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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

Fridays for Future bundesweit für Klimagerechtigkeit auf der Straße – FFF 250920

Fridays for Future bundesweit für Klimagerechtigkeit auf der Straße

25. September 2020/in Panorama

BERLIN (PM). Unter dem Motto „Kein Grad weiter“ hat Fridays for Future heute an über 450 Städten in Deutschland und 3100 Orten weltweit für effektiven Klimaschutz demonstriert.

Im Rahmen des 6. globalen Klimastreiks setzten sich auf allen Kontinenten Aktivistinnen und Aktivisten für globale Klimagerechtigkeit ein. Erste Teilnehmerzahlen: Berlin 21.000, Hamburg 16.000, Köln 10.000 und Stuttgart 9.000. Die Gesamtzahl wird heute Abend über Social Media veröffentlicht, da noch nicht alle Aktionen begonnen haben.

“Heute haben wir mit hunderttausenden Menschen global und coronakonform für Klimagerechtigkeit gestreikt. Am Wochenende werden unsere Freund*innen von Ende Gelände Kohleinfrastrukur blockieren und am Dienstag stehen wir mit den Beschäftigten des ÖPNV erneut auf der Straße für eine sozial-gerechte Mobilitätswende!“, sagt Quang Anh Paasch, Pressesprecher Fridays for Future Deutschland

Der heutige Streik ist die erste Großdemonstration der Klimagerechtigkeits-Bewegung seit Februar 2020. Auf Grund der Covid-19-Pandemie wurde im März und April online und seit Mai wieder auf der Straße gestreikt. Um sicherstellen zu können, dass die Demonstrationen coronakonform verlaufen, wurden deutschlandweit Hygienekonzepte ausgearbeitet.

Seit 1,5 Jahren fordert die Fridays for Future-Bewegung international Klimagerechtigkeit im Zuge der Einhaltung des Pariser Klimaabkommes. So appellierten die Aktivistinnen und Aktivisten auch diesen Freitag wieder an die Regierung, krisenbewusst zu handeln und den Kohleausstieg bis 2030 sowie die Klimaneutralität Deutschlands bis 2035 zu beschließen und durchzusetzen.

„Trotz der Steine, die uns in den Weg gelegt worden sind, haben wir es geschafft, bundesweit sichere Demos mit tausenden Teilnehmenden auf die Beine zu stellen. Wir sagen ganz klar #FightEveryCrisis und #KeinGradWeiter!“, ergänzt Dalila Nouame von Fridays for Future Hamburg

NABU: Internationaler Küstenputztag in diesem Jahr besonders wichtig – Küstenputztag

NABU: Internationaler Küstenputztag in diesem Jahr besonders wichtig

17. September 2020/in Panorama

BERLIN (PM).  Am 19. September treffen sich weltweit Freiwillige, um ein Zeichen für den Meeres- und Gewässerschutz zu setzen. Am seit über 30 Jahren stattfindenden International Coastal Cleanup Day (ICCD) reinigen auch wieder zahlreiche Aktive von NABU und NAJU deutschlandweit von Mitte September bis Anfang Oktober Küstenabschnitte an Nord- und Ostsee, ebenso Ufer von Seen und Flüssen von gefährlichen Abfällen. Im vergangenen Jahr kamen dabei 4.604 kg Müll zusammen.

„Die vielen ehrenamtlichen Naturschützerinnen und Naturschützer des NABU leisten am ICCD einen wertvollen Beitrag. Wir sind Teil einer weltweiten Bewegung, die der Vermüllung der Meere den Kampf angesagt hat“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Wegen der Corona-Pandemie bittet der NABU darum, beim Müllsammeln die Abstandregeln einzuhalten. 1,5 Meter zwischen den Aktiven sollen es mindestens sein. Auch bei gemeinsamer Verpflegung während oder nach Arbeitseinsätzen ist Hygiene wichtiger als je zuvor.

