Das neue Lichtsystem soll die Sichtbarkeit der Einsatzkräfte und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken.
HAMBURG (redu) – Die Polizei Hamburg führt ab dem 19. Mai 2026 das neue Polizeiliche Präsenzlicht auf ihren Funkstreifenwagen ein. Das dauerhaft leuchtende blaue LED-Licht soll die Sichtbarkeit der Polizei im öffentlichen Raum erhöhen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken.
Hamburg ist die erste Polizei in Deutschland, die das neue Lichtsystem flächendeckend bei ihren Peterwagen einsetzt.
Mit dem Polizeilichen Präsenzlicht setzt die Polizei Hamburg auf ein neues Konzept zur besseren Wahrnehmbarkeit ihrer Einsatzfahrzeuge. Das dauerhaft eingeschaltete blaue LED-Licht ist in den Blaulichtbalken der Funkstreifenwagen integriert und unterscheidet sich deutlich vom klassischen Einsatzblaulicht.
Während herkömmliches Blaulicht blinkt und Verkehrsteilnehmer zum sofortigen Freimachen der Fahrbahn auffordert, leuchtet das neue Präsenzlicht dauerhaft und mit reduzierter Intensität. Nach Angaben der Polizei erreicht das Licht rund 30 Prozent der üblichen Leuchtkraft.
Mehr Sichtbarkeit im Stadtbild
Ziel des neuen Systems ist eine bessere Erkennbarkeit der Streifenwagen im gesamten Stadtgebiet. Dadurch soll insbesondere das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen in Hamburg gestärkt werden.
Die Polizei Hamburg orientiert sich dabei unter anderem an Frankreich, Spanien und den Vereinigten Staaten. Dort gehören sogenannte „Police Cruise Lights“ bereits seit längerem zum polizeilichen Alltag.
Schrittweise Umrüstung geplant
Ab dem 19. Mai 2026 sollen alle Peterwagen der Polizei Hamburg schrittweise mit dem neuen Lichtsystem ausgestattet werden.
Polizeivizepräsident Mirko Streiber bezeichnete das Polizeiliche Präsenzlicht als wichtigen Baustein moderner und bürgernaher Polizeiarbeit. Auch André Martens, stellvertretender Leiter der Schutzpolizei, sieht in dem neuen Lichtkonzept eine zusätzliche Stärkung der Sichtbarkeit von Einsatzkräften im öffentlichen Raum.
Nach einem Angriff am Königsworther Platz sucht die Polizei Hannover den gestoßenen Fußgänger und einen beteiligten Autofahrer.
HANNOVER (redu) – Am Königsworther Platz in Hannover soll ein 35-Jähriger einen Mann angegriffen und auf die Straße gestoßen haben. Ein Autofahrer konnte einen Zusammenstoß nur durch Bremsen und Ausweichen verhindern. Die Polizei sucht nun den Fußgänger und weitere Zeugen.
Der Vorfall ereignete sich mitten am Tag an einer stark frequentierten Kreuzung nahe der Schloßwender Straße. Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise von Beteiligten und Passanten.
Nach Angaben der Polizeistation Schützenplatz ereignete sich der Vorfall bereits am Montag, 27. April 2026, gegen 12:00 Uhr an der Fußgängerampel am Königsworther Platz Ecke Schloßwender Straße. Der 35-Jährige soll dort einen bislang unbekannten Mann zunächst geschlagen und anschließend auf die Fahrbahn gestoßen haben.
Ein herannahender Autofahrer musste stark abbremsen und ausweichen, um einen Zusammenstoß mit dem am Boden liegenden Mann zu verhindern. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen offenbar niemand.
Ermittlungen am Königsworther Platz
Polizeikräfte waren bereits zuvor wegen des auffälligen Verhaltens des Tatverdächtigen zum Königsworther Platz gerufen worden. Kurz nach dem Vorfall nahmen Einsatzkräfte den Mann vorläufig fest.
Der gestoßene Fußgänger sowie der beteiligte Autofahrer hatten den Bereich allerdings bereits verlassen, bevor die Polizei sie befragen konnte.
Polizei bittet um Hinweise
Wegen seines psychischen Zustands wurde der 35-Jährige in eine Fachklinik eingewiesen. Gegen ihn wird nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.
Die Polizei Hannover bittet insbesondere den unbekannten Fußgänger und den Autofahrer, sich beim Polizeikommissariat Hannover-Limmer unter der Telefonnummer 0511 109-3915 zu melden.
