HANNOVER (red/PM). In Hannover nutzte der Oberbürgermeister Belit Onay mit seiner Frau Derya schon am Vormittag die Möglichkeit, seine Stimmen zur Kommunalwahl in seinem zuständigen Wahllokal abzugeben.
Bei den heutigen Kommunalwahlen haben bis zum Nachmittag knapp zwei Fünftel der Hannoveraner*innen ihren Stimmzettel abgegeben. Nach der jüngsten Abfrage lag die Wahlbeteiligung in der Landeshauptstadt um 15 Uhr bei 38,8 Prozent der rund 398.300 Wahlberechtigten.
Bei den Kommunalwahlen 2016 waren es zum gleichen Zeitpunkt (15 Uhr) 37,9 Prozent. Zu berücksichtigen ist, dass die Zahl der Briefwähler*innen in diesem Jahr so hoch ist wie nie zuvor. Insofern sind die Zahlen schwer zu vergleichen.
Für die Kommunalwahlen 2021 haben in der Landeshauptstadt Hannover 92.387 Wahlberechtigte Briefwahl beantragt. Das steht nach Schließung der Briefwahlstellen am 10. September um 13 Uhr fest. Damit haben fast doppelt so viele Personen wie bei den Kommunalwahlen 2016 diese Möglichkeit genutzt, damals waren es 47.885 Wahlberechtigte.
Wahllokale bis 18 Uhr geöffnet
Die Wahllokale sind heute (12. September) noch bis 18 Uhr geöffnet. Am Ende der Kommunalwahlen 2016 lag die Wahlbeteiligung bei 51,5 Prozent.
HANNOVER (PM). Nach dem Polizeieinsatz am vergangenen Wochenende im Klimacamp haben sich alle Beteiligten ausgetauscht. In einem persönlichen Gespräch haben Oberbürgermeister Belit Onay und Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes mit Fridays for Future nach Möglichkeiten gesucht, den Konflikt um die Beschränkungen des Feiertagsgesetzes zu entschärfen.
Die Landeshauptstadt Hannover hat heute die Möglichkeit einer Ausnahmegenehmigung genutzt, und es besteht somit keine Notwendigkeit mehr, dass Plakate und Banner im Camp sonntags eingerollt werden. Die Polizei hatte mit Blick auf die Feiertagsruhe am vergangenen Sonntag eingegriffen.
Da durch die Versammlung am Trammplatz keine Störungen der Religionsausübung anzunehmen sind, hat die Landeshauptstadt Hannover von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine Ausnahme von den Einschränkungen der Versammlungsfreiheit durch das Feiertagsgesetz in Form einer sogenannten Ausnahmegenehmigung zu erlassen.
Belit Onay, Oberbürgermeister von Hannover, zu dem Thema: „Ich bin froh, dass wir eine Lösung gefunden haben, bei der die Interessen der Aktivist*innen, der Gläubigen und der Polizei gewahrt bleiben. Ich danke allen Beteiligten für den konstruktiven Dialog.“
Rainer Müller-Brandes, Stadtsuperintendent von Hannover, bewertet das Ergebnis der Gespräche ebenfalls positiv: „Ich freue mich über die gute Lösung, die wir finden konnten. Wir haben ähnliche Ziele wie die Fridays-for-Future-Bewegung, Klimagerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sind schon seit langem entscheidende Themen unserer Kirche“.
„Ich begrüße die aus dem Dialog erwachsene Entscheidung der Landeshauptstadt, die für alle Beteiligten Klarheit schafft. Sie sorgt dafür, dass die Versammlungsbehörde der Polizeidirektion Hannover die Beschränkung aus dem aktuellen Bescheid streichen konnte und die Polizei diese in der Folge nicht mehr kontrollieren muss“, äußert sich Polizeipräsident Volker Kluwe zum Ergebnis der Gespräche.
