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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Belit Onay überreicht Stephan Weil das erste Bewerbungsbuch Hannovers zur Kulturhauptstadt Europas 2025 – BidBook© Matthias Falk

Belit Onay überreicht Stephan Weil das erste Bewerbungsbuch Hannovers zur Kulturhauptstadt Europas 2025

3. September 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Eins der heißbegehrten ersten Bewerbungsbücher Hannovers im Wettbewerb zur Kulturhauptstadt Europas 2025 hat Oberbürgermeister Belit Onay am heutigen Donnerstag (3. September) Ministerpräsident Stephan Weil im Sprengel Museum Hannover überreicht. Der Ministerpräsident ließ sich das mit mehreren Design-Preisen ausgezeichnete Bid Book detailliert zeigen.

„Die Bewerbung Hannovers ist außergewöhnlich kreativ und innovativ. Nach der ersten Vorstellung heute bin ich sehr gespannt auf den weiteren Inhalt des Bid Books. Mit Hannover und Hildesheim hat Niedersachsen gleich zwei Bewerberstädte in der engeren Auswahl zur Kulturhauptstadt Europas 2025. Die Landesregierung verhält sich verständlicher Weise neutral und drückt beiden Städten fest die Daumen“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil.

Grund zur Freude hatte auch das hannoversche Stadtoberhaupt. Oberbürgermeister Onay bedankte sich für die Finanzierungszusage des Landes Niedersachsen über 25 Mio. Euro für den Fall, dass Hannover zur Kulturhauptstadt Europas 2025 gekürt wird.

Im Vorgespräch haben Oberbürgermeister Onay und sein Team Kulturhauptstadtbewerbung, Melanie Botzki und Inga Samii, dem Ministerpräsidenten Einblicke in Hannovers künstlerische Bewerbungslinie gegeben. Inhaltlich haben sie hervorgehoben, dass durch die im Bewerbungsprozess entstandene Zusammenarbeit zwischen den Landes-, Regions- und Stadteinrichtungen wertvolle Impulse für die überregionale Kulturlandschaft entfacht wurden.

„Ein Thema unserer Bewerbung ist das Ende des Zweiten Weltkriegs, das sich in 2025 zum 80. Mal jährt“, verrät Oberbürgermeister Onay aus dem 2. hannoverschen Bid Book, das am 21. September bei der Kulturstiftung der Länder abgegeben werden muss. Dazu werde es eine Vielzahl an (Kultur-)Projekten geben, die sich vor dem Hintergrund der sterbenden Generation der Zeitzeug*innen insbesondere der Gedenkkultur widmen. „Und dabei sollen natürlich auch die Erinnerungsstätten des Landes eine Rolle spielen“, kündigt der Oberbürgermeister an.

Feuerwehr aktuell

Brennender LKW nach Verkehrsunfall

2. September 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Am heutigen Morgen kam es am Autobahnkreuz Buchholz zu einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten LKWs. Ein Brummi fing Feuer und brannte komplett aus. Der Fahrer rettete sich selbstständig durch die Windschutzscheibe und verletzte sich dabei.

Mehrere Anrufer meldeten der Regionsleitstelle gegen 08:30 Uhr einen Verkehrsunfall auf der Autobahn 2 in Fahrtrichtung Dortmund. Zwei Lastkraftwagen sollten laut Meldungen kollidiert sein. Zusätzlich sollte einer der LKWs brennen.

Aufgrund dieser Meldungen wurde ein Großaufgebot an Einsatzkräften zur Einsatzstelle alarmiert. Bereits auf der Anfahrt der ersten Kräfte war eine dichte schwarze Rauchsäule über der Autobahn zu erkennen. Ein mit PET-Flaschen beladener LKW war am Stauende auf einen weiteren LKW aufgefahren und war in folgende dessen in Brand geraten. Glück im Unglück hatte der 25-jährige Fahrer des mit Getränkeflaschen beladen Lasters. Er konnte sich wie durch ein Wunder selbstständig durch die zerstörte Windschutzscheibe aus seinem brennenden LKW befreien und verletzte sich dabei. Ein Rettungsteam transportierte ihn nach ersten Untersuchungen in die Medizinische Hochschule. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten das Feuer mit vier Löschrohren. Um an die Glutnester im Inneren des Gespanns zu gelangen, wurde auch über eine Drehleiter Löschschaum eingesetzt. Somit konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden. Der andere Unfallbeteiligte blieb unverletzt, sein LKW wurde allerdings durch den Auffahrunfall beschädigt.

