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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Gruppenfoto

Norddeutsche Länder starten gemeinsame Drohnenabwehr

8. November 2025/in Niedersachsen

Innenminister der Küstenländer legen Grundstein für integrierte Drohnenabwehr.

HANNOVER / HAMBURG (redu) – In HAMBURG haben die Innenministerinnen und Innenminister der fünf norddeutschen Küstenländer gemeinsam mit Vertretern von Bundeswehr, Polizei, Zoll sowie Wissenschaft und Wirtschaft das „Norddeutsche Kompetenzcluster Drohnenabwehr“ gestartet. Ziel ist der Aufbau einer abgestimmten, integrierten Strategie zur Erkennung und Abwehr von Drohnen über dem Norden Deutschlands.

Bei einer Auftaktveranstaltung in HAMBURG haben die Innenministerinnen und Innenminister sowie Innensenatoren der fünf norddeutschen Küstenländer gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Polizeien, der Bundeswehr, des Zolls sowie der Wissenschaft und Wirtschaft über die Stärkung der Drohnenabwehr beraten. Anlass sind vermehrte Drohnensichtungen über Häfen, Kasernen und anderen kritischen Infrastrukturen im Norden und bundesweit.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Aufbau eines gemeinsamen Lagebildes, neue technische Ansätze zur Detektion und Intervention sowie Kooperationsmöglichkeiten zwischen Polizei, Bundeswehr, Forschung und Wirtschaft. Ziel ist es, die Zusammenarbeit dauerhaft zu vernetzen und gemeinsame Standards zu entwickeln. Das Kompetenzcluster soll als Plattform für operative Kooperation und strategische Weiterentwicklung dienen.

Ein zentraler Punkt der Vereinbarung ist die Aufbereitung und Zusammenführung vorhandener Daten von Sicherheitsbehörden und Bundeswehr. Das gemeinsame Lagebild soll künftig Grundlage für Entscheidungen und Maßnahmen zur Gefahrenabwehr sein. Zusätzlich wollen die Beteiligten den Austausch mit Forschungseinrichtungen über aktuelle Entwicklungen im Bereich Drohnendetektion und -abwehr intensivieren.

Auch konkrete Schritte wurden diskutiert: So sollen bestehende Systeme und Fähigkeiten besser kombiniert werden, um den Schutz über Ländergrenzen hinweg zu verbessern. Die Veranstaltung in Hamburg ging auf eine Vereinbarung der norddeutschen Innenministerkonferenz im Juli dieses Jahres zurück.

Hamburgs Innensenator Andy Grote betonte, dass der Norden bei der Drohnenabwehr eine Vorreiterrolle übernehmen wolle. „Das Norddeutsche Kompetenzcluster ist ein wichtiger Schulterschluss zur Entwicklung einer gemeinsamen, integrierten Drohnenabwehrstrategie“, sagte Grote. Nur durch abgestimmtes Vorgehen und den Austausch von Informationen könne eine wirksame Abwehr aufgebaut werden.

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens hob die Dringlichkeit hervor: „Die stark gestiegene Zahl der Sichtungen zeigt, wie dringend wir eine effektive Drohnenabwehr brauchen.“ Niedersachsen habe dafür bereits sieben Millionen Euro im Haushalt vorgesehen. Gleichzeitig forderte sie den Bund auf, ein gemeinsames Konzept mit der Bundeswehr zu erarbeiten.

Christian Pegel, Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns, bezeichnete die Initiative als entscheidenden Schritt zu einer abgestimmten sicherheitspolitischen Reaktion. „Wir dürfen nicht länger nebeneinander arbeiten, wenn Bedrohungen längst über Landesgrenzen hinweg wirken“, sagte Pegel. Die Kooperation mit Bund und Ländern sei ein Beleg, wie Fortschritt durch Austausch und gemeinsame Verantwortung gelingen könne.

Schleswig-Holsteins Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack sprach von einem „strategisch wichtigen Meilenstein“. Schleswig-Holstein trage aufgrund seiner Infrastruktur und maritimen Lage besondere Verantwortung. „Nur durch enge Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Sicherheitsbehörden und Bundeswehr können wir unsere Resilienz nachhaltig erhöhen“, betonte sie.

Daniela Behrens

Niedersachsen legt neues Lagebild zur Organisierten Kriminalität-Bekämpfung vor

3. November 2025/in Niedersachsen

Wahlmann und Behrens loben Erfolge bei der Zerschlagung krimineller Strukturen.

HANNOVER (redu) – Niedersachsen hat das Lagebild „Organisierte Kriminalität 2024“ vorgestellt. Die Zahlen zeigen, dass Polizei und Justiz die Bekämpfung auf konstant hohem Niveau fortsetzen. Besonders erfolgreich war die Vermögensabschöpfung: 7,5 Millionen Euro wurden eingezogen – die höchste Summe seit 2020.

Die niedersächsische Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann und Innenministerin Daniela Behrens haben am 3. November 2025 in Hannover das Lagebild „Organisierte Kriminalität in Niedersachsen 2024“ vorgestellt. Es zeigt, dass die Ermittlungs- und Bekämpfungsarbeit auf hohem Niveau fortgesetzt wird.

