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Schlagwortarchiv für: Johanniter

JUH Motorradstaffel© JUH LV Niedersachsen/Bremen

Johanniter-Stauhelfer sind wieder einsatzbereit

29. März 2021/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). Die Johanniter-Stauhelfer in Niedersachsen und Bremen starten zum 1. April in die Saison und sind wieder auf Niedersachsens Autobahnen im Einsatz.  

Hatte sich der Saisonstart im vergangenen Jahr bis Ende Mai coronabedingt verzögert, sind die Rettenden auf zwei Rädern jetzt zu Ostern wieder einsatzbereit. Die Pandemieerfahrungen des vergangenen Jahres und engmaschige Hygienekonzepte ermöglichen den pünktlichen Saisonstart. Eigens für die Stauhelfer haben die Johanniter ein Hygienekonzept entwickelt, das die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Menschen in ihren Autos gewährleistet und die Vorgaben der Institutionen erfüllt.

„Wir gehen aufgrund der aktuellen Pandemielage nicht von Reiseverkehr zu Ostern aus. Aber im Fall der Fälle sind wir vorbereitet“, sagt Thorsten Renken, Landeskoordinator Motorradstaffel/Stauhilfe bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. im Landesverband Niedersachsen/Bremen.

Die rund 70 Johanniter-Stauhelferinnen und -helfer sind in sieben Staffeln aus den Verbänden Ahlhorn, Aller-Leine, Bremen-Verden, Hildesheim, Northeim, Salzgitter und Hannover zwischen den Oster- und den Herbstferien auf den Autobahnen unterwegs.

2020 haben die ehrenamtlichen Stauhelfer im Landesverband Niedersachsen/Bremen 91.936 Kilometer auf den niedersächsischen Autobahnen zurückgelegt. Im Rahmen von 746 Einsätzen leisteten die Helfer 2.873 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

Gerade in Urlaubszeiten häufen sich Unfälle, und es kommt vermehrt zu Staus. Gerade wenn in diesen Situationen der Weg für Rettungskräfte an den Unfallort durch ein Fehlen einer Rettungsgasse erschwert wird, sind die Stauhelfer auf ihren wendigen Maschinen gefragt. Die Retter sichern unter anderem Unfallstellen oder Liegenbleiber ab und leisten Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst oder Pannenservice eintrifft. Die Einsätze der Stauhelfer sind für die versorgten Personen, für die Kommunen und für die Polizei kostenfrei. Die Ausstattung der Fahrer, das technische und medizinische Material sowie die Instandhaltung und Kraftstoffe der Motorräder werden über Spenden finanziert.

Der ADAC Niedersachsen etwa unterstützt die Johanniter-Stauhelfer bereits seit Jahren – finanziell und durch Fahrsicherheitstrainings. Zudem stellt der Automobilclub in diesem Jahr am Johanniter-Standort Hildesheim ein Ersatzmotorrad zur Verfügung.

„Erneut freie Autobahnen statt langer Staus am Gründonnerstag – bereits zum zweiten Mal durchkreuzt die Pandemie Reisepläne und Familienbesuche und sorgt für eher ruhige Ostertage auf den Straßen in Niedersachsen. Wer doch unterwegs ist, kann sich in bewährter Form auf die Stauhelfer verlassen, und spätestens im Sommer stehen sie hoffentlich wieder mehr Autoreisenden mit Rat, Tat und schneller Hilfe zur Seite. Mit unseren Sicherheitstrainings wollen wir dazu beitragen, dass die Teams sicher durch die Saison kommen“, so Christine Rettig, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Clubdienste im ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt.

Spenden für die ehrenamtliche Arbeit der Johanniter-Stauhelfer sind unter dem Stichwort „Stauhelfer“ über folgendes Spendenkonto möglich: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., IBAN: DE98 3702 0500 0004 3100 18, BIC: BFSWDE33XXX, Stichwort: Stauhelfer

Johanniter organisieren Impf-Termine für Mitarbeiter, Helfer und Klienten – M Homann Impfaktion

Johanniter organisieren Impf-Termine für Mitarbeiter, Helfer und Klienten

28. März 2021/in Region Hannover

HANNOVER (PM).  Der Weg zur Spritze war gut ausgeschildert. „Impfen“ stand auf dem Poster vor dem Johanniter-Zentrum in Hannover-Vahrenwald, dazu ein großer Pfeil – hier entlang. Am Sonnabend wurde am Kabelkamp das Personal der hannoverschen Johanniter-Kitas geimpft. Zwei unterschiedliche Welten – Erzieher und Rettungsdienstler – trafen bei dieser „Wir für euch“-Aktion aufeinander und verstanden sich auf Anhieb.

