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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Junge Blaumeise

Wildtierschutz: Jungtiere bitte nicht vorschnell mitnehmen

7. Mai 2025/in Niedersachsen

Behörden und Fachstellen raten zur Zurückhaltung beim Einsammeln junger Wildtiere.

HANNOVER (redu). Im Frühjahr häufen sich Fälle, in denen junge Wildtiere wie Vögel oder Eichhörnchen irrtümlich von Menschen aufgenommen und in Tierkliniken oder Auffangstationen gebracht werden. Die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen, die Landeshauptstadt Hannover und die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover warnen nun gemeinsam vor voreiligem Handeln.

Dr. Florian Brandes, Leiter der Wildtier- und Artenschutzstation, weist darauf hin, dass Jungvögel, die scheinbar allein am Boden sitzen, sich in einer normalen Entwicklungsphase befinden. In der sogenannten Ästlingsphase verlassen sie das Nest, bevor sie vollständig flugfähig sind. Die Elterntiere sind meist in der Nähe, meiden jedoch vorübergehend den Kontakt, wenn Menschen in der Umgebung sind.

Auch bei jungen Eichhörnchen ist Vorsicht geboten. Diese erkunden ab einem gewissen Alter eigenständig ihre Umgebung oder können durch einen Sturz aus dem Nest am Boden landen. Wie Professor Dr. Michael Pees von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover erklärt, sind gesunde Tiere grundsätzlich am Fundort zu belassen. Nur bei Verletzungen oder eindeutigem Verlassenwerden durch die Eltern sei ein Eingreifen erforderlich. Selbst bei guter Pflege seien die Überlebenschancen in Menschenhand deutlich schlechter.

Dr. Kirsten Görlich, zuständig für Veterinärwesen in der Landeshauptstadt Hannover, betont, dass es sich bei der Entnahme junger Wildtiere um Ausnahmefälle handeln muss, die gut überlegt sein sollten.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet grundsätzlich das Mitnehmen geschützter Wildtiere. Eine Ausnahme besteht bei offensichtlich verletzten oder kranken Tieren. In diesem Fall übernimmt die Person, die das Tier aufnimmt, auch die Verantwortung – inklusive der Versorgungskosten. Nach Genesung ist eine umgehende Freilassung verpflichtend. Bei streng geschützten Arten wie Feldhamstern oder Weißstörchen ist die Aufnahme der Unteren Naturschutzbehörde zu melden.

Empfehlungen zum richtigen Verhalten

  • Ausreichend Abstand halten, damit Elterntiere zurückkehren können.

  • Tiere zunächst über Stunden beobachten, bevor gehandelt wird.

  • Nur offensichtlich verletzte oder kranke Tiere mitnehmen.

  • Fundtiere möglichst nicht auf befahrenen Wegen liegen lassen, sondern an sichere Stellen umsetzen.

  • Vor einer Mitnahme tierärztlichen oder fachlichen Rat einholen – im Notfall bei der Feuerwehr anrufen (112), die in vielen Regionen Tierrettungseinheiten unterhält.

Einmal aus der Natur entnommene Tiere erleben großen Stress, sind oft fehlgeprägt und haben geringere Überlebenschancen. Fachleute in Tierarztpraxen oder Auffangstationen prüfen objektiv, ob eine Behandlung sinnvoll ist. Ist eine Rückkehr in die Natur nicht möglich, kann auch eine Einschläferung aus Tierschutzgründen erforderlich sein.

Streifenwagen von Innen

Digitalfunk der Einsatzkräfte fällt in ganz Deutschland aus

6. Mai 2025/in Panorama, Niedersachsen

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste greifen auf Notlösungen zurück – Problem ist behoben.

BERLIN (redu). Am 6. Mai 2025 war das bundesweite Digitalfunknetz der Sicherheitsbehörden ausgefallen. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste mussten teilweise auf alternative Kommunikationswege zurückgreifen.

Der Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) war am Dienstag bundesweit ausgefallen. Betroffen waren unter anderem Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in ganz Deutschland.

Das Bundesinnenministerium bestätigte die Störung auf Anfrage. Die Ursache für den Ausfall ist bisher nicht bekannt. Der Vorfall wird derzeit untersucht. Der BOS-Digitalfunk ist das zentrale Kommunikationsmittel für Einsatzkräfte. Ein Ausfall wie dieser kann die Koordination von Einsätzen erheblich beeinträchtigen. Nach Angaben aus internen Quellen wurden in einigen Regionen bereits alternative Kommunikationsmittel eingesetzt.

Bereits im Jahr 2022 kam es zu einem Ausfall des BOS-Netzes. Damals war eine technische Wartung die Ursache. Der aktuelle Vorfall ist jedoch schwerwiegender, da er mehrere Stunden andauert und bundesweit auftritt.

Laut Bundesinnenministerium ist die Einsatzfähigkeit der Kräfte weiterhin grundsätzlich gewährleistet. Notfallmaßnahmen seien aktiviert worden. Die Öffentlichkeit soll informiert werden, sobald nähere Erkenntnisse zur Störung vorliegen.

Der Vorfall machte deutlich, wie stark sicherheitsrelevante Bereiche von funktionierenden digitalen Infrastrukturen abhängig sind. 

