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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

EXPO REAL

Hannover präsentiert sich auf der EXPO REAL in München

11. Oktober 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Hannover präsentiert sich unter dem Motto „0511 statt 08/15“ seit heute (11. Oktober) bis Mittwoch (13. Oktober) wieder, nach dem pandemiebedingten Ausfall 2020, auf der Immobilienmesse EXPO REAL in München.

Auf dem Gemeinschaftsstand der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg bildet die Landeshauptstadt Hannover gemeinsam mit der Region Hannover und hannoverimpuls sowie verschiedenen Partner*innen aus der hannoverschen Immobilienwirtschaft den Hannover-Stand. Stadtbaurat Thomas Vielhaber und Kolleg*innen aus verschiedenen Fachbereichen nutzen die Leitmesse für Immobilien zur nationalen und internationalen Kontaktpflege und um Hannover als attraktiven Wirtschafts- und Investitionsstandort zu präsentieren.

Der Messestand der Metropolregion befindet sich in diesem Jahr in Halle C1 Stand 110 und wurde vollständig neugestaltet. Gemeinsam mit dem Braunschweiger Oberbürgermeister und stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Metropolregion Ulrich Markurth hat Baudezernent Thomas Vielhaber den Stand offiziell eröffnet. Anschließend konnte er sich bei einem Standrundgang einen Eindruck von den verschiedenen Projekten der metropolregionalen Partner machen.

Im Fokus des städtischen Messeauftritts steht im diesen Jahr der Vermarktungsstart des südlichen Teils von Kronsrode. Im derzeit größten niedersächsischen Baugebiet werden ab dem 16.Oktober 2021 sechs Baufelder mit einer Größe von insgesamt knapp 48.000 Quadratmetern von der Landeshauptstadt Hannover veräußert. Weitere fünf Baufelder folgen voraussichtlich 2022. Insgesamt werden in Kronsrode Süd rund 1.200 Wohneinheiten entstehen, die nach den gleichen Vorgaben wie in Kronsrode Nord und Mitte geplant und gebaut werden. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 3. Dezember 2021. Kaufverträge werden frühestens ab 2022 geschlossen. Die Bauträger werden im Rahmen des jeweiligen Kauf-Vertrags verpflichtet, einen Hochbauwettbewerb durchzuführen, der den hohen qualitativen Baustandard im gesamten Stadtquartier sicherstellen soll. Die Grundstücke werden erschlossen verkauft, die öffentliche Infrastruktur ist bereits vorhanden oder wird zeitgleich zur Entwicklung der Cluster Nord und Mitte von der Landeshauptstadt Hannover hergestellt.

„Ich freue mich, dass wir nun in die Vermarktungsphase für Kronsrode Süd gehen können. Damit leistet die Landeshauptstadt Hannover einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Wohnungsbauoffensive, die mittelfristig die Wohnraumversorgung in unserer Stadt sicherstellt. Gleichzeitig entsteht mit Kronsrode ein modernes und grünes Stadtquartier, welches die Entwicklungen am Kronsberg seit der Expo 2000 vollendet“, sagte Stadtbaurat Thomas Vielhaber bei der Vorstellung auf der Expo Real.

Zugleich werden auf dem Stand weitere immobilienwirtschaftliche Entwicklungen beleuchtet. Besonders die Projekte im Wissenschafts- und Technologiepark Marienwerder haben eine große Strahlkraft für den Standort. So plant etwa die Leibniz Universität Hannover im Wissenschaftspark Hannover-Marienwerder einen Neubau mit 4.000 Quadratmeter Nutzfläche: Das Forschungsgebäude „OPTICUM – Optics University Center and Campus“ wird mit insgesamt 54,2 Millionen Euro jeweils hälftig vom Bund und dem Land Niedersachsen finanziert. In das vierstöckige OPTICUM werden nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2026 rund 120 Forschende der Leibniz-Forschungsschule für Optik und Photonik ziehen, um dort gemeinsam an der Digitalisierung von Präzisionsoptiken und der Optikproduktion zu arbeiten.

In direkter Nachbarschaft entstehen zudem die nachhaltig geplanten Neubauten vom Technopark Hannover, der ebenfalls auf der Expo Real vorgestellt wird, und das neue Ausbildungszentrum für Volkswagen Nutzfahrzeuge. Ebenfalls in der Bauphase befindet sich der neue Standort vom Autozulieferer Faurecia an der Garbsener Landstraße.

Expo Real:

Die Metropolregion organisiert den Gemeinschaftsstand seit 2010 für die Städte und Regionen Hannover, Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg und Hildesheim, Walsrode, Hameln und Salzgitter auf der EXPO REAL in München. Auf dem knapp 550 Quadratmeter großen Messestand präsentieren sich unter anderem Projektentwickler*innen und Projektmanager*innen, Investor*innen und Finanzierer*innen, Beratungs- und Vermittlungsunternehmen, Architekt*innen und Planer*innen sowie die Regionen und Städte.