Die Prozedur für die Kita-Mitarbeitenden begann mit einem Mund/Rachen-Schnelltest. Nach einer Viertelstunde Wartezeit ging es weiter zur ärztlichen Beratung und Impfung. Dann eine Treppe hoch zum Ausruhen bei Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen in den Lehrsaal. Immer mit Maske, immer mit Abstand. „Wir konnten allen unseren Kita-Mitarbeitenden dieses Impfangebot machen und freuen uns, dass 76 Frauen und Männer es angenommen haben“, sagte Michael Homann von den Johannitern im Regionalverband Niedersachsen Mitte. Diese erste Impfung werde Sorgen nehmen und Entspannung in die Einrichtungen tragen.

Diana Lange und Marzena Lenga, die in der Küche der Kita Börgerstraße arbeiten, gehörten um 9.30 Uhr zu den Ersten auf der Liste, die bis in den Nachmittag hinein abgearbeitet wurde. „Ich hatte, was das Impfen angeht, zunächst Bedenken“, sagte Marzena Lenga, ein Gefühl, das sie mit vielen ihrer Kollegen teilt. Als aber ihr Entschluss für eine Impfung gefallen war, seien die Sorgen großer Erleichterung gewichen: „Jetzt kann man mein glückliches Gesicht hinter der Maske leider nicht sehen.“ Auch bei Erzieherin Annelie Hennecke und Heilpädagogin Birgit Mühlenbrink überwog die Freude: „Bei der Arbeit mit Kindern, gerade mit den Kleinsten in der Krippe, lässt sich einfach kein Abstand einhalten.“ Erzieherin Ramona Gutsche hofft durch das Impfen auf ein bisschen mehr Freiheit auch im Privaten: „Bei meinem Opa und mir war es ein Wettrennen, wer wohl als erstes geimpft wird. Heute bin ich dran, er hat aber schon in der kommenden Woche seinen Termin.“ Für Sozial-Assistentin Mirja Gilica-Ultes war es eine der ersten Begegnungen mit der Johanniter-Welt: „Ich fange erst im April in der Kita Börgerstraße an. Toll, dass es gleich mit einer Impfung startet.“

Für die Aktion hatten zahlreiche Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer sich am Sonnabend Zeit genommen. Benjamin Häselbarth, Bereichsleiter Sondereinsatzdienste und Thomas Bieniek, Bereichsleiter Notfallmanagement, hatten organisiert und vorbereitet. Mitarbeiter aus dem Organ-Transportdienst und Helfer aus dem Ehrenamt übernahmen den Mund/Rachen-Schnelltest, behielten den Überblick bei den nötigen Dokumenten für die Impflinge und die Ablage und beantworteten Fragen aller Art. Liesa Krüger, Einrichtungsleiterin der Kita Weltkinder, blieb nach ihrer eigenen Impfung gleich vor Ort und begleitete ihre Kollegen einzeln von der Impfung bis zum Ausruh-Raum. Aus ihrer Kita waren so gut wie alle Mitarbeitenden der Einladung gefolgt. „Die Impfung wird sich auf unseren Alltag auswirken“, sagte sie. In den kommenden Wochen werde sich das pädagogische Personal im Austausch und Kontakt mit Kindern und Eltern bestimmt sicherer fühlen.

Am Sonntag ging es mit dem Impfen im Johanniter-Ehrenamtszentrum in Hannover-Linden nahtlos weiter. Dort war den ganzen Tag über ungewöhnlich viel los im Erdgeschoss des Gilde Carré, wo sich insgesamt 133 Personen aus verschiedensten Bereichen ihre Impfung abholten. Unter ihnen waren Pflegekräfte, Mitarbeitende und Mieter im Betreuten Wohnen sowie Ehrenamtliche aus den sozialen Diensten. Zu letzteren gehörte Silvia Füssel, die sich ehrenamtlich im ambulanten Hospizdienst engagiert und froh über den Schutz ist. Während sie nach ihrer Impfung eine Viertelstunde wartete, schallte von nebenan Gelächter herüber. Drei Frauen klönten – mit Abstand und Maske – und brachten so gemeinsam die Wartezeit herum. Sie nehmen derzeit am Vorbereitungskurs für Hospizhelfer teil und werden schon bald schwer kranke Menschen begleiten. „Es ist super organisiert hier“, sagten sie. Dafür verantwortlich zeichneten Anke Rohlfs und Jasmin Heinecke vom Ehrenamtszentrum sowie David Felix-Meinholz, Leiter des Betreuten Wohnens der Johanniter in Hannover. Die Impfung selbst übernahmen wieder Kollegen. Ehrenamtliche Helfer aus dem Ortsverband Hannover-Wasserturm maßen Temperatur, berieten ärztlich und impften schließlich.

