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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Maschseeflotte© Bernd Günther / BG-PRESS.de

Maschseeflotte stellt Fahrbetrieb ab 1. September ein

28. August 2025/in Hannover

Niedriger Wasserstand legt Flotte in Hannover still.

HANNOVER (redu) – Ab Montag, 1. September 2025, stellt die Maschseeflotte in Hannover wegen des sinkenden Wasserstandes ihren Betrieb ein. Linien- und Charterfahrten entfallen bis auf Weiteres.

Der Fahrbetrieb der Maschseeflotte auf dem Maschsee wird ab Montag, 1. September 2025, eingestellt. Sowohl der Linienverkehr der Boote als auch alle Charterfahrten entfallen.

Normalerweise wird der Wasserstand des Sees durch Wasser aus den Ricklinger Kiesteichen reguliert. Aufgrund einer aktuellen Blaualgenbelastung ist ein Pumpen jedoch nicht möglich. Nach derzeitiger Einschätzung ist in den kommenden Wochen nicht mit einer Verbesserung der Lage zu rechnen.

Die ÜSTRA kündigte an, den Neustart der Fahrten bekanntzugeben, sobald eine Wiederaufnahme absehbar ist.

Die Maschseeflotte umfasst vier Schiffe und wird von der ÜSTRA-Tochter ÜSTRA Reisen betrieben. In diesem Jahr waren die Boote seit Karfreitag, 18. April 2025, im täglichen Einsatz. Offiziell sollte die Saison am 31. Oktober 2025 enden.

Mecki 2.0 Umbaustart

Umbau für „Mecki 2.0“ in Hannover gestartet

27. August 2025/in Hannover

Stadt, Region und Diakonie starten Projekt für bessere Hilfen und Notschlafplätze.

HANNOVER (redu) – In der Augustenstraße 11 haben die Umbauarbeiten für den neuen Kontaktladen „Mecki 2.0“ begonnen. Die Einrichtung soll wohnungslosen Menschen in Hannover künftig mehr Platz, erweiterte Hilfsangebote und eine zusätzliche Notschlafstelle bieten.

Der Startschuss für den Bau des neuen Kontaktladens „Mecki 2.0“ ist gefallen. Die Einrichtung für obdachlose Menschen zieht vom Raschplatz in das Gebäude an der Augustenstraße 11. Zum Beginn der Bauarbeiten stellten Oberbürgermeister Belit Onay, Regionspräsident Steffen Krach und hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus die Pläne vor.

Ein Teil des Hauses mit rund 600 Quadratmetern Mietfläche wird für den Kontaktladen genutzt. Dort erhalten wohnungslose Menschen künftig Beratung, medizinische Hilfe und weitere Unterstützungsangebote. Auch die Mitarbeitenden sollen durch die neuen Räume bessere Arbeitsbedingungen erhalten. Zusätzlich entsteht in den oberen Etagen eine städtische Notschlafstelle für 17 Personen.

Die Immobilie, ein ehemaliges Depot der Straßenreinigung, wird von hanova umfassend saniert und um ein weiteres Geschoss aufgestockt. Stadt und Region beteiligen sich mit jeweils einer Million Euro an Umbau und Ausstattung. Die Region Hannover übernimmt den Betrieb des Kontaktladens.

Nach den Plänen sollen Erdgeschoss und erstes Obergeschoss den Kontaktladen und den Tagesaufenthalt aufnehmen. Die Notschlafstelle wird im zweiten und dritten Obergeschoss eingerichtet. Die Bauarbeiten sollen rund 18 Monate dauern.

Oberbürgermeister Onay bezeichnete das Projekt als „Meilenstein zur Verbesserung der Situation wohnungsloser Menschen in Hannover“. Regionspräsident Krach betonte, dass der Kontaktladen seit 40 Jahren ein fester Bestandteil der Hilfe sei und nun auf eine langfristig bessere Basis gestellt werde. Diakonie-Geschäftsführer Friedhelm Feldkamp sprach von einer „zukunftsgerichteten Lösung“, die durch die Zusammenarbeit von Stadt und Region möglich geworden sei.

