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Schlagwortarchiv für: Christoph 4

50 Jahre Rettungshubschrauber Christoph 4 – BGP 15 20221006© Matthias Falk

50 Jahre Rettungshubschrauber Christoph 4

6. Oktober 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Vor 50 Jahren ist der Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) Christoph 4 als Rettungshubschrauber am Standort Hannover vom damaligen Bundesminister des Innern, Hans-Dietrich Genscher, in Dienst gestellt worden. Der erste Einsatz erfolgte am 2. Oktober 1972.

Auf Einladung vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), der Bundespolizei, der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) kamen heute mehr als 100 Gäste zum 50. Geburtstag von Christoph 4 ins Neue Rathaus nach Hannover.

Der Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, Stephan Manke, sagt: „In den vergangenen 50 Jahren hat sich Christoph 4 zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. 1972 zum ersten Einsatz abgehoben, ist der orangene Rettungshubschrauber heute über 71.800-mal gestartet. Mit einem Einsatzradius von gut 50 Kilometern und einer Geschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde ist er für das Rettungswesen in Niedersachsen unersetzlich geworden. Zahlreiche Menschen verdanken dem Einsatz von Christoph 4, dem fliegerischen Können der Piloten und dem medizinischen Sachverstand der Notärzte, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten, ihr Leben. Für diesen unermüdlichen und höchst professionellen Einsatz möchte ich mich ganz herzlich bedanken.“

Der Christoph 4 hat zum Jubiläumstag 71.803 Einsätze geflogen. Anfang der 70er-Jahre zählte Hannover mit München, Frankfurt und Köln zu den ersten vier Standorten, an denen Rettungshubschrauber den Dienstbetrieb aufgenommen hatten.

50 Jahre Rettungshubschrauber Christoph 4 – Christoph 4 bgpress

Christoph 4 – stationiert an der Medizinischen Hochschule Hannover © Bernd Günther / BG-PRESS.de

„Mit seiner Stationierung an der Medizinischen Hochschule wurde Christoph 4 ein Kernbestandteil ihres Unfall- und Rettungszentrums. Die daraus resultierende Schnittstelle zwischen Präklinik und Klinik bei der Versorgung von Notfallpatienten auf höchstem Niveau ist die perfekte Symbiose, die wir hier in Hannover vorfinden. Das kommt aber nicht von selbst. Dahinter verbirgt sich harte Arbeit verbunden mit dem Anspruch, immer weiter die Qualität des Vorhandenen zu verbessern, nie still zu stehen. Dafür danke ich Ihnen im Namen des BBK ganz herzlich“, sagt Christiane Dörnen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Vom Startpunkt Landeshauptstadt aus hat der Christoph 4 einen Einsatzradius von rund 50 Kilometern und fliegt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 Kilometern pro Stunde in die Region und Stadt Hannover sowie in die Landkreise Celle, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel, und dies 365 Tage im Jahr.

„Die Indienstnahme des Christoph 4 vor 50 Jahren war ein zukunftsweisender Schritt zur modernen und flächendeckenden Notfallversorgung, über die wir heute verfügen“, sagt Thorsten Ernst, Leiter Stabsbereich Grundsatzfragen und Organisation der JUH.

Polizeirat Jürgen Errerd, Leiter Fliegerstaffel-Standort Gifhorn der Bundespolizei, hob besonders die Teamleistung hervor, die den Christoph 4 tagtäglich abheben lasse. Zu nennen seien natürlich die Piloten, die Ärzte und die Notfallsanitäter. Aber auch die Techniker, Verwaltungskräfte und Kräfte, die die Maschine mit Treibstoff versorgen.