Stellungnahme des BDBOS

Auf Anfrage teilte uns die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) im Wortlaut Folgendes mit:

Am 06.05.25 kam es am späteren Nachmittag für die Dauer von knapp 2 Stunden zu Störungen im BOS-Digitalfunknetz. Nach aktuellem Kenntnisstand waren hiervon zahlreiche Basisstationen und Leitstellen in verschiedenen Teilen des Bundesgebiets betroffen.

Bei der Prüfung der Systemtechnik wurden Netzwerkprobleme als Fehlerursache lokalisiert und behoben. Die Analyse wurde von der BDBOS und ihren Partnern mit höchster Priorität verfolgt und wird weiter fortgesetzt.

Durch die Störungen war die netzgebundene Kommunikation der Einsatzkräfte der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in den betroffenen Bereichen vorübergehend beeinträchtigt; die Kommunikation im Versorgungsbereich der jeweiligen Funkzelle war aber im sog. Fallback-Modus jederzeit möglich. Auch die Nutzung der Direktverbindung im netzungebundenen Modus (Direktmodus) stand durchgehend zur Verfügung, sodass die Einsatzkräfte innerhalb einer Funkzelle auch während der Störung miteinander kommunizieren konnten.

 

Rettungswagen

Bevölkerungsschutz: DRK Niedersachsen fordert bessere Finanzierung

28. April 2025/in Niedersachsen

DRK-Bereitschaften fordern mehr Mittel für Ehrenamt und Ausstattung.

BAD MÜNDER (redu). Beim Landesausschuss der DRK-Bereitschaften Niedersachsen in Bad Münder forderten rund 70 Vertreterinnen und Vertreter eine bessere finanzielle Ausstattung des Bevölkerungsschutzes. Angesichts steigender Anforderungen mahnten sie politische Unterstützung an.

Am 26. und 27. April 2025 kamen etwa 70 Delegierte der ehrenamtlichen Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus ganz Niedersachsen zum jährlichen Landesausschuss im Wilhelm-Gefeller-Tagungszentrum in Bad Münder zusammen. Schwerpunkt der Tagung waren die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Zivil- und Katastrophenschutz.

Hans Hartmann, Präsident des DRK-Landesverbandes Niedersachsen, betonte in seiner Rede die gemeinsame Verantwortung von Hilfsorganisationen, Gesellschaft und politisch Verantwortlichen, den Bevölkerungsschutz auf hohem Niveau zu halten. Dabei kritisierte er Einsparungen im Bereich der Landesmittel, die die Handlungsfähigkeit der DRK-Kreisverbände erheblich einschränkten. Besonders die sogenannten konsumtiven Kosten – also die Kosten für Wartung, Unterbringung und Instandhaltung von Einsatzmaterial und Fahrzeugen – würden bisher fast ausschließlich von den Hilfsorganisationen getragen. Hartmann forderte hier eine spürbare Entlastung durch die Katastrophenschutzbehörden.

Auch Landesbereitschaftsleiter Holger Klünder stellte klar, dass angesichts wachsender Bedrohungslagen wie Naturkatastrophen, Pandemien oder Angriffen auf kritische Infrastrukturen eine stärkere staatliche Unterstützung zwingend notwendig sei. Ohne die rund 7.000 ehrenamtlichen Kräfte der DRK-Bereitschaften sei eine effektive Bewältigung von Katastrophenlagen nicht möglich. Deshalb müsse die Finanzierung für Ausstattung und Ausbildung der Einsatzkräfte deutlich aufgestockt werden.

Dr. Christian Kielhorn, Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK), nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil. In einer Podiumsdiskussion hob er die bedeutende Rolle der ehrenamtlichen Bereitschaften hervor und dankte für deren Engagement. Er bekräftigte, dass die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für die Gefahrenabwehr oberstes Ziel des NLBK sei.

Patrick Smolin vom DRK-Generalsekretariat Berlin referierte über die zivil-militärische Zusammenarbeit, insbesondere die Unterstützung durch den Sanitätsdienst der Bundeswehr im Katastrophenfall. Ergänzend berichtete Dr. Uwe Lühmann, DRK-Landesbeauftragter für Katastrophenschutz, über die Arbeit der Katastrophenschutzbeauftragten in Niedersachsen.

In einem weiteren Workshop widmeten sich die Teilnehmenden der Nachwuchsförderung und Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz. Die Gewinnung junger Ehrenamtlicher wird als wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Bereitschaften gesehen.

Die Aufgaben der DRK-Bereitschaften umfassen nach einer Grundausbildung verschiedene Spezialisierungen, etwa in den Bereichen Drohnenbetrieb, Bergwacht, Wasserwacht, Rettungshundearbeit oder psychosoziale Notfallversorgung. Die Ehrenamtlichen sind bei Großveranstaltungen, Rettungseinsätzen sowie bei Naturkatastrophen im Einsatz und betreiben im Bedarfsfall Notunterkünfte für Geflüchtete oder Evakuierte.

Der DRK-Landesverband Niedersachsen unterstützt 44 Kreisverbände mit insgesamt 974 Ortsvereinen. Über 208.000 Mitglieder tragen die Arbeit des Verbandes, rund 20.400 Menschen engagieren sich ehrenamtlich, davon etwa 7.000 in den Bereitschaften. Zusätzlich sind rund 5.000 Kinder und Jugendliche im Jugendrotkreuz aktiv. Das DRK ist zudem einer der größten Arbeitgeber im Sozial- und Gesundheitswesen in Niedersachsen mit etwa 27.000 hauptamtlichen Beschäftigten.

