HANNOVER (PM). In einem Durchgang zum Hinterhof eines Mehrfamilienhauses an der Ricklinger Straße brannte abgestelltes Gerümpel mit erheblicher Rauchentwicklung. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatten sich drei Bewohner in Sicherheit gebracht. Alle Personen blieben unverletzt.
Gegen 18:50 Uhr meldeten mehrere Anrufer eine starke Rauchentwicklung im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses. Aufgrund der eingegangenen Notrufe ging die Regionsleitstelle zunächst von einem Wohnungsbrand aus und alarmierte sofort einen Löschzug der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr Linden und den Rettungsdienst in den Stadtteil Linden-Süd.
Drei Bewohner*innen hatten sich durch den rauchfreien Treppenraum in Sicherheit gebracht, während mit Atemschutzgeräten geschützte Trupps zur Brandbekämpfung vorgingen. Obwohl die weithin sichtbare Rauchwolke zunächst vom Hinterhof über das Dach aufstieg, hatten die Einsatzkräfte das Feuer im Durchgang von der Seifeldstraße zum Innenhof lokalisiert und nach wenigen Minuten gelöscht. Die Wohnungen blieben unversehrt und können weiterhin genutzt werden.
Zur Klärung der Brandursache hat die Kriminalpolizei entsprechende Ermittlungen aufgenommen. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen etwa 50.000 Euro. Die Feuerwehr Hannover und der Rettungsdienst waren mit 10 Fahrzeugen und 32 Einsatzkräften vor Ort.
HANNOVER (red). Ein Sturm mit Böen teilweise über 100 km/h fegt seit den Vormittagsstunden über die Region Hannover. Dabei wurde eine ca. 18m hohe Pappel in der Straße An der Breiten Wiese im Stadtteil Heideviertel samt seinen Wurzeln durch eine starke Böe aus der Erde gerissen und stürzte komplett auf die Straße. Verletzt wurde zum Glück niemand. Auch Fahrzeuge wurden dabei nicht beschädigt.
Die Feuerwehr Hannover musste am Dienstag mehrfach ausrücken, um Gefahrenstellen durch abgeknickte Äste, entwurzelte Bäume und lose Dachteile zu beseitigen. Sturmtief „Eugen“ hatte am Morgen mit heftigen Böen das Stadtgebiet Hannover erreicht und mehrfach auch große Bäume entwurzelt. Personen wurden nicht verletzt.
Zu insgesamt 23 Einsätzen mit Sturmschäden rückte die Feuerwehr am Dienstag bis 20:00 Uhr in der Landeshauptstadt aus. Die Regionsleitstelle disponierte in dieser Zeit in der Landeshauptstadt Hannover sowie den umgebenden 20 Städten und Gemeinden insgesamt 56 sturmbedingte Einsätze. Mehr als die Hälfte der Einsatzanforderungen gingen am Nachmittag ab etwa 15:30 Uhr ein.
Im Heideviertel war kurz nach 15:00 Uhr eine etwa 18 Meter hohe Pappel entwurzelt und quer auf die Straße An der Breiten Wiese gestürzt. Feuerwehrleute sägten zunächst die Krone des mächtigen Baumes mit Motorkettensägen ab und hoben die schweren Abschnitte mit Hilfe eines Krans an die Seite. Erst als die Einsatzkräfte den mehr als einen Meter dicken Baumstamm mit einer speziellen Seilwinde an den Straßenrand gezogen hatten, war die Fahrbahn nach etwa zwei Stunden wieder frei befahrbar.
In Herrenhausen stürzte an der Wasserkunst ebenfalls eine sehr große Pappel um. Der Baum stand zuvor an einem Verbindungsweg, der von Fußgängern, Joggern und Radfahrenden für die Querung der Leine und des Ernst-August-Kanals genutzt wird. Der entwurzelte Baum zerstörte beim Aufprall ein Schutzgitter. Die Krone brach ab und stürzte in den Ernst-August-Kanal. Die um 16:23 Uhr alarmierte Feuerwehr trennte einige große Äste ab, um den direkten Durchgang von Am Großen Garten zur Wasserkunst zu ermöglichen. Aufgrund der erheblichen Schäden an dem Schutzgitter ist die Querung der Leine zwischen Limmer und Herrenhausen aktuell nicht möglich. Die Feuerwehr sicherte die Gefahrenbereiche fachgerecht ab und informierte die für das Bauwerk und den Verbindungsweg zuständigen Stellen. Diese müssen die aufwendige Zerteilung des großen Stammes, den Abtransport des Holzes sowie die erforderlichen Reparaturen in den nächsten Tagen veranlassen.
