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Vermischtes aus Hannover, Deutschland und der Welt. Kurznachrichten, besondere Ereignisse und Meldungen außerhalb der klassischen Rubriken.

„Brauchen wir erst ein Bergamo, um den Mut für einen harten Lockdown zurückzugewinnen?“ – PÜro. Gernot Marx

„Brauchen wir erst ein Bergamo, um den Mut für einen harten Lockdown zurückzugewinnen?“

28. März 2021/in Panorama, Gesundheit

BERLIN (PM). Nein, es liegen nicht die Nerven blank. Intensivmediziner sind Menschen, die in Situationen, in denen es um Leben und Tod geht, ruhig bleiben. Aber so langsam regt sich bei ihnen absolutes Unverständnis. Und die Stimmen werden lauter, um politisch gehört zu werden. „Wir rennen sehenden Auges ins Verderben“, sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Professor Gernot Marx, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care am Universitätsklinikum Aachen.

„Nur weil die Bevölkerung des Lockdowns müde ist, können wir nicht bei Inzidenzen von 125, einem R-Wert von 1,2 und exponentiell steigenden COVID-19-Patieten auf den Intensivstationen darüber nachdenken, wie sich weitere Lockerungen durchsetzen lassen. Wir müssen von den hohen Zahlen runter! Jetzt. Augenblicklich. Zwei oder drei Wochen harten Lockdown – das lässt sich ab Montag über die Osterferien gut realisieren. Das wird zahlreiche Menschenleben retten und noch viel mehr vor lebenslangen Langzeitfolgen durch COVID bewahren. Portugal hat es vorgemacht. Erst harter Stopp. Und dann öffnen. Das hat super geklappt.“

Deutschland braucht kein Bergamo oder Szenarien wie in New York mit Patienten auf dem Fußboden, die sich zu zweit ein Beatmungsgerät teilen müssen. Um die Kapazitäten der Intensivstationen genau im Blick zu haben, wurde bereits im vergangenen Frühjahr gemeinsam mit dem RKI das DIVI-Intensivregister aufgebaut. Hier kann jeder sehen: Derzeit sind noch 1.644 Betten für COVID-19-Patienten in ganz Deutschland frei. Seit dem 10. März ist die Zahl dieser Patienten von 2.727 auf 3.448 heute hochgeschnellt. „Diese Zahl wird die kommenden zweieinhalb Wochen weiter exponentiell wachsen, egal was wir jetzt tun“, weiß Professor Christian Karagiannidis, med.-wiss. Leiter des DIVI-Intensivregisters und Leiter des ECMO-Zentrums der Lungenklinik Köln-Merheim. „Bei mehr als 5.000 COVID-19-Patienten wird es wirklich langsam kritisch. Das heißt, es muss JETZT etwas passieren.“

Die Bevölkerung hat gar nicht mitbekommen, wie knapp es war!

Auch sein Kollege, Professor Steffen Weber-Carstens, med.-wiss. Leiter des DIVI-Intensivregisters und Mitglied der erweiterten Klinikleitung der Klinik für operative Intensivmedizin an der Charité Berlin, gibt zu bedenken: „Die Bevölkerung hat zwischen Weihnachten und Anfang Januar, wo wir fast 6.000 COVID-Patienten versorgt haben, gar nicht mitbekommen, wie knapp es war. Zahlreiche Menschen wurden hier aus dem Osten oder der Mitte Deutschlands nach Norden geflogen. Ein Kraftakt, den wir geschafft haben – aber drei Monate später nicht gleich noch einmal brauchen.“ Diese Woche hatte Weber-Carstens bereits die ersten Anfragen für überregionale Verlegungen auf dem Tisch. „Thüringen sieht gerade gar nicht gut aus!“

Wir steuern auf bis zu 6.800 COVID-19-Patienten auf Intensiv zu.

Das DIVI-Prognosemodell, dass Karagiannidis und Weber-Carstens in den letzten Monaten gemeinsam mit dem Mathematiker Professor Andreas Schuppert, Leiter des Instituts für Computational Biomedicine an der RWTH Aachen, aufgebaut haben, zeigt den Intensivmedizinern sehr deutlich, dass es Zeit wird die Stimme noch lauter zu erheben. „Wir kommen an einem harten Lockdown für etwa zwei, drei Wochen gar nicht vorbei. Die Frage ist nur, wann dieser ausgelöst wird“, so Karagiannidis. „Unser Modell zeigt mögliche Verläufe. Bis auf mehr als 4.500 Patienten werden wir auf jeden Fall wieder hochgehen. Das ist unvermeidbar. Wird dann ein harter Lockdown beschlossen, schaffen wir es knapp über 5.000 die Kurve wieder zu senken. Warten wir noch länger, und stoppen erst bei einer Inzidenz von 300 Ende April oder Anfang Mai, werden wir mehr als 6.000 Menschen mit COVID-19 auf Intensiv stehen. Ob wir das packen, wage ich zu bezweifeln.“ Und nein, dies sei keine Schwarzmalerei.