Das Ergebnis des Küstenputztags ist ein wichtiger Maßstab um die Maßnahmen der Bundesregierung zur Vermeidung von Einwegkunststoffen zu bewerten. Die Ministerien und Behörden arbeiten aktuell an der Umsetzung eines Verbots von Einwegplastik. „In diesem Jahr braucht uns die Natur ganz besonders, denn die Pandemie hat dazu geführt, dass mehr Einwegverpackungen verwendet wurden. Wir müssen damit aufhören unsere Meere als Müllkippe zu missbrauchen. Der Abfall darf am besten gar nicht erst entstehen. Verbindliche Vorgaben für ein nachhaltiges Produktdesign und konsequente Förderung von Mehrweglösungen wären das richtige Signal“, so David Pfender, NABU-Referent für „Meere ohne Plastik“.

Seit 2016 betreibt der NABU gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sporttaucher, dem Deutschen Seglerverband und dem Deutschen Kanu-Verband die Internet-Plattform www.gewässerretter.de. Neu mit dabei ist seit diesem Jahr der Deutschen Ruderverband (DRV). Auch prominente NABU-Unterstützer packen mit an: Felix Räuber, bekannt als Ex-Frontmann der Band „Polarkreis 18“ („Allein Allein“) setzt sich für Meeres- und Gewässerschutz ein und wird den Ostseestrand bei Greifswald vom Müll befreien. Die Gewässerretter-Website informiert, wo Müll beseitigt wurde und zeigt, wie jeder selbst dazu beitragen kann, das Müllaufkommen zu reduzieren. Erstmals veranstalten die Gewässerretter in diesem Jahr einen Clean-up Wettbewerb.

Bis zum 4. Oktober laufen auch wieder die Trashbusters-Aktionswochen der Naturschutzjugend NAJU. Kinder und Jugendliche bis 27 Jahren sind dazu aufgerufen, mit ihren Aktionen gegen die Plastikflut kämpfen.

10-Tage Countdown zum #Warntag2020 angelaufen – Warntag

10-Tage Countdown zum #Warntag2020 angelaufen

31. August 2020/in Panorama

BONN (PM). Der Countdown läuft an.  Am 10. September 2020 wird pünktlich um 11 Uhr ein bundesweiter Probealarm unter Einbindung aller bei Bund, Ländern und Kommunen vorhandenen Warnmittel durchgeführt. Dazu gehören beispielsweise Warn-Apps, Radio, Fernsehen und auch lokale Warnmittel wie die Sirenen, soweit sie über das empfohlene Signal zur Bevölkerungsschutzwarnung verfügen.

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger, rief dazu auf, sich unter anderem die Warn-App NINA auf das Smartphone herunterzuladen. „Am Warntag gehen wir bewusst an die Belastungsgrenzen der Warnungssysteme. Wir verzeichnen in den letzten Monaten auch einen sehr starken Anstieg bei der Warn-App. Derzeit liegen wir nach den neuesten Zahlen bei rund 7,6 Millionen Nutzerinnen und Nutzern in Deutschland. Im März waren es noch 6,1 Millionen. Damit hat demnächst jeder Zehnte in der Bevölkerung in Deutschland die App im Gebrauch. Zwar haben wir damit in den letzten Monaten eine Steigerung von rund 25 Prozent zu verzeichnen, trotzdem kann das nur ein Anfang sein. Alle sollten die Gelegenheit nutzen, die schnelle ´Warnung in der Tasche` bei sich zu tragen, um sich und andere wirksam zu schützen.“

Weitere Warnmultiplikatoren, wie zum Beispiel Rundfunksender, übermitteln die Probewarnung mit möglichst wenig Zeitverlust über das jeweilige Programm. Die Entwarnung wird auf gleichem Wege an die Bevölkerung übermittelt.

Die Wichtigkeit und Aktualität des Themas Warnung zeigt sich auch durch die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in diesem Jahr. Zur Warnung und Information der Bevölkerung nutzen Bund, Länder und Kommunen die verfügbaren Kommunikationskanäle. So werden beispielsweise über das vom BBK betriebene Modulare Warnsystem (MoWaS) und die Warn-App NINA Warnungen und Informationen der zuständigen Behörden, wie der Gesundheitsministerien des Bundes und der Länder, bereitgestellt.