Hanova-Geschäftsführer Klaus hob die bauliche Besonderheit hervor: Es sei die erste Aufstockung in Holzbauweise, die das Unternehmen realisiere.

Der Kontaktladen „Mecki“ besteht seit 1985 und ist zentrale Anlaufstelle für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten. Das Angebot umfasst Beratung, Straßensozialarbeit und medizinische Grundversorgung. Mit dem Umzug soll die Unterstützung ausgeweitet und die Betreuung wohnungsloser Frauen und Männer intensiviert werden.

Nachlöscharbeiten Turnhallenbrand

Großbrand an Grundschule Mühlenweg gelöscht

23. August 2025/in Hannover

207 Einsatzkräfte bekämpften Flammen und Glutnester.

HANNOVER (redu) – Der Großbrand in der Turnhalle der Grundschule Mühlenweg ist gelöscht. Nach fast 24 Stunden Einsatz konnte die Feuerwehr am Freitagabend „Feuer aus“ melden.

Der Brand in der Turnhalle der Grundschule Mühlenweg brach am Donnerstagabend aus. Bereits um 23:00 Uhr hatte die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle gebracht. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden Warnmeldungen über die Apps NINA und KATWARN herausgegeben, die noch in der Nacht zurückgenommen werden konnten.

Bis in die späten Nachmittagsstunden des Freitags mussten Einsatzkräfte Glutnester freilegen und ablöschen. Da große Teile des Gebäudes eingestürzt waren, gestalteten sich die Arbeiten schwierig. Zur Unterstützung wurden Kräfte des Technischen Hilfswerks hinzugezogen. Um 18:42 Uhr meldete die Feuerwehr endgültig „Feuer aus“.

Großbrand an Grundschule Mühlenweg gelöscht – THW und Feuerwehr mf

Das Technische Hilfswerk wurde zur Unterstützung hinzugezogen © Matthias Falk

Der Einsatz dauerte damit insgesamt 24 Stunden. Neben der Brandbekämpfung war auch die Sicherstellung des Brandschutzes im Stadtgebiet erforderlich. Insgesamt waren 207 Einsatzkräfte der Feuerwehr Hannover und des Rettungsdienstes eingebunden. Am Freitag unterstützten zusätzlich fünf Kräfte des THW.

Die Feuerwehr kündigte an, die Brandstelle in den kommenden Stunden regelmäßig zu kontrollieren. Brandursachenermittler schätzen den Schaden auf rund fünf Millionen Euro. Zur Ursache gibt es noch keine Angaben.

Die Turnhalle brennt in voller Ausdehnung

Großbrand in Misburg-Nord: Turnhalle brennt aus

22. August 2025/in Hannover

110 Feuerwehrleute im Einsatz, zwei verletzte Einsatzkräfte, Warnapps aktiviert

HANNOVER (redu) – Seit Donnerstagabend brennt im hannoverschen Stadtteil Misburg-Nord die Turnhalle der Grundschule Mühlenweg. Rund 110 Einsatzkräfte haben den Brand unter Kontrolle gebracht; ein Übergreifen auf das Schulgebäude wurde verhindert. Die Halle brannte jedoch nahezu vollständig nieder. Wegen starker Rauchentwicklung wurden Anwohner*innen aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Die Einsatzmaßnahmen dauern an.

Einsatzlage und Maßnahmen

Um 18:44 Uhr gingen bei der Feuerwehr Hannover mehrere Meldungen zu einem Brand an der Turnhalle der Grundschule Mühlenweg in Hannover-Misburg ein. Kurz darauf stellten die ersten Kräfte fest, dass das Feuer bereits auf das Gebäude übergegriffen hatte. Es wurde Großalarm der Stufe B3 für die Feuerwehr Hannover ausgelöst. Personen befanden sich zum Brandausbruch nicht in der Halle.

Leider gab es Verletzte unter den Einsatzkräften

Zeitgleich startete ein massiver Löschangriff, um die Ausbreitung zu stoppen. Während der ersten Maßnahmen breitete sich das Feuer rasant aus. Eine Teleskopmastbühne der Feuerwehr wurde beschädigt, zwei Feuerwehrangehörige erlitten Brandverletzungen an den Händen. Der Rettungsdienst brachte sie in eine hannoversche Klinik; ein Angehöriger konnte die Klinik bereits wieder verlassen.

