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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

Weihnachtsmarkt

Friedlicher Abschluss für Hannovers Weihnachtsmarkt 2024

23. Dezember 2024/in Hannover

Besucherzahlen auf Vorjahresniveau – keine Zwischenfälle gemeldet

HANNOVER (redu). Mit rund 1,8 Millionen Besucher*innen ging am Sonntagabend Hannovers Weihnachtsmarkt 2024 erfolgreich zu Ende. Besonders die Angebote für Kinder und das Kunsthandwerk lockten viele Menschen in die Altstadt.

Hannovers Weihnachtsmarkt, der unter dem Motto „Hannoverzaubert“ stattfand, hat auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher*innen angezogen. Mit rund 1,8 Millionen Gästen blieb die Teilnehmerzahl auf dem Niveau des Vorjahres. Insbesondere das vielseitige Angebot für Kinder, darunter Plätzchenbacken, Märchenerzählen und Bastelaktionen, war ein großer Erfolg.

Rund 1.800 Kinder beteiligten sich an der beliebten „Weihnachtsbäckerei“, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 1.200 im Jahr 2023. Auch das Märchenerzählen zog mit 1.500 Zuhörer*innen etwa 50 Prozent mehr Kinder an als im Vorjahr. Neben diesen Aktivitäten erfreuten sich das Kasperle-Theater, die Karussells sowie die Bastelangebote großer Beliebtheit.

Positive Bilanz und Dankbarkeit
Hannovers Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel zeigte sich erfreut über den reibungslosen Verlauf des Marktes. „Die Mischung aus traditionellem Kunsthandwerk und Angeboten für Familien ist bei den Gästen sehr gut angekommen“, sagte Ritschel. Sie dankte allen Beteiligten – von den Standbetreiber*innen über Sicherheitskräfte bis hin zu den Besuchern – für eine friedliche und erfolgreiche Durchführung.

Erinnerung an Magdeburg
Ritschel betonte die Bedeutung von Sicherheit auf Veranstaltungen. „Wir hatten glücklicherweise keine Zwischenfälle. Das tragische Ereignis in Magdeburg hat uns jedoch gezeigt, wie schnell sich ein friedliches Fest in eine Katastrophe wandeln kann.“ Ihre Gedanken seien bei den Betroffenen dieser schrecklichen Tat.

Ein Höhepunkt in Hannovers Adventszeit
Der Weihnachtsmarkt, der traditionell in der Altstadt stattfindet, ist eine der beliebtesten Veranstaltungen in der Region. Neben den festlich geschmückten Ständen mit Kunsthandwerk, Glühwein und kulinarischen Spezialitäten sorgte die Bühne an der Marktkirche mit dem Bastelangebot „Bastel‘ dein Weihnachtsgeschenk“ für strahlende Kinderaugen.

Das gelungene Konzept und die erfreuliche Resonanz unterstreichen die Bedeutung des Weihnachtsmarktes als festen Bestandteil der hannoverschen Adventstradition. Die Stadt plant, auch im kommenden Jahr wieder ein vielfältiges und sicheres Fest zu organisieren.

Strengere Kontrollen: Hannover setzt auf Böllerverbot an Silvester – Hinweis Feuerwerk

Strengere Kontrollen: Hannover setzt auf Böllerverbot an Silvester

23. Dezember 2024/in Hannover

Ordnungsdienst unterstützt erstmals Polizei bei Durchsetzung des Böllerverbots

HANNOVER (redu). Die Stadt Hannover verschärft zum Jahreswechsel 2024/2025 die Maßnahmen zur Durchsetzung des seit Jahren bestehenden Böllerverbots in der Innenstadt. Neu ist der Einsatz des städtischen Ordnungsdienstes, der die Polizeikräfte vor Ort unterstützt.

