Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.
Langes Wochenende bringt viel Verkehr auf Nord-Süd-Achsen.
HANNOVER (redu) – Zum 1. Mai sorgt der Reiseverkehr Mai für eines der staureichsten Wochenenden des Frühjahrs. Bereits ab Donnerstag wird auf den Autobahnen rund um Hannover mit starkem Verkehrsaufkommen und erheblichen Verzögerungen gerechnet.
Viele Menschen nutzen das lange Wochenende für Kurztrips und Ausflüge. Dadurch steigt die Belastung auf wichtigen Fernstrecken und rund um größere Städte deutlich an.
Zum Start in das lange Wochenende setzt der Reiseverkehr Mai rund um Hannover bereits am Donnerstag ein. Besonders am Nachmittag und Abend steigt das Verkehrsaufkommen deutlich an, wodurch es auf den Autobahnen zu Verzögerungen kommen kann.
Betroffen sind vor allem wichtige Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen wie die A2 und die A7, die durch die Region Hannover führen. Hier treffen Pendler, Urlauber und Ausflügler aufeinander.
Hohe Belastung auf Fernstrecken
In Richtung Süden, zu den Küsten sowie in beliebte Ausflugsregionen ist die Staugefahr besonders hoch. Auch am Freitagvormittag bleibt die Verkehrslage angespannt.
Zusätzlicher Verkehr entsteht durch Veranstaltungen und Ausflüge in der Region. Rund um größere Städte erhöht sich das Aufkommen spürbar.
Rückreiseverkehr am Sonntag
Am Sonntag setzt vor allem am Nachmittag der Rückreiseverkehr ein. Dieser wird überwiegend durch Tagesausflügler und Kurzurlauber verursacht.
An den Feiertagen gelten zudem Lkw-Fahrverbote, die die Situation auf einzelnen Strecken leicht entlasten können. Dennoch bleibt insgesamt mit einer hohen Verkehrsbelastung zu rechnen.
Investition von 4,5 Millionen Euro verbessert Versorgung bei Extremlagen im Katastrophenschutz.
CELLE (redu) – Beim Katastrophenschutz Niedersachsen sind am Samstag neun Spezial-Krankentransportwagen in Celle-Scheuen offiziell in Dienst gestellt worden. Die geländegängigen Fahrzeuge sollen künftig die medizinische Versorgung bei Extremwetter, Hochwasser und schwer zugänglichen Einsatzorten sichern.
Die neuen Fahrzeuge reagieren auf zunehmende Extremlagen und stärken gezielt die Einsatzfähigkeit des Katastrophenschutzes in Niedersachsen auch überregional.
Mit den neuen Spezial-Krankentransportwagen baut Niedersachsen den Katastrophenschutz Niedersachsen gezielt aus. Die Fahrzeuge wurden am Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Celle-Scheuen vorgestellt und offiziell in den Dienst übergeben.
Die Investition umfasst rund 4,5 Millionen Euro und stammt aus einem Ad-hoc-Programm der Landesregierung zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes. Innenministerin Daniela Behrens betonte die wachsende Bedeutung solcher Technik angesichts von Hochwasser, Starkregen, Schneelagen und Stromausfällen.
Die geländegängigen Fahrzeuge sind speziell für schwer erreichbare Einsatzorte konzipiert. Sie können verschlammte, verschneite oder überflutete Straßen deutlich besser passieren als herkömmliche Rettungsmittel. Pro Fahrzeug lassen sich bis zu fünf Patienten liegend oder kombiniert transportieren und medizinisch versorgen.
Neben dem Patiententransport eignen sich die Fahrzeuge auch für Erkundungseinsätze sowie für Aufgaben anderer Fachdienste, etwa an Gewässern oder bei Absturzsicherungen. Jede Einheit wird von drei ehrenamtlichen Einsatzkräften besetzt, die speziell geschult sind.
Neue Einheiten für Krisenlagen
Die Konzeption der sogenannten „Patiententransportgruppen geländegängig“ basiert auf Erfahrungen aus vergangenen Krisen. Dazu zählen unter anderem die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 sowie Versorgungslagen im Zuge internationaler Konflikte und zunehmender Wetterextreme.