Die EXPO REAL ist die größte B2B-Messe für Gewerbeimmobilien in Europa und steht für Networking, Marktorientierung und wertvolle Businesskontakte. In diesem Jahr stellen sich ca. 1.200 Aussteller*innen auf rund 60.000 Quadratmeter Hallenfläche vor. Die Teilnehmenden der EXPO REAL bilden das gesamte Spektrum der Immobilienwirtschaft ab.

Kronsrode

Kronsrode stellt sich als moderner, nachhaltiger und urban-grüner Stadtteil in Hannover auf. Es ist das derzeit größte Neubauprojekt Niedersachsens und gliedert sich ideal in den Stadtteil Bemerode ein. Das neue Wohngebiet wird in die drei Quartiere Nord, Mitte und Süd unterteilt, welche auf Grundlage eines übergreifenden Konzeptes unabhängig voneinander gestaltet werden. Jedes Quartier verfolgt das Ziel, ein für alle Generationen freundlicher Wohnort zu sein, welcher viele Vorteile bereithält. Darunter fallen eine sehr gute Infrastruktur, Einkaufsmöglichkeiten, Bildungseinrichtungen in Form einer Grundschule und Kindertagesstätten sowie die schnelle Anbindung an die Innenstadt und zum Fernverkehr. Zuletzt bieten ein Park und Cafés genügend Raum, um sich zu entspannen und zu treffen. Insgesamt schreitet der Bau in großen Schritten voran: Bereits jetzt können die künftigen Straßenverläufe und die Unterteilung der Baufelder vor Ort erkannt werden. Die ersten Häuser sind im Rohbau fertiggestellt.

Weitere Informationen und Visualisierungen finden Sie unter www.kronsrode.de und ab dem 16.Oktober auf www.hannover.de/kronsrode

Opticum

Mit mehr als 110 Millionen Euro staatlicher Förderung von 2019 bis 2025 für den Exzellenzcluster PhoenixD und das OPTICUM gewinnt die Forschung zu optischen Technologien in Hannover stetig an Bedeutung. Zudem wird mit dem zweiten Exzellenzcluster an der Leibniz Universität Hannover, QuantumFrontiers, sowie dem Quantum Valley Lower Saxony (QVLS) mit der Quantenforschung eine weitere Hochtechnologie in Niedersachsen mit rund 75 Millionen Euro öffentlich gefördert.

Veloroute 8

Interkommunale Veloroute zwischen Hannover und Laatzen

9. Oktober 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Stadtbaurat Thomas Vielhaber hat vorgestern (7. Oktober) gemeinsam mit Conrad Vinken, Leiter Fachbereich Verkehr der Region Hannover, und Jürgen Köhne, Bürgermeister der Stadt Laatzen, die interkommunale Veloroute, die die Städte Hannover und Laatzen verbindet, offiziell eingeweiht.  

„Wir freuen uns, dass unser städtisches Veloroutenkonzept auch bei der Region Hannover auf positive Resonanz gestoßen ist und so durch das gemeinsame Engagement die Veloroute 08 bis in die Stadt Laatzen hinein verlängert werden konnte. Radfahrende können auf dieser Verbindung nun deutlich verbesserte Radverkehrsanlagen nutzen“, so Thomas Vielhaber, Baudezernent der Landeshauptstadt Hannover. „Der Verkehrsversuch ermöglicht uns, einen Einblick über das Nutzungsverhalten der verschiedenen Verkehrsteilnehmer*innen zu erhalten, was auch im Hinblick auf die noch weiteren elf geplanten Velorouten im Stadtgebiet, aber auch sonstige Verkehrsprojekte von immensem Vorteil ist.“

Mit der Einrichtung des temporären Radfahrstreifens im Bereich der Hildesheimer Straße zwischen Wiehbergstraße und der Stadtgrenze Laatzen ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Ertüchtigung der städtischen Veloroute 08 realisiert worden. Gleichzeitig ist damit der gemeinsame Verkehrsversuch (Interkommunale Veloroute) der Städte Hannover und Laatzen sowie der Region Hannover vollständig eingerichtet.

„Unser gemeinsames Verkehrsexperiment zeigt, wie die Verkehrswende schnell und mit cleveren Ideen machbar ist. Dazu gehört der Mut, die Flächen in der Stadt umzuverteilen. Weniger Platz für das Auto, mehr Raum für den Radverkehr. Das ist überfällig“, so der Verkehrsdezernent der Region Hannover Ulf-Birger Franz.

Erstmals Einsatz von Leitschwellen

Im Teilbereich Hildesheimer Straße wurde stadtauswärts ein Radfahrstreifen zwischen den Straßen Am Mittelfelde und Am Brabrinke auf dem rechten Fahr-/Parkstreifen eingerichtet. Stadteinwärts wurden Markierungen zwischen Stadtgrenze und Am Brabrinke sowie zwischen Behnstraße und dem Hochbahnsteig Wiehbergstraße angebracht. Aufgrund örtlicher Gegebenheiten (z. B. Busbuchten) und um Abbiegebeziehungen insbesondere des ÖPNV aufrechtzuerhalten wird der Radverkehr in den Knotenpunktbereichen zum Teil weiterhin auf dem Bestandsradweg geführt. Auf zwei Teilstrecken erprobt die LHH ein neues Element: Stadtauswärts zwischen Am Mittelfelde und Stiegelmeyerstraße sowie stadteinwärts zwischen Behnstraße und Am Eisenwerk kommen erstmals Leitschwellen als vertikales Trennelement zwischen Rad- und Kfz-Verkehr zum Einsatz.

