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Wichtige Nachrichten aus Niedersachsen: Landespolitik, Behörden, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Alle landesweiten Themen auf einen Blick.

Vorstellung Jahresbilanz 2024 im Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst in Niedersachsen

Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt

2. Juli 2025/in Niedersachsen

Ministerin Behrens betont Bedeutung der erfolgreichen Nachwuchsarbeit für den Brandschutz.

HANNOVER (redu). Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens hat die Jahresbilanz 2024 für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt. Die Mitgliederzahlen der Feuerwehren stiegen erneut deutlich, insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendfeuerwehren.

Mit 31.635 Kindern und Jugendlichen verzeichneten die niedersächsischen Nachwuchsabteilungen im Jahr 2024 einen Zuwachs von 442 Mitgliedern. Insgesamt engagieren sich damit landesweit junge Menschen in 1.920 Jugendfeuerwehren, von denen 43 neu gegründet wurden. Diese Entwicklung wertete Behrens als deutliches Zeichen für die Attraktivität des Ehrenamts und als Investition in den künftigen Brandschutz. Besonders betont wurde der wachsende Anteil von Mädchen in den Nachwuchsabteilungen.

Innenministerin Behrens erklärte: „Die Einsatzbereitschaft und das Engagement der Menschen in Niedersachsen im Brand- und Katastrophenschutz sowie im Rettungsdienst ist herausragend. Und es freut mich sehr, dass die Kinder- und Jugendfeuerwehren so einen hohen Zuwachs haben. Denn diese Mädchen und Jungen sichern die Zukunft des flächendeckenden Brandschutzes in Niedersachsen.“

Zur weiteren Stärkung des Ehrenamts beschloss die Landesregierung, dass Jugendleiterinnen und Jugendleiter für ihre Tätigkeit künftig von ihren Arbeitgebern freigestellt werden können. Diese Regelung soll die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement verbessern und Anerkennung für den zeitintensiven Einsatz schaffen.

Neben personellen Entwicklungen spielt auch die technische Ausstattung eine zentrale Rolle im Brandschutz. Ein zentrales Projekt im Jahr 2024 war die Eröffnung der neuen Lehrleitstelle in Celle-Scheuen. Die Ausbildungsstätte wurde mit einem Investitionsvolumen von 9,2 Millionen Euro realisiert und bietet moderne Bedingungen für realitätsnahe Übungen. Leitstellenpersonal kann dort unter simulierten Einsatzbedingungen geschult werden, um auf ein wachsendes Notrufaufkommen, häufigere Unwetterlagen und mögliche Katastrophen besser vorbereitet zu sein.

Die zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel spiegeln sich bereits in konkreten Einsätzen wider. So war das Jahreswechsel-Hochwasser 2023/2024 laut Behrens ein eindrückliches Beispiel für die Belastungen im Katastrophenschutz. Über 55.000 Einsatzkräfte waren unter teils extremen Bedingungen im Einsatz. Für ihren außergewöhnlichen Einsatz stiftete die Landesregierung die Hochwasser-Ehrennadel 2023, die an die 49 unteren Katastrophenschutzbehörden zur Verteilung übergeben wurde.

Um die Einsatzfähigkeit aufrechtzuerhalten, investierte das Land umfangreich in Technik und Fahrzeuge. Dazu zählen unter anderem 13 neue Löschgruppenfahrzeuge für den Katastrophenschutz, vier Hochleistungsfördersysteme, vier Abrollbehälter für die Vegetationsbrandbekämpfung sowie acht sogenannte Führungszüge Land. Diese sollen die Koordination von Einsätzen unterstützen. Zusätzlich wurden mobile Hochwasserschutzsysteme, Sandsackfüllmaschinen, Zubehör sowie leistungsstarke Pumpen beschafft. Insgesamt beliefen sich die Investitionen in den Hochwasserschutz auf über 15 Millionen Euro.

Auch auf kommunaler Ebene wurden Investitionen gefördert: 33 finanzschwache Landkreise, Städte und Gemeinden erhielten im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs insgesamt 22,8 Millionen Euro für Projekte zur Verbesserung der Feuerwehrinfrastruktur. Damit sollen moderne Unterkünfte, Gerätehäuser und Ausstattungen ermöglicht werden.

