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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

Tapfer trotz brennender Not – UNICEF Foto des Jahres 2020

Tapfer trotz brennender Not

22. Dezember 2020/in Panorama

KÖLN / BERLIN (PM). Das UNICEF-Foto des Jahres 2020 zeigt den Exodus von Kindern aus dem brennenden Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Das Siegerbild des griechischen Fotografen Angelos Tzortzinis hält die Tapferkeit, Fassungslosigkeit und Hilfsbereitschaft von Kindern angesichts höchster Not in einer bewegenden Momentaufnahme fest.

Auch der zweite und der dritte Preis des internationalen Wettbewerbs von UNICEF Deutschland fangen Geschichten von Kindern ein, die bedrückenden und außergewöhnlichen Lebensumständen standhalten. Die Reportage des indischen Fotografen Supratim Bhattacharjee über arbeitende Kinder auf den größten Kohlefeldern Asiens erhält den zweiten Preis. Der deutsch-russische Fotograf Evgeny Makarov zeigt in seiner Reportage aus Brasilien eine Ballettschule als Antwort auf Gewalt und Drogen im Alltag von Kindern in den Favelas von Rio de Janeiro. Sie wird mit dem dritten Preis ausgezeichnet.

„Das UNICEF-Foto des Jahres 2020 ist eine eindringliche Mahnung. Es erzählt von einem Drama direkt vor unserer Haustür. Das Bild konfrontiert uns mit unserer Menschenpflicht: Wir in Europa müssen endlich eine Antwort finden – auch für die Kinder von Moria. Wir müssen gemeinsam mehr tun, um auch in ihr Leben Hoffnung zu bringen“, erklärt Elke Büdenbender, Schirmherrin von UNICEF Deutschland.

„Das Jahr 2020 hat für viele Mädchen und Jungen auf der Welt eine Eskalation an Katastrophen gebracht“, sagt Peter-Matthias Gaede, stellvertretender Vorsitzender von UNICEF Deutschland. „Aus einem Flüchtlingslager fliehen zu müssen, in ohnehin armseligen Lebensverhältnissen zusätzlich von der Corona-Pandemie bedroht zu werden, von Kinderarbeit nicht nur körperlich, sondern auch seelisch zerstört zu werden: Bilder aus dem diesjährigen Wettbewerb zeigen, was das bedeutet. Ihre Botschaft: Helfen wir den Kindern!“

„Covid-19 hat das Arbeitsfeld der Fotoreporter enorm eingeschränkt. Reisen wurden fast unmöglich. Gleichwohl erreichten die Jury für das UNICEF-Foto des Jahres 2020 bemerkenswerte Bilder und Bild-Essays. Realisiert häufig von den einheimischen Fotografen der Brennpunkte der Welt“, sagt Prof. Klaus Honnef, Vorsitzender der Jury. „Zehn herausragende Bild-Geschichten von Kindern zeichnete die Jury aus, deren Lebenswelt die unterschiedlichsten Zwänge und Herausforderungen prägen.“

Das Siegerbild: Die brennende Not

Am 9. September 2020 zerstört im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ein Feuer die Unterkünfte von 13.000 Menschen, darunter 4.000 Kinder. Die Geflüchteten und migrierten Menschen kommen aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak. Die Zustände im Lager sind seit Jahren unerträglich: Überfüllung, kaum sauberes Wasser, nicht genug Lebensmittel, kein Dach über dem Kopf, keine Schulen oder Spielmöglichkeiten. Der griechische Fotograf Angelos Tzortzinis hält einen Moment fest, in dem Tapferkeit, Fassungslosigkeit und Hilfsbereitschaft, angesichts höchster Not zusammentreffen. Nahezu jeder zweite Geflüchtete oder Vertriebene auf der Welt ist nach Schätzung von UNICEF ein Kind oder Jugendlicher.

Tapfer trotz brennender Not – Angelos Tzortzinis 01 Social Media Credit deutsch

© Angelos Tzortzinis, Griechenland (AFP)

Der zweite Preis: Der Fluch der Kohle

In Jharia im indischen Bundesstaat Jharkhand liegen die größten Kohlefelder Asiens. Auf 280 Quadratkilometern wird hier Kohle im Tagebau gewonnen, oftmals von Kindern. Der indische Fotograf Supratim Bhattacharjee hat in den Gesichtern dieser Kinder ihr ganzes Elend eingefangen: Entsetzen, Erschöpfung, Zerstörung. Das gefährliche Umfeld der Kohlefelder ist geprägt von toxischen Gasen, verschmutzter Luft und verunreinigtem Trinkwasser. Der Tageslohn liegt umgerechnet bei ein bis zwei US-Dollar. Viele Mädchen und Jungen sind mangelernährt; tausende Kinder gehen nicht zur Schule.

