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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Jubiläums-Comeback des HAJ Hannover Marathon am 3. April – Marathon 2022 HAJ

Jubiläums-Comeback des HAJ Hannover Marathon am 3. April

3. März 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Mit seinem 30. Geburtstag meldet sich der HAJ Hannover Marathon als erste deutsche Lauf-Großveranstaltung am 3. April zurück. „Das wird für alle Beteiligten hochemotional“, freut sich Veranstalterin Stefanie Eichel auf das Mega-Event im Herzen der Landeshauptstadt, dass auch die Sport- und Kulturdezernentin Hannovers, Konstanze Beckedorf herbeisehnt: „Der Marathon ist unverzichtbar und prägt die Stadt als Event für alle wie kaum eine andere Sportveranstaltung.

“Eines der Highlights des Jubiläumsrennens werden die Deutschen Marathon-Meisterschaften sein, bei denen neben den Medaillenrängen vor allem auch die Qualifikationsmöglichkeiten für die im Sommer bzw. Herbst stattfindenden Europa- und Weltmeisterschaften sind. „Ich will endlich meinen ersten nationalen Titel im Elitebereich und mich vor allem für die Heim-EM in München qualifizieren“, sendete der aus dem Trainingslager im kenianischen Iten der Pressekonferenz zugeschaltete Hendrik Pfeiffer eine klare Ansage an die Konkurrenz: „Es juckt in den Füssen. Ich bin nach einer holprigen Zeit nach Olympia mit einem dreimonatigen Trainingslager „all in“ gegangen, will meine Bestzeit toppen und habe noch eine Rechnung offen“, so der 28jährige Düsseldorfer, der sich bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften 2017 an gleicher Stelle mit dem Silberrang hatte begnügen müssen: „Hannover hat eine geile und schnelle Strecke. Ich freue mich auf die Atmosphäre mit endlich wieder Zuschauern an der Strecke.“

Ein Impuls, auf den auch Rabea Schöneborn setzt: „Dafür leben wir; ich sehe uns Eliteläuferinnen als Teil des großen Ganzen, die an der Spitze der unzähligen Breitensportlerinnen und Sportlern laufen dürfen.“ Der Marathon-Titel fehlt der 27-jährigen amtierenden deutschen 10.000-Meter-Meisterin noch, zudem liegt sie im Familienduell mit Ihrer Schwester Debbie auf der Königsdistanz im Hintertreffen: „Das gilt es, zu korrigieren.“

Knapp 20.000 Läuferinnen und Läufer werden in Hannover zugelassen sein, auch wenn den Verordnungen entsprechend mehr zugelassen sind. „Wir werden getreu dem Motto „Hannover läuft wieder… gemeinsam“ sehr verantwortungsvoll mit der Teilnehmerzahl umgehen und wollen, dass sich alle Aktiven wohlfühlen können und keine Engpässe entstehen“, verspricht Eichel, die auch den gerade in den letzten Jahren noch einmal intensivierten Zusammenhalt in der hannoverschen Sportszene hervorhob: „Die großen Vereine wie Hannover 96, die Handball-Recken, der TK Hannover und die Hannover Indians standen und stehen an unserer Seite und unterstützen uns auf vielfältige Art und Weise; darauf sind ganz besonders stolz.“

Für Recken-Trainer Christian Prokop und seinen Geschäftsführer Eike Korsen ist der HAJ Marathon schlichtweg ein „Leuchtturmprojekt, das die Stadt in vielerlei Hinsicht bereichert.“

Ab Freitag gilt im Erlebnis-Zoo: 3G – BGPress 0311 2© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Ab Freitag gilt im Erlebnis-Zoo: 3G

2. März 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Ab Freitag, 4. März, gilt im Erlebnis-Zoo Hannover die 3G-Regel: Geimpfte, Genesene und Getestete können dann nach der Einlass-Kontrolle durch den Zoo spazieren, den Besuch in der Unterwasserwelt und dem Urwaldhaus genießen. Das sieht der nächste Schritt des Stufenplans der aktuellen niedersächsischen Corona-Verordnung vor.

