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Aktuelle Nachrichten aus der Landeshauptstadt Hannover – lokale Meldungen, Polizei, Politik und Stadtgeschehen.

20-Jähriger verstorben

20-Jähriger nach Verkehrsunfall in Marienwerder verstorben

23. August 2023/in Hannover, Polizei

Schwerer Unfall fordert weiteres Todesopfer

HANNOVER (ots/red). Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes verstarb der junge Mann am Dienstag, 22.08.2023, gegen 20:30 Uhr in einem hannoverschen Krankenhaus. Somit sind bei dem Unfall inzwischen vier junge Menschen ums Leben gekommen. 

Am Abend zuvor war er an einem schweren Verkehrsunfall in Marienwerder beteiligt gewesen, als er in dem beteiligten Nissan saß (wir berichteten: Schwerer Verkehrsunfall mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten).

Ein 17-Jähriger, der beim Unfallgeschehen im BMW saß und ebenfalls im Zuge der Rettungsmaßnahmen in ein Krankenhaus gebracht wurde, schwebt weiterhin in akuter Lebensgefahr.

Verkehrsunfall mit drei Toten

Schwerer Verkehrsunfall mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten

22. August 2023/in Hannover

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren mit Großaufgebot an der Einsatzstelle

Hannover (red/ots). Am Montagabend gegen 22:00 Uhr ereignete sich ein folgenschwerer Frontalunfall zwischen zwei PKW auf der Pascalstraße im Stadtteil Hannover-Marienwerder. Dabei kamen drei Personen ums Leben und drei Personen wurden zum Teil lebensbedrohlich verletzt. 

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte lagen vier Personen auf der Straße und zwei Personen waren in den Fahrzeugen eingeklemmt. Aufgrund des Lagebildes wurde nach dem Alarmstichwort MANV 10 (Massenanfall Verletzter bis 10 Betroffene) alarmiert. Hierbei wurden insgesamt fünf Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge, ein Großraumrettungswagen, sowie zwei Notärzte und zur rettungsdienstlichen Unterstützung ein Löschzug und die Ortsfeuerwehr Stöcken an die Einsatzstelle alarmiert. Alle schwerverletzten Fahrzeuginsassen wurden umgehend medizinisch versorgt und die drei schwerverletzten Personen in die umliegenden Krankenhäuser transportiert. Drei Personen haben den schweren Unfall trotz medizinischer Versorgung nicht überlebt. Die eingeklemmten Personen in den Fahrzeugen mussten von Feuerwehrkräften mit hydraulischen Rettungsgeräten befreit werden. Zur Unterstützung der Einsatzkräfte und aufgrund einer hohen Anzahl an anwesenden Personen, die sich am Unfallort sammelten, wurden zudem zwei Kräfte der Notfallseelsorge der Feuerwehr alarmiert.

Die Einsatzstelle wurde weiträumig abgesperrt und zusätzlich durch ein größeres Aufgebot von Polizeikräften abgeriegelt. An beiden Absperrungen kamen Angehörige, Freunde und eine Vielzahl Schaulustiger zur Einsatzstelle. Dabei ereigneten sich teilweise dramatische Szenen. Es wurden an der Unfallstelle auch zwei Notfallseelsorger für die Angehörigen und Einsatzkräfte vorgehalten. Laut Polizeisprecher Michael Bertram leisteten erst eintreffende Polizeibeamte sofort Erste Hilfe und versuchten Unfallopfer zu reanimieren, noch bevor der Rettungsdienst eintraf.

Die Feuerwehr Hannover und der Rettungsdienst waren mit 22 Fahrzeugen und rund 50 Einsatzkräften vor Ort. Die Straße Auf der Horst war während der Einsatzmaßnahmen in beide Richtungen voll gesperrt. Der Einsatz für die Feuerwehr war gegen 01:00 Uhr beendet.

Die Polizei nahm an der Unfallstelle die Ermittlungen zur Unfallursache auf.

Polizei teilt ersten derzeit bekannten Sachstand mit

(ots). Am Montagabend, 21.08.2023, sind bei einem schweren Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw auf der Straße „Auf der Horst“ in Hannover-Marienwerder drei Personen ums Leben gekommen. Drei weitere wurden verletzt, zwei von ihnen schweben in Lebensgefahr.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover war ein mit drei Personen besetzter BMW i3s gegen 21:50 Uhr auf der Straße „Auf der Horst“ aus Garbsen kommend in Richtung Bundesstraße 6 unterwegs. Zeitgleich befuhr ein Nissan Qashqai ebenfalls die Straße „Auf der Horst“ in die entgegengesetzte Fahrtrichtung. In diesem Fahrzeug befanden sich ebenfalls drei Personen. Aus bislang ungeklärter Ursache kam der BMW nach links von seinem Fahrstreifen ab und geriet auf den Gegenfahrstreifen. Dort kam es zu einer frontalen Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen.

Trotz der Reanimation erlag der 19-jährige BMW-Fahrer seinen Verletzungen noch vor Ort. Seine gleichaltrige Beifahrerin wurde bei dem Verkehrsunfall eingeklemmt. Sie verstarb ebenfalls vor Ort. Der 17-jährige Mitfahrer wurde lebensgefährlich verletzt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Der 21-jährige Nissan-Fahrer wurde beim Zusammenstoß schwer verletzt und mit einem Rettungswagen unter Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus gebracht. Sein gleichaltriger Beifahrer verstarb trotz der durchgeführten Reanimation noch am Unfallort. Der 20-jährige Mitfahrer wurde lebensgefährlich verletzt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Den bei der Kollision entstandenen Sachschaden bezifferte die Polizei mit rund 47.000 Euro.