Tapfer trotz brennender Not – Supratim Bhattacharjee 01 Social Media Credit deutsch

© Supratim Bhattacharjee, Indien

Der dritte Preis: Das Favela-Ballett

Mitglieder einer der besten Tanz-Akademien Brasiliens haben beschlossen, für eine Alternative zu den oftmals aussichtslosen Lebensbedingungen in den Favelas von Rio de Janeiro zu sorgen. In der Favela Manguinhos eröffneten sie eine Ballettschule. 250 Mädchen erleben hier Freude und Spiel, können zur Schule gehen und Ausflüge in das Teatro Municipal machen. Der in Deutschland lebende russische Fotograf Evgeny Makarov hat die Ballettschülerinnen von Manguinhos auf ihren Wegen durch die Favela begleitet, beim Training in der Schule und in einer Gemeinschaft, die sie glücklich macht.

Tapfer trotz brennender Not – 03. Evgeny Makarov 01 Social Media Credit Deutsch

© Evgeny Makarov, Deutschland/Russland (Agentur Focus)
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Sieben weitere Reportagen hob die Jury mit ehrenvollen Erwähnungen hervor:

• Anas Alkharboutli, Syrien (dpa), Reportage: Sport statt Krieg, Spaß statt Angst (Syrien)

• Daniele Vita, Italien, Reportage: Die Ragazzi von Catania (Italien)

• Elena Chernyshova, Russland/Frankreich (Panos Pictures), Reportage: Von der Schule des Lebens in die Schule des Staates (Russland)

• Erfan Kouchari, Iran (Tasnim News Agency), Reportage: Corona – und die kleine Freiheit auf dem Dach (Iran)

• Hamed Malekpour, Iran, Reportage: Ein Herz, zwei Leben (Iran)

• Nicoló Filippo Rosso, Italien, Reportage: Auf der Flucht aus Venezuela (Kolumbien)

• Sumon Yusuf, Bangladesch, Reportage: Ihr Bett ist die Straße (Bangladesch)

Unfalltote Niedersachsen© Bernd Günther

Zahl der Verkehrstoten fällt auf historischen Tiefststand

10. Dezember 2020/in Verkehr, Panorama

MÜNCHEN (PM). Im Jahr 2020 werden nach einer aktuellen Prognose des ADAC 2.780 Menschen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sein. Damit wären im Vergleich zum Vorjahr 266 bzw. 8,7 Prozent weniger Verkehrstote zu beklagen. Hauptgrund für das deutliche Minus dürften der Corona-bedingte Rückgang von Pendlerfahrten, die vielen ausgefallenen Urlaubsfahrten und damit das insgesamt geringere Verkehrsaufkommen sein. Der bisherige Tiefststand lag nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes bei 3.046 Verkehrstoten im Jahr 2019.

Auch die Zahl der bei einem Verkehrsunfall Verunglückten wird in diesem Jahr stark rückläufig sein. Gegenüber dem Vorjahr rechnet der ADAC für 2020 mit 336.000 Verunglückten – ein Minus von 13,2 Prozent. Ebenfalls stark sinken wird die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle: Der ADAC geht von rund 2.270.000 Unfällen aus, das wäre ein Rückgang von 15,5 Prozent. Bei voraussichtlich rund 268.000 Verkehrsunfällen – und damit 10,7 Prozent weniger als im Vorjahr – werden zudem Personen zu Schaden gekommen sein.

Ein Rückgang bei der Zahl der Verkehrstoten ist allerdings nicht bei allen Verkehrsarten zu verzeichnen: Während 14 Prozent weniger Pkw-Insassen und etwa 10 Prozent weniger Motorradfahrer bei Unfällen ums Leben kommen, steigt die Zahl der Getöteten bei Fußgängern und Radfahrern um jeweils vier Prozent. Hintergrund ist unter anderem das veränderte Mobilitätsverhalten seit Beginn der Corona-Krise: deutlich mehr Wege wurden in diesem Jahr mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt.

Auch vor diesem Hintergrund sieht der ADAC weiterhin Handlungsbedarf zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. ADAC Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand: „Gerade die schwächeren Verkehrsteilnehmer werden auch in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit sein müssen – allen bisherigen Verbesserungen der Verkehrssicherheit zum Trotz. Jeder einzelne Verkehrsteilnehmer ist darüber hinaus aufgefordert, sich rücksichtsvoll zu verhalten und auf riskante Fahrmanöver zu verzichten, egal ob im Auto, auf dem Fahrrad oder mit dem eScooter.“

Impfzentren: THW bereitet sich auf Aufbau und Betrieb vor – THW Impfzentrum Aufbau

Impfzentren: THW bereitet sich auf Aufbau und Betrieb vor

25. November 2020/in Panorama

BONN (PM). Das Technische Hilfswerk (THW) bereitet sich darauf vor, den Aufbau von Corona-Impfzentren deutschlandweit zu unterstützen und bietet hierfür seine vielfältigen Einsatzoptionen an. THW-Präsident Gerd Friedsam sicherte den Bundesländern die Unterstützung durch THW-Kräfte zu: „Mit der technisch-logistischen Expertise des THW können wir bei Einrichtung und Versorgung der Impfzentren helfen sowie Impfdosen und medizinisches Material transportieren.“

Laut der Bundesregierung soll, sobald ein Impfstoff gegen das Corona-Virus verfügbar ist, der Betrieb der Impfzentren starten. THW-Kräfte bereiten sich bundesweit bereits seit vergangener Woche auf technisch-logistische Unterstützungsleistungen vor. Das THW greift dabei aufgrund seiner flächendeckenden Struktur auf ein effizientes Logistiknetz und einen einsatzbereiten Fuhrpark in den 668 Ortsverbänden zurück. Ehrenamtliche stehen bereit, um Impfzentren zu errichten und mit der notwendigen Infrastruktur zu versorgen. Außerdem sind sie in der Lage, Impfdosen und weitere Materialien zu transportieren.