Sonja Huxolt vom Team des Betreuten Wohnens im Gilde Carré musste bis zum Nachmittag auf ihre Impfung warten. Kein Problem für sie, solange kümmerte sie sich um die Mieter der Wohnanlage, die nach und nach ihre Termine wahrnahmen. „Alle sind aufgeregt, aber freuen sich auch über die Impfung“, sagte sie. „Viele haben große Angst vor einer Infektion und es gibt die Gefahr, dass die Menschen vereinsamen. Die Impfung verschafft etwas Erleichterung und spendet Hoffnung.“ Auch im Ehrenamtszentrum hieß es wie am Vortag bei allen zum Abschied: „Schönes Wochenende noch! In ein paar Wochen sehen wir uns wieder.“

 

Johanniter sehen schnelle Umsetzungen von flächendeckenden Bürgertestungen gefährdet – Schnelltest JUH

Johanniter sehen schnelle Umsetzungen von flächendeckenden Bürgertestungen gefährdet

22. März 2021/in Niedersachsen

HANNOVER (PM).  Mit der Möglichkeit der sogenannten „Bürgertestungen“ für die Bevölkerung auf der Grundlage der Vorgaben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vom 9. März 2021 wird der Bedarf an diesen Testungen stark steigen. Derzeit gehen Experten von 120.000 bis 200.000 Testungen pro Woche in Niedersachsen aus – die Ostertage stellen dabei eine besondere Herausforderung dar. Damit diese Nachfrage gedeckt werden kann, sollte aus Sicht des Landesverbandes der Johanniter-Unfall-Hilfe Niedersachsen/Bremen schnellstmöglich ein flächendeckendes Angebot für Schnelltestungen geschaffen werden, um die rasant wachsenden Infektionszahlen zu begrenzen.

Allerdings hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung am 12. März 2021 eine Allgemeinverfügung veröffentlicht, die schärfer formuliert ist, als die Bundesvorgabe und damit eine zügige Umsetzung erschwert.

„Die aktuellen Vorgaben stellen einen schnellen Umsetzungserfolg aus unserer Sicht infrage“, so Hannes Wendler, Mitglied im Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe Niedersachsen/Bremen.

Insbesondere sind zeitraubende Einzelbeantragungsverfahren durch die Gesundheitsämter zu nennen, die auch die Johanniter ausbremsen. Deshalb fordert die Johanniter-Unfall-Hilfe an Stelle von Einzelbeantragungsverfahren eine generelle Bevollmächtigung der Hilfsorganisationen zur Umsetzung der Bürgertestungen, um schnellstmöglich ein flächendeckendes Angebot für Schnelltestungen zu schaffen.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe verfügt über die erforderlichen Konzepte, Fachexpertise und medizinisch geschultes Personal, hauptamtlich sowie ehrenamtlich, zur schnellen und qualitativ hochwertigen Umsetzung. Die Leistungsfähigkeit der Johanniter zeigt sich derzeit nicht zuletzt während der Umsetzung der Impfstrategie in den Impfzentren, die von den Johannitern massiv unterstützt wird.

Darüber hinaus sieht die Johanniter-Unfall-Hilfe die zeitliche Mindestvorhaltung einer Teststation beziehungsweise eines Testzentrums von 20 Wochenstunden und die Vorgabe der Vorhaltung „nachmittags und an Wochenenden“ sehr kritisch und nicht im Sinne der Maßnahme.

„Diese Vorgaben berauben uns in Niedersachsen dringend benötigter Testkapazitäten, die nicht zuletzt durch ehrenamtliche Helfende in Gebieten mit geringerem Testbedarf (geringerer Bevölkerungsdichte, ländlicher Raum) durchgeführt werden könnten,“ so Wendler.

Beispielsweise wäre es denkbar, an einem kleineren Standort montags bis freitags in der Zeit von 6 bis 9 Uhr für Pendler, die den ÖPNV nutzen, Testungen anzubieten. Dies wäre nach der Verfügung nicht möglich, da es insgesamt nur 15 Wochenstunden wären.

„Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, allen Menschen täglich ein unkompliziertes Testangebot in ihrer Nähe anbieten zu können. Dies wird nur funktionieren, wenn die Menschen kurze Wege haben und das Angebot einfach zu handhaben ist“, sagt Hannes Wendler.

Deshalb ist es aus Sicht der Johanniter-Unfall-Hilfe notwendig, alle zur Verfügung stehenden Kapazitäten und Möglichkeiten, seien es hauptamtliche oder ehrenamtliche, für den Aufbau von Testkapazitäten im Sinne der Pandemiebekämpfung zu nutzen.

Bilanz 2020: 1273 Einsätze für den Rettungshubschrauber Christoph 4 – Christoph 4 Alexandra Stolze Bundespolizei

Bilanz 2020: 1273 Einsätze für den Rettungshubschrauber Christoph 4

19. Januar 2021/in Hannover

HANNOVER (PM). Der Rettungshubschrauber Christoph 4, am Standort der Medizinischen Hochschule in Hannover, ist 2020 zu 1273 Notfalleinsätzen abgehoben. Das Einsatzaufkommen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 97 verringert (2019: 1370). „Der sichtbare Einsatzrückgang fällt in den Zeitraum der ersten Pandemiephase“, sagt Dr. Christian Macke, ärztlicher Leiter für den Christoph 4 von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

Das sei ein ganz ähnliches Bild, wie es sich auch in den Notaufnahmen im März und April bot, so Macke. 40 Prozent der Einsätze waren internistischer Art wie Herzinfarkte und Herz-Kreislauf-Probleme. Dazu kamen 40 Prozent chirurgische Notfälle – Auto-, Haus- und Arbeitsunfälle – sowie 20 Prozent sonstiger Fälle.