In Hannovers Innenstadt gilt auch zum Jahreswechsel 2024/2025 ein Verbot für Feuerwerkskörper. Mit dieser Regelung will die Stadt für Sicherheit und Ordnung sorgen. Das Verbot, das auf pyrotechnische Gegenstände der Kategorien F2, F3 und F4 abzielt, erstreckt sich auf zentrale Bereiche der Stadt wie den Opernplatz, den Kröpcke und die Georgstraße. Erstmals seit Einführung der Regelung im Jahr 2018 unterstützt der städtische Ordnungsdienst die Polizeidirektion Hannover, um die Einhaltung des Böllerverbots konsequent durchzusetzen.

Erweiterte Verbotszonen und neue Maßnahmen
Die Verbotszonen wurden in diesem Jahr leicht angepasst. Neu hinzugekommen sind Teile der Münzstraße, Goseriede und der Kurt-Schumacher-Straße im Bereich Steintor. Die Maßnahmen umfassen nicht nur die Kontrolle des Mitführens und Abbrennens von Feuerwerk, sondern auch umfangreiche Informationskampagnen. Bereits im Vorfeld wurden betroffene Gastronomiebetriebe gezielt kontaktiert, damit diese ihre Gäste über die geltenden Regeln aufklären. Zudem informiert die Stadt über Social Media, Aushänge und Flyer.

Ordnungsdienst übernimmt wichtige Rolle
Die Mitarbeitenden des Ordnungsdienstes beginnen bereits am Nachmittag des 31. Dezember mit Kontrollen und Informationsgesprächen in der Innenstadt. Sie sollen Passantinnen direkt ansprechen, Fragen klären und auf die geltenden Regeln hinweisen. In der Silvesternacht selbst sorgen sie gemeinsam mit Polizeibeamtinnen dafür, dass Verstöße konsequent geahndet werden.

Konsequenzen bei Regelverstößen
Wer gegen das Böllerverbot verstößt, muss mit Bußgeldern rechnen. Diese liegen in der Regel bei 200 Euro, können jedoch in schweren Fällen auf bis zu 50.000 Euro steigen. Die Stadt betont, dass das Abbrennen von Feuerwerk in unmittelbarer Nähe zu Kirchen, Krankenhäusern oder besonders brandempfindlichen Gebäuden weiterhin stadtweit verboten ist. Diese Vorschriften gelten unabhängig von der zusätzlichen Verbotszone in der Innenstadt.

Polizei und Stadt mahnen zu Besonnenheit
Thorsten Massinger, Vizepräsident der Polizeidirektion Hannover, unterstrich in einer Stellungnahme die Bedeutung der Verbotsregelung für eine friedliche Silvesternacht. „Wir alle wollen ein sicheres Fest. Gewalt, insbesondere gegen Einsatzkräfte, werden wir nicht tolerieren“, so Massinger. Hannovers Ordnungsdezernent Dr. Axel von der Ohe ergänzte, dass das Verbot sich in den vergangenen Jahren bewährt habe. „Durch die zusätzlichen Maßnahmen möchten wir allen Feiernden eine stressfreie und sichere Nacht ermöglichen.“

Hintergrund des Verbots
Das Böllerverbot wurde 2018 eingeführt, nachdem es zuvor regelmäßig zu gefährlichen Situationen in der Innenstadt gekommen war. Immer wieder richteten Feiernde Feuerwerk gezielt auf Menschen oder Einsatzkräfte, was Verletzungen und Sachschäden zur Folge hatte. Seit der Einführung der Regelung und der damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen konnte das Risiko solcher Vorfälle verringert werden.

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PKW Unfall A2

Tragischer Unfall auf der A2: Ein Todesopfer

22. Dezember 2024/in Hannover

28-jähriger Pkw-Fahrer prallt ungebremst unter Sattelzug

HANNOVER (redu). In der Nacht zu Sonntag ereignete sich auf der A2 bei Hannover ein schwerer Unfall mit tödlichem Ausgang. Ein 28-jähriger Mann prallte ungebremst auf einen Sattelauflieger und verstarb trotz umfangreicher Rettungsmaßnahmen.

Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 2 in Fahrtrichtung Berlin kostete in der Nacht von Samstag auf Sonntag einem 28-jährigen Mann aus Hannover das Leben. Der Unfall ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Hannover Kreuz Buchholz und dem Autobahnkreuz Hannover Ost.

