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Nachrichten aus der Region Hannover: Meldungen aus Städten und Gemeinden rund um die Landeshauptstadt, lokal recherchiert und aktuell.

Anhaltende Trockenheit in der Region Hannover – Flächenbrand cmm© Carl-Marcus Müller

Anhaltende Trockenheit in der Region Hannover

15. Juli 2022/in Region Hannover

REGION HANNOVER (PM). Der Feuerwehrverband Region Hannover e.V. warnt vor der durch die lange Trockenperiode und die zum Anfang der nächsten Woche prognostizierten hohen Temperaturen stark steigende Gefahr von Wald- und Flächenbränden, gibt Tipps für das Verhalten in der Hitzewelle und appelliert zum sparsamen Umgang mit der kostbaren Ressource Trinkwasser.

Nicht nur in den großen Waldgebieten, wie zum Beispiel in der Lüneburger Heide, ist die Brandgefahr durch die lang anhaltende Trockenheit gestiegen. Für die nächste Woche werden Temperaturen von über 30 Grad angesagt, so dass auch in der Region Hannover die Gefahr von Vegetationsbränden weiter steigt. Wälder, wo besonders Nadelbäume die Ausbreitung be-günstigen, wie auch Getreidefelder, Wegränder und Bahnböschungen, trockene Brach- und Wiesenflächen sowie Moorgebiete sind besonders gefährdet. Außerdem könnte kräftiger Wind eine schnelle Brandausbreitung begünstigen.

Daher bittet der Feuerwehrverband Region Hannover e.V. die Bevölkerung eindringlich um Vorsicht. Offenes Feuer ist absolut zu vermeiden. Auf Lagerfeuer ist genauso wie auf das Grillen in der Natur zu verzichten. Heiße Asche ist nicht achtlos zu entsorgen. Besondere Gefahr geht von weggeworfenen Zigarettenkippen aus, die zum Beispiel aus dem Autofenster geschnippt werden. Auch Glasscherben oder Glasflaschen können durch den Brennglaseffekt ein Feuer entstehen lassen. Wenn Autos und Motorräder über trockenem Gras abgestellt werden, sind die heißen Katalysatoren eine Brandgefahr. Das alles zeigt, dass man derzeit nicht vorsichtig genug sein kann, da selbst der kleinste Funke eine Katastrophe in Wald und Flur verursachen kann.

„Passen Sie auf sich und Ihre Umwelt auf und zögern Sie nicht, die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren, wenn Sie einen Brand entdecken!“, appelliert Karl-Heinz Mensing, Vorsit-zender des Feuerwehrverbandes Region Hannover e.V., angesichts der aktuellen Wettersituation und weist auf die sieben Tipps zu den größten Gefahren bei Hitze des Deutschen Feuerwehrverbandes hin:

  • Besonders gefährdet durch die heißen Tage sind ältere Menschen und Kinder: Achten Sie auf Ihre Mitmenschen, die nicht selbst für sich sorgen können!
  • Lassen Sie weder Menschen noch Tiere in abgestellten Fahrzeugen eingeschlossen – auch nicht „für kurze Zeit“!
  • Die tägliche Trinkmenge sollte bei gesunden Menschen mindestens drei Liter betragen. Feuerwehrkräfte im Atemschutzeinsatz sollten mindestens eineinhalb weitere Liter trinken.
  • Vermeiden Sie möglichst pralle Sonne; verlegen Sie Aktivitäten im Freien auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden.
  • Grillen Sie in der Natur nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen. Respektieren Sie Verbote (zum Beispiel in Waldbrand gefährdeten Gebieten) und werfen Sie keine brennenden Zigaretten weg.
  • Achten Sie bei Aktivitäten im Freien auf die Witterung. Informationen können hier auch Warn-Apps für Mobiltelefone bieten.
  • Melden Sie Brände sofort unter der europaweiten Notrufnummer 112. Zögern Sie nicht die Feuerwehr zu rufen. Gerade der schnelle Einsatz kann verhindern, dass aus einem Entstehungsbrand ein Großfeuer wird.