Schadensbild und aktuelle Lage

Trotz umfassender Brandbekämpfung erfasste das Feuer binnen kurzer Zeit die gesamte Turnhalle. Die Einsatzkräfte setzten Prioritäten auf den Schutz der benachbarten Schulgebäude. Nach drei Stunden intensiver Arbeit ist der Brand unter Kontrolle, die Halle zum Großteil ausgebrannt. Das eingestürzte Hallendach erschwert die Nachlöscharbeiten, die voraussichtlich bis in die Nacht andauern.

Warnhinweise an die Bevölkerung

Die Rauchwolke war über weite Teile des Ostens von Hannover sichtbar. Vorsorglich wurden Bewohnende über die Warnapps NINA und KATWARN gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen abzuschalten.

Oberbürgermeister äußert sich am Einsatzort

Oberbürgermeister Belit Onay sagte vor Ort: „Der Großbrand der städtischen Schulturnhalle der Grundschule Mühlenweg hat vermutlich zu einem Millionenschaden geführt und ist ein harter Schlag für unsere Schülerinnen und Schüler und die dort trainierenden Sportvereine. Ich danke allen Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei für ihren mutigen und schnellen Einsatz und wünsche den verletzten Feuerwehrangehörigen schnelle Genesung.“

Einschätzung der Feuerwehr

Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Hannover, Gregor Fleischmann, erklärte: „Aufgrund der dynamischen Brandausbreitung war dieser Einsatz für die Feuerwehr sehr fordernd. Der Umstand, dass durch die hohe Intensität zwei Feuerwehrangehörige Brandverletzungen davongetragen haben und ein Hubrettungsgerät beschädigt wurde, zeigt deutlich, mit welchen Risiken die Einsatzkräfte zu kämpfen hatten. Ich bin daher dankbar, dass keine weiteren Verletzten zu beklagen sind und eine Brandausbreitung auf weitere Schulgebäude verhindert werden konnte.“

Schulbetrieb

Hans Jürgen Licht, Leiter des Fachbereichs Schulen, teilte mit, dass der Unterricht an der Grundschule Mühlenweg am heutigen Freitag ausfällt.

Ursachen

Vor Ort und in der Einsatzleitung sind 110 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Zusätzlich stehen 97 weitere Kräfte in Wachen und Feuerwehrhäusern in Bereitschaft. Zur Schadenhöhe und Brandursache liegen derzeit keine Angaben vor. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

  • Großbrand in Misburg-Nord: Turnhalle brennt aus – Muehlenweg4
    Die Feuerwehr konnte weitgehend die benachbarten Schulgebäude vor einem Übergreifen der Flammen schützen. © Matthias Falk
  • Großbrand in Misburg-Nord: Turnhalle brennt aus – Muehlenweg5 1
    Die Turnhalle brannte vollständig aus und brach teilweise zusammen © Feuerwehr Hannover
  • Großbrand in Misburg-Nord: Turnhalle brennt aus – Muehlenweg3webp
    Löschwasserversorgung aus dem Kanal mit Spewzialpumpen © Matthias Falk
  • Großbrand in Misburg-Nord: Turnhalle brennt aus – Muehlenweg2webp
    Der Löschangriff gestaltete sich für die Feuerwehr herausfordernd © Matthias Falk
  • Großbrand in Misburg-Nord: Turnhalle brennt aus – Muehlenweg1
    Bedauerlicherweise haben sich auch zwei Feuerwehrleute bei dem Einsatz Brandverletzungen zugezogen © Matthias Falk
Finals 2026

25 Sportarten bei den Finals 2026 in Hannover

19. August 2025/in Hannover

Rugby ergänzt die Finals in Hannover – nun 25 Sportarten dabei.