„Mit der Umsetzung der 3G-Regel im Zoo und der einmaligen Kontrolle am Zoo-Eingang ermöglichen wir allen unseren Gästen eine entspannte Reise durch die Welt der Tiere“, so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.

Die AHA-Regeln sowie die FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen bleiben natürlich bestehen. „Unser Motto heißt: ‚Echte Abenteurer nehmen Rücksicht aufeinander‘“, so Casdorff. „Die Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig die Verantwortung für das eigene Handeln zur Bewältigung von Krisen ist.“ Das Team des Erlebnis-Zoo selbst hat große Verantwortung sich selbst und den Zoogästen gegenüber bewiesen: „Wir haben im Zoo-Team eine Impfquote von 98% erreicht“, so Casdorff, „ich bin sehr stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Bei den vielen Möglichkeiten zur Impfung in der Region Hannover – in Kürze auch mit dem neuen Impfstoff Novavax – könnte eine solche Quote sicher auch unter allen Zoobesucherinnen und -besuchern erreicht werden, wünscht sich der Zoo-Geschäftsführer.

Bislang galt im Zoo die 2G-Regel. Nachdem in der vergangenen Woche bereits die 2G-Plus-Regel für Innenräume aufgehoben wurde, konnte der Zoo das Urwaldhaus und die Unterwasserwelt wieder öffnen. Im nächsten Lockerungsschritt ab Freitag können auch Getestete den Zoo und ihre tierischen Liebling wieder besuchen. Auch im Hoflokal am Zoo heißt es ab Freitag: 3G.

Hoher Sachschaden bei Brand auf dem alten Schlachthof in Hannover-Bult – BGPress 2403© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Hoher Sachschaden bei Brand auf dem alten Schlachthof in Hannover-Bult

2. März 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Am gestrigen Abend kam es zu einem Brand in einer Tiefgarage eines fleischverarbeitenden Betriebes auf dem Gelände des alten Schlachthofes im Stadtteil Bult. Es entstand hoher Sachschaden, verletzt wurde niemand.

Um 19:00 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Containerbrand in die Seligmannallee gerufen. Auf Grund weiterer Notrufmeldungen, dass es in der Tiefgarage brennt, wurde umgehend ein weiterer Löschzug alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter Brandrauch aus der Tiefgarage und mehreren Fenstern des eingeschossigen Hallenteils. Elf Kursteilnehmer einer Tanzschule, welche in dem Gebäudekomplex untergebracht ist und drei Mitarbeiter, konnten sich vor Ankunft der Feuerwehr selbsttätig in Sicherheit bringen. Die vierzehn Personen wurden von Einsatzkräften betreut.

Mit mehreren Trupps unter Atemschutz wurde die Brandbekämpfung mit Wasser und Löschschaum in der Garage vorgenommen. Eine Brandausbreitung auf benachbarte Hallenteile, wie ein Catering Betrieb und weitere Fleischgroßhändler konnte verhindert werden. Zwei PKW, zwei Oldtimer–LKW und ein Gabelstapler sind in der Tiefgarage ausgebrannt. Der Brandrauch breitete sich in dem etwa 50,0 x 20,0 m großen Gebäudeteil aus. Um den Brandrauch aus dem Gebäude zu bekommen, kam neben einigen Drucklüftern, auch ein Löschunterstützungsfahrzeug, kurz LuF, zum Einsatz.

Hoher Sachschaden bei Brand auf dem alten Schlachthof in Hannover-Bult – BGPress 3425

Das Löschunterstützungsfahrzeug LUF 60 der Feuerwehr Hannover bei einem Einsatz für einen Tiefgaragenbrand © Bernd Günther

Dieses LuF ist ein ferngesteuertes Fahrzeug, welches auf einem Kettenfahrwerk in z. B. unterirdische Verkehrsanlagen oder Tiefgaragen einfahren kann und dort zum Einsatz kommt. Über einen Ventilator können bis zu 90.000 Kubikmeter Luft pro Stunde, was eine Luftgeschwindigkeit von rund 160 km/h ergibt, in entsprechende Gebäude eingebracht
werden. Weiterhin mussten Dachteile aufgenommen werden, um etwaige Glutnester aufzuspüren. Um 22:48 Uhr wurde „Feuer aus“ gemeldet. Sämtliche angrenzende Gebäudeteile wurden mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Für den gesamten Komplex musste von enercity der Strom abgestellt werden. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Die Brandursache ist unklar, hierzu hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen 500.000.– €. Die Feuerwehr Hannover war mit Kräften der Berufsfeuerwehr und der Ortsfeuerwehren Davenstedt und Kirchrode und Kräften des Rettungsdienstes mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort. Die Maßnahmen dauern derzeit noch an. In den Nachtstunden wird eine so genannte Brandnachschau durchgeführt.