Zusatzinformation:
Nach dem Feiertagsgesetz des Landes Niedersachsen sind Versammlungen sonntags in der Zeit von 7 bis 11 Uhr verboten. Die Gemeinde, in der die Versammlung angezeigt ist, hat die Möglichkeit, eine Ausnahme zuzulassen. Vor diesem Hintergrund haben sich die Landeshauptstadt Hannover, der evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband und die Polizei über das gemeinsame weitere Vorgehen verständigt.
HANNOVER (PM). Mit dem Lichtkonzept für seinen 2019 gestalteten Eingangsbereich ist der Erlebnis-Zoo Hannover beim Deutschen Lichtdesign-Preis in der Kategorie Außenbeleuchtung in öffentlichen Bereichen unter den Top 3! Nun heißt es Daumen drücken: Die Gewinner werden am 16. September 2021 bekanntgegeben.
Durch die warme Holzverkleidung, die großen Tiersilhouetten, das markante Dach und die Beleuchtung macht der Eingang schon von außen auf den Zoo neugierig – tagsüber, in der Dämmerung und bis zur Dunkelheit. Bestehend aus zwei eingeschossigen Gebäuden mit Holzfronten, die mit einem schräg aufgestellten Holz-Dach zusammengefügt sind, empfängt das V-förmige Eingangsgebäude die Zoobesucher quasi mit weit geöffneten Armen. Für das nominierte Lichtkonzept zeichnet das Planungsbüro Schmitz Schiminski Nolte aus Hildesheim verantwortlich. Das Konzept reagiert auf die Offenheit und Natürlichkeit der Architektur und nimmt diese grundlegende Gestaltungsidee des Architekturbüros pape+pape auf.
Ein besonderes Zusammenspiel von innen und außen
In den Innenbereichen bestechen großzügige, helle Räume. Die Leuchten tragen zum Sehkomfort der Besucherinnen und Besucher bei und werden gleichzeitig den Anforderungen an die Arbeitsplätze gerecht. Die Beleuchtung der Außenbereiche folgt den gestalterischen Leitideen der Freiraumplanung (NSP Landschaftsarchitekten Stadtplaner). Erhöhte Pflanzflächen, abgesetzte Baumscheiben gruppieren sich „frei“, starre Wegeführungen werden vermieden. Diesem Muster folgen die Leuchten: Sie werden ebenso (scheinbar) „frei“ und als multifunktionale Mastleuchten in verschiedenen Höhen positioniert. Die Leuchten folgen so der Heterogenität des Baumbestandes.
„Schon die Nominierung für den Deutschen Lichtdesign-Preis ist eine Auszeichnung für alle Projektbeteiligten“, freut sich Sebastian Gädke, Leiter des Zoo-Baumanagements. „Das Lichtkonzept greift Elemente aus Gebäude- und Landschaftsarchitektur gekonnt auf und denkt sie weiter. Das Zusammenspielt all dieser Elemente macht den Eingangsbereich so einzigartig.“
Seit 2011 werden jährlich herausragende Lichtgestaltungskonzepte in der Architektur und im urbanen Raum mit dem Deutschen Lichtdesignpreis prämiert. Neben dem Erlebnis-Zoo Hannover sind in der Kategorie Außenbeleuchtung in öffentlichen Bereichen die Lichtkonzepte der Mönckebergstraße Hamburg und die GVAM Erweiterung im Outlet City Metzingen nominiert.
HANNOVER (PM). Nach einer Kollision mit einem weiteren Fahrzeug hat sich auf dem Messeschnellweg am Freitagmorgen ein PKW überschlagen. Insgesamt drei Personen wurden leicht verletzt.
Gegen kurz vor 09:00 Uhr waren zwei PKW auf dem Messeschnellweg in Fahrtrichtung Weidetor kollidiert. Hierbei wurde ein Fahrzeug von der Fahrbahn in den angrenzenden Stadtwald Eilenriede geschleudert, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Aufgrund dieser Meldung alarmierte die Feuerwehrleitstelle neben mehreren Rettungswagen auch einen Löschzug der Feuerwehr.
Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich schnell heraus, dass die Insassen der beiden PKW glücklicherweise nur leicht verletzt waren und ihre Fahrzeuge selbst verlassen konnten. Zwei von Ihnen wurden zur weiteren Behandlung durch Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Die Kräfte des Löschzuges der Feuerwehr unterstützen ihre Kollegen bei der medizinischen Versorgung der Unfallopfer und sicherten die Unfallstelle ab.
Während der Einsatzmaßnahmen musste der Messeschnellweg in Richtung Norden voll gesperrt werden. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren bis 10:00 Uhr mit acht Fahrzeugen vor Ort im Einsatz. Zum Unfallhergang und zur Ursache ermittelt die Polizei. Die Höhe des Sachschadens kann seitens der Feuerwehr nicht beziffert werden.
HANNOVER (PM). Hannover hat den schnellen Ausstieg aus der Kohle offiziell besiegelt. Am Donnerstag, 9. September, haben Oberbürgermeister Belit Onay und die Vorstandsvorsitzende des Energiedienstleisters enercity, Dr. Susanna Zapreva, eine Vereinbarung unterzeichnet, der zufolge das Kohlekraftwerk Stöcken so schnell wie möglich stillgelegt werden soll – angestrebt wird das Jahr 2026. Vereinbart wurden außerdem weitere CO2-mindernde Maßnahmen bei der Wärmeversorgung, die von Stadt und enercity finanziert werden.
Der unterzeichnete Vertrag ist das Ergebnis eines Prozesses, an dem neben der Stadt und enercity maßgeblich Vertreter*innen des Bürgerbegehrens „Hannover erneuerbar“ beteiligt waren. Die Stadt Hannover will die Energiewende vorantreiben und bis 2035 möglichst klimaneutral sein. Dem Kohlekraftwerk Stöcken, in dem Strom und Wärme produziert werden, kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Deshalb soll es so schnell wie möglich vom Netz gehen − ein Ziel, das auch der Betreiber enercity verfolgt. Die Bürger*inneninitiative hatte sich mit der Forderung, das Kraftwerk bereits 2026 abzuschalten, in die Diskussion eingebracht und dafür Unterschriften gesammelt.
Die Vereinbarung zwischen Stadt und enercity, für die der Stadtrat im Juli grünes Licht gegeben hatte, ist ein Kompromiss, den die Vertreter*innen des Bürgerbegehrens mittragen. Demnach erklärt sich enercity bereit, nachprüfbar so früh wie möglich das Kohlekraftwerk stillzulegen. Ziel ist das Jahr 2026. Voraussetzung dafür ist, dass enercity rechtzeitig Grundstücke für Ersatzanlagen erwerben oder nutzen kann. Weitere Voraussetzung ist die rechtzeitige Genehmigung dieser Anlagen. Festgehalten wurde zudem, dass enercity den ersten Block des Kraftwerks nach Möglichkeit ein Jahr früher als geplant, also 2024, stilllegt.
Ein weiterer Kernpunkt der Vereinbarung ist, dass Stadt und enercity für die Jahre 2021 bis 2023 den Menschen in Hannover insgesamt 35 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um CO2-mindernde Maßnahmen zu finanzieren. Dazu zählen eine Initiative zum Ölheizungstausch sowie eine Anschlusspflicht für bisher fossile Heizanlagen ans Fernwärmenetz − bei Neubauten oder im Fall des Anlagentauschs bei Bestandsbauten. Ebenso ist eine Heizungseffizienz-Offensive vereinbart.
Mit diesem Bündel an Maßnahmen wird das Ziel angepeilt, bis 2035 rund 800.000 Tonnen Kohlendioxid einzusparen. Dies entspricht mehr als der Hälfte des CO2-Ausstoßes für das Kohlekraftwerk in seiner bisher geplanten Laufzeit bis 2030. Die Maßnahmen sind auch deshalb für die Bürger*innen der Landeshauptstadt von Bedeutung, weil durch den schrittweise steigenden CO2-Preis die Kosten für Heizöl und Erdgas kontinuierlich steigen werden. Die Orientierung auf Fernwärme und Wärmepumpen als Alternativen fördert damit genau jene Wärmeträger, die in Zukunft für die Verbraucher*innen preiswerter sein werden.