Nach Beschluss der Innenministerkonferenz wird der bundesweite Warntag ab dem Jahr 2020 jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. Er soll – ebenso wie die bereits auf Landesebene durchgeführten Warntage – dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen und damit deren Selbstschutzfertigkeiten zu erhöhen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich die Bedeutung der Warnsignale bewusster machen und wissen, was sie nach einer Warnung tun können. Das BBK und die Innenministerien der Länder bereiten den bundesweiten Warntag in Abstimmung mit Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände gemeinsam vor und führen diesen auch gemeinsam durch.

DRK: Immer mehr Angriffe auf Gesundheitspersonal – Gewalt Einsatzkraefte

DRK: Immer mehr Angriffe auf Gesundheitspersonal

17. August 2020/in Panorama

BERLIN (PM). Gesundheitspersonal, das im Rahmen der Corona-Pandemie im Einsatz ist, wurde in den vergangenen Monaten in verschiedenen Ländern vermehrt Opfer von verbaler und körperlicher Gewalt. Zum Welttag der Humanitären Hilfe am 19. August 2020 mahnt das Deutsche Rote Kreuz (DRK), humanitäre Helferinnen und Helfer nicht aufgrund ihrer Arbeit zu stigmatisieren und Angriffe auf sie zu stoppen.

„Diese Menschen riskieren ihre eigene Gesundheit für uns alle, indem sie Covid-19-Patienten behandeln und eine Weiterverbreitung des Virus verhindern. Sie dürfen nicht dafür bestraft werden, dass sie sich in solch einer herausfordernden Situation mit ganzer Kraft für andere Menschen einsetzen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat, zusammen mit anderen Hilfsorganisationen, zwischen dem 1. Februar und dem 3. August 2020 611 Vorfälle in mehr als 40 Ländern Afrikas, Asiens, Amerikas und des Mittleren Ostens dokumentiert, die in direktem Zusammenhang mit Covid-19 standen. Die Dunkelziffer dürfte allerdings weitaus höher sein. Rund zwei Drittel der Fälle richtete sich gegen Gesundheitspersonal und 22 Prozent gegen Patienten, die wegen Covid-19 in Behandlung waren. „Ärzte und Krankenpfleger wurden mit Bleichmittel übergossen, mit Steinen und Metallstangen geschlagen, sogar ein tödlicher Angriff auf einen Rettungswagen im Covid-19-Einsatz ist bekannt. Teilweise wurden Helfer, die in Gemeinden über Maßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem Coronavirus informieren wollten, verdächtigt, das Virus selbst zu verbreiten, und deswegen bedroht, ausgegrenzt und vertrieben“, sagt Hasselfeldt weiter.

Gründe für die Stigmatisierung und Angriffe sind neben der Angst vor einer Ansteckung auch Wut und Trauer über den Tod von an Covid-19 erkrankten Familienmitgliedern, für den immer wieder Gesundheitspersonal verantwortlich gemacht wird. Auch Stress aufgrund von Ausgangsbeschränkungen und daraus resultierender wirtschaftlicher Probleme sowie Unwissen und falsche Informationen über Covid-19 spielen eine Rolle. „Deswegen ist es wichtig, dass in allen Ländern seriös über das Virus informiert wird und Helferinnen und Helfer geschützt werden. Die Angriffe haben Auswirkungen auf die körperliche und mentale Gesundheit der betroffenen Personen und führen dazu, dass sie ihre Arbeit nicht oder nur eingeschränkt durchführen können – und das oft in ohnehin überlasteten Gesundheitssystemen“, sagt Hasselfeldt. Dies gelte nicht nur in Bezug auf die Corona-Pandemie, sondern auf die Arbeit humanitärer Helferinnen und Helfer allgemein, die immer wieder durch gezielte Angriffe, etwa auf Gesundheitseinrichtungen in Konfliktregionen, verletzt oder getötet werden – ein Verstoß gegen das Humanitäre Völkerrecht.