Am Altenbekener Damm in der Südstadt war gegen 18:20 Uhr großer Ahorn entwurzelt auf ein Auto gestürzt. Einsatzkräfte mussten zunächst aus dem Rettungskorb einer Drehleiter Äste absägen, bevor der Baumstamm zerteilt werden konnte. Nach etwa zwei Stunden hatte die Feuerwehr den an der Motorhaube verbeulten Mitsubishi freigelegt und den Baum beseitigt.
Personen wurden nicht verletzt. Über Schadenshöhen liegen der Feuerwehr keine Angaben vor.
HANNOVER (red). Dieses mal ein Artikel in eigener Sache. Fast auf den Tag genau haben es die Leserinnen und Leser von BG-PRESS.de geschafft, die erste magische Zahl von 500.000 Artikelzugriffen zu knacken. Dafür allen unseren Interessenten ein ganz herzliches Dankeschön. Wir werden auch in Zukunft Nachrichten und Berichte aus der Landeshauptstadt, der Region Hannover und unserem Land Niedersachsen gerne für Sie recherchieren und zur Verfügung stellen.
Gleichzeitig möchten wir uns aber auch bei den vielen Unterstützern, die uns in dem vergangenen Jahr mit Informationen, Insiderwissen und der Bereitstellung von Bildermaterial aus Reportagen unterstützt haben, recht herzlich bedanken. Nicht immer war es einfach, da gerade seit unserem Start das Hauptthema immer wieder die Corona-Krise und ihre Auswirkungen waren. Gerne hätte wir lieber von gelungenen Veranstaltungen berichtet, die leider ja nicht stattfinden. Aber wir sind guter Hoffnung, denn im Moment zeichnet sich eine vorsichtig positive Entwicklung im Bereich der Corona-Pandemie ab.
Eines hat uns der Rückblick gezeigt. Der Grundgedanke, Informationen möglichst neutral und schnell dem Leser weiterzugeben, war und ist eine immer wieder gelobte Idee. Gerade in der heutigen Zeit finden wir, ist gezielte und gut recherchierte Information ein Grundbedürfnis, auf das jede Bürgerin und jeder Bürger Anrecht hat. Daran möchten wir festhalten und in Zukunft, wenn die Zeiten etwas ruhiger werden, noch mehr eigene Reportagen und Bildberichte zu vielen anderen Themen an Sie weitergeben. Hauptanliegen von BG-PRESS.de ist nach wie vor der Bereich der Fotoreportage, der einen eindeutigen Schwerpunkt in der täglichen Berichterstattung ausmacht. Denn ein Bild sagt manchmal mehr als 1.000 Worte und hält einen Moment der Zeitgeschichte auf Dauer fest.
Bis dahin bleiben Sie gesund und halten Sie uns die Treue.
HANNOVER (PM). Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) macht mit seiner Aktion „Leere Töpfe“ auf die dramatische Lage seiner Branche aufmerksam. Die Landeshauptstadt Hannover unterstützt die Forderungen: Oberbürgermeister Belit Onay und Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin, haben deshalb von Jörg Lange, Erster Vorsitzender des DEHOGA-Kreisverbands Region Hannover, heute (3. Mai) symbolisch einen leeren Topf entgegengenommen und eine Öffnungsperspektive für Hotel- und Gaststättengewerbe gefordert.
„Die Koch- und Geldtöpfe der Gastronomie und Hotellerie sind leer, das Wasser steht den Betroffenen bis zum Hals. Die Branche benötigt dringend eine Perspektive für eine Normalisierung des Geschäfts. Das ist trotz aller erforderlichen Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie möglich. Die Hotels und Restaurants haben bereits im Vorjahr bewiesen, was mit guten Hygienekonzepten machbar ist. Deshalb unterstützen wir diese Aktion des DEHOGA ausdrücklich. Bund und Land müssen schnellstens den Weg dafür ebnen“, betonte Oberbürgermeister Onay.