Eine 16-Jährige wurde nahe der Rastanlage Wülferode-West angegriffen.
HANNOVER (redu) – Nach einem Angriff auf Jugendliche in einem Waldstück nahe der Rastanlage Wülferode-West an der A7 ermittelt die Polizei Hannover wegen eines versuchten Sexualdelikts. Eine 16-Jährige konnte sich am Sonntagabend durch massive Gegenwehr befreien. Der Täter flüchtete verletzt.
Die Tat ereignete sich in einem Waldgebiet nördlich der Rastanlage Wülferode-West. Ermittler hoffen nun insbesondere auf Hinweise zu einem Mann mit möglichen Bissverletzungen am Unterarm.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei Hannover war die 16-Jährige am Sonntag gegen 18:20 Uhr mit ihrem Fahrrad auf einem Waldweg nahe der Autobahn 7 unterwegs. Dort bemerkte sie zunächst einen Mann auf einem Fahrrad, der sich ihr näherte.
Wenig später soll der Unbekannte die Jugendliche angegriffen und zu Boden gebracht haben. Nach Angaben der Polizei würgte der Mann das Mädchen über einen längeren Zeitraum. Trotz der Situation setzte sich die 16-Jährige massiv zur Wehr.
Dabei biss sie dem Angreifer kräftig in einen Unterarm. Der Täter ließ daraufhin von der Jugendlichen ab. Das Mädchen konnte flüchten und sich später Zeugen anvertrauen, die umgehend die Polizei verständigten.
Täterbeschreibung und Hinweise
Der mutmaßliche Täter soll zwischen 30 und 45 Jahre alt und etwa 1,85 Meter groß gewesen sein. Beschrieben wird er als sehr schlank mit auffallend dünnen Armen und schmalem Gesicht. Er trug einen Bart um den Mund sowie dunkles, leicht graumeliertes und welliges Haar bis zu den Ohren.
Zum Tatzeitpunkt soll der Mann ein dunkles T-Shirt und möglicherweise eine kurze Hose getragen haben. Unterwegs war er laut Polizei auf einem schwarzen Fahrrad mit nach unten gebogenem Lenker. Zudem habe er akzentfrei Deutsch gesprochen und laut Musik gehört, vermutlich über eine mobile Musikbox.
Ermittlungen der Polizei
Die Polizei geht davon aus, dass der Täter durch den Biss sichtbare Verletzungen am Unterarm davongetragen haben könnte. Zeugen, die Hinweise zu dem Mann geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter 0511 109-5555 zu melden.
Großkontrollen rund um Frühlingsfest zeigen hohe Zahl an Alkohol- und Drogenfahrten.
HANNOVER (redu) – Bei umfangreichen Schwerpunktkontrollen zur Fahrtüchtigkeit im Stadtgebiet hat die Polizei zahlreiche Verstöße festgestellt. Rund um das Frühlingsfest und die Innenstadt registrierten Einsatzkräfte vergangene Woche mehrere Drogen- und Alkoholfahrten mit strafrechtlichen Konsequenzen.
Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung regelmäßiger Kontrollen, da insbesondere Alkohol- und Drogenkonsum weiterhin ein erhebliches Risiko im Straßenverkehr darstellen.
Bei den Maßnahmen der Polizei Hannover Kontrolle überprüften Einsatzkräfte insgesamt 84 Fahrzeuge. Dabei stellten sie 16 Verstöße wegen Alkohol-, Cannabis- oder Drogenkonsums fest, darunter zwölf Straftaten im Zusammenhang mit Trunkenheit im Verkehr.
In vier weiteren Fällen leiteten die Beamten Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Insgesamt wurden 14 Blutproben angeordnet. Der höchste gemessene Atemalkoholwert lag bei 2,29 Promille. Zusätzlich registrierten die Einsatzkräfte sechs Fahrer mit Alkoholkonsum unterhalb der 0,5-Promille-Grenze.
Auffällig war die Verteilung der Verstöße: Etwa die Hälfte der Trunkenheitsfahrten entfiel auf Pkw, die andere auf E-Scooter. Die Polizei weist darauf hin, dass gerade diese Fahrzeuge oft unterschätzt werden und bei Unfällen ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht.