Die Analyse zeigte deutlich, dass herkömmliche Einsatzmittel in bestimmten Lagen an ihre Grenzen stoßen. Die neuen Fahrzeuge schließen diese Lücke und sichern die Versorgung auch in schwer zugänglichen Regionen.
Standorte in ganz Niedersachsen
Insgesamt werden neun Fahrzeuge an verschiedenen Standorten stationiert. Jeweils drei Fahrzeuge bilden eine Einheit innerhalb der landesweiten Struktur.
Die zukünftigen Standorte im Überblick:
DRK KV Wittmund e.V., mit DRK KV Emden
e.V. und DRK KV Leer e.V.
DLRG LV Niedersachsen e.V. (Standort Schwanewede)
DRK KV Cloppenburg e.V.
MHD Diözese Hildesheim (Standort Braunschweig)
DRK KV Alfeld e.V.
DRK KV Fallingbostel e.V.
JUH RV Südniedersachsen (Ortsverband Einbeck)
DRK KV Osterode-Goslar e.V.
ASB KV Northeim-Osterode e.V.
Die Fahrzeuge sind dem Kompetenzzentrum Großschadenslagen im Innenministerium unterstellt und können auch für überregionale Einsätze angefordert werden.
Informationen der Landesregierung und der Kommunen zu aktuellen Notfällen oder Gefahrensituationen größeren Ausmaßes in Niedersachsen sowie aktuelle Hinweise zum Bevölkerungsschutz finden Sie täglich aktuell beim Notfall-Monitor Niedersachsen.
Bundeswehrstandort Bückeburg präsentiert Luftfahrt, Berufe und moderne Einsatztechnik.
BÜCKEBURG (redu) – Mit einer groß angelegten IdeenExpo Bundeswehr bereitet sich der Standort Bückeburg auf den Auftritt in Hannover vor. Ein Schulungshubschrauber soll täglich vom Heeresflugplatz starten und Einblicke in Technik und Ausbildung ermöglichen.
Der Besuch am Heeresflugplatz zeigt die enge Verbindung zwischen Ausbildung, moderner Technik und dem geplanten Auftritt der Bundeswehr auf der IdeenExpo 2026.
Mit Blick auf die IdeenExpo 2026 hat die Bundeswehr am Standort Bückeburg umfassende Einblicke in Technik, Ausbildung und Berufsmöglichkeiten gegeben. Die IdeenExpo Bundeswehr wird dabei als zentraler Bestandteil des Großevents in Hannover vorbereitet.
Im Vorfeld der Veranstaltung besuchte Dr. Volker Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der IdeenExpo GmbH, gemeinsam mit Medienvertretern den Heeresflugplatz. Ziel war es, die Ausbildung sowie die technischen Arbeitsbereiche vor Ort kennenzulernen.
Einblicke in Ausbildung und Luftfahrttechnik
Zu Beginn erhielten die Gäste Zugang zum Tower des Flugplatzes. Dort erklärten Flugverkehrskontrolloffiziere den Ablauf des Flugbetriebs und gaben Einblicke in ihr Berufsbild.
Im Anschluss wurden mehrere Hubschrauber vorgestellt, darunter der NH90, der Light Utility Helicopter sowie der EC135. Piloten, Techniker und Bodenpersonal erläuterten ihre Aufgaben und zeigten die Abläufe im täglichen Betrieb.
Hubschrauber als Verbindung zur IdeenExpo
Während der IdeenExpo wird ein EC135-Schulungshubschrauber täglich vom Standort Bückeburg zum Messegelände nach Hannover fliegen. Dort soll er regelmäßig landen und moderne Luftfahrttechnik erlebbar machen.
Die Bundeswehr wird auf der IdeenExpo mit einer rund 1.500 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche vertreten sein und zählt damit zu den größten Ausstellern.
Technik und Mitmachangebote auf der Messe
Auf der IdeenExpo Bundeswehr werden zahlreiche Exponate präsentiert, darunter Fahrzeuge, Hubschrauber und Simulatoren. Besucher erhalten praxisnahe Einblicke in Technik, Ausbildung und Einsatzbereiche.