Im Rahmen des Rettungseinsatzes erschienen am Unfallort zahlreiche Angehörige und Bekannte der Beteiligten an der Unfallstelle. Einsatzkräfte mussten diese beruhigen. Darüber hinaus kamen mehrere Notfallseelsorger zum Einsatz.

Zeugen, die Hinweise zu dem Unfall geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden.

  • Schwerer Verkehrsunfall mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten – BGPress 1070462
    Den Feuerwehrkräften und dem Rettungsdienst bot sich an der Einsatzstelle ein großes Trümmerfeld © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 20-Jähriger verstorben
    Einer der vollkommen demolierten PKW nach dem Frontalaufprall © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Schwerer Verkehrsunfall mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten – BGPress 1070467
    Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot vor Ort © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 20-Jähriger verstorben
    Der zweite PKW wurde bei dem Aufprall ebenfalls komplett zerstört © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Schwerer Verkehrsunfall mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten – BGPress 1070464
    Die Feuerwehr löste den Massenanfall Verletzter für den Rettungsdienst aus © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Schwerer Verkehrsunfall mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten – BGPress 1070473
    Auch ein Großraumrettungswagen der Berufsfeuerwehr kam zum Einsatz © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Schwerer Verkehrsunfall mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten – BGPress 1070481
    Der Unfall forderte drei Tote und drei Schwerverletzte © Bernd Günther / BG-PRESS.de
Spatenstich

Spatenstich für den Neubau des Kriminaltechnischen Instituts des Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen

21. August 2023/in Hannover

Land Niedersachsen investiert 155 Mio. Euro / Gebäude erfüllt höchste Ansprüche

HANNOVER (PM). Tatkräftiger Einsatz für eine hochmoderne Polizeiarbeit: Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport, Gerald Heere, Finanzminister, Friedo de Vries, Präsident des LKA Niedersachsen, Alexander Schaub, Leiter des Staatlichen Baumanagements Hannover, und Michael Nusser, hauptverantwortlicher Architekt, griffen am heutigen Montag, 21.08.23, zum Werkzeug und setzten gemeinsam den ersten Spatenstich für den Neubau des Kriminaltechnischen Instituts (KTI) des LKA Niedersachsen.

In den kommenden vier Jahren soll im rückwärtigen Bereich des LKA Hauptsitzes “Am Waterlooplatz” in Hannover das modernste Kriminaltechnische Institut Deutschlands entstehen. Mit rund 155 Millionen Euro, zuzüglich 17 Millionen Euro für die Herrichtung der Infrastruktur und Außenanlagen, zählt das KTI zu den größten Bauvorhaben in Niedersachsen.

Innenministerin Behrens sagt: “Angesichts der wachsenden Aufgaben und Anforderungen an unser Landeskriminalamt ist es zwingend erforderlich, die räumlichen und technischen Bedingungen umfangreich zu verbessern und dem gestiegenen Flächenbedarf Rechnung zu tragen. Wir wollen das LKA räumlich bündeln und Hindernisse für die Erledigung der Aufgaben des LKA durch die unterschiedlichen Standorte auf ein Minimum begrenzen. Der Neubau des Kriminaltechnischen Instituts ist dabei ein zentraler Baustein: Mit Gesamtkosten in Höhe von mehr als 155 Mio. Euro ist es die größte Baumaßnahme für die Polizei Niedersachsen. Eine solches Projekt in den aktuellen Zeiten von Rohstoffknappheit und der angespannten Lage am Bau-Markt zu stemmen, bedarf nicht nur einiges an Mut, sondern ein nicht unerhebliches Mehr an Kraft- und Nervenaufwand. An dieser Stelle daher mein Dank und mein Zuspruch an alle Beteiligten!”

Der Neubau war nötig geworden, da die Räumlichkeiten und die technische Ausstattung am derzeitigen Standort des KTI an der Schützenstraße in Hannover den Anforderungen an eine moderne Polizeiarbeit nicht mehr gerecht werden.

Das neue KTI wird Platz für mehr als 420 Labore bieten und einige Besonderheiten aufweisen. Nach Fertigstellung wird es beispielsweise über einen Röntgenraum, einen Faradayschen Käfig, ein Wasser-Beschussbecken, eine Halle zur Bedampfung von u. a. PKW und ein Schulungszentrum mit Tatortwohnung verfügen.

“Dieser Spatenstich ist für die Mitarbeitenden des LKA ein Glückstag”, sagt Friedo de Vries, Präsident des LKA Niedersachsen. Ihm gingen mehr als 20 Jahre Planungen und Hoffnungen voraus, die sich nun erfüllen. “Der Neubau wird eines der modernsten KTI in Deutschland sein und den Mitarbeitenden, die einen unverzichtbaren, wesentlichen und wertvollen Beitrag für die Aufklärung von Straftaten leisten, ein ebenso professionelles Arbeitsumfeld bieten. Das KTI ist ein wesentlicher Baustein in der Sicherheitsarchitektur. Im Grunde entsteht mehr als ein Gebäude – hier entsteht eine Maschine, die, wenn die Mitarbeitenden sie mit Leben füllen, in der Lage ist, hohen Ansprüchen an die Kriminaltechnik gerecht zu werden”, sagt de Vries.

