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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Landesmedaille Niedersachsen

Auszeichnung in Hannover: Landesmedaille für Ursula von der Leyen

7. April 2026/in Niedersachsen

Höchste Ehrung des Landes für politisches Wirken in Niedersachsen, Deutschland und Europa.

HANNOVER (redu) – Mit der Landesmedaille Niedersachsen ist am Dienstag die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Hannover ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Olaf Lies würdigte damit ihre politischen Verdienste für Niedersachsen, Deutschland und Europa.

Die Landesmedaille gilt als höchste Auszeichnung des Landes Niedersachsen und wird für herausragendes Engagement im öffentlichen Leben verliehen.

Mit der Landesmedaille Niedersachsen hat das Land eine seiner bedeutendsten Persönlichkeiten geehrt. Ursula von der Leyen erhielt die Auszeichnung am Dienstag in Hannover für ihr langjähriges politisches Wirken.

Die heutige Präsidentin der Europäischen Kommission begann ihre politische Laufbahn in Niedersachsen. Von 2003 bis 2005 war sie Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit und setzte in dieser Zeit wichtige Impulse für Familienpolitik und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Anschließend übernahm sie auf Bundesebene zentrale Aufgaben. Sie war unter anderem Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie für Arbeit und Soziales. Von 2013 bis 2019 führte sie als erste Frau das Verteidigungsministerium.

Seit 2019 an der Spitze der Europäischen Kommision

Seit 2019 steht von der Leyen an der Spitze der Europäischen Kommission. In dieser Funktion prägt sie die Politik der Europäischen Union maßgeblich.

Ministerpräsident Olaf Lies betonte bei der Verleihung die besondere Bedeutung ihres Engagements. Von der Leyen habe Politik stets als Verantwortung für die Menschen verstanden und stehe für ein geeintes Europa.

Mit der Landesmedaille ist zugleich das Große Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens verbunden.

Waffen verboten

Waffenverbot in Niedersachsen: Neue Regeln im ÖPNV

31. März 2026/in Niedersachsen

Kontrollen und Bußgelder im öffentlichen Verkehr ab morgen möglich.

HANNOVER (redu) – Das neue Waffenverbot Niedersachsen gilt ab dem 1. April im gesamten öffentlichen Nahverkehr. Fahrgästen ist das zugriffsbereite Mitführen von Messern und Waffen untersagt. Die Verordnung betrifft Bahnen, Busse sowie Haltestellen und ermöglicht umfassende Kontrollen durch Behörden.

Die neue Regelung soll die Zahl von Messerangriffen reduzieren und schafft gleichzeitig eine klare rechtliche Grundlage für verstärkte Kontrollen im Alltag.

Mit dem Waffenverbot Niedersachsen tritt zum 1. April eine landesweite Regelung in Kraft, die das zugriffsbereite Führen von Waffen und Messern im öffentlichen Personenverkehr untersagt. Betroffen sind sämtliche Verkehrsmittel des Nahverkehrs, darunter Regionalzüge, S-Bahnen, Straßenbahnen sowie Busse und weitere Angebote im Linienverkehr.

Zusätzlich gilt das Verbot auch für alle zugehörigen Einrichtungen. Dazu zählen insbesondere Bahnhofsgebäude, Bahnsteige, Unterführungen sowie andere seitlich umschlossene Bereiche des öffentlichen Verkehrs. Damit erstreckt sich die Regelung deutlich über die eigentlichen Fahrzeuge hinaus.

Klare Regeln für Ausnahmen

Trotz der Verschärfung bleiben bestimmte Formen der Mitnahme weiterhin erlaubt. Voraussetzung ist, dass Messer oder andere Gegenstände nicht zugriffsbereit transportiert werden. Das bedeutet, sie müssen sicher verstaut sein und dürfen nicht unmittelbar griffbereit mitgeführt werden.

Auch alltägliche Nutzungen sind weiterhin zulässig. So dürfen kleinere Messer beispielsweise für einfache Tätigkeiten wie das Schälen von Obst im Zug verwendet werden. Darüber hinaus sieht die Verordnung weitere Ausnahmen vor, die im Einzelfall greifen können.