Gegen 01:30 Uhr prallte ein Pkw aus bislang ungeklärter Ursache in die Leitplanken und kam auf der Fahrbahn zum Stehen. Ein nachfolgender Lkw mit Sattelanhänger bremste stark ab, um eine Kollision zu vermeiden. Der Fahrer des hinter dem Lkw fahrenden Pkw bemerkte die Situation zu spät und fuhr mit hoher Geschwindigkeit unter den Sattelauflieger.

Der Fahrer wurde bei dem Aufprall in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Trotz des schnellen Eintreffens eines Großaufgebots der Feuerwehr und des Rettungsdienstes Hannover, der mit 96 Einsatzkräften und 19 Fahrzeugen vor Ort war, konnte das Leben des Mannes nicht gerettet werden. Die aufwendige technische Bergung, die auch den Einsatz eines Feuerwehrkrans erforderte, dauerte mehrere Stunden. Der Fahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Die Autobahn musste für die Dauer des Einsatzes bis etwa 04:00 Uhr vollständig gesperrt werden. Die Einsatzstelle wurde anschließend an die Polizei Hannover zur weiteren Unfallaufnahme übergeben.

Die genauen Umstände des Unfalls sind Gegenstand laufender Ermittlungen.

Samuel Fitwi peilt Titel und Streckenrekord in Hannover an – Samuel Fitwi Top Favorit

Samuel Fitwi peilt Titel und Streckenrekord in Hannover an

19. Dezember 2024/in Hannover

ADAC Marathon Hannover wird zum Schauplatz für Fitwis Titelambitionen

HANNOVER (redu). Samuel Fitwi, einer der derzeit erfolgreichsten Marathonläufer Deutschlands, hat seinen Start beim ADAC Marathon Hannover offiziell bestätigt. Nach seinem deutschen Rekordlauf in Valencia mit einer Zeit von 2:04:56 Stunden strebt der 28-Jährige nun den Deutschen Meistertitel und den Streckenrekord an, der aktuell von Amanal Petros gehalten wird.

„Ich freue mich auf die Herausforderung in Hannover“, erklärte Fitwi, der für den Silvesterlauf Trier startet. „Die Strecke ist schnell, und die Organisation sowie die Atmosphäre wurden mir empfohlen.“ Fitwi wird ab Januar in Äthiopien trainieren, um optimal vorbereitet an den Start zu gehen.

Neben Fitwi wird auch die Vorjahressiegerin Domenika Meyer an der 33. Auflage des Marathons teilnehmen. Beide zählen zu den Favorit*innen in ihren jeweiligen Wettbewerben. Lokale Größen wie Christian Looschen und Fabian Kuklinski sind ebenfalls gemeldet und bereiten sich auf das Event vor.

Die Veranstalter erwarten eine Rekordbeteiligung. Race-Direktorin Stefanie Eichel hob das Projekt „Erstlinge“ hervor, bei dem über 500 Teilnehmer*innen ihren ersten Marathon laufen wollen. Die meisten von ihnen sind unter 40 Jahre alt – ein unerwartet junges Teilnehmerfeld.

Manager Jörg Ullmann betonte Fitwis strategischen Ansatz: „Samuel fokussiert sich auf wenige, aber bedeutende Wettkämpfe. Hannover ist ein zentraler Baustein seiner Erfolgsstrategie.“

 

Neues Rathaus LED Lichter

Neues Rathaus erstrahlt wieder: Hannover modernisiert Beleuchtung

18. Dezember 2024/in Hannover

Stadtbeleuchtung auf LED umgerüstet: Bis zu 60 % weniger Stromverbrauch.

HANNOVER (redu). Die Stadt Hannover hat die nächtliche Beleuchtung ihrer Gebäude wieder aufgenommen. Nachdem im August 2022 die Anstrahlung aus Energiespargründen eingestellt wurde, erstrahlen nun sukzessive 32 Gebäude erneut – erstmals mit moderner LED-Technik. Das Neue Rathaus machte Ende November den Anfang.