Die IdeenExpo ist Europas größtes Technologie- und Innovationsfestival für junge Menschen und findet vom 20. bis 28. Juni 2026 in Hannover statt.
Zahl der Unfälle bleibt stabil – deutlich mehr Todesopfer auf Straßen.
HANNOVER (redu) – Die Unfallstatistik 2025 zeigt in Niedersachsen ein nahezu konstantes Unfallniveau, jedoch deutlich mehr Verkehrstote. Insgesamt 372 Menschen verloren ihr Leben – ein Anstieg um rund sieben Prozent, besonders in Städten und auf Autobahnen.
Während die Gesamtzahl der Unfälle kaum verändert ist, rücken steigende Todeszahlen und Risikogruppen stärker in den Fokus der Verkehrssicherheitsarbeit.
Die Unfallstatistik 2025 weist für Niedersachsen insgesamt 208.720 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle aus. Damit bleibt das Niveau nahezu unverändert, lediglich 281 Unfälle weniger wurden im Vergleich zum Vorjahr erfasst. Trotz dieser stabilen Entwicklung sorgt vor allem die gestiegene Zahl der Verkehrstote für Besorgnis.
Mit 372 Todesopfern im Straßenverkehr ist die Zahl gegenüber 2024 deutlich gestiegen. Besonders auffällig ist die Entwicklung im innerstädtischen Bereich sowie auf Autobahnen, wo ein deutlicher Zuwachs an tödlichen Unfällen verzeichnet wurde. Parallel dazu nahm auch die Zahl der Leichtverletzten leicht zu, während die Zahl der Schwerverletzten zurückging.
Hauptursachen: Geschwindigkeit und Fahrfehler
Als zentrale Ursache für tödliche Verkehrsunfälle bleibt überhöhte Geschwindigkeit weiterhin an erster Stelle. Hinzu kommen klassische Fehler im Straßenverkehr wie Missachtung der Vorfahrt, fehlerhaftes Überholen oder Abbiegen sowie ein zu geringer Sicherheitsabstand zwischen Fahrzeugen.
Die Statistik zeigt damit erneut bekannte Risikofaktoren, die maßgeblich zur Entstehung schwerer Unfälle beitragen. Die Sicherheitsbehörden sehen hier weiterhin einen klaren Handlungsbedarf. Neben verstärkten Kontrollen setzen sie vor allem auf Aufklärung und Prävention, um das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden nachhaltig zu beeinflussen.
Auch die Fahrtüchtigkeit bleibt ein zentrales Thema. Alkohol, Drogen oder Medikamente spielen weiterhin eine Rolle bei Verkehrsunfällen. Zwar ist die Zahl der tödlichen Unfälle unter Einfluss solcher Substanzen gesunken, dennoch bleibt das Risiko hoch. Besonders im Zusammenhang mit Cannabis wurden erstmals belastbare Zahlen erhoben, die auf eine relevante Gefährdung im Straßenverkehr hinweisen.
Besonders gefährdete Gruppen im Blick
Die Analyse der Risikogruppen zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Während die Zahl der tödlich verunglückten jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren gesunken ist, stieg sie bei Kindern und insbesondere bei älteren Menschen an.
In der Altersgruppe der über 65-Jährigen ist der Anteil der Verkehrstoten besonders hoch. Mit 144 Todesopfern stellt diese Gruppe rund 39 Prozent aller Getöteten, obwohl ihr Bevölkerungsanteil deutlich niedriger ist. Viele von ihnen waren als ungeschützte Verkehrsteilnehmende unterwegs, also zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Auch bei den Fußgängerinnen und Fußgängern ist ein Anstieg der Todeszahlen zu verzeichnen. Besonders betroffen sind ältere Menschen, die einen Großteil der Opfer ausmachen. Gleichzeitig bleibt die Zahl der getöteten Kinder ein sensibles Thema, da hier ebenfalls ein Anstieg festgestellt wurde.