Außerdem ist der sparsame Umgang mit dem Trinkwasser im Interesse der Allgemeinheit und damit das Gebot der Stunde.

Das Klima hat sich dramatisch verändert und das Trinkwasser wird zunehmend zum knappen Gut und steht in der Konkurrenz von Verbrauchern, Landwirtschaft und Wirtschaft. Und wenn es brennt, benötigen die Feuerwehren große Mengen Löschwasser. Daher ruft der Feuerwehrverband auch zum sparsamen Umgang mit der kostbaren Gut Trinkwasser auf. „Wir werden alle nicht umhinkommen, unseren Ressourcenverbrauch zu über-denken und Verzicht zu üben“, betont der Sprecher des Feuerwehrverbandes Region Hannover Armin Jeschonnek. „In Notfällen zusammenzuhalten und zu helfen ist die Stärke der Freiwilligen Feuerwehren“ unterstreicht der Vorsitzende Karl-Heinz Mensing. „Ich appelliere an die Bürgerinnen und Bürger, sich solidarisch zu zeigen, damit wir alle einigermaßen unbeschadet durch die Hitzewelle kommen.“

Einsatzreicher Mittwoch – collage feuerwehr langenhage cmm© Carl-Marcus Müller

Einsatzreicher Mittwoch

14. Juli 2022/in Region Hannover

LANGENHAGEN (PM/cmm). Bereits am Dienstagabend um 22:46 startete die Einsatzserie für die ehrenamtlichen Helfer. Die Ortsfeuerwehr Langenhagen wurde zu einem Mehrfamilienhaus in Wiesenau alarmiert. Aufmerksame Nachbarn hatten den Alarm eines Rauchwarnmelders wahrgenommen und den Notruf gewählt. Bei Eintreffen der Feuerwehr konnte Einsatzleiter Karsten Patz den Warnton hören und auch Brandgeruch im Treppenhaus riechen. Umgehend wurde die Drehleiter in Stellung gebracht und ein Trupp öffnete gewaltsam die Wohnungstür.

Glück gehabt

In der Wohnung konnte angebranntes Essen auf dem Herd und der schlafende Bewohner vorgefunden werden. Die Person wurde dem Rettungsdienst zugeführt, die Feuerwehr brauchte nur noch Belüftungsmaßnahmen durchführen. – Erneut haben ein Rauchwarnmelder und aufmerksame Nachbarn Schlimmeres verhindert, denn angebranntes Essen kann durchaus einen Küchenbrand verursachen.

Mittwoch 13.07.2022 – Ein überaus einsatzreicher Tag in Langenhagen und den Ortsteilen

Am gestrigen Mittwoch hatten die ehrenamtlichen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden nur wenig Ruhe.

Ein Einsatz folgte dem Nächsten – insgesamt achtmal wurden die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte von drei Ortsfeuerwehren alarmiert, allein die Kernstadt war hier mit fünf Einsätzen beteiligt:

13.07.2022 – 10.07 Uhr – Langenhagen, Bahnhofstraße

Ein Ast hängt im Verkehrsraum und musste über die Drehleiter entfernt werden.

13.07.2022 – 10.44 Uhr – Langenhagen, Stadtparkallee

Zwei Müllcontainer brennen –  Mit einem Schnellangriff unter Atemschutz gelöscht.

13.07.2022 – 12.06 Uhr – Wiesenau, Wilhelm-Busch-Straße

Alarmkennwort – verletzte Katze retten – Einsatz wird auf Anfahrt abgebrochen (Alarmierung wurde über die Leistelle zurückgenommen)

13.07.2022 – 12.15 Uhr – Engelbostel, Stadtweg

Katze über Fenster auf Dach geklettert, in Absprache erst einmal keine Maßnahmen durch die Feuerwehr.

13.07.2022 – 12.55 Uhr – Langenhagen, Rohdehof

Alarm durch ausgelöste Brandmeldeanlage – Auslösung durch eine Zigarette.

13.07.2022 – 15.08 Uhr – Engelbostel, Stadtweg

Katze auf dem Dach – Katze über Leiter vom Dach geholt.

