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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

Der echt andere General Store – BGPress 2965

Der echt andere General Store

11. August 2020/in Panorama

HANNOVER (PM). Der General Store in der kanadischen Themenwelt Yukon Bay im Erlebnis-Zoo Hannover ist wie der Claim des Zoos … echt anders!

Als vier Stinktier-Brüder beschlossen, den General Store zu ihrem neuen Hauptquartier zu machen, wurden Shop und Café in der heimeligen Blockhütte schnellsten verlassen. Man diskutiert eben nicht lange mit Stinktieren! Zurück blieben Regale und Anrichten, die kleine Küche, Gemüsekisten und Säcke, sogar die alte Waage steht noch auf dem Verkaufstresen. Zwischen all dem wuseln jetzt die vier Brüder Joe, Jack, William und Averell umher.

Heute wurde der etwas andere General Store für die Zoobesucher offiziell eröffnet. Der ehemalige Laden ist das neue Zuhause für einheimische Tiere Kanadas: In der tierischen Wohngemeinschaft leben neben den Stinktieren nun auch Rothörnchen und Rote Kardinäle (und in Kürze schopfwippende Schopfwachteln).

Tatsächlich war die Blockhütte vor dem Einzug der Tiere ein Shop und Informationszentrum. In den vergangenen Monaten wurde die Blockhütte vom Zooteam größtenteils in Eigenarbeit umgebaut und liebevoll detailliert ausgestattet. Alles sieht genauso aus, als seien die Ladenbesitzer nur mal eben vor die Tür gegangen.

Zoobesucher können die neuen Tiere sowohl in ihrer außergewöhnlichen Behausung als auch im angebauten Außengehege beobachten. Eine Glasscheibe trennt Mensch und Stinktier, denn so niedlich die marderartigen kleinen Raubtiere mit ihren Knopfaugen, der kleinen (sehr guten!) Nase und dem lustigen weißen Streifen auf schwarzem Fell auch aussehen, sollte man doch aufpassen: Das Stinktier verdankt seinen Namen einem außerordentlich übelriechenden Sekret, das es aus zwei neben dem After sitzenden Drüsen auf seine Angreifer spritzen kann. Und der wird es lange bereuen, ein Stinktier gereizt zu haben: Die Duftnote – ein Bouquet aus Knoblauch, Schwefelkohlenstoff und angebranntem Gummi – bleibt lange haften…

Gegenüber von den Stinktieren haben es sich die Rothörnchen gemütlich gemacht. Dort steht übrigens auch der Safe des Stores – wer an den will, muss nun erst einmal an den quirligen Rothörnchen vorbei! Die beiden wuseln emsig zwischen Regalen, Tisch und Stühlen umher, deponieren Samen und Zapfen für den Winter in den Regalen und hängen gerne Pilze zum Trocknen auf.

Die Vögel im General Store sind eher für die Modeberatung zuständig. Der Rote Kardinal bringt jedenfalls Farbe ins Spiel (wenn er ausgewachsen ist). Ausgewachsen hat er ein scharlachrotes Gefieder, einen roten Schnabel und eine auffallende Federhaube auf dem Kopf. Das Weibchen hat einen orangen Schnabel, bräunliches Gefieder mit bunten Akzenten an den Flügeln und trägt wie der Hahn eine Federhaube auf dem Kopf, allerdings in zartem orange-rosa.

Gemeinsam sorgen die Kardinäle auch für die Hintergrundmusik des Ladens: Die als „Virginische Nachtigall“ bekannten Vögel stimmen gerne im Duett ihre Lieder an, die mit lauten Flöten- und Pfeiftönen beginnen und dann leiser ausklingen.

Wenn in Kürze die Schopfwachteln ankommen, könnte man meinen, in einem Hutladen zu sein. Während die Federhaube der Kardinäle mit ihrer leuchtenden Farbe beeindruckt, wird die wippende schwarze Schopffeder der Wachteln jeden Beobachter lächeln lassen. Der trippelnde Gang der Vögel bringt die sechs nach vorne gerichteten Kopffedern beständig in Schwung.

Übrigens: Der etwas andere Laden liegt am Ende des Weges durch Yukon Bay, vorbei an der Goldwäsche und dem Eulen-Turm.