Nachdem die Bordsteine abgesenkt wurden, erfolgten zuletzt Arbeiten an den Ampelanlagen sowie Markierungs- und Beschilderungsmaßnahmen. Bis Ende 2023 sollen alle Baumaßnahmen entlang der Veloroute 08 abgeschlossen sein. Zur Realisierung liegt ein positiver Förderbescheid vor (Landeszuwendungen aus dem Programm „Nachhaltige Mobilität und Verbesserung der Luftreinhaltung in der Stadt Hannover“).

Verkehrsversuche auf beiden Seiten

„Die interkommunale Veloroute 8 von Laatzen bis zur Stadtmitte von Hannover ist ein wichtiges und gutes Experiment. Es bleibt vieles zu beobachten und nachzubessern, um einen für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer verbesserten Verkehrsraum zu schaffen. Oberste Priorität müssen die Verkehrssicherheit und das Sammeln von Erfahrungen, Informationen und Daten haben,“ sagt Jürgen Köhne, Bürgermeister der Stadt Laatzen.

Wie auf Laatzener Gebiet bereits im Mai dieses Jahres erfolgt, wird nun auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Hannover der Verkehrsversuch auf der Hildesheimer Straße, zwischen Wiehbergstraße und der Stadtgrenze zur Stadt Laatzen, fortgesetzt.

Der Verkehrsversuch ist vorerst bis Herbst 2022 vorgesehen. Für die Teilstrecke in Laatzen liegen bereits positive Erfahrungen vor. Hierzu fanden und finden umfangreiche und wiederholte Evaluationen anhand von Befahrungen, Befragungen und Verkehrszählungen, zusammen mit der Stadt Laatzen und der Region Hannover, statt. Bei Bestätigung des Verkehrsversuches anhand der erhobenen Daten ist eine Verstetigung inklusive baulicher Maßnahmen im Jahr 2023 vorgesehen.

Über die Veloroute 08

Im Herbst 2020 wurden fünf Velorouten (Nr. 03, 06, 08, 09 und 12) mit einer provisorischen Kennzeichnung durch Piktogramme, Banderolen mit GPS-Codes und Fahnen an den Start- und Zielpunkten versehen. Die Veloroute Nr. 08 ist die erste Route, bei der bauliche Maßnahmen umgesetzt wurden.

Die Veloroute hat eine Länge von rund sieben Kilometern und verläuft ausgehend vom City-Radring über die folgenden Straßen:

  • Willy-Brandt-Allee
  • Rudolf-von-Bennigsen-Ufer
  • Schützenallee
  • Frobösestraße
  • Am Lindenhofe
  • Wiehbergstraße
  • Hildesheimer Straße
  • bis zur Stadtgrenze Laatzen

Ausblick

Die Ertüchtigung der Veloroute Nr. 08 für den Radverkehr ist schon weit fortgeschritten. So konnten bereits in den Vormonaten die Deckensanierung und das Verbreiten des Radweges am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer sowie die Erneuerung der Rad- und Gehwege in der Schützenallee im Rahmen des Grunderneuerungsprogramms abgeschlossen werden. Anfang 2022 sollen weitere Maßnahmen folgen. So werden Fahrradstraßen in der Frobösestraße und Am Lindenhofe eingerichtet. In der Wiehbergstraße soll darüber hinaus 2022 ein Verkehrsversuch zur Reduzierung des Kfz-Durchgangsverkehrs in der bereits bestehenden Fahrradstraße realisiert werden.

Wolf

Vermutliche Wolfssichtung im Hermann-Löns-Park in Hannover

9. Oktober 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Am 27. September wurden dem Niedersächsischen Umweltministerium zwei Sichtungen von Wildtieren vom 25. und 26. September im Hermann-Löns-Park in Hannover gemeldet. In beiden Fällen haben die meldenden Personen die Sichtung eines Wolfs angegeben.

Vom Niedersächsischen Umweltministerium werden die Sichtungen für grundsätzlich glaubhaft eingestuft. Ob es sich bei den Meldungen aber tatsächlich um einen oder mehrere Wölfe gehandelt hat, ist fraglich. Für Laien ist die Unterscheidung zwischen einem Wolf und phänotypisch sehr ähnlichen Tieren, wie etwa Hunden, äußerst schwierig.

Auf Grund der sehr urbanen und damit durchaus sensiblen Lage des Hermann-Löns-Parks in Hannover wurden durch das Wolfsbüro des NLWKN fünf Wildtierkameras, auch am nahegelegenen Tiergarten, installiert. Außerdem wird zeitnah ein Spürhund zum Einsatz kommen, der auf das Aufspüren von Wolfslosung spezialisiert ist.

Umweltminister Olaf Lies dazu: „Wir informieren hier über das Vorgehen auch deshalb proaktiv und in größter Sachlichkeit, damit hier keine Vermutungen oder falsche Behauptungen in die Welt gelangen.”