Bis die “Maschine” ihren Betrieb Ende 2027 aufnimmt, gibt es noch viel zu tun. Das Staatliche Baumanagement Hannover baut sechs Geschosse mit einer Gesamtfläche von mehr als 21.000 Quadratmetern Fläche und zwei Innenhöfen (grüner Innenhof und Garagenhof). Im Inneren werden zusätzlich zu den Laboren rund 450 Räume entstehen, die unter anderem Platz für moderene und zeitgerechte Arbeitsplätze vorsehen. Auch über 2.000 Quadratmeter Asservaten- und Lagerfläche sind eingeplant. Dafür müssen im Laufe der Bauzeit allein knapp 900 Türen, 80 Toiletten und mehr als 7.000 Steckdosen verbaut werden.

Der für das Staatliche Baumanagement zuständige Finanzminister Gerald Heere sagt: “Ich danke allen am Bau Beteiligten, die mit großem Einsatz an diesem Vorhaben mitwirken. Wir arbeiten weiter engagiert daran, die dringend nötigen Landesmittel für unsere öffentlichen Gebäude bereitzustellen und den in den vergangenen Jahren entstandenen Investitionsstau aufzulösen. Denn zum einen ist eine moderne Infrastruktur eine wesentliche Voraussetzung für einen funktionierenden Staat. Zum anderen muss die Landesverwaltung auch in Sachen Klimaschutz und energetischer Sanierung mit gutem Beispiel vorangehen.”

Nicht nur in der polizeilichen Aufgabenerfüllung bedeutet der KTI-Neubau einen erheblichen Quantensprung. Das Gebäude wird auch wichtige Klima-Kriterien erfüllen. Durch die Nutzung von erneuerbaren Energien werden die Vorgaben nach dem Gebäudeenergiegesetz übererfüllt (140 Prozent). Dazu tragen insbesondere Fernwärme, Strom aus knapp 180 Photovoltaik-Modulen und Abwärme bei. Zusätzlich ist eine extensive Begrünung der gesamten unbebauten Dachfläche geplant.

“Das neue Kriminaltechnische Institut ist alles andere als ein 08/15-Bau”, sagt der Leiter des Staatlichen Baumanagements Hannover, Alexander Schaub. “Denn wir errichten hier ein Gebäude, das aufgrund seiner hochtechnisierten Ausstattung und hochmodernen Arbeitsumgebung bundesweit seinesgleichen sucht. Trotz der schwierigen Situation in der Baubranche liegen wir mit dem Projekt derzeit im Zeit- und Kostenrahmen.”

Rund um den Neubau ist auch die Herrichtung der Infrastruktur und Außenanlagen schon vorgeplant. Entstehen soll unter anderem eine Ladeinfrasturktur für E-Mobilität. Damit wird auch der Entwicklung Rechnung getragen, dass Kuriere zunehmend die Asservate von den Polizeidienststellen in Niedersachsen mit E-Autos transportieren. Und auch für die Mitarbeitenden des KTI wird die Logistik einfacher. Mit der neuen Gestaltung der Laborlandschaft des LKA Niedersachsen soll künftig eine fachlich noch enger verzahnte Bearbeitung der Asservate durch die Experten und damit weiterhin hochwertige, standardisierte Untersuchung gewährleistet sein. “Auch aus diesem Grund ist der Neubau ein Glücksfall”, sagt de Vries. “Dafür nehmen wir in der kommenden Zeit den Baulärm und -schmutz in Kauf. Am Ende steht ein Quantensprung in der Kriminaltechnik.”

Wissenswert

Das Kriminaltechnische Institut des LKA Niedersachsen

Das Kriminaltechnische Institut (KTI) ist Teil des LKA Niedersachsen. Zentrale Aufgabe ist die Durchführung kriminaltechnischer, kriminalwissenschaftlicher und erkennungsdienstlicher Untersuchungen von Beweismitteln überwiegend in strafrechtlichen Ermittlungsverfahren. Untersuchungen zur Gefahrenabwehr, zur Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und in Amtshilfe sind auch möglich. Die Beantragung erfolgt durch die ermittelnden Polizeidienststellen oder Staatsanwaltschaften. Jährlich werden mehr als 250.000 Gegenstände eingeschickt, dazu kommen 40.000 Untersuchungsanträge.

Untersuchungsergebnisse werden in Form von schriftlichen Gutachten festgehalten, der sachbearbeitenden Stelle zugesandt und dort in die Ermittlungsakten aufgenommen. Weiterhin unterstützt das KTI die Polizeidienststellen des Landes durch die Entschärfung unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen, die Fertigung von Phantomzeichnungen sowie in besonderen Fällen durch die Untersuchung von Brand- oder Explosionsursachen und Beratung bei der Tatortarbeit und Spurensicherung.

Das KTI hat darüber hinaus die Aufgabe der Führung von Kriminalakten gemäß besonderer Regelung als Teil des kriminalpolizeilichen Erkennungsdienstes sowie die aufgabenbezogene Vertretung des Landes Niedersachsen in nationalen und internationalen Gremien, z.B. in der Kommission Kriminalwissenschaft und -technik/ Erkennungsdienst oder dem Europäischen Netzwerk der forensisch-wissenschaftlichen Institute (ENFSI).

Das KTI ist seit dem Jahr 2008 mit seinem Qualitätsmanagement und einer Reihe von Fachgruppen nach DIN ISO 17025:2005 akkreditiert.