Die Entscheidung zur Wiederaufnahme fiel angesichts der stabilisierten Energiesituation. Stadtbaurat Thomas Vielhaber erklärte: „Wir haben die Abschaltung genutzt, um gemeinsam mit Enercity die Gebäudeanstrahlung vollständig auf LED-Technik umzustellen. Dadurch wird der Stromverbrauch zukünftig deutlich reduziert.“ Die bereits umgerüsteten Leuchten sparen bis zu 60 % Energie im Vergleich zur konventionellen Technik.

Energiesparmaßnahmen und Modernisierung

Während der Abschaltung konnte die Stadt rund 170.000 kWh Energie einsparen, was dem Jahresverbrauch von etwa 43 Einfamilienhäusern entspricht. Parallel wurden viele Leuchten modernisiert, darunter auch die Strahler am Neuen Rathaus. Die Fassadenbeleuchtung wird weiter ergänzt, sobald die laufende Sanierung abgeschlossen ist. Besondere „Tuneable White“-Strahler ermöglichen es, die Lichtfarbe flexibel anzupassen.

Neben dem Neuen Rathaus werden auch andere Wahrzeichen wie die Kröpcke-Uhr, die Waterloosäule und das Museum August Kästner wieder angestrahlt. Noch nicht umgerüstete Strahler sollen sukzessive auf LED-Technik umgestellt werden.

Effiziente Steuerung und Zukunftsausrichtung

Die Strahler sind mit der Straßenbeleuchtung gekoppelt und schalten sich bei Dunkelheit automatisch ein. Durch die Umstellung auf LED-Technik setzt Hannover ein Zeichen für nachhaltige Stadtgestaltung, ohne auf die atmosphärische Wirkung der Gebäudeanstrahlung zu verzichten.

ELW Berufsfeuerwehr

LKW-Unfall auf der A2: Schwerverletzter befreit

18. Dezember 2024/in Hannover

Schwerer LKW-Unfall bei Hannover: Fahrer schwer verletzt, A2 gesperrt

HANNOVER (redu). Ein Auffahrunfall zwischen zwei Lastkraftwagen hat am Dienstagmorgen auf der A2 zwischen den Autobahnkreuzen Hannover Ost und Buchholz in Fahrtrichtung Dortmund zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Der Fahrer eines LKW wurde dabei schwer verletzt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Gegen 8 Uhr fuhr ein LKW auf einen vor ihm fahrenden Sattelzug auf. Der Aufprall zerstörte die Fahrerkabine des auffahrenden Fahrzeugs, wodurch der 45-jährige Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt wurde. Nach medizinischer Erstversorgung durch den Rettungsdienst setzten Einsatzkräfte hydraulisches Rettungsgerät ein, um den Verletzten zu befreien. Eine Rettungsplattform kam ebenfalls zum Einsatz.

Neben diesem Unfall ereigneten sich in Folge weitere kleinere Auffahrunfälle. Drei Personen wurden dabei leicht verletzt. Während des Einsatzes sicherte die Feuerwehr die Unfallstelle ab und stellte den Brandschutz sicher. Insgesamt waren 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort.

Die Unfallursache ist derzeit unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Während der Rettungsmaßnahmen musste die Fahrbahn in Richtung Dortmund zeitweise komplett gesperrt werden. Der Einsatz war gegen 9 Uhr beendet.

Brand im Friederikenstift: Feuerwehr rettet schwer verletzten Mann – Brand Frieda cmm

Brand im Friederikenstift: Feuerwehr rettet schwer verletzten Mann

14. Dezember 2024/in Hannover

Patienten und Personal unverletzt: Einsatz dauerte bis Mittag

HANNOVER (redu). Am frühen Samstagmorgen brannte es im Keller des Krankenhauses Friederikenstift in Hannover. Die Feuerwehr rettete einen schwer verletzten Mann aus dem dichten Rauch und löschte das Feuer zügig. Weder Patienten noch Mitarbeitende wurden verletzt, obwohl Brandrauch in alle fünf Stockwerke des Gebäudes zog. Der Klinikbetrieb konnte durch rasche Maßnahmen aufrechterhalten werden.