Im Jahr 2024 führten Polizei und Justiz in Niedersachsen 82 Verfahren zur organisierten Kriminalität, davon 65 durch die Polizei. Weitere Ermittlungen liefen über Bundesbehörden wie BKA, Zoll und Bundespolizei. Die meisten Fälle betrafen den internationalen Rauschgifthandel. Insgesamt wurden 712 Tatverdächtige aus 50 Staaten ermittelt, fast die Hälfte davon mit deutscher Staatsangehörigkeit.

Der Gesamtschaden der organisierten Kriminalität lag 2024 bei rund 18,26 Millionen Euro und damit deutlich unter den Vorjahren. Gleichzeitig stiegen die Gewinne der Tätergruppen um rund 12 Millionen Euro. Rund 7,5 Millionen Euro an illegalen Vermögenswerten konnten durch Ermittlungen eingezogen werden. Mit einer Abschöpfungsquote von 27,6 Prozent erreichte Niedersachsen den höchsten Wert seit 2020.

Justizministerin Wahlmann betonte: „Die Entziehung der Gelder der organisierten Kriminalität ist entscheidend. Wir nehmen den Tätern ihre Grundlage und schützen zugleich die legale Wirtschaft vor illegalen Einflüssen.“

Im Bundesvergleich liegt Niedersachsen bei der Zahl der OK-Verfahren erneut auf Platz zwei. Innenministerin Behrens hob hervor, dass Polizei und Justiz „mit Professionalität und Konsequenz gegen kriminelle Strukturen vorgehen“. Die Vermögensabschöpfung zeige, „dass wir die Täter dort treffen, wo es am meisten weh tut – bei ihren Gewinnen“.

Schwerpunkte der OK

Schwerpunktmäßig befassten sich die Ermittlungen mit internationalem Rauschgifthandel, Clankriminalität, Cybercrime und kryptierter Kommunikation. Besonders im Bereich Drogenhandel arbeitet Niedersachsen eng mit Bundesbehörden und internationalen Partnern zusammen. Der Seehandel und die Nutzung digitaler Vertriebswege spielen dabei eine zentrale Rolle.

Im Rahmen des EU-Projekts INOK („Infiltration der Nordseehäfen durch OK-Strukturen“) konnte die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Hafensicherheit und Privatwirtschaft verbessert werden. Die Maßnahmen tragen zur Eindämmung der sogenannten Hafeninnentäterproblematik bei.

Digitale Kommunikation und Cybercrim

Ein wachsender Ermittlungsbereich bleibt die Nutzung verschlüsselter Kommunikationsdienste. 2024 spielte kryptierte Kommunikation in 16 Verfahren eine Rolle. Die Auswertung von EncroChat- und SkyECC-Daten erfordert erhebliche technische Kapazitäten. Behrens forderte bundesweit klare rechtliche Grundlagen für den Zugriff auf verschlüsselte Kommunikation.

Im Bereich Cybercrime liefen vier Verfahren mit OK-Bezug. Viele digitale Delikte erfüllten jedoch nicht die strengen OK-Kriterien. Wahlmann kündigte die Gründung einer landesweiten Zentralstelle Cybercrime an, die ab Juni 2026 ihre Arbeit aufnehmen soll.

Rückgang bei Geldautomatensprengungen

Dank einer landesweiten Task-Force und gezielter Ermittlungen konnte die Zahl der Geldautomatensprengungen 2024 deutlich gesenkt werden. Wahlmann lobte die Arbeit der Zentralstelle Osnabrück: „Nur wenn auch die Hintermänner ermittelt und strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden, bleibt der Erfolg nachhaltig.“

Neue Strukturen zur OK-Bekämpfung

Zur besseren Vernetzung der Polizeidienststellen wurde 2024 eine niedersächsische OK-Plattform eingerichtet. Sie dient dem frühzeitigen Erkennen und gezielten Vorgehen gegen überregionale Brennpunkte. Nach Einschätzung des Innenministeriums hat sich diese Form der Zusammenarbeit bereits bewährt.

Behrens erklärte: „Organisierte Kriminalität verändert sich rasant. Unsere Antwort ist eine stärkere Vernetzung und der Einsatz moderner Ermittlungsstrategien. So bleiben wir handlungsfähig und effektiv.“

Drehleiter der Feuerwehr Celle speziell für die Altstadt

Nächtlicher Brand in Celles Altstadt – sieben Personen betroffen

26. Oktober 2025/in Niedersachsen

Wohnungsbrand in der Zöllnerstraße – 100 Einsatzkräfte im Einsatz.

CELLE (redu) – In der Nacht zu Sonntag kam es in der Celler Altstadt zu einem Wohnungsbrand. Sieben Personen waren betroffen, vier wurden durch die Feuerwehr gerettet.

Am Sonntag um 1:38 Uhr wurde die Feuerwehr Celle zu einem Wohnungsbrand in die historische Altstadt alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte es im Erdgeschoss eines Fachwerkhauses. Das Gebäude besteht aus vier Geschossen, im Erdgeschoss befindet sich ein Gastronomiebetrieb. Mehrere Personen waren in den oberen Etagen eingeschlossen, die Lage zunächst unübersichtlich.