Starkregenhinweiskarte für die Stadt Hannover veröffentlicht – Starkregenhinweiskarte Ansicht LHH

Starkregenhinweiskarte für die Stadt Hannover veröffentlicht

21. August 2023/in Hannover

Spezialkarte zeigt online mögliche Überflutungsbereiche bei extremen Starkregenereignissen

HANNOVER (PM). Die Stadt Hannover bietet erstmals eine Starkregenhinweiskarte im Internet an. Die Karte, die seit diesem Montag (21. August) online ist, weist mögliche Gefährdungsbereiche bei Starkregen aus und soll Stadt und Bevölkerung helfen, sich besser zu schützen. Zu finden ist sie im ebenfalls neuen Starkregenauskunfts-Portal der Stadt unter www.starkregen-hannover.de

„Angesichts der immer häufiger auftretenden Wetterextremereignisse wie Starkregen bedarf es einer detaillierten Information. Mit der Starkregenhinweiskarte verfügen wir nun über dieses hilfreiche Instrument“, betont Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel und ergänzt: „Grundstücksbesitzer*innen können zudem über das Onlineportal kostenlos eine Überflutungskarte als Detailauszug aus der Starkregenhinweiskarte für ihr Grundstück beantragen, die als Ausdruck zugesandt wird.“

Starkregenhinweiskarte

Anja Ritschel (Wirtschafts- und Umweltdezernentin) und Stephanie Gudat (Betriebsleiterin Stadtentwässerung Hannover) stellen die Starkregenhinweiskarte Hannover vor. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Die Starkregenhinweiskarte haben Expert*innen der Stadtentwässerung Hannover entwickelt. Sie basiert auf umfangreichen Daten und Modellierungen, die mögliche Gefährdungsbereiche bei Starkregen in der Stadt Hannover ausweisen. Anhand von eventuell auftretenden Wasserständen zeigt die Karte deutlich, welche Bereiche besonders gefährdet sein könnten.

„Es ist wichtig zu wissen, dass solche Karten keine absolute Sicherheit bieten können. Starkregenereignisse sind oft sehr lokal begrenzt und können von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, wie beispielsweise der Lage, dem Gefälle oder der Bodenbeschaffenheit. Die Karten können als Hilfsmittel dienen, um das Risiko zu minimieren, bilden aber keine alleinige Grundlage für Entscheidungen“, sagt Stephanie Gudat, Betriebsleiterin der Stadtentwässerung Hannover.

Das neue Starkregenauskunfts-Portal wird laufend über das Thema informieren. Unter anderem befinden sich dort auch weiterführende Links zu Starkregenberater*innen und Fachfirmen sowie allgemeine Informationen und Verhaltensmaßnahmen. Darüber hinaus plant die Stadt auch Termine, um die Bevölkerung über die Inhalte und Nutzungsmöglichkeiten der Starkregenhinweiskarte aufzuklären. Fachleute werden vor Ort Fragen beantworten und Tipps zur Vorbereitung auf Starkregenereignisse geben.

Die erste Veranstaltung „Leben im Klimawandel – Starkregenvorsorge in und um Hannover“ findet am 14. September um 17 Uhr im Haus der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS) statt. Sie wird von Stadtentwässerung in Kooperation mit dem Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, der VHS und der Region Hannover durchgeführt. Eine Teilnahme ist sowohl in Präsenz als auch online möglich. Weitere Veranstaltungen sind für Oktober und November vorgesehen.

Mit dem Portal und der Veröffentlichung der Starkregenhinweiskarte begegnet die Stadt Hannover aktiv den Herausforderungen des Klimawandels und leistet einen wichtigen Beitrag zur Klimafolgenanpassung. Gleichzeitig ruft sie alle Bürger*innen dazu auf, die Karte zu nutzen und sich über die potenziellen Gefahren zu informieren, um gemeinsam die Widerstandsfähigkeit der Stadt gegenüber Starkregen zu optimieren.

Freiwillige Feuerwehr

24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr

20. August 2023/in Hannover

Die Ortsfeuerwehren Wülferode und Wassel üben gleich mehrere Szenarien

HANNOVER (red). Es zeichnete sich ein im wahrsten Sinne des Wortes bei 30 Grad heißes Wochenende für die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehren aus Wülferode und Wassel ab.

Am Freitag gegen 17:45 Uhr wurden Teile der Ortfeuerwehren erst zu einem simulierten PKW-Brand und kurze Zeit später zu einem Forstunfall mitten in einem Waldgebiet alarmiert.

Unterstützt wurden die Feuerwehrkräfte durch einen Rettungswagen und einen Krankenwagen der Bereitschaft Hannover des DRK-Region Hannover e.V. mit ehrenamtlichen Sanitäter*innen. Ihre Aufgabe war die Simulation des Rettungsdienstes bei der Feuerwehrübung und die Versorgung der durch die Feuerwehr geborgenen „Verletzten“ vor Ort.

Da die gesamte Übung annähernd 24 Stunden andauern sollte, wurde das Gerätehaus der Feuerwehr Wülferode nicht nur zu einem Verpflegungspunkt, sondern auch gleichzeitig zu einer Übernachtungsmöglichkeit hergerichtet.

Es folgten dann in den Abendstunden mehrere Übungssequenzen (Brandmeldereinlauf, vermeindlicher Gasaustritt). Unterbrochen wurde der Übungsablauf zeitweise durch zwei Realeinsätze für die Ortswehr Wassel, die zu einem brennenden Mähdrescher gleich zweimal ausrücken musste.