Darüber hinaus haben die Verhandlungspartner vertraglich festgehalten, einen Beirat mit Teilnehmer*innen des Bürger*innenbegehrens, der Stadtverwaltung und von enercity einzuberufen, um für alle Beteiligte noch mehr Transparenz über die Umsetzung der Vereinbarung herzustellen.
„Intensive und konstruktive Beratungen“
„Die Vereinbarung verbindet das Notwendige mit dem Machbaren und ist das Ergebnis einer breiten gesellschaftlichen Mehrheit“, betont Belit Onay. Der Oberbürgermeister bedankt sich bei den Beteiligten „für die intensiven und konstruktiven Beratungen“. „Uns einte das gemeinsame Ziel, den Kohleausstieg so schnell wie möglich zu vollziehen, um einen wirksamen Beitrag für mehr Klimaschutz zu leisten. Die Landeshauptstadt macht vor, wie der Kohleausstieg und eine klimafreundliche Wärmeversorgung auf kommunaler Ebene gelingen können.“
„Der Vertrag ist ein wichtiger Schritt für ein klimaneutrales Hannover. Er schafft Klarheit über die Rahmenbedingungen, die in den kommenden Jahren erfüllt werden müssen, um die Wärmewende in Hannover erfolgreich umzusetzen. Dabei ist mir besonders wichtig, dies gemeinsam mit den Menschen dieser Stadt zu gestalten − nachhaltig, bezahlbar und zuverlässig“, sagt enercity-Chefin Dr. Susanna Zapreva.
„Der letzte Bericht des Weltklimarats und die Extremwetterereignisse der vergangenen Monate haben noch einmal sehr deutlich gemacht, worum es jetzt gehen muss: Das klimapolitisch Notwendige gemeinsam möglich zu machen, um die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise noch zu verhindern und unsere Lebensgrundlagen zu schützen. Die breite Basis, die diesen beschleunigten Einstieg in die Wärmewende nun mitträgt, gibt Mut und Entschlossenheit auch für die zahlreichen weiteren Veränderungen, die wir auf dem Weg der sozialökologischen Transformation noch brauchen werden“, betont Johanna Gefäller von hannover erneuerbar.
„Wie schnell die Landeshauptstadt aus der Kohle aussteigt und die Wärmewende gelingt, hängt auch davon ab, wie aufwendig die Grundstückssuche und die Genehmigungsverfahren für Ersatzanlagen sind und ob es absehbar finanzielle Unterstützung vom Bund oder vom Land für die Umstellung auf alternative Energien gibt“, erklärt Belit Onay. Der Kohleausstieg in Hannover kostet einen dreistelligen Millionenbetrag, allein enercity investiert mehr als 500 Millionen Euro.
Der Kohlekompromiss war vor allem möglich geworden durch einen frühzeitigen, offenen und konstruktiven Dialog mit allen Anspruchsgruppen. Diesen Austausch und diese Offenheit wünschen sich die drei Vertragsparteien auch im Rahmen der Genehmigungsprozesse für neue Anlagen, die in den kommenden Jahren gebaut werden.
HANNOVER (bg). Wer Leben rettet oder Betroffenen in den ersten schweren Stunden nach dem Verlust eines geliebten Menschen psychosoziale Unterstützung geben möchte, der muss sich auch zwangsläufig mit dem Tod auseinandersetzen.
Peter Schlote aus der Bereitschaft Mitte des DRK-Region Hannover e.V., selbst Mitglied in der PSNV, hatte gemeinsam mit Nils Herrschaft von der Betriebsstätte Hildesheim der Feuerbestattung Celle GmbH einen ganz speziellen Termin vereinbart. Mit sechzehn ehrenamtlichen Einsatzkräften aus Helferinnen und Helfern der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) sowie aus anderen Fachdiensten konnten sie einen Blick hinter die Kulissen eines großen Krematoriums unter fachgerechter Führung von Nils Herrschaft machen.