Die Corona-Fallzahlen sind weiterhin sehr hoch und viele Gesundheitsämter kommen an ihre Belastungsgrenze. Deshalb helfen ihnen THW-Kräfte unter anderem in Sachsen und Nordrhein-Westfalen, Infektionsketten nachzuvollziehen. Ehrenamtliche recherchieren und informieren dabei seit Ende Oktober Corona-Kontaktpersonen, um die Ausbreitung des Virus zu begrenzen. Das THW steht weiterhin zur Verfügung, um die Gesundheitsbehörden bei der Kontaktverfolgung zu entlasten.

Viele THW-Einsatzkräfte haben bereits seit Februar 2020 mit großem Engagement dazu beigetragen, der Gesellschaft zu helfen. Im Kampf gegen das Corona-Virus leistet das THW mit seinen umfangreichen Einsatzoptionen einen wichtigen Beitrag, um das medizinische Personal mit Schutzausrüstung zu versorgen und die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen. In Spitzenzeiten waren täglich rund 1.200 THW-Kräfte im Einsatz. So richtete das THW im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat eine „zentrale Koordinierungsinstanz Logistik“ ein, von der aus Schutzausstattung an rund 130 Dienststellen des Bundes verteilt werden. In mehreren Bundesländern errichteten Ehrenamtliche außerdem zentrale THW-Verteilstützpunkte für Schutzausrüstung.

Neben der logistischen Expertise bauten Einsatzkräfte bundesweit Corona-Testzentren und Abstrich-Stationen für Reiserückkehrende auf. Während der Corona-Lage unterstützten bisher mehr als 9.000 THW-Helferinnen und -Helfer und leisteten dabei insgesamt rund 520.000 Dienststunden seit Februar.

Weltkatastrophenbericht 2020 des Roten Kreuzes – Weltkatastrophenbericht Chad

Weltkatastrophenbericht 2020 des Roten Kreuzes

17. November 2020/in Panorama

BERLIN (PM). Der Klimawandel wird für die Menschheit immer bedrohlicher. Das geht aus dem Weltkatastrophenbericht 2020 der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) hervor, der heute in Genf veröffentlicht wird. Demnach traten im Jahr 2019 weltweit 308 Naturkatastrophen auf, 77 Prozent davon waren klimabedingt. Die Folge: 24.396 Tote, 97,6 Millionen Betroffene.

„Aufgrund der globalen Erwärmung treten Wetterextreme wie Überschwemmungen, Stürme und Hitzewellen immer häufiger auf, ihr Ausmaß wird immer fataler. Die Zahl der wetterbedingten Naturkatastrophen ist in den vergangenen 30 Jahren um 35 Prozent gestiegen. Die Weltgemeinschaft muss daher dringend gemeinsam wirkungsvolle Maßnahmen umsetzen, um die Erderwärmung zu stoppen. Der Klimawandel ist langfristig eine größere Herausforderung als die Coronavirus-Pandemie,“ sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Christian Reuter.

Maßnahmen zum besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels müssten laut Weltkatastrophenbericht vor allem die Menschen erreichen, die davon besonders betroffen sind, wie zum Beispiel in Küstenregionen. Um Gemeinden besser vor der zunehmenden Bedrohung durch Wetterextreme zu schützen, müssten lokale Strukturen gestärkt und nachhaltige Investitionen in die Katastrophenvorsorge getätigt werden – das gelte für Regierungen, Geldgeber und humanitäre Akteure. Besonders die vorausschauende humanitäre Hilfe müsste gefördert werden, um bereits vor dem Auftreten einer Katastrophe aktiv werden zu können.

„Deswegen bringen wir als DRK diesen Ansatz der vorausschauenden humanitären Hilfe (Forecast-based Financing, FbF) voran, den wir zusammen mit IFRC und dem Rotkreuz-Rothalbmond-Klimazentrum entwickelt haben und der vom Auswärtigen Amt unterstützt wird. Ziel ist es, anhand von Wetterdaten drohende Extremwetterereignisse besser vorherzusagen, ihre Auswirkungen zu minimieren und Menschenleben zu schützen. Wird ein vorab definierter Vorhersage-Schwellenwert erreicht, werden automatisch finanzielle Hilfsmittel freigegeben – um zum Beispiel Häuser zu stabilisieren, Menschen zu evakuieren und ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen,“ erklärt Reuter.