Im Bereich des Rettungsdienstes wurde 2024 die Telenotfallmedizin weiter ausgebaut. Seit dem 1. Februar ist in Ems-Vechte ein zweiter Standort für Telenotärzte im 24/7-Betrieb aktiv. Die Zusammenarbeit mit dem bereits bestehenden Standort in Goslar wird nun erprobt. Ziel ist ein flächendeckendes Netz von Telenotarzt-Standorten, um die Versorgung auch in ländlichen Regionen zu verbessern. Der Landtag hatte dazu im Mai 2023 den Grundstein gelegt.

Ministerin Behrens forderte abschließend eine stärkere Beteiligung des Bundes an der Finanzierung des Zivilschutzes. Angesichts des demografischen Wandels und der zunehmenden Extremwetterereignisse sei ein zukunftsfester Katastrophenschutz nur mit nachhaltiger Unterstützung auf Bundesebene zu leisten.

  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328177
    Innenministerin Daniela Behrens und Landesbranddirektor Dieter Rohrberg stellten heute die Jahresbilanz Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst 2024 der Presse vor. © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328185
    Innenministerin Daniela Behrens und Landesbranddirektor Dieter Rohrberg stellten heute die Jahresbilanz Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst 2024 der Presse vor. © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328196
    Innenministerin Daniela Behrens und Landesbranddirektor Dieter Rohrberg lassen sich die neu Abfüllanlage für Trinkwasserbeutel erklären © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328211
    Landesbranddirektor Dieter Rohrberg präsentiert stolz das Ergebnis der neuen und derzeit einzigartigen Trinkwasserbeutel-Abfüllanlage in Niedersachsen. © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328212
    Bis zu 1.600 Trinkwasserbeutel mit je 500ml kann die neue Anlage mobil herstellen. © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328229
    Innenministerin Daniela Behrens mit dem Bedienpersonal der Feuerwehr für die neuen Container für. Vegetationsbrandbekämpfung © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328232
    Mit vier Personen läßt sich der Betrieb der neuen Trinkwasserbeutel-Abfüllanlage betreiben. © Bernd Günther
  • Jahresbilanz 2024 für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vorgestellt – BGPress 1328236
    Die fertigen Beutel mit Trinkwasser mit je 500ml, die auch in anderen Größen abgefüllt werden können, werden von den beiden Mitarbeiterinnen des Landesamtes vorgeführt. © Bernd Günther
  • Vorstellung Jahresbilanz 2024 im Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst in Niedersachsen
    Innenministerin Daniela Behrens und Landesbranddirektor Dieter Rohrberg zogen für das Jahr 2024 eine positive Bilanz. © Bernd Günther
Bahnsteig

Bahn-Neubau Hannover-Hamburg sorgt für Widerstand

29. Juni 2025/in Niedersachsen

Land kritisiert Pläne der Bahn für neue Trasse ohne Rückhalt vor Ort.

HANNOVER (redu). Die Deutsche Bahn hält an der geplanten Neubaustrecke zwischen Hannover und Hamburg fest. Niedersachsen lehnt diese Pläne entschieden ab und setzt weiterhin auf das Alpha-E-Konzept, das auf den Ausbau bestehender Strecken setzt.

Die Deutsche Bahn hat Ergebnisse ihrer Vorplanung für eine neue Bahntrasse zwischen Hannover und Hamburg vorgelegt. Entgegen früherer Vereinbarungen mit Niedersachsen will das Unternehmen eine Neubaustrecke bauen, die nicht an bestehende Verkehrswege angebunden ist. Die Landesregierung Niedersachsen kritisiert die Entscheidung scharf.

Das Land verweist auf das Alpha-E-Konzept, das gemeinsam mit der Region in einem Dialogprozess entwickelt wurde. Dieses sieht vor, vorhandene Strecken auszubauen, statt neue Trassen durch Landschaften zu schlagen. Das Konzept gilt als wirtschaftlich tragfähiger und wurde politisch breit unterstützt.