Zwischenfall mit jugendlichem Fahrer
Während einer Kontrolle auf der Hamburger Allee stoppten Beamte einen 16-Jährigen in einem VW Golf. An dem Fahrzeug waren zuvor entwendete Kennzeichen angebracht. Der Jugendliche besaß keine Fahrerlaubnis, das Auto war nicht versichert, zudem bestand der Verdacht auf THC-Einfluss.
Die Polizei leitete mehrere Strafverfahren ein, unter anderem wegen Urkundenfälschung. Im Fahrzeug fanden die Beamten zudem Aufbruchswerkzeug und Vermummungsmaterial.
Weitere Verstöße und Mängel
In einem weiteren Fall stand ein Fahrer mutmaßlich unter dem Einfluss eines starken Beruhigungsmittels. Die Weiterfahrt wurde untersagt und eine Blutprobe entnommen.
Auch ein historischer VW Golf mit H-Kennzeichen fiel bei den Kontrollen auf. Massive und unsachgemäße Umbauten führten dazu, dass die Betriebssicherheit nicht mehr gewährleistet war. Die Polizei untersagte auch hier die Weiterfahrt.
Darüber hinaus erhoben die Einsatzkräfte bei zwei Verkehrsteilnehmern ohne festen Wohnsitz in Deutschland Sicherheitsleistungen in Höhe von jeweils 750 Euro. Zudem registrierten sie zwei Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie 23 weitere Ordnungswidrigkeiten, darunter Tuning- und Poserverstöße.
Die Polizei kündigte an, auch künftig regelmäßig vergleichbare Kontrollen zur Fahrtüchtigkeit im Stadtgebiet durchzuführen.
Großübung in Welze: Zusammenarbeit von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und THW auf die Probe gestellt
NEUSTADT AM RÜBENBERGE (redu). Am Samstag, den 31. August 2024, fand im Neustädter Ortsteil Welze eine großangelegte Alarmübung statt, an der mehr als 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und dem Technischen Hilfswerk (THW) beteiligt waren.
Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen in einer realistischen Katastrophensituation zu trainieren. Das Szenario stellte einen schweren Verkehrsunfall nach, bei dem ein Reisebus mit 20 Insassen gegen das Betriebsgebäude einer Biogasanlage prallte und ein Feuer auslöste.
Die Übung begann um 10 Uhr mit der Alarmierung der Feuerwehr, die als erste am simulierten Unfallort eintraf. Die Einsatzkräfte standen vor der Herausforderung, eine vermisste Person im Gebäude zu suchen, während parallel die Rettung der verletzten Businsassen koordiniert werden musste. Die Feuerwehrkräfte lokalisierten die vermisste Person, die im Rahmen der Übung „tot“ geborgen wurde. Gleichzeitig wurden die Verletzten aus dem Bus evakuiert und von Rettungskräften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) medizinisch versorgt.
Zur Brandbekämpfung im Betriebsgebäude der Biogasanlage wurde ein umfassender Löschangriff gestartet. Dabei mussten die Feuerwehrleute nicht nur das Feuer bekämpfen, sondern auch sicherstellen, dass der angrenzende Schweinestall nicht gefährdet wurde. Aufgrund des Feuers fiel die Stromversorgung der Biogasanlage und des Stalls aus, was ein Eingreifen des THW erforderlich machte. Die Fachgruppen Elektroversorgung und Notinstandsetzung aus Wunstorf wurden alarmiert, um eine Ersatzstromversorgung aufzubauen und die Pumpen der Anlage wieder in Betrieb zu nehmen. Dieser Teil der Übung wurde ebenfalls praktisch umgesetzt.
Während der laufenden Rettungs- und Löschmaßnahmen trat eine zusätzliche Gefahrensituation auf, als ein vermeintlicher Angehöriger einer der verletzten Personen die Einsatzstelle betrat und die Einsatzkräfte mit einem Messer bedrohte. Die Polizei, die ebenfalls vor Ort war, reagierte sofort und überwältigte den Angreifer mithilfe von Trainingswaffen. Die Situation wurde schnell unter Kontrolle gebracht, und der „Gefährder“ wurde vom Einsatzort entfernt.