Die Einsatzbereitschaft war auch während der Pandemiehochphasen war durchgängig sichergestellt. „Während der ersten Hälfte des Jahres sind die Besatzungen wöchentlich in festen Dreierteams geflogen, um eine Infektionskette, wenn es zu einer Corona-Infektion kommen sollte, effektiv zu unterbrechen“, sagt Volker Hubrich, leitender Notfallsanitäter und HEMS-TC (Helicopter Emergency Medical Services Technical Crew Member). Zum Schutz der Flug-Crew und der Patienten wurden die ohnehin hohen Hygienestandards coronakonform erhöht und angepasst. Das konsequente Tragen von FFP2-Masken im Hubschrauber trug ebenfalls zur Sicherheit bei, erschwerte allerdings die Verständigung beim Funken, so Hubrich.

Zudem ist der Christoph 4 im April zum bundesweit 800.000. Einsatz eines Zivilschutz-Hubschraubers seit 1971 abgehoben. In einem unübersichtlichen Waldstück war ein 14-Jähriger schwer mit dem Mountainbike gestürzt. Nach kurzer Suche konnte der Junge gefunden und von der Besatzung des Christoph 4 versorgt werden.

Der Christoph 4 hat einen Einsatzradius von rund 50 Kilometern und fliegt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 257 Kilometern pro Stunde in die Region und Stadt Hannover sowie in die Landkreise Celle, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ist er alarmierbar. Seit 1972 ist der Rettungshubschrauber in Hannover im Einsatz.

Das Team von Christoph 4

An der Luftrettung des Christoph 4 sind zahleiche Institutionen beteiligt. Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Niedersachsen/Bremen ist für den Dienstbetrieb des Hubschraubers verantwortlich und stellt die Not­fallsanitäter und die HEMS-TC. Die Piloten kommen von der Bundespolizei, Fliegerstaffel Nord Stützpunkt Gifhorn. Diese verantworten zudem die Wartung sowie die Instandhaltung des Hubschraubers. Die Notärzte stellt die Abteilung für Unfallchirurgie MHH genauso wie den ärztlichen Leiter, Dr. Christian Macke. Träger des Luftrettungsstützpunktes an der MHH ist das Land Niedersachsen. Der Christoph 4 gehört zur orangefarbenen Flotte der Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) des Bundesministeriums des Innern.

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Der Landesverband Niedersachsen/Bremen erstreckt sich von der Nordsee bis in den Harz, zwischen der Lüneburger Heide und dem Emsland, in der Mitte das Bundesland Bremen. Ihm angeschlossen sind die fünf Regionalverbände Bremen-Verden, Harz-Heide, Niedersachsen Mitte, Südniedersachsen und Weser-Ems. Von der ambulanten Pflege über Sanitäts- und Rettungsdienste bis hin zu Jugendarbeit und Kindertagesstätten – mit unseren Angeboten unterstützen wir Menschen in allen Lebenslagen. Rund 2.700 Menschen sind in unserer Region hauptamtlich für die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. tätig. Aus Liebe zum Leben engagieren sich zudem mehr als 7.000 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich in Niedersachsen und Bremen, darunter über 2.200 Johanniter-Jugendliche. Ohne die Unterstützung unserer gut 111.000 Fördermitglieder wäre all dies nicht möglich. Infos unter www.johanniter.de/nb

Johanniter-Akademie macht Impfpersonal fit – Corona Impfzentrum Osnabrück Alexander Körner

Johanniter-Akademie macht Impfpersonal fit

21. Dezember 2020/in Niedersachsen

HANNOVER (PM). In Niedersachsen und Bremen bereiten sich die Johanniter auf ihren Einsatz in mehr als 20 Impfzentren vor. Für einen zügigen und schnellen Impfbeginn schulen die Johanniter ihr impfbefähigtes Personal, das in den Impfzentren als auch in den mobilen Impfteams zum Einsatz kommt, mit einem umfangreichen Vorbereitungsprogramm. Ein gewichtiger Teil dieser Vorbereitung ist ein ganz neues Online-Fortbildungsmodul für Impfkräfte. Dieses ist auf der Grundlage des Impfkonzeptes der Niedersächsischen Landesregierung entwickelt worden.