WarnWetter-App 3.0 interaktiv: Wetterereignisse selber melden – 20200720 Warnwetter app Abb2

WarnWetter-App 3.0 interaktiv: Wetterereignisse selber melden

5. August 2020/in Panorama

OFFENBACH (PM). Die Nutzerinnen und Nutzer der WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes (DWD) können ab sofort Wettereignisse wie Starkregen oder Stürme und deren Auswirkungen wie Überschwemmungen oder umgestürzte Bäume direkt in der App eingeben. Diese Meldungen und Fotos werden auf einer Deutschlandkarte angezeigt.

Der DWD nutzt die Angaben zur Verbesserung seiner Vorhersageverfahren, der darauf aufbauenden Warnungen und für die damit verbundene Qualitätssicherung. Hans-Joachim Koppert, Vorstandsmitglied und Leiter Wettervorhersage des DWD: „Ich freue mich, dass unsere WarnWetter-App jetzt interaktiv ist. Mit Crowdsourcing können wir unsere Nutzer aktiv und zum gegenseitigen Vorteil in das Warnmanagement des nationalen Wetterdienstes einbinden. Zugleich profitieren wir von deren Beobachtungen.“

Auf Wunsch vieler Nutzer der App bietet der DWD in seiner kostenpflichtigen Vollversion 3.0 der WarnWetter-App jetzt einen persönlichen Startbildschirm an. Individuell konfigurierte und ausgewählte Inhalte der App können über Vorschaukacheln auf der Startseite angezeigt werden. Eine neue Favoritenansicht im Startbildschirm zeigt die vorhergesagten Tageswerte des Niederschlags und der Temperatur grafisch aufbereitet so an, dass der Wettertrend der kommenden Tage auf einen Blick erkennbar ist. Koppert: „Mit Hilfe unserer Nutzer verbessern wir nicht nur kontinuierlich die Inhalte der WarnWetter-App. Das gilt auch für die Darstellung der meteorologischen Fakten. Die App muss intuitiv verständlich sein und durch einfache Bedienung überzeugen.“

Auch die kostenlose, ausschließlich auf explizite Warnungen vor Wettergefahren konzentrierte Version der App bietet jetzt einen individuell konfigurierbaren Startbildschirm an. Die Millionen Anwender beider Versionen werden in den kommenden Tagen automatisch über das verfügbare Update informiert. Die Warnwetter-App 3.0 istunter „WarnWetter“ in den Stores von Google und Apple abrufbar. Die Vollversion kostet für neue Nutzer einmalig 1,99 Euro.

Die Hauptfunktionen der Vollversion der WarnWetter-App des DWD

Neu bei WarnWetter 3.0:

  • WarnWetter-Nutzer können Wetterereignisse und deren Auswirkungen melden. Sie werden in der App angezeigt
  • Persönlicher Startbildschirm ermöglicht individuelle Auswahl und Konfiguration der Inhalte, die über Vorschaukacheln angezeigt werden sollen
  • Neue Favoritenansicht im Startbildschirm ermöglicht grafische Anzeige    der Temperaturen zur schnellen Erfassung des Temperaturtrends
  • Und: viele kleine Verbesserungen wie zum Beispiel Böenvorhersagen in der Kartendarstellung

 Weitere Funktionen:

  • Amtliche Warnungen zur Warnsituation, Infos zur Warnlageentwicklung
  • Individuell konfigurierbare Warnelemente und Warnstufen
  • Zuschaltbare Alarmierungsfunktion bei Änderung der Warnlage vor Ort
  • Frühe Alarmierung durch ‚Vorabinformation Unwetter‘ als Push-Nachricht
  • Unwettervideos aus dem DWD-TV-Studio bei größeren Unwetterlagen
  • ‚Zeitstrahl‘ für den Wetterverlauf über insgesamt neun Tage
  • Möglichkeit der parallelen Einblendung mehrerer Wetterphänomene
  • Aktuelle Wetterradarbilder mit Anzeige der georteten Blitze und Extrapolation für die kommenden zwei Stunden
  • Aktueller Warnmonitor für Gewitter, Glatteis, Starkregen und Schneefall
  • Integrierte Hitzewarnungen und Angaben zur lokalen Wärmebelastung
  • UV-Warnungen in Ortsansicht und als flächige Karte
  • Hochwasserwarnungen und Hochwasserlage in den Bundesländern
  • Sturmflutwarnungen, Wasserstandvorhersagen für die deutsche Küste
  • Einschätzung der Lawinengefahr für Stationen der Bayerischen Alpen
  • Waldbrandgefahren-Index und Graslandfeuer-Index
  • Teilen von Warninformationen in Social Media
  • Weitere Wetterinformationen zur Personalisierung des Unwetterrisikos
DRK-Wasserwacht: Schwimmkurse in Schulen flächendeckend anbieten – WW Wachdienst