Für den Großteil der 40 Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr war der Einsatz um 10:15 Uhr beendet. Für Nachlöscharbeiten befindet sich aktuell noch ein Löschzug an der Einsatzstelle.

Der Einsatz erforderte eine Vollsperrung der Autobahn. Dadurch entstand ein Rückstau in 03.07.2006 Richtung Osten. Die Einsatzdauer der noch vor Ort befindlichen Kräfte ist noch nicht absehbar. Die Polizei hat die Klärungen zur Unfallursache aufgenommen. Die Schadenshöhe kann durch die Feuerwehr nicht beziffert werden.

Neuer Name für die General-Wever-Straße – General Wever Str© Carl-Marcus Müller

Neuer Name für die General-Wever-Straße

1. September 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Der Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide hat die Umbenennung der General-Wever-Straße beschlossen. Der Grund: Das NS-Regime ehrte Walther Wever im Jahr 1938 mit dem Straßennamen. Die Einwohner*innen des Stadtbezirks sollen sich nun an der Findung eines neuen Namens beteiligen können. Sie haben die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen.

An die Anwohner*innen der General-Wever-Straße sind dazu Faltblätter verteilt worden, mit denen sie über die Hintergründe der Umbenennung informiert werden. Außerdem können sie die Blätter nutzen, um ihre Vorschläge für einen neuen Namen einzusenden. Darüber hinaus können die Absender*innen auch ihr Interesse an der Teilnahme an einer Veranstaltung zum Thema bekunden. Diese soll stattfinden, wenn sich mindestens 20 Personen dazu anmelden. Die Faltblätter sind auch in öffentlichen Einrichtungen zu finden, wie dem Stadtteiltreff Sahlkamp, dem Bürgeramt in der Elmstraße, der Stadtbibliothek Bothfeld, dem Nachbarschafts-Dienstladen oder dem Kulturtreff Bothfeld.

Vorschläge können bis zum 30. September 2020 eingesandt werden an folgende Adresse: Landeshauptstadt Hannover, 18.62.03 SBM, Theodor-Lessing-Platz 1, 30159 Hannover oder per E-Mail an . Fragen werden unter der Rufnummer 0511/168 426 14 beantwortet.

Wlan für Fahrgäste

ÜSTRA stattet Busflotte mit WLAN aus

1. September 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Seit dem 1. September ist auf allen Buslinien der ÜSTRA sowie in den SprintH-Bussen der regiobus-Linien 500 und 700 ein gemeinsames freies WLAN für Fahrgäste verfügbar. „Damit setzen wir neue Maßstäbe und investieren in die Zukunft des ÖPNV. Das WLAN in den Bussen ist dabei nur ein Schritt auf dem Weg zum digitalen Nahverkehr“, freut sich Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover.

Die Einwahl erfolgt über die Einstellungen des jeweiligen Smartphones. Nachdem der Fahrgast das WLAN „UESTRA_regiobus_freeWLAN“ ausgewählt und auf der sich öffnenden Unterseite den entsprechenden Link geklickt hat, meldet sich das Handy automatisch an und der Fahrgast surft mit ca. 50 Mbit/s. Ganz „frei“ ist das WLAN jedoch nicht: Um den Jugendschutz zu gewährleisten wird von dem technischen Dienstleister Hotsplots ein entsprechender Filter eingestellt.

Immer up-to-date mit dem Fahrgastfernsehen
Neu ist auch das digitale Nachrichtenprogramm: Erstmals erhalten die Fahrgäste das „Fahrgastfernsehen“ der ÜSTRA auf ihren Smartphone-Bildschirm. Die aktuellen Nachrichten
aus und für Hannover werden direkt über das WLANPortal ausgespielt. „Mit der kompletten Ausstattung der 246 Busse mit WLAN in Kombination mit aktuellen Nachrichten durch das Fahrgastfernsehen können wir unseren Fahrgästen noch mehr Service bieten“, sagt ÜSTRA Vorstandsvorsitzender Dr. Volkhardt Klöppner.
Zukünftig wird das Fahrgastfernsehen dann auch über eine eigene „FGF App“ erreichbar sein. Diese bietet neben den aktuellen Nachrichten, auch einen einfachen Zugang zum freien WLAN für Fahrgäste. Zudem können die User die Inhalte speichern. In weiteren Ausbaustufen sind dann neue Möglichkeiten zur Interaktion und weitere Features
geplant.