Gegen 22:45 Uhr rückten dann alle Einsatzkräfte zu einem Verkehrsunfall mit zwei PKW und vermutlich eingeklemmten Personen in der Dunkelheit aus. Im ersten Scheinwerferlicht der anrückenden Feuerwehrfahrzeuge lag ein PKW auf der Seite. Beide Fahrer waren in den Fahrzeugen so eingeklemmt, dass sie mit technischem Rettungsgerät (Hydraulischer Spreizer und Hydraulische Rettungsschere) aufwendig aus ihren Fahrzeugen befreit werden mussten. Dabei zeigte sich ein sehr gutes Zusammenspiel zwischen der Feuerwehr und den Rettungskräften, die bei dieser schwierigen Lage Hand in Hand arbeiteten.

Nach Abschluss dieses Einsatzes ging es erst einmal in die verdiente Nachtruhe, die allerdings schon um 5:00 Uhr mit einer erneuten Übungslage endete. In den Vormittagsstunden des Samstags mussten zwei unter einer Mulde eingeklemmte Personen (dieses Mal mit Puppen simuliert) geborgen werden. Neben dem technischen Anheben und Sichern der Mulde kam auch ein sogenannter Sichtschutz zum Einsatz. Dieser wird von der Feuerwehr bei Menschenrettung vorwiegend auf der Autobahn eingesetzt, um Schaulustigen die Sicht auf Rettungsmaßnahmen und Verletzte zu versperren.

Es folgten nochmals ein Forstunfall und die Bergung zweier Behälter mit unbekanntem Inhalt unter Atemschutz aus einem Waldstück. Bei fast 30 Grad konnten sich dann alle Übungsteilnehmenden an dem Mittagessen und Kaltgetränken im Gerätehaus erfreuen. Viele Feuerwehrleute waren froh, bei den Temperaturen ihre Schutzausrüstung vorerst ablegen zu können.

Den Abschluss der Übung bildete ein mit mehreren Nebelmaschinen simulierter Brand eines großen alten Bauernhofes mitten in Wülferode. Dort wurde umfangreich die Menschenrettung aus dem „brennenden“ Gebäude geübt und zeitgleich der Aufbau der Wasserversorgung geprobt. Die Verletzten wurden den Sanitätern des DRK übergeben, die speziell zu diesem Zweck eine kleine Verletztenablage mit den vorhandenen Mitteln aus ihren Rettungsfahrzeugen aufgebaut hatten.

Rund 40 Feuerwehrkräfte und sieben Sanitäter des Roten Kreuzes konnten sich gegen 17:30 Uhr nach einer Vielzahl von herausfordernden Übungsszenarien auf ihren Feierabend freuen. Selbstverständlich waren alle „Verletzten“ nur simuliert und wurden durch Angehörige der Feuerwehr dargestellt.

Solche länger dauernden Übungen stellen schon eine Belastung für die Teilnehmer dar. Trotzdem war aber bis zum Ende die Stimmung richtig gut. Übungen sollen nicht nur das Zusammenspiel unterschiedlicher Einsatzkräfte und deren Schnittstellen in der Praxis üben, sondern natürlich auch mögliche Schwachstellen aufzeigen. Diese gilt es dann zu verbessern. Das ist Aufgabe der Beobachter und Führungskräfte, die sicherlich die Übung genauer nachbereiten werden.

  • 24-Stunden Übung
    Ein Waldarbeiter hat sich bei Baumfällarbeiten "verletzt". © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Freiwillige Feuerwehr
    Übernahme des verletzten Waldarbeiters durch Rettungskräfte vom DRK. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070019
    Ortswehren Wülferode und Wassel üben gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz 24 Stunden zahlreiche Übungsszenarien. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070039
    Auflauf einer Brandmeldeanlage und Kontrolle der sogenannten Laufkarten. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070075
    Auch die Türöffnung wird geübt. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070170
    Ortswehren Wülferode und Wassel üben gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz 24 Stunden zahlreiche Übungsszenarien. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070183
    Erstversorgung und "Reanimation" eines befreiten Fahrers aus einem der beiden PKW. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070238
    Außen und im Fahrzeug wird die patientenschonende Befreiung des eingeklemmten Fahrers geübt. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070254
    Nächtliche technische Rettung einer eingeklemmten Person aus einem Fahrzeug. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070273
    Alles muss sehr koordiniert und behutsam durchgeführt werden. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070277
    Vor dem Anheben werden die "Verletzten" erst einmal medizinisch versorgt. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070283
    Technische Unterfütterung gegen Nachrutschen bei der Mulde. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070294
    Sichtschutz vor ungebetenen Schaulustigen kommt auch übungsmäßig zum Einsatz. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070308
    Vor dem Transport wird der Verletzte auf dem Spineboard gesichert. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070325
    Hand in Hand werden Verletzte nach der technischen Rettung zum Rettungswagen gebracht. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070328
    Gemeinsames Verladen eines "Verletzten" in einen Rettungswagen des DRK. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070338
    Kurze Feedback zwischen Feuerwehr und Sanitätern nach einer Übungssequenz. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070349
    Forstunfall bei Baumfällarbeiten. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070366
    Zwei unbekannte Behälter werden bei einem Übungsszenario gesichert. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070372
    Feuerwehr und Rettungsdienst versorgen gemeinsam die Verletzung eines Waldarbeiters. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070384
    Die Feuerwehr baut die notwendige Wasserversorgung auf. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070387
    Ein Angriffstrupp dringt zur Menschenrettung in das verrauchte Gebäude vor. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070396
    Die eingesetzten Atemschutzgeräteträger werden zentral überwacht. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070398
    Die Sanitäter des Roten Kreuzes richten sich auf mehrere Verletzte ein. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070409
    Übergabepunkt zwischen Rettungsdienst und Brandbekämpfung für Verletzte © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • 24-Stunden Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr – BGPress 1070414
    Gemeinsam bringen Rotkreuzler und Feuerwehrkräfte einen "Verletzten" zur Versorgung aus dem Einsatzbereich. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
Löschfahrzeug HLF

Kellerbrand in der Haltenhoffstraße

20. August 2023/in Hannover

Brand schnell unter Kontrolle

HANNOVER (ots). Am Samstagmittag ging die Meldung zu einer Rauchentwicklung in einem Mehrfamilienhaus in der Haltenhoffstraße in der Regionsleitstelle ein. Die schon nach wenigen Minuten ersteintreffenden Brandschützer erkundeten eine starke Rauchentwicklung aus dem Keller eines Mehrfamilienhauses. Wenige Minuten nach Eintreffen hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle, umfangreiche Entrauchungsarbeiten folgten. Verletzt wurde niemand.