DRK-Wasserwacht: Schwimmkurse in Schulen flächendeckend anbieten

5. August 2020/in Panorama

BERLIN (PM). Die Nachrichten über tödliche Badeunfälle reißen nicht ab. Unter den Todesopfern sind auch viele Kinder und Jugendliche. Zum Beginn des neuen Schuljahres fordert die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Schwimmunterricht deutschlandweit an allen Schulen anzubieten und durchzuführen.

„Der Schwimmunterricht ist gesetzlich fest in den länderspezifischen Lehrplänen verankert, wird aber nicht flächendeckend umgesetzt – weil es nicht mehr genügend Bäder gibt, die Anfahrtswege dadurch oft zu lang für eine Schwimmstunde sind, oder weil Schwimmlehrer fehlen. Das muss sich ändern, damit Kinder aller Bevölkerungsgruppen schwimmen lernen können“, sagt Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten dieses Jahr bisher kaum Schwimmkurse stattfinden. „Dadurch fehlt es vielen Kindern und Jugendlichen an Wissen und Übung im Wasser. „Das muss schnell nachgeholt werden, denn nur so können sie lernen, sich sicher im Wasser aufzuhalten und auf Gefahren wie Strömungen oder Sog zu reagieren. Eine angemessene Selbsteinschätzung kann Leben retten“, sagt Paatz.

Das gelte für Jung und Alt, sagt Paatz weiter: „Die meisten Badeunfälle hängen mit Überschätzung der eigenen Schwimmfähigkeit und Leichtsinn zusammen und passieren in natürlichen Gewässern wie Meeren, Seen und Flüssen. Diese sind nicht immer durch eine Badeaufsicht bewacht, wir appellieren daher an alle, nur an gesicherten Badestellen ins Wasser zu gehen und die Baderegeln zu beachten: Niemals allein ins Wasser gehen, sondern mindestens zu zweit. Vorher abkühlen, nie mit vollem Magen oder unter Alkoholeinfluss baden. Andere nicht schubsen oder untertauchen, nie in unbekanntes oder trübes Gewässer springen. Absperrungen und Bojen beachten, Booten nicht zu nah kommen.“

Eltern sollten ihre Kinder nie aus den Augen lassen, Nichtschwimmer sollten am Ufer bleiben. „Als schwimmfähig gilt erst, wer mindestens das Schwimmabzeichen Bronze hat, also mindestens 200 Meter dauerschwimmen, 2 Meter tief tauchen und kopfwärts ins Wasser springen kann“, sagt Paatz weiter.

Die rund 140.000 Ehrenamtlichen der Wasserwacht sichern 3000 deutsche Badegewässer und retten jährlich rund 250 Menschen vor dem Ertrinken.

Fridays for Future kündigt globalen Klimastreik für den 25. September 2020 an – SR 1277367© Bernd Günther

Fridays for Future kündigt globalen Klimastreik für den 25. September 2020 an

24. Juli 2020/in Panorama

MÜNSTER (PM). Die Klimagerechtigkeitsbewegung Fridays For Future kündigt für den 25. September einen globalen Klimaaktionstag an. Bundesweit werden in hunderten Städten Protestaktionen stattfinden, um auf die Dringlichkeit und globale Ungleichheit der Klimakrise aufmerksam zu machen. Zudem wird es weltweit Aktionen und Streiks zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze geben.

„Bereits in den kommenden Jahren könnten wir die im Pariser Klimaabkommen vereinbarte 1,5-Grad-Grenze überschreiten. Zeitgleich fließen im Rahmen der Corona-Aufbauprogramme auch in Deutschland und der EU Milliarden in Kohle, Öl und Gas. Um die Klimakatastrophe zu verhindern dürfen von nun an keine Entscheidungen mehr getroffen werden, die die Einhaltung von Paris verhindern und Millionen Menschen gefährden“, so Line Niedeggen aus Heidelberg.