13.07.2022 – 18.27 Uhr – Langenhagen, Riemer Hof

Hilflose Person hinter verschlossener Tür – Tür wurde durch die Feuerwehr geöffnet. Person war im Bad gestürzt und wurde an den Rettungsdienst übergeben.

13.07.2022 – 19.26 Uhr – Kaltenweide, Elisabeth-Granier-Passage

Balkonbrand – Gartenmöbel brennen auf einem Balkon. Feuer droht auf Wohnung über zu greifen.

JEDER Einsatz ist eine Belastung – physisch und auch oftmals psychisch

Ja, wenn man diese Einsatzstatistik so sieht, denkt man bei sich, na ja…. manchmal auch “keine wirklich großen Sachen”. Mal eine Katze mit einer Leiter vom Dach geholt, mal eine Tür geöffnet, mal den Einsatz abgebrochen.

Kleinkram? NEIN, nicht wirklich!

Bei jedem dieser Einsätze sollte man bedenken, dass unsere Feuerwehrkräfte ehrenamtlich unterwegs sind. Für jede Alarmierung zu einem Einsatz starten sie “fluchtartig” von ihrem Arbeitsplatz, von zuhause oder von irgendeiner anderen Aktivität. Sie ziehen zu jedem Einsatz die entsprechende Einsatzkleidung an, man weiß ja oftmals nicht was einen dann letztlich vor Ort erwartet. Die Einsatzkleidung wiegt, je nach Ausrüstung und Einsatz zwischen 15 – 45 kg. Ein nicht unerhebliches Gewicht, was gerade bei diesen Temperaturen oder auch bei einem Vollbrand nahe einer Einsatzstelle äußerst kräftezehrend ist. Gerade bei den aktuellen Temperaturen kann man die damit verbundene Anstrengung trotzdem sicherlich nur ansatzweise wirklich nachvollziehen.

Nur mal so – ein Beispiel

Einsatzleiter Forian T. war gestern nun bei den fünf Langenhagener Einsätzen jeweils mit dabei. Fünf Einsätze – fünfmal An- und Abfahrt – in die Einsatzkleidung springen (die ist übrigens spätestens nach dem zweiten Einsatz durchgeschwitzt!) – nach jedem Einsatz auch mal unter die Dusche – und… und… und….. ein nicht unerheblicher Zeit- und auch Kraftaufwand – ehrenamtlich!

Was man dabei ja auch nie sieht ist die Rüstzeit. Nach einem Einsatz müssen die Fahrzeuge wieder aufgefüllt, gereinigt und für den nächsten Einsatz vorbereitet werden. Dauert auch seine Zeit – ehrenamtlich!

Oftmals finden die Einsätze nicht nur tagsüber während der Arbeitszeit (wo natürlich auch der Arbeitgeber mitspielen muss! – Danke dafür!), sondern auch nach Feierabend, in der Freizeit, teilweise auch im Urlaub, abends oder nachts statt – ehrenamtlich!

Warum schreiben wir das hier?

Wir wollen einfach nur mal etwas für dieses Thema sensibilisieren und auch für dieses Ehrenamt werben.

Werben – klar…..soviel Stress…soviel Zeit…… nur Nachteile….. – NEIN: Nachdem wir nun bei vielen Einsätzen und auch bei anderen Veranstaltungen die Möglichkeit hatten mal ein wenig hinter die Kulissen zu schauen, steht fest:

Die Kameradschaft, der Zusammenhalt, das Miteinander….. sind einmalig und begeistern!

In Deutschland sind rund 95% aller Feuerwehrleute ehrenamtliche Helfer. Sie opfern viel von ihrer Freizeit für die Allgemeinheit, für alle Bürgerinnen und Bürger. Sie opfern ihre Freizeit auch für Lehrgänge, Schulungen, Übungsabende, für die Kinder- und Jugendfeuerwehr um das letztlich überhaupt alles Leisten zu können – ehrenamtlich!

Wir möchten an dieser Stelle einfach nur mal ganz laut

D A N K E

dafür sagen!

DANKE FÜR EUER ALLER EINSATZ!