Zweiradfahrende und Radverkehr im Fokus
Ein deutlicher Anstieg zeigt sich bei den Radfahrenden. Insgesamt 63 Menschen kamen 2025 mit dem Fahrrad ums Leben, ein Plus von rund 28 Prozent. Besonders häufig waren Pedelec-Nutzende betroffen. Auffällig ist zudem, dass ein Großteil der Getöteten keinen Helm trug.
Auch bei den motorisierten Zweiradfahrenden ist ein Anstieg zu verzeichnen. Insgesamt 67 Menschen verloren hier ihr Leben, wobei insbesondere Fahrerinnen und Fahrer leistungsstarker Motorräder betroffen waren. Diese Entwicklung rückt die Zweiradsicherheit stärker in den Fokus der Präventionsarbeit.
Die Behörden planen daher gezielte Maßnahmen, um insbesondere diese Gruppen besser zu schützen. Neben verstärkten Kontrollen sollen auch Informationskampagnen dazu beitragen, das Bewusstsein für Risiken zu schärfen.
Landstraßen, Autobahnen und Baumunfälle
Ein Großteil der tödlichen Verkehrsunfälle ereignete sich weiterhin auf Landstraßen. Rund zwei Drittel aller tödlichen Unfälle wurden dort registriert. Gleichzeitig zeigt die Statistik bei sogenannten Baumunfällen eine leicht rückläufige Entwicklung.
Die Zahl der Todesopfer bei Baumunfällen ist deutlich gesunken. Dennoch bleibt diese Unfallart eine der gefährlichsten im Straßenverkehr. Auffällig ist hingegen der starke Anstieg der Todesfälle auf Autobahnen, wo 2025 deutlich mehr Menschen ums Leben kamen als im Jahr zuvor.
Diese Entwicklung verdeutlicht, dass unterschiedliche Straßenarten spezifische Risiken bergen. Entsprechend werden auch die Maßnahmen zur Verkehrssicherheit differenziert ausgerichtet.
Polizei setzt auf Kontrollen und Prävention
Die Sicherheitsbehörden wollen die Verkehrssicherheitsarbeit weiter intensivieren. Schwerpunkte bleiben die Kontrolle von Geschwindigkeit sowie die Überprüfung der Fahrtüchtigkeit. Landesweite Aktionen und koordinierte Kontrolltage sind bereits geplant.
Ziel ist es, das Unfallgeschehen nachhaltig zu reduzieren und insbesondere schwere und tödliche Unfälle zu verhindern. Neben der Überwachung aller Verkehrsteilnehmenden sollen auch gezielte Maßnahmen für besonders gefährdete Gruppen umgesetzt werden.
Die Statistik macht deutlich, dass trotz stabiler Unfallzahlen weiterhin erhebliche Herausforderungen bestehen. Insbesondere die steigende Zahl der Verkehrstoten zeigt, dass konsequente Maßnahmen notwendig bleiben, um die Sicherheit auf Niedersachsens Straßen zu verbessern.
Ehrenamtliche trainieren Versorgung und Führung bei Stromausfall.
HANNOVER (redu) – Eine groß angelegte Blackout Übung hat am Wochenende im Raum Hannover die Evakuierung von 200 Menschen simuliert. Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes trainierten dabei unter realistischen Bedingungen die Versorgung und Führung bei einem flächendeckenden Stromausfall.
Die Übung zeigt, wie wichtig funktionierende Abläufe im Katastrophenschutz sind – insbesondere bei komplexen Lagen wie einem länger andauernden Stromausfall.
Ein großflächiger Stromausfall, unterbrochene Versorgungsketten und eine notwendige Evakuierung: Mit einer realitätsnahen Blackout Übung hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Raum Hannover ein komplexes Katastrophenszenario trainiert. Im Zentrum stand ein angenommener Blackout im Bereich Laatzen, bei dem rund 200 Menschen ihre Wohnungen verlassen mussten.
Die Übung entwickelte sich aus einer Fortbildung für ehrenamtliche Kräfte des Betreuungsdienstes, die am Freitag begann. Ohne Vorankündigung wurden die Teilnehmenden am Wochenende in eine dynamische Einsatzlage versetzt. Ziel war es, Abläufe unter realistischen Bedingungen zu erproben und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Einheiten zu stärken.