Der echt andere General Store – BGPress 2965

Der echt andere General Store

11. August 2020/in Panorama

HANNOVER (PM). Der General Store in der kanadischen Themenwelt Yukon Bay im Erlebnis-Zoo Hannover ist wie der Claim des Zoos … echt anders!

Als vier Stinktier-Brüder beschlossen, den General Store zu ihrem neuen Hauptquartier zu machen, wurden Shop und Café in der heimeligen Blockhütte schnellsten verlassen. Man diskutiert eben nicht lange mit Stinktieren! Zurück blieben Regale und Anrichten, die kleine Küche, Gemüsekisten und Säcke, sogar die alte Waage steht noch auf dem Verkaufstresen. Zwischen all dem wuseln jetzt die vier Brüder Joe, Jack, William und Averell umher.

Heute wurde der etwas andere General Store für die Zoobesucher offiziell eröffnet. Der ehemalige Laden ist das neue Zuhause für einheimische Tiere Kanadas: In der tierischen Wohngemeinschaft leben neben den Stinktieren nun auch Rothörnchen und Rote Kardinäle (und in Kürze schopfwippende Schopfwachteln).

Tatsächlich war die Blockhütte vor dem Einzug der Tiere ein Shop und Informationszentrum. In den vergangenen Monaten wurde die Blockhütte vom Zooteam größtenteils in Eigenarbeit umgebaut und liebevoll detailliert ausgestattet. Alles sieht genauso aus, als seien die Ladenbesitzer nur mal eben vor die Tür gegangen.

Zoobesucher können die neuen Tiere sowohl in ihrer außergewöhnlichen Behausung als auch im angebauten Außengehege beobachten. Eine Glasscheibe trennt Mensch und Stinktier, denn so niedlich die marderartigen kleinen Raubtiere mit ihren Knopfaugen, der kleinen (sehr guten!) Nase und dem lustigen weißen Streifen auf schwarzem Fell auch aussehen, sollte man doch aufpassen: Das Stinktier verdankt seinen Namen einem außerordentlich übelriechenden Sekret, das es aus zwei neben dem After sitzenden Drüsen auf seine Angreifer spritzen kann. Und der wird es lange bereuen, ein Stinktier gereizt zu haben: Die Duftnote – ein Bouquet aus Knoblauch, Schwefelkohlenstoff und angebranntem Gummi – bleibt lange haften…

Gegenüber von den Stinktieren haben es sich die Rothörnchen gemütlich gemacht. Dort steht übrigens auch der Safe des Stores – wer an den will, muss nun erst einmal an den quirligen Rothörnchen vorbei! Die beiden wuseln emsig zwischen Regalen, Tisch und Stühlen umher, deponieren Samen und Zapfen für den Winter in den Regalen und hängen gerne Pilze zum Trocknen auf.

Die Vögel im General Store sind eher für die Modeberatung zuständig. Der Rote Kardinal bringt jedenfalls Farbe ins Spiel (wenn er ausgewachsen ist). Ausgewachsen hat er ein scharlachrotes Gefieder, einen roten Schnabel und eine auffallende Federhaube auf dem Kopf. Das Weibchen hat einen orangen Schnabel, bräunliches Gefieder mit bunten Akzenten an den Flügeln und trägt wie der Hahn eine Federhaube auf dem Kopf, allerdings in zartem orange-rosa.

Gemeinsam sorgen die Kardinäle auch für die Hintergrundmusik des Ladens: Die als „Virginische Nachtigall“ bekannten Vögel stimmen gerne im Duett ihre Lieder an, die mit lauten Flöten- und Pfeiftönen beginnen und dann leiser ausklingen.

Wenn in Kürze die Schopfwachteln ankommen, könnte man meinen, in einem Hutladen zu sein. Während die Federhaube der Kardinäle mit ihrer leuchtenden Farbe beeindruckt, wird die wippende schwarze Schopffeder der Wachteln jeden Beobachter lächeln lassen. Der trippelnde Gang der Vögel bringt die sechs nach vorne gerichteten Kopffedern beständig in Schwung.

Übrigens: Der etwas andere Laden liegt am Ende des Weges durch Yukon Bay, vorbei an der Goldwäsche und dem Eulen-Turm.