Zusammen mit Dr. med. Jan-Dierk Clausen aus der Unfallchirurgie der MHH blickte Volker Hubrich, 37 Jahre auf dem Christoph 4 im Einsatz und jetzt im Ruhestand, auf die lange Geschichte des Rettungshubschraubers Christoph 4 zurück: „Seit ich erstmalig in den Christoph 4 gestiegen bin, hat sich viel verändert“, sagt Hubrich. Allein in der technischen Ausstattung der Maschine habe es einen Quantensprung gegeben. Auch die medizinische Ausstattung sei revolutioniert worden – Beatmungsgeräte, kabellose EKGs – die Helikopter haben sich zu einem fliegenden Behandlungsraum entwickelt, so Clausen. Neben aller Ausstattung sei jedoch im Ernstfall die Arbeit des Teams auf höchstem Niveau besonders wichtig und entscheidend. Nur durch ein perfektes Zusammenspiel von Pilot, TC-HEMS und Notarzt könne das bestmögliche für den Patienten gerade in schwierigen Situationen erreicht werden, sagt Clausen. So habe sich der Rettungshubschrauber Christoph 4 zu einem zentralen Pfeiler der Versorgung der Bevölkerung des Landes Niedersachsens und des Versorgungsauftrages der Medizinischen Hochschule für das Bundesland entwickelt.

In diesem Rahmen hat sich ebenfalls die Ausbildung der fliegenden Retter verändert. Seit 2010 werden an der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen am Christoph Life-Simulator Notärzte und Notfallsanitäter der Zivilschutzhubschrauber für die Luftrettung unter möglichst realen Bedingungen für den Ernstfall in CRM (Crew Ressource Management, ein Konzept zur Fehlervermeidung durch gute Kommunikation) ausgebildet.

Zum Hintergrund

Nachdem Anfang der 70er die Zahl der Verkehrstoten auf mehr als 20.000 gestiegen war, wurde die Luftrettung mit Hubschraubern ins Auge gefasst. Gerade vor dem Hintergrund, dass durch dieses schnelle Einsatzmittel viele Menschenleben gerettet werden könnten. Die Bundesländer sahen die flächendeckende Versorgung einer Luftrettung allerdings in der Verantwortung des Bundes. Nicht zuletzt auch deshalb, da die Bundesländer mit dem Aufbau des bodengebundenen Rettungsdienstes befasst waren. Schlussendlich stellte das Bundesministerium (BMI) auf Grundlage des Gesetzes über die Erweiterung des Katastrophenschutzes vom 9. Juli 1968 den Ländern ergänzende Ausrüstungen zur Verfügung. In diesem Rahmen beschaffte das BMI eine Vielzahl von Hubschraubern, die im Katastrophenfall für Lenkungs-, Führungs- und Erkundungsmaßnahmen eingesetzt werden können. Zu diesen zählt auch der Christoph 4. Die Zivilschutzhubschrauber wurden den Ländern vom Bund als ergänzende Ausrüstung zugewiesen, mit der Maßgabe, wenn diese nicht im Zivil- und Katastrophenschutz benötigt werden, diese in der Luftrettung einsetzen zu können.

Das Team von Christoph 4

An der Luftrettung des Christoph 4 sind zahlreiche Institutionen beteiligt. Die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Landesverband Niedersachsen/Bremen ist für den Dienstbetrieb des Hubschraubers verantwortlich und stellt die Not­fallsanitäter/TC-HEMS. Die Piloten werden von der Bundespolizei Fliegerstaffel Fuhlendorf, Stützpunkt Gifhorn, gestellt. Die Bundespolizei verantwortet zudem die Wartung sowie die Instandhaltung des Hubschraubers. Die Notärzte stellt die Klinik für Unfallchirurgie der MHH. Träger des Luftrettungsstützpunktes an der MHH ist das Land Niedersachsen. Der Christoph 4 gehört zur orangefarbenen Flotte der Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) des Bundesministeriums des Innern.

Vorübergehende Inspektion von Zivilschutzhubschraubern – Christoph 4 bgpress© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Vorübergehende Inspektion von Zivilschutzhubschraubern

19. September 2022/in Region Hannover

BONN (PM). Durch eine Inspektion ist in den vergangenen Tagen festgestellt worden, dass einige Zivilschutzhubschrauber im Rahmen von kürzlichen Einbaumaßnahmen an der Funkanlage möglicherweise in der Funktionalität beeinträchtigt worden sein könnten.