Sobald erste Erkenntnisse vorliegen, ob es sich bei den Sichtungen tatsächlich um Wölfe handelt oder ob es sich hier vermutlich eher um andere Tiere handelt, wird das Niedersächsische Umweltministerium darüber informieren.

Belit Onay© Matthias Falk

Innenstadtdialog Hannover

8. Oktober 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Die Menschen in Hannover wünschen sich für die Innenstadt in erster Linie mehr Grün und mehr Qualität zum Verweilen.  Das ist ein zentrales Ergebnis der Repräsentativbefragung „Innenstadt und Mobilität“ der Landeshauptstadt Hannover, an der im Mai dieses Jahres knapp 3.700 Hannoveraner*innen teilgenommen haben. Oberbürgermeister Belit Onay präsentierte zentrale Ergebnisse der Umfrage, die ein wesentlicher Bestandteil des Innenstadtdialogs ist, auf einer Pressekonferenz an diesem Freitag.

Häufigste Nennungen zu Dingen, die in der Innenstadt gefallen, sind ihre guten Einkaufsmöglichkeiten, die gute Erreichbarkeit, die leichte Überschaubarkeit und die kurzen Wege. Nach Schulnoten am besten bewerten die Befragten die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem ÖPNV, am schlechtesten schneidet ihre Aufenthaltsqualität ab. Erwartbar: Seit der Corona-Pandemie wird deutlich mehr online eingekauft.

Mobilität, insbesondere der zukünftige Umgang mit dem Autoverkehr, ist das Stadtentwicklungsthema, das die Menschen in den Anmerkungen am Ende des Fragebogens am meisten beschäftigt. Die Hälfte der Befragten begrüßt es, Autospuren für andere Zwecke umzuwandeln – unabhängig davon ob in der Innenstadt oder anderswo. Pkw-Stellplätze im eigenen Wohnumfeld sollen hingegen tendenziell erhalten bleiben. Die Veröffentlichung der Repräsentativerhebung insgesamt ist als Heft 141 der Schriften zur Stadtentwicklung bis Ende November geplant.

„Eine lebendige, konstruktiv-kritische Debatte“

Die Ergebnisse der Repräsentativbefragung sprechen für alle Einwohner*innen ab 16 Jahre. Sie liefern wichtige Erkenntnisse für den Innenstadtdialog, dessen Ziel es ist, ein Konzept für ein zukunftsfähiges Zentrum zu erarbeiten.

Belit Onay betonte, der Beteiligungsprozess habe die Erwartungen der Stadt bislang voll erfüllt. „Ich freue mich über die lebendige und kritisch-konstruktive Debatte in unserer Stadtgesellschaft, die wir insbesondere mit den Experimentierräumen in Gang gebracht haben. Die Menschen haben unser Angebot zum Dialog angenommen.“

Im Juli verwandelten sich zunächst das Areal rund um die Marktkirche sowie der Köbelinger Markt in ein Reallabor – mit kreativen, bewegenden und informativen Mitmachangeboten für die Bürger*innen. Die Stadt präsentierte Ideen zu nachhaltiger Stadtentwicklung. Sie schränkte den Autoverkehr und Parkmöglichkeiten ein und schuf stattdessen mehr Stadtgrün sowie neue Sitz- und Verweilmöglichkeiten. Sie baute ein Pop-up-Jugendzentrum, einen Stadt(t)raumgarten und einen Schilderwald auf, die zum Dialog zur Entwicklung der Innenstadt einluden.

Experimente: Gewohntes in Frage stellen

Ende August/Anfang September folgte das Kulturdreieck im Umfeld von Oper, Schauspiel und Künstlerhaus. Die Stadt gestaltete gemeinsam mit den Kulturhäusern einen öffentlichen Erlebnisraum.  Höhepunkte waren etwa das Picknick der Kulturschaffenden auf dem Opernplatz, die für einige Tage installierte Surfwelle und die Begegnungen mit Kulturschaffenden, die das gesamte Areal zu ihrer Bühne machten.  Auch im zweiten Stadtexperiment ging es um die Frage von mehr Aufenthaltsqualität. Die Stadt flankierte die Experimente mit Expert*innen-Interviews und einer Fragebogenaktion vor Ort, an der 900 Menschen teilnahmen, sowie einer gutachterlichen Bestandsaufnahme.

„Die Reallabore haben die Gelegenheit gegeben, Gewohntes in Frage stellen. Es ging darum, neue Perspektiven zu gewinnen – in diesem Fall auf die Innenstadt“, resümierte Stadtbaurat Thomas Vielhaber auf der Pressekonferenz.  „Uns hat eine große Vielfalt an Meinungen, Anregungen und Hinweisen erreicht. All das trägt zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Innenstadtkonzeptes bei.“

Weiter geht es mit Quartierswerkstätten

Ein Beirat begleitet den Innenstadtdialog. Dem übergeordneten Austauschforum gehören rund 90 Akteur*innen aus verschiedensten Institutionen und Interessensgruppen an.  In den kommenden Wochen und Monaten werden sich Beiratsmitglieder und weitere lokal wirkende Akteur*innen in unterschiedlichen Quartierswerkstätten engagieren. Diese befassen sich vertiefend und lokal bezogen mit den innenstadtrelevanten Themen wie Wirtschaft, Mobilität, Soziales, Klimaanpassung und Kultur.