HANNOVER (redu). Bei den Finals 2026 in Hannover wird erstmals auch Rugby Teil des Sportprogramms sein. Damit umfasst das Programm nun 25 Sportarten. Die Planungen für die genauen Wettbewerbe laufen derzeit. 7er-Rugby hatte 2025 in Dresden sein Debüt bei den Finals gegeben.

Hannover gilt als traditionsreicher Standort dieser Sportart. Bei den Finals 2025 in Dresden wurde der SC Germania List Deutscher Meister bei den Männern, Hannover 78 belegte den dritten Platz. Bei den Frauen erreichte Germania List das Finale und wurde Vizemeister.

Oberbürgermeister Belit Onay erklärte: „Rugby ist ein wichtiger Bestandteil der hannoverschen Sporttradition mit einer weit über 100-jährigen Geschichte. Ich freue mich, dass wir den Weg für 7er-Rugby freimachen konnten.“

Regionspräsident Steffen Krach betonte: „Es ist unser gemeinsames Ziel, dass die Menschen in unserer Region an den Finals teilhaben und wir dem Event einen einmaligen Hannover-Stempel aufdrücken. Deswegen ist es wichtig, dass auch Rugby als traditionsreiche Sportart dabei ist.“

Auch Niedersachsens Sportministerin Daniela Behrens begrüßte die Entscheidung: „Mit 7er-Rugby wird das Programm der Finals 2026 um eine attraktive Sportart bereichert, die hervorragend zu Hannover passt.“

Hagen Boßdorf, Geschäftsführer der Finals GmbH, erklärte: „Die Sportart 7er-Rugby konnte sich in Dresden stark präsentieren und hat sich so die Integration in die Finals 2026 erarbeitet.“

Die Entscheidung fiel im Lenkungskreis der Finals, in dem Vertreterinnen und Vertreter der Sportverbände, von ARD und ZDF, der Landeshauptstadt, der Region, des Landes Niedersachsen sowie der Finals GmbH vertreten sind.

Sportarten bei den Finals 2026 (Arbeitsstand 19. August 2025):
1. 3×3 Basketball
2. 7er-Rugby
3. Beachvolleyball
4. BMX Flat
5. Bogensport
6. Breaking
7. Coastal Rowing
8. Gerätturnen
9. Gewichtheben
10. Kanu-Polo
11. Kanu-Sprint
12. Ju-Jutsu
13. Judo
14. Karate
15. Rapid Surfen
16. Rhythmische Sportgymnastik
17. Rudern
18. Schwimmen
19. Segeln
20. Speed-Klettern
21. Stand-Up-Paddling
22. Trampolin
23. Triathlon
24. Wasserball
25. Windsurfen

Feuerwehr auf Einsatzfahrt

Unbekanntes Pulver in Paket löst Einsatz aus

19. August 2025/in Hannover

Paketzusteller und zwei Polizisten erleiden Beschwerden – Feuerwehr im Gefahrguteinsatz.

HANNOVER (redu) – In der Südstadt hat ein geöffnetes Paket am Montagnachmittag einen Großeinsatz ausgelöst. Ein Paketzusteller und zwei Polizeibeamte erlitten Atem- und Kreislaufbeschwerden, nachdem unbekanntes Pulver ausgetreten war.

In der hannoverschen Südstadt hat ein geöffnetes Paket am Montagnachmittag einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Gegen 14.45 Uhr war die Regionsleitstelle über den Vorfall informiert worden.

Ein Paketzusteller hatte das Päckchen geöffnet, woraufhin unbekanntes Pulver austrat. Er sowie zwei hinzugerufene Polizeibeamte erlitten Atem- und Kreislaufbeschwerden. Das Päckchen war zuvor aus einem Paketshop ins Polizeikommissariat gebracht und in einem verschlossenen Büro gelagert worden.

Die Feuerwehr erhöhte nach der ersten Erkundung die Alarmstufe und forderte spezialisierte Kräfte der Feuer- und Rettungswache 3 nach. Mit Chemikalienschutzanzügen brachten Einsatzkräfte das Paket ins Freie. Dort führten sie Messungen durch, konnten jedoch keinen genauen Stoff feststellen.