Für die erforderliche Nachschau wurden einige Zivilschutzhubschrauber an folgenden Standorten vorsorglich aus dem laufenden Betrieb genommen: Bielefeld, Duisburg, Frankfurt, Hannover, Kassel, Köln und Siblin.

Dank der Flexibilität aller Akteure konnten an sämtlichen Standorten situationsbezogene Lösungen gefunden werden – sei es durch die Bereitstellung zusätzlicher, bodengebundener Rettungsmittel oder die Übernahme von Einsätzen durch die anderen Luftrettungs-Anbieter. Inzwischen konnte zudem an allen Standorten der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden. Der Rettungsdienst war und ist somit sichergestellt.

Volker Hubrich verabschiedet sich vom Rettungshubschrauber Christoph 4

Nach 37 Jahren im Christoph 4 zum letzten Mal gelandet

12. Mai 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Donnerstag, 15:00 Uhr: Mit dumpf klopfenden Rotoren landet der Christoph 4 auf dem Landedeck an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Die letzte Landung im aktiven Dienst für Volker Hubrich, leitender Johanniter-Notfallsanitäter und HEMS-TC (Helicopter Emergency Medical Services Technical Crew Member). Nach 37 Jahren Dienst in der Luftrettung beendet der 64-Jährige seine aktive Dienstzeit. „Ich bin schon so manchen Kilometer und Einsatz als HEMS-TC und Notfallretter geflogen“, sagt Hubrich. „Insgesamt sind dabei 18.212 Einsätze zusammengekommen.“ 

Das Engagement von Volker Hubrich für die Johanniter-Unfall-Hilfe hatte bereits 1977 als Zivildienstleistender in Hannover begonnen. Es folgte 1979 der Einritt als Rettungssanitäter in den damaligen Johanniter-Kreisverband Hannover-Stadt bevor er 1985 das erste Mal mit dem Christoph 4 abgehoben ist. Hubrich ist über die Grenzen von Hannover im Rettungsdienst bekannt, da der Christoph 4 im Umkreis von 50 Kilometern von Hannover und auch darüber hinaus, alarmiert wird.

Bei der Vielzahl an Einsätzen sind einige besonders in Erinnerung geblieben. 1986 war Hubrich am 23. Dezember an der Rettung eines Kindes aus dem Steinhuder Meer beteiligt, dass 30 Minuten unter dem Eis getrieben hatte. „Wir haben vom über dem Wasser schwebenden Hubschrauber aus das Eis gebrochen und das Kind unter Reanimation in die MHH geflogen. Es hat ohne bleibende Schäden überlebt“, erinnert sich Hubrich. Aber auch traurige Momente begleiteten den Luftretter durch die vielen Einsätze. So sind das schwere ICE-Unglück in Eschede mit vielen Toten, schwerste Verkehrsunfälle und nicht erfolgreiche Reanimationen Teil seines bewegten Berufslebens, das von technischen Weiterentwicklungen geprägt war.

„Seit ich 1985 erstmalig in den Christoph 4 gestiegen bin, hat sich viel verändert“, sagt Hubrich. Allein in der technischen Ausstattung der Maschine habe es einen Quantensprung gegeben. Auch die medizinische Ausstattung sei revolutioniert worden – Beatmungsgeräte, kabellose EKGs – die Helikopter haben sich zu einem fliegender Behandlungsraum entwickelt. Und nicht zuletzt hat sich die Ausbildung der fliegenden Retter verändert. Und ganz unschuldig ist der ausscheidende HEMS-TC daran nicht. Zusammen mit Kersten Enke von der Johanniter-Akademie hatte er die Idee eines Hubschraubersimulators zur Ausbildung von fliegendem medizinischem Personals. Geboren war das Projekt Christoph Life, dass mit Unterstützung auch prominenter Niedersachsen umgesetzt worden ist. Seit 2009 werden an der Johanniter-Akademie am Christoph Life-Simulator Notärzte und Notfallsanitäter für die Luftrettung unter möglichst realen Bedingungen für den Ernstfall ausgebildet.