Die Auswertung aller Beteiligungsformate – darunter auch bereits erfolgte Workshops zu den Themen Wirtschaft und Einzelhandel –  hat begonnen, fließt in den weiteren Prozess ein und soll bis Ende des ersten Quartals 2022 abgeschlossen sein. Im Sommer kommenden Jahres will die Stadtverwaltung eine Beschlussdrucksache zum Innenstadtkonzept mit konkreten Handlungsempfehlungen für die Innenstadt vorlegen.

 

Neue Mitarbeiter in der Polizeidirektion

Polizeidirektion Hannover begrüßt 400 neue Mitarbeitende

6. Oktober 2021/in Hannover

HANNOVER (ots). Polizeipräsident Volker Kluwe und Bürgermeister Thomas Hermann haben am Mittwoch, 06.10.2021, im Rahmen einer Feierstunde 400 Neuzugänge in der Polizeidirektion Hannover offiziell willkommen geheißen.

Die alljährliche Begrüßung der Neuzugänge ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Terminkalenders der Behördenleitung. Dieses Jahr wurden die Neuen unter Wahrung der aktuellen Corona-Verordnung offiziell von dem Polizeipräsidenten willkommen geheißen.

„Die persönliche Begrüßung der neuen Mitarbeitenden ist für mich nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern auch der Ausdruck der Wertschätzung, die ich den neuen Kolleginnen und Kollegen entgegenbringen möchte“, betonte Volker Kluwe in seiner Rede. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand frisch von der Polizeiakademie kommt oder bereits jahrelange Erfahrungen im Polizeidienst hat. „Wir in der Polizeidirektion Hannover brauchen jede und jeden einzelnen von Ihnen für die Bewältigung der Aufgaben und Herausforderungen, die auch in der Zukunft auf uns zukommen werden. Letztendlich gilt unser Auftrag: Gemeinsam für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Landeshauptstadt und dem Umland zu sorgen!“ Unabdingbar sei dabei das stets professionelle und rechtsstaatliche Auftreten. Denn das ist das Fundament, um auch in schwierigen Situationen, in denen der Polizei von manchen Menschen mit Respektlosigkeit begegnet wird, zu bestehen. Zugleich betonte Kluwe, dass die Polizei nach wie vor ein hohes Ansehen und Vertrauen in der Gesellschaft genießt.

Zudem ermunterte der Polizeipräsident die „Neuen“, tatkräftig mit anzupacken und Eigeninitiative zu zeigen. „Ob im Streifen- und Einsatzdienst, im Kriminaldauerdienst oder Verkehrsunfalldienst, in der Regionalen Analysestelle oder im Präventionsteam, bei der Wasserschutzpolizei oder in der Reiter- und Diensthundeführerstaffel: Wir brauchen selbstbewusste und motivierte Menschen wie Sie, die bereit sind, früh Verantwortung zu übernehmen und mit ihren kreativen Ideen und Vorstellungen die Behörde voranzubringen.“

Thomas Hermann, Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, ist froh, die Polizei Hannover als starke und zuverlässige Partnerin in Fragen der inneren Sicherheit an seiner Seite zu wissen. Die Polizei ist unermüdlich rund um die Uhr für mehr als 1,2 Millionen Menschen, die im Zuständigkeitsgebiet der Polizeidirektion Hannover leben, im Einsatz. Kooperativ, präventiv und konsequent erlebt er die Beamtinnen und Beamten täglich. Thomas Hermann weiß auch die intensive Vernetzung und Zusammenarbeit der Landeshauptstadt Hannover mit der Polizei zu schätzen, die zum besseren Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger beträgt.

Die abschließenden Worte hielten die Gleichstellungsbeauftragte Sandra Mesa, der Vertreter des Personalrates der Polizeidirektion Hannover, Jens Hoffmann, und der Ansprechpartner LSBTI, Leon Dietrich. Musikalisch untermauert wurde die Veranstaltung durch den Auftritt der Jazzcombo des Polizeiorchesters Niedersachsen.

Zu der Polizeidirektion Hannover

Von 400 Neuzugängen sind 368 Polizeibeamtinnen und -beamten, 279 davon sind Absolventinnen und Absolventen der Polizeiakademie. 61 Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte kommen von der Bereitschaftspolizei der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, 25 Personen wechseln aus den anderen Behörden. Drei frisch ernannte Polizeirätinnen und -räte kommen nach erfolgreichem Abschluss des Masterstudiums an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster zur Polizeidirektion und 32 Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter machen das Bild komplett.

Die Polizeidirektion Hannover beschäftigt damit aktuell 3.925 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 3.368 im Polizeivollzugsdienst. Der Frauenanteil liegt bei 42,7 Prozent, der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund beträgt 7,16 Prozent.