Das DRK arbeite daran, vorausschauende humanitäre Hilfe auch im Gesundheitsbereich zu etablieren, um künftig noch besser auf Krankheitsausbrüche wie die Coronavirus-Pandemie vorbereitet zu sein und noch frühzeitiger reagieren zu können.

DRK legt substanzielles Angebot für Reformtarifvertrag vor – DRK Christian Reuter

DRK legt substanzielles Angebot für Reformtarifvertrag vor

16. November 2020/in Panorama

BERLIN (PM). Die Tarifkommission der Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat der Gewerkschaft ver.di im Vorfeld der am 18. November 2020 stattfindenden zweiten Verhandlungsrunde zum DRK-Reformtarifvertrag ein substanzielles Angebot unterbreitet. Es umfasst Entgelterhöhungen um mindestes 3,3 Prozent, die Zahlung einer „Corona-Prämie“ sowie erhebliche Verbesserungen für die Auszubildenden sowie Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus sind weitere Verbesserungen insbesondere für die Pflege und den Rettungsdienst Bestandteil des Angebotes.

„Wir haben uns dazu entschieden, schon vor der zweiten Verhandlungsrunde ein abschlussfähiges Angebot vorzulegen, um unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie in den Gesprächen schnell zu einer Einigung zu kommen“, sagt der Vorsitzende der BTG, DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Das Angebot hat insbesondere die Auszubildenden sowie Schülerinnen und Schüler im Blick. Hier wollen wir deutlich über den Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes liegen, um die Attraktivität des DRK als Arbeitgeber weiter zu steigern“, erklärt Reuter weiter. Für die Pflege und den Rettungsdienst beinhaltet das Angebot viele finanzielle Verbesserungen, insbesondere in Form von Zulagen.

„Mit dem Angebot sind wir bis an die Grenze des maximal Machbaren und Vertretbaren gegangen. Wir wollen jedoch ein Zeichen in dieser besonders schwierigen Zeit setzen und ver.di klar signalisieren, dass wir es wirklich ernst meinen. Wir hoffen, dass ver.di das Angebot konstruktiv aufnimmt und wir auf dieser Grundlage zu einem zeitnahen Abschluss kommen“, sagt Reuter.

Die Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes ist eine Arbeitgebervereinigung im Sinne des § 2 Tarifvertragsgesetz und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder durch den Abschluss von Tarifverträgen. Derzeitige Mitglieder der BTG sind die Landestarifgemeinschaften der DRK-Landesverbände Baden-Württemberg und Badisches Rotes Kreuz, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saarland und das Generalsekretariat in Berlin sowie die Kreisverbände Cloppenburg, Ostholstein, Soltau und Verden und die DRK-Rettungsdienstgesellschaften in Cloppenburg und Potsdam-Mittelmark als Sondertarifgemeinschaften. Die Tarifverträge der BTG gelten unmittelbar für rund 38.600 Beschäftigte des DRK. Mittelbar sind darüber hinaus ca. 21.000 Rotkreuzschwestern betroffen.

Covid-19-Ansteckungsrisiko selbst berechnen – Conrona Rechner

Covid-19-Ansteckungsrisiko selbst berechnen

12. November 2020/in Panorama, Gesundheit

MAINZ (PM). Auch wenn sich die Fachwelt noch nicht ganz einig ist, gehen viele Experten davon aus, dass Aerosolpartikel bei der Übertragung von Sars-CoV-2-Viren eine wichtige Rolle spielen. Aerosole entstehen beim Atmen, Husten oder Niesen, aber auch beim Reden und Singen. Anders als Tröpfchen fallen sie nicht schnell zu Boden, sondern können längere Zeit in der Luft bleiben und sich im ganzen Raum verteilen.

In Innenräumen, in denen viele Menschen längere Zeit zusammen sind, ist die Gefahr also besonders groß, sich auch über Aerosole mit dem Coronavirus anzustecken. Doch wie hoch ist das Infektionsrisiko wirklich? Und wie stark lässt es sich durch Maske Tragen, Lüften und Abstandhalten reduzieren? Wie hoch das Risiko ist, sich in einem geschlossenen Raum über winzige Schwebteilchen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 anzustecken, lässt sich jetzt mit einem Algorithmus ermitteln. Er gibt auch an, wie das Risiko durch Schutzmaßnahmen wie Masken tragen und Lüften herabgesetzt wird. Er erlaubt allerdings keine Aussagen über das Risiko, sich durch größere Tröpfchen anzustecken, wenn man mit einem Virusträger auf kurze Distanz Kontakt hat. Der Ansatz kann vielmehr die AHA-L-Regeln ergänzen.

Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie und des Cyprus Instituts, Zypern, haben nun eine Studie veröffentlicht, in der sie einen einfachen Rechenalgorithmus vorstellen, um die Wahrscheinlichkeit von Coronavirusinfektionen durch Aerosole in Innenräumen abzuschätzen. Der Algorithmus beruht unter anderem auf Messdaten zur Virenlast in Aerosolen, zur Menge der Schwebteilchen, die Menschen bei verschiedenen Aktivitäten abgeben, und zum Verhalten der Partikel in Räumen. Eine große Unsicherheit ist dabei die Anzahl an Viren, die Aerosole enthalten, da sie sich zwischen verschiedenen Trägern stark unterscheiden kann. Das Modell ermittelt zudem gezielt das Ansteckungsrisiko über die Tröpfchen und Partikel, die so klein sind, dass sie lange in der Luft bleiben und sich in Räumen verteilen. Zur Gefahr, sich über größere, schnell zu Boden fallende Tröpfchen zu infizieren, wenn man mit Trägern des Virus über kurze Distanz spricht, lacht oder singt, erlaubt es keine Aussagen.

Verschiedene Szenarien wählbar: Klassenraum, Büro, Feier oder Chorprobe

Die Berechnung des Ansteckungsrisikos über Aerosole ist über eine Eingabemaske auf der Webseite des Max-Planck-Instituts für Chemie möglich. Darin kann man verschiedene Parameter wie Raumgröße, Personenzahl und Dauer des Aufenthaltes eintragen. Mit der Annahme, dass eine Person in dem Raum hochinfektiös ist, errechnet der Algorithmus automatisch die Übertragungswahrscheinlichkeit für die vom Nutzer eingestellten Szenarien. Und zwar sowohl die individuelle Ansteckungsgefahr, als auch diejenige für irgendeine Person im Raum. Zudem kann man zwischen verschiedenen Szenarien wählen: einem Klassenraum, einem Büro, einer Feier und einer Chorprobe. Für Experten stehen zudem Felder zur Verfügung, in denen man Angaben wie die Infektionsdosis, die Viruskonzentration des Infizierten und Überlebenszeit des Virus in der Luft variieren kann. Auch die Filtereffizienz von Gesichtsmasken oder die Luftwechselrate sind flexibel einzustellen.

„Wir möchten einen Beitrag leisten, damit zum Beispiel eine Schule oder ein Geschäft selbst ausrechnen kann, wie hoch das Infektionsrisiko in den Räumen ist und wie effektiv welche Sicherheitsmaßnahme ist,“ sagt Jos Lelieveld, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie und Erstautor der in der Fachzeitschrift International Journal of Environmental Research and Public Health veröffentlichten Studie. Darin stellen die Mainzer Wissenschaftler die Berechnungsgrundlage und die Annahmen vor, die der Rechnung zugrunde liegen. So atmet ein Erwachsener durchschnittlich etwa 10 Liter Luft pro Minute ein und wieder aus. Zudem nehmen sie an, dass die infektiöse Dosis, sich mit Sars-CoV-2 zu infizieren, größenordnungsmäßig bei etwa 300 Viren bzw. RNA-Kopien pro Person liegt. Verdeutlicht wird die Berechnung anhand einer Schulklasse, in der keine Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden: Ein 60 Quadratmeter großer und drei Meter hoher Klassenraum mit 25 Schülern älter als zehn Jahre und sechs Stunden Unterricht, in dem ein Schüler zwei Tage lang hoch-infektiös ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine bestimmte Person unter diesen Umständen infiziert, liegt laut Rechnung bei knapp 10 Prozent, die, dass sich eine beliebige Person ansteckt, jedoch bei über 90 Prozent. Eine Ansteckung ist also nahezu unvermeidbar. Hoch-infektiös ist eine infizierte Person in der Regel nur wenige Tage. Von den Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, sind immer etwa 20 Prozent hoch-infektiös. Sie sind nicht zu verwechseln mit den sogenannten Superspreadern, von denen bisher nicht bekannt ist, wie häufig sie auftreten.

Variablen machen das Modell individuell nutzbar

„Unsere Berechnungen zeigen, dass man das Infektionsrisiko durch regelmäßiges Stoßlüften etwa um die Hälfte, durch zusätzliches Maskentragen sogar um einen Faktor fünf bis zehn senken kann“, ergänzt Atmosphärenforscher Lelieveld. Am Beispiel der Schulklasse heißt das: Lüftet die Klasse aus dem Beispiel oben einmal Mal pro Stunde, reduziert sich die Wahrscheinlichkeit auf 60 Prozent. Tragen zudem alle Schüler Masken, sinkt das Infektionsrisiko auf etwa 24 Prozent. Gibt man nun noch in die Eingabemaske ein, dass nur die Hälfte der Schüler am Unterricht teilnimmt, sinkt die Übertragungswahrscheinlichkeit auf 12 Prozent. Das individuelle Risiko, sinkt im gleichen Fall von zehn Prozent auf ein Prozent. Dabei ermittelt das Modell ausschließlich das Ansteckungsrisiko über die Aerosolpartikel, die so klein sind, dass sie lange in der Luft bleiben und sich in Räumen verteilen. Zur Gefahr, sich über größere, schnell zu Boden fallende Tröpfchen zu infizieren, wenn man mit Trägern des Virus über kurze Distanz spricht, lacht oder singt, erlaubt es keine Aussagen.