„Mit Volker Hubrich geht ein Urgestein aus dem aktiven Dienst, der als Person die ganzen Jahre als das Synonym bei den Johannitern für Rettungshubschrauber stand. Das zeugt von großer Zuverlässigkeit und Qualität. Wir danken Volker Hubrich für die vielen Jahre der Zusammenarbeit und sein Engagement in der Luftrettung. Darüber hinaus hat er zudem über Jahrzehnte Nachwuchs in der Johanniter-Akademie ausgebildet und sein Wissen weitergegeben“, sagt Hannes Wendler, Mitglied im Landesvorstand der Johanniter des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen.

Doch jetzt heißt es für Volker Hubrich seine Flugstiefel an den Nagel zu hängen. Nach der Landung des Christoph 4 drückt der 64-Jährige im Hubschrauber noch einmal die Taste für den Status 6 – das Signal für die Rettungsleitstelle: „Gehen außer Dienst!“

Bilanz 2020: 1273 Einsätze für den Rettungshubschrauber Christoph 4 – Christoph 4 Alexandra Stolze Bundespolizei

Bilanz 2020: 1273 Einsätze für den Rettungshubschrauber Christoph 4

19. Januar 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Der Rettungshubschrauber Christoph 4, am Standort der Medizinischen Hochschule in Hannover, ist 2020 zu 1273 Notfalleinsätzen abgehoben. Das Einsatzaufkommen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 97 verringert (2019: 1370). „Der sichtbare Einsatzrückgang fällt in den Zeitraum der ersten Pandemiephase“, sagt Dr. Christian Macke, ärztlicher Leiter für den Christoph 4 von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

Das sei ein ganz ähnliches Bild, wie es sich auch in den Notaufnahmen im März und April bot, so Macke. 40 Prozent der Einsätze waren internistischer Art wie Herzinfarkte und Herz-Kreislauf-Probleme. Dazu kamen 40 Prozent chirurgische Notfälle – Auto-, Haus- und Arbeitsunfälle – sowie 20 Prozent sonstiger Fälle.

Die Einsatzbereitschaft war auch während der Pandemiehochphasen war durchgängig sichergestellt. „Während der ersten Hälfte des Jahres sind die Besatzungen wöchentlich in festen Dreierteams geflogen, um eine Infektionskette, wenn es zu einer Corona-Infektion kommen sollte, effektiv zu unterbrechen“, sagt Volker Hubrich, leitender Notfallsanitäter und HEMS-TC (Helicopter Emergency Medical Services Technical Crew Member). Zum Schutz der Flug-Crew und der Patienten wurden die ohnehin hohen Hygienestandards coronakonform erhöht und angepasst. Das konsequente Tragen von FFP2-Masken im Hubschrauber trug ebenfalls zur Sicherheit bei, erschwerte allerdings die Verständigung beim Funken, so Hubrich.

Zudem ist der Christoph 4 im April zum bundesweit 800.000. Einsatz eines Zivilschutz-Hubschraubers seit 1971 abgehoben. In einem unübersichtlichen Waldstück war ein 14-Jähriger schwer mit dem Mountainbike gestürzt. Nach kurzer Suche konnte der Junge gefunden und von der Besatzung des Christoph 4 versorgt werden.

Der Christoph 4 hat einen Einsatzradius von rund 50 Kilometern und fliegt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 257 Kilometern pro Stunde in die Region und Stadt Hannover sowie in die Landkreise Celle, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ist er alarmierbar. Seit 1972 ist der Rettungshubschrauber in Hannover im Einsatz.

Das Team von Christoph 4

An der Luftrettung des Christoph 4 sind zahleiche Institutionen beteiligt. Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Niedersachsen/Bremen ist für den Dienstbetrieb des Hubschraubers verantwortlich und stellt die Not­fallsanitäter und die HEMS-TC. Die Piloten kommen von der Bundespolizei, Fliegerstaffel Nord Stützpunkt Gifhorn. Diese verantworten zudem die Wartung sowie die Instandhaltung des Hubschraubers. Die Notärzte stellt die Abteilung für Unfallchirurgie MHH genauso wie den ärztlichen Leiter, Dr. Christian Macke. Träger des Luftrettungsstützpunktes an der MHH ist das Land Niedersachsen. Der Christoph 4 gehört zur orangefarbenen Flotte der Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) des Bundesministeriums des Innern.