Harter Lockdown über Ostern – weil die Zeit drängt.

DIVI-Präsident Marx appelliert deshalb eindringlich an Politik und Bevölkerung: „Keiner will einen harten Lockdown. Wir alle wünschen uns unser altes Leben zurück. Aber wir sind gerade in der wohl kritischsten und entscheidendsten Phase der Pandemie. Harter Lockdown über die Osterferien – weil uns die britische Mutation keine andere Wahl lässt. Und dann können wir bei deutlich niedrigeren Inzidenzen mit Schnelltests, PCR-Tests, Impfungen und Apps wieder öffentliches Leben zulassen.“

Jeder Patient, der nicht auf die Intensivstation müsse, sei die Anstrengung wert, weiß Marx mit Blick in die Klinik. „Unsere Patienten sind gezeichnet fürs Leben. Und wie es den zahlreichen Long-COVID-Patienten gehen wird, ist noch absolut nicht absehbar.“ Ein Zögern sei jetzt nicht zu verzeihen!

An diesem Wochenende wird auf Sommerzeit umgestellt – Sommerzeit BG PRESS

An diesem Wochenende wird auf Sommerzeit umgestellt

27. März 2021/in Panorama, Niedersachsen

Hannover (red). An diesem Wochenende werden in Deutschland alle Uhren wieder auf die Sommerzeit umgestellt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag (28. März) werden die Uhren um 2:00 Uhr nachts auf 3:00 Uhr vorgestellt. 

In der Regel werden heute die meisten Uhren schon automatisch durch ein Funksignal in der Nacht korrekt auf die Sommerzeit eingestellt. Manuelle Uhren müssen aber immer noch von Hand eine Stunde vorgestellt werden. Auf die automatische Umstellung sollte sich aber keiner verlassen. Funkuhren benötigen einen dementsprechenden Empfang des Zeitsignals zur Umstellung. Hängen sie ungünstig im Funkschatten, bleibt die Winterzeit erhalten. Folge: Ein Verschlafen um eine ganze Stunde ist dann einem unter Umständen sicher. Die Umstellung von Handys ist eine sichere Sache, da dort das Korrektursignal über den jeweiligen Netzanbieter übertragen wird. Aber auch sogenannte automatische Parkuhren für Fahrzeuge müssen, soweit sie keine eigenständige Umstellung durch die Software haben, von Hand auf die Sommerzeit korrigiert werden. Sonst kann schnell ein Knöllchen beim nächsten Parken drohen.

Die Sommerzeit wurde 1980 eigentlich aus Energiespargründen in Europa eingeführt. Im Jahr 2021 sollte die Zeitumstellung abgeschafft werden. Dieser Beschluss wurde von den 27 Mitgliedsstaaten im Jahr 2019 gefasst. Um aber in Europa keinen Flickenteppich von unterschiedlichen Zeitzonen zu erhalten, müssen sich die Mitgliedsstaaten entweder dauerhaft auf die Sommerzeit oder Winterzeit einigen. Dieses ist bislang nicht erfolgt und die Bundesregierung verweist auf die noch fehlende europaweite Folgeabschätzung, die mit der Auflösung der Zeitumstellung einher geht.

Gemeinsam handeln, gemeinsam vorsorgen – Bevölkerungsschutz© Bernd Günther

Gemeinsam handeln, gemeinsam vorsorgen

17. März 2021/in Panorama

BONN (PM). Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) erfährt eine umfassende Neuausrichtung. Das Konzept stellte der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat Horst Seehofer gemeinsam mit BBK-Präsidenten Armin Schuster heute in Berlin vor. Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat Horst Seehofer: „Ich habe entschieden, dass Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe neu aufzustellen.

Ziel ist es, den Bevölkerungsschutz in Deutschland zu stärken. Wir werden das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu einem wichtigen Dienstleister für Bund, Länder und Kommunen machen.“ Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Armin Schuster: „Ich bin dankbar, dass wir mit der Neuausrichtung die Chance bekommen, eine Offensive für den Bevölkerungsschutz zu starten, die auch ohne Pandemieerfahrung nötig gewesen wäre.

