Jahresübung des Brandschutzabschnittes I: 108 Einsatzkräfte trainieren realistische Szenarien

Waldbrandbekämpfung und Kommunikationsstrategien: Feuerwehr und DRK absolvieren Übung in Scheuen

REGION HANNOVER / SCHEUEN (redu)Die Feuerwehrbereitschaft des Brandschutzabschnittes I, bestehend aus den Städten Garbsen, Neustadt und Wunstorf, führte am vergangenen Wochenende ihre Jahresübung auf dem Ausbildungsgelände des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Scheuen durch. Im Fokus stand die Waldbrandbekämpfung, einschließlich Wasserversorgung und Kommunikation.

Die Feuerwehrbereitschaft des Brandschutzabschnittes I, bestehend aus den Städten Garbsen, Neustadt und Wunstorf, absolvierte am vergangenen Wochenende ihre Jahresübung auf dem Ausbildungsgelände des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Scheuen. Hauptthema der Übung war die Waldbrandbekämpfung, inklusive Wasserversorgung und Kommunikation. Die Übungsleitung hatte der stellvertretende Brandschutzabschnittsleiter Martin Höflich inne, während Branddirektor Stefan Lammers, Leiter des Präsidialbüros des NLBK, die Einheit vor Ort begrüßte und durch das Gelände führte.

Bereits am Freitagabend trafen die Verbandsführung sowie die Verpflegungseinheit in Scheuen ein, um erste Vorbereitungen zu treffen und den Verpflegungsplatz aufzubauen. Am Samstagmorgen folgten die weiteren vier Züge der Bereitschaft. Zwei Züge wurden sofort in den Einsatz geschickt. Der erste Zug bekämpfte einen simulierten Waldbrand in einem mit künstlichem Nebel verrauchten Waldstück, während der dritte Zug die Wasserversorgung über eine Strecke von 550 Metern aufbaute. Im Laufe des Vormittags erfolgte der Austausch der Einheiten, wobei der zweite Zug den ersten und der fünfte Zug den dritten ablöste.

Die Brandbekämpfung wurde durch das Lösen und Einsammeln von Flatterbändern simuliert, die als „Flammen“ dienten. Zudem wurde eine verletzte Person, dargestellt durch eine Dummypuppe, aus dem Wald gerettet und den Kräften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übergeben. Nach einer Mittagspause informierten Tim Kröger und Thorsten Dannenberg von der Notfallseelsorge des Kirchenkreises Wunstorf-Neustadt die Zugführer über ihren Service.

Am Nachmittag stand ein weiteres Einsatzszenario an: Ein Waldbrand drohte auf ein Munitionsdepot überzugreifen. Alle Züge waren in den Schutz des Gebäudes und die Brandbekämpfung eingebunden. Die Wasserversorgung wurde durch ein Wasserbecken, einen Hydranten und Tanklöschfahrzeuge sichergestellt. Die Übung beinhaltete auch inszenierte und spontane Probleme, wie einen fiktiven Verkehrsunfall und technische Defekte, die eine flexible Einsatzplanung erforderten.

Die Übung endete mit einer Manöverkritik, bei der nur kleinere Verbesserungen festgestellt wurden. Insgesamt waren 108 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK mit 34 Fahrzeugen beteiligt. Die Übernachtung erfolgte in den Unterkunftsgebäuden des NLBK, und der Verpflegungszug stellte drei Mahlzeiten täglich bereit. Der Samstagabend bot Gelegenheit für geselliges Beisammensein und den Austausch zwischen den Feuerwehrleuten. Am Sonntag wurde das Übungsgelände genauer besichtigt, bevor die Züge am Mittag wieder abrückten.

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