Mehr Befugnisse für Behörden

Mit Inkrafttreten der Verordnung erhalten Polizei und Ordnungsbehörden erweiterte Handlungsmöglichkeiten. Künftig sind auch anlasslose Kontrollen von Personen und mitgeführten Gegenständen im öffentlichen Verkehr zulässig.

Werden verbotene Gegenstände festgestellt, können diese sichergestellt und aus dem Verkehr gezogen werden. Verstöße gegen das Waffenverbot Niedersachsen können zudem mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Die Landesregierung verfolgt mit der Maßnahme das Ziel, die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen. Insbesondere die Zahl von Messerangriffen soll durch das Verbot und die verstärkten Kontrollen gesenkt werden.

Winterzeit endet

Am Wochenende endet die Winterzeit

28. März 2026/in Niedersachsen

Uhren müssen dieses Wochenende auf Sommerzeit umgestellt werden.

Hannover (red). An diesem Wochenende werden in Deutschland alle Uhren wieder auf die Sommerzeit umgestellt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag (29. März) werden die Uhren um 2:00 Uhr nachts auf 3:00 Uhr vorgestellt. 

In der Regel werden heute die meisten Uhren schon automatisch durch ein Funksignal in der Nacht korrekt auf die Sommerzeit eingestellt. Manuelle Uhren müssen aber immer noch von Hand eine Stunde vorgestellt werden. Auf die automatische Umstellung sollte sich aber keiner verlassen. Funkuhren benötigen einen dementsprechenden Empfang des Zeitsignals zur Umstellung. Hängen sie ungünstig im Funkschatten, bleibt die Winterzeit erhalten. Folge: Ein Verschlafen um eine ganze Stunde ist dann einem unter Umständen sicher. Die Umstellung von Handys ist eine sichere Sache, da dort das Korrektursignal über den jeweiligen Netzanbieter übertragen wird. Aber auch sogenannte automatische Parkuhren für Fahrzeuge müssen, soweit sie keine eigenständige Umstellung durch die Software haben, von Hand auf die Sommerzeit korrigiert werden. Sonst kann schnell ein Knöllchen beim nächsten Parken drohen.

Die Sommerzeit wurde 1980 eigentlich aus Energiespargründen in Europa eingeführt. Im Jahr 2021 sollte die Zeitumstellung abgeschafft werden. Dieser Beschluss wurde von den 27 Mitgliedsstaaten im Jahr 2019 gefasst. Um aber in Europa keinen Flickenteppich von unterschiedlichen Zeitzonen zu erhalten, müssen sich die Mitgliedsstaaten entweder dauerhaft auf die Sommerzeit oder Winterzeit einigen. Dieses ist bislang nicht erfolgt und die Bundesregierung verweist auf die noch fehlende europaweite Folgeabschätzung, die mit der Auflösung der Zeitumstellung einher geht.

Saisonstart JUH Motorradstaffel

Johanniter Motorradstaffel startet Saison in Hannover

23. März 2026/in Niedersachsen

Rund 75 ehrenamtliche Stauhelfer sichern Verkehr auf Autobahnen – Innenminsterin würdigt Ehrenamt.

HANNOVER (redu) – Mit dem Start der Osterferien hat die Johanniter Motorradstaffel in Niedersachsen ihre neue Saison begonnen. Rund 75 ehrenamtliche Einsatzkräfte sind ab sofort auf Autobahnen unterwegs, um bei Staus und Notfällen schnell Hilfe zu leisten.

Die Motorradstaffeln unterstützen Reisende in stressreichen Verkehrssituationen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit auf Niedersachsens Autobahnen während der Hauptreisezeit.

Mit dem Saisonbeginn ist die Johanniter Motorradstaffel wieder verstärkt im Einsatz, insbesondere rund um die Osterfeiertage und den Ferienstart. Auf vielbefahrenen Strecken steigt das Verkehrsaufkommen deutlich, wodurch Staus und Belastungen für Reisende zunehmen.