Unverzüglich leitete die Feuerwehr die Menschenrettung ein. Ein Trupp ging über eine tragbare Leiter in das zweite Obergeschoss vor, wo drei Personen betreut und anschließend über eine Drehleiter gerettet wurden. Eine weitere Person wurde über den Treppenraum in Sicherheit gebracht. Insgesamt konnten vier Personen durch die Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet werden. Eine Person hatte sich bereits selbst in Sicherheit gebracht. Zwei weitere hatten sich in das Haus begeben, um andere zu warnen. Insgesamt waren sieben Personen betroffen. Laut Feuerwehr musste niemand in ein Krankenhaus gebracht werden.

Parallel zur Menschenrettung begann die Brandbekämpfung. Ein Trupp unter Atemschutz ging in das Erdgeschoss vor, wo die Küche des Gastronomiebetriebs in Vollbrand stand. Das Feuer konnte mit einem C-Rohr gelöscht werden. Eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile wurde verhindert. Zwei Gasflaschen wurden aus dem Gebäude gebracht und im Freien gekühlt.

Nach Abschluss der Löscharbeiten führten die Einsatzkräfte umfangreiche Nachlöscharbeiten durch. Insgesamt kamen drei Trupps unter Atemschutz zum Einsatz. Zwei Drehleitern wurden in Stellung gebracht – eine DLA(K) 23/12 in der Zöllnerstraße und eine DLK 12/9, die speziell für die engen Gassen der Altstadt ausgelegt ist, in der Rabengasse.

Zur Brandursache konnte die Feuerwehr keine Angaben machen. Die letzten Einsatzkräfte verließen die Einsatzstelle gegen 2:30 Uhr.

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Celle-Hauptwache und Groß Hehlen, die Führungsgruppe Einsatzleitung der Stadtfeuerwehr, die Logistik-Gruppe, der Rettungsdienst und die Polizei. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen vor Ort.

Sommerzeit endet

Zeitumstellung in der Nacht zum Sonntag

22. Oktober 2025/in Niedersachsen

Es mal wieder so weit. Uhrenkontrolle am 26. Oktober.

Hannover (redu)  – In der Nacht von Samstag, 25. Oktober, auf Sonntag, 26. Oktober 2025, endet die Sommerzeit. Um 3:00 Uhr werden die Uhren auf 2:00 Uhr zurückgestellt – und damit beginnt offiziell die Winterzeit.

Am Sonntag, den 26. Oktober 2025, ist es wieder so weit: Die Menschheit unternimmt ihren halbjährlichen Zeitsprung – diesmal zurück in die Vergangenheit. Um 3:00 Uhr wird die Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt. Das bedeutet: Eine Stunde länger schlafen, länger feiern oder länger ratlos auf den Backofen starren, weil der sich mal wieder nicht automatisch umstellt.

Während Nachteulen jubeln und Frühaufsteher sich fragen, warum es plötzlich schon beim Frühstück dämmert, dreht sich die Welt einfach weiter – nur ein bisschen verschlafener. Auch die Technik ist gespalten: Smartphones wissen Bescheid, Armbanduhren nicht, und die Mikrowelle lebt sowieso in ihrer eigenen Zeitzone.

Also: Nutzt die gewonnene Stunde weise! Schlaft, frühstückt doppelt oder diskutiert endlich zu Ende, warum wir das eigentlich immer noch machen.

Warum immer noch diese leidige Umstellung?

Hier ist der Stand der Dinge:

  1. EU-weiter Beschluss 2019:

    • Das Parlament sprach sich für ein Ende der Zeitumstellung ab 2021 aus.

    • Jedes Land sollte selbst entscheiden, welche Zeit es dauerhaft beibehalten möchte.

  2. Aber:

    • Der EU-Rat (also die Mitgliedsstaaten) konnte sich nicht einigen.

    • Länder wie Spanien, Frankreich oder Finnland tendieren zur Sommerzeit, andere – darunter auch Deutschland – zur Normalzeit.

    • Solange es keine gemeinsame Lösung gibt, bleibt alles wie bisher, um ein Zeit-Chaos in Europa zu vermeiden.

  3. Aktuell bedeutet das:

    • Die Uhren werden weiterhin jedes Frühjahr (letzter Sonntag im März) vorgestellt und jeden Herbst (letzter Sonntag im Oktober) zurückgestellt.

Das Thema ist also nicht vergessen, aber auf EU-Ebene schlicht eingefroren.

Übergabe Katastrophenschutzfahrzeuge

Niedersachsen stärkt Katastrophenschutz mit 56 Fahrzeugen

11. Oktober 2025/in Niedersachsen

Innenministerin Behrens übergibt moderne Fahrzeuge an Katastrophenschutzeinheiten.

CELLE (redu) – Innenministerin Daniela Behrens hat am Samstag 56 neue Einsatzfahrzeuge für den Katastrophenschutz in Niedersachsen übergeben. Mit rund 15,9 Millionen Euro investiert das Land in moderne Technik, um auf Extremwetter und Krisen besser vorbereitet zu sein.