Dach-Solar-Richtlinie als Klimaschutz-Leuchtturm ausgezeichnet – Klima Kommunal

Dach-Solar-Richtlinie als Klimaschutz-Leuchtturm ausgezeichnet

14. Juli 2022/in Region Hannover

HANNOVER (PM). Die Region Hannover gehört zu den Gewinnern der diesjährigen Wettbewerbsrunde „Klima kommunal“. Umwelt-Staatssekretär Frank Doods und der Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Marco Trips, überreichten im Helmkehof in Hannover die Auszeichnung für die Dach-Solar-Richtlinie der Region als Klimaschutz-Leuchtturm – verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

„Mit ihrem Förderprogramm zielt die Region darauf ab, die Energieeffizienz in Gebäuden zu steigern und gleichzeitig die solare Energieerzeugung zu unterstützen: Wer sein Dach dämmt und auch noch eine Anlage zur Gewinnung von Solarenergie installiert, kann Zuschüsse beantragen“, so Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover: „Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen – selbst produziert  – sind ein Beitrag zum Klimaschutz, helfen die Energiekosten in den Griff zu bekommen und tragen gerade in der gegenwärtigen Krise zur Versorgungssicherheit bei.“

Im Jahr 2019 hat die Region Hannover die Förderrichtlinie von proKlima und der Landeshauptstadt Hannover übernommen und weiterentwickelt. Erstmalig wurde so kommunales Förderangebot auf das gesamte Regionsgebiet übertragen. Mehr als 450 Dach-Solar-Anträge wurden bisher gestellt, Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Institutionen in der Region Hannover sowie die regionsangehörigen Städte und Gemeinden mit ihrem kommunalen Gebäudebestand können die Förderrichtlinie in Anspruch nehmen.

Die Dach-Solar-Richtlinie ist Teil der Solar-Offensive der Region Hannover und ein Baustein zu einer klimaneutralen Region bis 2035. Die Förderung je Quadratmeter gedämmter Dachfläche beträgt 50 Euro und ist pro Gebäude maximal mit 50.000 Euro möglich. Der Eigentümerin oder dem Eigentümer ist es freigestellt, ob im Rahmen der Dachsanierung eine Solarstrom- oder eine Solarwärme-Anlage gebaut wird. Eine Förderung der Solaranlage mit vorhandenen Bundesprogrammen ist möglich.

Weitere Informationen zur Dach-Solar-Richtlinie gibt es auf www.hannover.de/solaroffensive oder per E-Mail an . Ob sich eine Dachfläche zur Installation einer Solarenergieanlage eignet, lässt sich mit einem Schnell-Check über das Solarkataster der Region Hannover feststellen: www.hannover.de/solarkataster

Kriminalpolizei übernimmt Ermittlungen zur Brandursache – Brand Boschstr cmm© Carl-Marcus Müller

Kriminalpolizei übernimmt Ermittlungen zur Brandursache

14. Juli 2022/in Region Hannover

ALTWARMBÜCHEN (PM/cmm). Am gestrigen Mittwoch wurde die Feuerwehr Altwarmbüchen um 21:40 Uhr zu einem unklaren Feuer in der Boschstraße alarmiert. Auf der Anfahrt konnte das Feuer bereits bestätigt werden und die Alarmstufe wurde auf „b2“ erhöht. Dadurch wurden zusätzlich zur Feuerwehr Altwarmbüchen der ELW der Gemeinde Isernhagen, ein Notarzt Rettungswagen und ein Rettungswagen alarmiert.

Bei Eintreffen der Feuerwehr standen einen Bereich des Freigeländes und die umliegenden Büsche im Vollbrand. In letzter Sekunde konnte das Übergreifen der Flammen auf das Gebäude verhindert werden. Im Laufe der Löscharbeiten sind mehrere Gasflaschen explodiert.

Verletzt wurde bei diesem Brand glücklicherweise niemand. Der Bereich wurde zunächst weiträumig abgesperrt.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen.

Die Feuerwehren war mit sechs Fahrzeugen, einer Drehleiter und 31 Einsatzkräften vor Ort.