Weitere Ausbauschritte
Nach der Ausstattung der Busse geht es in der nächsten Stufe um den Ausbau der ersten Tunnelstationen. Dabei stehen die U-Stationen „Kröpcke“, „Hauptbahnhof“, Aegidientorplatz“ und „Steintor“ im Fokus. „Diese zentralen Punkte und der Einsatz in den Stadtbussen werden uns wertvolle Erkenntnisse über das Nutzerverhalten und die Technik liefern, die wir gezielt für den weiteren Ausbau nutzen“, betont Elke van Zadel, Vorständin für Technik und Infrastruktur der ÜSTRA.
Parallel wird das Rechenzentrum ausgebaut und weitere technische Voraussetzungen für ein WLAN im kompletten Stadtbahnnetz der ÜSTRA geschaffen.

Bisher wurden Investitionen in Höhe von 1.300.739 Euro getätigt. Derzeit kalkuliert die ÜSTRA mit laufenden Kosten von jährlich ca. 35.500 Euro. Im Rahmen des Gesamtprojektes
„WLAN für Fahrgäste“ wird das Teilprojekt „WLAN in den Stadtbahnen“ durch eine Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung in Höhe von 4.583.190 Euro aus dem NGVFG (Niedersächsisches Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) unterstützt.

Brand in der Stromversorgung des Neuen Rathaus – BGPress 4306© Bernd Günther

Brand in der Stromversorgung des Neuen Rathaus

31. August 2020/in Hannover

HANNOVER (PM/red.). Im Neuen Rathaus ist es am Montagnachmittag zu einem Brand gekommen. Das Feuer in einem Elektroschaltraum konnte schnell gelöscht werden. Menschen wurden nicht verletzt.

Gegen kurz nach 15:30 Uhr meldete die automatische Brandmeldeanlage des Neuen Rathauses einen Feueralarm. Zeitgleich gingen in der Feuerwehrleitstelle auch mehrere Notrufe von Passanten ein, die übereinstimmend von einer starken Rauchentwicklung aus einer Lüftungsöffnung im Ostflügel des Gebäudes berichteten.

Die Feuerwehr löste daraufhin sofort eine erhöhte Alarmstufe aus und alarmierte neben zwei Löschzügen auch Sonderfahrzeuge mit Löschmitteln, zwei Rettungswagen und einen Notarzt. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter Brandrauch aus einer Lüftungsöffnung der Elektroeinspeisung des Gebäudes im Ostflügel. Die sofortige Erkundung ergab, dass im dortigen Technikbereich einer von zwei 10.000 Volt-Transformatoren in Brand geraten war und keine unmittelbare Ausbreitungsgefahr auf weitere Räume bestand. Die Feuerwehrkräfte ließen zunächst die Spannungsversorgung des gesamten Objekts durch die Stadtwerke komplett freischalten und konnten den Brand dann mit einem Kohlendioxid-Feuerlöscher schnell bekämpfen. Aus Sicherheitsgründen mussten auch einige Besucher und rund 200 Rathausmitarbeiter das Gebäude kurzfristig verlassen. Die Räumung verlief vorbildlich.

Zur Brandursache hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Die genaue Schadenhöhe ist derzeit noch nicht bekannt. Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst der Landeshauptstadt Hannover mit 17 Fahrzeugen vor Ort. Der Einsatz war um 17:00 Uhr beendet. Derzeit sind Elektrofachfirmen vor Ort, um die Stromversorgung des Rathauses wieder in Betrieb zu nehmen.

Von dem Ausfall der Stromversorgung war auch das benachbarte Bauamt neben dem Rathaus betroffen.