Jeder der Teilnehmenden hatte sicherlich seine eigene Vorstellung von einem Krematorium, in dem, anders als bei einer Erdbestattung, die Verstorbenen für die Bestattung in einer Urne zur Beisetzung vorbereitet werden.
Umso erstaunter waren viele dann, als sie mit einem sehr pietätvollen und genausten geplanten Ablauf konfrontiert wurden. So haben Angehörige nicht nur die Möglichkeit, vor Ort den Verstorbenen bis zur Übergabe ans Feuer zu begleiten, sondern es sind auch vielfältige Möglichkeiten bis hin zu Trauerfeiern in einem speziellen Raum möglich. Nils Herrschaft betonte hierbei die religionsoffene Ausgestaltung der Räume und die Flexibilität ganz nach Wünschen der Angehörigen.
Besonders beeindruckend für die Helferinnen und Helfer war im Anschluss die Möglichkeit, sich die Technik eines Krematoriums und die Abläufe dahinter anzusehen. Die meisten von ihnen hätten diese Dimensionen absolut nicht vermutet. Bei der hochmodernen vollautomatisch gesteuerten Anlage hat vor allem der Umweltschutz des Krematoriums in Giesen ein besonderes Augenmerk. Die erzeugte Abwärme wird an einen Betrieb in unmittelbarer Nähe abgegeben und dort weiter genutzt.
So konnten sich die Ehrenamtlichen über einen Bereich informieren, den man so nicht häufig zu Gesicht bekommt. Viele Fragen wurden gestellt und Nils Herrschaft beantwortete sie gerne. Eine Besichtigung des Krematoriums ist auch nach Anmeldung für die Allgemeinheit möglich.
Die Psychosoziale Notfallversorgung ist für die Einsatznachsorge bei Einsatzkräfte als auch für die Krisenintervention bei Betroffenen heute ein wichtiger Baustein im Katastrophenschutz. Ihre Ehrenamtlichen haben alle eine spezielle Fachschulung und ständige Weiterbildungen. Durch ein Nachsorgegespräch nach schweren Einsätzen können so Belastungen sichtbar gemacht und frühzeitig gelindert oder sogar abgebaut werden. Auch eine Übergabe an professionelle Unterstützung kann erforderlich werden.
Die PSNV wird auf Anforderung durch Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) angefordert. Sie unterstützt die Einsatzkräfte oder den Katastrophenschutz bei akuter Hilfe für betroffene Bevölkerungsgruppen. Das Personal rekrutiert sich aus einer überregionalen Gruppe der vielen DRK-Bereitschaften in der Region Hannover. Geleitet wird die PSNV-Gruppe der DRK-Region Hannover e.V. von Sabine Scherreiks aus dem Abschnitte Mitte des DRK-Region Hannover e.V.. Derzeit besteht die Einheit aus acht ausgebildeten Einsatzkräften und sechs Ehrenamtlichen, die sich in Ausbildung befinden.
Die PSNV-Gruppe war unter anderem in Ahrweiler im Hochwassergebiet mit drei Kräften im Einsatz und wird regelmäßig bei Kampfmittelevakuierungen und Großveranstaltungen präventiv eingesetzt.
HANNOVER (PM). Wie schnell die Zeit vergeht! Gerade noch ein frecher Winzling und plötzlich ein selbstbewusstes junges Weibchen. Für Gorillaweibchen Mayumi aus dem Erlebnis-Zoo Hannover wurde es Zeit, eigene Wege zu gehen. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) für die vom Aussterben bedrohten Flachlandgorillas zog Mayumi in den Zoo Saarbrücken, wo eine neue Familie auf sie wartet.
„Mayumi zeigte deutlich, dass sie jetzt lieber zu den erwachsenen Weibchen gehören möchte und nicht mehr zu den Jungtieren,“ erklärt Tierpfleger Klaus Meyer. In der der Wildbahn verlässt ein heranwachsendes Weibchen seine Familie, um sich einem neuen Clan anzuschließen. Über das EEP wurde daher auch für die jetzt neunjährige Mayumi eine neue Heimat gefunden.