Angesichts der zahlreichen Verletzten rief die Einsatzleitstelle eine „Massenanfall von Verletzten (MANV)“-Lage aus. Dies bedeutete, dass weitere Rettungskräfte zur Unterstützung angefordert wurden. Die Schnellen Einsatzgruppen (SEG) des DRK aus Garbsen und Neustadt sowie die Johanniter-Unfall-Hilfe aus Wunstorf übernahmen die Registrierung und Erstversorgung der Verletzten. Die Verletzten wurden nach ihrer Stabilisierung ins Krankenhaus Neustadt transportiert, wo das Personal ebenfalls in die Übung eingebunden war. Im Krankenhaus wurde die weitere Sichtung der Verletzten nach dem Triage-Prinzip vorgenommen, und die Organisation einer möglichen Weiterverlegung in andere Kliniken wurde geübt.
Insgesamt waren neun Ortsfeuerwehren aus Büren, Esperke, Evensen, Hagen, Helstorf, Niedernstöcken, Mandelsloh, Wulfelade und Welze an der Übung beteiligt. Die Einsatzleitung lag in den Händen von Welzes Ortsbrandmeister Robin Porath, unterstützt von der „Einsatzleitung Ort (ELO)“ der Feuerwehr und dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Dennis Hausmann. Auch die Notfallseelsorge war vor Ort, um die Betreuung der Einsatzkräfte und „Verletzten“ zu unterstützen. Die Verpflegungsgruppe der Regionsfeuerwehrbereitschaft I sorgte für die Verpflegung der insgesamt 118 Feuerwehrkräfte.
Die Polizei war mit vier Beamtinnen und Beamten vor Ort, darunter eine Drohneneinheit, die Live-Bilder für die Einsatzbesprechungen am Einsatzleitwagen lieferte. Die Drohneneinheit unterstützte zudem die Übersicht der Lage und trug zur schnellen Entscheidungsfindung der Einsatzleitung bei.
Die Übung wurde durch zahlreiche Beobachter der teilnehmenden Organisationen begleitet, darunter auch der Landtagsabgeordnete Sebastian Lechner und die Erste Stadträtin Maria Lindemann. Beide verfolgten den Ablauf der Übung gemeinsam mit dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Lars Hedwig, der für die Organisation der Übung verantwortlich war.
Das Szenario für die Großübung war in der regelmäßig stattfindenden „Blaulichtrunde“ entwickelt worden, einer Runde, an der Vertreter von Feuerwehr, Polizei, Deutschem Roten Kreuz, Bundeswehr und Technischem Hilfswerk teilnehmen. Die Erkenntnisse aus der Übung sollen in den kommenden Wochen ausgewertet und für die weitere Ausbildung und Fortbildung der Einsatzkräfte genutzt werden, um im Ernstfall noch besser vorbereitet zu sein.
HANNOVER (ots). Am Samstag, 08.10.2022, hat die Polizei Hannover für einen friedlichen Verlauf von insgesamt zwölf Versammlungen in und rund um die Innenstadt von Hannover gesorgt.
Mehrere tausend Menschen demonstrierten für ihr Anliegen. Die Polizei musste bei wenigen Störungen eingreifen und leitete zwei Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Versammlungsgesetz und vier Strafanzeigen ein.
Von 11:45 Uhr bis 12:45 Uhr fand am Schillerdenkmal in der Georgstraße eine Versammlung unter dem Thema „Stiller Aufruf für eine gemeinsame und respektvolle Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen“ statt. Neun Personen nahmen teil.
Von 12:15 Uhr bis 14:00 Uhr hielt das „Forum Iranische Demokraten“ eine Kundgebung am Steintorplatz ab. Diese stand unter dem Motto „Iran und die Proteste im Land“. Die Demonstration mit rund 150 Teilnehmenden verlief störungsfrei.
Von 13:00 Uhr bis 16:40 Uhr fand die Versammlung, die von einer Privatperson angezeigt war, in der Karmaschstraße Ecke Ständehausstraße unter dem Thema „Solidarität mit den Betroffenen des Anschlags an 30.09.2022 in Afghanistan in einer Schule, bei der junge Mädchen getötet wurden“ statt. Rund 50 Personen nahmen daran teil.
Zwischen 13:20 Uhr und 14:15 Uhr fand am Kröpcke eine Versammlung der Gruppe „Omas gegen Rechts“ statt. Rund 70 Teilnehmerinnen demonstrierten zum Thema „Herz statt Hetze – mit Solidarität gegen Demokratiefeinde. Gegenveranstaltung zum Aufmarsch rechtsgerichteter und demokratiefeindlicher Gruppen auf dem Opernplatz, an dem auch die AfD beteiligt ist. Einen Tag vor der Landtagswahl in Niedersachsen rufen rechte Kräfte unter dem Motto ‚Der Norden steht auf‘ zum großen Aufmarsch in Hannover“. Wir protestieren gegen die demokratiezersetzenden Kräfte und wollen zeigen, dass ihre rechten Parolen in Hannover keinen Widerhall finden.“ Die Versammlung verlief störungsfrei.