In tausenden Städten weltweit plant Fridays For Future den gesamtgesellschaftlichen Protest. Neben Demonstrationen unter Einhaltung der Hygieneauflagen sind auch weitere Aktionen wie Menschenketten, Fahrradstreiks oder Kunstaktionen für den Aktionstag im September geplant. Im März hatte die Bewegung ihre Proteste aufgrund der Coronapandemie ins Netz verlegt und zu gesundheitlich unbedenklichen Aktionen aufgerufen wie z.B zu einer großen Schilderaktion vor dem Bundestag am 24. April.

„Vor einem Jahr haben wir im September die größten Proteste des wiedervereinigten Deutschlands organisiert und die gesellschaftlichen Mehrheiten im Klimaschutz aufgezeigt. Noch immer gibt es auch im deutschen Bundestag keine Partei, die einen Plan zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels vorgelegt hat. Um die weltweiten Folgen der Klimakrise abzuschwächen, werden wir nach den katastrophalen Entscheidungen im laufenden Jahr wie der Verzögerung des Kohleausstiegs diesen gesellschaftlichen Druck am 25. September wieder deutlich machen“, so Carla Reemtsma aus Münster.

Junger Wilder auf Meyers Hof – Harzer Rotvieh© Erlebniszoo-Hannover

Junger Wilder auf Meyers Hof

24. Juli 2020/in Panorama

HANNOVER (PM). Auf dem Zoobauernhof erkundet der jüngste Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover sein Reich: Harzer Rotvieh Kälbchen Karl kam in der Nacht zum 20. Juli auf dem Zoobauernhof zur Welt. Seinen Namen haben dieses Mal die Tierpflege-Azubis ausgewählt. Sie suchten nach schönen, altdeutschen Namen für den Nachwuchs von Kuh Irma – ganz nach der Tradition des Zoobauernhofs, der bedrohte, altdeutsche Haustierrassen beherbergt.

Denn Karl zählt als Rotes Höhenvieh zu den seltenen Haustierrassen und steht als „gefährdet“ auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH). Gab es ursprünglich im Jahr 1896 noch über 134.000 Tiere, schrumpfte der Bestand dieser Rasse bis 1936 auf nur noch 44.000. Heute leben etwa 2.323 dieser Rinder auf Bauernhöfen sowie in Zoos und Tierparks, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, aktiv zum Erhalt dieser Haustierrasse beizutragen.

Starthilfe beim Trinken

Kälbchen Karl stand schon wenige Minuten nach der Geburt, wenn auch etwas wackelig, auf seinen Beinen. Allerdings schien er doch nicht direkt den Weg zum Euter zu finden. Kurzerhand halfen die Tierpfleger ihm bei den ersten Trinkversuchen und zeigten ihm, wo er sich an der Milchbar von Mutter Irma satt trinken kann.

Inzwischen ist Karl so fit und munter, dass er täglich die große Koppel auf Meyers erobert. Besonders am frühen Morgen tobt der junge Wilde mit großen Bocksprüngen ausgelassen über die Wiese – immer unter den wachsamen Augen von Mutter Irma, die gut auf ihr Kalb aufpasst.

Haustierrassen – vom Aussterben bedroht

Dass Haustierrassen vom Aussterben bedroht sind, klingt zunächst unlogisch. Und obwohl viele alte Rassen, wie die von Meyers Hof, robust und vielseitig sind, können sie in der modernen Viehwirtschaft mit spezialisierten Hochleistungsrassen nicht mehr mithalten. Deshalb will sie heutzutage kaum noch ein Landwirt halten – sie werden nicht mehr gezüchtet und sind daher leider vom Aussterben bedroht.

Weitere Funde bedrohter Riffe machen Ostseetunnel-Bau unzumutbar – Ostseeduenenb

Weitere Funde bedrohter Riffe machen Ostseetunnel-Bau unzumutbar

22. Juni 2020/in Panorama

Berlin/Hamburg/Kiel – Das Kieler Umweltministerium bestätigte den Fund weiterer, unter strengem Naturschutz stehender, Steinriffe entlang der geplanten Ostseetunnel-Strecke. Bereits im Sommer 2019 hat der NABU dort zwei Riffe nachgewiesen, die das Umweltministerium zum Anlass nahm, den Meeresboden genauer zu untersuchen. Daraufhin fanden sie jetzt weitere Riffe, die durch die Fehmarnbeltquerung beeinträchtigt würden. Schon letzte Woche geriet das milliardenschwere Bauprojekt in massive Kritik durch den EU-Rechnungshof. Die Kostenplanung sei ausufernd und die Verkehrsprognosen fehlerhaft.