Stauhilfe Johanniter Motorradstaffel

Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz

17. April 2025/in Niedersachsen

80 ehrenamtliche Johanniter unterstützen mit 23 Motorrädern Reisende auf Autobahnen in Niedersachsen.

HANNOVER (redu). Die Johanniter-Motorradstaffeln haben ihren Einsatzbetrieb zur Ferienreisezeit 2025 aufgenommen. Mit 23 Motorrädern unterstützen 80 Ehrenamtliche die Verkehrssicherheit auf niedersächsischen Autobahnen.

Pünktlich zum Beginn der Osterferien hat die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. ihre ehrenamtlichen Motorradstaffeln in Niedersachsen und Bremen wieder in Betrieb genommen. Rund 80 Helferinnen und Helfer stehen für die Reisesaison bereit. Sie sind mit insgesamt 23 Motorrädern entlang wichtiger Autobahnabschnitte im Einsatz, um bei Staus, Unfällen und Pannen schnell und gezielt Hilfe zu leisten. Die Einsatzzeit läuft bis zum Ende der Herbstferien.

Die offizielle Saisoneröffnung fand am Gründonnerstag im ADAC-Fahrsicherheitszentrum Hannover/Laatzen statt. Neben den ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern waren auch Daniela Behrens, Niedersachsens Innenministerin, Stefan Radmacher vom Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe und ADAC-Vertreter Michael Weber anwesend.

Innenministerin Behrens betonte bei der Veranstaltung die langjährige und bewährte Zusammenarbeit zwischen den Motorradstaffeln, der Polizei und weiteren Partnern. Die Helferinnen und Helfer seien seit der Expo 2000 auf niedersächsischen Autobahnen aktiv und unterstützen seither sowohl die Polizei als auch Verkehrsteilnehmende in Ausnahmesituationen. Im Jahr 2024 wurden auf den Autobahnen des Landes rund 15.000 Unfälle registriert. Dabei gab es knapp 2.300 Verletzte. In solchen Situationen seien die ehrenamtlichen Motorradstaffeln ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsstruktur, so Behrens.

Johanniter-Landesvorstand Stefan Radmacher verwies auf das 25-jährige Bestehen der organisierten Motorradstaffeln seit ihrer strukturellen Einführung zur Expo 2000. Damals wurden erstmals gezielt Motorräder beschafft und systematisch eingesetzt, um auf das erhöhte Verkehrsaufkommen zu reagieren. Die positive Entwicklung setzte sich seither kontinuierlich fort – auch durch die Zusammenarbeit mit Partnern wie der Polizei und dem ADAC. Besonders betonte Radmacher die wachsenden Qualifikationen der Ehrenamtlichen in Bereichen wie Fahrsicherheit und Notfalleinsatz.

Für den Betrieb der Staffel und die Ausstattung von Mensch und Maschine investiert die Johanniter-Unfall-Hilfe jährlich rund 100.000 Euro. Die Ausstattung umfasst neben modernen Motorrädern auch medizinisches Gerät zur Ersten Hilfe. Viele der regionalen Staffeln bemühen sich zusätzlich, durch lokale Kooperationen oder Sponsoring weitere Mittel zu gewinnen.

In der Saison 2024 leisteten die Einsatzkräfte 5.154 ehrenamtliche Stunden an über 400 Einsatztagen. In 970 Einsätzen wurden Verkehrsteilnehmende direkt unterstützt. Dabei legten die 23 Motorräder insgesamt mehr als 135.000 Kilometer zurück. Dies entspricht einem Anstieg von rund 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Seit 2012 besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt. Der Automobilclub unterstützt das ehrenamtliche Engagement nicht nur finanziell, sondern auch durch Trainingsangebote. Unter dem Motto „Wir sind da“ erhalten die Helfenden etwa vor Saisonbeginn ein intensives Fahrsicherheitstraining im ADAC-Zentrum in Laatzen.

Die Eröffnung der Saison beinhaltete auch eine Andacht und ein Segensgebet durch die Johanniter-Landespfarrerin Inge Matern. Im Anschluss begaben sich die Fahrerinnen und Fahrer zu einem Übungsprogramm auf die Trainingsfläche des Zentrums.

Die Johanniter-Motorradstaffeln sind insbesondere auf den Autobahnen A1, A2, A7, A27, A28 und A29 unterwegs – häufig an stark frequentierten Autobahnkreuzen. Dort helfen sie bei Pannen, leisten Erste Hilfe, sichern Unfallstellen oder koordinieren Abschleppdienste. Zu den Aufgaben zählt auch die Unterstützung bei der Bildung von Rettungsgassen sowie bei Bedarf das Verteilen von Wasser oder Spielzeug an staugeplagte Familien.

Weitere Informationen zu den Einsätzen und zur Organisation der Motorradstaffeln finden sich unter www.johanniter.de/motorradstaffel-nb.