Hoher Sachschaden bei Brand auf dem alten Schlachthof in Hannover-Bult – BGPress 2386 2

Hoher Sachschaden entstand gestern bei einem Brand auf dem ehemaligen Schlachthof im Stadtteil Hannover-Bult. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Messehalle 27© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Deutsche Messe stellt Messehalle 27 für Ukraine-Flüchtlinge zur Verfügung

1. März 2022/in Hannover

HANNOVER (PM).  In Anbetracht der weiterhin bedrohlichen Entwicklungen in der Ukraine verlassen täglich tausende Menschen ihre Heimat und flüchten in benachbarte EU-Länder. Erste schutzsuchende Ukrainerinnen und Ukrainer sind in der Nacht zu Dienstag bereits in Hannover angekommen.

Für die Deutsche Messe ist es selbstverständlich, den Menschen in dieser Notsituation sofort und unbürokratisch zu helfen, indem sie eine Messehalle als Behelfsunterkunft herrichtet.

„Es ist uns ein großes Bedürfnis, den aus der Ukraine fliehenden Menschen zu helfen, ihnen in ihrer Not Schutz und Zuflucht zu bieten. Wir bereiten daher in enger Abstimmung mit der Feuerwehr Hannover die Messehalle 27 für zunächst 800 und später für weitere 400 Personen vor“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes, Deutsche Messe AG.

Sachspenden koordiniert der Ukrainische Verein in Niedersachsen. Es werden warme Kleidung und Schuhe (in gutem Zustand), Hygieneartikel, Isomatten, Verbandskasten, Taschenlampen und Schlafsäcke benötigt. Die ukrainische Kirchengemeinde St. Wolodymyr in Hannover, Hannoversche Straße 122 in Misburg, nimmt die Sachspenden von montags bis samstags in der Zeit von 09.00 bis 17.30 Uhr entgegen. Fragen zu Sachspenden werden dort unter der Rufnummer 0174-6052737 beantwortet.

Belit Onay© Matthias Falk

Flüchtende aus der Ukraine: Stadt ist gut vorbereitet

28. Februar 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Die Stadt ist auf den absehbaren Zustrom von Flüchtenden aus der Ukraine vorbereitet. Oberbürgermeister Belit Onay hob hervor: „Hilfe und Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine sind eine Selbstverständlichkeit und für uns eine Aufgabe von höchster Priorität. Wir werden alles daransetzen, den Opfern und Leidtragenden dieses auf Schärfste zu verurteilenden Angriffskrieges beiseite zu stehen!“ so Onay weiter.

Er verweist darauf, dass in einem ersten Schritt die Landesaufnahmebehörden die Menschen aufnehmen sollen, von denen sie dann in gewohnter Weise auf die Kommunen verteilt werden. Dennoch sei es notwendig, auch auf der kommunale Ebene bereits Vorkehrungen zu treffen.

Kurzfristig hat die Feuerwehr Hannover an zwei Standorten bereits Unterbringungsmöglichkeiten eingerichtet: 50 Plätze stehen in der Feuerwache 2 in Stöcken zur Verfügung, 100 weitere in Räumen der ehemaligen Feuerwache 1 am Goetheplatz. Diese Erstaufnahmekapazitäten sollen sicherstellen, dass anreisende/zugewiesene Ukrainer*innen unmittelbar ein Dach über dem Kopf erhalten. Von dort sollen die Menschen jedoch spätestens nach 72 Stunden in dauerhaftere Einrichtungen überführt werden. Bei der Einrichtung dieser Unterbringungsmöglichkeiten wurden auch individuelle Erfordernisse, etwa in Hinblick auf die Unterbringung von Familien, berücksichtigt.