Dazu kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Die Bauplanung des Ostseetunnels wirkt nachlässig: Die Kosten sind mittlerweile auf rund 8 Milliarden Euro gestiegen, die Verkehrsprognosen sind fehlerhaft und die Zerstörung des einzigartigen marinen Ökosystems unwiderruflich. Das alles steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Seit über 10 Jahren warnt der NABU vor dem Bau des völlig überteuerten Prestigeprojektes. Wir hoffen, dass dieses klima- und umweltschädliche Großprojekt durch die berechtigte Kritik vom EU-Rechnungshof und dem Kieler Umweltministerium jetzt neu bewertet wird“.

Seit mehr als einem Jahrzehnt engagiert sich der NABU gegen den Bau des Ostseetunnels. Im April 2019 reichte der Umweltverband Klage gegen den Planfestellungsbeschluss ein. Im Zentrum der Kritik steht der Umwelt-Schaden im Naturschutzgebiet ‚Fehmarnbelt‘. „Angesichts des dramatisch schlechten ökologischen Zustands der Ostsee und eines laufenden Vertragsverletzungsverfahrens der EU kann es sich Deutschland nicht erlauben, diese Kleinode am Meeresboden – seltene Lebensgemeinschaften aus Schwämmen, Moostierchen und Großalgen – einfach wegbaggern zu lassen,“ mahnt NABU-Meeresschutzexperte Dr. Kim Detloff. Die vom NABU angezeigten Riffe waren zwar in älteren Planungsunterlagen bereits verzeichnet, verschwanden aber im Laufe der Projektentwicklung wieder. Zudem ist nicht abschließend geklärt, ob sich nicht noch weitere Riffe nahe der Fehmarnbelttrasse auf deutscher und dänischer Seite befinden.

Neben dem drohenden Umweltskandal stellt sich zunehmend die Nutzenfrage. Dazu Malte Siegert, Leiter Natur- und Umweltpolitik in der NABU-Landesgeschäftsstelle Hamburg: „Die Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren völlig verändert. Angesichts deutlich geringerer Verkehrserwartungen sollte, wenn überhaupt, ein gebohrter Eisenbahntunnel in Erwägung gezogen werden. Das wäre hinsichtlich der europäischen Verkehrsidee „from road to rail“ angemessen. Zudem fallen allein zwei Drittel des Betons von mehreren Millionen Kubikmetern für den Straßenanteil des Tunnels an. Sowohl für den Bau als auch für den Betrieb wäre das ein Anachronismus in Zeiten globaler Klimaverpflichtungen. Der Ostseetunnel ist zu teuer, klimaschädlich und bedrohlich für ein sensibles marines Ökosystem“.

Im September dieses Jahres soll der dreiwöchige Prozess Ostseetunnel-Bau vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beginnen. Ob sich der Termin angesichts der neu bestätigten Rifffunde und den daraus resultierenden Planänderungen halten lässt, bleibt abzuwarten.

Hinzuverdienstgrenze für Rentner wird für 2020 auf 44.590 Euro erhöht – hinzuverdienst

Hinzuverdienstgrenze für Rentner wird für 2020 auf 44.590 Euro erhöht

15. Juni 2020/in Panorama

LÜBECK. Durch die Corona-Krise besteht derzeit ein besonders hoher Bedarf an medizinischem Personal. Aber auch in anderen systemrelevanten Bereichen kann es zu Personalengpässen aufgrund von Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen kommen. Um die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt zu erleichtern, hat die Bundesregierung die im jeweiligen Kalenderjahr geltende Hinzuverdienstgrenze für das Jahr 2020 von 6.300 Euro auf 44.590 Euro angehoben.

Jahreseinkünfte bis zu dieser Höhe führen somit nicht zu einer Kürzung einer vorgezogenen  Altersrente. Ab dem Jahr 2021 gilt dann wieder die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Nord in Lübeck hin.