„Wir freuen uns, dass wir im Rahmen des EEP ein schönes neues Zuhause für Mayumi gefunden haben“, so Kurator Fabian Krause. „Wir werden Mayumis Werdegang gespannt verfolgen.“
Das Gorillaweibchen wurde auf dem Weg nach Saarbrücken von einem vertrauten Tierpfleger aus Hannover begleitet. In Saarbrücken wird sie in aller Ruhe an ihre neue Familie gewöhnt.
Gorillas vom Aussterben bedroht
In der Wildbahn sind Gorillas vom Aussterben bedroht. Massive Waldrodungen, Straßenbau und Bergbau im afrikanischen Regenwald zerstören ihren Lebensraum. Bedroht sind die Bestände zudem durch Wilderei, Bürgerkriege und nicht zuletzt Krankheiten wie das Ebolavirus. Der Bestand der Westlichen Flachlandgorillas wird auf nur rund 300.000 Tiere geschätzt, Tendenz abnehmend. Der Erlebnis-Zoo beteiligt sich seit Jahren am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Flachlandgorillas, um diese Tierart langfristig zu erhalten.
HANNOVER (PM). Am Dienstagnachmittag ereignete sich am Ortsausgang von Hannover-Wettbergen ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem vier beteiligte Personen verletzt wurden.
Gegen 17:00 Uhr erreichten die Feuerwehr Hannover mehrere Notrufe zu einem Unfall zwischen mehreren PKW am Ortsausgang von Wettbergen in Fahrtrichtung Süden. Nach ersten Erkenntnissen missglückte offenbar der Versuch, einen Bus der Linie 500 stadteinwärts fahrend zu überholen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren insgesamt vier beteiligte PKW stark beschädigt zu erkennen. Ein Audi Cabrio sowie ein Skoda Fabia standen am Straßenrand. Die Fahrerin des Audi Cabrio, sowie der Fahrer des Skoda, wurden vom Rettungsdienst versorgt und nach der ersten Untersuchung durch eine Notärztin ins Krankenhaus transportiert. Ein weiterer Fahrer eines Audi A6 e-tron musste ebenfalls mit Verletzungen in ein Krankenhaus transportiert werden. Am Ende der ca. 300 m langen Unfallstelle, die reichhaltig mit Trümmern übersät war, befand sich ein Mercedes Benz Combi mit einem schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzten, 56 Jahre alten Fahrer. Der nicht eingeklemmte Fahrer wurde vor Ort versorgt und anschließend notarztbegleitet in ein Krankenhaus gebracht.
Der Regiobus hat lediglich ein paar Kratzer abbekommen, Fahrgäste kamen nicht zu Schaden.
Das Alter der Fahrerin sowie der anderen beiden Fahrer sind nicht bekannt. Zur Unfallursache hat der Verkehrsunfalldienst der Polizei unverzüglich die Ermittlungen aufgenommen, der Sachschaden kann aktuell nicht beziffert werden. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 8 Fahrzeugen und 17 Einsatzkräften vor Ort.
HANNOVER (ots). Nach einer einjährigen Umbauphase ist am heutigen Montag, 06.09.2021, die sanierte Unterkunft des Reiterzuges der Polizeidirektion Hannover feierlich übergeben worden. Nicht nur die Angehörigen des Reiterzuges, sondern auch der Polizeipräsident Volker Kluwe sowie die eingeladenen Gäste – darunter der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport Boris Pistorius und der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers – waren von dem Ergebnis begeistert.