Auf dem Ausbildungs- und Trainingsgelände des Landesamts für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Celle-Scheuen hat Innenministerin Daniela Behrens 56 neue Einsatzfahrzeuge in den Landesdienst gestellt. Vor rund 150 Gästen betonte Behrens die Bedeutung moderner Ausstattung angesichts zunehmender Extremwetterereignisse und der europäischen Sicherheitslage. „Es muss gemeinsames Ziel von Land, Kommunen und Trägern sein, den Katastrophenschutz anzupassen und zeitgemäß auszustatten“, sagte sie.

Das Land Niedersachsen hat für die Beschaffung der Fahrzeuge rund 15,9 Millionen Euro investiert. Sie sollen die kommunalen Katastrophenschutzeinheiten gezielt unterstützen. Die Ministerin informierte sich in Celle-Scheuen über die neue Ausstattung und sprach mit Vertreterinnen und Vertretern von Behörden und Einsatzkräften über Ausbildung und Einsatzvorbereitung.

Von den 56 Fahrzeugen gehören 24 zu vier sogenannten GFFF-V-Einheiten („ground forest fire fighting using vehicles“). Diese sind auf die Bekämpfung von Vegetationsbränden spezialisiert und verfügen über Tanklöschfahrzeuge vom Typ „CCFM 3000“, die durch kompakte Bauweise besonders geländegängig sind. Die Fahrzeuge sind bereits in süd- und westeuropäischen Ländern etabliert und ermöglichen auch internationale Hilfeleistungen im Rahmen des EU-Katastrophenschutzmechanismus.

Jede Einheit umfasst vier Löschfahrzeuge, ein geländefähiges Führungsfahrzeug sowie einen Gerätewagen mit spezieller Ausstattung wie mobilen Wasserbehältern, Schlauchmaterial und Handwerkzeugen. Die Investition in diese Einheiten beläuft sich auf rund 8,5 Millionen Euro. Seit 2022 wurden die GFFF-V-Einheiten in den Landkreisen Celle, Gifhorn, Goslar, Göttingen, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg und Uelzen aufgebaut.

Bereits in der Aufstellungsphase kamen Teilkomponenten der Einheiten in Frankreich und Spanien zum Einsatz. Auch in Niedersachsen, etwa im Harz, wurden sie bereits genutzt.

Die weiteren 32 Fahrzeuge gehören acht sogenannten „Führungszügen Land“ an. Diese bestehen aus Führungs- und Kommunikationskraftwagen, Anhängern „Führung und Lage“, Mannschaftstransportwagen und Logistikfahrzeugen. Sie bilden mobile Führungsstellen, die bei großflächigen Katastrophenlagen eingesetzt werden können. Das Land investierte in diese Züge rund 7,4 Millionen Euro.

Die Fahrzeuge sind landesweit verteilt – von Göttingen bis Wilhelmshaven, vom Emsland bis ins Wendland. In Katastrophenlagen stellen die Führungszüge die Verbindung zwischen den örtlichen Behörden und dem Kompetenzzentrum Großschadenslagen im Innenministerium her. So können Informationen schneller und gezielter weitergegeben werden.

„Mit der mobilen Führungsstelle ist es uns möglich, nahezu überall unabhängig von örtlicher Infrastruktur zu arbeiten“, erklärte Behrens. Die Züge könnten niedersächsische Einsatzkräfte bei Einsätzen in anderen Bundesländern führen oder lokale Stäbe unterstützen.

Im Rahmen der Veranstaltung in Celle-Scheuen überreichte die Ministerin zudem die französische Medaille „Sécurité Intérieure“ an Jan Südmersen vom Verein @fire e.V. Er wurde für seinen Einsatz beim GFFF-V-Modul DE 1 während der Waldbrände in Frankreich 2022 geehrt.

Katastrophenschutz Niedersachsen

Neue Tankanhänger stärken Katastrophenschutz in Niedersachsen

30. September 2025/in Niedersachsen

Erste Anlagen an Katastrophenschutz-Einheiten in Celle-Scheuen übergeben.

HANNOVER / CELLE (redu) – Niedersachsen hat am 30. September 2025 die ersten 30 von insgesamt 57 mobilen Tankanlagen an Katastrophenschutz-Einheiten übergeben. Die Einweisung erfolgte beim Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Celle-Scheuen. Die Anhänger sollen in Krisenlagen eine verlässliche Kraftstoffversorgung sicherstellen.

Die speziell für Logistik- und Technikgruppen nach KatS-StAN NDS 90/1 entwickelten Tankanhänger fassen 980 Liter Dieselkraftstoff und 170 Liter AdBlue®. Damit können wichtige Einsatzgeräte wie Stromaggregate, Pumpen, Heizgeräte oder Fahrzeuge direkt vor Ort betankt werden. Zur Ausstattung gehören moderne Pump- und Zähleinrichtungen, Sicherheitstechnik sowie umfangreiches Zubehör.

Innenministerin Daniela Behrens betonte die Bedeutung der neuen Technik: „Die Versorgung mit Kraftstoff ist in Katastrophenlagen entscheidend für die Einsatzkräfte. Mit den neuen Anhängern stellen wir sicher, dass Stromerzeuger, Pumpen, Fahrzeuge und Geräte auch unter extremen Bedingungen zuverlässig betrieben werden können.“ Die Tankanlagen ermöglichten eine flexible und dezentrale Versorgung am Einsatzort und erhöhten damit die Durchhaltefähigkeit erheblich.