WarnWetter-App 3.0 interaktiv: Wetterereignisse selber melden – 20200720 Warnwetter app Abb2

WarnWetter-App 3.0 interaktiv: Wetterereignisse selber melden

5. August 2020/in Panorama

OFFENBACH (PM). Die Nutzerinnen und Nutzer der WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes (DWD) können ab sofort Wettereignisse wie Starkregen oder Stürme und deren Auswirkungen wie Überschwemmungen oder umgestürzte Bäume direkt in der App eingeben. Diese Meldungen und Fotos werden auf einer Deutschlandkarte angezeigt.

Der DWD nutzt die Angaben zur Verbesserung seiner Vorhersageverfahren, der darauf aufbauenden Warnungen und für die damit verbundene Qualitätssicherung. Hans-Joachim Koppert, Vorstandsmitglied und Leiter Wettervorhersage des DWD: „Ich freue mich, dass unsere WarnWetter-App jetzt interaktiv ist. Mit Crowdsourcing können wir unsere Nutzer aktiv und zum gegenseitigen Vorteil in das Warnmanagement des nationalen Wetterdienstes einbinden. Zugleich profitieren wir von deren Beobachtungen.“

Auf Wunsch vieler Nutzer der App bietet der DWD in seiner kostenpflichtigen Vollversion 3.0 der WarnWetter-App jetzt einen persönlichen Startbildschirm an. Individuell konfigurierte und ausgewählte Inhalte der App können über Vorschaukacheln auf der Startseite angezeigt werden. Eine neue Favoritenansicht im Startbildschirm zeigt die vorhergesagten Tageswerte des Niederschlags und der Temperatur grafisch aufbereitet so an, dass der Wettertrend der kommenden Tage auf einen Blick erkennbar ist. Koppert: „Mit Hilfe unserer Nutzer verbessern wir nicht nur kontinuierlich die Inhalte der WarnWetter-App. Das gilt auch für die Darstellung der meteorologischen Fakten. Die App muss intuitiv verständlich sein und durch einfache Bedienung überzeugen.“

Auch die kostenlose, ausschließlich auf explizite Warnungen vor Wettergefahren konzentrierte Version der App bietet jetzt einen individuell konfigurierbaren Startbildschirm an. Die Millionen Anwender beider Versionen werden in den kommenden Tagen automatisch über das verfügbare Update informiert. Die Warnwetter-App 3.0 istunter „WarnWetter“ in den Stores von Google und Apple abrufbar. Die Vollversion kostet für neue Nutzer einmalig 1,99 Euro.

Die Hauptfunktionen der Vollversion der WarnWetter-App des DWD

Neu bei WarnWetter 3.0:

  • WarnWetter-Nutzer können Wetterereignisse und deren Auswirkungen melden. Sie werden in der App angezeigt
  • Persönlicher Startbildschirm ermöglicht individuelle Auswahl und Konfiguration der Inhalte, die über Vorschaukacheln angezeigt werden sollen
  • Neue Favoritenansicht im Startbildschirm ermöglicht grafische Anzeige    der Temperaturen zur schnellen Erfassung des Temperaturtrends
  • Und: viele kleine Verbesserungen wie zum Beispiel Böenvorhersagen in der Kartendarstellung

 Weitere Funktionen:

  • Amtliche Warnungen zur Warnsituation, Infos zur Warnlageentwicklung
  • Individuell konfigurierbare Warnelemente und Warnstufen
  • Zuschaltbare Alarmierungsfunktion bei Änderung der Warnlage vor Ort
  • Frühe Alarmierung durch ‚Vorabinformation Unwetter‘ als Push-Nachricht
  • Unwettervideos aus dem DWD-TV-Studio bei größeren Unwetterlagen
  • ‚Zeitstrahl‘ für den Wetterverlauf über insgesamt neun Tage
  • Möglichkeit der parallelen Einblendung mehrerer Wetterphänomene
  • Aktuelle Wetterradarbilder mit Anzeige der georteten Blitze und Extrapolation für die kommenden zwei Stunden
  • Aktueller Warnmonitor für Gewitter, Glatteis, Starkregen und Schneefall
  • Integrierte Hitzewarnungen und Angaben zur lokalen Wärmebelastung
  • UV-Warnungen in Ortsansicht und als flächige Karte
  • Hochwasserwarnungen und Hochwasserlage in den Bundesländern
  • Sturmflutwarnungen, Wasserstandvorhersagen für die deutsche Küste
  • Einschätzung der Lawinengefahr für Stationen der Bayerischen Alpen
  • Waldbrandgefahren-Index und Graslandfeuer-Index
  • Teilen von Warninformationen in Social Media
  • Weitere Wetterinformationen zur Personalisierung des Unwetterrisikos
DRK-Wasserwacht: Schwimmkurse in Schulen flächendeckend anbieten – WW Wachdienst