Die automatische Brandmeldeanlage alarmierte die Feuerwehr um 04:33 Uhr. Kurz darauf meldeten Mitarbeitende des Krankenhauses Feuerschein und Rauch im Keller. Die Leitstelle erhöhte die Alarmstufe und entsandte zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr Linden sowie den Rettungsdienst.

Vor Ort lokalisierten Einsatzkräfte das Feuer auf einem Kellerflur unter der zentralen Notaufnahme. Auf einem Transportwagen brannten Wäschestücke. Ein lebloser Mann wurde aus dem Rauch gerettet und in einem sicheren Bereich des Krankenhauses medizinisch versorgt. Das Feuer war um 04:59 Uhr gelöscht, doch der Rauch breitete sich über Aufzugsschächte bis ins fünfte Obergeschoss aus.

Die Feuerwehr evakuierte vorsorglich etwa 25 mobilere Personen und belüftete das Gebäude, um Brandgase zu entfernen. Nach Kontrolle aller Stockwerke stellten die Einsatzkräfte keine Gefahr für Patienten in ihren Zimmern fest.

Der Schaden an Versorgungsleitungen im Keller erforderte technische Maßnahmen, sodass die zentrale Notaufnahme den Betrieb vorübergehend einschränken musste. Insgesamt waren 61 Einsatzkräfte mit 16 Fahrzeugen bis zum Mittag im Einsatz. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Herrenhäuser Gärten

350 Jahre Großer Garten: Jubiläum in Herrenhausen

11. Dezember 2024/in Hannover

Ausstellungen und Events im Jubiläumsjahr des barocken Gartendenkmals

HANNOVER (redu). Der Große Garten in Hannover feiert 2025 sein 350-jähriges Bestehen. Veranstaltungen und historische Einblicke laden Besucher*innen das ganze Jahr über ein, die Geschichte und Pracht dieses barocken Gartens zu erleben.

Der Große Garten Herrenhausen, Hannovers barockes Gartendenkmal, wird 2025 beeindruckende 350 Jahre alt. Das Jubiläumsjahr steht unter dem thematischen Schwerpunkt der historischen Gestaltung und Pflege des Gartens. Eva Bender, Dezernentin für Bildung und Kultur, und Prof. Dr. Anke Seegert, Direktorin der Herrenhäuser Gärten, gaben am 11. Dezember erste Einblicke in das geplante Programm.

Eröffnet wird das Jubiläum am 14. Februar mit der Ausstellung „Gärten aus Meisterhand“ in der Orangerie, die Einblicke in die Kübelpflanzenkultur von damals und heute gibt. Neben Zitrus-Pflanzen und Palmen sind hier auch bislang unveröffentlichte historische Exponate zu sehen. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das Konzert „Blütezeiten: Natur und Poesie“ am 25. Februar, das Musik und Briefwechsel barocker Komponisten wie Händel und Telemann verbindet.

Ein Citrus-Fest am 15. und 16. März sowie ein großes Sommerfest am 23. August mit Partnern wie SEA LIFE Hannover und dem Museum Wilhelm Busch bieten weitere Attraktionen. Der Internationale Feuerwerkswettbewerb und die KunstFestSpiele Herrenhausen werden das Jubiläum ebenfalls mit besonderen Beiträgen bereichern.

Zudem werden historische Gartenbereiche, wie der Orangenplatz und der Feigengarten, in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt, sodass Besucher*innen barocke Gartenkunst hautnah erleben können. So wird der Orangenplatz wieder mit Zitrus-Hochstämmen bestückt, während alte Erdgewächshäuser für Aprikosenkulturen genutzt werden.

Das vollständige Programm wird ab Februar auf der Webseite www.herrenhausen.de veröffentlicht.

Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft – KBD Bombe MHH cmm

Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft

30. November 2024/in Hannover

Über 700 Einsatzkräfte bei Evakuierung und Entschärfung beteiligt – 9.000 Menschen müssen Wohnungen verlassen

HANNOVER (redu). In Hannover-Groß-Buchholz wurde am Samstag eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Die aufwendige Kampfmittelbeseitigung erforderte eine Evakuierung von rund 9.000 Menschen sowie den Einsatz von über 700 Rettungs- und Sicherheitskräften.

Im Zuge der Vorbereitungen für den Neubau auf dem Gelände der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) einen Verdachtspunkt entdeckt. Bereits zuvor war ein erster Verdachtspunkt im Rahmen von Grundwasserabsenkungen und technischen Sondierungen ausgeschlossen worden. Die genaue Erkundung des zweiten Punktes bestätigte schließlich den Fund einer amerikanischen Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Für die sichere Entschärfung der Bombe war ein umfangreicher Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1.000 Metern notwendig. Ab 8:00 Uhr begann die Evakuierung von etwa 9.000 Anwohnerinnen und Anwohnern aus den betroffenen Stadtteilen Groß-Buchholz, Heideviertel und Kleefeld. Besonders organisiert verlief die Betreuung von 216 Evakuierten in der Integrierten Gesamtschule Roderbruch. Pflegebedürftige und gesundheitlich eingeschränkte Personen – insgesamt 209 – wurden in der Grundschule Lüneburger Damm versorgt.

Um 11:58 Uhr meldeten die Einsatzkräfte, dass der Evakuierungsbereich vollständig geräumt sei. Kurz darauf begannen die Experten des KBD mit ihrer Arbeit. Beide Zünder der Bombe konnten entfernt werden, wobei die Zünder vor Ort kontrolliert gesprengt wurden. Die Maßnahmen verliefen reibungslos, sodass der Sperrbereich um 14:21 Uhr aufgehoben werden konnte. Betroffene Bewohner konnten anschließend in ihre Wohnungen zurückkehren.

Lob und Dank für die Einsatzkräfte und Bevölkerung

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Maßnahme zeigten sich sowohl Dr. Axel von der Ohe, Feuerwehrdezernent der Stadt Hannover, als auch Feuerwehrleiter Christoph Bahlmann zufrieden mit dem Einsatzverlauf. Beide betonten die professionelle Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen, dem KBD sowie den Mitarbeitenden der MHH. Besonders hervorgehoben wurde auch das Verständnis und die Geduld der evakuierten Bevölkerung, die maßgeblich zum Erfolg der Mission beigetragen habe.

Dr. Axel von der Ohe erklärte: „Mein Dank gilt allen beteiligten ehrenamtlichen und hauptberuflichen Einsatzkräften sowie den Mitarbeitenden der MHH, die die Maßnahme äußerst professionell vorbereitet und umgesetzt haben.“ Christoph Bahlmann ergänzte: „Diese Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme war insbesondere wegen der besonderen Belange der MHH eine Herausforderung in der Einsatzplanung. Allen Beteiligten danke ich für ihren großartigen Einsatz.“

Koordinierter Großeinsatz über acht Stunden

Von Beginn der Maßnahme bis zum Abschluss waren insgesamt 764 Einsatzkräfte beteiligt. Dazu gehörten die Feuerwehr Hannover, der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen, Polizei und mehrere Hilfsorganisationen. Ein Bürgertelefon stand seit Montag, dem 25. November 2024, für Fragen zur Verfügung und wurde allein am Samstag 230-mal kontaktiert. Insgesamt wurden seit Beginn der Maßnahmen 628 Anrufe registriert.

Die Entschärfung selbst verlief planmäßig und unter strenger Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzorganisationen ermöglichte eine effiziente Koordination des Großeinsatzes, der nach etwa acht Stunden erfolgreich beendet wurde.

  • Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft – Lagebesprechung EL cmm
    Lagebesprechung in der Einsatzleitung an der IGS Roderbruch © Carl-Markus Müller
  • Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft – KTW Halteplatz cmm
    Krankenwagen mehrerer Hilfsorganisationen warten auf ihre Transportaufträge © Carl-Marcus Müller
  • Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft – KBD Team cmm
    Das Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes nach erfolgreicher Entschärfung © Carl-Marcus Müller
  • Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft – KBD Container cmm
    Splitterschutzcontainer vor der Fundstelle an der MHH © Carl-Marcus Müller
  • Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft – FF klingelt cmm
    Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr kontrollieren die Gebäude © Carl-Marcus Müller
  • Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft – BTW TRansport cmm
    Aus einem Pflegeheim werden Rollstuhlfahrer mit Behindertenfahrzeugen der Johanniter zu einer Sammelstelle gebracht © Carl-Marcus Müller
  • Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft – Evakuierungsbus ASB cmm
    Ein Evakuierungsbus des Arbeiter-Samariter-Bundes vor einem Pflegeheim © Carl-Marcus Müller
  • Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft – MHH Einfahrt cmm
    587 MitarbeiterInnen der MHH und 893 Patienten verblieben bei der Entschärfung in der Medizinischen Hochschule Hannover © Carl-Marcus Müller
  • Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft – Containerwand cmm
    Eine doppelstöckige Containerwand soll bei notwendiger Sprengung die naheliegenden Gebäude der MHH schützen © Carl-Marcus Müller
  • Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft – 5 Zentner amerik cmm
    Die entschärfte Fünf-Zentner-Bombe der Amerikaner vor dem Abtransport © Carl-Markus Müller
  • Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft – Ohe Bahlmann Psarrianos cmm
    Dezernent Dr. Axel von der Ohe, der Feuerwehrchef Christoph Bahlmann, Pressesprecher Rainer Kunze und der Stadtbrandmeister Michael Psarrianos in der IGS Roderbruch © Carl-Marcus Müller
  • Fünf-Zentner-Bombe in Hannover erfolgreich entschärft – MHH Notaufnahme ccm
    Die Notaufnahme der MHH ist während der Evakuierungsmaßnahmen geschlossen © Carl-Marcus Müller

Impressionen der Pressetour durchs Evakuierungsgebiet

Löschfahrzeug HLF

Großeinsatz bei Wohnungsbrand in der Anderter Straße

24. November 2024/in Hannover

Gebäude nach Wohnungsbrand unbewohnbar – zwei Familien in Notunterkunft gebracht

HANNOVER (redu). Am späten Freitagabend (22.11.2024) ist in der Anderter Straße in Hannover-Misburg ein Brand in einer Dachgeschosswohnung ausgebrochen. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden.

Die Feuerwehr Hannover musste am Freitagabend zu einem Brand in die Anderter Straße im Stadtteil Misburg ausrücken. Kurz vor 23:00 Uhr bemerkte ein Bewohner das Feuer im Dachbereich und alarmierte umgehend die Feuerwehr. Der Mann brachte seine Familie in Sicherheit und warnte weitere Personen im Gebäude.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich der Brand bereits durch das Dach gefressen und drohte auf angrenzende Wohnungen überzugreifen. Sofort begann die Feuerwehr mit einem kombinierten Löschangriff: Atemschutztrupps drangen in das Gebäude ein, während von außen eine Drehleiter und eine Teleskopmastbühne eingesetzt wurden. Dank des schnellen Einsatzes konnte das Feuer auf die Dachgeschosswohnung begrenzt werden.

Betreuung der Bewohner

Die Bewohner des Hauses, darunter zwei Familien mit Kindern, wurden während der winterlichen Temperaturen in einem warmen Feuerwehrbus betreut. Da das Gebäude durch Brand- und Rauchschäden vorerst unbewohnbar ist, fand eine Familie bei Bekannten Unterkunft. Für die zweite Familie organisierte die Feuerwehr eine Notunterkunft über die Stadtverwaltung.

Sperrungen und Ermittlungen

Die Anderter Straße musste während der Löschmaßnahmen voll gesperrt werden. Der Einsatz dauerte bis etwa 02:00 Uhr. Insgesamt waren 60 Kräfte mit zwei Löschzügen der Berufsfeuerwehr, der Ortsfeuerwehr Misburg sowie mehreren Rettungs- und Sonderfahrzeugen vor Ort.

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Schadens aufgenommen.

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