HANNOVER (PM/red.). Am heutigen Mittwoch (30.12.2020) besuchte der Ministerpräsident Stephan Weil das Agnes Karll Krankenhaus in Laatzen kurz vor dem Jahreswechsel.
Stephan Weil: „Herzlichen Dank, dass ich heute das Agnes Karll Krankenhaus in Laatzen besuchen durfte. Hintergrund meines Besuchs hier ist, dass wir jetzt vor einem Jahreswechsel stehen, der aus unterschiedlichen Gründen bitte ein besonders stiller Jahreswechsel sein sollte. Ich habe mich erkundigt, wie normalerweise eine Silvesternacht in einer Notaufnahme aussieht. In einer normalen Silvesternacht habe man, so hat man mir hier berichtet, etwa 50 % mehr Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme. Es kommen viele Menschen, die viel zu viel Alkohol getrunken haben, es kommen viele Menschen, die sich beim Böllern verletzt haben und es kommen viele Menschen, für die beides gilt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben erzählt, dass in den Silvesternächten aufgrund der vielen Betrunkenen besonders schwierige Arbeitsbedingungen herrschen.
Der Bundesgesetzgeber hat klugerweise in diesem Jahr den Verkauf von Silvesterfeuerwerk verboten. Viele Kommunen haben auf belebten Straßen und Plätzen das Abbrennen von Böllern und Raketen untersagt. Meine herzliche Bitte an die Menschen in Niedersachsen ist, sich in diesem Jahr das Böllern und das Anzünden von Raketen möglichst ganz zu verkneifen.
Die in den Notaufnahmen unserer Krankenhäuser arbeitenden Pflegerinnen und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte sind in diesem Jahr auch ohne die zusätzlichen Belastungen der Silvesternacht schwer gefordert. Sie müssen zahlreiche an Corona Erkrankte betreuen und auch bei allen anderen Patientinnen und Patienten mit hohem Aufwand vorsorglichen Infektionsschutz betreiben.
Bei den Überlegungen, wie denn in diesem Jahr der Jahreswechsel zu gestalten sei, mögen deshalb bitte alle Bürgerinnen und Bürger zu dem Ergebnis gelangen: Möglichst ruhig, möglichst zu Hause und mit möglichst wenigen Personen! Tun Sie das bitte, um sich selbst und andere vor Infektionen zu schützen und um diejenigen zu schonen, die in den Kliniken, bei den Feuerwehren und in den Notfallambulanzen in diesem Jahr ohnehin einen noch sehr viel härteren Dienst verrichten müssen als in anderen Jahren.
Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen in den Krankenhäusern in Niedersachsen Tätigen. Sie haben in den letzten zehn Monaten Herausragendes geleistet und viele Menschen gerettet. Meine Bitte an alle Bürgerinnen und Bürger: Sorgen wir dafür, dass es in diesem Jahr in den Notaufnahmen ruhig bleibt!“
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