Die Zeitgrenzen für eine kurzfristige Beschäftigung in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 werden auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Für eine kurzfristige Beschäftigung werden keine Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt und somit auch keine Rentenanwartschaften erworben. Die Höhe des Verdienstes spielt keine Rolle. Maßgeblich ist, dass Ihre Beschäftigung von vornherein vertraglich oder aufgrund ihrer Eigenart – zum Beispiel bei Erntehelfern – befristet und nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Insbesondere mit Blick auf die Saisonkräfte in der Landwirtschaft werden die Zeitgrenzen befristet ausgeweitet, weil aufgrund der Corona-Pandemie diese voraussichtlich in deutlich geringerer Anzahl zur Verfügung stehen. Bisher betrugen die Grenzen drei Monate oder 70 Arbeitstage.

Die dargestellten Änderungen basieren auf dem in Kraft getretenen „Gesetz für den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 (Sozialschutz-Paket)“. Die Anhebung der Hinzuverdienstgrenzen gilt für Neu- und Bestandsrentnerinnen und –rentner. Keine Änderungen gibt es hingegen bei den Hinzuverdienstregelungen für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und bei der Anrechnung von Einkommen auf Hinterbliebenenrenten.

GEO-Tag der Natur am Sonntag, 14. Juni – BGPRESS 1040757

GEO-Tag der Natur am Sonntag, 14. Juni

11. Juni 2020/in Panorama

HANNOVER. „Corona-bedingt“ steht das Erkunden der „Natur vor der Haustür“ derzeit hoch im Kurs – viele Menschen sind seit März verstärkt im Grünen unterwegs und lernen ihre Umwelt neu kennen. Der „GEO-Tag der Natur“ am kommenden Sonntag (14. Juni) lädt noch einmal ausdrücklich dazu ein. Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün und das Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover haben für Klein und Groß Anregungen zur eigenen Erkundung der Natur in Hannover im Internet unter www.hannover.de zusammengestellt(Suchbegriff „GEO-Tag der Natur 2020“).

So werden in der Broschüre „Wandern am Wasser“, die als Download zur Verfügung steht, drei Touren entlang der Gewässer Hannovers vorgestellt und Besonderheiten am Wegesrand beschrieben. Wer sich lieber etwas über die Natur erzählen lässt, ist etwa zu Hörspaziergängen in der Ricklinger Masch, in der Leineaue in Döhren oder in der Eilenriede eingeladen. Auf der Internetseite sind einige Apps zu finden, die das Bestimmen von Pflanzen und Vögeln erleichtern. Sechs Mitmachvideos, die in Zusammenarbeit mit der Naturfreundejugend Niedersachsen entstanden sind, stellen besonders trickreiche heimische Pflanzen vor, die an vielen Orten in der Stadt zu finden sind. Die gut verständlichen Anleitungen ermöglichen es, die kleinen Experimente vor Ort in Eigenregie durchzuführen.

Andere Angebote wie der Filmbeitrag „Wilde Tiere an der Leine“ und der Mal- und Foto-Wettbewerb im Rahmen des städtischen Projektes „Städte wagen Wildnis“ ermöglichen Naturerfahrungen zu Hause. Der städtische Beitrag zum „GEO-Tag der Natur“ hätte im Rahmen des Sommerfestes der Waldstation Eilenriede am 14. Juni stattfinden sollen. Diese Veranstaltung musste wegen der Corona-Pandemie frühzeitig abgesagt werden. Die Waldstation ist aber grundsätzlich für Besucher*innen geöffnet (Sonntag von 10 bis 18 Uhr). Gleiches gilt für den Kinderwald im Mecklenheider Forst. Das Schulbiologiezentrum (Stadtteil Burg) ist zwar wegen der Corona-Pandemie derzeit noch sonntags geschlossen, lädt aber wieder montags bis freitags von 8 bis 16.30 Uhr zu einem Besuch ein. Die Informationsangebote im Internet stehen auch über den „GEO-Tag der Natur“ hinaus zur Verfügung.

Deutsche Rote Kreuz erhält 23,6 Millionen Schutzmasken aus Spende von BASF – DRK Masken BASF© Bernd Günther

Deutsche Rote Kreuz erhält 23,6 Millionen Schutzmasken aus Spende von BASF

4. Juni 2020/in Panorama

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) erhält 23,6 Millionen Schutzmasken aus einer Spende von insgesamt 100 Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken (sogenannte OP-Masken) des Chemiekonzerns BASF an das Bundesgesundheitsministerium.