  • Brand in der Stromversorgung des Neuen Rathaus – BGPress 4293
    Brand in der Stromversorgung im Neuen Rathaus © Bernd Günther
  • Brand in der Stromversorgung des Neuen Rathaus – BGPress 4294
    Alle Mitarbeiter aus dem Neuen Rathaus mussten evakuiert werden © Bernd Günther
  • Brand in der Stromversorgung des Neuen Rathaus – BGPress 4295
    Brand in der Stromversorgung im Neuen Rathaus © Bernd Günther
  • Brand in der Stromversorgung des Neuen Rathaus – BGPress 4297
    Brand in der Stromversorgung im Neuen Rathaus © Bernd Günther
  • Brand in der Stromversorgung des Neuen Rathaus – BGPress 4304
    Der Brandraum musste erst von enercity stromlos geschaltet werden, bevor die Feuerwehr den Raum betreten konnte © Bernd Günther
  • Brand in der Stromversorgung des Neuen Rathaus – BGPress 4306
    Der Brandraum musste erst von enercity stromlos geschaltet werden, bevor die Feuerwehr den Raum betreten konnte © Bernd Günther
  • Brand in der Stromversorgung des Neuen Rathaus – BGPress 4310
    Der Bereich, in dem es brannte, wird mit einem Druckbelüftungsgerät rauchfrei geblasen © Bernd Günther
  • Brand in der Stromversorgung des Neuen Rathaus – BGPress 4318
    Ein Container mit Speziallöschmittel rückte ebenfalls an © Bernd Günther
  • Brand in der Stromversorgung des Neuen Rathaus – BGPress 4321
    Brand in der Stromversorgung im Neuen Rathaus © Bernd Günther
  • Brand in der Stromversorgung des Neuen Rathaus – BGPress 4324
    Ein Container mit Speziallöschmittel rückte ebenfalls an © Bernd Günther
Stadtteilgeschichte auf 32 „Bildungseimern“ entlang der Stadtbahnlinie 2 in Vahrenheide-Sahlkamp – Stadtteilgeschichte Linie 2

Stadtteilgeschichte auf 32 „Bildungseimern“ entlang der Stadtbahnlinie 2 in Vahrenheide-Sahlkamp

31. August 2020/in Hannover
HANNOVER (PM). Entlang der Stadtbahnlinie 2 sind jetzt insgesamt 32 bunt bemalte Mülleimer an allen Haltestellen zwischen Großer Kolonnenweg bis Alte Heide angebracht. Die ehemals grauen Abfallbehälter wurden während der vergangenen drei Schuljahre im Projekt „Bildungseimer“ von Schülerinnen und Schülern des 7. und 8. Jahrgangs der IGS Vahrenheide/Sahlkamp fantasievoll gestaltet.
Die Bildungseimer liefern mit ihren mosaikverzierten Schildern Informationen zum Stadtteil und seiner Geschichte. So wird etwa Wissenswertes vom Beginn des vergangenen Jahrhunderts, über den Bau des Mittellandkanals bis zur Bebauung des Stadtteils seit den 1970er Jahren vermittelt. 
 
Die Idee zu dem Projekt stammt von der ehemaligen stellvertretenden Schulleiterin der IGS Vahrenheide/Sahlkamp, Angelika Schoenheit, die es mit der künstlerischen Leiterin Iris Schmitt begleitete. „Wir haben uns unheimlich gesteigert und die letzten Eimer sind dank der ehemaligen Schüler aus Jahrgang 7 und 8 die allerschönsten überhaupt geworden“, freut sich die künstlerische Leiterin Iris Schmitt. Getragen wurde das Projekt vom städtischen Bereich Kinder und Jugendarbeit/Jugend stärken im Quartier, das wiederum durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben und den Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler auch von der Infrastrukturgesellschaft Region Hannover (infra) sowie der Üstra. Teilweise beteiligte sich der IGS/VS Förderverein außerdem an den Personalkosten. Ideengeberin Angelika Schoenheit denkt bereits über neue Ideen nach, „die unsere Schüler ähnlich sinnvoll mit ihrer Schule und ihrem Stadtteil verbinden“, sagte sie zum Ende des Projektes Bildungseimer.
Neue Dezernatsleitungen: Oberbürgermeister präsentiert Vorschläge – Dezernenten Stadt© jeweils privat

Neue Dezernatsleitungen: Oberbürgermeister präsentiert Vorschläge

28. August 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Drei Spitzenpositionen bei der Landeshauptstadt Hannover sind neu zu besetzen. Oberbürgermeister Belit Onay hat an diesem Freitag seine Vorschläge dazu präsentiert. Wie Onay auf einer Pressekonferenz erklärte, soll Lars Baumann (49) aus Hannover künftig das Personaldezernat leiten. Für das Baudezernat schlägt er Thomas Vielhaber (59) aus Arnsberg vor. Den Posten der Sozialdezernentin soll Sylvia Bruns (51) aus Hannover übernehmen. In der Ratsversammlung am 24. September stellen sich die Kandidatin und die beiden Kandidaten zur Wahl.