Das kann das BBK aber nicht allein, sondern es geht in einem hoch komplexen Hilfeleistungssystem nur gemeinsam mit allen Partnern. Wir wollen in dem Netzwerk der Motor sein und sofort mit der Umsetzung des Konzeptes beginnen und weiter vernetzen, koordinieren und beraten. Dabei wird uns helfen, dass sich die Sicht auf das Amt gewandelt hat und das Thema Bevölkerungsschutz mit einer neuen Ernsthaftigkeit betrachtet wird.“ Im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz wird das BBK künftig das Bundesministerium für Gesundheit beim Aufbau der Nationalen Reserve Gesundheit unterstützen und die eigene Sanitätsmittelbevorratung sowie die Ausbildung von Pflegehilfskräften vorantreiben.

Als Dienstleister für alle Bundesressorts wird das BBK die Entwicklung von nationalen Reserven insgesamt unterstützen und zentral monitoren. Vergleichbar mit dem Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) und dem Gemeinsames Analyse- und Strategiezentrum illegale Migration (GASIM) wird das BBK ein gemeinsames Kompetenzzentrum mit allen relevanten Interessenspartnern in Bund, Ländern und Hilfsorganisationen aufbauen und so den Informationsaustausch und die Koordinierungswirkung untereinander verbessern. Ein solches Zentrum ist im Bereich der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr ein Novum. Die Warn-App NINA wird zu einer Bundes-Warn-App für Notfallinformationen aller Ressorts ausgebaut. Darüber hinaus unterstützt der Bund die Länder mit 88 Millionen Euro beim Aufbau eines Sirenennetzes. Mit einem Förderprogramm in Höhe von 63 Millionen Euro unterstützt der Bund zudem die Länder beim Ausbau von Strukturen für die Trinkwassernotversorgung. Das BBK wird den direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern massiv ausbauen – unter anderem mit einer Service-Hotline zu allen Themen der persönlichen Notfallvorsorge. Über leicht zugängliche Angebote sollen darüber hinaus Freiwillige gewonnen und qualifiziert werden, die wie in der Flüchtlingslage oder in der aktuellen Pandemie in Kooperation mit den Hilfsorganisationen spontan helfen wollen.

Die BBK-eigene Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) wird zur ressort- und organisationsübergreifenden Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) ausgebaut und künftig für alle Verantwortlichen des staatlichen Krisenmanagements aller Ebenen zentrale Aus- und Fortbildungen durchführen. Unter anderem soll dazu ein zweiter Standort in Ostdeutschland aufgebaut werden. Im Bereich der versorgungswichtigen Einrichtungen und Unternehmen (Kritische Infrastrukturen/KRITIS) wird das BBK KRITIS-Betreiber in allen Sektoren aktiv ansprechen, um die Unternehmen und Organisationen zu beraten und krisenfest zu machen. Das Konzept zur Neuausrichtung des BBK ist das Ergebnis einer umfassenden Analyse, bei der Interviews und Workshops mit Expertinnen und Experten des Bevölkerungsschutzes aus 40 Institutionen in ganz Deutschland geführt wurden.

Trockenheit im Erdboden hält an - Viel zu wenig Niederschlag – Trockenheit WetterOnline

Trockenheit im Erdboden hält an – Viel zu wenig Niederschlag

9. März 2021/in Panorama

BONN (ots). Verbreitet herrscht weiterhin Trockenheit. Dies mag man aufgrund der zurückliegenden Monate allerdings kaum glauben. Warum es aber viel zu wenig geregnet hat und wie es „im Boden“ aussieht, erklärt Björn Goldhausen.

Trockenheit im Erdboden hält an

Viel zu wenig Niederschlag

Verbreitet herrscht weiterhin Trockenheit. Dies mag man aufgrund der zurückliegenden Monate allerdings kaum glauben. Warum es aber viel zu wenig geregnet hat und wie es „im Boden“ aussieht, erklärt Björn Goldhausen.

Trockenheit bleibt Dauerbrenner

Hochwasser, Dauerregen und Schneemassen sind die Wetterthemen, die uns in den letzten Wochen präsent gewesen sind. So mag es überraschend sein, dass das Thema „Trockenheit“ weiter an Brisanz zunimmt. „Regenmengen mit etwas mehr als 100 Prozent dessen was im Winter üblich ist, kamen im zurückliegenden Winter und 84 Prozent im Herbst des letzten Jahres zusammen. Unterm Strich war die Zeit demnach von September bis Februar im Landesmittel also mit 90 % der Regenmenge etwas trockener als im Durchschnitt.