Die Messe ist zurück: „Der Re-Start in Hannover ist voll gelungen“ – EUHA Deutsche Messe

Die Messe ist zurück: „Der Re-Start in Hannover ist voll gelungen“

1. Oktober 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Gleich vier Veranstaltungen wurden im September auf dem Messegelände in Hannover ausgerichtet: Der EUHA-Kongress mit 90 Ausstellern, die Messen INTERGEO mit 200 Ausstellern, die Bio Nord mit 300 Ausstellern sowie die Expert Hauptversammlung.

„Der Messe-Re-Start in Hannover ist voll gelungen“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes, Deutsche Messe AG. „Unsere Kunden haben über gut gefüllte Hallen, sichere Abläufe und eine deutlich spürbare Aufbruchsstimmung in ihren jeweiligen Branchen berichtet.“

Im Oktober und November sind weitere Events und Kongresse geplant. Darauf folgt dann die beliebte Publikumsmesse Pferd & Jagd vom 09. bis 12. Dezember.

Auch das internationale Geschäft zieht wieder an. Aktuell läuft die ISK-Sodex Istanbul in der Türkei, in der kommenden Woche öffnet die INDUSTRIAL TRANSFORMATION Mexiko ihre Tore.

Köckler: „Die Erfahrungen der vergangenen Wochen haben nicht nur gezeigt, dass Messen sicher sind. Es wurde auch deutlich, dass die Besucher*innen den persönlichen Austausch suchen, um sich wieder gezielt und direkt über Innovationen zu informieren.

Das gibt uns Rückenwind für unsere Veranstaltungen im Frühjahr 2022 – allen voran für die DOMOTEX im Januar, die AGRITECHNICA im März und die HANNOVER MESSE im April.“

Vorverkauf für Laternenillumination im Großen Garten beginnt – Laternenumzug in Herrenhausen Florian Petrow

Vorverkauf für Laternenillumination im Großen Garten beginnt

1. Oktober 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Der beliebte Laternenumzug in den Herrenhäuser Gärten kann in diesem Jahr leider noch nicht wieder in gewohnter Form stattfinden. Dennoch muss auf die bunten Lampions nicht verzichtet werden. Wenn die Tage wieder kürzer werden, der Herbst die Bäume in bunte Farben kleidet und das Laub unter den Schuhen raschelt, verwandelt sich der Große Garten noch einmal in eine Art leuchtenden Festsaal.

Vom 29. bis 31. Oktober erklingen im Rahmen der Illumination Laternenmusik und Herbstlieder. Besucher*innen sind herzlich dazu eingeladen, eigene Laternen mitzubringen und bei funkelndem Lichterglanz durch den Großen Garten zu spazieren.

Aufgrund der limitierten Ticketanzahl wird gebeten, den Vorverkauf zu nutzen. Dieser startet am 1. Oktober an der Kasse des Großen Gartens und im Infopavillon der Herrenhäuser Gärten.

Erwachsene zahlen vier Euro, ermäßigt drei Euro. Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt, benötigen allerdings ein kostenloses Ticket. Die Tickets sind datumsgebunden. Der Einlass beginnt eine Stunde vor Start der Illumination.

Termine:

  • Freitag, 29. Oktober, 18.30 bis 19.30 Uhr Einlass: 17.30 Uhr
  • Sonnabend, 30. Oktober, 18.30 bis 19.30 Uhr Einlass: 17.30 Uhr
  • Sonntag, 31. Oktober, 17.30 bis 18.30 Uhr Einlass: 16.30 Uhr

Vorverkaufsstellen:

Kasse Großer Garten

Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover

Telefon 0511/168 34000

Montag bis Sonntag von 9 Uhr bis 17 Uhr

 

Infopavillon Herrenhausen

Telefon: 0511/168-47743

Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr

Rettungswagen kommt von Fahrbahn ab© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Rettungswagen kommt von der Autobahn A2 ab

29. September 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 2 kam ein Rettungswagen von der Fahrbahn ab und blieb in der Böschung stehen. Der transportierte Patient sowie eine Notfallsanitäterin erlitten leichte Verletzungen. Weitere Fahrzeuge waren nicht an dem Unfall beteiligt.

Gegen 14:35 Uhr transportierte ein Rettungswagen einen Patienten von Altwarmbüchen zum Nordstadtkrankenhaus nach Hannover. Auf der Fahrt zwischen den Anschlussstellen Hannover-Bothfeld und Hannover-Nord kam das Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte gegen ein Verkehrsschild, fuhr die etwa drei Meter tiefe Böschung herab und blieb nach etwa 150 Metern in der dicht bewachsenen Böschung stehen. Der Patient sowie die ihn begleitende Notfallsanitäterin waren im Patientenraum eingeschlossen. Der 41-jährige Fahrer setzte einen Notruf ab und konnte das Fahrzeug unverletzt verlassen.

Die kurz danach eintreffende Feuerwehr konnte die Türen zum Patientenraum ohne Werkzeuge öffnen. Rettungskräfte begleiteten den Patienten über das unbefestigte Gelände zu einem weiteren Rettungswagen, der ihn dann in das Krankenhaus transportierte. Der 79-jährige Mann sowie die 24-jährige Notfallsanitäterin erlitten leichte Verletzungen. Der verunfallte Rettungswagen wurde erheblich beschädigt, und ist nicht mehr einsatzbereit.