Nach Ansicht Niedersachsens bringt die neue Trasse der Region keinen Nutzen. Die Planungen der Bahn sehen keine neuen Bahnhöfe oder Fernverkehrsanschlüsse vor. Der Güterverkehr auf bestehenden Strecken würde zunehmen, ohne dass ausreichender Lärmschutz gewährleistet ist.

Zudem sei die Situation am Hamburger Bahnknoten nicht berücksichtigt. Dieser ist bereits stark belastet. Für den neuen Streckenabschnitt gibt es keinen belastbaren Zeitplan. Lediglich die Aussage, dass ein Ausbau bestehender Strecken 20 Jahre länger dauern würde als der Neubau, wurde von der Bahn genannt.

Die Landesregierung befürchtet, dass viel Zeit und Geld in Planungen fließt, ohne dass Reisende in absehbarer Zeit Verbesserungen spüren. Niedersachsen betont, dass in den vergangenen Jahren zu wenig in den Erhalt des Netzes investiert wurde. Das Land sieht nun in der Generalsanierung des Netzes eine Chance, den Ausbau zwischen Hannover und Hamburg sinnvoll einzubetten.

Der Schwerpunkt solle auf einem realistischen und bezahlbaren Ausbau liegen. Dazu zählen Sanierung, Erhalt bestehender Infrastruktur und ein besserer Lärmschutz. Niedersachsen kündigt an, erneut Gespräche mit dem Bund und der Deutschen Bahn zu führen, um eine zukunftsfähige Lösung für die Region und die Wirtschaft zu erreichen.

Hitzefrei Niedersachsen an Schulen

Niedersachsen erweitert Hitzefrei-Regelungen an Schulen

28. Juni 2025/in Niedersachsen

Kultusministerium passt Regeln an steigende Temperaturen an.

HANNOVER (redu). Schulen in Niedersachsen dürfen ab sofort auch für ältere Jahrgänge hitzefrei geben. Das Kultusministerium reagiert damit auf häufiger auftretende Hitzeperioden und Anregungen aus Schulen und von Schülervertretern.

Das Niedersächsische Kultusministerium hat die bisherigen Hitzefrei-Regelungen angepasst. Ab sofort können Schulleitungen auch für die Sekundarstufe II sowie für vollzeitschulische Bildungsgänge an berufsbildenden Schulen Hitzefrei anordnen. Zuvor war dies nur für Grundschulen und den Sekundarbereich I möglich.

Entscheidend für die Anordnung ist weiterhin die Temperatur in den Klassenräumen und die Einschätzung der Schulleitung vor Ort. Eine verbindliche Außentemperatur als Grenzwert gibt es nicht. Kultusministerin Julia Willie Hamburg betonte, dass der Schutz der Gesundheit aller Beteiligten Vorrang habe. Schulen könnten auch prüfen, ob Distanzunterricht oder selbstorganisiertes Lernen eine Alternative zum Präsenzunterricht darstellt.

Für Bildungsgänge an berufsbildenden Schulen, die zu einem Berufsabschluss führen, soll der Unterricht bei zu großer Hitze als Distanzunterricht fortgesetzt werden. Nach fünf Unterrichtsstunden kann dort ebenfalls hitzefrei gegeben werden. Für diese Bereiche wurde ein Anhörungsverfahren gestartet, bis dahin können Schulen die Regelungen freiwillig anwenden.

Hintergrund der Entscheidung sind häufiger auftretende Hitzeperioden im Sommer. Mit der Anpassung will das Ministerium auch Anregungen des Landesschülerrats aufnehmen und den Handlungsspielraum der Schulen erweitern.

Vorabinfo Gewitter

Unwettergefahr durch Gewitter in Niedersachsen angekündigt

26. Juni 2025/in Niedersachsen

DWD gibt Vorabinformation zu schweren Gewittern mit Sturm, Hagel und Starkregen.

OFFENBACH (redu). Für Donnerstagnachmittag kündigt der Deutsche Wetterdienst starke Gewitter mit Unwetterpotential an. Die Warnung betrifft den Zeitraum von 15 bis 18 Uhr und weist auf mögliche Schäden durch Sturm und Starkregen hin.