Im ersten Moment erscheint das gar nicht so wenig bis ausreichend Niederschlag zu sein. Aber der Schein trügt. Der Erdboden gibt Auskunft über die tatsächliche Trockenheit“, erklärt Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline.

Trockene Böden

Goldhausen: „Wenn man sich die Oberböden bis 25 Zentimeter Tiefe ansieht, zeigt sich, dass sie fast im ganzen Land – zumindest was das Mittel anbetrifft – ausreichend nass sind. Wenn wir aber den ganzen Boden von den obersten Schichten bis weit runter untersuchen, dann sieht das Ganze in der Tat anders aus. Denn vor allen Dingen in den tieferen Schichten bis 1,8 Meter Tiefe ist es im Vergleich zum langjährigen Mittel deutlich trockener als im Schnitt.“ Besonders in der Nordhälfte herrscht im Unterboden verbreitet immer noch eine schwere bis außergewöhnliche Trockenheit.

Was ist zu erwarten?

Eine Aussage darüber, wie es in Punkto Trockenheit im Frühling und Sommer weitergeht, sind unter Zuhilfenahme von Langfrist-Wettermodellen nur vage zu treffen. Der Meteorologe erläutert: „Das europäische Modell gibt bis Mai eher durchschnittliche Mengen an. Den Juni zeigt es deutlich trockener. Ähnlich sieht es auch das amerikanische Modell. Dort folgt einem durchschnittlich nassen Frühling ein trockenerer Frühsommer und Sommer.“

Schlechte Voraussetzungen für 2021

„Viel kann man aus solchen modellierten Prognosen natürlich nicht ableiten, da genau diese zuletzt häufig daneben lagen“, schränkt der Pressesprecher ein. Eines ist ihm aber sicher: „Auch im Jahr 2021 starten wir mit eher schlechten Voraussetzungen ins Sommerhalbjahr, in dem die Trockenheit naturgemäß auch viel schneller sichtbar wird. Betrachtet man rein die Jahressummen der Niederschläge der Jahre 2018 bis 2020, so war es mit 75 bis 94 Prozent zwar trockener als im Schnitt, jedoch abgesehen von 2018 eigentlich gar nicht viel. Wenn man aber die Sommer und Winterhalbjahre einzeln betrachtet, wird schnell klar, wo das Problem liegt. In allen drei Jahren war es in der Zeit von Ende März bis Ende September mit 61 bis 78 Prozent der durchschnittlichen Regensumme viel trockener als im Mittel.“

Bleibt auf ein nasses Frühjahr und einen nassen Sommer zu hoffen, damit sich die Trockenheit der letzten Jahre nicht ungehindert fortsetzen wird.

Stürmische Zeiten beim Wetter – Sturm kommt WetterOnline

Stürmische Zeiten beim Wetter

9. März 2021/in Panorama

BONN (ots). Eine zunehmend turbulente Woche steht vor der Tür. Die Sturmgefahr steigt ab der Wochenmitte deutlich an. Auch ein schwerer Sturm mit Windspitzen um 100 Kilometer pro Stunde ist möglich.

Stürmische Zeiten beim Wetter

Ab Donnerstag wird es turbulent

Eine zunehmend turbulente Woche steht vor der Tür. Die Sturmgefahr steigt ab der Wochenmitte deutlich an. Auch ein schwerer Sturm mit Windspitzen um 100 Kilometer pro Stunde ist möglich.

Sturmlage ab Wochenmitte

Die Wetterlage stellt sich nun nachhaltig um. Atlantische Tiefs übernehmen die Regie und bringen Regen und viel Wind nach Deutschland. Voraussichtlich gleich mehrere Sturmtiefs bescheren uns ab der Wochenmitte Regen und viel Wind mit Böen um 100 Kilometer pro Stunde und Regen. Es wird also ordentlich turbulent. „In der neuen Woche erfassen erste Wetterfronten zunächst die Nordhälfte Deutschlands mit Regen und zum Teil auch Schnee bis in tiefere Lagen. Dort, wo es trocken bleibt, scheint zum Teil noch längere Zeit die Sonne. Die Temperaturen bewegen sich aber meist nur zwischen 5 und knapp 10 Grad. In der zweiten Wochenhälfte wird das Wetter deutlich unangenehmer. Die Luftdruckgegensätze über Deutschland verschärfen sich und ab Donnerstag droht Sturm mit heftigen Windböen im Westen und Norden des Landes. Allerdings gibt es noch große Unsicherheiten hinsichtlich der Stärke“, erklärt Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline.