Darüber hinaus trifft die Landeshauptstadt in Abstimmung mit der Deutschen Messe AG gegenwärtig alle Vorkehrungen, um sehr kurzfristig eine Messehalle für zunächst 800 und dann 400 weitere Personen herzurichten. Die Vorbereitungen werden voraussichtlich bis Ende der Woche abgeschlossen sein. Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat, weist auf die besondere Situation hin: „Wir sind darauf vorbereitet, dass binnen kürzester Zeit Menschen in Hannover ankommen, auch losgelöst von Prozessen zur Verteilung von Geflüchteten durch das Land Niedersachsen. Die ersten von ihnen werden wir voraussichtlich in dieser Nacht aufnehmen.“ Er bezieht sich dabei auf die Möglichkeit von Ukrainer*innen im Rahmen eines Touristenvisums nach Deutschland zu kommen und sich frei zu bewegen. „Einreisende Ukrainer*innen können Stand heute bis zu 90 Tage im Land bleiben. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse ist die Ausländerbehörde angewiesen, die Aufenthaltserlaubnis unbürokratisch auf 180 Tage zu verlängern“ so von der Ohe.

Mit Blick auf die Zusammenarbeit mit den Landesbehörden weist Oberbürgermeister Onay darauf hin, dass man in einem engen Austausch sei. „Wir erarbeiten mit dem Land Niedersachsen eine unkomplizierte Lösung für die Menschen. Mir ist wichtig: Wer bei uns strandet oder Schutz sucht, findet sofort Hilfe.“

Die Landeshauptstadt befindet sich dazu auch in notwendigen Abstimmungsprozessen mit dem Land Niedersachsen.

Die Stadt erreichen bereits viele Anfragen von Bürger*innen, die Hilfe anbieten wollen. Sozialdezernentin Sylvia Bruns, die mit ihrem Dezernat für die Unterbringung von geflüchteten Menschen zuständig ist, zeigte sich beeindruckt von dieser Solidarität: „Wer Hilfe anbieten möchte, kann sich kurzfristig an die Mailadresse fluechtlinge@hannover-stadt.de wenden“. Die Adresse ist ab sofort freigeschaltet.

Symbolbild Feuerwehr

Ein Schwerverletzter nach Verkehrsunfall auf der A2

28. Februar 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Am heutigen Vormittag kam es zu einem Auffahrunfall auf der A2. Hierbei wurde eine Person in seinem Fahrzeug eingeklemmt und schwerverletzt.

Um 08:30 Uhr wurde die Feuerwehr und der Rettungsdienst zu einem Auffahrunfall auf die A2 alarmiert. Zwischen den beiden Autobahnkreuzen Hannover Ost und Buchholz, in Höhe des Sonnensees, Fahrtrichtung Dortmund, ist ein Transporter mit Anhänger, der Gerüstteile geladen hatte, auf einen LKW aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Fahrerkabine des Transporters zerstört und der Fahrer in seinem Fahrerhaus eingeklemmt. Durch den Rettungsdienst wurde der ca. 40–jährige Fahrer umgehend notärztlich versorgt.

Um den Fahrer aus seiner Kabine des Fiat–Ducatos zu befreien, mussten zuerst beide Fahrzeuge voneinander getrennt werden. Dazu nutzten die Einsatzkräfte die Seilwinde eines Hilfeleistungslöschfahrzeuges. Im Anschluss konnte der Fahrer mittels hydraulischem Rettungsgerät aus seinem Fahrzeug befreit werden. Parallel wurde der Brandschutz sichergestellt und auslaufendes Öl und Diesel wurden mit Bindemitteln abgebunden. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 40 Einsatzkräften vor Ort.

Die Unfallursache ist unklar, hierzu hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden an beiden Fahrzeugen wird mit rund 40.000.– € beziffert. Am Fiat entstand Totalschaden. Während der Einsatzmaßnahmen war die A2 in Fahrtrichtung Dortmund zwischen den beiden Autobahnkreuzen voll gesperrt. Für die Feuerwehr war der Einsatz um 09:45 beendet.