Wirtschaftsdezernentin Tegtmeyer-Dette ergänzte: „Insbesondere in der Außengastronomie ließen sich rasch pandemiegerechte Angebote schaffen. Viele Menschen warten nur darauf, bei den steigenden Temperaturen draußen zu essen und zu trinken. Das würde der Branche einen kleinen ersten Schub geben. Auch die Hotellerie und andere Branchen wie etwa der Veranstaltungs-und Kulturbereich müssen zeitnah einen ersten Schritt aus der Krise machen können. Das geht nur mit vorsichtigen, der Pandemie angemessenen Öffnungskonzepten.“
Jörg Lange vom DEHOGA unterstrich: „Durch das enge Zusammenwirken bei der Erarbeitung der Modelle, die uns schrittweise aus der Pandemie führen können, fühlen wir uns gut unterstützt durch das Rathaus. Wir wünschen uns, dass unser Oberbürgermeister mit den gemeinsamen Forderungen starkes Gehör in der Landes- und Bundespolitik findet, damit wir mit einer raschen Perspektive in die Öffnung gehen können.“
HANNOVER (PM). Über die Wipfel der Bäume wandern, dem Wald im Wandel der Jahreszeiten auf Augenhöhe begegnen – das könnte auf dem Baumwipfelpfad der „Erlebniswelt Wald“ in Hannover möglich werden. Eine erste Ideenskizze für eine solche Erlebniswelt präsentierten Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, und Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff heute in luftiger Höhe vor der schon maigrünen Kulisse der Eilenriede. „Der Baumwipfelpfad mit einem dazugehörenden Erlebniszentrum ist als nachhaltiges, generationsübergreifendes Naturerlebnis angelegt – als Hochgenuss für Hannover!“, so Casdorff.
Den Wunsch, die rund 640 Hektar große, beeindruckende Eilenriede näher erlebbar zu machen, hatte der Rat der Landeshauptstadt schon lange. Als im Juli des vergangenen Jahres beschlossen wurde, Vorschläge für mehr Naturerlebnis im Stadtwald zu machen, wandte sich Zoogeschäftsführer Casdorff an die Wirtschafts- und Umweltdezernentin. Die Idee: Ein waldverträglicher Baumwipfelpfad in Kombination mit einem Indoor-Walderlebnis-Zentrum und ökologischen Bildungsangeboten für alle Altersgruppen – unter der Nutzung bereits bestehender Ressourcen des Erlebnis-Zoo. Startpunkt: Die Rotunde neben dem Zoo am Rande der Eilenriede.
„Das bereits bestehende Ausstellungsgebäude bietet mit seinem Standort direkt an der Eilenriede den idealen Ort für ein Wald-Wissens-Zentrum“, so Casdorff. Durch die Kombination von Theorie und Praxis könnten die diversen Facetten und Funktionen des Waldes – von der Ökologie, Biologie, Nachhaltigkeit, die Klima-Zusammenhänge bis hin zur gesellschaftlichen Bedeutung – an einem zentralen Ort vereint und erlebbar gemacht werden.
Die Ideenskizze sieht vor, den Besuchern bereits im Vorgebäude der Rotunde das Gefühl zu vermitteln, in den Wald einzutauchen. Mit interaktiven Lernelementen, digitalen Informationssäulen, Laborinseln, Audiosesseln und Hologrammen könnten theoretische Inhalte modern und einprägsam präsentiert werden – es würden alle Sinne angesprochen.
Das Herzstück der Erlebniswelt Wald sei dann das runde Ausstellungsgebäude mit seinem 15 Meter hohen Besucherturm in der Mitte, der – so die Ideenskizze – um „verästelte“ Plattformen erweitert werden könne. Digitale Projektionen des Waldes auf den Wänden des runden Ausstellungsgebäudes, unterstützt durch Audioelemente, zeigen Lebens- und Vegetationsraum des Waldes. „Auf dem Weg hoch auf den Baumwipfelpfad könnten alle Schichten des Waldes von der Wurzel bis zur Baumkrone interaktiv erlebt werden“, so Casdorff.