Von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr fand die sich fortbewegende Versammlung der „Direktversicherungsgeschädigten“ unter dem Thema „Wiederherstellung unseres Rechts und Abschaffung der unsolidarischen Doppelverbeitragung an die Kranken- und Pflegeversicherung. Damit sich Altersvorsorge für die junge Generation wieder lohnt. Wir sind friedliebende Bürger und wollen nur unser Recht, dass Verträge eingehalten werden.“ statt. Diese setzte sich am Trammplatz in Bewegung und endete mit einer Abschlusskundgebung in der Grupenstraße. Rund 30 Personen nahmen daran teil. Diese Versammlung verlief ohne besondere Vorkommnisse.
Von 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr fand eine Versammlung der Initiative „Querdenken-511“ statt. Zunächst wurde eine Kundgebung auf dem Opernplatz abgehalten, anschließend setzte sich der Aufzug in Bewegung und zog durch die Innenstadt von Hannover. Die Abschlusskundgebung fand ebenfalls auf dem Opernplatz statt. In der Spitze demonstrierten rund 3.200 Personen unter dem Motto „Wir sind für die sofortige Aufhebung des IFSG und teilen unserem Kanzler und Ministerpräsidenten in Hannover mit, dass wir die Energiepreistreiberei und Enteignung der Bevölkerung durch die Regierung nicht akzeptieren.“ Die Versammlung verlief weitestgehend störungsfrei. Die Polizei musste jedoch eine Strafanzeige gegen eine Teilnehmerin wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie ein weiteres Strafverfahren wegen Verleumdung einleiten. Darüber hinaus wurde der Aufzug einmal polizeilich angehalten, um die erforderliche Anzahl der eingesetzten Ordner des Veranstalters anzupassen und weitere Abläufe mit der Versammlungsleitung zu besprechen.
Gegen 14:35 Uhr fand auf dem Platz der Weltausstellung eine nicht angezeigte Versammlung unter dem Thema „Iran/Irak“ statt. 15 Personen nahmen daran teil. Die Versammlung verlief friedlich und störungsfrei.
Von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr fand im Bereich an der Marktkirche eine stationäre Abschlusskundgebung der SPD im Rahmens des niedersächsischen Landtagswahlkampfes statt. Die Polizei schätzt die Teilnehmendenzahl auf rund 1.100 Personen. Die Versammlung wurde am Rande von einer kleinen Personengruppe gestört. Diese wurde von der Polizei als Versammlung deklariert und örtlich beschränkt. Im weiteren Verlauf verließ die Gruppe den Platz. Bei einer weiteren Störung wurde ein Verfahren wegen Volksverhetzung gegen eine teilnehmende Person eingeleitet.
Während der Abschlusskundgebung bildeten sich drei nicht angezeigte Proteste in der Schmiedestraße. Die eine Gruppe bestand aus acht ehemaligen Teilnehmenden der Versammlung „Iran/Irak“. Eine weitere Gruppe aus sechs Personen demonstrierte unter dem Thema „Leinemasch bleibt“. Weitere sechs Personen demonstrierten unter einer „Antifa“-Flagge.
Außerhalb des Versammlungsgeschehens wurde ein Verfahren wegen Beleidigung zwischen zwei kontrahierenden Personen eingeleitet.
HANNOVER (ots). Die sogenannten Messervorfälle sind seit mehreren Monaten vermehrt im Fokus der medialen Berichterstattung und damit auch in der Wahrnehmung der Stadtgesellschaft. Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) und die Polizei beschäftigen sich bereits seit 2019 mit diesem Thema, haben jetzt auf die Lage aber zusätzlich mit der Einrichtung eines „Runden Tisches“ reagiert.
2019 hatte der Rat der Stadt für den Bereich des Raschplatzes eine Verbotszone für gefährliche Gegenstände, die nicht unter das Waffengesetz fielen, eingerichtet. Zugleich war im Rahmen eines abgestimmten Vorgehens verschiedener Partnerinnen und Partner im Projekt „bahnhof.sicher“ die Präsenz in diesem Bereich deutlich intensiviert. Seitdem wird zum Beispiel der Raschplatz stündlich bestreift.