Insgesamt sind etwa 75 ehrenamtliche Kräfte von sieben Standorten im Einsatz, darunter Hannover, Hildesheim und Salzgitter. Sie nutzen rund 20 speziell ausgerüstete Motorräder, um schnell auf Stausituationen reagieren zu können und Hilfe zu leisten.

Innenministerin Daniela Behrens würdigte beim offiziellen Saisonauftakt im ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Hannover/Laatzen das langjährige Engagement der Ehrenamtlichen. Seit mehr als 25 Jahren unterstützten sie Verkehrsteilnehmende in besonders belastenden Situationen und trügen so zur Sicherheit auf den Straßen bei.

Steigende Einsätze und wachsende Anforderungen

Nach Angaben der Johanniter nehmen Einsatzzahlen und Einsatzzeiten weiter zu. Der Verkehr werde komplexer, weshalb Qualifikation und Ausrüstung der Kräfte stetig weiterentwickelt würden. Die Organisation investiert jährlich rund 100.000 Euro in Technik, Schutzkleidung und medizinische Ausstattung.

Im vergangenen Jahr leisteten die Fahrerinnen und Fahrer mehr als 7.000 ehrenamtliche Stunden an über 560 Einsatztagen. Dabei unterstützten sie in über 1.100 Fällen Menschen in Notlagen oder bei Problemen im Straßenverkehr.

Enge Zusammenarbeit auf Autobahnen

Die Motorradstaffeln arbeiten eng mit Polizei und ADAC zusammen. Während der ADAC bei Pannen hilft, konzentrieren sich die Johanniter auf Stausituationen und schnelle Ersthilfe. Diese Zusammenarbeit gilt seit 2012 als fester Bestandteil der Verkehrssicherheit in Niedersachsen.

Die Einsatzkräfte sichern Unfallstellen, organisieren Abschleppmaßnahmen und leisten Erste Hilfe. Darüber hinaus unterstützen sie bei der Bildung von Rettungsgassen und versorgen bei Bedarf auch gestrandete Familien mit Getränken oder kleinen Hilfsmitteln.

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Bischofsbesuch der Malteser

Malteser gratulieren neuem DBK-Vorsitzenden

24. Februar 2026/in Niedersachsen

Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt.

HILDESHEIM (redu) – Die Malteser in der Diözese Hildesheim gratulieren Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ zur Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Die Entscheidung fiel am Dienstag, 24. Februar 2026, in Würzburg, wie der katholische Hilfsdienst mitteilte.

Die Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz hat auch für die Diözese Hildesheim Bedeutung, da Wilmer dort seit 2018 als Bischof wirkt und zahlreiche kirchliche Projekte begleitet.

Mit der Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz übernimmt Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ ein zentrales Leitungsamt innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland. Die Malteser in der Diözese Hildesheim sprechen von einem „guten Tag“ für die Kirche.

„Seit seiner Weihe zum Bischof von Hildesheim am 1. September 2018 haben wir Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ als Freund und Förderer der Malteser kennengelernt“, sagte Max Freiherr von Boeselager, Diözesanleiter der Malteser in der Diözese Hildesheim. Wilmer habe stets ein offenes Ohr für die Anliegen des Hilfsdienstes gehabt und Projekte unterstützt.

Engagement in der Diözese

Der Diözesanleiter würdigte Wimmers geistige Weite, internationale Erfahrung und Bodenständigkeit. Die Wahl in Würzburg sei ein Glücksfall für die Katholische Kirche in Deutschland. Man wünsche ihm für das neue Amt viel Erfolg und Gottes Segen.

Als Hildesheimer Bischof ist Wilmer Schirmherr der Malteser Migranten Medizin Hannover. Zudem begleitete er unter anderem die Malteser-Ausstellung zum Turiner Grabtuch in der Basilika St. Godehard 2023 sowie soziale Projekte wie das mobile Badezimmer für Menschen auf der Straße in Hannover und Lourdes-Wallfahrten des Malteserordens.

