Großbrand in Seelze zerstört Restpostenmarkt
Feuer breitet sich auf gesamtes Gebäude aus – hinterer Hallenteil stürzt ein.
SEELZE (redu) – Ein Großbrand in Seelze hat am Samstagnachmittag einen Restpostenmarkt in der Straße Brüggefeld erfasst. Das Feuer breitete sich auf das gesamte Gebäude aus, der hintere Hallenteil stürzte ein. Ein Kunde erlitt leichte Verletzungen. Insgesamt waren 141 Feuerwehrkräfte eingebunden.
Der Markt war bei Ausbruch des Feuers noch geöffnet. Angestellte brachten die Kunden und sich selbst rechtzeitig aus dem Gebäude.
Die Ortsfeuerwehr Seelze wurde gegen 16:18 Uhr zunächst zu einem brennenden E-Bike in dem Markt alarmiert. Die ersten Einsatzkräfte stellten jedoch einen Großbrand in Seelze fest: Das gesamte Gebäude stand bereits in Vollbrand. Daraufhin wurde die Alarmstufe erhöht und weitere Feuerwehren wurden angefordert.
Auch eine zweite Drehleiter aus Garbsen rückte zur Einsatzstelle aus. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass entgegen der ersten Meldung kein E-Bike gebrannt hatte. Nach den Angaben aus der Ausgangsmeldung soll ein Kunde mit einem Elektromobil den Markt befahren haben, aus dessen Motor Funken austraten.
Kunde erleidet leichte Verletzungen
Mitarbeiter führten auch diesen Kunden rechtzeitig aus dem Markt. Er erlitt leichte Verletzungen und wurde von der Besatzung eines Rettungswagens behandelt.
Aufgrund der vorhandenen Brandlast breitete sich das Feuer auf das gesamte Gebäude aus. Trotz eines umfangreichen Löschangriffs stürzte der hintere Teil des Marktes ein. Die Rauchsäule war bis zum Deister und zum Steinhuder Meer sichtbar.

Ein Angriffstrupp kann wegen der Einsturzgefahr nur noch von Aussen löschen. © Bernd Günther
Wegen der Einsturzgefahr konnten die Einsatzkräfte den Brand nur von außen mit mehreren Strahlrohren und den Werfern der beiden Drehleitern bekämpfen.
THW unterstützt an der Einsatzstelle
Zur Beurteilung der Gebäudestabilität wurde ein Baufachberater des THW alarmiert. Weitere Fachgruppen des THW aus Ronnenberg, Wunstorf und Elze kamen mit Teleskopladern, einem Radlader und Beleuchtungsgerät zur Einsatzstelle.
Nach dem Eintreffen der Fahrzeuge begann der Abriss des hinteren, bereits eingestürzten Hallenteils. Anschließend konnten die Einsatzkräfte mit dem Ablöschen der verbliebenen Feuer beginnen.

Ein Teleskoplader des Technischen Hilfswerkes Ronnenberg unterstützt die Feuerwehr, um besser an Glutnester zu kommen. © Bernd Günther
Da Arbeiten nur unter Atemschutz möglich waren, wurden weitere Ortsfeuerwehren zum Austausch des Personals nachalarmiert. Insgesamt waren neun Ortsfeuerwehren der Stadt Seelze mit 141 Einsatzkräften eingebunden.
Für die bis in die Nacht dauernden Löscharbeiten baute das THW eine umfangreiche Beleuchtung auf. Die Netzbetreiber stellten die Gas- und Stromversorgung ab. Die Polizei sperrte während des Einsatzes die Garbsener Landstraße zwischen Seelze und Garbsen vollständig.
Noch während der Löscharbeiten begann die Kriminalpolizei mit den Ermittlungen zur Brandursache. Nach ersten Schätzungen könnte der Schaden bei rund drei Million Euro liegen. Zur genauen Brandursache ist bislang noch nichts bekannt.





© Bernd Günther / BG-PRESS.de