Am Donnerstag, dem 26. Juni 2025, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor schweren Gewittern mit örtlich begrenzten Unwetterereignissen. Die Vorabinformation gilt für den Zeitraum zwischen 15:00 und 18:00 Uhr. Es besteht die Möglichkeit orkanartiger Böen, starkem Regen und Hagel.

Demnach können lokal Böen mit Geschwindigkeiten bis zu 110 Kilometern pro Stunde auftreten. Zusätzlich wird mit heftigem Starkregen von bis zu 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde sowie Hagelkörnern mit einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern gerechnet.

Die größte Gefahr geht laut DWD von den starken Windböen aus. Wegen der voll belaubten Bäume besteht eine erhöhte Gefahr von Ast- oder Baumbruch. Dies kann zu Verkehrsbehinderungen oder Schäden an Fahrzeugen und Gebäuden führen.

Die Mitteilung des Wetterdienstes ist eine Vorabinformation. Sie dient der frühzeitigen Vorbereitung auf mögliche Gefahren. Genauere Angaben zu betroffenen Regionen oder Zeitpunkten werden erst mit einer amtlichen Warnung veröffentlicht. Der DWD bittet darum, die weiteren Wettervorhersagen aufmerksam zu verfolgen.

Hilfestellungen zur Vorbereitung auf Gewitterlagen bietet der Wetterdienst online unter www.dwd.de/handlungsempfehlungen-vorabinformation.

 

Jugendkriminalität

Jugendkriminalität sinkt, Gewalt unter jungen Menschen nimmt zu

25. Juni 2025/in Niedersachsen

LKA Niedersachsen veröffentlicht Jahresbericht zu Jugend und Kriminalität.

HANNOVER (redu). Der Jahresbericht 2024 des Landeskriminalamts Niedersachsen zeigt: Jugendkriminalität geht insgesamt zurück. Gleichzeitig nehmen Gewaltstraftaten unter jungen Menschen und die Zahl junger Opfer deutlich zu.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat seinen Jahresbericht 2024 unter dem Titel „Junge Menschen – Delinquenz, Gefährdung, Prävention“ vorgestellt. Er dokumentiert Entwicklungen in der Jugendkriminalität und benennt zentrale Herausforderungen. Während die Zahl junger Tatverdächtiger insgesamt gesunken ist, zeigt sich bei Gewaltdelikten eine gegenteilige Tendenz. Auch die Zahl junger Menschen, die Opfer von Straftaten wurden, hat deutlich zugenommen.

Die Gesamtzahl der ermittelten jungen Tatverdächtigen unter 21 Jahren lag bei 47.325. Das entspricht einem Rückgang von 4,93 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders bei Eigentumsdelikten, etwa Diebstahl oder Sachbeschädigung, ist ein deutlicher Rückgang zu beobachten. Bei Diebstahlsdelikten ging die Zahl junger Tatverdächtiger um 15,44 Prozent zurück.

Im Gegensatz dazu stieg die Zahl junger Tatverdächtiger bei Rohheitsdelikten, zu denen insbesondere Körperverletzungen zählen, um 3,52 Prozent. Die Anzahl junger Tatverdächtiger bei Körperverletzungsdelikten nahm um 2,43 Prozent zu. Damit bleiben Gewaltstraftaten ein zentraler Handlungsbereich der Jugendkriminalität.

Bei Raubdelikten, die ebenfalls zu den Rohheitsdelikten zählen, verzeichnete das LKA im Gegensatz zu den Vorjahren einen Rückgang. Die Zahl tatverdächtiger Kinder sank um 19,80 Prozent, bei Jugendlichen um 13,29 Prozent und bei Heranwachsenden um 11,54 Prozent. Dennoch agierten bei Raubtaten 75 Prozent der jungen Tatverdächtigen nicht allein.

Ein erheblicher Rückgang ist auch bei den registrierten Drogendelikten zu verzeichnen. Seit der Teillegalisierung von Cannabis im April 2024 wurden 43,13 Prozent weniger Fälle bei jungen Menschen erfasst. Dennoch gewinnen synthetische Substanzen wie Methamphetamin und neue psychoaktive Stoffe an Bedeutung.