Evakuierung und Versorgung im Fokus
Zentraler Bestandteil der Übung war die Einrichtung einer Notunterkunft in der Albert-Einstein-Schule in Laatzen. Innerhalb kurzer Zeit mussten die Einsatzkräfte Strukturen schaffen, um 200 Betroffene aufzunehmen, zu versorgen und sozial zu betreuen.
Gleichzeitig simulierte das Szenario typische Folgen eines Blackouts. Der Lebensmittelhandel kam zum Stillstand, Bargeld war nicht verfügbar und auch die Versorgung mit Kraftstoffen brach zusammen. Diese Rahmenbedingungen erschwerten die Arbeit erheblich und machten eine effiziente Organisation notwendig.
Zum Einsatz kam unter anderem der sogenannte „Betreuungsplatz 500 Land“. Dieses System umfasst Fahrzeuge, Feldbetten, Decken, Notstromaggregate sowie eine Feldküche und ist für die Versorgung von bis zu 500 Personen ausgelegt. Die Komponenten wurden gezielt eingesetzt, um die Versorgungslage stabil zu halten.
Führungsstruktur unter besonderem Druck
Parallel zur praktischen Versorgung übernahmen Führungsgruppen die taktische Steuerung des Einsatzes. Eine zentrale Rolle spielte dabei die strukturierte Lageführung, die unter den Bedingungen eines flächendeckenden Stromausfalls besonders anspruchsvoll ist.
Für die Durchführung und Koordination der Übung im Bereich der Führungsgruppen war Björn Robbe verantwortlich, Verbandsführer im DRK-Regionsverband Hannover. Er beschreibt die Anforderungen an die Einsatzleitung als komplex und vielschichtig.
„Im Fokus stand für die Führungsgruppen die Bewältigung eines großflächigen Stromausfalls. Auf Grundlage der eingehenden Lagemeldungen mussten sie ein kontinuierliches Lagebild erstellen, Prioritäten festlegen und daraus konkrete Einsatzaufträge ableiten“, erklärte Robbe.
Dazu gehörten insbesondere die Planung und Koordination der Evakuierung sowie die Organisation der Betreuung der betroffenen Bevölkerung. Gleichzeitig musste sichergestellt werden, dass die eigenen Einsatzkräfte auch unter erschwerten Bedingungen arbeitsfähig bleiben.
Lagebild, Entscheidungen und Kontrolle
Die Führungsgruppen richteten eine Führungsstelle ein, in der alle Informationen gebündelt wurden. Eingehende Meldungen wurden ausgewertet und fortlaufend in ein aktuelles Lagebild überführt. Dieses bildete die Grundlage für alle weiteren Maßnahmen.
„Die Führungsgruppen waren gefordert, Entscheidungen strukturiert zu treffen, Befehle zu formulieren und die Umsetzung durch die eingesetzten Einheiten fortlaufend zu überwachen und an die dynamische Lage anzupassen“, so Robbe weiter.
Die kontinuierliche Anpassung an neue Entwicklungen war ein zentraler Bestandteil der Übung. Veränderungen in der Versorgungslage oder neue Anforderungen mussten schnell erkannt und in konkrete Maßnahmen übersetzt werden.
Zusammenspiel von Führung und Betreuung
Die Übung zeigte deutlich, wie eng die Bereiche Führung und Betreuung miteinander verzahnt sind. Während die Einsatzkräfte vor Ort die Versorgung der Bevölkerung sicherstellten, sorgten die Führungsgruppen für die strategische Steuerung.
Nur durch diese enge Abstimmung konnten die Maßnahmen zielgerichtet umgesetzt werden. Die Kommunikation zwischen den Einheiten erwies sich dabei als entscheidender Faktor für den Erfolg der Übung.
Insgesamt waren rund 150 Kräfte beteiligt, darunter etwa 120 ehrenamtliche Helfer aus zahlreichen DRK-Kreisverbänden in Niedersachsen. Unterstützt wurden sie von weiteren Organisationen wie Feuerwehr und Technischem Hilfswerk.