Kriminalpolizei übernimmt Ermittlungen zur Brandursache – Brand Boschstr Flaschen cmm

Mehrere Gasflaschen explodierten bei dem Brand © Carl-Marcus Müller

Feuerwehr Langenhagen befreit eingeschlossene Person – vu220711 cmm

Feuerwehr Langenhagen befreit eingeschlossene Person

12. Juli 2022/in Region Hannover

LANGENHAGEN (PM/cmm). Am gestrigen Montagnachmittag, 11.07.22 gegen 18.08 Uhr, wurde der Rüstzug der Ortsfeuerwehr Langenhagen zu einer weiteren eingeklemmten Person alarmiert. Bereits am Vormittag wurden die Einsatzkräfte zu einer eingeklemmten Person auf die BAB 352 in Fahrtrichtung Süden/Dortmund hinzugezogen. Bei diesem ersten Einsatz bestätigte sich das Alarmierungsbild jedoch nicht – die Person konnte eigenständig das Fahrzeug vor Eintreffen der Feuerwehr verlassen.

Rund sechseinhalb Stunden später kam es nun ebenfalls auf der BAB 352, allerdings in Fahrtrichtung Norden/Hamburg, zu einem Verkehrsunfall zwischen einem LKW und einem PKW. Infolge dessen war ein Fahrer (62 J.) in seinem PKW eingeschlossen.

Die Einsatzstelle lag rund 300 m hinter der Autobahnauffahrt Flughafen. Ein Mercedes Benz Kombi befand sich bis in Höhe der B-Säule unter dem Heck eines LKW-Anhängers. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte wurde eine Person durch Ersthelfer betreut. Durch die Ersthelfer wurde die Rückenlehne des Fahrersitzes nach hinten gefahren, sodass der Fahrer ein stückweit mehr Raum im Bereich des Oberkörpers erhielt. Die erste Lageeinschätzung zeigte, dass der Fahrer durch die Deformation des PKW in diesem einerseits eingeschlossen war, andererseits konnten keine Einklemmungen festgestellt werden. Nach Absprache mit dem Notarzt wurde entschieden, eine patientenschonende Rettung zu forcieren. Dafür wurde durch das Zurücklegen der Rücksitzbank eine ebene Fläche geschaffen. Der Fahrer wurden anschließend achsengerecht auf ein spezielles Rettungsbrett gezogen und über den Kofferraum ins Freie verbracht. Der Intensivtransporthubschrauber Christoph Niedersachen transportierte den Fahrer nach seiner Befreiung in ein Krankenhaus in der Landeshauptstadt.

Zudem befanden sich im verunfallten Fahrzeug 2 Boxen mit Hunden, welche zunächst in ein Tierheim überstellt wurden.

Erst in der vergangenen Woche wurde das neu beschaffte Abstützsystem der Firma Paratech auf dem Rüstwagen verlastet. Es konnte in diesem Einsatz erstmalig angewendet werden. Mit dem modularen Stützsystem können schnell und effektiv Lasten aufgenommen und Bauteile (hier der LKW-Anhänger) gegen umstürzen gesichert werden.

Unter der Einsatzleitung von Martin Bombach waren 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr, ein Rettungswagen, ein bodengebundener Notarzt und der ITH Christoph Niedersachen vor Ort. Die Autobahnpolizei sicherte während der Maßnahmen die über mehrere Stunden bestehende Vollsperrung der Autobahn. Ebenfalls vor Ort war der Verkehrsunfalldienst der Polizei.

Feuerwehr retten eingeschlossene PKW-Fahrerin – VU LGH 240622 fflgh

Feuerwehr retten eingeschlossene PKW-Fahrerin

24. Juni 2022/in Region Hannover
LANGENHAGEN (PM). Die Ortsfeuerwehren Engelbostel, Godshorn und der Rüstzug aus der Kernstadt wurden am Freitagmittag zu einem Verkehrsunfall alarmiert. Eine PKW-Fahrerin kam zuvor mit ihrem Audi von der Fahrbahn ab und im seitlichen Graben zum stehen. In der Erstmeldung wurde die Fahrerin als bewusstlos beschrieben, weshalb ein größeres Aufgebot an Rettungsmitteln (unter anderem der Rettungshubschrauber Christoph 4) alarmiert wurden.

