Hitzewelle Deutschland: DWD warnt ungewöhnlich lange vor Hitze
Die aktuelle Warnperiode könnte zu den längsten seit Einführung des Hitzewarnsystems gehören.
OFFENBACH (redu) – Die Hitzewelle Deutschland hält nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes weiter an und bringt verbreitet starke bis extreme Wärmebelastung. Seit dem 18. Juni gibt der DWD Hitzewarnungen aus; die Warnperiode könnte bis Anfang kommender Woche andauern.
Die frühe Dauer der Warnlage gilt laut DWD als außergewöhnlich. Besonders belastend sind neben hohen Temperaturen auch Schwüle, fehlender Wind und warme Nächte.
Die Hitzewelle Deutschland betrifft nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vor allem den Westen, Südwesten und die Mitte, sehr heiße Luft bestimmt aber fast das ganze Land. Auslöser ist ein stabiles Hochdruckgebiet im Rahmen eines größeren europäischen Hitzeereignisses mit Schwerpunkt über Frankreich.
Lange Warnperiode im Juni
Seit Einführung des DWD-Hitzewarnsystems im Jahr 2005 wurde laut Wetterdienst noch nie so früh im Jahr eine Warnperiode dieser Länge registriert. Nach aktuellem Stand rechnet der DWD mit warnwürdigen Bedingungen bis einschließlich Montag, 29. Juni.
Die Belastung bemisst der DWD nicht nur an der gemessenen Temperatur. Entscheidend ist die Gefühlte Temperatur. Dabei fließen Lufttemperatur, Luftfeuchte, Wind, Strahlung und auch die nächtliche Innenraumtemperatur ein.
Städte besonders belastet
In Städten fällt die Wärmebelastung deutlich höher aus als im Umland. Versiegelte Flächen speichern Hitze, zugleich kühlen Innenstädte nachts schlechter ab. Der DWD verweist beispielhaft auf München, wo zwischen Stadt und Umland eine Differenz von mehr als sechs Grad gemessen wurde.
Am Wochenende erwartet der DWD den Höhepunkt der aktuellen Hitzephase. Vielerorts sind sehr hohe Temperaturen möglich, die Gefühlte Temperatur kann in weiten Teilen Deutschlands in den Bereich extremer Wärmebelastung steigen.
Der Wetterdienst rät dazu, körperliche Belastungen in den heißesten Tagesstunden zu vermeiden, ausreichend zu trinken und kühle oder schattige Orte aufzusuchen. Besondere Aufmerksamkeit benötigen ältere Menschen, Kinder, Schwangere, Vorerkrankte und Menschen mit hoher beruflicher oder sozialer Belastung.
Bei Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, sehr hoher Körpertemperatur oder Kreislaufkollaps kann ein Hitzschlag vorliegen. Dann handelt es sich um einen medizinischen Notfall, bei dem umgehend der Notruf gewählt werden sollte.