Bereits vor Wochen haben Lehrkräfte der Pflegefachschule der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen in Hannover mit der Erstellung des Fortbildungsmoduls begonnen, das nach einem Testlauf für die Ausbildung aller Johanniter-Kräfte ab sofort bundesweit zur Verfügung steht.
„Die eingesetzten Kräfte haben das Impfen zwar gelernt. Diese Tätigkeit gehörte aber bei vielen nicht zur alltäglichen Arbeit. Das gilt beispielsweise für Altenpfleger genauso wie für Notfallsanitäter und sicherlich auch Krankenpfleger“, sagt Kersten Enke, Leiter der Johanniter-Akademie Niedersachen/Bremen. „Wir frischen das Wissen des Impfpersonals auf, vermitteln aber auch aktuelle Kenntnisse zum Einsatz des Impfstoffes. Je besser unsere Helferinnen und Helfer vorbeireitet sind, desto schneller kann geimpft werden. Wenn es final losgeht, sparen wir langwierige Einweisungen vor Ort“, sagt Enke.

Im Vorlauf werden Hygienemaßnahmen, der Umgang mit dem Impfmaterial, Indikationen, Kontraindikationen und Informationen zum Impfstoff selbst online geschult. Darunter auch die sachgerechte Lagerung des Impfstoffes, die Kühlkette und das Aufziehen von Flüssigkeiten aus Glas- und Stechampullen.

Alle Themenbereiche werden mit einem Test abgeprüft, um eine durchgängige Ausbildungsqualität sicherzustellen. „Mit dieser Maßnahme wollen wir den verantwortlichen Impfärzten bestens ausgebildetes Impfpersonal an die Seite stellen, um ihnen die Aufgabe vor Ort zu erleichtern und für einen sicheren, schnellen und reibungslosen Impfbetrieb zu sorgen“, sagt Enke.

Fortgebildet werden zum Beispiel Notfallsanitäter, Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger, Medizinische Fachangestellte oder Medizinstudenten, die auch weiterhin zur Unterstützung in den Impfzentren der Johanniter gesucht werden.

Infos zu den Impfzentren und zur Personalsuche: www.johanniter.de/corona-impfzentrum-nb/

Impfzentren in Niedersachsen und Bremen: Johanniter bereiten sich vor – Johanniter Zentrallager Nils Bültemann

Impfzentren in Niedersachsen und Bremen: Johanniter bereiten sich vor

11. Dezember 2020/in Niedersachsen

HANNOVER / BREMEN (PM). Die Johanniter in Niedersachsen und Bremen bereiten sich auf den Aufbau und den Betrieb der Impfzentren vor. Dabei unterstützen sie die Bundesländer beziehungsweise die Kommunen bei der Aufgabe, diese Einrichtungen für die Immunisierung gegen das Virus SARS-CoV-2 („Coronavirus“) flächendeckend einzurichten.

Hintergrund: Nach der Zulassung und der Auslieferung der Impfstoffe soll umgehend mit den Impfungen begonnen werden. So sieht es die Nationale Impfstrategie vor.

Derzeit stehen die Johanniter in Niedersachsen und Bremen an rund 20 Standorten bezüglich der Einrichtung und des Betriebes von Impfzentren oder einer gemeinschaftlichen Beteiligung am Betrieb mit den Kommunen in Kontakt. Dazu gehören auch Anfragen zur Bereitstellung von mobilen Impfteams. Diese sollen die Immunisierung vor Ort beispielsweise in Einrichtungen für Pflegebedürftige oder Menschen mit Behinderung vornehmen.

„Wir stehen vor der Herausforderung, schnell eine Vielzahl an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewinnen zu müssen, um die Aufgaben zu meistern“, sagt Hannes Wendler, Mitglied des Landesvorstandes. „Dazu setzen wir auch auf die Unterstützung aus den eigenen Reihen aus Haupt- und Ehrenamt.“ So werden sich bspw. Pflegekräfte aus den ambulanten Diensten oder Tagespflegen sowie Notfallsanitäter aus den Rettungsdiensten an dieser bedeutenden Aufgabe beteiligen.

Nach ersten Schätzungen werden allerdings für den dauerhaften Betrieb der Impfzentren sehr viel mehr helfende Hände gebraucht. Derzeit wird damit gerechnet, dass die Impfzentren rund sechs Monate im Betrieb sein werden. Daher werben die Johanniter auf dem Arbeitsmarkt um zusätzliche Unterstützung. Und: „Während des Betriebs der Impfzentren fallen auch Tätigkeiten an, die von Ehrenamtlichen übernommen werden können, die selbst nicht impfen dürfen oder nicht im Bevölkerungsschutz ausgebildet sind“, sagt Hannes Wendler. Denn auch die Bereiche Logistik, Organisation und Verwaltung benötigen tatkräftige Unterstützung.

Den großen Personalaufwand hatte auch der Niedersächsische Innenminister Boris Pistorius im Blick, als er in der vergangenen Woche das „außergewöhnliche Ereignis“ laut Katastrophenschutzgesetz ausgerufen hat. Dieses regelt gesetzlich die Freistellung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und die Entschädigung für die Arbeitgeber. „Wo eine Unterstützung des Impfens ehrenamtlich oder im Rahmen einer Freistellung durch den Arbeitgeber möglich ist, werden wir diese Unterstützung benötigen“, sagt Wendler und appelliert an die Arbeitgeberseite, ihre Mitarbeitenden, die ehrenamtlich in den Hilfsorganisationen tätig sind, für diese Aufgaben freizustellen.