In den vergangenen zwölf Monaten wurden zahlreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten in den vor 1900 erbauten, denkmalgeschützten Stallungen des ehemaligen Infanterie- und Artillerieregiments Hannover umgesetzt. In der Planungsphase wurden federführend durch das Staatliche Baumanagement Hannover die nötigen und gewünschten Änderungen gesammelt und koordiniert, um am Ende eine moderne und funktionelle Liegenschaft für Tier und Mensch zu bekommen. Daran beteiligt waren ein hannoversches Architekturbüro und die Verantwortlichen des Reiterzuges. „Die gelungene Sanierung zeigt erneut, wie vielseitig unser Staatliches Baumanagement aufgestellt ist. Ich freue mich, heute der Polizei in Hannover ein weiteres saniertes Gebäude übergeben zu können. Niedersachsen plant auch in den nächsten Jahren ein immenses Bauvolumen umzusetzen. Wir werden die Bauunterhaltungsmaßnahmen weiter forcieren und zugleich dem Ziel solider Staatsfinanzen und den Kriterien der Schuldenbremse gerecht werden. Damit sichern wir unsere Anlagen und schaffen zugleich für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gute Arbeitsbedingungen“ erklärt der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers. Für ihn habe insbesondere die energetische Sanierung der Landesliegenschaften einen hohen Stellenwert. Das Staatliche Baumanagement Niedersachsen bleibe ein verlässlicher Partner für seine Auftragnehmer im Handwerk und der Bauwirtschaft sowie für die Nutzer.
Bei den Umbau- und Sanierungsarbeiten wurde besonderes Augenmerk auf die Gewährleistung des Tierwohls gelegt. So wurden die Pferdeboxen von 12 Quadratmeter auf 16 Quadratmeter pro Box vergrößert und für eine ordentliche Belüftung dieser gesorgt. An einem extra geschaffenen Stellplatz wurde ein Pferdesolarium installiert, welches das Trocknen der Tiere ermöglicht und schonend gestaltet. Auch der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport Boris Pistorius ist von der Sanierung überzeugt. „Der Reiterzug der Polizeidirektion Hannover kehrt damit an ihre umfassend modernisierte Unterkunft am Welfenplatz in Hannover zurück. Für die Polizeipferde stehen jetzt größere und besser belüftete Stallungen zur Verfügung. Wir erfüllen damit alle tierschutzrechtlichen Standards, das ist auch unser Selbstverständnis im Umgang mit diesen außergewöhnlichen Tieren. Künftig werden die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten wieder ohne lange Anfahrtswege in der Stadt Streife reiten können. Sie sind ein wichtiger und präsenter Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger und tragen maßgeblich zu einem positiven Bild der Polizei Niedersachsen in der Bevölkerung bei. Die Sanierung ist auch ein klares Bekenntnis zum Reiterzug und dem ‚Einsatzmittel Pferd‘ – sie gehören zur Polizei wie das Pferd in unser Landeswappen“, erläutert Pistorius.
Damit die Bauarbeiten effizient bewältigt werden konnten, ohne dabei den Dienstalltag des Reiterzuges zu beeinträchtigen, zogen Ross und Reiter am 01.09.2020 vom Welfenplatz in das Niedersächsische Landgestüt Celle. Dort fanden nicht nur die Dienstpferde eine angenehme Unterkunft, das Landgestüt bot auch Räumlichkeiten für die Beschäftigten und Platz zum Training mit den Tieren. „Es war eine wertvolle und bereichernde Zeit für uns. Ein tolles Miteinander prägte die gemeinsame Zeit und ich persönlich genoss es, dass richtig viel Leben auf dem Hof war“, beschreibt der Landstallmeister Dr. Axel Brockmann die Zeit während des Aufenthalts der Reiterzug im Landgestüt.
Bereits seit dem 01. Mai 1815 versahen hannoversche Polizisten ihren Dienst vom Rücken eines Pferdes aus. Damals noch unter der Bezeichnung als Landdragoner der Gendarmerie des Königreichs Hannover. Erstmalig war ein Reiterzug als berittene Polizei der Schutzpolizei ab dem 01. Juli 1920 in der historischen Kaserne Am Welfenplatz untergebracht. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Pferde und ihre Reiter zum Militär versetzt und versahen ihren Dienst nicht weiter in Hannover. Im Jahr 1946 fanden nach Anordnung des britischen Militärs wieder die Ausbildung und der Aufbau berittener Polizeieinheiten am heutigen Standort statt. Ein besonderes Ereignis war die Abholung der jungen Pferde auf dem Hainhölzer Bahnhof und die anschließende Zuführung an der Hand in die Stallungen Am Welfenplatz.