DRK-Wasserwacht: Schwimmkurse in Schulen flächendeckend anbieten

5. August 2020/in Panorama

BERLIN (PM). Die Nachrichten über tödliche Badeunfälle reißen nicht ab. Unter den Todesopfern sind auch viele Kinder und Jugendliche. Zum Beginn des neuen Schuljahres fordert die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Schwimmunterricht deutschlandweit an allen Schulen anzubieten und durchzuführen.

„Der Schwimmunterricht ist gesetzlich fest in den länderspezifischen Lehrplänen verankert, wird aber nicht flächendeckend umgesetzt – weil es nicht mehr genügend Bäder gibt, die Anfahrtswege dadurch oft zu lang für eine Schwimmstunde sind, oder weil Schwimmlehrer fehlen. Das muss sich ändern, damit Kinder aller Bevölkerungsgruppen schwimmen lernen können“, sagt Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten dieses Jahr bisher kaum Schwimmkurse stattfinden. „Dadurch fehlt es vielen Kindern und Jugendlichen an Wissen und Übung im Wasser. „Das muss schnell nachgeholt werden, denn nur so können sie lernen, sich sicher im Wasser aufzuhalten und auf Gefahren wie Strömungen oder Sog zu reagieren. Eine angemessene Selbsteinschätzung kann Leben retten“, sagt Paatz.

Das gelte für Jung und Alt, sagt Paatz weiter: „Die meisten Badeunfälle hängen mit Überschätzung der eigenen Schwimmfähigkeit und Leichtsinn zusammen und passieren in natürlichen Gewässern wie Meeren, Seen und Flüssen. Diese sind nicht immer durch eine Badeaufsicht bewacht, wir appellieren daher an alle, nur an gesicherten Badestellen ins Wasser zu gehen und die Baderegeln zu beachten: Niemals allein ins Wasser gehen, sondern mindestens zu zweit. Vorher abkühlen, nie mit vollem Magen oder unter Alkoholeinfluss baden. Andere nicht schubsen oder untertauchen, nie in unbekanntes oder trübes Gewässer springen. Absperrungen und Bojen beachten, Booten nicht zu nah kommen.“

Eltern sollten ihre Kinder nie aus den Augen lassen, Nichtschwimmer sollten am Ufer bleiben. „Als schwimmfähig gilt erst, wer mindestens das Schwimmabzeichen Bronze hat, also mindestens 200 Meter dauerschwimmen, 2 Meter tief tauchen und kopfwärts ins Wasser springen kann“, sagt Paatz weiter.

Die rund 140.000 Ehrenamtlichen der Wasserwacht sichern 3000 deutsche Badegewässer und retten jährlich rund 250 Menschen vor dem Ertrinken.

Fridays for Future kündigt globalen Klimastreik für den 25. September 2020 an – SR 1277367© Bernd Günther

Fridays for Future kündigt globalen Klimastreik für den 25. September 2020 an

24. Juli 2020/in Panorama

MÜNSTER (PM). Die Klimagerechtigkeitsbewegung Fridays For Future kündigt für den 25. September einen globalen Klimaaktionstag an. Bundesweit werden in hunderten Städten Protestaktionen stattfinden, um auf die Dringlichkeit und globale Ungleichheit der Klimakrise aufmerksam zu machen. Zudem wird es weltweit Aktionen und Streiks zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze geben.