Schließlich wurde das Paket in einem speziellen Fass luftdicht verschlossen und der Polizei zur weiteren Untersuchung übergeben. Die betroffenen Beamten und der Paketzusteller wurden vom Rettungsdienst in hannoversche Kliniken transportiert.

Nach einer gründlichen Reinigung von Personal und Geräten übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei. Während der Maßnahmen war die Albert-Niemann-Straße bis etwa 18.30 Uhr gesperrt. Im Einsatz waren zehn Fahrzeuge mit insgesamt 21 Kräften von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Kampfmittelbeseitigung

Weltkriegsbombe in Misburg-Süd entschärft

19. August 2025/in Hannover

3.350 Menschen mussten Wohnungen verlassen – Blindgänger erfolgreich entschärft.

HANNOVER (redu) – Eine im hannoverschen Stadtteil Misburg-Süd gefundene Weltkriegsbombe ist am Montag erfolgreich entschärft worden. Rund 340 Einsatzkräfte waren an dem Einsatz beteiligt, 3.350 Menschen mussten zuvor ihre Wohnungen verlassen.

Im hannoverschen Stadtteil Misburg-Süd ist am Montag eine britische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Der Blindgänger war bei Sondierungsarbeiten auf einem Grundstück an der Anderter Straße entdeckt worden und lag in rund zwei Metern Tiefe in einem wassergefüllten Rückhaltebecken.

Für die Arbeiten musste ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1.000 Metern eingerichtet werden. Ab 16.30 Uhr waren 3.350 Menschen aufgerufen, den Evakuierungsbereich zu verlassen. Etwa 150 Betroffene suchten die Betreuungsstelle in der Pestalozzischule im Eisteichweg auf.

Nachdem das Gebiet um 18.57 Uhr gesichert war, begannen die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen mit der Entschärfung. Der Blindgänger war mit einem Aufschlagzünder versehen und wurde durch einen Taucher unschädlich gemacht. Um 19.43 Uhr meldeten die Kräfte die erfolgreiche Entschärfung.

Bereits um 20.25 Uhr konnte der Sperrbereich aufgehoben werden. Alle betroffenen Bewohner kehrten in ihre Wohnungen zurück. Beim Bürgertelefon gingen bis dahin 101 Anrufe ein.

Insgesamt waren 336 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst im Einsatz. Feuerwehrdezernent Axel von der Ohe zeigte sich zufrieden: „Dass die heute erforderlich gewordene Entschärfungsmaßnahme eines Kampfmittels so reibungslos zu Ende gebracht werden konnte, freut mich sehr.“

Der stellvertretende Feuerwehrchef Gregor Fleischmann hob die Besonderheiten hervor: „Bereits der Fundort in einem Gewässer hat unsere Einsatzkräfte und den Kampfmittelbeseitigungsdienst vor besondere Herausforderungen gestellt. Ich bin allen Kräften dankbar, dass die Maßnahmen zügig abgeschlossen werden konnten und keine Verletzten zu beklagen sind.“

Wasserrettung der Feuerwehr

Leiche im Mittellandkanal in Hannover gefunden

14. August 2025/in Hannover

Feuerwehr, Rettungsdienst und DLRG bergen Person nahe Kanalbrücke Vahrenwalder Straße.

HANNOVER (redu) – Am Donnerstagmorgen wurde im Stadtteil Vahrenheide eine leblose Person aus dem Mittellandkanal geborgen. Feuerwehr, Rettungsdienst und DLRG waren mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Für die Person kam jede Hilfe zu spät.

Gegen 07:25 Uhr ging in der Regionsleitstelle ein Notruf einer Passantin ein. Sie hatte im Bereich der Kanalbrücke Vahrenwalder Straße eine regungslos im Wasser treibende Person entdeckt. Umgehend wurden Feuerwehr Hannover, Rettungsdienst und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) alarmiert.

Die ersteintreffenden Einsatzkräfte sichteten die Person schnell an der nördlichen Spundwand des Mittellandkanals. Feuerwehrtaucher sicherten die Person und brachten sie mithilfe eines Feuerwehrbootes der Fachgruppe „Wasserrettung“ an Land. Dort übergab man sie an den Rettungsdienst, der sofort mit Reanimationsmaßnahmen begann. Ein anwesender Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod feststellen.