Fazit der Einsatzleitung
Am Ende der Übung zog Björn Robbe eine positive Bilanz. „Ein Stromausfall stellt alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, Abläufe regelmäßig zu trainieren und Schnittstellen zu überprüfen“, sagte er.
Mit Blick auf die Leistung der Einsatzkräfte zeigte er sich zufrieden: „Mit dem Einsatz unserer ehrenamtlichen Kräfte während der gesamten Übung können wir sehr zufrieden sein.“
Die Übung unterstreicht die Bedeutung kontinuierlicher Ausbildung im Katastrophenschutz. Sie zeigt zugleich, dass nur durch regelmäßiges Training die komplexen Anforderungen eines solchen Szenarios bewältigt werden können.
Höchste Ehrung des Landes für politisches Wirken in Niedersachsen, Deutschland und Europa.
HANNOVER (redu) – Mit der Landesmedaille Niedersachsen ist am Dienstag die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Hannover ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Olaf Lies würdigte damit ihre politischen Verdienste für Niedersachsen, Deutschland und Europa.
Die Landesmedaille gilt als höchste Auszeichnung des Landes Niedersachsen und wird für herausragendes Engagement im öffentlichen Leben verliehen.
Mit der Landesmedaille Niedersachsen hat das Land eine seiner bedeutendsten Persönlichkeiten geehrt. Ursula von der Leyen erhielt die Auszeichnung am Dienstag in Hannover für ihr langjähriges politisches Wirken.
Die heutige Präsidentin der Europäischen Kommission begann ihre politische Laufbahn in Niedersachsen. Von 2003 bis 2005 war sie Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit und setzte in dieser Zeit wichtige Impulse für Familienpolitik und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Anschließend übernahm sie auf Bundesebene zentrale Aufgaben. Sie war unter anderem Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie für Arbeit und Soziales. Von 2013 bis 2019 führte sie als erste Frau das Verteidigungsministerium.
Seit 2019 an der Spitze der Europäischen Kommision
Seit 2019 steht von der Leyen an der Spitze der Europäischen Kommission. In dieser Funktion prägt sie die Politik der Europäischen Union maßgeblich.
Ministerpräsident Olaf Lies betonte bei der Verleihung die besondere Bedeutung ihres Engagements. Von der Leyen habe Politik stets als Verantwortung für die Menschen verstanden und stehe für ein geeintes Europa.
Mit der Landesmedaille ist zugleich das Große Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens verbunden.
Kontrollen und Bußgelder im öffentlichen Verkehr ab morgen möglich.
HANNOVER (redu) – Das neue Waffenverbot Niedersachsen gilt ab dem 1. April im gesamten öffentlichen Nahverkehr. Fahrgästen ist das zugriffsbereite Mitführen von Messern und Waffen untersagt. Die Verordnung betrifft Bahnen, Busse sowie Haltestellen und ermöglicht umfassende Kontrollen durch Behörden.
Die neue Regelung soll die Zahl von Messerangriffen reduzieren und schafft gleichzeitig eine klare rechtliche Grundlage für verstärkte Kontrollen im Alltag.
Mit dem Waffenverbot Niedersachsen tritt zum 1. April eine landesweite Regelung in Kraft, die das zugriffsbereite Führen von Waffen und Messern im öffentlichen Personenverkehr untersagt. Betroffen sind sämtliche Verkehrsmittel des Nahverkehrs, darunter Regionalzüge, S-Bahnen, Straßenbahnen sowie Busse und weitere Angebote im Linienverkehr.
Zusätzlich gilt das Verbot auch für alle zugehörigen Einrichtungen. Dazu zählen insbesondere Bahnhofsgebäude, Bahnsteige, Unterführungen sowie andere seitlich umschlossene Bereiche des öffentlichen Verkehrs. Damit erstreckt sich die Regelung deutlich über die eigentlichen Fahrzeuge hinaus.