Bis Ende des Jahres sollen weitere 27 Anlagen ausgeliefert und in den Katastrophenschutz integriert werden. Niedersachsen investiert damit rund 1,33 Millionen Euro allein in diesem Bereich. Die Anschaffung ist Teil eines ad-hoc-Pakets des Landes mit einem Gesamtvolumen von 40 Millionen Euro, das in den kommenden Jahren fortgeführt wird.

Die ersten 30 Tankanlagen wurden an zahlreiche Kommunen und Träger übergeben, darunter Göttingen, Northeim, Holzminden, Hildesheim, Salzgitter, Braunschweig, Hannover, Stade, Rotenburg, Cuxhaven, Delmenhorst und Vechta. Beteiligt sind Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Arbeiter-Samariter-Bund sowie die DLRG.

Ein Novum ist die erstmalige Ausschreibung zur Erstellung von Videobedienungsanleitungen. Mit den digitalen Formaten erhalten Einsatzkräfte eine zeitgemäße und ortsunabhängige Schulungsmöglichkeit, die schnelle und praxisnahe Einweisungen in die Technik erlaubt.

Weitere Informationen zu Bevölkerungsschutz, Bevorratung und aktuellen Warnmeldungen stellt das Land Niedersachsen im Notfall-Monitor zur Verfügung.

MTFEx2025 in Celle

NLBK probt Ernstfall mit zahlreichen Einsatzkräften

20. September 2025/in Niedersachsen

Über 130 Einsatzkräfte und 85 Darsteller bei Großübung.

CELLE (redu/bg) – Mit einer groß angelegten Übung hat das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) am 20. September den Ernstfall trainiert. Mehr als 130 Einsatzkräfte, unterstützt von Verletztendarstellern und Übungsleitungen, probten unter realistischen Bedingungen den koordinierten Katastrophenschutz.

Mehr als 130 Einsatzkräfte mit 29 Fahrzeugen waren im Einsatz. Unterstützt wurden sie von 85 Verletztendarstellern, die für realistische Szenarien sorgten.

Zum Einsatz kamen unter anderem Krankentransportwagen Typ B für den Zivilschutz sowie Gerätewagen Sanität. Die Übung legte den Schwerpunkt auf die medizinische Versorgung, den Transport von Verletzten und die logistische Koordination.

In der Übungsleitung, Logistik und Technik wirkten rund 90 Personen mit. Dabei handelte es sich sowohl um ehrenamtliche Kräfte als auch um hauptamtliches Personal des NLBK. Zusätzlich bereiteten 32 Ehrenamtliche die Verletztendarsteller in der Realistischen Unfall- und Notfalldarstellung vor.

Vor dem Hintergrund der angespannten Lage in Europa wird das regelmäßige Üben unter möglichst realen Bedingungen zu einem wichtigen Bestandteil des Zivilschutzes und dient dem Schutz der Bevölkerung. Dieses gilt natürlich auch für Katastrophenfälle und große Schadenslagen. Besonders bei den sechs in Niedersachsen vorgehaltenen Medizinischen Task Forces (MTF) ist dies entscheidend. Mit ihren standardisierten Abläufen und Spezialfahrzeugen müssen im Ernstfall alle Handgriffe sitzen.

Das Personal der MTF, überwiegend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, kommt von allen am Katastrophenschutz beteiligten Hilfsorganisationen. Vor Ort arbeiten sie Hand in Hand zusammen.

Das NLBK mit Sitz in Celle ist für die landesweite Ausbildung im Brand- und Katastrophenschutz verantwortlich. Mit regelmäßigen Übungen stellt die Behörde sicher, dass Einsatzkräfte auf komplexe Lagen vorbereitet sind und im Ernstfall schnell und abgestimmt reagieren können.