Zahlreiche Stellenausschreibungen sind bereits veröffentlicht. Interessierte können sich im Internet über die möglichen Tätigkeitsfelder informieren:
www.johanniter.de/impfhelfer-gesucht

Kältebus startet in die Wintersaison – Kältebus JUH

Kältebus startet in die Wintersaison

3. November 2020/in Hannover

HANNOVER (PM).  Wer auf der Straße lebt, hat spezielle Bedürfnisse. Besonders im Winter. „Wie alle anderen brauchen auch Menschen ohne Obdach Pullover. Sie mögen aber am liebsten Hoodies mit Kapuzen, weil diese auch den Kopf, den Nacken und die Schultern warm halten“, sagt Dana Jörk, Fachbereichsleiterin Jugend und Ehrenamt bei den Johannitern in Hannover.

Seit fast zwanzig Jahren ist das Johanniter-Kältebus-Team zwischen November und März unterwegs, um obdachlose Menschen in Hannover mit frischem Essen, heißem Tee, Hygienemitteln, Kleidung und warmen Decken zu versorgen. Die ehrenamtlichen Helfer kennen viele ihrer Kunden, nehmen Anteil an Schicksalen und Lebenswegen, helfen bei den Treffen am Kältebus mit Tipps und Informationen, können kleine Verletzungen versorgen. Sie wissen um die besonderen Nöte und Wünsche der obdachlosen Frauen und Männer. „Weil sie keine Wohnung und keinen Kleiderschrank haben, tragen sie zum Beispiel gerade im Winter die meisten ihrer Klamotten übereinander. Und weil es oft Übergrößen sind, brauchen sie Gürtel, um alles festziehen zu können“, sagt Dana Jörk. Benötigt würden außerdem ständig große Taschen, Beutel und Rucksäcke. Selbst gestrickte Wollsocken wärmen am besten. Die Johanniter werden oft danach gefragt. Ebenso wie nach Zahnbürsten und Zahnpasta, Handcreme, Nagelfeilen und Rasierern – und natürlich nach Masken, um Einkaufsläden, Fußgängerzonen und Bahnhöfe betreten zu können.

Gestern ging das Kältebusteam der Johanniter aus Hannover erstmals in diesem Winter wieder auf Tour. Es bleibt in den kommenden Monaten bei den drei Einsatztagen Montag, Mittwoch und Freitag, geändert hat sich allerdings die Route. Der Kältebus wird zunächst gegen 18 Uhr an der Nikolaikapelle (Goseriede) Halt machen und von dort aus wie gewohnt zum Kröpcke weiterfahren. „Am Raschplatz halten sich immer viele Obdachlose auf. Dort werden wir wegen der möglicherweise hohen Nachfrage das Einhalten der durch Corona nötigen Hygienemaßnahmen nicht garantieren können“, begründet Benjamin Häselbarth, Fachbereichsleiter Sondereinsatzdienste, den Standortwechsel. Zum Schutz der Kunden und der eigenen Helfer haben die Johanniter mit Abstandhaltern und Plexiglasscheiben eine kontaktarme Essensausgabe vorbereitet. Masken, Desinfektionsmittel und Handcreme gehören künftig mit zur Ausstattung.

Auch in dieser Kältesaison wird wieder die zentrale Kältebus-Telefonnummer geschaltet. Unter 0800 0848488 können besorgte Bürger Hilfebedarfe und Notlagen von obdachlosen Personen melden. Der Kältebus steuert während seiner Einsatzzeiten die angezeigten Orte an und nimmt Kontakt mit den Betroffenen auf. Fortgeführt wird außerdem die Kooperation mit der Johanniter-Kleiderkammer „Nahtstelle“ in Langenhagen. Die ehrenamtlichen Helfer der Kleiderkammer leiten gespendete Sachen wie Isomatten, Schlafsäcke und wärmende Winterkleidung an den Kältebus weiter. Kältebus-Kunden können auch ihre Wünsche äußern, die nach Möglichkeit bei einem der nächsten Einsätze erfüllt werden. Aktuell ist die „Nahtstelle“ (Am Pferdemarkt 84, 30853 Langenhagen) aufgrund der ansteigenen Zahl von SARS-CoV-2-Infizierten bis Ende November geschlossen. Die Öffnungszeiten sind sonst: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag (10-12 und 16.30-18.30 Uhr) und am ersten Samstag im Monat (10-12 Uhr).

An Spenden benötigt werden aktuell: Decken, Schlafsäcke und Isomatten, Winterschuhe ab Größe 40, Jogginghosen, Pullover, Hoodies, Gürtel, Rücksäcke, Taschen, Hygienemittel, Wollsocken. Derzeit nicht benötigt werden Handschuhe, Schals und Mützen. Bettdecken und Kissen haben sich als unpraktisch erwiesen.