Die Zahl junger Opfer von Straftaten erreichte 2024 mit 34.535 registrierten Personen einen neuen Höchststand. Dies entspricht einem Anstieg um 9,49 Prozent. Besonders betroffen war die Altersgruppe der Kinder mit einem Zuwachs von 13,44 Prozent. Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung waren 83,12 Prozent der jungen Opfer weiblich. Bei Rohheitsdelikten dominieren hingegen männliche Opfer mit einem Anteil von 63,52 Prozent.

Das LKA betont die Bedeutung gezielter Präventionsarbeit. Dabei rücken wissenschaftlich fundierte, evaluierte Maßnahmen zunehmend in den Fokus. Ziel ist es, mit wirksamen Programmen kriminellen Karrieren junger Menschen vorzubeugen. Eine Übersicht über laufende und geplante Projekte ist auf der Website des LKA Niedersachsen abrufbar.

Artenschutzpreis

ZAP! 2025: Auszeichnung für Artenschutz-Projekte

19. Juni 2025/in Niedersachsen

Über 1.000 Schüler in Niedersachsen setzen sich kreativ für Ökosysteme ein.

HANNOVER (redu). Beim landesweiten Schulwettbewerb ZAP! 2025 wurden am Donnerstag im Erlebnis-Zoo Hannover die besten Beiträge zum Thema Artenschutz prämiert. Rund 300 Schülerinnen und Schüler versammelten sich zu einem Aktionstag mit Preisverleihung. Insgesamt beteiligten sich mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche aus ganz Niedersachsen.

Der Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto „Dynamische Stabilität: Ökosysteme vor der Haustür und weltweit“. Ziel war es, das Bewusstsein für biologische Vielfalt und die Bedeutung funktionierender Ökosysteme zu stärken. Die jungen Teilnehmenden setzten sich unter anderem mit Teichen, Mooren, Hecken, Streuobstwiesen und anderen Lebensräumen auseinander – nicht nur im Rahmen des Biologieunterrichts, sondern auch mit kreativen, fächerübergreifenden Ansätzen.

Im Vorfeld der Preisverleihung arbeiteten die Klassen in über 1.000 Unterrichtsstunden an ihren Projekten. Die Ergebnisse reichten von gebastelten Modellen und Zeichnungen über Filme bis hin zu selbstgebauten Ökosystemen.

„Funktionierende, dynamisch-stabile Ökosysteme sind unsere Lebensgrundlage“, erklärte Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. Der ZAP!-Wettbewerb solle junge Menschen befähigen, diese Systeme zu verstehen und deren Schutz aktiv mitzugestalten.

Moderiert wurde die Veranstaltung von André Gatzke, bekannt aus der „Sendung mit der Maus“. Er verkündete die Gewinner in vier Alterskategorien. Den ersten Preis (je 1.000 Euro) erhielten: die Klasse 3/4 der Grundschule Beuthener Straße, die Klasse 6 der St. Ursula Schule Hannover, die FreiDay-Projektgruppe der Albert Schweitzer Hauptschule Vechelde sowie die Klasse 12 der Kämmer International Bilingual School.

Zweite Preise (je 500 Euro) gingen unter anderem an die Natur-AG der Grundschule Garbsen-Mitte und die Garten-AG des Albert-Einstein-Gymnasiums Hameln. Dritte Preise (je 250 Euro) erhielten unter anderem Schülergruppen aus Braunlage, Stöcken und Meinersen. Zusätzlich wurden zwei Sonderpreise für besonderes Engagement im Peer Learning und aktiven Artenschutz vergeben.

Staatssekretär Marco Hartrich vom Niedersächsischen Kultusministerium hob das Engagement der Teilnehmenden hervor: „Mich begeistert, mit welchem Ideenreichtum die Schülerinnen und Schüler ihre Beiträge gestalten. Die Auseinandersetzung mit dem Thema ist ein Gewinn – unabhängig vom Ergebnis.“

Am Rande der Preisverleihung informierten Umweltorganisationen wie der NABU, BUND, das Schulbiologiezentrum Hannover und der Nationalpark Harz über weitere Bildungsangebote zum Thema Artenschutz.