Zur Klärung der Unfallursache hat die Polizei entsprechende Ermittlungen aufgenommen. Über die Schadenhöhe liegen der Feuerwehr keine Erkenntnisse vor. Die Feuerwehr Hannover und der Rettungsdienst waren mit 5 Fahrzeugen und 14 Einsatzkräften vor Ort.

Bergung des verunfallten Rettungswagens

Auf der A2 kurz vor Langenhagen kam ein Rettungswagen von der Autobahn ab. Zwei Leichtverletzte. Ein Patient wurde mit einem zweiten RTW ins Krankenhaus gefahren. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

 

Aktionswoche bringt 5000 Euro für den Kinder- und Jugendhospiz des ASB – ASB 5000 Spende

Aktionswoche bringt 5000 Euro für den Kinder- und Jugendhospiz des ASB

29. September 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Die Freude ist groß, und mit einer Summe in dieser Höhe hatte niemand gerechnet: 5000 Euro erbrachte die Aktionswoche der Bäckerei Göing gemeinsam mit dem ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Hannover vom ASB (KiHo). Eine Woche lang wurden in den 30 Bäckereien des Familienunternehmens in Hannover und Hameln Amerikaner*innen, verziert mit einem besonderen Zuckerguss, verkauft: Auf jedem Stück des rein pflanzlichen Gebäcks hatten die Mitarbeitenden in der Konditorei per Hand als Dekoration das „KiHo“-Logo in den Farben Rot und Gelb angebracht. Über einen QR-Code auf dem Preisschild waren Informationen über das Thema Hospizdienst abrufbar. Die Hälfte der Einnahmen geht an den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst. 

Thomas F. Göing, in vierter Generation Inhaber des Unternehmens, kam zur Spendenübergabe sozusagen zurück an seine alte Wirkungsstätte: „Vor gut 20 Jahren habe ich beim ASB meinen Zivildienst geleistet“, erzählte er Anke Schneider und Brigitte Sudmann, Koordinatorinnen KiHo des ASB, sowie ASB-Vorstandsmitglied Dietrich Schwinger. Für Thomas F. Göing war es daher sogar in zweierlei Hinsicht klar, „dieses besondere Projekt zu unterstützen und auf sensible Themen wie Hospiz aufmerksam zu machen. „Wir haben in unseren Filialen in Hannover, Laatzen und Hameln für die Unterstützung durch den Kauf von Gebäck laut getrommelt und waren super erfolgreich“, sagte Thomas F. Göing. Die Aktion sei von den Kundinnen und Kunden sofort angenommen worden.

Das ASB Hannover betreut mit dem ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Hannover Familien mit schwerstkranken, meist unheilbaren Kindern, die aufgrund der Krankheit dringend Entlastung benötigen. Für die betroffenen Familien wird das Angebot von den Krankenkassen übernommen. Für den sensiblem Umgang mit den Kindern und deren Familien müssen die ehrenamtlichen KiHo-Mitarbeitenden regelmäßig geschult werden und sich Supervisionen unterziehen. Die Einnahmen aus der Aktionswoche sind dafür eine große Hilfe.

 

Kampfmittelbeseitigung in Misburg-Süd erfolgreich abgeschlossen – BGPress 4217

Kampfmittelbeseitigung in Misburg-Süd erfolgreich abgeschlossen

28. September 2021/in Hannover

HANNOVER (red/PM). Am gestrigen Montag wurde im hannoverschen Stadtteil Misburg-Süd auf einem Baugrundstück in der Kreisstraße ein Verdachtspunkt für Kampfmittel untersucht. Hierbei konnte eine britische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt und danach erfolgreich entschärft werden. Insgesamt waren mehr als 460 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Kampfmittelbeseitigungsdienst im Einsatz.

Im Zuge von technischen Sondierungsarbeiten wurde der Verdachtspunkt auf der Restfläche des bereits im Juli von einer Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme betroffenen Baugrundstückes lokalisiert. Um den Verdachtspunkt weiter untersuchen zu können, war dessen weitere Freilegung erforderlich. Hierbei fand sich am heutigen Montagabend die britische Fünf-Zentner-Fliegerbombe mit Heckzünder.

Kampfmittelbeseitigung in Misburg-Süd erfolgreich abgeschlossen – BGPress 4211 1

Der Fundort der britischen 5-Zentner-Bombe in einem Baugebiet im Stadtteil Hannover-Misburg © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Für die Freilegung und Entschärfung der Fliegerbombe erfolgte die Einrichtung eines Sicherheitsbereiches mit einem Radius von rund 1.000 Metern um den Fundort. Betroffen von der Evakuierungsmaßnahme im östlichen Hannover waren etwa 6.000 Bürger*innen sowie ein Alten- und Pflegeheim. Um 16:00 Uhr begannen die Einsatzkräfte damit, den Evakuierungsbereich zu räumen, wobei u.a. auch Lautsprecherwagen zum Einsatz kamen. Die Misburger Bevölkerung arbeitete hierbei vorbildlich mit, nur in sehr wenigen Fällen mussten die Einsatzkräfte Situationen deeskalieren.