Friedenskundgebung© Matthias Falk

Für den Frieden in Europa

26. Februar 2022/in Hannover

HANNOVER (us/PM). Am Freitag Abend (25.Februar 2022) lud der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband Hannover gemeinsam mit dem Rat der Religionen zu einem interreligiösen Friedensgebet in die Marktkirche, um ein gemeinsames Zeichen für den Frieden in Europa und gegen den Krieg in der Ukraine zu setzen.

Schon bevor Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes seine ersten Worte und gemeinsamen Gebete an die vielen Menschen richten konnte, war die Marktkirche bis auf den letzten Platz gefüllt; zahlreiche weiteren Teilnehmer verfolgten das Gebet auf dem Marktplatz vor dem wegen Überfüllung geschlossenen Gotteshaus.

In einer folgenden Kundgebung- initiiert vom evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverband Hannover in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover, der Region Hannover, dem Bündnis ‚bunt statt braun‘, dem Landesverband der jüdischen Gemeinden von Niedersachsen und dem Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachsen sowie der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen, wandten sich Ministerpäsident Stephan Weil, Oberbürgermeister Belit Onay, Regionspräsident Steffen Krach als auch Stadtsuperindentent Rainer Müller-Brandes an die besorgten Bürgerinnen und Bürger, die zahlreich mit Kerzen und Lichtern ihr Zeichen für Frieden in Europa setzen und ein sofortiges Ende der Kriegshandlungen in der Ukraine forderten.

Für den Frieden in Europa – Stephan Weil mf

Ministerpräsident Stephan Weil äußerte sich vor der Marktkirche © Matthias Falk

Niedersachsen Ministerpräsident Stephan Weil fand klare Worte zu der aktuellen Kriegssituation: 

„Wir stehen hier friedlich gemeinsam und gerade einmal zwei Flugstunden entfernt von Hannover tobt ein Angriffskrieg. (…) Während wir hier stehen, sterben Menschen, werden andere verletzt, schon in den ersten Stunden dieses Krieges waren hunderte von Opfern zu beklagen. Während wir hier stehen, sind gewiss wieder tausende von Menschen voller Angst in den U-Bahn-Schächten ihrer Städte. (…). In dieser Stunde sind wir alle zuallererst  mit unseren Gedanken bei den Menschen in der Ukraine, bei den Opfern dieses ungerechten, sinnlosen Krieges, bei den Hinterbliebenen, bei den Menschen die trauern und Angst haben, bei den Menschen, die sich eine Zuflucht suchen. Und ich sage: in Niedersachsen wird es Zuflucht geben für diejenigen Menschen, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen.
Die Sache der Ukraine muss auch unsere Sache sein. Und deswegen, meine herzliche Bitte an alle russischen Soldaten, die derzeit in der Ukraine stehen: hört auf zu kämpfen, denkt an die Menschen, geht zurück nach Hause.
Wir müssen über die Opfer dieses Krieges reden, aber auch über die Täter. (…) Wir reden über eine Politik, die buchstäblich über Leichen geht, wir reden über eine Politik, die weder Verbrechen scheut, noch Lügen. (…) Die Grenzen der Staaten sind unverletzlich und sie werden von keinem anderen Staat missachtet. Daran, daran dürfen wir nicht rütteln lassen! (…) Wir werden auch dann, wenn es uns selbst belastet und schädigt, zeigen müssen: wir akzeptieren Putins Vorgehen nicht als die neue Normalität bei uns in Europa. (…)
Ich glaube nicht, dass die Menschen in Russland diesen Krieg wollen, das ist nicht ihr Krieg, das ist der Krieg einer verbrecherischen Regierung. (…)
Liebe Freundinnen und liebe Freunde, lassen wir uns nicht entmutigen! Willy Brandt hat in seiner Rede zur Verleihung des Friedensnobelpreises 1971 gesagt: „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts!“ Es gibt nichts Wichtigeres als den Frieden, hören wir niemals auf, für den Frieden zu kämpfen! Herzlichen Dank!“ (Auszüge der Ansprache des Ministerpräsidenten am 25.Februar 2022 auf dem Marktplatz in Hannover)
Baum stürzt auf Haus – BGPress 2233© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Baum stürzt auf Haus

25. Februar 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). In Hannover Misburg–Nord war durch die gestrige Unwetterzelle ein Baum auf ein Wohnhaus gestürzt. Am heutigen Morgen wurde die Feuerwehr alarmiert. Da Teile des Baumes die Dachhaut durchdrungen und in den im Dachgeschoss gelegenen Wohnraum eingedrungen waren, wurde der Baum unter Zuhilfenahme eines Feuerwehrkranes entfernt.