  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286531
    Pünktlich zum Osterwochenende startete die JUH Motorradstaffel mit ihren Stauhelfern im Beisein von Innenministerin Daniela Behrens. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286547
    Polizei und ehrenamtliche Stauhelfer der Johanniter - Motoradstaffel gemeinsam als Team. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286596
    Pünktlich zum Osterwochenende startete die JUH Motorradstaffel mit ihren Stauhelfern im Beisein von Innenministerin Daniela Behrens. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286680
    Pünktlich zum Osterwochenende startete die JUH Motorradstaffel mit ihren Stauhelfern im Beisein von Innenministerin Daniela Behrens. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1296821
    Für die Pressevertreter ging es zum Schluß noch durch eine Wasserwand. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1296836
    Ein Fahrer der Johanniter - Motorradstaffel durchquert die Wasserwand auf dem ADAC Verkehrsübungsplatz in Laatzen. © Bernd Günther
  • Stauhilfe Johanniter Motorradstaffel
    Ab dem Osterwochenende sind sie als ehrenamtliche Stauhelfer der Johanniter auf den Autobahnen unterwegs. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286465
    Moderne Funkkommunikation ist in dem Helm der Johanniter Motorradstaffel eingebaut. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286471
    Symbolbild Motorradstaffel Warnweste © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286482
    Innenministerin Daniela Behrens eröffnet die Saison der Johanniter - Motorradstaffel. (v.l. Inge Matern, Stefan Rademacher, Daniela Behrens, Michael Weber) © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286490
    Die Innenministerin vertrat bei dem Saisonauftakt die Polizei. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286497
    Pünktlich zum Osterwochenende startete die JUH Motorradstaffel mit ihren Stauhelfern im Beisein von Innenministerin Daniela Behrens. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286509
    Gespräch zwischen Innenministerin Daniela Behrens und einem Mitglied der Johanniter - Motorradstaffel. © Bernd Günther
  • Stauhilfe auf zwei Rädern: Johanniter wieder im Einsatz – BGPress 1286522
    Dicht hintereinander fahren die geübten Stauhelfer der Johanniter auf ihren Motorrädern auf einen Rundkurs. © Bernd Günther
Bekleidungsordnung Feuerwehr

Niedersachsen führt moderne Feuerwehrkleidung ein

10. April 2025/in Niedersachsen

Kommunen entscheiden selbst über Umstellung und Modellwahl der neuen Dienstbekleidung.

HANNOVER (redu). Ab dem 11. April 2025 gilt in Niedersachsen eine neue Feuerwehrverordnung. Diese ermöglicht unter anderem die Einführung moderner Dienstkleidung in den Feuerwehren.

Mit Veröffentlichung im Niedersächsischen Amtsblatt ist am 10. April 2025 die geänderte Feuerwehrverordnung (FwVO) bekannt gemacht worden. Sie tritt am Freitag, den 11. April, in Kraft. Ein zentrales Element ist die Einführung einer neuen, modernen Dienstkleidung für Feuerwehrangehörige in Niedersachsen.

Die Neufassung ist das Ergebnis der Arbeit der Strukturkommission „Einsatzort Zukunft“, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Bereiche der Feuerwehr, kommunaler Verbände und des Landes mitwirkten. Ziel war es, die Feuerwehrstrukturen im Land zu stärken und zukunftssicher zu gestalten.

Die neue Dienstkleidung wurde unter Leitung des Landesfeuerwehrverbandes entwickelt. Sie soll nicht nur den praktischen Anforderungen entsprechen, sondern auch zur Attraktivität des Ehrenamts beitragen. Parallel dazu wurden auch die Dienstgradabzeichen neugestaltet.

Innenministerin Daniela Behrens sieht in der neuen Verordnung ein Zeichen der Anerkennung für die Einsatzkräfte: „Mit der Änderung der Feuerwehrverordnung geht das Land Niedersachsen einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft der Feuerwehren.“

Die Entscheidung über den Zeitpunkt der Umstellung obliegt den Städten und Gemeinden. Es gibt keine verbindliche Frist. Auch die Auswahl des Uniformmodells liegt bei den Kommunen. Die bisherige Kleidung kann übergangsweise weiter genutzt werden. Damit sollen finanzielle Spielräume der Kommunen berücksichtigt werden.

Neben Regelungen zur Kleidung enthält die Verordnung auch Anpassungen zur Ausbildung in den Freiwilligen Feuerwehren.

Unfalltote Niedersachsen© Bernd Günther

Niedersachsen 2024: So wenige Verkehrstote wie nie zuvor

7. April 2025/in Niedersachsen

Polizei meldet Rückgang bei tödlichen Verkehrsunfällen – Schwerpunkte bleiben bestehen.

HANNOVER (redu). Im Jahr 2024 ist die Zahl der Verkehrstoten in Niedersachsen deutlich gesunken. Mit 347 Todesopfern erreichte das Land einen neuen Tiefstwert seit Beginn der statistischen Erfassung. Auch die Zahl der Schwerverletzten ging zurück. Die Polizei will Kontrollmaßnahmen ausweiten.

Verkehrsunfallstatistik 2024: Rückgang bei Unfällen und Todesopfern
Die Polizei Niedersachsen hat im Jahr 2024 insgesamt 209.001 Verkehrsunfälle registriert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 1,8 Prozent beziehungsweise 3.929 Unfällen. Damit setzt sich der Trend einer leichten Abnahme fort.

Die Zahl der Verkehrstoten sank um 18 Prozent auf 347. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der statistischen Erhebungen vor mehr als 70 Jahren. Auch bei den Schwerverletzten wurde ein Rückgang verzeichnet: 4.961 Menschen wurden schwer verletzt, im Vorjahr waren es 5.150. Die Zahl der Leichtverletzten verringerte sich geringfügig auf 36.083 Personen.