Vor Ort konnte die Lage zunächst teilweise bestätigt werden. Die Fahrerin war in ihrem Fahrzeug eingeschlossen, jedoch nicht eingeklemmt. Über die Heckklappe konnte ein Zugang für den Notarzt geschaffen werden. Nach einer ersten notärztlichen Einschätzung wurde die Person über die Beifahrertür befreit und zur weiteren Untersuchung dem Rettungsdienst übergeben.

Unter der Einsatzleitung von Dennis Dargel waren 30 Einsatzkräfte mit sieben Einsatzfahrzeugen vor Ort. Die Polizei hat während der gesamten Maßnahmen die Langenhagener Straße mit mehreren Streifenwagen abgesperrt.

Ein Abschied und drei Neubesetzungen – Drei Neubesetzungen FFLGH

Ein Abschied und drei Neubesetzungen

23. Juni 2022/in Region Hannover

LANGENHAGEN (PM). Für die Langenhagener Feuerwehren stehen Zeiten des personellen Wandels an: Nach 18 Jahren und drei Amtszeiten wird der stellvertretende Stadtbrandmeister Thomas Ajrumow feierlich aus dem Amt verabschiedet.

„Man muss Spaß dabei haben, wenn man seine Sache gut machen will – also musst du viel Spaß gehabt haben“, sagte Bürgermeister Mirko Heuer in seiner Abschiedsansprache. „Und glücklicherweise bleibst du der Feuerwehr Langenhagen auch weiterhin als Mitglied erhalten.“

Schon im Jahr 1977 trat Ajrumow der Jugendfeuerwehr bei, wechselte dann 1983 in die Einsatzabteilung. Neben seiner Wahl zum Ortsbrandmeister Krähenwinkel im Jahr 2002 hatte er seit 2004 auch das Amt des stellvertretenden Stadtbrandmeisters inne. In seiner langen Zeit im Dienste der Feuerwehr hat er vieles bewegt. Zuletzt hat er sich für eine Unfall-Zusatzversicherung für Feuerwehrmitglieder starkgemacht, die sich mittlerweile im Ausschreibungsverfahren befindet.

Auf Ajrumow folgt die Ernennung von Karsten Habermann zum neuen stellvertretenden Stadtbrandmeister durch Bürgermeister Mirko Heuer. Der Hauptbrandmeister wurde bereits im Jahr 1989 zum stellvertretenden Ortsbrandmeister Godshorn ernannt, und rückte 2010 auf die Position des Ortsbrandmeisters in Godshorn. Hauptberuflich erfüllt er die Aufgabe des Leiters für Brandschutztechnik am Flughafen Hannover-Langenhagen.

An Habermanns Stelle als Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Godshorn tritt sein Vertreter Michael Schuster. Er ist neben dieser Tätigkeit der Ortseinsatzleiter im Stab Stadtfeuerwehr sowie Mitglied in verschiedenen Projektgruppen, wie zum Beispiel für den Gerätewagen Mess, der für die Messung unbekannter Gefahrstoffe verwendet wird. Sein großes Steckenpferd ist allerdings das Thema Atemschutz. Schuster wirkt seit vielen Jahren bei der Evaluation und Weiterentwicklung der stadtweiten Atemschutzkonzepte mit, lehrt dieses Thema sogar für die Region Hannover.

Als letzte Neubesetzung übernimmt Thorsten Kafurke ab jetzt die Aufgaben des stellvertretenden Ortsbrandmeisters der Ortsfeuerwehr Godshorn. Kafurke ist seit 1984 in der Einsatzabteilung, seit 2006 Gruppenleiter und besitzt den Dienstgrad des ersten Hauptlöschmeisters.

„Viele Stühle mussten neu besetzt werden – aber wir sind froh, für jede Neubesetzung eine so kompetente Nachfolge gefunden zu haben“, freut sich Ordnungsamtsleiter Boris Ehrhardt über die neuen Gesichter auf der Führungsebene.

Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Feuerwehrhaus Langenhagen wurde Ajrumow unter vielen Danksagungen verabschiedet und die neuen Stelleninhaber in ihren Ämtern begrüßt.

Regionspräsident Steffen Krach

Ehrenamtskarte boomt in der Region

23. Juni 2022/in Region Hannover

REGION HANNOVER (PM). Vor einer Woche hat Regionspräsident Steffen Krach zusammen mit Ministerpräsident Stephan Weil das 365 Euro-Ticket für Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamtskarte in Niedersachsen vorgeschlagen – seitdem werden täglich neue Anträge auf die Ehrenamtskarte gestellt. Allein in der Region Hannover sind binnen einer Woche 129 Anträge eingegangen. „Das zeigt nicht nur, wie viele Menschen sich ehrenamtlich engagieren und sich für andere einsetzen. Sondern auch, wie groß das Interesse an der Nutzung eines guten und günstigen ÖPNV ist – das ist ein starkes Signal“, so Steffen Krach.  

Sollte die Regionsversammlung dem Vorschlag zustimmen, das 365-Euro-Tickets für Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamtskarte einzuführen, könnte der GVH das Projekt schon zum 1. September 2022 und damit pünktlich zum Ablauf des durch den Bund geförderten 9-Euro-Tickets umsetzen.

Aktuell sind in der Region Hannover rund 1.500 aktive Ehrenamtskarten vergeben, davon rund 700 an Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Hannover, der Rest an Einwohnerinnen und Einwohner aus dem Umland. Insgesamt engagieren sich rund 300.000 Menschen in der Region Hannover ehrenamtlich. Die Ehrenamtskarte kann jeder beantragen, der eine freiwillige gemeinwohlorientierte Tätigkeit ohne Bezahlung von mindestens fünf Stunden in der Woche bzw. 250 Stunden im Jahr ausübt und dessen Engagement zum Zeitpunkt der Beantragung der Karte seit mindestens drei Jahren oder jeweils seit Bestehen der Organisation besteht.

Was steckt hinter der Ehrenamtskarte

Die landesweit gültige Ehrenamtskarte wurde 2007 unter dem Motto „Ehrenamt ist Gold wert“ eingeführt, seit 2010 existiert eine länderübergreifende Karte für Niedersachsen und Bremen. In Niedersachsen gibt es derzeit mehr als 9.500 aktive Ehrenamtskarten. Fast alle Kommunen beteiligen sich, die Ehrenamtskarte ist weitestgehend flächendeckend verfügbar. Landesweit werden mehr als 2.300 Vergünstigungen geboten, beispielsweise bei Eintrittspreisen in Museen und Bädern. Weitere Informationen unter: https://www.freiwilligenserver.de/ehrenamtskarte

 

Hoher Besuch beim Beteiligungsprojekt „Diskurs im Zelt“ – Diskurs Lgh sl

Hoher Besuch beim Beteiligungsprojekt „Diskurs im Zelt“

21. Juni 2022/in Region Hannover

LANGENHAGEN (PM). Mehr als 300 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Langenhagen kamen am 17.06.2022 im Kulturzelt zusammen, um über selbst abgestimmte Themen weiter zu diskutieren und Ideen zur Umsetzung zu finden. Mit dabei war Ministerpräsident Stephan Weil, der sich über demokratische Beteiligungsprozesse in Langenhagen informierte und viele gute Vorschläge mitnehmen konnte. Weil ermunterte die jungen Menschen, sich auch zukünftig einzubringen.

Ermöglicht wurde das Projekt „Diskurs im Zelt“ durch eine Förderung aus dem Landesprogramm „Mitreden, Mitmachen, Mitbestimmen!“. Eva Bender, Bildungs- und Sozialdezernentin der Stadt Langenhangen freut sich über eine weitere Möglichkeit zur Partizipation. „Für dieses tolle Zusatzangebot sind wir als Stadt Langenhagen sehr dankbar und wollen damit die Interessen der jungen Menschen sichtbar machen“, so Bender.