Social Media erst ab 14

Kinderschutz bei Social Media: Ministerin fordert Verbot

13. Februar 2026/in Niedersachsen

Europaministerin Walter kündigt Vorstoß über Bundesrat und EU an.

HANNOVER (redu) – Beim Thema Kinderschutz Social Media spricht sich Europaministerin Melanie Walter für ein Verbot von Social-Media-Nutzung unter 14 Jahren aus. Die Landesregierung will entsprechende Initiativen über den Bundesrat einbringen und auf europäischer Ebene begleiten.

Ziel ist ein wirksamer Schutz mit verbindlichen Regeln für Plattformen, klaren Sanktionen bei Verstößen und einer stärkeren Förderung der Medienkompetenz.

Der Kinderschutz Social Media steht nach Ansicht von Europaministerin Melanie Walter vor einem entscheidenden Schritt. „Kinder brauchen Schutzräume – auch im Digitalen. Ein Social-Media-Verbot unter 14 Jahren, verlässlich, mit klaren Regeln für Plattformen sind ein überfälliger Schritt“, erklärte sie.

Walter kündigte an, das Thema über den Bundesrat beim Bund einzubringen und auf EU-Ebene eng zu begleiten. Ministerpräsident Olaf Lies werde zudem die Abstimmung im Kreis der Ministerpräsidenten suchen.

ECKPUNKTE DER INITIATIVE – Konkrete Vorgaben

Walter spricht sich für folgende Maßnahmen aus:

  • Social-Media-Verbot unter 14 Jahren, möglichst europaweit einheitlich geregelt.

  • Verbindliche und wirksame Altersverifikation für alle Nutzerinnen und Nutzer. Jedes Konto müsse eindeutig einer realen Person zugeordnet werden können; eine bloße Altersabfrage reiche nicht aus.

  • Prüfung eines Verbots algorithmischer oder KI-basierter Empfehlungsmechanismen für Minderjährige; für Erwachsene nur auf freiwilliger Opt-in-Basis.

  • Konsequente Sanktionen bei Verstößen, darunter empfindliche Bußgelder und im Wiederholungs- oder Extremfall auch Netzsperren.

  • Stärkung der Medienkompetenz als Pflichtaufgabe von Bildung, Jugendarbeit und Elternarbeit.

EU-EBENE IM FOKUS – Digital Services Act

Nach Gesprächen in Brüssel sieht Walter zentrale Bausteine bereits angelegt. Als Beispiele nennt sie den Digital Services Act (DSA), Leitlinien der EU-Kommission zum Minderjährigenschutz sowie eine Blaupause für eine datenschutzschonende Altersverifikation.

Die Ministerin kündigte an, sich gemeinsam mit dem Bund dafür einzusetzen, dass bestehende Schutzvorgaben konsequent durchgesetzt werden. Die EU-Kommission dränge Plattformen im Rahmen des DSA bereits auf stärkere Maßnahmen zum Schutz junger Menschen und habe Initiativen gegen Online-Risiken wie Cybermobbing betont.

AUSTRALIEN ALS VORBILD – Mindestalter 16

Australien hat ein gesetzliches Mindestalter von 16 Jahren eingeführt. Seit dem 10. Dezember 2025 sind Plattformen dort verpflichtet, angemessene Schritte zu ergreifen, um Konten von unter 16-Jährigen zu verhindern. Bei Verstößen drohen hohe Strafen.

Walter sieht darin einen sinnvollen Impuls bei der Haftung der Plattformen. „Das australische Modell liefert wichtige Leitplanken, ersetzt aber nicht die deutsche und europäische Aufgabe, Altersverifikation datenschutzkonform, niedrigschwellig und wirksam zu gestalten – plus klare Sanktionsmechanismen und starke Medienkompetenzförderung.“

Rettungswagen im Einsatz

Notruf 112: Reform soll entlasten, nicht schwächen

10. Februar 2026/in Niedersachsen

Zum Europäischen Tag des Notrufs mahnt das DRK Niedersachsen Augenmaß an.