Von der obersten Plattform des Besucherturmes ginge es direkt auf den Baumwipfelpfad. Auf dem Pfad über die Baumkronen könnten die Besucher erleben, was sie in der Waldwelt bereits erfahren haben. Der Weg führe entlang verschiedener Waldbereiche zu den verschiedenen Zonen des Pfades vom Aktivbereich bis zur Ruhe- und Beobachtungsplattform. Interaktive Erlebnisstationen und Infotafeln vervollständigten das Naturerlebnis.
„Die Idee eines Baumwipfelpfades mit entsprechender Erlebniswelt am Zoo ist hervorragend. Damit könnte die vorhandene Rotunde optimal einbezogen und ein länger bestehender Wunsch der Ratspolitik nach einer solchen Einrichtung erfüllt werden“, sagt Sabine Tegtmeyer-Dette und führt weiter aus: „Zudem wäre dies eine sehr gute Ergänzung der Umweltbildungsangebote der Stadt, etwa der Waldstation Eilenriede. Deshalb unterstützen wir die weiteren Planungen konstruktiv. Unabdingbar ist es, den Pfad ohne massiven Eingriff in den Wald zu realisieren. Eine solche Bewertung wird nach einer ingenieurtechnischen Ausbauplanung möglich sein“, erläutert die Dezernentin.
Noch ist der Baumwipfelpfad eine reine Ideenskizze, die jetzt erst einmal in den verschiedenen Gremien besprochen werden muss. „Wenn die Idee dort und in der Öffentlichkeit positiv aufgenommen wird, sind wir gerne bereit, ein detailliertes Konzept auszugestalten und auch die Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen eines Business-Plans zu klären“, so Casdorff. Ende des Jahres könnte die ‚Idee Erlebniswelt Wald/Baumwipfelpfad‘ dann als belastbares Konzept zur Entscheidung vorgelegt werden.
„Der Ausblick über die Baumkronen ist einfach atemberaubend schön, ein Baumwipfelpfad spricht alle Altersgruppen an und macht den Wald für jeden lebendig“, so Casdorff. „Wir würden uns sehr freuen, wenn sich Hannover für die neue Attraktion über den Wipfeln stark macht und der Erlebnis-Zoo beitragen kann, die einzigartige Naturwelt Wald begreifbar zu machen.“
Nachdem am 28.04.2021 gegen 22:00 Uhr weitere Kräfte von der Einsatzstelle abgezogen werden konnten, war der Einsatz am 29.04.2021 gegen 17:00 Uhr dann komplett für die hannoverschen Brandschützer beendet. Ein Greifbagger des Entsorgungsbetriebes hatte bis dahin weiter das Kunststoffmaterial aus der einsturzgefährdeten Halle nach draußen verbracht, wo es bei Bedarf durch die Kräfte eines Großtanklöschfahrzeuges abgelöscht wurde. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben.
In den uns nunmehr vorliegenden Ergebnissen der Wischproben, wurden durch ein Analyselabor keine Schadstoffe festgestellt. Die Proben wurden im Einsatzverlauf an verschiedenen Punkten im Stadtgebiet durch Spezialkräfte der Fachgruppe Spüren und Messen der Feuerwehr genommen und umgehend an ein Labor übergeben. Dieses erfolgte in enger Abstimmung mit dem Fachbereich Umwelt der Region Hannover.
Die Berichtserstattung zum Einsatz ist somit abgeschlossen.
HANNOVER (PM/ots/red). Die Löschmaßnahmen bei dem Brand in einem Entsorgungsbetrieb in Misburg-Süd dauern weiterhin an. Da für die Lagerhalle Einsturzgefahr besteht, ist es den hannoverschen Brandschützern nicht möglich, in die Halle vorzudringen. Vor Ort kommen mehrere Greifbagger des Entsorgungsbetriebes zum Einsatz, die erst nach dem teilweisen Einreißen von Seitenwänden die rund 500 Tonnen Kunststoffmaterial in der Halle erreichen. Das endgültige Ablöschen des Brandgutes erfolgt mit Strahlrohren im Außenbereich der Halle.