  • NLBK probt Ernstfall mit zahlreichen Einsatzkräften – BGPress 1342205
    Teileinheiten der Medizinischen Task Force 10 und 8 des Zivilschutzes üben auf dem Gelände des NLBK in Celle-Scheuen eine Großschadenslage. © Bernd Günther
  • MTFEx2025 in Celle
    Teileinheiten der Medizinischen Task Force 10 und 8 des Zivilschutzes üben auf dem Gelände des NLBK in Celle-Scheuen eine Großschadenslage. © Bernd Günther
  • NLBK probt Ernstfall mit zahlreichen Einsatzkräften – BGPress 1342209
    Teileinheiten der Medizinischen Task Force 10 und 8 des Zivilschutzes üben auf dem Gelände des NLBK in Celle-Scheuen eine Großschadenslage. © Bernd Günther
  • NLBK probt Ernstfall mit zahlreichen Einsatzkräften – BGPress 1342216
    Bundeswehrunterstützung bei der Übung MTFEx2025 in Celle durch einen Rettungshubschrauber © Bernd Günther
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    Teileinheiten der Medizinischen Task Force 10 und 8 des Zivilschutzes üben auf dem Gelände des NLBK in Celle-Scheuen eine Großschadenslage. © Bernd Günther
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    Teileinheiten der Medizinischen Task Force 10 und 8 des Zivilschutzes üben auf dem Gelände des NLBK in Celle-Scheuen eine Großschadenslage. © Bernd Günther
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    Teileinheiten der Medizinischen Task Force 10 und 8 des Zivilschutzes üben auf dem Gelände des NLBK in Celle-Scheuen eine Großschadenslage. © Bernd Günther
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    Teileinheiten der Medizinischen Task Force 10 und 8 des Zivilschutzes üben auf dem Gelände des NLBK in Celle-Scheuen eine Großschadenslage. © Bernd Günther
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    Teileinheiten der Medizinischen Task Force 10 und 8 des Zivilschutzes üben auf dem Gelände des NLBK in Celle-Scheuen eine Großschadenslage. © Bernd Günther
  • NLBK probt Ernstfall mit zahlreichen Einsatzkräften – BGPress 1342197
    Teileinheiten der Medizinischen Task Force 10 und 8 des Zivilschutzes üben auf dem Gelände des NLBK in Celle-Scheuen eine Großschadenslage. © Bernd Günther
  • NLBK probt Ernstfall mit zahlreichen Einsatzkräften – BGPress 1342198
    Teileinheiten der Medizinischen Task Force 10 und 8 des Zivilschutzes üben auf dem Gelände des NLBK in Celle-Scheuen eine Großschadenslage. © Bernd Günther
  • NLBK probt Ernstfall mit zahlreichen Einsatzkräften – BGPress 1342202
    Teileinheiten der Medizinischen Task Force 10 und 8 des Zivilschutzes üben auf dem Gelände des NLBK in Celle-Scheuen eine Großschadenslage. © Bernd Günther
  • NLBK probt Ernstfall mit zahlreichen Einsatzkräften – BGPress 1342181
    Teileinheiten der Medizinischen Task Force 10 und 8 des Zivilschutzes üben auf dem Gelände des NLBK in Celle-Scheuen eine Großschadenslage. © Bernd Günther

 

Spezialeinheit LKA

50 Jahre Spezialeinheiten des LKA Niedersachsen

9. August 2025/in Niedersachsen

Innenministerin Behrens würdigt Arbeit von SEK und MEK in Oldenburg.

HANNOVER / OLDENBURG (redu) – Seit 50 Jahren sichern die Spezialeinheiten des Landeskriminalamts Niedersachsen besonders gefährliche Einsatzlagen. Zum Jubiläum besuchte Innenministerin Daniela Behrens in Oldenburg das SEK, das eine Übung zu hybriden Bedrohungen vorführte.

Die Spezialeinheiten des Landeskriminalamts Niedersachsen, das Spezialeinsatzkommando (SEK) und das Mobile Einsatzkommando (MEK), feiern ihr 50-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums besuchte Innenministerin Daniela Behrens am 7. August 2025 die Einsatzkräfte auf dem Gelände der Polizeiakademie in Oldenburg.

Nach der Begrüßung durch LKA-Vizepräsidentin Christine Reinert und SEK-Leiter Mauritius Fahrbach erhielt Behrens eine Einführung in eine realitätsnahe Trainingssequenz. Das SEK simulierte einen kombinierten Zugriff unter Einsatz moderner Technik, spezialisierter Kräfte und eines gepanzerten Fahrzeugs. Der Schwerpunkt lag auf „hybriden Bedrohungen“ – einem Einsatzfeld, das angesichts internationaler Krisen, gezielter Desinformation und terroristischer Gefahren an Bedeutung gewinnt.

Reinert würdigte den langjährigen Einsatz der Spezialeinheiten: Hinter der Routine stehe der Mut und das Verantwortungsgefühl der Einsatzkräfte, die oft unter Gefährdung ihres eigenen Lebens handelten. Behrens betonte die Professionalität und Anpassungsfähigkeit der Spezialeinsatzkräfte, die für die Sicherheit Niedersachsens unverzichtbar seien.

SEK und MEK kommen bei besonders gefährlichen Einsätzen zum Einsatz, etwa bei Geiselnahmen, Amok- und Terrorlagen oder Festnahmen im Bereich der organisierten Kriminalität. Zudem übernehmen die MEK verdeckte Aufklärung und Gefahrenabwehr. Niedersachsen verfügt über zwei MEK, eines davon mit Schwerpunkt Personenschutz.

Katastrophenschutz Einsatzfahrzeuge des DRK

Katastrophenschutz unter Druck: Länder fordern höhere Mittel

3. Juli 2025/in Niedersachsen

Niedersachsen: Landkreise und DRK fordern bessere Ausstattung für Schutz und Vorsorge.

HANNOVER (redu). Die Landkreise in Niedersachsen und der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes schlagen Alarm: Sie fordern vom Land deutlich mehr finanzielle Unterstützung für den Katastrophenschutz. Die aktuellen Mittel reichten nicht aus, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden.

Der Katastrophenschutz in Niedersachsen steht nach Einschätzung der Landkreise und des DRK-Landesverbands vor einer kritischen finanziellen Lage. In einer gemeinsamen Erklärung fordern beide Akteure vom Land Niedersachsen eine deutliche Aufstockung der Mittel, insbesondere zur Deckung laufender Kosten und zur Sicherung der Einsatzbereitschaft der Katastrophenschutzeinheiten.