„Es ist uns gelungen, kompetente Köpfe zu gewinnen, die ausgewiesene Expertise und vielfältige Erfahrungen in ihren jeweiligen Ressorts mitbringen“, betonte der Oberbürgermeister.Er sieht die Stadtspitze künftig „hervorragend aufgestellt“.

Prof. Dr.Ing. Lars Baumann lehrt im Bereich Wirtschaftsinformatik und Verwaltungsinformatik an der Hochschule Hannover. Als Unternehmer ist er in der IT-Branche seit rund 20 Jahren als Berater aktiv und aktuell Geschäftsführer der probusiness Gruppe, die sich mit Organisationsentwicklung und agilem Projektmanagement befasst.

Thomas Vielhaber (59) arbeitet in der Stadt Arnsberg als Planungs- und Baudezernent. Zu den Tätigkeitsschwerpunkten des Diplom-Ingenieurs für Raumplanung gehören unter anderem nachhaltige Stadtentwicklung und Stadterneuerung, Baukultur und Historische Stadt, Wohnungs- und Wohnbauflächenpolitik, stadtverträgliche und integrierte Verkehrsplanung. Thomas Vielhaber wirkt in zahlreichen Arbeitsgruppen auf regionaler Ebene und überregionaler Ebene mit – so ist er etwa in die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung berufen.

Die Politikwissenschaftlerin Sylvia Bruns (51) ist Abgeordnete der FDP im Niedersächsischen Landtag.  Als Sprecherin für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Verbraucherschutz der FDP-Landtagsfraktion bringt die Hannoveranerin ausgewiesene Expertise für das Sozialdezernat der Landeshauptstadt mit. Vor ihrem Einzug in den Landtag im Jahr 2013 war sie in leitender Funktion bei der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Hannover tätig. Sylvia Bruns kennt das Neue Rathaus. Von 2011 bis 2016 war sie Mitglied des Rates der Landeshauptstadt und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion.

Mit dem Antritt der neuen Dezernent*innen wird eine längere Zeit von Vakanzen in der Führungsriege der Stadtverwaltung zu Ende gehen. Die Mitarbeitenden der Verwaltung und die Dezernent*innen Sabine Tegtmeyer-Dette, Rita-Maria-Rzyski, Konstanze Beckedorf, Dr. Axel von der Ohe und Uwe Bodemann hätten diese Situation gut im Griff gehabt, sagte Onay. Er bedankte sich für das „außerordentliche Engagement“.

„Ich bin mir sicher, dass es den neuen Dezernent*innen gelingt, entscheidende Impulse zu setzen“, erklärte Onay. Er sagte das auch im Hinblick auf die angestrebte Neugliederung der Stadtverwaltung und einen Neuzuschnitt der Dezernate. Das Konzept sieht sieben statt wie bisher sechs Dezernate vor. Der Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters wird verschlankt.

Das sei die Antwort auf die Herausforderungen, vor denen die Stadt stehe, sagte Onay. Er meinte damit die Konsequenzen der Corona-Pandemie sowie die großen Projekte der Stadt wie etwa die Mobilitätswende, die Digitalisierung, die Verbesserung der Servicequalität oder die Kulturhauptstadtbewerbung.

Kranwagen der Berufsfeuerwehr© Bernd Günther

Feuerwehr hebt Kleinwagen mit Kran aus Gleisbett

28. August 2020/in Hannover

HANNOVER-BOTHFELD (PM).  Die Feuerwehr Hannover musste am Donnerstagabend zu einem Verkehrsunfall in die Langenforther Straße ausrücken. Eine Person wurde leicht verletzt. Die Bergung des verunfallten Kleinwagens gestaltete sich aufwändig.