Um den enormen Löschwasserbedarf von bis zu 11.000 Litern pro Minute sicher zu stellen, liefert ein leistungsstarkes Pumpensystem das Löschwasser aus dem Stichkanal Misburg über 1000 Meter Wegstrecke zur Einsatzstelle. Dadurch kam es in der Anderter Straße im Laufe des Tages zu Verkehrsbehinderungen.
Nachdem heute Morgen gegen 07:00 Uhr die Einsatzleitung „Feuer unter Kontrolle“ meldete, wurden auch die Bevölkerungswarnungen über Rundfunk und Warn-App zurückgenommen. Derzeit kommt es lediglich im Nahbereich der Einsatzstelle noch zu einer wahrnehmbaren Geruchsbelästigung.
Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr werden bis in den morgigen Tag andauern. Vor Ort sind zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie die Ortsfeuerwehren Wülferode, Davenstedt und Linden im Einsatz.
Zusätzlich verstärken die Ortsfeuerwehren aus Vinnhorst und Badenstedt die Feuerwachen der eingesetzten Löschzüge der Berufsfeuerwehr.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur möglichen Brandursache aufgenommen. Die Auswertung von Videoaufzeichnungen ergab keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Ein nicht verschuldbarer Unglücksfall im Zusammenhang mit der Verarbeitung der Kunststoffabfälle führte zum Vollbrand in der Lagerhalle. Der Schaden wird von der Polizei vorläufig auf mehrere Millionen Euro geschätzt.
HANNOVER/HAMBURG (PM). Der Deutsche Fahrradpreis 2021 in der Kategorie „Service“ geht…. an die Region Hannover. Conrad Vinken, Leiter des Fachbereichs Verkehr, hat in Hamburg die Auszeichnung für das Projekt „Digitalisierung nutzen: GPS-Radverkehrs-daten für eine ganzheitliche Radverkehrsstrategie“ entgegengenommen. Laudator Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende der Freien Hansestadt Hamburg, lobte die dafür eingesetzte Bike Citizens App: „Mit ihrer Hilfe werden anonymisiert digitale Daten zum Fahrverhalten der Radfahrerinnen und Radfahrer erhoben, gleichzeitig werden Anreize zum Fahrradfahren geschaffen, indem Radfahrende belohnt werden. Am Ende profitieren alle: Mit den erhobenen Daten können Radwege anhand ihrer tatsächlichen Nutzung leichter geplant, verbunden und verbessert werden.“
Der Verkehrsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz, freute sich über die Ehrung: „Der Deutsche Fahrradpreis ist eine Anerkennung für unsere Anstrengungen, den Radverkehr in der Region Hannover mit digitaler Hilfe effizienter zu planen und auszubauen. Die Nutzerinnen und Nutzer der App zeigen uns, welche Routen sie bevorzugt befahren oder auch meiden. Entsprechend können wir die uns zur Verfügung stehen Mittel zielgerichtet für den Ausbau der Infrastruktur einsetzen.“ Über zehn Millionen Euro investiert die Region Hannover allein in diesem Jahr für den Ausbau des interkommunalen Vorrangnetzes für den Alltagsradverkehr – auch dank beträchtlicher Fördermittel des Bundes.
Insgesamt wurden bislang mit dem App-Projekt seit April 2019 gut 255.000 Radfahrten mit mehr als 1,7 Mio. geradelten Kilometern bereitgestellt. Alle Streckendaten fließen anonymisiert in die Radverkehrsanalyse und -planung der Region Hannover ein. Conrad Vinken erläutert: „Die GPS-Radverkehrsdaten von Bike Citizens werden zudem anhand der Daten der in der Region an zentralen Punkten installierten Zählstellen hochgerechnet. Zusätzlich liefert das GPS-Datenanalysetool der App wertvolle Einblicke in das Radverkehrsverhalten wie Wartezeiten an Kreuzungen oder gefahrene Geschwindigkeiten.“
Projektleiterin Sina Wenning vom Fachbereich Verkehr erläutert: „Mit den erfassten GPS-Radverkehrsdaten sind uns Quelle und Ziel jeder einzelnen Fahrt bekannt, und wir sind so in der Lage ein Radverkehrsabbild – eine sogenannte Heatmap – für die gesamte Region Hannover zu erstellen.“ Dafür kooperiert die Region Hannover mit dem Webtechnologie-Unternehmen Bike Citizens, die für interessierte Nutzerinnen und Nutzer in der Region Hannover ihre App kostenlos bereit stellt. Und: Teilnehmende können vom 17.Mai bis 22. September 2021 wieder Bonus-Punkte sammeln und sie bei Partner-Unternehmen gegen kleine Sachleistungen eintauschen oder auch für gemeinnützige Zwecke spenden.