NIEDERSACHSEN – Wer die Notruf 112 wählt, erwartet schnelle und verlässliche Hilfe. Zum Europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar macht der DRK-Landesverband Niedersachsen deutlich, dass eine Reform der Notfallversorgung notwendig ist, den Rettungsdienst jedoch nicht zusätzlich belasten darf.

Steigende Einsatzzahlen, wachsende Anforderungen und neue Krisenszenarien stellen den Rettungsdienst vor strukturelle Herausforderungen in ganz Niedersachsen.

Der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes ist ein zentraler Bestandteil der medizinischen Notfallversorgung in Niedersachsen. Täglich sorgen haupt- und ehrenamtliche Kräfte dafür, dass Hilfe unabhängig von Uhrzeit und Einsatzlage verfügbar ist. Diese Aufgabe wird jedoch zunehmend anspruchsvoller.

Nach Angaben des DRK-Landesverbands steigen die Einsatzzahlen seit Jahren kontinuierlich an. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um schwere medizinische Notfälle. Häufig wird der Notruf auch bei nicht dringlichen Beschwerden gewählt, weil alternative Versorgungsangebote als schwer erreichbar oder nicht bekannt wahrgenommen werden.

Steigende Einsätze und fehlende Steuerung

Der Vorstandsvorsitzende des DRK-Landesverbands Niedersachsen, Dr. Ralf Selbach, sieht die Ursachen weniger im fehlenden Engagement der Einsatzkräfte als in strukturellen Defiziten. Rettungswagen würden zunehmend für Bagatellfälle gebunden, während sie an anderer Stelle dringend benötigt würden. Das führe zu einer zusätzlichen Belastung eines Systems, das vielerorts bereits an der Grenze arbeite.

Rettungsdienst als Teil des Bevölkerungsschutzes

Über die klassische Notfallrettung hinaus gewinnt der Rettungsdienst auch im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz an Bedeutung. Extremwetterlagen, großflächige Stromausfälle oder andere Krisensituationen zeigen, wie wichtig verlässliche und eingeübte Strukturen sind. Diese könnten nur funktionieren, wenn sie langfristig geplant, solide finanziert und im Alltag regelmäßig genutzt werden. Eine besondere Rolle spielt dabei die enge Verzahnung von hauptamtlichen Kräften und Ehrenamtlichen.

Vor diesem Hintergrund warnt der DRK-Landesverband davor, bewährte Rahmenbedingungen im Rettungsdienst infrage zu stellen. Dazu zählt auch die Bereichsausnahme, die verlässliche Partnerschaften vor Ort ermöglicht und Qualität sowie Einsatzfähigkeit absichert. Ebenso fordert das DRK eine auskömmliche Finanzierung der Vorhaltung, damit Strukturen auch in außergewöhnlichen Lagen jederzeit einsatzbereit bleiben.

Klar positioniert sich der Verband zudem gegen eine Zentralisierung der Zuständigkeiten. Der Rettungsdienst müsse weiterhin in der Verantwortung der Länder bleiben, da die Versorgungsrealität in Niedersachsen nicht mit der in Ballungsräumen vergleichbar sei. Digitale und telemedizinische Lösungen bewertet das DRK hingegen positiv, sofern sie zur Entlastung der Einsatzkräfte beitragen und sinnvoll in das Gesamtsystem eingebettet werden.

Leitungswechsel an der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen

Johanniter-Akademie Hannover: Führung nach 25 Jahren neu besetzt

6. Februar 2026/in Hannover, Niedersachsen

Kersten Enke übergibt die Leitung an Natalie-Reyes Castellanos-Herr.

HANNOVER (redu) – Nach mehr als 25 Jahren an der Spitze der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen hat Kersten Enke zum 1. Februar 2026 die Leitung übergeben. Neue Leiterin ist seine bisherige Stellvertreterin Natalie-Reyes Castellanos-Herr, die den Standort Hannover künftig verantwortet.