Wettermodelle weichen ab

Das europäische Wettermodell berechnet im Nordwesten Windspitzen über 100 Kilometer pro Stunde, etwas schwächer sieht das amerikanische Wettermodell den Sturm. „Wie stark das Sturmtief am Ende sein wird, lässt sich derzeit noch nicht zu 100 Prozent beantworten. Fest steht: Es wird ziemlich ungemütlich! Ein großer Sturm oder gar Orkan ist allerdings nicht zur erwarten. Dennoch ist Vorsicht geboten, besonders in den geschwächten Wäldern“, sagt der Meteorologe.

Nach Monatsmitte geht’s bergauf

Goldhausen: „In den Wettertopf kommt auch einiges an Regen. Das windige bis stürmische und nasse Wetter hält voraussichtlich mehrere Tage lang an, denn eine ganze Reihe von Sturmtiefs nimmt nach derzeitigem Stand Mitteleuropa ins Visier. Für alle Frühlingsliebhaber gibt’s aber auch den sprichwörtlichen Silberstreif am Horizont: Nach Monatsmitte steigt der Luftdruck. Regen und Wind lassen dann langsam nach. Auch mit den Temperaturen geht es dann wohl wieder deutlich bergauf.

Wie stark der Sturm tatsächlich wird, erfährt man auf www.wetteronline.de, mit der WetterOnline App oder durch einen Blick auf die neue Wetterstation wetteronline home, ausgezeichnet mit dem „German Design Award 2020“ und dem „German Innovation Award 2020“. Mit dem WetterOnline Skill für Amazon Alexa sowie der WetterOnline Action für den Google Assistant können Wetterinfos auch über die digitalen Helfer abgefragt werden.

Unaufhaltsam: Frauen im THW – Frauen beim THW© Bernd Günther

Unaufhaltsam: Frauen im THW

6. März 2021/in Panorama, Region Hannover

BONN (PM). Alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer sind wichtig für eine erfolgreiche Arbeit im Technischen Hilfswerk (THW). Darunter immer mehr Frauen, die sich für technische Hilfe im Bevölkerungsschutz und der Katastrophenhilfe begeistern und engagieren. Im vergangenen Jahr verzeichnete das THW einen Anstieg von Frauen und Mädchen im Ehrenamt und Hauptamt.

„Traditionell ist der Anteil von Männern in technisch ausgerichteten Organisationen sehr hoch. Deshalb sollte nicht nur der 110. Weltfrauentag ein Anlass sein, über die Gleichstellung der Geschlechter und bestehende Diskriminierungen aufmerksam zu machen. Wir wünschen uns mehr Frauen im THW“, sagt THW-Präsident Gerd Friedsam.

Gestiegen ist vergangenes Jahr die Anzahl von Frauen im Ehrenamt und Hauptamt, die den gesetzlichen Auftrag des THW erfüllen und für die ehrenamtlich getragene Bundesanstalt einstehen. Auch die schwierige Situation und veränderte Ausbildungsbedingungen durch das Corona-Virus konnten den Anstieg von Frauen und Mädchen im THW nicht stoppen. „Der Anstieg des Frauenanteils auf mehr als 15 % im THW-Ehrenamt und 39,8 % im Hauptamt sind ein Gewinn fürs THW und ein Zeichen für unsere gelebten Werte – jede und jeder ist im THW herzlich willkommen“, betont THW-Präsident Gerd Friedsam. Aktuell sind 12.632 der rund 80.000 Ehrenamtlichen und 724 der 1.818 Hauptamtlichen im THW Frauen und Mädchen.

In den vergangenen Jahren arbeitet das THW kontinuierlich an der Förderung von Frauen und Mädchen, wie mit einem Helferinnentag, der sich speziell an Frauen und Mädchen im THW richtete.

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit knapp 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

Märzwinter-Intermezzo - Frühlingsgefühle bekommen Dämpfer – Märzwinter

Märzwinter-Intermezzo – Frühlingsgefühle bekommen Dämpfer

1. März 2021/in Panorama

BONN (ots). Nach einem vielfach sonnigen meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März rauschen die Temperaturen in der zweiten Wochenhälfte in den Keller. Eine späte kalte Wetterphase bremst das Frühlingsfeeling so vorübergehend aus – typisch März! Warum das so ist, erklärt Björn Goldhausen.

Märzwinter-Intermezzo

Frühlingsgefühle bekommen Dämpfer

Nach einem vielfach sonnigen meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März rauschen die Temperaturen in der zweiten Wochenhälfte in den Keller. Eine späte kalte Wetterphase bremst das Frühlingsfeeling so vorübergehend aus – typisch März! Warum das so ist, erklärt Björn Goldhausen.

