Hochhausbrand in Laatzen: Brandetage nach Feuer unbewohnbar
Bei einem Feuer in der Wohnscheibe am Marktplatz rettete die Feuerwehr mehrere Bewohner. Drei Wohnungen bleiben unbewohnbar.
LAATZEN (redu) – Bei einem Hochhausbrand in der Wohnscheibe am Marktplatz in Laatzen-Mitte hat die Feuerwehr am Freitagabend mehrere Bewohner gerettet. Drei Menschen wurden über eine Drehleiter in Sicherheit gebracht. Die betroffene Brandetage ist derzeit unbewohnbar.
Der Einsatz betraf eines der markanten Hochhäuser im Zentrum von Laatzen. Neben umfangreichen Rettungsmaßnahmen waren auch Evakuierungen, Lüftungsarbeiten und technische Kontrollen erforderlich.
Nach der Alarmierung um 19:43 Uhr rückte die Feuerwehr Laatzen mit zahlreichen Einsatzkräften zur Wohnscheibe am Marktplatz aus. Vor Ort stellten die Kräfte eine starke Rauchentwicklung aus der fünften Etage fest. Auf einem Balkon an der Gebäuderückseite wartete eine Familie auf Hilfe.
Der Einsatzleiter erhöhte daraufhin die Alarmstufe. Während viele Bewohner das Gebäude eigenständig verlassen konnten, rettete die Feuerwehr die dreiköpfige Familie über eine Drehleiter.
Rettung über Balkon
Parallel speisten Einsatzkräfte die Steigleitung des Hochhauses mit Wasser ein und gingen unter Atemschutz in die Brandetage vor. Dort brannte Unrat in einem Vorflur. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden.
Im weiteren Einsatzverlauf öffnete die Feuerwehr mehrere Wohnungstüren auf der betroffenen Etage und brachte zwei weitere Personen mit Fluchthauben ins Freie. Die starke Rauchentwicklung hatte sich jedoch bereits auf die darüberliegenden Stockwerke ausgebreitet.

Gerümpelbrand in einem Hochhaus am Marktplatz in Laatzen führte zu größerem Feuerwehreinsatz. © Bernd Günther
Wohnungen kontrolliert und gelüftet
Die Wohnungen zwischen der sechsten und zehnten Etage wurden kontrolliert und gelüftet. Nach Abschluss der Maßnahmen konnten die meisten Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.
Unbewohnbar bleiben nach Angaben der Feuerwehr drei Wohnungen auf der Brandetage. Für betroffene Bewohner wurden alternative Unterkünfte organisiert. Bürgermeister Kai Eggert koordinierte die Unterbringung einer Familie in einem Hotel.
Nach Abschluss der Löscharbeiten überprüfte ein Elektriker die Hauselektrik. Dabei wurde festgestellt, dass sich Wasser in den Verteilerkästen des Gebäudes befand. Der gesamte Wohnkomplex musste deshalb stromlos geschaltet werden. Wie lange die Einschränkungen andauern werden, war zunächst unklar.
Während die Bewohner vorübergehend im geöffneten Leine Center untergebracht waren, kam es dort zu Sachbeschädigungen. Die eingesetzten Polizeikräfte griffen ein.
Gegen 0:15 Uhr war der Einsatz weitgehend beendet. Insgesamt waren 42 Feuerwehrleute mit acht Fahrzeugen sowie Rettungsdienst, Polizei und der Kriminaldauerdienst im Einsatz. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden noch in der Nacht aufgenommen.