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Der Landesverband Niedersachsen/Bremen erstreckt sich von der Nordsee bis in den Harz, zwischen der Lüneburger Heide und dem Emsland, in der Mitte das Bundesland Bremen. Ihm angeschlossen sind die fünf Regionalverbände Bremen-Verden, Harz-Heide, Niedersachsen Mitte, Südniedersachsen und Weser-Ems. Von der ambulanten Pflege über Sanitäts- und Rettungsdienste bis hin zu Jugendarbeit und Kindertagesstätten – mit unseren Angeboten unterstützen wir Menschen in allen Lebenslagen. Rund 2.700 Menschen sind in unserer Region hauptamtlich für die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. tätig. Aus Liebe zum Leben engagieren sich zudem mehr als 7.000 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich in Niedersachsen und Bremen, darunter über 2.200 Johanniter-Jugendliche. Ohne die Unterstützung unserer gut 111.000 Fördermitglieder wäre all dies nicht möglich. Infos unter www.johanniter.de/nb

Der 800.000ste Einsatz eines Zivilschutz-Hubschraubers – Christoph 4

Der 800.000ste Einsatz eines Zivilschutz-Hubschraubers

17. Juli 2020/in Hannover

Hannover. Ein besonderer Zivilschutz-Hubschrauber-Einsatz ist heute durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn-Dransdorf gewürdigt worden. Der in Hannover stationierte Rettungshubschrauber Christoph 4 hob am 16. April in Richtung eines Waldstückes bei Abbensen (Landkreis Peine) ab, um dort ein verletztes Kind nach Fahrradsturz im Wald zu suchen und zu retten.

Es war der 800.000ste Einsatz in der Bundesrepublik für die orangefarbige Flotte des BBK, zu der auch der Christoph 4 gehört. Start der Zählung war 1971, als der Bund begonnen hat, spezielle Helikopter für den Zivilschutz vorzuhalten.

Der Rettungshubschrauber, besetzt mit einem Piloten der Bundespolizei (Fliegerstaffel Nord), einem Notfallsanitäter/TC-HEMS (Technical Crew Member Helicopter Emergency Medical Services) der Johanniter-Unfall-Hilfe und einer Notärztin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) musste den 14-Jährigen Tom Joshua erst in unwegsamen Gelände suchen, um ihn dann medizinsch versorgen zu können.

„Ich erinnere mich gut an den Tag, denn wir hatten bereits einige Traumaeinsätze hinter uns. Wenn dann noch eine Rettung mit unklarer Ortsangabe dazu kommt, ist das schon ungewöhnlich. Aber dafür sind wir ausgebildet. Wir trainieren regelmäßig, um für die unterschiedlichsten Rettungsaktionen gewappnet zu sein“, sagt Johanniter-Notfallsanitäter/TC-HEMS Marc-Oliver Lüpkemann.

Der 14-Jährige war mit seiner Schwester und seinem besten Freund in einem Waldstück bei Abbensen (Landkreis Peine) Mountain Bike gefahren. Er fuhr über eine Wurzel, überschlug sich und blieb verletzt liegen. Freund und Schwester haben schnell reagiert: Sein Freund blieb bei ihm, während seine jüngere Schwester Lilly Hilfe holte. Eine Spaziergängerin leistete Erste Hilfe und verständigte die Rettungsleitstelle. Als ausgebildete Krankenschwester konnte die Frau die Lage gut überblicken. Es war klar: In dem unwegsamen Gelände muss ein Rettungsteam mit Helikopter helfen. So startete Christoph 4 vom Luftrettungszentrum (LRZ) an der MHH aus zum 800.000sten Einsatz eines Zivilschutz-Hubschraubers in der Bundesrepublik. Die Crew des Helikopters fand die Unfallstelle, half schnell und brachte Tom Joshua mit einem komplizierten Armbruch in das Kinderkrankenhaus „Auf der Bult“ nach Hannover. Dem jungen Patienten geht es wieder gut.