Abkühlung in Sicht

Auch wenn in der Natur die Zeichen mittlerweile auf Frühling stehen, ist das Winterwetter noch nicht vorbei. „Am Donnerstag überquert uns aus Norden eine Kaltfront und die Temperaturen sinken deutlich. Zum Start ins Wochenende sind dann sogar Schneeschauer bis in tiefe Lagen möglich“, sagt Björn Goldhausen, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline. „Diese Rückkehr zum Winterwetter ist für diesen Monat allerdings so wenig ungewöhnlich, dass wir Wetterfrösche dafür sogar einen eigenen Namen haben: ‚Märzwinter‘.“

Was ist der Märzwinter?

Als Märzwinter wird eine in Mitteleuropa häufig vorkommende Wetterlage bezeichnet, die mit einem Wintereinbruch in der ersten Märzhälfte verbunden ist.

Der Meteorologe erklärt: „Dabei wird in den meisten Fällen Polarluft aus Ost- und Nordosteuropa herangeführt. Besonders nachts friert es dann häufig. Eistage sind aber selten, da die Sonneneinstrahlung zunimmt und die Tage immer länger werden. Schneedecken in tieferen Lagen halten sich in der Regel nur ein bis zwei Tage. Wenn es im vorangehenden Zeitraum schon relativ warm war und die Natur sich bereits auf den nahenden Frühling eingestellt hat, kommt es häufig zu einer Entwicklungsverzögerung der Vegetation.“

Aussicht

Am ersten Märzwochenende vertreibt ein neues Hoch die Schauerwolken. Nach frostigen Morgenstunden bleibt es mit Höchstwerten um 5 Grad auch am Tag empfindlich kühl. Goldhausen: „Wie es anschließend weitergeht, ist noch unsicher: Einerseits ist es möglich, dass atlantische Tiefs über Westeuropa in Richtung Mittelmeer vorstoßen. Andererseits könnten die Tiefs einen nördlicheren Weg wählen, was für uns deutlich wechselhafteres Wetter mit Regen und Schnee zur Folge hätte. Eines haben beide Varianten gemeinsam: Warmes Frühlingswetter ist vorerst nicht mehr zu erwarten.“

Wann die dicke Jacke endgültig in den Schrank kann, erfährt man auf www.wetteronline.de, mit der WetterOnline App oder durch einen Blick auf die neue Wetterstation wetteronline home, ausgezeichnet mit dem „German Design Award 2020“ und dem „German Innovation Award 2020“. Mit dem WetterOnline Skill für Amazon Alexa sowie der WetterOnline Action für den Google Assistant können Wetterinfos auch über die digitalen Helfer abgefragt werden.

„Gemeinsam Boden gut machen“ – Gemeinsam Boden gut machen

„Gemeinsam Boden gut machen“

18. Februar 2021/in Panorama

BERLIN/NÜRNBERG (PM). Der NABU hat zur BioFach – der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel in Nürnberg – zehn Landwirtinnen und Landwirte aus sechs Bundesländern für die vorbildliche Umstellung ihres landwirtschaftlichen Betriebs auf Ökolandbau mit dem Förderpreis „Gemeinsam Boden gut machen“ ausgezeichnet. Die Betriebe bauen ihr Gemüse, Obst und Getreide nach Bio-Kriterien an, verzichten auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und halten höhere Standards bei der Tierhaltung ein.

Bereits im Dezember haben sie im Rahmen des Projekts erste finanzielle Unterstützung für die Umstellung erhalten. Die Förderung soll den angehenden Öko-Betrieben dabei helfen, die Kosten für den Umbau zu decken und die zweijährige Umstellungsphase zu überbrücken, in der sie bereits nach Bio-Kriterien wirtschaften, aber noch keine Bio-Preise erzielen.

Mit „Gemeinsam Boden gut machen“ bringt der NABU gemeinsam mit der „Alnatura Bio-Bauern-Initiative“ (ABBI) und weiteren Herstellern der Bio-Branche den Ausbau der ökologischen Landwirtschaft in Deutschland weiter voran. So leisten sie einen wichtigen Beitrag, Böden und Gewässer zu verbessern und die Artenvielfalt zu schützen. Fast 80 Landwirtinnen und Landwirte haben ihren Betrieb seit dem Start des Projekts 2015 auf ökologische Landwirtschaft umgestellt – eine Gesamtfläche von rund 15.000 Hektar Land. In diesem Jahr wird auch die REWE Markt GmbH zur finanziellen Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe beitragen.