Der Wechsel betrifft eine zentrale Bildungseinrichtung für Pflege, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz in der Region Hannover und darüber hinaus.

Der Leitungswechsel an der Johanniter-Akademie wurde langfristig vorbereitet. Rund drei Jahre arbeiteten Kersten Enke und seine Nachfolgerin Natalie-Reyes Castellanos-Herr gemeinsam an der Übergabe, um Kontinuität in Führung, Ausbildung und Zusammenarbeit mit Partnern sicherzustellen. Das Fokuswort Leitungswechsel prägt dabei einen wichtigen Einschnitt für die Einrichtung.

Kersten Enke ist seit seiner Jugend mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. verbunden. Der examinierte Krankenpfleger, Lehrrettungsassistent und Diplom-Gesundheitslehrer baute ab 1993 die damalige Johanniter-Schule in Ronnenberg mit auf. Im Juli 2000 übernahm er die Leitung der heutigen Johanniter-Akademie in Hannover-Vahrenwald, die inzwischen weitere Standorte in Oldenburg, Einbeck und Elsfleth betreibt.

Prägende Jahre an der Akademie

Neben dem Aufbau neuer Ausbildungsangebote begleitete Enke zahlreiche Generationen von Nachwuchskräften. Besonders prägend waren für ihn Rückmeldungen ehemaliger Rettungsassistenten aus internationalen Einsätzen, die ihre Ausbildung als Grundlage lebensrettender Arbeit beschrieben.

Neue Leiterin mit pädagogischem Schwerpunkt

Mit Natalie-Reyes Castellanos-Herr übernimmt eine erfahrene Pflegepädagogin die Leitung. Die examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin arbeitete in der Psychiatrie, absolvierte einen Master in Berufspädagogik und war unter anderem an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig. Seit 2021 verantwortete sie die curriculare Entwicklung der Johanniter-Pflegeschule. Künftig will sie interdisziplinäre Zusammenarbeit stärken und Netzwerke zu Partnern und Verbänden weiter ausbauen.

Unterstützung erhält der Wechsel auch aus dem Landesverband. Vorstandsmitglied Hannes Wendler würdigte Enkes langjähriges Engagement und bezeichnete Castellanos-Herr als geeignete Nachfolgerin. Die offizielle Amtsübergabe wurde mit einem Gottesdienst in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis abgeschlossen.

  • Johanniter-Akademie Hannover: Führung nach 25 Jahren neu besetzt – BGPress 20260206 1446 BGPRESS 5283
    Festlicher Leitungswechsel an der Johanniter-Akademie NIedersachsen/Bremen © Matthias Falk
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    Festlicher Leitungswechsel an der Johanniter-Akademie NIedersachsen/Bremen © Matthias Falk
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    Festlicher Leitungswechsel an der Johanniter-Akademie NIedersachsen/Bremen © Matthias Falk

ver.di Demonstration

Mehrtägige Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Dienst

30. Januar 2026/in Niedersachsen

Beschäftigte von Hochschulkliniken, Straßenmeistereien und IT-Dienststellen betroffen.

NIEDERSACHSEN – Die Gewerkschaft ver.di weitet in der kommenden Woche die Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Dienst der Länder aus. Von Anfang Februar an streiken Beschäftigte an Hochschulkliniken, Straßenmeistereien und IT-Dienststellen. Ziel ist es, vor der dritten Verhandlungsrunde den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen.

Die angekündigten Streiks betreffen zentrale Bereiche der Landesverwaltung und können Auswirkungen auf Gesundheitsversorgung, Verkehrssicherheit und IT-Services haben.

Die Beschäftigten der Medizinischen Hochschule Hannover legen vom 2. bis einschließlich 4. Februar die Arbeit nieder. Direkt im Anschluss folgen die Mitarbeitenden der Universitätsmedizin Göttingen, die vom 4. bis 6. Februar zum Streik aufgerufen sind. Der ver.di Streik umfasst damit zwei zentrale Einrichtungen der Universitätsmedizin in Niedersachsen.