Insgesamt suchten 177 Bürger*innen die Betreuungsstelle in den Sporthallen des Schulzentrums Misburg auf. Für 31 Personen kamen dabei Krankentransportwagen zum Einsatz. Die Betreuungsstelle wurde umfangreich mit Hygienemitteln und Mund-NaseSchutz ausgestattet. Für Fälle, bei denen nach kontaktloser Messung der Körpertemperatur ein Anfangsverdacht bestand, stand ein Schnelltest-Team bereit. Für 16 Personen aus dem Evakuierungsbereich, die sich aufgrund einer Quarantäneanordnung des Fachbereiches Gesundheit der Region Hannover aktuell in häuslicher Quarantäne befanden, wurde eine Unterbringung unter Quarantänebedingungen in einem örtlichen Hotel organisiert.

Kampfmittelbeseitigung in Misburg-Süd erfolgreich abgeschlossen – BGPress 4204

In einer Turnhalle wurden vom DRK liegende Betroffene während der Evakuierung betreut. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Alle Einsatzkräfte wurden vor Einsatzbeginn einem Corona-Schnelltest unterzogen, der in allen Fällen negativ ausfiel.

Um 18:56 Uhr meldeten die Räumkräfte Sicherheit im Evakuierungsgebiet. Die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen (KBD) konnten mit ihren Arbeiten beginnen. Bei der Entschärfung der britischen Fünf-Zentner-Bombe setzte der KBD eine sogenannte Raketenklemme ein, um den Heckzünder aus dem Bombenkörper zu entfernen.

Um 20:42 Uhr meldete der Sprengmeister des KBD die erfolgreiche Entschärfung der Fliegerbombe und die Bürger*innen konnten wieder in ihre Wohnungen und Einrichtungen zurückkehren.

  • Kampfmittelbeseitigung in Misburg-Süd erfolgreich abgeschlossen – BGPress 4190
    Am Montagnachmittag mussten rund 6.000 Bewohner des Stadtteils Hannover-Misburg ihre Wohnung verlassen. Grund war die Entschärfung einer britischen 5-Zentner-Bombe. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Kampfmittelbeseitigung in Misburg-Süd erfolgreich abgeschlossen – BGPress 4211 2
    Der Fundort der britischen 5-Zentner-Bombe in einem Baugebiet im Stadtteil Hannover-Misburg © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    In einer Turnhalle wurden vom DRK liegende Betroffene während der Evakuierung betreut. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
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    Am Montagnachmittag mussten rund 6.000 Bewohner des Stadtteils Hannover-Misburg ihre Wohnung verlassen. Auch Ehrenamtliche der Psychosozialen Notfallversorgung waren im Einsatz. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Kampfmittelbeseitigung in Misburg-Süd erfolgreich abgeschlossen – BGPress 4162
    DRK Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Kampfmittelbeseitigung in Misburg-Süd erfolgreich abgeschlossen – BGPress 4215
    Ein betroffenes Pflegeheim in der Seelbergstraße in Misburg wird evakuiert. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Kampfmittelbeseitigung in Misburg-Süd erfolgreich abgeschlossen – BGPress 4219
    Ein betroffenes Pflegeheim in der Seelbergstraße in Misburg wird evakuiert. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Kampfmittelbeseitigung in Misburg-Süd erfolgreich abgeschlossen – BGPress 4222
    Ein betroffenes Pflegeheim in der Seelbergstraße in Misburg wird evakuiert. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Kampfmittelbeseitigung in Misburg-Süd erfolgreich abgeschlossen – BGPress 4226
    Die DLRG hatte in einer größeren Turnhalle des Schulzentrums Misburg einen Betreuungsbereich für 177 betroffene Anwohner aufgebaut. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Kampfmittelbeseitigung in Misburg-Süd erfolgreich abgeschlossen – BGPress 4229
    Jede betroffene Person wurde im Schulzentrum Misburg, wie hier von zwei Ehrenamtlichen der DLRG, genau registriert. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Feuerwehrchef Dieter Rohrberg betonte: „Ich möchte mich bei den mehr als 460 Helferinnen und Helfer der Hilfsorganisationen, der Polizei, des Kampfmittelbeseitigungsdienstes und der Feuerwehr bedanken. Auch das umsichtige Verhalten der Bevölkerung hat wesentlich zum Erfolg dieser Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme beigetragen“. Weiterhin fügte er an: „Die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Organisationen und Behörden war beispielhaft. Die Intensität der damaligen Luftangriffe im Osten von Hannover macht es wahrscheinlich, dass auch zukünftig immer wieder mit der Räumung gefährlicher Fliegerbomben gerechnet werden muss.“

Der Einsatz war gegen 21:30 Uhr abgeschlossen, als die letzten Bewohner*innen wieder in ihre Wohnungen zurückgekehrt waren. Beim Bürgertelefon gingen insgesamt 480 Anrufe ein.

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