Am Samstagmittag gegen 15:50 Uhr ging eine Meldung zu einer Rauchentwicklung im Kellerbereich eines Mehrfamilienhauses in der Regionsleitstelle ein. Die Leitstelle alarmierte aufgrund der Meldung zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr sowie den Rettungsdienst.

Die Einsatzkräfte leiteten umgehend einen Löschangriff über den Hauseingang ein, sodass das Feuer schnell gelöscht werden konnte. Die hannoverschen Brandschützer waren mit vier Trupps unter Atemschutz im Einsatz. Anschließend wurden umfangreiche Entrauchungsmaßnahmen des Kellers und der umliegenden Innenhöfe der Nachbarhäuser vorgenommen. Aufgrund der verwinkelten Anordnung der Kellerräume waren die Entrauchungsmaßnahmen sehr aufwendig. Ein Raucheintritt in weitere Bereiche des Hauses konnte verhindert werden. Da das Objekt derzeit teilsaniert wird, ist das Mehrfamilienhaus nur in sehr wenigen Wohnungen in den oberen Stockwerken bewohnt. Die Mieter konnten während des Einsatzes in den Wohnungen verbleiben und wurden nicht verletzt.

Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr waren nach rund zwei Stunden abgeschlossen. Die Feuerwehr der Landeshauptstadt war mit insgesamt 15 Fahrzeugen und rund 40 Einsatzkräften im Einsatz. Während des Einsatzes musste die Haltenhoffstraße voll gesperrt werden. Zur Schadenhöhe und Brandursache können keine Angabe gemacht werden.

Vorfahrtsregel

Vorfahrtsregelung wieder geändert

17. August 2023/in Hannover

Nach mehreren Unfällen reagiert die Stadt Hannover

HANNOVER (red). Erst vor drei Tagen kam es zu einem folgenschweren Unfall auf der Kreuzung Kugelfangtrift Ecke Lilienthalstraße. Dabei wurden zwei Personen schwer verletzt. Seit Abänderung der Vorfahrtsregelung mit einer abknickenden Vorfahrt auf der Kugelfangtrift in die Lilienthalstraße bei Fahrtrichtung Bothfeld ist es zu mehreren Verkehrsunfällen an dieser Stelle gekommen.

Angesichts dessen hat die Stadt Hannover die geänderte Vorfahrtsregel wieder zurückgenommen. Für Bewohner, Lieferanten oder Mitarbeiter des Gewerbegebietes, die fast täglich diese Strecke fahren, führte die Abänderungen zu Irritationen und hierbei zu gefährlichen Verkehrssituationen. Neben dem provisorisch aufgestellten Schild stadtauswärts war die Änderung auch nur durch eine gelbe temporäre Fahrbahnmarkierung angedeutet. Lediglich in Fahrtrichtung Vahrenwalder Straße war die Änderung durch ein großes STOP-Schild deutlicher für Autofahrer erkennbar.

Kampfmittelbeseitigung und Geodaten – BGPress 1069821

Kampfmittelbeseitigung und Geodaten

15. August 2023/in Hannover

Innenministerin Behrens besucht das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen

HANNOVER (PM). Die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, besuchte heute (15. August 2023) im Rahmen ihrer Sommerreise erstmals die Regionaldirektion Hameln-Hannover des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) am Standort Hannover. Während ihres Besuches wurden ihr die verschiedenen Arbeitsbereiche der Behörde einschließlich des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) vorgestellt.

Ministerin Behrens sagt: „Von Gebäudefeldvergleichen bis zur Kampfmittelbeseitigung – ich habe heute interessante und spannende Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche des LGLN bekommen. Zudem konnte ich mich auch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern austauschen. Die Beschäftigten des LGLN arbeiten mit innovativen Technologien und setzen die Chancen der fortschreitenden Digitalisierung konsequent um. Die vorgehaltenen Geodaten und Geodatenservices sind ein elementarer Baustein unserer Daseinsvorsorge. Mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst ist das LGLN auch für unser aller Sicherheit unersetzlich. Ich bin sehr froh, dass wir in Niedersachsen so viele engagierte und hochprofessionelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, die diesen anspruchsvollen und gefährlichen Job ausüben.“

Nach einer Begrüßung durch den Präsidenten des LGLN, Michel Golibrzuch, und dem Leiter der Regionaldirektion Hameln-Hannover, Florian Brauer, bekam Ministerin Behrens einige Arbeitsbereiche des LGLN vorgestellt. Neben der Kriegsluftbildauswertung an einem 3D-Arbeitsplatz und der Kampfmittelräumung, lernte sie auch den KI-Gebäudefeldvergleich zur automatisierten Erkennung von Gebäuden in Luftbildern kennen.