Ministerin Behrens: Jeder Todesfall ist einer zu viel
Innenministerin Daniela Behrens wertete den Rückgang als positiv, betonte jedoch, dass jeder Todesfall im Straßenverkehr einer zu viel sei. Besonders auffällig sei der Anstieg der Todesfälle in der Altersgruppe der jungen Erwachsenen sowie bei sogenannten Baumunfällen.

Im Jahr 2024 starben 58 junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 24 Jahren – fünf mehr als im Vorjahr. Davon waren 37 mit dem Pkw und 15 mit motorisierten Zweirädern unterwegs. 28 Personen aus dieser Altersgruppe starben bei einem Aufprall gegen einen Baum.

Seniorinnen und Senioren überdurchschnittlich betroffen
126 Verkehrstote entfielen auf Menschen ab 65 Jahren, das waren 16 weniger als 2023. Ihr Anteil an den Verkehrstoten lag bei rund 36 Prozent, obwohl sie nur etwa 23 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Etwa die Hälfte der verunglückten älteren Menschen war zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einem Pedelec unterwegs.

Weniger Todesopfer bei Radfahrenden
Die Zahl der getöteten Radfahrenden sank im Vergleich zum Vorjahr deutlich: 49 Menschen kamen ums Leben, 31 Prozent weniger als 2023. 38 von ihnen waren über 65 Jahre alt, 30 nutzten zum Unfallzeitpunkt ein Pedelec. Die Entwicklung zeigt, dass ältere Radfahrende weiterhin eine besonders gefährdete Gruppe darstellen.

Motorradunfälle bleiben auf Vorjahresniveau
Die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrenden blieb 2024 mit 59 stabil. 48 davon waren mit einem Motorrad über 125 ccm unterwegs – das sind drei mehr als im Vorjahr. Die Landesregierung kündigt verstärkte Aufklärungsmaßnahmen zu Beginn der Motorradsaison an.

Gefahren auf Landstraßen: Baumunfälle weiterhin ein Schwerpunkt
Zwei Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle ereigneten sich 2024 auf Landstraßen. Die Zahl der sogenannten Baumunfälle ging leicht zurück auf 3.109. Dennoch stieg die Zahl der Todesopfer in diesem Bereich von 111 auf 117. 601 Menschen wurden dabei schwer verletzt, 1.591 leicht. Beide Zahlen sanken im Vergleich zu 2023.

Weniger Verkehrstote auf Autobahnen
Auf niedersächsischen Autobahnen starben 2024 insgesamt 20 Personen – das waren 17 weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist damit besonders deutlich ausgefallen.

Alkohol und Drogen: Zahl der Todesopfer leicht gesunken
Die Zahl der unter Alkohol- oder Drogeneinfluss tödlich Verunglückten sank von 25 auf 23. Die Gesamtzahl der damit in Verbindung stehenden Unfälle lag 2024 bei 4.282 – ein Rückgang um 4,2 Prozent.

Konkrete Auswirkungen der im April 2024 eingeführten Cannabislegalisierung lassen sich laut Polizei Niedersachsen noch nicht beurteilen. Gründe sind unter anderem die erst im Spätsommer erfolgte Anpassung der THC-Grenzwerte sowie die fehlende Verfügbarkeit geeigneter Testmittel.

Kontrollschwerpunkte bleiben Geschwindigkeit und Fahrtüchtigkeit
Zu hohe Geschwindigkeit bleibt die häufigste Ursache tödlicher Unfälle. Weitere Hauptursachen waren Vorfahrtsverstöße, Abbiegefehler, riskantes Überholen und zu geringer Abstand.

Die Polizei plant 2025 landesweite Kontrolltage. Neben Autofahrenden sollen auch Fahrende von Motorrädern, E-Scootern und Fahrrädern einbezogen werden. Ziel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Prävention und konsequente Ahndung von Regelverstößen.

Die Unfalluhr 2024 in Niedersachsen
Alle 2,5 Minuten: ein polizeilich erfasster Unfall
Alle 13 Minuten: eine verunglückte Person
Alle 50 Minuten: ein verletzter Radfahrender
Alle 82 Minuten: ein verunglückter junger Erwachsener
Alle 86 Minuten: ein verunglückter Senior oder eine Seniorin
Alle 2 Stunden: ein Unfall durch fahruntüchtige Fahrende
Alle 2,5 Stunden: ein tödlich verunglückter Motorradfahrender
Alle 2 bis 3 Stunden: ein Unfall mit Baumkontakt
Alle 2 bis 3 Stunden: ein verunglückter Pedelec-Fahrender
Alle 3,5 Stunden: ein verunglückter Fußgänger
Jeden Tag: mindestens ein Verkehrstoter

Vorstellung neue Handys der Polizei NIedersachsen

Niedersachsens Polizei erhält neue Smartphones für den Einsatzdienst

31. März 2025/in Niedersachsen

Mehr als 9.500 neue Geräte sollen die Polizeiarbeit effizienter machen.

HANNOVER / WUNSTORF (redu). Die Polizei in Niedersachsen führt landesweit über 9.500 neue Smartphones ein. Die Geräte sollen den Einsatz- und Streifendienst digital unterstützen und ermöglichen eine effizientere Bearbeitung alltäglicher Aufgaben.