Die Ursache, wie die Person ins Wasser gelangte, ist derzeit unklar. Angaben dazu konnte die Feuerwehr nicht machen.

Im Einsatz waren rund 40 Kräfte mit 15 Fahrzeugen. Während der Bergungsmaßnahmen kam es zu Verkehrsbehinderungen auf der Vahrenwalder Straße, da Einsatzfahrzeuge im Bereich der Brücke positioniert werden mussten.

Der Einsatz war gegen 08:30 Uhr beendet. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Polizei.

Leiche im Mittellandkanal in Hannover gefunden – Polizeiabsperrung mf

Die Polizei sperrte den Einsatzort ab. © Matthias Falk

 

Evakuierungsinformation Einsatzleitwagen

Evakuierung in Misburg-Süd wegen Kampfmittelfund

12. August 2025/in Hannover

1.000-Meter-Sperrkreis ab 16:30 Uhr am 18. August 2025 in Misburg.

HANNOVER (redu) – Auf einem Grundstück in Hannover Misburg-Süd ist bei Sondierungen ein Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Für die weiterführende Erkundung und eine mögliche Entschärfung wird am 18. August 2025 ab 16:30 Uhr ein 1.000-Meter-Sicherheitsbereich geräumt. Betroffen sind rund 3.350 Menschen.

Evakuierung und Sperrkreis
Bei Sondierungsarbeiten wurde im Bereich der Anderter Straße in einem Teich ein Kampfmittel identifiziert. Der Fundort liegt auf einem Grundstück in Misburg-Süd. In Absprache mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen richtet die Stadt einen Sicherheitsbereich mit 1.000 Metern Radius ein. Ab 16:30 Uhr am 18. August 2025 muss der Bereich geräumt sein.

Die Evakuierung betrifft nach Angaben der Stadt rund 3.350 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Feuerwehr informiert die Betroffenen am heutigen Tag mit Flyern direkt vor Ort.

Evakuierung in Misburg-Süd wegen Kampfmittelfund – Evak Misburg

Evakuierungsbereich am 18. August in Misburg  © Feuerwehr Hannover

Betreuungsstelle und Mitnahmehinweise
Für die Bevölkerung wird eine Betreuungsstelle in der Sporthalle der Pestalozzischule, Eisteichweg 7, 30559 Hannover, eingerichtet. Die Halle öffnet am 18. August 2025 um 16:30 Uhr.

Die erforderlichen Sondierungs- und Beseitigungsarbeiten starten erst nach Umsetzung aller Schutzmaßnahmen. Die Rückkehr in die Wohnungen ist voraussichtlich erst in den späten Abendstunden möglich. Die Stadt bittet, dringend benötigte Dinge wie Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung sowie angemessene Kleidung mitzunehmen und Nachbarn zu informieren.

Erreichbarkeit und Transport
Für Fragen steht ein Bürgertelefon unter 0800 7 31 31 31 am 18. August 2025 ab 08:00 Uhr bis zum Ende der Maßnahmen zur Verfügung. Gehbehinderte Personen können unter 19222 einen Krankentransport anfordern.

Kostenfreie Busse bringen Betroffene zur Betreuungsstelle. Die Busse bedienen regelmäßig die Haltestellen Kreisstraße, Hartmannstraße, Max-Kuhlemannstraße, Bahnhof Misburg-Anderten, Am Kindergarten sowie die Betreuungsstelle Sporthalle Eisteichweg.

Digitale Informationen
Aktuelle Informationen und eine detaillierte Auflistung der betroffenen Straßen stellen die Landeshauptstadt Hannover (www.hannover.de) und die Feuerwehr Hannover (www.feuerwehr-hannover.de) bereit. In den sozialen Medien informiert die Feuerwehr über Threads (feuerwehr_hannover, #hannbombe) sowie über ihren WhatsApp-Channel.