Der DRK-Landesgeschäftsführer Dr. Ralf Selbach bezeichnete die Situation als dramatisch. Die Hilfsorganisationen müssten den Großteil der Ausgaben für Ausbildung, Fahrzeuge und Material aus eigenen Mitteln finanzieren. Gleichzeitig seien die laufenden Betriebskosten wie Treibstoffe, Mieten und Energie in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Die Zuweisungen des Landes seien jedoch seit längerer Zeit nicht angepasst worden. Diese Diskrepanz gefährde die Einsatzfähigkeit der ehrenamtlich getragenen Strukturen.

Katastrophenschutz unter Druck: Länder fordern höhere Mittel – BGPress 1036204

Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes versorgen „Verletzte“ bei der Übung an der Einsatzstelle © Bernd Günther

Auch Dr. Joachim Schwind, geschäftsführendes Präsidialmitglied des Niedersächsischen Landkreistages, kritisiert die unzureichende Finanzierung. Landkreise und die Region Hannover müssten bereits heute deutlich höhere Beträge aufwenden, als sie vom Land erstattet bekommen. Für das Jahr 2025 liege der Landesanteil bei nicht einmal 70 Cent pro Einwohner. In der Realität gebe es Landkreise, deren tatsächliche Ausgaben das Sechsfache dieser Summe betragen würden. Vor dem Hintergrund zunehmender Sicherheitsrisiken sei eine finanzielle Neuausrichtung unumgänglich.

Selbach und Schwind, die beide seit 2017 auch dem niedersächsischen Landesbeirat Katastrophenschutz als stellvertretende Vorsitzende angehören, verweisen auf steigende Anforderungen: Naturkatastrophen, Pandemien, terroristische Bedrohungen und auch militärische Konflikte hätten die Bedeutung eines leistungsfähigen Katastrophenschutzes deutlich erhöht. Die Bevölkerung erwarte, dass die Behörden und Organisationen mit besonderen Aufgaben angemessen vorbereitet seien. Die sogenannte Zeitenwende dürfe sich nicht auf militärische Aspekte beschränken, sondern müsse auch zivile Schutzstrukturen erfassen.

Im Fokus der Forderungen steht die vollständige Umsetzung einer Landtagsentschließung vom 25. September 2024. Diese sieht unter anderem vor, auch konsumtive Kosten der Katastrophenschutzeinheiten – also laufende Betriebs- und Instandhaltungskosten – zu fördern. Zudem verlangen die Landkreise und das DRK eine Fortführung des im Jahr 2022 beschlossenen Ad-hoc-Finanzpakets über das Jahr 2026 hinaus. Dieses sei zwar ein erster Schritt gewesen, reiche jedoch nicht aus, um die strukturelle Unterfinanzierung zu beheben.

Kritik äußern Selbach und Schwind auch an der fehlenden Koordination mit dem Bund. Trotz der anerkannten Rolle des Katastrophenschutzes als Teil der zivilen Verteidigung gebe es bis heute kein abgestimmtes Maßnahmenpaket von Bund und Ländern. Zwar hätten die Länder über den Bundesrat Forderungen an den Bund gestellt, im Fokus stehe jedoch das Land Niedersachsen selbst.

Abschließend appellieren beide an die Landesregierung, im kommenden Landeshaushalt 2026 spürbare Verbesserungen einzuplanen. Auch im Rahmen des angekündigten Investitions-Sondervermögens solle ein Schwerpunkt auf den Ausbau der Katastrophenschutz-Infrastruktur gelegt werden. Nur so könne die Einsatzbereitschaft aufrechterhalten und die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet werden.

Vorstellung Jahresbilanz 2024 im Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst in Niedersachsen

Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt

2. Juli 2025/in Niedersachsen

Ministerin Behrens betont Bedeutung der erfolgreichen Nachwuchsarbeit für den Brandschutz.

HANNOVER (redu). Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens hat die Jahresbilanz 2024 für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt. Die Mitgliederzahlen der Feuerwehren stiegen erneut deutlich, insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendfeuerwehren.

Mit 31.635 Kindern und Jugendlichen verzeichneten die niedersächsischen Nachwuchsabteilungen im Jahr 2024 einen Zuwachs von 442 Mitgliedern. Insgesamt engagieren sich damit landesweit junge Menschen in 1.920 Jugendfeuerwehren, von denen 43 neu gegründet wurden. Diese Entwicklung wertete Behrens als deutliches Zeichen für die Attraktivität des Ehrenamts und als Investition in den künftigen Brandschutz. Besonders betont wurde der wachsende Anteil von Mädchen in den Nachwuchsabteilungen.

Innenministerin Behrens erklärte: „Die Einsatzbereitschaft und das Engagement der Menschen in Niedersachsen im Brand- und Katastrophenschutz sowie im Rettungsdienst ist herausragend. Und es freut mich sehr, dass die Kinder- und Jugendfeuerwehren so einen hohen Zuwachs haben. Denn diese Mädchen und Jungen sichern die Zukunft des flächendeckenden Brandschutzes in Niedersachsen.“

Zur weiteren Stärkung des Ehrenamts beschloss die Landesregierung, dass Jugendleiterinnen und Jugendleiter für ihre Tätigkeit künftig von ihren Arbeitgebern freigestellt werden können. Diese Regelung soll die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement verbessern und Anerkennung für den zeitintensiven Einsatz schaffen.