Die Polizei Niedersachsen stattet ihre Einsatzkräfte mit neuer digitaler Technik aus. Über 9.500 moderne Smartphones werden schrittweise eingeführt. Ziel ist es, Arbeitsprozesse zu vereinfachen und bisher papierbasierte Vorgänge abzulösen. Die Einführung startete im Januar 2025 und soll bis zum Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein.

Niedersachsens Polizei erhält neue Smartphones für den Einsatzdienst – BGPress 1274668

Unfälle werden demnächst direkt vor Ort per Handy der Polizei digital über eine App aufgenommen. © Bernd Günther

Am 31. März 2025 informierte sich Innenministerin Daniela Behrens im Polizeikommissariat Wunstorf über die Einsatzmöglichkeiten der neuen Technik. Dort wurde im Rahmen eines Termins ein Verkehrsunfall simuliert. Die Aufnahme des Unfalls erfolgte vollständig digital mit einer neu entwickelten App. Diese sogenannte Verkehrsunfall-App ermöglicht es, Bagatellunfälle ohne handschriftliche Protokolle zu dokumentieren.

Die neuen Smartphones basieren auf dem iOS-Betriebssystem. Sie sind mit verschiedenen polizeispezifischen Anwendungen ausgestattet, die sowohl bewährte als auch neue Funktionen bieten. Dazu gehört unter anderem das Scannen von Ausweisdokumenten, die Überprüfung auf Echtheit sowie der automatisierte Abgleich mit Fahndungsdatenbanken.

Niedersachsens Polizei erhält neue Smartphones für den Einsatzdienst – BGPress 1274691

Mit der App können Unfalldaten schnell erfasst werden. © Bernd Günther

Innenministerin Behrens erklärte, dass die digitalen Geräte die tägliche Arbeit der Polizistinnen und Polizisten deutlich erleichtern sollen. Durch die neuen Apps könne Zeit eingespart werden, da auf manuelle Prozesse verzichtet werden könne. Laut Behrens sei dies ein bedeutender Schritt in Richtung moderner Polizeiarbeit.

Auch der Landespolizeipräsident Axel Brockmann begrüßte die Einführung der Geräte. Er sprach von einer spürbaren Entlastung im Arbeitsalltag und einem fortschreitenden Abbau papierbasierter Verfahren. Die neuen Smartphones sind bereits die dritte Gerätegeneration im Rahmen der Digitalisierungsstrategie der Polizei Niedersachsen.

Mit der aktuellen Ausstattung wird die Anzahl der im Dienst verwendeten Smartphones im Vergleich zur vorherigen Generation verdoppelt. Die Geräte werden in verschiedenen operativen Einheiten genutzt, insbesondere im Einsatz- und Streifendienst.

Um den langfristigen Betrieb der Smartphones sicherzustellen, wurde der Haushalt der Polizei Niedersachsen dauerhaft angepasst. Seit 2025 stehen jährlich sieben Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Darüber hinaus arbeitet die Polizei des Landes bei der Entwicklung neuer digitaler Anwendungen eng mit anderen Landes- und Bundespolizeien zusammen.

Winterzeit endet

Sommerzeit: Tipps zur Umstellung am 30. März

29. März 2025/in Niedersachsen

Eine Stunde weniger Schlaf: So gelingt die Umstellung auf Sommerzeit.

HANNOVER (redu). In der Nacht zum 30. März 2025 beginnt in Deutschland die Sommerzeit. Damit verbunden ist die jährliche Zeitumstellung.

Am Sonntag, den 30. März 2025, beginnt die Sommerzeit. Um 2 Uhr morgens werden die Uhren eine Stunde vorgestellt – auf 3 Uhr. Die Zeitumstellung gilt in allen EU-Staaten, auch wenn ihre Abschaffung bereits 2019 vom EU-Parlament beschlossen wurde. Die konkrete Umsetzung steht immer noch aus.

Die Umstellung bringt eine Stunde weniger Schlaf. Besonders betroffen sind Kinder, Tiere und Menschen mit einem festen Tagesablauf. Der Körper benötigt häufig mehrere Tage, um sich auf die neue Zeit einzustellen.

Zur besseren Vorbereitung auf den Wechsel wird empfohlen, bereits am Freitag und Samstag etwas früher schlafen zu gehen. Auch Tageslicht am Sonntagmorgen hilft dem Körper, sich an den veränderten Rhythmus anzupassen. Regelmäßige Essenszeiten und Bewegung zur gewohnten Zeit unterstützen zusätzlich die innere Uhr.

Neben der körperlichen Umstellung ist auch die Technik betroffen. Viele digitale Geräte wie Smartphones oder Computer aktualisieren die Zeit automatisch. Es gibt jedoch Ausnahmen. Hier einige Beispiele:

  • Analoge Armbanduhren: Diese müssen manuell eine Stunde vorgestellt werden.

  • Digitale Parkuhren oder Küchenzeitschaltuhren: Ebenfalls manuell umstellen, meist per Knopfdruck oder Menüführung.

  • Funkuhren: Falls kein Signal empfangen wird (z. B. in Kellerräumen), können sie meist manuell korrigiert oder an einen besseren Empfangsort gebracht werden.

  • Auto-Uhren: Je nach Modell erfolgt die Umstellung automatisch oder muss im Bordmenü angepasst werden.

  • Backofen- und Mikrowellenuhren: Auch hier ist meist eine manuelle Umstellung erforderlich.