Gegen 20:15 Uhr war ein PKW an der Kreuzung Sutelstraße/Kugelfangtrift von der Straße abgekommen und in die neben der Fahrbahn verlaufende Gleisanlage der Stadtbahn geraten. Die zuerst eintreffenden Feuerwehrleute eines Hilfeleistungslöschfahrzeuges sicherten die Einsatzstelle ab, übernahmen die notfallmedizinische Versorgung der leicht verletzten Fahrerin und übergaben sie einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung.

Die anschließende Bergung des Unfallfahrzeuges gestaltete sich technisch aufwändig. Da der PKW nicht mit einfachen Mitteln aus dem Gleisbett gezogen werden konnte, forderten die Einsatzkräfte einen Feuerwehrkran und ein Wechselladerfahrzeug mit Kranzubehör zur Einsatzstelle nach. Zur Bergung musste zunächst der Strom der Oberleitung abgeschaltet und diese durch die ÜSTRA (Hannoversche Verkehrsbetriebe) geerdet werden. Die Feuerwehrleute verschafften sich durch die Entfernung eines Zaunelements und eines Baumes Zugang zum PKW. Daraufhin konnte dann das Unfallfahrzeug mittels Ladekran des Wechselladerfahrzeuges an allen vier Rädern von den Gleisen gehoben und auf dem Grünstreifen abgestellt werden.

Feuerwehr und Rettungsdienst der Landeshauptstadt Hannover waren mit 5 Fahrzeugen und 12 Einsatzkräften für rund zwei Stunden im Einsatz. Die Höhe des Sachschadens muss noch ermittelt werden. Zur Unfallursache ermittelt die Polizei.

MHH und Johanniter kooperieren im Ausbildungsverbund Pflege – JUH Kranich

MHH und Johanniter kooperieren im Ausbildungsverbund Pflege

27. August 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Johanniter-Akademie arbeiten künftig bei der generalistischen Pflegeausbildung in der Region Hannover zusammen. Heute haben die Partner in der MHH einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der es ermöglicht zukünftig jungen Menschen eine generalistische Pflegeausbildung anzubieten. Die Partnerschaft hat sich aus dem neuen, am 1. Januar 2020 in Kraft getretenen Pflegeberufegesetz ergeben, das drei bisher unterschiedliche Berufe vereint. Hierfür braucht es starke Partner.

Die neue Pflegedirektorin der MHH Vera Lux und die Leitung der Bildungsakademie Pflege Juliane Annussek sind sich einig: „Mit dieser Kooperation haben wir eine verlässliche Basis geschaffen, um die bestmögliche Pflegeausbildung zu gewährleisten, bei der die Absolventinnen und Absolventen in allen Settings von Pflege Menschen jeden Alters arbeiten können. “

Alle Auszubildenden erhalten zwei Jahre lang eine gemeinsame, generalistisch ausgerichtete Ausbildung, in der sie einen Vertiefungsbereich in der praktischen Ausbildung wählen. Auszubildende, die im dritten Ausbildungsjahr die generalistische Ausbildung fortsetzen, erwerben den Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“.

Theorie in den Bildungsakademien von MHH und Johanniter-Akademie

Die Johanniter-Akademie und die MHH-Bildungsakademie Pflege haben den Theorieteil gemeinsam mit der Fachhochschule Münster entwickelt. Herausgekommen ist das „Kompetenzorientierte und anschlussfähige Curriculum Hannover“ (KraniCH), das auf einer umfassenden Berufsfeldanalyse basiert. „Beide Partner haben ihre Stärken eingebracht und ein schlüssiges Ausbildungskonzept erarbeitet“, sagt Kersten Enke, Leiter der Johanniter-Akademie. „Die Grenze zwischen den Pflegeberufen wird zugunsten einer Ausbildung, die den aktuellen und den zukünftigen Anforderungen in der professionellen Pflege gerecht werden kann, aufgehoben. Darüber hinaus erhalten die Absolventinnen und Absolventen einen europaweit anerkannten Abschluss.“

Praktische Erfahrungen in stationärer, ambulanter und Langzeitpflege

Im praktischen Teil ihrer Ausbildung werden die Schülerinnen und Schüler künftig die drei Bereiche „stationäre Akutpflege“ (in der MHH), „ambulante Pflege“ und „stationäre Langzeitpflege“ (beides in Pflegeheimen bzw. ambulanten Pflegediensten) durchlaufen.