„Bereits in den kommenden Jahren könnten wir die im Pariser Klimaabkommen vereinbarte 1,5-Grad-Grenze überschreiten. Zeitgleich fließen im Rahmen der Corona-Aufbauprogramme auch in Deutschland und der EU Milliarden in Kohle, Öl und Gas. Um die Klimakatastrophe zu verhindern dürfen von nun an keine Entscheidungen mehr getroffen werden, die die Einhaltung von Paris verhindern und Millionen Menschen gefährden“, so Line Niedeggen aus Heidelberg.

In tausenden Städten weltweit plant Fridays For Future den gesamtgesellschaftlichen Protest. Neben Demonstrationen unter Einhaltung der Hygieneauflagen sind auch weitere Aktionen wie Menschenketten, Fahrradstreiks oder Kunstaktionen für den Aktionstag im September geplant. Im März hatte die Bewegung ihre Proteste aufgrund der Coronapandemie ins Netz verlegt und zu gesundheitlich unbedenklichen Aktionen aufgerufen wie z.B zu einer großen Schilderaktion vor dem Bundestag am 24. April.

„Vor einem Jahr haben wir im September die größten Proteste des wiedervereinigten Deutschlands organisiert und die gesellschaftlichen Mehrheiten im Klimaschutz aufgezeigt. Noch immer gibt es auch im deutschen Bundestag keine Partei, die einen Plan zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels vorgelegt hat. Um die weltweiten Folgen der Klimakrise abzuschwächen, werden wir nach den katastrophalen Entscheidungen im laufenden Jahr wie der Verzögerung des Kohleausstiegs diesen gesellschaftlichen Druck am 25. September wieder deutlich machen“, so Carla Reemtsma aus Münster.

Junger Wilder auf Meyers Hof – Harzer Rotvieh© Erlebniszoo-Hannover

Junger Wilder auf Meyers Hof

24. Juli 2020/in Panorama

HANNOVER (PM). Auf dem Zoobauernhof erkundet der jüngste Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover sein Reich: Harzer Rotvieh Kälbchen Karl kam in der Nacht zum 20. Juli auf dem Zoobauernhof zur Welt. Seinen Namen haben dieses Mal die Tierpflege-Azubis ausgewählt. Sie suchten nach schönen, altdeutschen Namen für den Nachwuchs von Kuh Irma – ganz nach der Tradition des Zoobauernhofs, der bedrohte, altdeutsche Haustierrassen beherbergt.

Denn Karl zählt als Rotes Höhenvieh zu den seltenen Haustierrassen und steht als „gefährdet“ auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH). Gab es ursprünglich im Jahr 1896 noch über 134.000 Tiere, schrumpfte der Bestand dieser Rasse bis 1936 auf nur noch 44.000. Heute leben etwa 2.323 dieser Rinder auf Bauernhöfen sowie in Zoos und Tierparks, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, aktiv zum Erhalt dieser Haustierrasse beizutragen.

Starthilfe beim Trinken

Kälbchen Karl stand schon wenige Minuten nach der Geburt, wenn auch etwas wackelig, auf seinen Beinen. Allerdings schien er doch nicht direkt den Weg zum Euter zu finden. Kurzerhand halfen die Tierpfleger ihm bei den ersten Trinkversuchen und zeigten ihm, wo er sich an der Milchbar von Mutter Irma satt trinken kann.

Inzwischen ist Karl so fit und munter, dass er täglich die große Koppel auf Meyers erobert. Besonders am frühen Morgen tobt der junge Wilde mit großen Bocksprüngen ausgelassen über die Wiese – immer unter den wachsamen Augen von Mutter Irma, die gut auf ihr Kalb aufpasst.

Haustierrassen – vom Aussterben bedroht

Dass Haustierrassen vom Aussterben bedroht sind, klingt zunächst unlogisch. Und obwohl viele alte Rassen, wie die von Meyers Hof, robust und vielseitig sind, können sie in der modernen Viehwirtschaft mit spezialisierten Hochleistungsrassen nicht mehr mithalten. Deshalb will sie heutzutage kaum noch ein Landwirt halten – sie werden nicht mehr gezüchtet und sind daher leider vom Aussterben bedroht.