Nachdem die formelle Übergabe des Gebäudes bereits am 24.08.2021 erfolgte, begann am 01.09.2021, genau ein Jahr nach dem Auszug, die Rückkehr der 32 Dienstpferde und 46 Beschäftigten in die sanierte Liegenschaft. Zu diesem Anlass waren am heutigen Montag Gäste und an den Umbaumaßnahmen Beteiligte geladen und besichtigten nicht nur die modernisierten Gebäude, sondern sahen auch dem Reiterzug bei dem feierlichen Einritt auf das Gelände zu. „Ich freue mich, dass der Reiterzug an seinen tradierten Standort, der seit nun mehr hundert Jahren von der Reiterpolizei genutzt wird, zurückgekehrt ist. Zum einen freue ich mich für die Tiere, weil für ihr Wohl viel geschaffen wurde, aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen ich weiß, dass sie trotz der herausragenden Gastfreundschaft im Landgestüt Celle, für die ich mich ausdrücklich bei Herrn Dr. Brockmann bedanke, doch Heimweh nach ‚ihrem Zuhause im Herzen in der Landeshauptstadt‘ hatten. Der Reiterzug gehört zu Hannover und kann nun wieder durch kurze Wege die Einsatz- und Interventionsfähigkeit der Polizei Hannover effizienter unterstützen“, erklärt der Präsident der Polizeidirektion Hannover, Volker Kluwe, abschließend.
Die Polizeidirektion Hannover dankt allen, die an der Planung und Umsetzung beteiligt waren und wünscht dem Reiterzug einen angenehmen Dienst in der erneuerten Unterkunft.
HANNOVER (PM). Der Neustart ist geglückt. Mit ausgebuchten Teilnehmerfeldern und rundum glücklichen Teilnehmergesichtern hat sich der Maschsee Triathlon mit seiner 14. Auflage zurückgemeldet. “Wir können schlichtweg nur hochzufrieden sein”, zog der sportliche Leiter Jan Raphael vom Veranstalter eichels: Event ein positives Resümee: “Auch wenn es hier und da noch ein wenig gehakt hat und auch wir etwas gelernt haben, war das Feedback der Aktiven großartig und gibt uns viel Motivation für die Zukunft.”
Mit jeweils 500 Starterinnen und Startern waren sowohl die Wettbewerbe im Volkstriathlon, als auch über die Olympische Distanz restlos vergriffen; hinzu kamen die Finalrennen in der 2. Bundesliga Nord, wo sich bei den Herren das Team der Lokalmatadoren von Hannover 96 mit Tagesrang vier auf dem siebten Gesamtrang behaupten konnten. “Diese beiden Rennen waren ein echtes Highlight mit allem, was den Triathlonsport so attraktiv macht”, so Raphael.
Aus hannoverschen Sicht sorgten Seriensieger Christian Haupt (Hannover 96), und die jetzt für die Barracudas Lohne startende Lena Brunkhorst für die Schlagzeilen. Der Zweifache Ironman Altersklassenweltmeister von Hawaii siegte in starken 1:30:52 Stunden souverän über die Olympische Distanz vor Garvin Krug aus Hameln (1:34:34); Brunkhorst dominierte auf ihrer Hausstrecke das Zweitligarennen der Damen quasi vom Start bis ins Ziel und musste sich im Finale nur der Hamburgerin Andrea Lang Bolvig knapp geschlagen geben.
Den Sieg auf der Olympischen Distanz der Damen sicherte sich Marit Bergmann aus Kaiserau. Über die Volksdistanz siegten Lasse Schöfisch (KTT, 54:23) und Inga Hintze (Lohne, 1:02:36).
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