In ihrer Publikation gehen die Forscher auch darauf ein, welche Unsicherheiten es in den Berechnungen gibt. Diese liegen zum Beispiel in Annahmen wie der Überlebensdauer der SARS-CoV-2 Viren in der Luft oder der Virusmenge, die ein Infizierter abgibt. „Unseren Annahmen liegt der derzeitige Stand der Wissenschaft zugrunde,“ sagt Frank Helleis, Physiker am Max-Planck-Institut für Chemie. „In der Rechnung stecken mehrere Variablen und Annahmen. So machte es einen Unterschied, ob und wie viel Menschen in einem Raum sprechen und singen, wie hoch die Viruskonzentration im Speichel ist und wie die Raumluftwechselrate ist, aber jeder Faktor geht über einen einfachen Dreisatz in die Kalkulation ein“, so Helleis, der die Rechenbasis erstellt hat.

Helleis und seine Kollegen sind überzeugt, dass ihr Algorithmus vielen helfen kann, das Risiko von Infektionen in Innenräumen besser zu verstehen und durch geeignete Maßnahmen zu verringern.
SB/PH

Der Algorithmus ist verfügbar unter:
https://www.mpic.de/4747361/risk-calculator

Ihre Stimme für Wildbiene und Schmetterling – Stimme für Wildbiene mf© Matthias Falk

Ihre Stimme für Wildbiene und Schmetterling

10. November 2020/in Panorama

HANNOVER (mf). Heute Vormittag stehen Änderungen wichtiger Gesetze, über die die Allianzpartner aus Natur­schutz, Landwirtschaft und Politik innerhalb des Niedersächsischen Weges über Monate verhandelt haben, im niedersächsischen Landtag zur abschließenden Beratung an. Der BUND appelliert an die Abgeordneten, mit ihrer Zustimmung den Weg für mehr Artenvielfalt in Niedersachsen zu ebnen und den Dialog zwischen Landwirtschaft und Naturschutz zu unterstützen.

Mit den Gesetzesänderungen werden für Insekten wertvolle Lebensräume wie Streuobstwiesen künftig deutlich besser geschützt. Heute haben BUND-Aktivisten mit Schildern, Banner und in bunten Kostümen morgen früh vor dem Landtag erinnert und den Abgeordneten symbolisch einen Apfel überreicht. Ministerpräsident Stephan Weil, Umweltminister Olaf Lies und Landwirt­schaftsministerin Barbara Otte-Kinast haben den fruchtigen Gruß vor Beginn der Sitzungen dankend ent­gegen genommen.

ADAC Luftrettung auf zweite Welle vorbereitet – ADAC Luftrettung

ADAC Luftrettung auf zweite Welle vorbereitet

4. November 2020/in Panorama

MÜNCHEN (PM). Die aktuell steigenden COVID-19-Infektionszahlen werden auch bei der ADAC Luftrettung mit Sorge beobachtet. Das Corona-Virus stellt die gemeinnützige Organisation aus München erneut vor große Herausforderungen.

„Der Rettungsdienst aus der Luft ist in Deutschland aber aktuell uneingeschränkt gesichert“, betont Geschäftsführer Frédéric Bruder.  „Mit unseren Erfahrungen aus der ersten Welle sind wir bestmöglich auf den Anstieg von COVID-19-Verlegungsflügen vorbereitet. Wir transportieren unsere Patienten, ob an COVID-19 erkrankt oder nicht, wie gewohnt sicher und zuverlässig in unseren Hubschraubern“.

Lob gab es von der ADAC Luftrettung für das sogenannte „Kleeblatt-Konzept“ des Bundesinnenministeriums. Bei knappen Kapazitäten wollen Bund und Länder künftig Intensivpatienten, die an Covid-19 erkrankt sind, zwischen den Bundesländern verteilen. „Dies ist ein wichtiger und richtiger Schritt, um frühzeitig regionale Engpässe bei der Versorgung von Corona-Intensivpatienten zu verhindern. Auf solche Überlastungen können wir so auch in der Luft besser und schneller reagieren als noch im Frühjahr“, erklärte Geschäftsführer Bruder.

Auf den 37 Stationen der ADAC Luftrettung gilt derzeit die höchste Sicherheitsstufe sowie ein sehr strenges Sicherheits- und Hygienekonzept für Infektionsschutztransporte. Für dieses war die ADAC Luftrettung erst kürzlich als erste Rettungsdienstorganisation in Deutschland mit dem Qualitätssiegel „Sicher gegen Corona“ vom TÜV Hessen ausgezeichnet worden. Niemand außer den Crews, die je aus einem Piloten, Notarzt und Notfallsanitäter bestehen, hat derzeit Zutritt zu den Luftrettungsstationen.