Aktuelles Vorhaben für mehr Radverkehr: das „Stadtexperiment“ von Region Hannover, Landeshauptstadt, Laatzen und Landesbehörde. Ab Montag, 03. Mai 2021, werden auf Laatzener Stadtgebiet Markierungen für die erste interkommunale Veloroute aufgebracht. Sie wird ab Sommer für zunächst ein Jahr die Nachbarstädte mit separaten Fahrradspuren auf der Hildesheimer Straße verbinden.
Oberbürgermeister Belit Onay gratuliert der Region zu diesem Gewinn: „Herzlichen Glückwünsch an die Kolleg*innen der Region Hannover zu dieser besonderen Auszeichnung! Ich bin davon überzeugt, dass die im Rahmen des Projektes genutzte Fahrrad-App hilft, den Radverkehr in der Region, aber auch in der Landeshauptstadt Hannover, voranzubringen und so einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende leistet. Wir als Stadt freuen uns, den Radverkehr gemeinsam mit der Region Hannover weiter auszubauen und durch zielgerichtete Maßnahmen die Bedingungen für Radfahrer*innen in und um Hannover stetig zu verbessern. Die App bietet eine sehr gute Grundlage für wichtige übergreifende Projekte wie die geplanten Radschnellwege oder die (interkommunalen) Velorouten“.
Der Deutsche Fahrradpreis ist eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS) und wird jährlich in den Kategorien Service, Infrastruktur und Kommunikation verliehen.
HANNOVER (PM/red). Gegen 20:10 Uhr alarmierte die automatische Brandmeldeanlage eines Entsorgungsbetriebes im Lohweg die Feuerwehr. Bereits auf der Anfahrt der ersten Einsatzkräfte war eine deutliche Rauchsäule über dem Objekt erkennbar. Zur gleichen Zeit gingen auch eine Vielzahl von Notrufen zu dieser Brandmeldung in der Regionsleitstelle ein. Durch diese erste Einschätzung wurden sofort weitere Kräfte zur Einsatzstelle geschickt.
Vor Ort stand die ca. 50×50 Meter große Lagerhalle komplett in Brand und die Flammen schlugen aus dem Dach. Aufgrund der sehr starken Wärmeentwicklung und der möglichen Einsturzgefahr der Halle, wurde und wird der Löschangriff nur von außen vorgenommen. Dazu sind mehrere Drehleitern, zwei Teleskopmastbühnen und mobile Wasserwerfer im Einsatz. Auch das Löschunterstützungsfahrzeug (kurz LUF: ein ferngesteuertes und kettenangetriebenes Löschunterstützungsfahrzeug) ist an der Einsatzstelle, um eine Brandbekämpfung durchzuführen.
Die Rauchwolke des Brandes war über weiten Teilen Hannovers zu erkennen. Vorsorglich wurden die Bewohner*innen der Stadt über Rundfunkdurchsagen und die Warn-App „KatWarn“ gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen abzuschalten.