Einschränkungen bei Straßen und IT

Parallel dazu streiken vom 2. bis 4. Februar auch die Beschäftigten der Straßenmeistereien in Hannover, Hameln und Hildesheim. Nach Angaben der Gewerkschaft ist insbesondere mit Einschränkungen beim Winterdienst zu rechnen. Verkehrsteilnehmende müssen sich daher regional auf verzögerte Räum- und Streueinsätze einstellen.

Vom 3. bis 5. Februar sind zudem die Beschäftigten von IT.Niedersachsen im Ausstand. Betroffen ist vor allem der sogenannte Vor-Ort-Service. IT-Störungsmeldungen in Behörden und Landesämtern werden in diesem Zeitraum nur eingeschränkt oder ausschließlich im Notdienst bearbeitet.

Zentrale Kundgebung in Hannover

Am Dienstag, 3. Februar, plant ver.di eine zentrale Kundgebung für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder aus dem Bezirk Hannover-Heide-Weser. Die Versammlung beginnt um 10.30 Uhr vor dem Finanzministerium in Hannover. Für 11 Uhr hat Finanzminister Gerald Heere sein Kommen angekündigt. Im Anschluss ist eine Demonstration zum Platz an der Goseriede vorgesehen.

An den Streiks beteiligen sich darüber hinaus Beschäftigte zahlreicher weiterer Einrichtungen, darunter die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Hannover, die Tierärztliche Hochschule Hannover, die Technische Informationsbibliothek, das Staatliche Baumanagement sowie mehrere Landesämter und Bildungseinrichtungen.

ÜSTRA wird nicht bestreikt

Zum Streikaufruf im Nahverkehr am Montag, 2. Februar 2026, stellt die ÜSTRA klar, dass Busse und Bahnen nicht betroffen sind. Aufgrund der bis zum 1. April 2026 geltenden Friedenspflicht fährt das Unternehmen an diesem Tag im Regelbetrieb. Sofern es das Wetter zulässt, verkehren alle Linien planmäßig. Die Information wurde am 30. Januar 2026 von der ÜSTRA veröffentlicht.

Eisrettung

Eisrettung im Fokus: Übung der Feuerwehr Celle

10. Januar 2026/in Niedersachsen

Zugefrorene Gewässer in Celle bergen Lebensgefahr. Feuerwehr übt Eisrettung.

CELLE (redu) – Zahlreiche Seen, Teiche, Flüsse und Wasserläufe im Stadtgebiet sind derzeit zugefroren. Auch die Gewässer in den Parkanlagen sind von Eis und Schnee bedeckt. Die Feuerwehr warnt eindringlich vor dem Betreten der Eisflächen und weist auf akute Lebensgefahr hin.

Die Warnung und die laufenden Vorbereitungen sollen helfen, Unfälle zu verhindern und im Ernstfall schnelle Hilfe zu ermöglichen.

Die Eisflächen wirken stabil, sind es jedoch häufig nicht. Besonders wechselnde Temperaturen und Strömungen sorgen dafür, dass das Eis ungleichmäßig tragfähig ist. Die Feuerwehr appelliert daher, zugefrorene Gewässer grundsätzlich nicht zu betreten. Im Notfall ist umgehend der Notruf 112 zu wählen.

Für den Ernstfall hält die Feuerwehr Celle spezielle Technik vor. Ein Mehrzweckfahrzeug ist mit einem Eisretter ausgestattet, der eine schnelle und möglichst sichere Rettung von eingebrochenen Personen ermöglicht. Zusätzlich stehen drei Wasserrettungseinheiten bereit, die mit besonderen Schutzanzügen und Ausrüstung ausgerüstet sind.

Sonderdienst im Badeland Celle

Am Samstag nutzte die Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache das Freibad des Celler Badelandes für einen Sonderdienst. Auf und in dem zugefrorenen Becken trainierten die Einsatzkräfte verschiedene Techniken der Eisrettung. Zuvor wurden die Gefahren an winterlichen Gewässern sowie die vorhandene Ausrüstung ausführlich besprochen.

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