Der ZAP!-Wettbewerb ist ein fester Bestandteil der Umweltbildungsarbeit des Erlebnis-Zoos. Als größter außerschulischer Lernort in Niedersachsen verfolgt er das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) praxisnah zu vermitteln.

Bereits jetzt steht das Thema für das kommende Jahr fest: „Heimische Tiere – Artenschutz vor der Haustür“. Schulen können sich unter www.erlebnis-zoo.de/zap informieren und anmelden.

Sonnenschutz bei älteren Menschen

Strahlenschutzamt meldet UV-Index über 8 in Niedersachsen

13. Juni 2025/in Niedersachsen

Behörden warnen vor hoher UV-Belastung und raten zu konsequentem Schutz.

HANNOVER (redu). Die anhaltende Sommerhitze sorgt nicht nur für hohe Temperaturen, sondern auch für gefährlich hohe UV-Werte. In der Region Hannover wurden in den vergangenen Tagen Spitzenwerte der ultravioletten Strahlung gemessen, die vor allem für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit empfindlicher Haut ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen. Die Behörden raten zu gezieltem Schutz im Alltag.

Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) wurde an mehreren Messstationen in Niedersachsen ein UV-Index von über 8 gemeldet – ein Wert, der bereits als „sehr hoch“ gilt. Ab einem Index von 8 wird empfohlen, direkte Sonne zu meiden und sich konsequent zu schützen.

So schützen sie sich richtig:

  • Schatten suchen: Vor allem zwischen 11 und 16 Uhr sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.
  • Sonnenschutz auftragen: Eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder höher ist Pflicht – bei längeren Aufenthalten im Freien regelmäßig nachcremen.
  • Kleidung und Kopfbedeckung: Leichte, lange Kleidung sowie ein Sonnenhut oder eine Kappe schützen Haut und Kopf.
  • Sonnenbrille tragen: UV-geprüfte Sonnenbrillen schützen die Augen vor dauerhaften Schäden.
  • Besonders gefährdet: Kleinkinder und ältere Menschen sollten besonders geschützt oder im Schatten bleiben, da ihre Haut besonders empfindlich reagiert.

Die Region Hannover erinnert in diesem Zusammenhang auch an die Bedeutung von ausreichend Flüssigkeitszufuhr: „Hitze und UV-Strahlung belasten den Körper doppelt – wer draußen unterwegs ist, sollte regelmäßig trinken“, so ein Sprecher der Gesundheitsbehörde.

Warum gefährlich bei ältere Menschen?

  • Ihre Haut ist dünner, repariert schlechter und heilt langsamer.
  • Darum ist Schutz wie Schatten, Kleidung, Hut, Sonnenbrille und Creme besonders wichtig

Eine Übersicht zum UV-Index gibt das Bundesamt für Strahlenschutz:

Strahlenschutzamt meldet UV-Index über 8 in Niedersachsen – UV Index BfS e1749823518328

Humanitäre Schulen

42 Schulen in Niedersachsen als „Humanitäre Schule“ geehrt

11. Juni 2025/in Niedersachsen

DRK würdigt Engagement von Schüler:innen für Humanität und Völkerrecht.

HANNOVER (redu). Im Kulturzentrum Pavillon in Hannover hat das Jugendrotkreuz (JRK) des DRK-Landesverbandes Niedersachsen 42 Schulen aus dem gesamten Bundesland als „Humanitäre Schule“ gewürdigt. Die teilnehmenden Schulen hatten sich im laufenden Schuljahr 2024/25 intensiv mit dem Humanitären Völkerrecht beschäftigt und eigene Projekte zur Förderung von Menschlichkeit im Alltag umgesetzt.