Um 07:55 Uhr ging in der Regionsleitstelle Hannover ein Notruf über einen auf ein Haus gestürzten Baum ein. Als die Besatzung des daraufhin alarmierten
Hilfeleistungslöschfahrzeuges im Rosenweg eintraf, stellte sich heraus, dass Teile des Astwerkes durch das Dach in das als Wohnraum ausgebauten
Dachgeschoss eingedrungen waren. Hier war schweres technisches Gerät von Nöten, um den bereits gestern Abend umgestürzten Baum entfernen und dadurch weitergehenden Schaden von dem Wohngebäude abwenden zu können. Es wurde unter anderem ein Feuerwehrkran zur Einsatzstelle beordert. Das ca. 25 m lange Nadelgehölz wurde zunächst mit Hand– und Kettensägen entastet. Hierzu mussten Einsatzkräfte, mit einer Absturzsicherung ausgerüstet auf das Satteldach des mehrgeschossigen Hauses steigen. Nach den umfangreichen Vorarbeiten, konnte der Baum durch den Feuerwehrkran angehoben und neben dem Haus am Boden sicher abgelegt werden.

Zum entstandenen Sachschaden können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Die Feuerwehr war bis 11:40 Uhr mit fünf Fahrzeugen und 14 Einsatzkräften vor Ort.

Baum stürzt auf Haus – BGPress 2217

Der Kranwagen der Berufsfeuerwehr kam zum Einsatz, um den Baum vorsichtig aus dem Dachstuhl zu entfernen. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Unwetter über Hannover – Drehleiter BF Hannover© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Unwetter über Hannover

24. Februar 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Am Abend zog eine Unwetterzelle mit starkem Wind über Hannover. Die Feuerwehr musste zu zahlreichen Einsätzen wie abgedeckten Dächern und umgestürzten Bäumen ausrücken.

Gegen 18:20 Uhr am heutigen Donnerstagabend, zog eine Unwetterzelle mit Starkwind über die Landeshauptstadt hinweg. Infolgedessen gingen zahlreiche Notrufe in der Regionsleitstelle Hannover ein. Um die gemeldeten Einsätze schnell abarbeiten zu können, wurden zu den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr auch Einheiten der Freiwillige Feuerwehren Hannover alarmiert. Neben umgestürzten Bäumen und abgedeckten Dächern, forderten lose Dachziegel und Äste die Einsatzkräfte.

Beispielhaft mussten in der Tillystraße im Stadtteil Oberricklingen rund 30 m² loser Dachhaut mit Hilfe einer Teleskopmastbühne abgetragen werden. Die durch die Eilenriede führende Waldchaussee wurde durch einen umgestürzten Baum vollständig blockiert, so dass dieser unter der Zuhilfenahme von Motorkettensägen entfernt werden musste. In der im Stadtteil List gelegenen Borkumer Straße stürzte ein Baum auf einen PKW, auch hier wurde die Motorkettensäge eingesetzt. Der Einsatz einer Drehleiter war in Vahrenwald in der Hischestraße erforderlich, dort hatten sich Dachziegel gelöst und Teile davon waren auf einen PKW und den Gehweg gestürzt.

Insgesamt musste die Feuerwehr Hannover zu 42 unwetterbedingten Einsätzen ausrücken. Verletzt wurde nach unseren Erkenntnissen niemand. Die zwischenzeitlich bis zu 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren bis gegen 20:50 Uhr im Stadtgebiet im Einsatz.