Die Leitung der Regionaldirektion Hameln-Hannover mit knapp 300 Mitarbeitenden obliegt Florian Brauer seit Frühjahr 2022. Der Dienstbezirk der Regionaldirektion umfasst die Region Hannover und die Landkreise Hildesheim und Schaumburg mit insgesamt 5.000 Quadratkilometern. In dem Dienstbezirk leben über 1,7 Millionen Menschen. Das Gros der Beschäftigten und Auszubildenden arbeitet in den fünf Katasterämtern in Hannover, Hameln, Hildesheim, Rinteln und Alfeld. Dort wird unter anderem dafür gesorgt, dass die knapp eine Million Gebäude und fast ebenso viele Flurstücke mit 4,3 Millionen Grenzpunkten aktuell und hochgenau im Liegenschaftskataster nachgewiesen werden. Damit wird sichergestellt, dass zum Beispiel das richtige Grundstück verkauft wird, ein Haus an der richtigen Stelle gebaut wird oder ein Zaun an der tatsächlichen Grundstücksgrenze steht. Die Geodaten werden im Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS) geführt, welches als Grundlage analoger und digitaler Karten dient. Diese sind wiederum für die Arbeiten von Polizei, Feuerwehren, Rettungsdienste, Energieversorger und vielen anderen Institutionen unerlässlich.

Kampfmittelbeseitigung und Geodaten – Kampfmittelbeseitigung 02 mf

Die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, besuchte auch den Kampfmittelbeseitigungsdienst © Matthias Falk

Eine weitere wichtige Aufgabe des LGLN ist die Kampfmittelbeseitigung. Die ausführende Organisationseinheit ist der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen (KBD). Er ist zuständig für die Auswertung von Kriegsluftbildern zum Auffinden von Bombenblindgängern sowie die Bergung, die Entschärfung und Sprengung, den Transport und die Zwischenlagerung von Kampfmitteln. Geschätzte 35.500 Tonnen an Kampfmitteln sind durch den niedersächsischen KBD in den vergangenen über 75 Jahren vernichtet worden.

Florian Brauer ordnete die Entwicklung des KBD ein: „Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist seit 11 Jahren im LGLN organisiert. In dieser Zeit wurden mit der Einführung des Kampfmittel-Informationssystems Niedersachsen (KISNi) wichtige Digitalisierungsschritte umgesetzt. Der Aufgabenbereich Kriegsluftbildauswertung arbeitet mittlerweile mit hochmoderner 3D-Technologie und auch der Fuhrpark und die technischen Hilfsmittel für den operativen Einsatz wurden auf den neusten Stand der Technik gebracht.“

Die Leitung des verantwortungsvollen Aufgabengebietes obliegt seit 2022 Thomas Globig, der Ministerin Behrens einen vertieften Einblick in die Schwerpunkte der täglichen Arbeit geben konnte.

Thomas Globig betonte die Wichtigkeit der Aufgaben des KBD: „Auch mehr als 75 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges stellen Kampfmittel im Boden eine erhebliche Gefahr dar. Unsere mehr als 50 Beschäftigten an den Standorten Hannover, Munster und Wardenburg leisten mit ihrer Arbeit täglich einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit Niedersachsens. Durch die Zunahme an Infrastrukturprojekten wie den Ausbau der Energienetze sind wir immer stärker gefordert. Der niedersächsische Kampfmittelbeseitigungsdienst zählt jedoch zu den modernsten Kampfmittelbeseitigungsdiensten in Deutschland.“

Digitalisierung und Modernisierung sind nicht nur im Zusammenhang mit dem KBD, sondern für die Aufgaben des LGLN insgesamt grundsätzliche Leitmotive, wie Florian Brauer der Ministerin erläuterte. Die Digitalisierung der Arbeitswelt, gestiegene Anforderungen an die IT-Sicherheit sowie rechtliche Vorgaben sind nur einige Aspekte, die Auslöser für entsprechende Transformationsprozesse im LGLN waren. Das LGLN untersucht im Rahmen seiner Zukunftsstrategie „VKV 2025“ fortlaufend neue Technologien und Anwendungsfelder. Hierzu zählen u.a. der Einsatz von sog. Unmanned Aerial Vehicles – UAV (umgangssprachlich „Drohnen“) für Vermessungsaufgaben oder der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur automatisierten Erkennung von Gebäuden in Luftbildern.

 

Verkehrsunfall Kugelfangtrift

Schwerer Verkehrsunfall auf der Kugelfangtrift

14. August 2023/in Hannover

Zwei Schwerverletzte und technisch aufwendige Rettungsmaßnahmen

HANNOVER (ots). Heute Vormittag meldete ein automatisches Notrufsystem eines PKW (sog. eCall-System) der Regionsleitstelle Hannover einen Verkehrsunfall im Stadtteil Vahrenheide. Bei dem Unfall wurden zwei Personen schwer und eine Person leicht verletzt. Die Unfallursache ist unbekannt.

Um 11:50 Uhr erreichte ein automatisierter Notruf eines verunfallten PKW die Regionsleitstelle Hannover. Hierbei wurde gemeldet, dass es zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Straße Kugelfangtrift, in Höhe der Lilienthalstraße, im Stadtteil Vahrenheide gekommen ist. Im Kreuzungsbereich der Straße kam es zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem LKW und einem PKW. Sofort konnte die Regionsleitstelle durch das automatische Notrufsystem eCall des betroffenen Kleinwagens eine Sprechverbindung mit den Insassen des Fahrzeuges herstellen und die genaue Position per GPS bestimmen. Auch konnten sich die Disponent*innen der Regionsleitstelle während der Abfrage einen Eindruck verschaffen, welche Verletzungen vermutlich vorliegen und ob die Insassen in ihrem Fahrzeug eingeklemmt sind. Mit diesen Informationen kam es umgehend zur Alarmierung von zwei Löschzügen der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Vinnhorst, sowie drei Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug und der Polizei.