Über mehrere Teleskopmastbühnen wurde die Hallenwände und ihre Dachfläche von außen mit Wasser gekühlt. Zeitgleich wurde das Löschunterstützungsfahrzeg (LUV) vor dem Hallentor in Position gebracht, um im Inneren den Brand zu bekämpfen. Die Wasserversorgung gestaltete sich aber schwierig, da das Löschwasser aus einiger Entfernung zur Brandstelle über lange Schlauchleitungen transportiert werden musste. Unter anderem wurde eine Wasserentnahmestelle aus dem 1.600 Meter entfernten Stichkanal Misburg aufgebaut. Diese dient auch zum Befüllen der Tanklöschfahrzeuge. Ein Innenangriff durch Löschtrupps konnte wegen des Vollbrandes in der Nacht nicht durchgeführt werden. Zur besseren Lageübersicht von oben setzte man auch einen Polizeihubschrauber ein. Die Fachgruppe „Spüren und Messen“ überprüfte im Stadtgebiet Bereiche, über denen sich die Rauchwolke ausgebreitet hatte, und führt derzeit routinemäßige Schadstoffmessungen durch. Bisher lagen die Schadstoffkonzentrationen an allen Messpunkten unterhalb der Nachweisgrenzen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass im Laufe des Tages weitere Geruchsbelästigungen im Stadtgebiet wahrnehmbar sind. Der Fachbereich Umwelt der Region Hannover wurde in die Einsatzabwicklung eingebunden und wird die Lage in der Folge weiter beurteilen.
Auch in den Vormittagsstunden des Mittwoch war die Feuerwehr mit aufwendigen Nachlöscharbeiten beschäftigt. In den Morgenstunden wurde die Lagerhalle mit einer größeren Menge Löschschaums geflutet. Die Polizei hat vor Ort die Brandermittlung inzwischen aufgenommen. Über Brandursache und Schadenshöhe gibt es im Moment keine Angaben. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst sind mit 162 Einsatzkräften und 72 Fahrzeugen vor Ort. Zusätzlich wurden 53 weitere Kräfte zur Nachbesetzung der verwaisten Feuerwachen für mögliche parallele Einsätze alarmiert. Eine Feuerwehreinsatzkraft erlitt im Einsatzverlauf eine leichte Verletzung.
Die Pressemitteilung wird im Laufe des Tages noch einmal aktualisiert.
HANNOVER (PM). Mehr als 15.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich bereits im Drive-in-Testzentrum am Zoo testen lassen. Nun öffnet direkt nebenan ein zweites Testzentrum – diesmal als Walk-in. Ab Mittwoch, den 28. April, können sich auch Fußgänger mit einem PoC-Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen.
„Die Nachfrage nach Bürgertests für Fußgänger war von Anfang an da. Die Erfahrungen aus dem Drive-in-Testzentrum hat das Team genutzt, um innerhalb kürzester Zeit das Angebot erweitern zu können“, sagt Projektleiter Björn Metzner. Die „Notbremse“ der Bundesregierung setzt für körpernahe Dienstleistungen wie Friseurbesuche, aber auch sogenannte Click and Meet-Einkaufsangebote, ein negatives Corona-Testergebnis voraus, das nicht älter als 24 Stunden ist. Auf die erhöhte Nachfrage nach Testungen reagieren beide Testzentren auch mit einer Erweiterung der Öffnungszeiten: Sie sind von nun an auch sonntags geöffnet.
Auch für einen Zoobesuch benötigen Besucherinnen und Besucher einen negativen Test. „Unseren Zoobesuchern empfehlen wir, sich bereits im Vorfeld in der Nähe ihres Wohnorts um einen Test zu kümmern, auch um großen Andrang zu den beliebten Zeiten zu vermeiden. Allein in Hannover gibt es mehr als 20 Testzentren, in denen sie sicher einen Testtermin finden werden“, zeigt sich Zoogeschäftsführer Andreas M. Casdorff optimistisch.
Wie im Drive-in-Testzentrum am Zoo, können sich auch im Walk-in-Testzentrum Menschen ab sechs Jahren nach Anmeldung kostenlos im Rahmen der Bürgertestung mit einem PoC-Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen. Das Walk-In Testzentrum befindet sich im hinteren Bereich des Zoo-Parkplatzes und ist ab dem 28. April täglich von 08.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Ab heute können auf der Website testzentrum-am-zoo.de verbindliche Termine gebucht werden.
Medizinisch geschulte Mitarbeiter führen einen schnellen, schmerzfreien Abstrich im vorderen Nasenraum durch. Nach 15-30 Minuten erhalten Getestete eine E-Mail mit Zugang zu ihrem Testergebnis. Sollte dieses positiv ausfallen, erhalten sie entsprechende Informationen zur weiteren Vorgehensweise.
Auf www.testzentrum-am-zoo.de sind alle Informationen zum Ablauf detailliert beschrieben.
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