Sommerzeit: Tipps zur Umstellung am 30. März – Mikrowelle Uhrzeit

Auch Haushaltsuhren sollten umgestellt werden.

Ein praktischer Tipp: Nutzen Sie die Gelegenheit, alle Uhren im Haushalt zeitnah auf einmal zu überprüfen und bei Bedarf zu stellen. So vermeiden Sie Verwirrung am Montagmorgen.

Die nächste Zeitumstellung erfolgt am letzten Sonntag im Oktober. Dann wird die Uhr wieder zurückgestellt.

Geldautomatensprengung in Altwarmbüchen© Bernd Günther

Internationale Konferenz zur Bekämpfung von Geldautomatensprengungen

28. Februar 2025/in Niedersachsen

Niedersachsen richtet internationale Konferenz zur Kriminalitätsbekämpfung aus.

OSNABRÜCK (redu). In Osnabrück haben sich Experten aus 14 Bundesländern und sieben europäischen Ländern getroffen, um Maßnahmen gegen Geldautomatensprengungen zu beraten. Die dreitägige Konferenz diente dem Austausch über neue Fahndungsstrategien und technische Entwicklungen im Kampf gegen diese Form der Kriminalität.

Die Sprengung von Geldautomaten bleibt eine ernsthafte Bedrohung. Trotz eines Rückgangs der Fallzahlen in Deutschland bleibt die Gefahr hoch, insbesondere durch den verstärkten Einsatz fester Explosivstoffe. Diese Sprengungen können erhebliche Schäden verursachen, die mit kleinen Erdbeben vergleichbar sind. Zudem nutzen Tätergruppen dieselbe Technik zunehmend für Raubüberfälle auf Museen und Kunstgalerien in anderen europäischen Ländern.

Europäische Zusammenarbeit verstärkt

Angesichts dieser Entwicklung verstärken Polizei und Justiz ihre Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. Vom 25. bis 27. Februar 2025 trafen sich rund 120 Fachleute in Osnabrück zu einer Konferenz, die vom Landeskriminalamt Niedersachsen und der Polizeidirektion Osnabrück organisiert wurde. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch das EU-Projekt „ISF LUMEN“, das unter der Federführung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg steht.

Zu den Teilnehmern gehörten Vertreter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Belgien, Frankreich und den Niederlanden sowie Experten von Europol, Eurojust und dem Bundeskriminalamt. Die Konferenz umfasste Fachvorträge und Workshops zu Fahndungsmethoden, Tatortanalysen und dem Einsatz künstlicher Intelligenz in Ermittlungen. Ziel ist es, grenzüberschreitende Ermittlungsansätze weiterzuentwickeln und Täter effektiver zu verfolgen.

Politische Unterstützung und klare Botschaften

Michael Maßmann, Präsident der Polizeidirektion Osnabrück und Verantwortlicher für das EU-Projekt „LUMEN“, eröffnete die Konferenz. Er betonte die Fortschritte, die durch internationale Zusammenarbeit erzielt wurden: „Wir verbessern die Strafverfolgung, nehmen Täter fest und schützen die Bevölkerung vor dieser gefährlichen Kriminalitätsform. Unser EU-Projekt bringt Experten zusammen, organisiert Konferenzen und unterstützt Ermittlungen. Die Täter sollen sich nirgendwo mehr sicher fühlen.“

Auch Friedo de Vries, Präsident des Landeskriminalamtes Niedersachsen, machte deutlich, dass trotz sinkender Fallzahlen keine Entwarnung gegeben werden kann. Er verwies auf die hohe Sprengkraft der verwendeten Explosivstoffe sowie die Rücksichtslosigkeit der Täter auf ihren Fluchtfahrten. „Wir setzen auf technische Aufrüstung der Geldautomaten und verstärkte Ermittlungsstrategien. Die Bündelung der Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück hat sich als Erfolgsfaktor erwiesen.“

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens hob die Erfolge der bisherigen Maßnahmen hervor, betonte jedoch die Notwendigkeit weiterer internationaler Kooperation: „Kriminelle achten nicht auf Grenzen. Deshalb ist die länderübergreifende Zusammenarbeit entscheidend. Diese Konferenz hilft uns, neue Strategien zu entwickeln und bestehende Konzepte weiter auszubauen.“

Fazit der Konferenz

Die Teilnehmer der Konferenz waren sich einig: Eine nachhaltige Bekämpfung von Geldautomatensprengungen erfordert enge internationale Zusammenarbeit. Polizei und Justiz werden ihre Anstrengungen weiter intensivieren, um den Tätern das Handwerk zu legen. Die Ergebnisse der Konferenz sollen in zukünftige Ermittlungs- und Fahndungsstrategien einfließen, um das Vorgehen gegen organisierte Kriminalität weiter zu verbessern.

Bundestagswahl

So hat Niedersachsen gewählt

24. Februar 2025/in Niedersachsen, Politik

Deutlich gestiegene Wahlbeteiligung und veränderte Sitzverteilung. Das vorläufige Endergebnis für Niedersachsen.

HANNOVER (redu). Die Bundestagswahl am 23. Februar 2025 brachte für Niedersachsen eine hohe Wahlbeteiligung und eine veränderte Sitzverteilung im Bundestag. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis stellt das Land 65 Abgeordnete im Parlament – neun weniger als zuvor.