Belit Onay© Matthias Falk

Hannover setzt sich für den Frieden ein und sichert Flüchtlingen Hilfe zu

24. Februar 2022/in Hannover

HANNOVER (PM). Auf der Ratsversammlung in Hannover an diesem Donnerstag  richtete Oberbürgermeister Belit Onay einen Friedensappell  an den russischen  Präsidenten Wladimir Putin und verurteilte die militärische Aggression Russlands gegen die Ukraine aufs Schärfste.  Er setze auf die Geschlossenheit der demokratischen Welt, betonte der Oberbürgermeister. Sie müsse entschiedene Antworten geben.

Gleichzeitig mahnte er an, dass die diplomatischen Gesprächsfäden nicht abreißen dürften. Für den Konflikt in Osteuropa müsse es politische Lösungen geben. Die Solidarität der  Landeshauptstadt Hannover gehöre den Menschen in der Ukraine. Hannover wird nach den Worten des Stadtoberhaupts jede Initiative unterstützen, um Frieden zu stiften. Sie sei außerdem vorbereitet auf die Aufnahme von Flüchtlingen, bekräftigte Onay.

Der  Appell von Oberbürgermeister Belit Onay im Wortlaut:

„Seit heute Morgen hat sich viel verändert. Die Gewissheit, dass ein Leben in Freiheit, Sicherheit und Frieden in Europa etwas Selbstverständliches ist, gibt es nicht mehr. Wladimir Putin betreibt einen nationalistischen, machtpolitisch orientierten und menschenverachtenden Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Die Bilder von Kämpfen und Explosionen, die Rhetorik, die Toten, die Flüchtenden: All das macht uns betroffen. All das lässt uns ungläubig zurück. Fassungslos. Traurig. Wütend. 

Es fällt mir schwer, zu sehen, dass dort, wo vor 80 Jahren schlimmste Verbrechen an der Menschlichkeit verübt worden sind, wieder Krieg herrscht, dass wieder Panzer rollen, dass Menschen aufeinander schießen, dass Menschen sterben.

Es gibt keine Grundlage für Putins Krieg gegen die Ukraine. Es gibt auch keine Rechtfertigung. Es gibt nur ein Lügenkonstrukt und einen Völkerrechtsbruch.

Auch wenn es gewiss nicht unsere Stimme sein wird, die Wladimir Putin in seiner menschenverachtenden Entschlossenheit bremst, so appelliere ich doch: Lassen Sie die Waffen ruhen! Ziehen Sie Ihre Truppen zurück. Kommen Sie an den Verhandlungstisch und stellen Sie sich Ihrer Verantwortung.

Aus Hannover setzen wir uns seit jeher für den Erhalt von Frieden ein, gerade auch als Lead City der Mayors for Peace. Das ist auch jetzt so.  Es sind die Beziehungen zwischen den Menschen, die helfen.

Meine Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine. Wir stehen solidarisch zu euch. Wir haben Verständnis für euren Widerstand gegen diese Invasion. Wir wissen um die Sorgen, Nöte und Ängste. Und wir sind offenen Herzens, euch zu helfen. Und wir erleben, dass dieser Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft das gesamte friedliche Europa einen.

Viele Menschen werden sich auf den Weg nach Westen machen. Viele aus Sorge vor Tod und Willkür fliehen. Wer bei uns in Hannover strandet, kann sich auf unsere Solidarität verlassen. Wir helfen. Wir sind da und weichen nicht zurück.

Ich setze darauf, dass die demokratischen Staaten ihre Geschlossenheit unter Beweis stellen und entschiedene Antworten finden, um Putin wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. Militärische Aggression darf sich nicht lohnen. Russland wird spüren müssen, dass es einen sehr hohen Preis für seine kriegerische Aggression zu zahlen hat. Ich setze aber auch darauf, die Gesprächsfäden nicht abreißen zu lassen. Es geht nicht darum, der Diplomatie keinen Raum mehr zu geben.

Das Gegenteil ist notwendig. Das Gegenteil ist geboten. Alles, wirklich alles, was dazu dient, diesen Krieg zu beenden, ist richtig. Wir brauchen eine politische und keine militärische Lösung der Krise im Osten Europas. Aus Hannover heraus unterstützen wir alle internationalen Anstrengungen, um Frieden zu stiften.“

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