Neben personellen Entwicklungen spielt auch die technische Ausstattung eine zentrale Rolle im Brandschutz. Ein zentrales Projekt im Jahr 2024 war die Eröffnung der neuen Lehrleitstelle in Celle-Scheuen. Die Ausbildungsstätte wurde mit einem Investitionsvolumen von 9,2 Millionen Euro realisiert und bietet moderne Bedingungen für realitätsnahe Übungen. Leitstellenpersonal kann dort unter simulierten Einsatzbedingungen geschult werden, um auf ein wachsendes Notrufaufkommen, häufigere Unwetterlagen und mögliche Katastrophen besser vorbereitet zu sein.

Die zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel spiegeln sich bereits in konkreten Einsätzen wider. So war das Jahreswechsel-Hochwasser 2023/2024 laut Behrens ein eindrückliches Beispiel für die Belastungen im Katastrophenschutz. Über 55.000 Einsatzkräfte waren unter teils extremen Bedingungen im Einsatz. Für ihren außergewöhnlichen Einsatz stiftete die Landesregierung die Hochwasser-Ehrennadel 2023, die an die 49 unteren Katastrophenschutzbehörden zur Verteilung übergeben wurde.

Um die Einsatzfähigkeit aufrechtzuerhalten, investierte das Land umfangreich in Technik und Fahrzeuge. Dazu zählen unter anderem 13 neue Löschgruppenfahrzeuge für den Katastrophenschutz, vier Hochleistungsfördersysteme, vier Abrollbehälter für die Vegetationsbrandbekämpfung sowie acht sogenannte Führungszüge Land. Diese sollen die Koordination von Einsätzen unterstützen. Zusätzlich wurden mobile Hochwasserschutzsysteme, Sandsackfüllmaschinen, Zubehör sowie leistungsstarke Pumpen beschafft. Insgesamt beliefen sich die Investitionen in den Hochwasserschutz auf über 15 Millionen Euro.

Auch auf kommunaler Ebene wurden Investitionen gefördert: 33 finanzschwache Landkreise, Städte und Gemeinden erhielten im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs insgesamt 22,8 Millionen Euro für Projekte zur Verbesserung der Feuerwehrinfrastruktur. Damit sollen moderne Unterkünfte, Gerätehäuser und Ausstattungen ermöglicht werden.

Im Bereich des Rettungsdienstes wurde 2024 die Telenotfallmedizin weiter ausgebaut. Seit dem 1. Februar ist in Ems-Vechte ein zweiter Standort für Telenotärzte im 24/7-Betrieb aktiv. Die Zusammenarbeit mit dem bereits bestehenden Standort in Goslar wird nun erprobt. Ziel ist ein flächendeckendes Netz von Telenotarzt-Standorten, um die Versorgung auch in ländlichen Regionen zu verbessern. Der Landtag hatte dazu im Mai 2023 den Grundstein gelegt.

Ministerin Behrens forderte abschließend eine stärkere Beteiligung des Bundes an der Finanzierung des Zivilschutzes. Angesichts des demografischen Wandels und der zunehmenden Extremwetterereignisse sei ein zukunftsfester Katastrophenschutz nur mit nachhaltiger Unterstützung auf Bundesebene zu leisten.

  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328177
    Innenministerin Daniela Behrens und Landesbranddirektor Dieter Rohrberg stellten heute die Jahresbilanz Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst 2024 der Presse vor. © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328185
    Innenministerin Daniela Behrens und Landesbranddirektor Dieter Rohrberg stellten heute die Jahresbilanz Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst 2024 der Presse vor. © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328196
    Innenministerin Daniela Behrens und Landesbranddirektor Dieter Rohrberg lassen sich die neu Abfüllanlage für Trinkwasserbeutel erklären © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328211
    Landesbranddirektor Dieter Rohrberg präsentiert stolz das Ergebnis der neuen und derzeit einzigartigen Trinkwasserbeutel-Abfüllanlage in Niedersachsen. © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328212
    Bis zu 1.600 Trinkwasserbeutel mit je 500ml kann die neue Anlage mobil herstellen. © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328229
    Innenministerin Daniela Behrens mit dem Bedienpersonal der Feuerwehr für die neuen Container für. Vegetationsbrandbekämpfung © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328232
    Mit vier Personen läßt sich der Betrieb der neuen Trinkwasserbeutel-Abfüllanlage betreiben. © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328236
    Die fertigen Beutel mit Trinkwasser mit je 500ml, die auch in anderen Größen abgefüllt werden können, werden von den beiden Mitarbeiterinnen des Landesamtes vorgeführt. © Bernd Günther
  • Vorstellung Jahresbilanz 2024 im Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst in Niedersachsen
    Innenministerin Daniela Behrens und Landesbranddirektor Dieter Rohrberg zogen für das Jahr 2024 eine positive Bilanz. © Bernd Günther
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