Besonders freuen würden sich die ehrenamtlichen Helfer in diesem Jahr über Verstärkung ihres Teams. „Wir kochen, packen den Wagen, fahren die Tour, kümmern uns um die Menschen, kehren zurück, räumen auf, alles gemeinsam“, sagt Dana Jörk, Leiterin der Verpflegungsgruppe. Spontane Aktionen wie Keksebacken zu Nikolaus gehören ebenso dazu wie das gute Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Dana Jörk: „Jedes Jahr wieder ist es berührend zu sehen, wie dankbar Menschen für ein Essen und ein kurzes Gespräch sind.“

Erreichbar ist das Kältebus-Team ab sofort per E-Mail unter einsatz.hannover@johanniter.de oder telefonisch unter 0800 0848488.

Blended Learning - Neuer Weg stellt Ausbildung im Rettungsdienst sicher – Blended Learning JUH

Blended Learning – Neuer Weg stellt Ausbildung im Rettungsdienst sicher

27. Oktober 2020/in Region Hannover

HANNOVER (PM). Das Leben ist in die Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen zurückgekehrt. Am 13. März 2020 war von einem auf den anderen Tag Schluss – leere Akademieflure, leere Schulungsräume. Der Johanniter-Akademie ging es zu Beginn der Corona-Pandemie wie vielen Bildungseinrichtungen. Was tun? Die Ausbildung von etwa Notfall- bzw. Rettungssanitätern und Pflegefachkräften musste weitergehen.

„Wir haben schnell auf ‚Blended Learning‘ umgestellt. Ein Zusammenspiel aus Unterricht in Kleingruppen und selbstgestaltetem E-Learning mit Hilfe eines eigenen Lern-Management-Systems sowie der Niedersächsischen Bildungscloud. Damit sind wir auf noch kommende Herausforderungen bestens vorbereitet“, sagt Johanniter-Akademieleiter Kersten Enke.

Blended Learning - Neuer Weg stellt Ausbildung im Rettungsdienst sicher – Kersten Enke

Johanniter-Akademieleiter Kersten Enke © Johanniter

Was ist neu? Die Teilnehmenden treffen sich mit ihren Dozenten im virtuellen Raum, in einer Videokonferenz. Nach einem Lehrerimpuls erhalten sie Lernaufgaben, die sie im Selbststudium erarbeiten. Hintergrund: Selbst erarbeitetes Wissen verankert sich oftmals besser. Während dieses Prozesses gehen die Teilnehmenden unter anderem neue Lernwege und können ihr Lerntempo weitgehend selbst bestimmen. Sie erwerben neue Recherchetechniken, erschließen neue Informationsquellen, tauchen tief in die Materie ein, lernen, sich Wissen zu erarbeiten und sind am Ende des Vorgangs Experten für ein Thema. Die Ergebnisse werden im Anschluss von den Experten der Gesamtgruppe in einer Videokonferenz vorgestellt. Für etwaige Fragen stehen die Dozenten per Videochat zur Verfügung. Die Teilnehmenden werden aus der sonst so bequemen Frontalbeschallung geholt und zum Selbstlernen motiviert.

Durch das E-Learning der Teilnehmenden sind Kapazitäten geschaffen worden, so dass Corona-konform in Kleingruppen und unter Wahrung der Hygieneregeln die Praxis trainiert werden kann. Engere und intensivere Betreuung ist zum Vorteil der Teilnehmenden und Lehrkräfte. Das sei auch bei den Kompetenzüberprüfungen spürbar, sagt Enke. E-Learning sei zwar eine erfolgreiche Komponente während des Lernprozesses und bekomme seinen Platz im Lehrplan. Die Ausbildung im Gesundheitswesen lebe allerdings durch einen „physischen“ Kontakt der Lehrkräfte zu den Schülern. Denn gerade in der medizinischen Ausbildung würden zahlreiche Kompetenzen in fachpraktischen Teilen vermittelt, so Enke. Das könne nicht durch E-Learning ersetzt werden.

Über die Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen

Die Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen, mit ihren Standorten in Hannover, Oldenburg, Göttingen und Elsfleth ist bundesweit eine der führenden Bildungseinrichtungen für Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Das Spektrum reicht von der notfallmedizinischen Basisausbildung zum Rettungssanitäter über die dreijährige Berufsausbildung zum Notfallsanitäter bis hin zur Fortbildung von Rettungsmedizinern und Führungskräften im Rettungsdienst. Als Trainingssite der AHA (American Heart Association) sowie lizensiertes Trainingszentrum für ITLS® (International Trauma Life Support) bietet die Johanniter-Akademie in Hannover auch international anerkannte Fortbildungsprogramme an. Ein weiterer Schwerpunkt ist die staatlich anerkannte Berufsfachschule für Pflege: Angeboten werden die Ausbildung zum Pflegefachmann / zur Pflegefachfrau, zum Pflegehelfer / Pflegehelferin, zur Betreuungskraft nach § 53 c sowie weiter Pflegefortbildungen.