Eingeladen waren Vertreter:innen von über 1.500 Schulen, rund 300 Schüler:innen sowie etwa 50 Lehrkräfte und Ehrengäste nahmen an der Veranstaltung teil. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom Duo „ohne Marie“. Zusätzlich gab es ein Erste-Hilfe-Kahoot-Quiz sowie einen Bühnenwettbewerb. Infostände zu Themen wie Freiwilligendiensten, der DKMS oder der Notfalldarstellung machten das Foyer des Kulturzentrums zu einem lebendigen Austauschort.

Die Kampagne „Humanitäre Schule“ verfolgt das Ziel, junge Menschen für humanitäre Werte zu sensibilisieren und ihr Engagement im sozialen Umfeld zu fördern. Zwei verpflichtende Bestandteile qualifizierten die Schulen für die Auszeichnung: das Planspiel „h.e.l.p.“ – ein szenarisches Rollenspiel zum Humanitären Völkerrecht – sowie ein selbst initiiertes humanitäres Projekt. Dabei entwickelten die Schüler:innen eigene Ideen zur Frage, wie sie sich für mehr Menschlichkeit einsetzen können – in ihrer Schule, in der Gemeinde oder im digitalen Raum.

In ihren Redebeiträgen würdigten mehrere Vertreterinnen das Engagement der Jugendlichen. Sabine Schipplick, Vizepräsidentin des DRK-Landesverbands Niedersachsen, hob hervor, dass junge Menschen Verantwortung und Mitgefühl übernehmen und mit großem Einsatz das Thema Menschlichkeit in ihr Umfeld tragen. Ulrike Würth, Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, betonte, dass die Erfahrungen aus der Kampagne langfristige Spuren hinterlassen können. Hannovers Bürgermeisterin Monica Plate stellte den Zusammenhang zwischen dem Engagement der Jugendlichen, gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischen Werten heraus.

Die Kampagne „Humanitäre Schule“ existiert seit 2004 und hat bislang über 28.000 Schüler:innen an mehr als 200 Schulen in Niedersachsen erreicht. Ab dem Schuljahr 2025/26 wird sie erstmals auch in weiteren Bundesländern angeboten. Die Landesverbände Oldenburg, Hessen und Baden-Württemberg starten dann mit eigenen Programmen, um das Konzept weiter zu verbreiten.

Kampfmittelbeseitigung

Kampfmittelbeseitigung: 221 Tonnen Weltkriegsmunition 2024 entschärft

23. Mai 2025/in Niedersachsen

Landesweiter Anstieg bei Bergung und Entschärfung von Altmunition.

HANNOVER (redu). Der niedersächsische Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) hat im Jahr 2024 deutlich mehr gefährliche Altmunition aus den Weltkriegen geborgen als im Vorjahr. Bei über 1.200 Einsätzen wurden rund 221 Tonnen Kampfmittel unschädlich gemacht – darunter zahlreiche Blindgänger, die vor Ort gesprengt werden mussten.

Der aktuelle Jahresbericht des niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) zeigt: Die Gefahr durch nicht detonierte Kampfmittel aus den beiden Weltkriegen ist auch Jahrzehnte nach deren Ende weiterhin groß. Im Jahr 2024 mussten bei insgesamt 1.216 Einsätzen landesweit rund 221 Tonnen Munition geborgen und fachgerecht entsorgt werden. Im Vergleich zum Jahr 2023 ist das ein deutlicher Anstieg – damals wurden in 1.023 Einsätzen rund 164 Tonnen Kampfmittel entfernt.

Ein erheblicher Teil der Funde stammte aus dem Bereich der niedersächsischen Nordsee: Hier wurden allein knapp 23 Tonnen Altmunition geborgen. Besonders problematisch bleiben Blindgänger, die aufgrund ihres Zustands nicht transportfähig sind. Diese mussten im vergangenen Jahr in 77 Fällen direkt am Fundort gesprengt werden – ein erneuter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Die niedersächsische Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, betonte die Bedeutung der Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes für die Sicherheit der Bevölkerung: „Die Zahlen zeigen, wie viel Munition noch immer im Boden verborgen liegt. Die Arbeit des KBD ist für den Schutz unseres Landes unverzichtbar.“ Sie lobte die Expertise und das Engagement der Mitarbeitenden und wies auf die hohe persönliche Gefährdung bei jedem Einsatz hin.