Innerhalb der Crews besteht konsequente Kontaktminimierung. Um diese sowie die Patienten im Einsatz und auf den Stationen vor einer Erkrankung zu schützen, sind die Ausgaben für Schutzanzüge, -Masken und -Brillen sowie Desinfektionsmittel seit Ausbruch der Pandemie von regulär rund 20.000 Euro pro Jahr auf bereits mehr als 1,2 Millionen Euro angestiegen. Um die Crews zu schützen – und so die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten – werden in der ADAC HEMS Academy, dem Ausbildungs- und Trainingszentrum für Hubschrauberpiloten, Notärzte und Rettungsassistenten in Bonn-Hangelar, inzwischen auch sogenannte Plasma-Ionisatoren zur Luftreinigung eingesetzt. Lohn der Investitionen: Wegen COVID-19-Infektionen ist es bis heute noch zu keinen Einschränkungen der Einsatzbereitschaft gekommen.

Die aktuellen Entwicklungen werden bei der ADAC Luftrettung täglich analysiert, um eventuelle Anpassungen der Prozesse oder notwendige Investitionen umgehend zu tätigen. In Abstimmung mit der Muttergesellschaft der ADAC Luftrettung, der gemeinnützigen ADAC Stiftung, wurden bereits zu Beginn der Pandemie Finanzmittel zur Verfügung gestellt, um schnell und pragmatisch in Vorleistung zu treten und alle notwendigen unerwarteten Investitionen zur Aufrechterhaltung des Rettungsdienstes aus der Luft mit der gewohnten Flug- und Patientensicherheit leisten zu können.

In der Pandemie-Hochphase von Mitte März bis Ende Juni hatten die fliegenden Gelben Engel rund 450 Corona-Einsätze geflogen und mit Spezialverlegungstransporten aus Frankreich grenzüberschreitende Hilfe geleistet sowie die Bundeswehr bei deren Italien-Hilfe unterstützt. Um zusätzliche Kapazitäten für Notfälle und Intensivverlegungen zu schaffen, war bereits Mitte April in Ludwigshafen mit „Christoph 112“ der erste bundesweit alarmierbare Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber stationiert worden. „Christoph 112“ ist aufgrund seiner Ausstattung bestens geeignet für den Transport schwer lungenkranker Patienten und kann so für intensivmedizinische Verlegungen von Corona-Patienten eingesetzt werden, die auch während der Verlegung beatmet werden müssen.

In Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz haben die fliegenden Gelben Engel außerdem die Polizeihubschrauberstaffel zu den besonderen Hygienemaßnahmen bei Infektionstransporten geschult. So können Corona-Patienten nun im Notfall auch von der Polizei transportiert werden.

Tarifeinigung im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen – Tarifbaustelle© Bernd Günther

Tarifeinigung im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen

25. Oktober 2020/in Panorama, Niedersachsen

BERLIN (PM). In der Tarifrunde für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen haben die Tarifparteien einen Abschluss erzielt. Dadurch steigen die Einkommen tabellenwirksam um 4,5 Prozent in der niedrigsten Entgeltgruppe und -stufe und noch um 3,2 Prozent in der höchsten Eingruppierung.

In der Pflege beträgt die Steigerung 8,7 Prozent und in der Spitze für Intensivkräfte rund zehn Prozent. Alle Beschäftigten erhalten zusätzlich noch in diesem Jahr eine Corona-Prämie, für die unteren Entgeltgruppen (1-8) 600 Euro, die mittleren (9-12) 400 Euro, die oberen Lohngruppen (13-15) 300 Euro, für Auszubildende 225 Euro (Bund 200 Euro). Die Tarifvereinbarung läuft bis zum 31. Dezember 2022.

„Das ist unter den derzeitigen Bedingungen ein respektabler Abschluss, der für unterschiedliche Berufsgruppen, die im Fokus der Tarifrunde standen, maßgeschneidert ist“, sagte Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). „Besonders erfreulich ist, dass es uns gelungen ist, deutliche Verbesserungen für untere und mittlere Einkommensgruppen sowie für den Bereich Pflege und Gesundheit durchzusetzen“, betonte Werneke.

Die Löhne und Gehälter werden zunächst zum 1. April 2021 um 1,4 Prozent, mindestens aber 50 Euro sowie zum 1. April 2022 um weitere 1,8 Prozent angehoben. Auszubildende bekommen jeweils 25 Euro mehr. Für die Pflegekräfte wurden gesonderte Gehaltssteigerungen vereinbart. Ab März 2021 wird eine Pflegezulage von 70 Euro gezahlt, die ein Jahr später auf 120 Euro erhöht wird. Die Zulage in der Intensivmedizin wird mehr als verdoppelt auf 100 Euro monatlich, die Wechselschichtzulage steigt von 105 auf 155 Euro monatlich. In den Betreuungseinrichtungen wie Altenheimen wird die Pflegezulage mit einem Plus von 25 Euro auf Gleichstand mit den kommunalen Krankenhäusern gebracht. Ärzte in den Gesundheitsämtern erhalten ab März 2021 eine Zulage von 300 Euro monatlich.

Einen Durchbruch gab es in der Arbeitszeitangleichung Ost/West. Ab dem 1. Januar 2023 sinkt die Ost-Arbeitszeit auf Westniveau. Damit ist ein wesentliches Ziel der Gewerkschaft ver.di erreicht.