Die dritte Auflage von „Diskurs im Zelt“ stand im Zeichen von „Mobilität“ und „Bildung“. Beides Themen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler an diesem Projekttag intensiv auseinandergesetzt haben. Mehr Möglichkeiten für Radfahrende und ein besser ausgebauter ÖPNV sowie Fortbildungen für Lehrkräfte und die bessere Vorbereitung auf das spätere Leben waren Kernforderungen der Schülerinnen und Schüler.

„Wir wollen mit diesem Format erreichen, dass sich in Zukunft möglichst viele Jugendliche weiter beteiligen“ so Bildungsmanager Carsten Jakubowski. Entsprechende Anknüpfungspunkte hierzu liefern die vielfältigen Angebote im Haus der Jugend, z.B. mit dem Langenhagener Jugendparlament.

Neben der inhaltlichen Diskussion haben die Schülerinnen und Schüler auch die Beteiligungsformen herausgearbeitet, die sie selbst nutzen können: Schülerinnen- und Schülervertretung, Demonstrationen, Petitionen sowie Mitarbeit in Parteien oder Vereinen.

„Die Veranstaltung hat gezeigt, dass junge Menschen ernst genommen werden – vor allem ihnen selbst ist dieses Gefühl vermittelt worden. Ich war beeindruckt von den Vorschlägen der Jugendlichen, die ein großes Bewusstsein für die Wichtigkeit der Themen zeigen“ berichtet Schulleiterin Silke Kaune. „Die Schülerinnen und Schüler haben gemerkt, dass sie ihre Vorschläge äußern und aktiv dabei sein können, dass man ihnen zuhört, aber dass sie auch ganz echt Einfluss nehmen können. Das hat man deutlich gemerkt an der Art des Diskurses, der nicht über ihre Köpfe hinweg, sondern mit ihnen geführt wurde“, so Kaune.

Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler an diesem Projekttag vom Verein „Politik zum Anfassen e.V.“.

Mit dem kommenden Termin am 1. Juli endet das Projekt „Diskurs im Zelt“ für die weiterführenden Schulen in Langenhagen.

Warntag© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Region präsentiert sich am Wochenende auf der Blaulichtmeile

17. Juni 2022/in Region Hannover

REGION HANNOVER (PM). Am kommenden Wochenende präsentiert sich die Region Hannover gemeinsam mit der Feuerwehr der Landeshauptstadt auf der „Blaulichtmeile“. Am Sonntag, 19. Juni, werden die Mitarbeitenden beider Behörden von 11 bis 18 über die Themen Zivil- und Bevölkerungsschutz, Selbstschutz und Warnung der Bevölkerung, Katastrophenschutz sowie Sirenen und Schutzräume informieren. Der Gemeinschaftsstand ist an der Georgestraße, Ecke Große Packhofstraße, zu finden.

Bereits zum sechsten Mal findet die Blaulichtmeile in Hannovers Innenstadt statt – nach zweijähriger pandemiebedingter Pause präsentieren sich hauptberufliche und ehrenamtliche Retterinnen und Retter sowie Sicherheitsbehörden auf der rund 750 Meter langen Veranstaltungsmeile vom Kröpcke bis zum Steintor und vom Platz der Weltausstellung bis zum Kröpcke. Zwischen 11:00 Uhr und 18:00 Uhr können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger einen Blick hinter die Kulissen von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, privaten Anbietern im Rettungsdienst, der Polizei und dem Justizvollzug werfen.

Wichtiger Hinweis: Im Zuge der Blaulichtmeile wird die Warnapp KATWARN von der Landeshauptstadt und der Region Hannover probeweise um 11 Uhr ausgelöst. KATWARN ist eine kostenlose Applikation für Smartphones. Seit 2016 nutzen Landeshauptstadt und Region Hannover den vom Fraunhofer-Institut FOKUS entwickelten Warnservice, um die Bevölkerung im Ernstfall ergänzend zu Lautsprecheransagen, Internetportalen, sozialen Medien und Rundfunk zu informieren. KATWARN kann sich in den jeweiligen App-Stores von Apple, Android und Windows kostenlos heruntergeladen werden:

Region präsentiert sich am Wochenende auf der Blaulichtmeile – QR Code Katwarn

QR-Code für den Download der Warnapp KATWARN

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