Kampfmittelbeseitigung

Symbolbild Kampfmittelbeseitigung © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Neben den operativen Einsätzen spielt auch die sogenannte Kriegsluftbildauswertung eine zentrale Rolle für die Sicherheit bei Bauvorhaben. Im Jahr 2024 wurden 5.489 Anträge auf Auswertung historischer Luftbilder bearbeitet. Das stellt einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr dar. Die Zahl der eingegangenen Anträge lag mit 5.000 geringfügig unter dem Vorjahreswert. Die Auswertungen dienen dazu, mögliche Fundstellen frühzeitig zu erkennen und gezielt sichern zu können.

Trotz der sorgfältigen Arbeit kommt es immer wieder zu gefährlichen Zwischenfällen. So wurden 2024 erneut Fälle mit alten Brandbomben dokumentiert, bei denen es auch zu Personenschäden kam. Die Polizei und das Innenministerium warnen eindringlich davor, alte Munition zu unterschätzen. Durch Alterung und Korrosion kann es zu unkontrollierten Explosionen, Bränden oder dem Austritt von giftigen Substanzen kommen.

Die Beseitigung dieser Altlasten ist häufig mit großem logistischem und personellem Aufwand verbunden. Betroffen sind neben den Fachkräften des KBD auch Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen, die die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen begleiten.

Innenministerin Behrens hob daher die Notwendigkeit hervor, dem Kampfmittelbeseitigungsdienst auch in Zukunft ausreichende finanzielle und personelle Mittel bereitzustellen: „Nur so kann diese sicherheitsrelevante Arbeit auch weiterhin erfolgreich und störungsfrei erfolgen.“

Olaf Lies Ministerpräsident mit Kabinett

Olaf Lies ist neuer Ministerpräsident in Niedersachsen

20. Mai 2025/in Niedersachsen

Olaf Lies übernimmt das Amt von Stephan Weil und stellt neues Kabinett vor.

HANNOVER (redu). Olaf Lies ist am 20. Mai 2025 im Niedersächsischen Landtag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Stephan Weil an, der nach über zwölf Jahren aus dem Amt schied. Lies berief ein teils neu zugeschnittenes Kabinett.

Nach dem Rücktritt von Stephan Weil mit Ablauf des 19. Mai 2025 hat der Niedersächsische Landtag Olaf Lies am heutigen Tag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Lies war zuvor Umweltminister in der Landesregierung und übernimmt nun die Leitung des Landes Niedersachsen.

In seiner ersten Amtshandlung berief Olaf Lies die Mitglieder seines Kabinetts. Julia Willie Hamburg wurde zur stellvertretenden Ministerpräsidentin ernannt. In mehreren Ministerien kam es zu strukturellen Änderungen und Ressortzuschnitten.

Folgende Ministerinnen und Minister gehören der neuen Landesregierung an:

  • Daniela Behrens ist künftig Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung.

  • Gerald Heere bleibt Finanzminister.

  • Dr. Andreas Philippi übernimmt das Ressort für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung.

  • Falko Mohrs bleibt für Wissenschaft und Kultur zuständig.

  • Julia Willie Hamburg bleibt Kultusministerin.

  • Grant Hendrik Tonne verantwortet das neu geschnittene Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen.

  • Miriam Staudte bleibt Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

  • Dr. Kathrin Wahlmann ist weiterhin Justizministerin.

  • Christian Meyer bleibt Umweltminister mit Zuständigkeit für Energie und Klimaschutz.

  • Melanie Walter wurde zur Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung in der Staatskanzlei ernannt.

Mit der Berufung von Melanie Walter und der Auflösung des bisherigen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten wird die Europapolitik institutionell gestärkt. Die zugehörigen Aufgaben wurden in die Staatskanzlei integriert.

Zudem wurde die Zuständigkeit für Digitalisierung vom Wirtschaftsministerium zum Innenministerium verlagert. Dies führte zu einer entsprechenden Umbenennung beider Ressorts.

Alle Ernennungen wurden im Landtag mit Mehrheit bestätigt.

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