Die ersten 100 Auszubildenden in der generalistischen Pflege werden im Oktober beginnen, der nächste Ausbildungsstart ist voraussichtlich im März 2021 geplant.

Dülmener Pferd auf Meyers Hof im Erlebnis-Zoo angekommen – Jacob Zoo

Dülmener Pferd auf Meyers Hof im Erlebnis-Zoo angekommen

27. August 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). Dülmener Pferde gelten als ausgesprochen robust, gleichzeitig als freundlich, gutmütig, genügsam und lernbegierig. Und als extrem gefährdet. Seit einer Woche lebt mit dem Dülmener Pferd „Jakob“ ein Vertreter einer weiteren bedrohten Haustierrasse auf dem Bauernhof im Erlebnis-Zoo Hannover. „Jakob ist ein ganz Lieber“, charakterisieren ihn die Tierpfleger. 

Der zwölfjährige Wallach hat graufalbes Fell und eine dichte Mähne. Exmoor-Pony Mona war vom ersten Augenblick an begeistert von ihrem neuen Gesellschafter. Kaum wurde Jakob in den Stall geführt, macht sie mit allen Exmoor-Pony-Mitteln auf sich aufmerksam. Und auch wenn Jakob erst einmal damit beschäftigt war, seine neue Umgebung kennenzulernen, waren die beiden spätestens beim ersten Treffen auf der Weide ein Herz und eine Seele.

Mona, die in diesem Jahr ihren langjährigen Partner Bruno verloren hatte, gesellte sich sofort zu dem eher schüchternen Wallach. Nur beim Fressen zeigt sie, dass sich der Neuling gerne zurückhalten darf. Tut er dann auch.

Weniger zurückhaltend ist Jakob den beiden Kühen gegenüber. Auf Meyers Hof teilen sich die Ponys die große Weide mit einem Altdeutschen Schwarzbunten Niederungsrind und einem Harzer Rotvieh – beides ebenfalls stark bedrohte Haustierrassen. „Kühe kannte Jakob vorher noch nicht“, erzählt Tierpfleger Carsten Heinß, „jetzt muss erst einmal die Rangordnung festgestellt werden.“ Und so beschnuppern sich Kuh und Pferd zurzeit ausgiebig.

Geboren 2008 in Dülmen, lebte das Dülmener Pferd seit 2011 auf dem Landschaftspflegehof Tütsberg in der Lüneburger Heide, wo er in der Dülmener Ponyherde zur Landschaftspflege eingesetzt wurde.

Seit 1994 steht das Dülmener Pferd auf der Roten Liste der der GEH (Gesellschaft zum Erhalt alter und gefährdeten Nutztierrassen) als „extrem gefährdet“. Nur noch etwa 400 Tiere leben im „Merfelder Bruch“, heute ein Naturreservat, geschützt seit Mitte des 19. Jahrhunderts von der Familie Herzog von Croÿ.

Bereits 1316 wurden die Dülmener Pferde urkundlich im Merfelder Bruch erwähnt – damals betrug ihr Lebensraum eine Fläche von mehreren tausend Hektar. Mit fortschreitender Kultivierung und Inbesitznahme des Landes wurden die Pferde immer mehr in den Bereich des Merfelder Bruches zurückgedrängt.

„Wir freuen uns sehr, mit Jakob eine weitere stark bedrohte Haustierrasse vorstellen und auf ihren dringend benötigten Schutz aufmerksam machen können“, so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegehof Tütsberg, von dem das Dülmener Wildpferd stammt, passe bestens zum Erlebnis-Zoo. Wie auf Meyers Hof, werden auf Hof Tütsberg bedrohte Haustierrassen erhalten. Zudem setzt sich der Hof – der zur Stiftung Naturschutzpark gehört – für die umweltschonende Bewirtschaftung seiner landwirtschaftlichen Nutzflächen ein. Die ausgedehnten Heideflächen werden durch Heidschnucken gepflegt, die die Heide beweiden. Auch die Dülmener Pferde werden dort zur Landschaftspflege durch Beweidung eingesetzt.

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