Aufgrund der aktuellen Lagebewertung zu Delikten und Örtlichkeiten, bei denen Messer zum Einsatz kamen und des für dieses Jahr festzustellenden signifikanten Anstiegs in diesem Deliktsbereich, sehen LHH und Polizei weiteren Handlungsbedarf. Dies insbesondere, weil die pandemiebedingten Einschränkungen zurückgegangen sind und sich wieder mehr Menschen im öffentlichen Raum aufhalten.
Ausweislich der polizeilichen Daten ereignen sich etwa die Hälfte der Fälle im öffentlichen Raum und hier insbesondere im Innenstadtbereich. In knapp 70 Prozent der Fälle sind die Täterinnen und Täter über 21 Jahre alt. Das bedeutet, dass in circa 30 Prozent der Fälle Jugendliche im Schulalter sowohl Täterinnen und Täter als auch Opfer sind. Über die repressiven Maßnahmen hinaus sollten daher präventive Ansätze verfolgt werden, zum Beispiel in Schulen beziehungsweise mit Jugendlichen. Zum Thema „Messer und Gewalt im Jugendalltag“ sollten tiefergehende Auseinandersetzungen mit den täter- und tatbezogenen Einflussfaktoren intensiviert werden.
Die Akteure des Runden Tisches kamen nach einer Situationsanalyse und einem ganzheitlichen Blick auf die Lage überein, die Treffen regelmäßig abzuhalten und fest zu etablieren. Die Institutionalisierung dieses Formats und den Austausch jenseits der eigenen intensiven Aktivitäten wird als zielführend erachtet, um Erkenntnisse und Entwicklungen zu diesem Phänomen auszutauschen, gemeinsam bewährte und neue Lösungen zu identifizieren und getroffene Maßnahmen sowie deren Wirkungen zu evaluieren. Erkennbar wurde bereits, dass neben repressiven Maßnahmen auch präventive Zielrichtungen erforderlich sind. In diesem Kontext kündigte die Polizei bereits eine Intensivierung von Informations- und Aufklärungsmaßnahmen an Schulen an.
Dr. Axel von der Ohe, zuständiger Ordnungsdezernent der Landeshauptstadt, erklärte nach dem Auftakttreffen des Runden Tisches: „Wir müssen die von der Polizei zusammen getragenen Daten sehr ernst nehmen. Mich besorgt die Zunahme der Taten, genauso aber der Umstand, dass beinahe ein Drittel der Täterinnen und Täter jünger als 20 Jahre alt ist. Vor diesem Hintergrund dürfen wir nicht zur Tagesordnung übergehen. Wir müssen im Runden Tisch sehr kurzfristig geeignete präventive und repressive Maßnahmen entwickeln. Das von der Polizei heute präsentierte Material gibt uns dafür Argumente. Das gilt auch für die Ausweitung von Verbotszonen für gefährliche Gegenstände etwa auf den Bereich des Steintors oder des Marstalls“.
Detlef Hoffmann, Leiter der Polizeiinspektion Hannover: „Trotz der bereits seit geraumer Zeit verstärkten Maßnahmen wie Bestreifungen und Kontrollen von verdächtigen Personen, haben wir einen Anstieg im Bereich der Gewaltdelikte mit Messern verzeichnet. Dieser Entwicklung, die gezielten Angriffe sowie Bedrohungen umfasst, müssen wir Einhalt gebieten. Die Polizei und die Landeshauptstadt haben sich deshalb heute zugesagt, noch enger in einen ständigen Austausch darüber zu gehen, an welchen Stellen weitere Verschärfungen nötig und möglich sind.“
Neben Stadt und Polizei sind die Bundespolizei, die Staatsanwaltschaft Hannover, das Landeskriminalamt, das Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen, die ÜSTRA, die Firma protec, das Deutsch-Europäische Forum für Urbane Sicherheit (Defus) sowie der Kommunale Präventionsrat Teilnehmende des Runden Tisches.
HANNOVER (ots). Nach dem Fund eines leblosen Mannes am Rande der Eilenriede im hannoverschen Stadtteil List ermittelt die Polizei wegen eines Tötungsdeliktes. Er war am Dienstag, 06.07.2021, auf einer Parkbank unweit der Hohenzollernstraße/ Ecke Heinrichstraße von einem Passanten entdeckt worden. Der Körper des Getöteten wies Stichverletzungen auf.