Gerd Rauhut

Vier Jahrzehnte Einsatz für den Hausnotruf

12. August 2025/in Hannover

Seit 1985 begleitet Gerd Rauhut den Johanniter-Hausnotruf.

HANNOVER (redu) – Gerd Rauhut war 1985 einer der Ersten, die an den Hausnotruf der Johanniter glaubten. Über vier Jahrzehnte hinweg half er, den Dienst aufzubauen, zu modernisieren und bekannter zu machen. Noch heute betreut der 76-Jährige Kunden im Landkreis Hameln-Pyrmont.

Anfänge mit sperriger Technik

Als Rettungsassistent der Johanniter-Unfall-Hilfe in Hannover lernte Gerd Rauhut 1985 den damals neuen Hausnotruf bei Kollegen in Braunschweig kennen. Sein Vorgesetzter fragte, ob er den Dienst mit aufbauen wolle. Die ersten Geräte waren groß und klobig, die Teilnehmerliste kurz – drei Kunden standen anfangs darauf.

Die Einsätze liefen ohne digitale Unterstützung. Löst ein Kunde den Notruf aus, erschien auf Rauhuts Meldeempfänger lediglich die Nummer des Geräts. Die dazugehörige Adresse musste er aus einer ausgedruckten Liste heraussuchen. Damals betreute er alle Kunden allein, auch nachts oder während Rettungsdiensteinsätzen. Eine Vertretung gab es nur im Urlaub.

Vom Einmannbetrieb zum Teamleiter

Mit wachsender Nachfrage gab Rauhut den Rettungsdienst auf und wechselte vollständig zum Hausnotruf. Er stellte ein kleines Team zusammen und begleitete die technische Weiterentwicklung. Die Handsender, anfangs so groß wie eine Zigarettenschachtel, wurden kleiner und leichter, meist an einer Kette um den Hals getragen.

Zu seinen Aufgaben gehörten neben Installation und Wartung auch Einsätze bei ausgelöstem Alarm. Diese reichten von medizinischen Notfällen bis zu kuriosen Situationen: Ein vermeintlicher Einbrecher entpuppte sich als Schatten eines Bademantels, eine andere Kundin wollte Rauhut nur mitteilen, dass die Wäsche fertig sei. Für ihn galt stets: „Lieber ein Alarm zu viel als einer zu wenig.“

Öffentlichkeitsarbeit und soziale Unterstützung

Rauhut baute den Service nicht nur technisch aus, sondern warb auch aktiv dafür. Er verteilte Flyer, organisierte Informationsveranstaltungen in Apotheken, Pflegeheimen und Diakoniestationen und suchte gezielt Partner wie Pflegedienste oder Wohnungsbaugesellschaften.

Für Kunden, die den Dienst nicht bezahlen konnten, verhandelte er mit Sozialhilfeträgern, um eine Finanzierung zu sichern. Seine Vision: Senioren sollen so lange wie möglich sicher zu Hause leben können, unterstützt durch passende Dienste.

Weitere Projekte für Senioren

Neben dem Hausnotruf initiierte Rauhut den Menüservice der Johanniter in Hannover und half beim Aufbau der ersten ambulanten Pflegedienste. Damit erweiterte er die Angebote, die Senioren im Alltag unterstützen.

Letzte aktive Jahre

Seit 2015 arbeitet Rauhut in Holzminden und betreut Kunden im Landkreis Hameln-Pyrmont. Seine Ehefrau ist seit 20 Jahren in der Kundenberatung des Hausnotrufs tätig, auch seine 101-jährige Mutter nutzt den Dienst.

Am 31. Dezember 2025 will Rauhut seine aktive Arbeit beenden. Den Dienstwagen hat er bereits abgemeldet, doch er kündigt an, bei Bedarf im Hintergrund zu helfen.

Der Hausnotruf heute

In Niedersachsen nutzen inzwischen über 50.000 Menschen den Johanniter-Hausnotruf. Die zentrale Leitstelle für Notrufe und Einsatzsteuerung befindet sich in Berne (Johanniter-Ortsverband Stedingen). Ein dichtes Netz aus Einsatz- und Pflegediensten sorgt für schnelle Hilfe vor Ort.

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