Unterschiedliche Kooperationspartner wie die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Pflege nationaler und internationaler Ausbildungsnetzwerke ermöglichen eine ideale Einbindung in Praxis und Forschung sowie einen aktuellen Erfahrungsaustausch.

Die Entwicklung und Durchführung der Bildungsangebote sind gemäß DIN EN ISO 9001:2015 und AZAV zertifiziert. Die Lehrgänge werden begleitend evaluiert und die Ausbildung ständig den neuen Entwicklungen und Erkenntnissen in der Rettungsmedizin und Pflege angepasst.

Zwischenbilanz der Johanniter im Corona-Testzentrum am Flughafen Hannover – BGPress 2062

Zwischenbilanz der Johanniter im Corona-Testzentrum am Flughafen Hannover

11. August 2020/in Region Hannover

LANGENHAGEN. Aus Sicht der Johanniter ist das vergangene Wochenende gut im Corona-Testzentrum am Flughafen Hannover verlaufen. Die Stimmung sowohl unter Helfern als auch Passagieren sei gut gewesen. 

Durch die seit Samstag von Bundesgesundheitsminister Jens Span eingeführte Testpflicht haben die Einsatzkräfte der Johanniter einen Anstieg um gut 30% bei den Abstrichen zu verzeichnen. Dieses haben die Johanniter aber mit den vorhandenen Kapazitäten gut abdecken können. Wir haben immer 15 Einsatzkräfte vor Ort, so Bettina Martin von den Johanniter, die die Passagiere registrieren und den Abstrich vornehmen.

Im Schnitt sind die ankommenden Fluggäste dort innerhalb weniger Minuten durch das Corona-Testzentrum am Flughafen in Langenhagen durch, je nach Auslastung des Fliegers und ob Risikogebiet oder nicht können die Wartezeiten aber variieren. Am Wochenende hat das Testzentrum von Sonnabend, 6 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, 2448 Menschen getestet. Insgesamt wurden seit Inbetriebnahme der Station auf dem Airport 10.196 Tests durchgeführt.

„Eine sehr, sehr sinnvolle Einrichtung“ – Stephan Weil JUH110820

„Eine sehr, sehr sinnvolle Einrichtung“

11. August 2020/in Hannover

HANNOVER (PM). 1457 Gespräche hat Migrationsberaterin Claudia Dedermann allein im ersten Jahr geführt und damit 5706 Personen erreicht. Sie koordiniert die Sozial- und Migrationsberatungsstelle im hannoverschen Stadtteil Vahrenheide. Erst im Juni 2019 hatte die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. (JUH) die Einrichtung eröffnet. Ministerpräsident Stephan Weil zeigte sich beeindruckt von diesen Zahlen.

Er besuchte am 10. August die vom Land Niedersachsen und von der Stadt Hannover geförderte Beratungsstelle, um die Arbeit dort kennenzulernen. „Eine sehr, sehr sinnvolle Einrichtung“, sagte der Ministerpräsident.

Claudia Dedermann beschrieb, mit welchen Themen die Menschen zu ihr kommen: Viele suchen einen Betreuungsplatz für ihr Kind, eine Wohnung oder brauchen Hilfe mit Formularen und Anträgen. Die meisten Besucher haben einen Migrationshintergrund, einige sind aus ihrem Heimatland geflohen. Jedoch steht die Beratungsstelle allen offen, ob in Deutschland geboren oder gerade erst angekommen, ob alleinstehend oder mit Familie.

„Wir beraten von A bis Z“, ergänzte Johanniter-Fachbereichsleiter Florian Walther. Vahrenheide sei ein „Ankunftsstadtteil“. 59% der Einwohner sind Migranten, mehr als 30% alleinerziehende Familienhaushalte. Viele sind von Armut betroffen und beziehen Transferleistungen. Die Johanniter betreiben hier außerdem eine Unterkunft für Geflüchtete, aus der viele Bewohner später eine eigene Wohnung in Vahrenheide finden. Sie und viele andere in der Nachbarschaft berät Claudia Dedermann mit ihrem Team auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch und Russisch. Für die Menschen stellt sie oftmals die erste Anlaufstelle dar, auf die sie sich verlassen können und der sie vertrauen. Ihre Anliegen sind dabei so vielfältig wie das Leben. Hannes Wendler, Mitglied im Landesvorstand der Johanniter in Niedersachsen und Bremen, fasste zusammen: „Hier gibt es kein ‚Ich bin nicht zuständig‘. Das ist ganz entscheidend für die Barrierefreiheit.“

Neben Ministerpräsident Stephan Weil nahmen auch Adis Ahmetovic, Vorsitzender der SPD Hannover, die Stadträtin Afra Gamoori und der Stadtrat Florian Spiegelhauer, die Regionsabgeordnete Regina Hofgrefe, Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg und Wjahat Waraich von der SPD Hannover-Sahlkamp an dem Treffen teil. Das Gespräch musste in einem angrenzenden Raum stattfinden – in die Beratungsstelle passen unter Berücksichtigung der Abstandsregeln höchstens drei Personen.

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