Nach ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei Hannover setzte am frühen Dienstagmorgen gegen 5:55 Uhr ein 59 Jahre alter Passant einen Notruf ab, nachdem er am Rande der Eilenriede einen leblosen Mann entdeckt hatte. Die Person saß mit erheblichen Verletzungen, die ihm offensichtlich durch ein Stichwerkzeug zugefügt worden waren, auf einer Parkbank am Werner-Holtorf-Weg unweit der Hohenzollernstraße/ Ecke Heinrichstraße. Ein umgehend alarmierter Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Bei dem Getöteten handelt es sich nach derzeitigen Ermittlungen um einen stadtbekannten Obdachlosen mittleren Alters.
Die Polizei ermittelt nun wegen eines Tötungsdeliktes. Der oder die Täter ergriffen nach der Tat, die sich wahrscheinlich in der Nacht zu Dienstag ereignet hat, die Flucht.
Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder Hinweise zu einer obdachlosen Person an dieser Parkbank geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.
Hannover (red). Heute in den Morgenstunden wurde in einer kleinen Parkanlage an der Hohenzollernstraße zum Werner-Holtfort-Weg an der Eilenriede eine mit Messerstichen schwer verletzte männliche Person aufgefunden. Trotz eines sofortigen Rettungseinsatzes konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen.
Der Tatort ist von der Polizei abgesperrt worden und zurzeit läuft die Spurensicherung an der Fundstelle. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zu den Tatumständen konnte der Polizeisprecher keine weiteren Angaben machen. Genauere Informationen erfolgen vermutlich im Laufe des Tages.
HANNOVER (PM). Auch in diesem Jahr steht Himmelfahrt im Zeichen der Corona-Pandemie. Mit den sinkenden Infektionszahlen stehen in vielen Kommunen auch Lockerungen bevor, zugleich gelten die infektionsschutzrechtlichen Beschränkungen. Deshalb wird die Polizei Niedersachsen an diesem Tag präsent sein, vor allem an beliebten Ausflugszielen, um die Einhaltung der Corona-Maßnahmen zu kontrollieren.
Vor dem Hintergrund der sonst in vielen Teilen Niedersachsens üblichen Veranstaltungen rund um den sogenannten „Vatertag“ sagt der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius: „Die Perspektive für Lockerungen steht! Viele Kommunen konnten die bestehenden Regelungen auf Grund sinkender Inzidenzzahlen bereits entschärfen oder stehen kurz davor. Und egal, ob Gastronomie, Sport oder Tourismus: Jede und jeder kann davon profitieren. Himmelfahrt fällt jetzt genau in diese Zeit, wo es auf uns alle noch einmal ankommt. Auch wenn die traditionellen Vatertags-Touren für viele dazugehören: Mit dieser Perspektive wäre es grob fährlässig, quasi am Bollerwagen die in Aussicht stehenden Lockerungen zu verstolpern, weil die bestehenden Regelungen missachtet werden und die Inzidenzzahlen in spätestens zwei Wochen wieder steigen. Die Polizei in Niedersachsen wird deshalb auch in diesem Jahr präsent sein und dort, wo es zu Verstößen kommt, tätig werden. Ich – und da spreche ich sicher auch für die Polizistinnen und Polizisten – wäre jedoch froh, wenn es ein möglichst ruhiger Feiertag wird. Gleichzeitig danke ich besonders den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten sowie den Ordnungskräften, die an Himmelfahrt im Einsatz sind.“
Auch zu Himmelfahrt haben die gesetzlichen Vorschriften, insbesondere auch hinsichtlich der Abstands-/Kontaktregularien, Hygieneregelungen und Maskenpflicht, weiterhin uneingeschränkt Gültigkeit. Je nach Einstufung des jeweiligen Landkreises oder der kreisfreien Stadt als Hochinzidenzkommune, sind unterschiedliche Regelungen einschlägig. Darüber hinaus sind die regionalen Allgemeinverfügungen zu beachten, wie sie seit Jahren für bekannte Hotspots an Himmelfahrt durch die örtlichen Behörden getroffen werden.
Niedersachsens Polizei wird auch in diesem Jahr zu Himmelfahrt Schwerpunktmaßnahmen an den jeweiligen bekannten Hotspots durchführen. Sämtliche Polizeidirektionen haben dazu die entsprechenden Einsatzplanungen durchgeführt.
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