Klare Regeln für Ausnahmen
Trotz der Verschärfung bleiben bestimmte Formen der Mitnahme weiterhin erlaubt. Voraussetzung ist, dass Messer oder andere Gegenstände nicht zugriffsbereit transportiert werden. Das bedeutet, sie müssen sicher verstaut sein und dürfen nicht unmittelbar griffbereit mitgeführt werden.
Auch alltägliche Nutzungen sind weiterhin zulässig. So dürfen kleinere Messer beispielsweise für einfache Tätigkeiten wie das Schälen von Obst im Zug verwendet werden. Darüber hinaus sieht die Verordnung weitere Ausnahmen vor, die im Einzelfall greifen können.
Mehr Befugnisse für Behörden
Mit Inkrafttreten der Verordnung erhalten Polizei und Ordnungsbehörden erweiterte Handlungsmöglichkeiten. Künftig sind auch anlasslose Kontrollen von Personen und mitgeführten Gegenständen im öffentlichen Verkehr zulässig.
Werden verbotene Gegenstände festgestellt, können diese sichergestellt und aus dem Verkehr gezogen werden. Verstöße gegen das Waffenverbot Niedersachsen können zudem mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.
Die Landesregierung verfolgt mit der Maßnahme das Ziel, die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen. Insbesondere die Zahl von Messerangriffen soll durch das Verbot und die verstärkten Kontrollen gesenkt werden.
Uhren müssen dieses Wochenende auf Sommerzeit umgestellt werden.
Hannover (red). An diesem Wochenende werden in Deutschland alle Uhren wieder auf die Sommerzeit umgestellt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag (29. März) werden die Uhren um 2:00 Uhr nachts auf 3:00 Uhr vorgestellt.
In der Regel werden heute die meisten Uhren schon automatisch durch ein Funksignal in der Nacht korrekt auf die Sommerzeit eingestellt. Manuelle Uhren müssen aber immer noch von Hand eine Stunde vorgestellt werden. Auf die automatische Umstellung sollte sich aber keiner verlassen. Funkuhren benötigen einen dementsprechenden Empfang des Zeitsignals zur Umstellung. Hängen sie ungünstig im Funkschatten, bleibt die Winterzeit erhalten. Folge: Ein Verschlafen um eine ganze Stunde ist dann einem unter Umständen sicher. Die Umstellung von Handys ist eine sichere Sache, da dort das Korrektursignal über den jeweiligen Netzanbieter übertragen wird. Aber auch sogenannte automatische Parkuhren für Fahrzeuge müssen, soweit sie keine eigenständige Umstellung durch die Software haben, von Hand auf die Sommerzeit korrigiert werden. Sonst kann schnell ein Knöllchen beim nächsten Parken drohen.
Die Sommerzeit wurde 1980 eigentlich aus Energiespargründen in Europa eingeführt. Im Jahr 2021 sollte die Zeitumstellung abgeschafft werden. Dieser Beschluss wurde von den 27 Mitgliedsstaaten im Jahr 2019 gefasst. Um aber in Europa keinen Flickenteppich von unterschiedlichen Zeitzonen zu erhalten, müssen sich die Mitgliedsstaaten entweder dauerhaft auf die Sommerzeit oder Winterzeit einigen. Dieses ist bislang nicht erfolgt und die Bundesregierung verweist auf die noch fehlende europaweite Folgeabschätzung, die mit der Auflösung der Zeitumstellung einher geht.
Rund 75 ehrenamtliche Stauhelfer sichern Verkehr auf Autobahnen – Innenminsterin würdigt Ehrenamt.
HANNOVER (redu) – Mit dem Start der Osterferien hat die Johanniter Motorradstaffel in Niedersachsen ihre neue Saison begonnen. Rund 75 ehrenamtliche Einsatzkräfte sind ab sofort auf Autobahnen unterwegs, um bei Staus und Notfällen schnell Hilfe zu leisten.
Die Motorradstaffeln unterstützen Reisende in stressreichen Verkehrssituationen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit auf Niedersachsens Autobahnen während der Hauptreisezeit.