„Wir als Deutsches Rotes Kreuz sind wie alle anderen bedachten anerkannten Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände sowohl BASF als auch dem Bundesgesundheitsministerium sehr dankbar für diese großzügige Spende. Das DRK hat derzeit den Vorsitz in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und sich in dieser Funktion dafür stark gemacht, neben den anerkannten Hilfsorganisationen auch Wohlfahrtsverbände bei der Verteilung der Spende zu bedenken. So werden die Masken in der Pflege wie auch in verschiedenen anderen Bereichen zum Einsatz kommen. Sie helfen, die Pandemie weiter einzudämmen“, sagte DRK-Generalsekretär Christian Reuter bei der heutigen offiziellen Übergabe der Spende durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und den BASF-Vorstandsvorsitzenden Martin Brudermüller.

„Die großzügige Spende von BASF ist bei den Wohlfahrtsverbänden in guten Händen. Mundschutzmasken sind für ihre tägliche Arbeit in Medizin, Pflege und Rettungsdiensten unverzichtbar. Und die Spende kann dazu beitragen, ausreichend Schutzausrüstung für die nächste Infektionswelle vorzuhalten“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Zum Auftakt der Maskenverteilung nahm das Deutsche Rote Kreuz die Spende stellvertretend für die anerkannten Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände in den DRK-Kliniken der DRK-Schwesternschaft Berlin im Berliner Westend entgegen. Die Verteilung wird zentral über das Bundesgesundheitsministerium gesteuert und soll Pflegediensten, Krankenhäusern, Rettungsdiensten und Teststationen zugutekommen.

Das Deutsche Rote Kreuz ist seit Wochen bundesweit im Einsatz, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die hauptamtlichen Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer des DRK engagieren sich dabei auf vielfältige Weise, um die Behörden zu unterstützen: So werden beispielsweise bundesweit mobile Arztpraxen und Fiebermessstationen vom DRK eingesetzt und betreut, um das Gesundheitssystem zu stärken und Kliniken zu entlasten. Auch die Fürsorge für Ältere, Risikogruppen und Bedürftige während der Krise bildet einen Schwerpunkt der Hilfsaktionen des DRK.

Neuer Podcast zum Thema "Digitale Familienfreigabe" – bg press LutzAkemann© Lutz Akemann

Neuer Podcast zum Thema „Digitale Familienfreigabe“

2. Juni 2020/in Panorama, Region Hannover

HANNOVER / SEHNDE. Die digitale Welt holt uns gerade im Zuge der Corona-Gesamtsituation zur Unterhaltung, im Homeoffice und nicht zuletzt im Zuge der ausfallenden Schulen, Universitäten und Fachhochschulen rasant ein und stellt damit die erforderliche Technikwelt mehr als auf den Kopf.

Es gibt verschiedene Formen von Homeschooling, welche aber auch einige Gefahren gerade für unsere Kleinen in der Grundschule bergen kann und zur Vorsicht gerade im Umgang mit dem Internet ermahnen sollte.

Hier gibt es jetzt einen neuen Podcast für Familien mit Tipps, Tricks und besonderen gut erklärten Hilfen. Der Podcast wird von der sympathischen Stimme Lutz Akemann aus Sehnde, in der Region Hannover und Zwillings-Familienvater von 10-jährigen quirligen Jungs zum Hören bereitgestellt.

Der Podcast bietet wichtige vielfältige Informationen rund um die Anschaffung von technisch notwendigen Geräten, die zeitgemäße Ausrüstung und selbstverständlich auch wichtige Schutzmaßnahmen fürs Internet (zeitliche Einschränkungen, PIN, etc).

Durch eigene Erfahrungen mit seinen Kindern und die jahrelange berufliche Kompetenz weiß er um die eigentlichen Probleme, gerade für verantwortungsbewusste Familien mit Kindern, die durch die eingetretene Corona-Lage fachgerechte Unterstützung suchen.

Den Podcast finden Sie bei allen gängigen Podcast Anbietern wie apple iTunes , Spotify , Deezer oder Google Podcast unter „Digitale Familienfreigabe“, gerne Abonnieren. Fragen stellen und Kontakt aufnehmen unter digitale@familiefreigabe.de.

Viel Spaß beim Zuhören !!

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