Weitere Funde bedrohter Riffe machen Ostseetunnel-Bau unzumutbar – Ostseeduenenb

Weitere Funde bedrohter Riffe machen Ostseetunnel-Bau unzumutbar

22. Juni 2020/in Panorama

Berlin/Hamburg/Kiel – Das Kieler Umweltministerium bestätigte den Fund weiterer, unter strengem Naturschutz stehender, Steinriffe entlang der geplanten Ostseetunnel-Strecke. Bereits im Sommer 2019 hat der NABU dort zwei Riffe nachgewiesen, die das Umweltministerium zum Anlass nahm, den Meeresboden genauer zu untersuchen. Daraufhin fanden sie jetzt weitere Riffe, die durch die Fehmarnbeltquerung beeinträchtigt würden. Schon letzte Woche geriet das milliardenschwere Bauprojekt in massive Kritik durch den EU-Rechnungshof. Die Kostenplanung sei ausufernd und die Verkehrsprognosen fehlerhaft.

Dazu kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Die Bauplanung des Ostseetunnels wirkt nachlässig: Die Kosten sind mittlerweile auf rund 8 Milliarden Euro gestiegen, die Verkehrsprognosen sind fehlerhaft und die Zerstörung des einzigartigen marinen Ökosystems unwiderruflich. Das alles steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Seit über 10 Jahren warnt der NABU vor dem Bau des völlig überteuerten Prestigeprojektes. Wir hoffen, dass dieses klima- und umweltschädliche Großprojekt durch die berechtigte Kritik vom EU-Rechnungshof und dem Kieler Umweltministerium jetzt neu bewertet wird“.

Seit mehr als einem Jahrzehnt engagiert sich der NABU gegen den Bau des Ostseetunnels. Im April 2019 reichte der Umweltverband Klage gegen den Planfestellungsbeschluss ein. Im Zentrum der Kritik steht der Umwelt-Schaden im Naturschutzgebiet ‚Fehmarnbelt‘. „Angesichts des dramatisch schlechten ökologischen Zustands der Ostsee und eines laufenden Vertragsverletzungsverfahrens der EU kann es sich Deutschland nicht erlauben, diese Kleinode am Meeresboden – seltene Lebensgemeinschaften aus Schwämmen, Moostierchen und Großalgen – einfach wegbaggern zu lassen,“ mahnt NABU-Meeresschutzexperte Dr. Kim Detloff. Die vom NABU angezeigten Riffe waren zwar in älteren Planungsunterlagen bereits verzeichnet, verschwanden aber im Laufe der Projektentwicklung wieder. Zudem ist nicht abschließend geklärt, ob sich nicht noch weitere Riffe nahe der Fehmarnbelttrasse auf deutscher und dänischer Seite befinden.

Neben dem drohenden Umweltskandal stellt sich zunehmend die Nutzenfrage. Dazu Malte Siegert, Leiter Natur- und Umweltpolitik in der NABU-Landesgeschäftsstelle Hamburg: „Die Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren völlig verändert. Angesichts deutlich geringerer Verkehrserwartungen sollte, wenn überhaupt, ein gebohrter Eisenbahntunnel in Erwägung gezogen werden. Das wäre hinsichtlich der europäischen Verkehrsidee „from road to rail“ angemessen. Zudem fallen allein zwei Drittel des Betons von mehreren Millionen Kubikmetern für den Straßenanteil des Tunnels an. Sowohl für den Bau als auch für den Betrieb wäre das ein Anachronismus in Zeiten globaler Klimaverpflichtungen. Der Ostseetunnel ist zu teuer, klimaschädlich und bedrohlich für ein sensibles marines Ökosystem“.

Im September dieses Jahres soll der dreiwöchige Prozess Ostseetunnel-Bau vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beginnen. Ob sich der Termin angesichts der neu bestätigten Rifffunde und den daraus resultierenden Planänderungen halten lässt, bleibt abzuwarten.

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