„Seit über 5 Jahren leisten die ausgezeichneten Landwirtinnen und Landwirte einen wertvollen Beitrag für den Klima- und Umweltschutz, für sauberes Grundwasser und gesunde Böden. Außerdem helfen sie dabei, die Biodiversität zu bewahren und Artenvielfalt zu schützen. Uns als NABU ist es daher ein besonderes Anliegen, landwirtschaftliche Betriebe beim oft schwierigen Weg zur ökologischen Landwirtschaft zu unterstützen.“ (Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer)

„Wir freuen uns, dass wir nun schon im sechsten Jahr zur Förderung des Bio-Landbaus beitragen können. Ermöglicht wird dieses freudige Jubiläum durch unsere Kundinnen und Kunden: Denn für jeden Kauf eines Alnatura-Produkts, das mit dem Label ‚Gemeinsam Boden gut machen‘ gekennzeichnet ist, fließt ein Cent in das Förderprojekt des NABU.“ (Götz Rehn, Alnatura-Geschäftsführer)

„Die Unterstützung ökologischer Landwirtschaft schon in der Umstellungsphase ist ein bedeutendes Signal und eine wichtige Wertschätzung – denn der biologische Landbau ist besonders arbeitsintensiv. Wir freuen uns, diese Projekte unterstützen zu können. REWE setzt sich seit über 30 Jahren dafür ein, den Öko-Landbau zu stärken und nachhaltig biologisch produzierte Produkte einem breiteren Markt zugänglich zu machen.“ (Dr. Daniela Büchel, REWE-Geschäftsführerin)

Das sind die ausgezeichneten Betriebe (mit Anbauverband)

  • Wiesenhof – Andreas Aller (Naturland), Rheinland-Pfalz
  • Konradhof Unering (Bioland), Bayern
  • Bernd Halbritter (Demeter), Bayern
  • Ω-3-Bauernhof Hamel (Demeter), Hessen
  • Pfabhof (Naturland), Bayern
  • Unterleitenhof (Naturland), Bayern
  • Weinbau Nicolas Olinger (Bioland), Bayern
  • Bioland Hof Sonnenschein (Bioland), Niedersachsen
  • David’s Biohof (Naturland), Mecklenburg-Vorpommern
  • Ziegenhof Stubenrauch (Gäa), Sachsen

Wer ist förderfähig?

Bewerben kann sich jeder und jede, der seinen landwirtschaftlichen Betrieb auf ökologische Bewirtschaftung umstellen oder seinen Ökobetrieb um mindestens 30 Prozent erweitern möchte. Der Betrieb muss sich außerdem einem Bio-Anbauverband in Deutschland anschließen. Gefördert werden auch Betriebe, die Bioprodukte direkt am Hof verarbeiten oder vermarkten. Bewerbungen werden ab dem 1. April 2021 angenommen. Ausführliche Informationen gibt es unter: www.NABU.de/gbgm

Hintergrund: EU-Agrarpolitik und Ökolandbau in Deutschland

Noch immer ist die Landwirtschaft bei der Umstellung auf Ökolandbau auf finanzielle Unterstützung angewiesen, da die europäische Agrarpolitik bislang keine finanziellen Anreize bietet. Stattdessen hat die EU-Agrarpolitik dazu geführt, dass Wiesen und Felder immer intensiver bewirtschaftet werden – mit schwerwiegenden Folgen für die Artenvielfalt. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) empfiehlt die europäische Agrarpolitik mit effektiven Maßnahmen umfassend zu ökologisieren und das System der Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa (GAP) zu reformieren, damit Landwirtinnen und Landwirte für Umweltmaßnahmen und den Erhalt der Biodiversität angemessen honoriert werden.

Bei den aktuellen Verhandlungen zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und Europäischem Rat (Trilog) zur Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik müssen die Ziele des Green Deals, insbesondere die Biodiversitätsstrategie und die Farm2Fork-Strategie umfassend einbezogen werden. Sollten keine ausreichenden Vorschläge auf europäischer Ebene kommen, muss Deutschland bei der nationalen Umsetzung dafür sorgen, dass die Bestände in der Agrarlandschaft nicht weiter schrumpfen. Dafür braucht es insbesondere umfangreiche Fördergelder für freiwillige Umweltmaßnahmen der landwirtschaftlichen Betriebe in der zweiten Säule.