“An dem Tag hatten wir gutes Wetter und aus der Luft hatten wir eine ausreichende Sicht über das Areal – besser als vom Boden. Einsatztaktisch war das auf jeden Fall von Vorteil. Dass es sich bei diesem Flug um den 800.000sten Einsatz gehandelt hat, ist uns nicht bewusst gewesen. Umso mehr freut es uns, dass die Zivilschutz-Hubschrauber im gesamten Bundesgebiet bereits so oft unterstützen konnten. Diese Zahl verdeutlicht die enorme Bedeutung der Luftrettung,“ sagt Marc-Oliver Lüpkemann.

Die zivile Luftrettung in Deutschland ist dieses Jahr 50 Jahre alt geworden. Der Bund verfügt über eine Flotte von 18 Zivilschutz-Hubschraubern (ZSH). Die in erster Linie für den Zivilschutzfall vorgesehenen ZSH starten von zwölf Luftrettungszentren in acht Bundesländern aus und leisten einen wichtigen Beitrag für den Bevölkerungsschutz. Der Präsident des BBK, Christoph Unger, hat den Jubiläums-Einsatz zum Anlass genommen, um auf die bedeutende Aufgabe der ZSH im Bevölkerungsschutz aufmerksam zu machen. Bei dem heutigen Pressetermin in Bonn-Dransdorf waren nicht nur Marc-Oliver Lüpkemann und Dr. Christian Macke (MHH), Ärztlicher Leiter Rettungshubschrauber Christoph 4, sondern auch Torsten Hallmann, Leiter der Fliegergruppe der Bundespolizei und Tom Joshua geladen, zu dessen Rettung der Hubschrauber zu dem Jubiläumsflug abgehoben hatte.

Der Luftrettungshubschrauber Christoph 4

Christoph 4 besitzt einen Einsatzradius von ungefähr 50 Kilometern und fliegt mit einer Geschwindigkeit von maximal 257 Kilometern pro Stunde in die Region und Stadt Hannover sowie in die Landkreise Celle, Peine, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ist er alarmierbar. Seit 1972 ist der Rettungshubschrauber in Hannover im Einsatz. Im Juli 2019 flog er seinen bereits 70.000sten Einsatz. Er wird durch die Leitstelle nach einsatztaktischen Überlegungen eingesetzt und ist somit über die Rufnummer 112 für die Bevölkerung alarmierbar. Für den Melder eines Notfalls – gleich, welches Rettungsmittel kommt – entstehen keine Kosten.

Das Team von Christoph 4

An der Luftrettung mit Christoph 4 sind mehrere Institutionen beteiligt. Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Niedersachsen/Bremen ist für den Dienstbetrieb des Hubschraubers verantwortlich und stellt die Notfallsanitäter und HEMS-TC. Die Piloten gehören der Bundespolizei, Fliegerstaffel Nord Stützpunkt Gifhorn, an und führen die Wartung und Instandhaltung des Hubschraubers durch. Die Notärzte kommen aus der Unfallchirurgischen Klinik der MHH. Die ärztliche Leitung hat seit 2016 Dr. Christian Macke inne. Träger des Luftrettungsstützpunktes ist das Land Niedersachsen. Christoph 4 gehört zur orangenen Flotte der Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) des Bundesministeriums des Innern.

Dies sind die Luftrettungszentren, an denen Zivilschutz-Hubschrauber in Deutschland stationiert sind.

  • Christoph 2 Frankfurt am Main
  • Christoph 3 Köln
  • Christoph 4 Hannover
  • Christoph 7 Kassel
  • Christoph 9 Duisburg
  • Christoph 12 Siblin
  • Christoph 13 Bielefeld
  • Christoph 14 Traunstein
  • Christoph 17 Kempten
  • Christoph 29 Hamburg
  • Christoph 34 Güstrow
  • Christoph 35 Brandenburg

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