Mit dem Saisonbeginn ist die Johanniter Motorradstaffel wieder verstärkt im Einsatz, insbesondere rund um die Osterfeiertage und den Ferienstart. Auf vielbefahrenen Strecken steigt das Verkehrsaufkommen deutlich, wodurch Staus und Belastungen für Reisende zunehmen.
Insgesamt sind etwa 75 ehrenamtliche Kräfte von sieben Standorten im Einsatz, darunter Hannover, Hildesheim und Salzgitter. Sie nutzen rund 20 speziell ausgerüstete Motorräder, um schnell auf Stausituationen reagieren zu können und Hilfe zu leisten.
Innenministerin Daniela Behrens würdigte beim offiziellen Saisonauftakt im ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Hannover/Laatzen das langjährige Engagement der Ehrenamtlichen. Seit mehr als 25 Jahren unterstützten sie Verkehrsteilnehmende in besonders belastenden Situationen und trügen so zur Sicherheit auf den Straßen bei.
Steigende Einsätze und wachsende Anforderungen
Nach Angaben der Johanniter nehmen Einsatzzahlen und Einsatzzeiten weiter zu. Der Verkehr werde komplexer, weshalb Qualifikation und Ausrüstung der Kräfte stetig weiterentwickelt würden. Die Organisation investiert jährlich rund 100.000 Euro in Technik, Schutzkleidung und medizinische Ausstattung.
Im vergangenen Jahr leisteten die Fahrerinnen und Fahrer mehr als 7.000 ehrenamtliche Stunden an über 560 Einsatztagen. Dabei unterstützten sie in über 1.100 Fällen Menschen in Notlagen oder bei Problemen im Straßenverkehr.
Enge Zusammenarbeit auf Autobahnen
Die Motorradstaffeln arbeiten eng mit Polizei und ADAC zusammen. Während der ADAC bei Pannen hilft, konzentrieren sich die Johanniter auf Stausituationen und schnelle Ersthilfe. Diese Zusammenarbeit gilt seit 2012 als fester Bestandteil der Verkehrssicherheit in Niedersachsen.
Die Einsatzkräfte sichern Unfallstellen, organisieren Abschleppmaßnahmen und leisten Erste Hilfe. Darüber hinaus unterstützen sie bei der Bildung von Rettungsgassen und versorgen bei Bedarf auch gestrandete Familien mit Getränken oder kleinen Hilfsmitteln.
Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt.
HILDESHEIM (redu) – Die Malteser in der Diözese Hildesheim gratulieren Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ zur Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Die Entscheidung fiel am Dienstag, 24. Februar 2026, in Würzburg, wie der katholische Hilfsdienst mitteilte.
Die Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz hat auch für die Diözese Hildesheim Bedeutung, da Wilmer dort seit 2018 als Bischof wirkt und zahlreiche kirchliche Projekte begleitet.
Mit der Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz übernimmt Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ ein zentrales Leitungsamt innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland. Die Malteser in der Diözese Hildesheim sprechen von einem „guten Tag“ für die Kirche.
„Seit seiner Weihe zum Bischof von Hildesheim am 1. September 2018 haben wir Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ als Freund und Förderer der Malteser kennengelernt“, sagte Max Freiherr von Boeselager, Diözesanleiter der Malteser in der Diözese Hildesheim. Wilmer habe stets ein offenes Ohr für die Anliegen des Hilfsdienstes gehabt und Projekte unterstützt.
Engagement in der Diözese
Der Diözesanleiter würdigte Wimmers geistige Weite, internationale Erfahrung und Bodenständigkeit. Die Wahl in Würzburg sei ein Glücksfall für die Katholische Kirche in Deutschland. Man wünsche ihm für das neue Amt viel Erfolg und Gottes Segen.
Als Hildesheimer Bischof ist Wilmer Schirmherr der Malteser Migranten Medizin Hannover. Zudem begleitete er unter anderem die Malteser-Ausstellung zum Turiner Grabtuch in der Basilika St. Godehard 2023 sowie soziale Projekte wie das mobile Badezimmer für Menschen auf der Straße in Hannover und Lourdes-Wallfahrten des Malteserordens.
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