Versuchter Totschlag in fünf Fällen: Polizei nimmt Verdächtigen fest
Der Beschuldigte soll am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Polizei korrigiert ihre frühere Mitteilung über drei Festnahmen.
HANNOVER (redu) – Festnahme in Neustadt: Nach dem versuchten Tötungsdelikt in der Nacht zum Dienstag, 27. Oktober 2026, hat die Polizei einen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen. Der Mann soll das Fahrzeug geführt haben, mit dem gezielt auf mehrere Personen zugefahren wurde.
Dem Beschuldigten wird unter anderem versuchter Totschlag in fünf Fällen vorgeworfen. Zugleich korrigiert die Polizei ihre frühere Mitteilung: Drei zunächst als Festnahmen bezeichnete Maßnahmen waren lediglich eine allgemeine Personenkontrolle.
Die Festnahme in Neustadt erfolgte am Dienstag gegen 12.30 Uhr. Einsatzkräfte ermittelten den Mann in Neustadt am Rübenberge und nahmen ihn widerstandslos fest. Anschließend brachten sie ihn zu einer Polizeidienststelle.
Auf Antrag der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Hildesheim soll der Beschuldigte am Mittwoch, 28. Oktober 2026, einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen führt der Zentrale Kriminaldienst der Polizeidirektion Hannover.
Polizei berichtigt Angaben zu drei Festnahmen
Die am Dienstag veröffentlichte Information über drei Festnahmen beruhte nach Angaben der Polizei auf einem internen Übermittlungsfehler. Wir berichteten unter: https://bg-press.de/schuesse-auf-bmw-neustadt/ Tatsächlich habe es sich um eine allgemeine Personenkontrolle während der Fahndung gehandelt. Die spätere Festnahme des Beschuldigten stehe damit in keinem Zusammenhang.
Auch zu Medienberichten über eine mögliche Kontaktaufnahme mit der Polizei äußert sich die Behörde. Dass beteiligte Personen bereits vor der Tat oder am Tattag von sich aus Kontakt zur Polizei aufgenommen hätten, könne anhand der derzeit vorliegenden Erkenntnisse nicht bestätigt werden.
Verstärkte Präsenz vor Ort
Nach Angaben von Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten richtete sich die Tat nach bisherigen Erkenntnissen gezielt gegen bestimmte Personen und nicht gegen Unbeteiligte. Die Polizei sei verstärkt vor Ort präsent und für die Bevölkerung ansprechbar.
Von der Osten betont, dass die Ermittler alle Tatbeteiligten identifizieren wollen, insbesondere diejenigen, die Gewalt gegen Menschen ausgeübt haben. Sie verweist zudem auf die körperlichen und seelischen Belastungen für die Einsatzkräfte, die in der Tatnacht unmittelbar eingriffen.
Hinweise und Videoaufnahmen gesucht
Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, sich mit Hinweisen zur Tat oder entsprechenden Videoaufnahmen zu melden. Aufnahmen sollen der Polizei zur Verfügung gestellt und nicht in sozialen Netzwerken verbreitet werden.
Die Ermittlungen dauern an. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.