Ersthelfer und ein Arzt der Bundeswehr eilten den Verletzten sofort zu Hilfe und teilten weitere Informationen über den Notruf mit. Während der Fahrer des LKW sein Fahrzeug noch eigenständig verlassen konnte, erforderte die Rettung der Insassen des Kleinwagens eine umfangreiche technische und medizinische Hilfe der Feuerwehr und des Rettungsdienstes Hannover. So musste dessen Fahrer unter Zuhilfenahme eines schweren hydraulischen Rettungsgerätes aus seinem Fahrzeug befreit werden, da die Fahrgastzelle des Unfallfahrzeugs stark deformiert und der Insasse schwer eingeklemmt war. Die Rettung des Beifahrers gestaltete sich weniger komplex und konnte daher schnell durch die hannoverschen Brandschützer umgesetzt werden.

Der Fahrer des LKW wurde bei dem Unfall leicht verletzt und konnte vor Ort versorgt werden. Die Insassen des Kleinwagens wurden beide bei diesem Unfall schwer Verletzte und kamen mit Rettungswagen und einem Notarzt zur weiteren Behandlung der Verletzungen in die Medizinische Hochschule Hannover und das Nordstadtkrankenhaus.

Zur Schadenshöhe und der Unfallursache kann durch die Feuerwehr keine Aussage getroffen werden, die Polizei Hannover hat die Ermittlungen hierzu aufgenommen.

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst Hannover befanden sich mit 30 Einsatzkräften vor Ort, die Einsatzdauer betrug insgesamt 1,5 Stunden.

Der Kugelfangtrift musste für die Dauer der Rettungsarbeiten voll gesperrt werden.

  • Schwerer Verkehrsunfall auf der Kugelfangtrift – BGPress 1069772
    Der schwerverletzte Fahrer und seine ebenfalls schwerverletzte Beifahrerin des PKW mussten durch die Feuerwehr technisch aufwendig gerettet werden. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Verkehrsunfall Kugelfangtrift
    Der schwerverletzte Fahrer und seine ebenfalls schwerverletzte Beifahrerin des PKW mussten durch die Feuerwehr technisch aufwendig gerettet werden. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Schwerer Verkehrsunfall auf der Kugelfangtrift – BGPress 1069766
    Der schwerverletzte Fahrer und seine ebenfalls schwerverletzte Beifahrerin des PKW mussten durch die Feuerwehr technisch aufwendig gerettet werden. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Schwerer Verkehrsunfall auf der Kugelfangtrift – BGPress 1069780
    Der schwerverletzte Fahrer und seine ebenfalls schwerverletzte Beifahrerin des PKW mussten durch die Feuerwehr technisch aufwendig gerettet werden. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Schwerer Verkehrsunfall auf der Kugelfangtrift – BGPress 1069792
    Rettungskräfte und Notarzt warten auf die Befreiung des eingeklemmten Fahrers im PKW. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Schwerer Verkehrsunfall auf der Kugelfangtrift – BGPress 1069789
    Die Feuerwehr musste den Fahrer des PKW aufwendig unter Zuhilfenahme von Spezialgerät aus seinem Fahrzeug befreien © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Schwerer Verkehrsunfall auf der Kugelfangtrift – BGPress 1069813
    Der schwerverletzte Fahrer und seine ebenfalls schwerverletzte Beifahrerin des PKW mussten durch die Feuerwehr technisch aufwendig gerettet werden. © Bernd Günther / BG-PRESS.de
  • Schwerer Verkehrsunfall auf der Kugelfangtrift – BGPress 1069796
    Der schwerverletzte Fahrer und seine ebenfalls schwerverletzte Beifahrerin des PKW mussten durch die Feuerwehr technisch aufwendig gerettet werden. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Löschzug an der Einsatzstelle© Bernd Günther

Küchenbrand im Stadtteil Groß Buchholz

14. August 2023/in Hannover

Zum Glück wurde niemand verletzt

HANNOVER (ots). Am heutigen Nachmittag kam es im Stadtteil Groß Buchholz zu einem Küchenbrand. Verletzt wurde niemand. Alle Bewohner konnten das Haus rechtzeitig verlassen.

Die Bewohner eines Einfamilienhauses in der Frömmlingstraße alarmierten gegen 14:40 Uhr die Feuerwehr Hannover, da es in ihrer Küche zu einem Feuer kam. Erste Selbstlöschversuche mit einem Feuerlöscher brachten keinen Erfolg. Alle Personen konnten sich selbstständig und unverletzt aus dem Gebäude retten. Die Einsatzkräfte löschten den Brand mit einem Löschrohr und zwei Einsatztrupps unter Atemschutz. Durch den schnellen Einsatz konnten sie eine Brandausbreitung auf weitere Räume verhindern. Zusätzlich wurden Lüftungsmaßnahmen mittels eines Drucklüfters durchgeführt und somit der Brandrauch aus dem Haus gedrückt. Der Einsatz war gegen 15:20 Uhr beendet.

Die Feuerwehr Hannover war mit einem Löschzug, der Ortsfeuerwehr Buchholz und dem Rettungsdienst mit insgesamt 30 Einsatzkräften vor Ort.

Zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens können durch die Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

 

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