Nach Angaben des Niedersächsischen Landeswahlleiters Markus Steinmetz lag die Wahlbeteiligung bei 83,4 Prozent. Dies bedeutet einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu 2021, als sie 74,7 Prozent betrug. Steinmetz dankte den rund 80.000 ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern für ihren Einsatz. Die ersten Ergebnisse aus Niedersachsen trafen um 21:05 Uhr aus dem Wahlkreis 37 Lüchow-Dannenberg – Lüneburg ein, das landesweite Gesamtergebnis wurde um 01:13 Uhr an die Bundeswahlleiterin übermittelt.

So hat Niedersachsen gewählt – BGPress 1251863

Punkt 18:00 Uhr wurden im Rathaus der Landeshauptstadt die Briefwahlurnen zur Auszählung geöffnet © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Ergebnisse und Sitzverteilung

Durch die bundesweite Verkleinerung des Bundestages von 733 auf 630 Sitze reduzierte sich auch die Anzahl der Abgeordneten aus Niedersachsen. Während die SPD mit 17 Mandaten (-9) deutliche Verluste verzeichnete, konnte die CDU mit 21 Sitzen (+3) zulegen. Die AfD erreichte 13 Mandate (+7), während die Grünen mit 8 Sitzen (-5) Verluste hinnehmen mussten. Die Linke verdoppelte ihre Mandate auf 6 (+3). Die FDP verlor alle ihre bisherigen 8 Sitze und ist nicht mehr im Bundestag vertreten.

Parteiergebnisse in Niedersachsen

Bei den Zweitstimmen führte die SPD mit 28,1 Prozent, gefolgt von der CDU mit 24,2 Prozent. Die Grünen erzielten 11,5 Prozent, während die AfD 17,8 Prozent erreichte. Die Linke erhielt 8,1 Prozent, die FDP kam nur auf 4,1 Prozent und schaffte es somit nicht mehr in den Bundestag. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erzielte 3,8 Prozent.

Fazit

Die Bundestagswahl in Niedersachsen brachte eine deutlich höhere Wahlbeteiligung und starke Veränderungen in der Sitzverteilung. Während die SPD Mandate verlor, konnte die CDU Zugewinne verbuchen. Die AfD und die Linke steigerten ihre Präsenz, während die FDP aus dem Bundestag ausschied. Niedersachsen wird nun mit 65 Abgeordneten im neu gewählten Bundestag vertreten sein.

Stadtwahlleiter

Stadtwahlleiter Sascha Kusz zeigte sich sehr zufrieden mit der Wahlbeteiligung in der Landeshauptstadt. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Gegen 04:10 Uhr gab die Bundeswahlleiterin in Wiesbaden das vorläufige Endergebnis bekannt.

CDU stärkste Kraft – AfD zweitstärkste Partei

Die Bundeswahlleiterin hat das vorläufige Ergebnis der Bundestagswahl 2025 bekannt gegeben. Die CDU erreichte 22,6 % der Zweitstimmen, gefolgt von der AfD mit 20,8 %. Die SPD rutschte auf 16,4 % ab.

Die Bundestagswahl 2025 veränderte die politische Landschaft deutlich. Die CDU legte im Vergleich zur Wahl 2021 zu und erreichte mit 22,6 % die meisten Zweitstimmen. Die AfD konnte ihren Stimmenanteil verdoppeln und kommt auf 20,8 %. Die SPD musste erhebliche Verluste hinnehmen und erzielte 16,4 %.

Die Grünen verloren ebenfalls an Zustimmung und kamen auf 11,6 %. Die Linke legte leicht zu und erreichte 8,8 %, während die CSU 6,0 % erhielt. Die FDP scheiterte mit 4,3 % an der Fünf-Prozent-Hürde und wird im neuen Bundestag nicht vertreten sein. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verpasste mit 4,97 % ebenfalls den Einzug.

Zweitstimmenergebnisse der Bundestagswahl 2025

Partei Bundestagswahl 2025 Bundestagswahl 2021
CDU 22,6 % 19,0 %
AfD 20,8 % 10,4 %
SPD 16,4 % 25,7 %
GRÜNE 11,6 % 14,7 %
Die Linke 8,8 % 4,9 %
CSU 6,0 % 5,2 %
FDP 4,3 % 11,4 %
SSW 0,2 % 0,1 %
Sonstige 9,4 % 8,6 %
darunter: BSW 4,97 % –

(Quelle: Die Bundeswahlleiterin)

Die Wahlbeteiligung lag mit 82,5 % deutlich über der von 2021 (76,4 %). Im neuen Bundestag werden 630 Abgeordnete sitzen. Die CDU stellt mit 164 Mandaten die größte Fraktion. Die AfD kommt auf 152 Sitze, die SPD auf 120. Die Grünen erhalten 85 Mandate, die Linke 64 und die CSU 44. Der SSW ist mit einem Sitz vertreten.

Sitzverteilung im Bundestag 2025

Partei Sitze 2025 Wahlkreissitze 2025 Sitze 2021 Wahlkreissitze 2021
CDU 164 128 152 98
AfD 152 42 83 16
SPD 120 44 206 121
GRÜNE 85 12 118 16
Die Linke 64 6 39 3
CSU 44 44 45 45
FDP – – 91 –
SSW 1 – 1 –

(Quelle: Die Bundeswahlleiterin)

Das endgültige Wahlergebnis wird voraussichtlich am 14. März 2025 durch den Bundeswahlausschuss offiziell festgestellt.

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