Arzneimittel bei Hitze: Apotheker raten zur Beratung vor Hitzewelle
Apotheker warnen vor Risiken durch hohe Temperaturen und empfehlen eine frühzeitige Beratung zur Arzneimitteltherapie.
BERLIN (redu) – Mit Blick auf die bevorstehende Hitzewelle empfehlen Apothekerinnen und Apotheker Menschen mit dauerhafter Medikamenteneinnahme eine frühzeitige Beratung. Arzneimittel bei Hitze können ihre Wirkung verändern oder besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich machen.
Längere Hitzeperioden können den Wasserhaushalt beeinflussen und die Aufnahme bestimmter Wirkstoffe verändern. Fachliche Beratung soll helfen, gesundheitliche Risiken zu vermeiden.
Risiken bei Wirkstoffpflastern
Besonders bei Arzneimittel bei Hitze können unerwartete Auswirkungen auftreten. Darauf weist die Bundesapothekerkammer hin. Vor allem Menschen, die dauerhaft verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen, sollten ihre Therapie nicht eigenständig verändern, sondern Rücksprache mit der Apotheke halten.
Probleme können unter anderem bei arzneimittelhaltigen Pflastern entstehen, die beispielsweise gegen starke Schmerzen eingesetzt werden. Durch hohe Temperaturen wird die Haut stärker durchblutet. Dadurch kann mehr Wirkstoff in den Blutkreislauf gelangen als vorgesehen.
Patientinnen und Patienten sollten deshalb keinesfalls eigenmächtig die Dosierung verändern. Auch nach dem Entfernen eines Pflasters kann die Wirkung noch über einen gewissen Zeitraum anhalten.
Wasserhaushalt im Blick behalten
Hohe Temperaturen führen häufig zu verstärktem Schwitzen und damit zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust. Bestimmte blutdrucksenkende Medikamente, darunter Entwässerungsmittel, können diesen Effekt zusätzlich verstärken. Mögliche Folgen sind Austrocknung, Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen.
Die Bundesapothekerkammer empfiehlt Betroffenen, während längerer Hitzeperioden ihr Körpergewicht regelmäßig zu kontrollieren und auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit und Elektrolyten zu achten. Ob eine zeitweise Anpassung der Medikation notwendig ist, sollte individuell mit Fachpersonal besprochen werden.
Viele Apotheken bieten zudem Botendienste an und liefern dringend benötigte Arzneimittel direkt nach Hause. Dabei gelten die vorgeschriebenen Temperaturvorgaben für Lagerung und Transport. Nicht kühlpflichtige Medikamente sollen zwischen 15 und 25 Grad Celsius gelagert werden, kühlpflichtige Arzneimittel wie Insulin zwischen 2 und 8 Grad Celsius.