„Das außergewöhnlich hohe Engagement der Beschäftigten in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes und die Warnstreiks der letzten Wochen haben die Dringlichkeit einer schnellen Einigung aufgezeigt. Sie waren kurz, für manche in der Bevölkerung schmerzhaft, aber auch notwendig, wie sich gezeigt hat. Ohne Warnstreiks hätte es die notwendige Bewegung in den Tarifverhandlungen nicht gegeben“, sagte Werneke weiter.

Die von den Arbeitgebern geforderten Regelungen zur Abgruppierung in vielen Bereichen konnten abgewendet werden. Für Flughäfen können künftig Notlagen-Tarifverträge vereinbart werden, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Die tarifvertraglichen Regelungen zur Sicherstellung der Übernahme der Auszubildenden wird ebenso fortgeschrieben wie der Tarifvertrag zur Regelung der Altersteilzeit. In den unteren Einkommensgruppen 1 bis 8 wird zudem die Jahressonderzahlung 2022 um fünf Prozent erhöht. Bei den Angestellten der Sparkassen wird künftig ein Teil der Sparkassensonderzahlung in freie Tage umgewandelt.

ver.di strebt die Übertragung des Tarifergebnisses zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamten an.

Berechnungsbeispiele:

Eine Pflegefachkraft im Krankenhaus [Entgeltgruppe7/Stufe 6] mit derzeit rund 3.539,56 Euro Monatseinkommen erhält einschließlich der vereinbarten Zulagen künftig nach allen Anhebungen bis zu 300 Euro mehr.

In den unteren Einkommensgruppen würde etwa ein Beschäftigter der Müllabfuhr [Entgeltgruppe 3/Stufe 6] mit einem Monatseinkommen von 2.822,87 Euro am Ende 101,71 Euro mehr erhalten.

Am Sonntag werden die Uhren wieder auf Winterzeit umgestellt – Sommerzeit endet

Am Sonntag werden die Uhren wieder auf Winterzeit umgestellt

24. Oktober 2020/in Panorama, Hannover

HANNOVER (red.). In der Nacht von Samstag auf Sonntag (25. Oktober 2020) endet die Sommerzeit. Das bedeutet, dass alle Uhren um 3:00 Uhr nachts um eine Stunde Zurückgestellt werden müssen. Somit gilt ab morgen wieder für uns die Winterzeit.

Eigentlich sprach sich im März 2019 das EU-Parlament mehrheitlich für die Abschaffung der Umstellung ab 2021 aus. Nun müssen aber die einzelnen Regierungen entscheiden, ob sie lieber Sommer- oder Winterzeit als dauerhafte Zeitzone haben wollen. Somit ist eine Lösung des Zeitenwechsels in weitere Ferne gerückt.

Auch wenn sich heute die Uhren fast alle automatisch umstellen, verlassen sollte man sich nicht unbedingt darauf. Funkuhren können zum Beispiel an einer ungünstigen Position liegen oder hängen und durch mangelhaften Empfang des erforderlichen Signals die Umstellung im wahrsten Sinne des Wortes „verschlafen“.

Auch bei Unternehmen, vor allem bei den Verkehrsbetrieben, gibt es immer wieder Nachfragen. So teilte zum Beispiel die ÜSTRA in Hannover folgendes mit:

Von Samstag, 24. Oktober 2020, auf Sonntag, 25. Oktober 2020, werden die Uhren um 3 Uhr eine Stunde zurückgestellt. Demzufolge verlängert sich der ÜSTRA Nachtsternverkehr. Die Fahrkarten sind in dieser Nacht eine Stunde länger gültig, sodass für die ÜSTRA Fahrgäste durch die Zeitumstellung keine Nachteile entstehen.

Bei der Deutschen Bahn ist es ewas komplizierter bei der Rückumstellung im Oktober. Hier werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Nach 2.59 Uhr kommt 2.00 Uhr. Züge halten in der um eine Stunde längeren Nacht an einem geeigneten Bahnhof. So wird sichergestellt, dass sie ihre Zielbahnhöfe fahrplanmäßig erreichen und morgens nicht eine Stunde zu früh ankommen.

Besonders interessant ist es in dieser Nacht für werdende Mütter bei der Geburt. Zwischen 2:00 und 3:00 Uhr werden am Tag der Zeitumstellung zweimal so viele Geburten verzeichnet, da es diesen Zeitabschnitt insgesamt 2 Stunden gibt. Ganz lustig ist es dann bei Zwillingsgeburten um die Umstellungszeit. Wenn der eine Zwilling um 2:54 Uhr auf die Welt kommt und der andere um 3:04 Uhr (abzüglich 1 Stunde = 2:04 Uhr) dann wäre der 10 Minuten ältere Zwilling nach der Zeitkorrektur 50 Minuten jünger. Spätestens wenn der Erbfall eintritt und der ältere Zwilling Alleinerbe wird, dann ist der Streit vorprogrammiert. In diesem Sinne… eine ruhige Nacht und morgen früh lieber einmal mehr die Uhren kontrollieren (auch die im Auto). Montag hat man sich dann schon an alles wieder gewöhnt, fast so wie in Coronazeiten an die Maske.

 

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