Die Titanenwurz blüht

27. November 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Das Warten in den Herrenhäuser Gärten hat ein Ende: Eine Woche lang ließ die Titanenwurz sich bitten. Ihre imposante Knospe ist inzwischen auf knapp zwei Meter in die Höhe gewachsen. Heute (26. November) ab etwa 15 Uhr begann sie sich zu öffnen. Den typischen Aasgeruch wird die Pflanze heute Abend intensiv verströmen, wenn der Blütenstand sich vollends geöffnet hat.

Aus Anlass der Titanenwurzblüte ist der Berggarten am 27. November bis 22 Uhr geöffnet.

Die tropische Pflanze mit dem botanischen Namen Amorphophallus titanum bildet nur alle paar Jahre einen Blütenstand, dafür aber umso eindrucksvoller: Die größte Blume der Welt wird bis zu drei Meter hoch. Bemerkenswert sind nicht nur die Größe und die bizarre Form des Blütenstands – am ersten Tag verströmt er einen starken Aasgeruch, um Insekten zur Bestäubung anzulocken. Leider ist das Vergnügen nur von kurzer Dauer. Der Blütenstand beginnt schon nach etwa 12 Stunden zu welken. Doch auch am zweiten Tag ist er durchaus noch eindrucksvoll.

Im Berggarten kommt erst zum zweiten Mal eine Titanenwurz zur Blüte. Dabei handelt es sich um Nachwuchs der von Hand bestäubten Pflanze, die 2014 im Berggarten geblüht hat. Sie hatte eine Höhe von 1,86 Meter erreicht.

Die Titanenwurz blüht – Titanwurz2

Die Entstehungsphasen der Blüte © Matthias Falk

Informationen zum Besuch

Der Berggarten ist aus Anlass der Blüte von 9 bis 22 Uhr geöffnet, danach regulär wieder bis 16.30 Uhr. Für den Besuch der Schauhäuser gilt die 2G-Regelung, ein entsprechender Nachweis ist am Garteneingang zu erbringen. Der Eintritt kostet 3,50 Euro, Kinder unter 12 Jahren sind frei.

Im Tropenschauhaus ist mit einigem Andrang zu rechnen. Daher haben die Herrenhäuser Gärten eine „Einbahnstraße“ mit getrenntem Ein- und Ausgang festgelegt und bitten darum, Maske zu tragen und Abstand zu halten.

Anja Ritschel ist neue Dezernentin für Wirtschaft und Umwelt der Stadt Hannover – Anja Ritschel

Anja Ritschel ist neue Dezernentin für Wirtschaft und Umwelt der Stadt Hannover

25. November 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Die Führungsriege der Landeshauptstadt Hannover ist wieder komplett. Der Rat der Stadt wählte an diesem Donnerstag (25. November) Anja Ritschel zur Dezernentin für Wirtschaft und Umwelt und folgte damit dem Vorschlag von Oberbürgermeister Belit Onay.

Vor dem Rat betonte Anja Ritschel ihre besondere Verbundenheit zur Stadt Hannover. Sie skizzierte Schwerpunkte des Wirtschafts- und Umweltdezernates: beispielsweise die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, die Stärkung der Innenstadt oder der Kampf gegen den Klimawandel. Sie sehe keinen Gegensatz zwischen den Bereichen Wirtschaft und Umwelt, so Ritschel. „Vielmehr gibt es inzwischen einen breiten gesellschaftlichen Konsens, dass Nachhaltigkeit, dass sparsamer Umgang mit Ressourcen, dass nicht zuletzt ein engagierter Kampf gegen den Klimawandel dringend notwendig sind.“

Die gebürtige Nürnbergerin Anja Ritschel ist studierte Diplom-Ingenieurin für Landschafts- und Freiraumplanung. Bis Oktober 2020 arbeitete sie als Umweltdezernentin der Stadt Bielefeld und leitete hier ein Ressort mit rund 2000 Mitarbeitenden. Seit 2016 war sie Vertreterin des Bielefelder Oberbürgermeisters.

Anja Ritschel kennt Hannover, die hiesige Stadtverwaltung und Politik: In der Landeshauptstadt absolvierte sie ihr Studium. Bevor sie 2008 nach Bielefeld ging, leitete sie bei der Stadt Hannover den Bereich Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz, nachdem sie zuvor als persönliche Referentin des damaligen Umweltdezernenten und Ersten Stadtrats, Hans Mönninghoff, tätig war. Von 1998 bis 2000 war sie Geschäftsführerin der Grünen-Ratsfraktion Hannover.

Für den 15. Januar 2022 ist der Amtsantritt von Anja Ritschel geplant.

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