So extrem ist das Extremwetter – Wetterextreme

So extrem ist das Extremwetter

10. Februar 2021/in Panorama

BONN (ots). Schneemassen, Eisregen und bittere Kälte. Wie extrem war und ist das Wetter wirklich? Während die einen betonen, dass ein Winter halt so ist, sehen andere dramatische Abweichungen von der Norm. Björn Goldhausen von WetterOnline ordnet die Wetterlage ein.

Ist die Wetterlage extrem?

Seit dem letzten Wochenende ist der Winter mit meterhohen Schneeverwehungen, Eisglätte und klirrender Kälte über große Teile des Landes hereingebrochen. Nach vielen überdurchschnittlich milden Wintern lässt das niemanden unbeeindruckt. Und das Bedürfnis nach einer Einordnung in extremes, „unnormales“ oder ganz „normales“ Wetter entsteht unweigerlich.

Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline: „Um zu bewerten, ob die Wetterlage ‚unnormal‘ oder extrem ist, muss zunächst geklärt werden, was das ist. ‚Normal‘ ist nur ein statistischer Mittelwert, an den sich das Wetter in den seltensten Fällen hält. Meist sind die Abweichungen nach oben oder nach unten groß und manchmal eben, so wie derzeit, sehr groß – also extrem. Damit das aktuelle Wettergeschehen eingeordnet werden kann, bieten sich drei Parameter an: Schneehöhe, Eisregen und Temperatur.“

Schneehöhe von 0 bis 200 Zentimeter

Vom Münsterland bis nach Sachsen liegen jetzt verbreitet 20 bis 50 Zentimeter Schnee. Goldhausen: „Für diese Regionen ist das an vielen Orten extrem. Viele Stationen melden hier neue Allzeit- oder zumindest Monatsrekorde. Seit dem Januar 1947 wurden in Bramsche bei Osnabrück in Niedersachsen die aktuell gemessenen 54 Zentimeter Schneehöhe nicht erreicht. Ähnlich sieht es in Gröningen in Sachsen-Anhalt aus. Dort werden 43 Zentimeter gemessen, was der höchste Wert seit Januar 1969 ist. Fazit: Die Schneemengen sind für diese Regionen extrem und an vielen Orten sind es die höchsten seit Messbeginn.“

Schneehöhenangaben wenig aussagekräftig

„Die Schneehöhenmeldungen stammen jedoch von Automaten und diese sind nicht wirklich belastbar. Sie messen in einem eng begrenzten Radius. Fällt nun viel Schnee in Verbindung mit ordentlich Wind, dann entstehen große Verwehungen. Während es mancherorts dann quasi schneefrei ist, türmt sich die weiße Pracht wenige Meter weiter zwei Meter hoch auf. Entsprechend wenig repräsentativ sind diese automatischen Messungen derzeit. Große Abweichungen, sowohl nach unten als auch nach oben, sind die Regel“, merkt der Meteorologe kritisch an.

Eisregen hat beinahe zu großem Stromausfall geführt

In einem Streifen von Nordrhein-Westfalen über das nördliche Rheinland-Pfalz bis nach Hessen kam es am Wochenende zu extremem Eisregen. Dort ist alles teils Zentimeter dick in Eis eingepackt. In den Wäldern stürzten viele Bäume um und es besteht noch immer Lebensgefahr. Auswertungen ergaben Eisansätze an Gegenständen von 6 bis 20 Millimetern. „Um solch eine Eisregenlage zu finden, muss man schon weit in den Wettergeschichtsbüchern zurückblättern. Eine ähnlich heftige Lage in der Region gab es zuletzt am 2. März 1987. Entsprechend ist auch dieses Ereignis als extrem einzustufen. In einigen Regionen ist man nur knapp an großflächigen Stromausfällen vorbeigeschrammt“, so Goldhausen.

Temperaturen unter minus 25 Grad

Dieser Parameter ist noch nicht final auszuwerten, da das Ereignis noch andauert. Björn Goldhausen: „So viele Nächte am Stück mit Tiefstwerten unter minus 15 Grad im Flachland gab es schon lange nicht mehr. Auch muss man weit zurückblicken, um tagsüber im Flachland Spitzenwerte von minus 10 Grad zu finden. Da auch die kommenden Nächte besonders über Schnee eisig werden, ist davon auszugehen, dass es mancherorts zumindest neue Monatsrekorde in Sachen Tiefsttemperatur geben wird. Die Allzeitrekorde werden aber wohl meist nur knapp verfehlt. Allein diese Feststellung macht die aktuellen Temperaturen ebenfalls zum Extremereignis.“

Fazit: Die Neuschneemengen, der Eisregen und auch die Temperaturen waren mancherorts extrem! „Unnormal“ aber waren sie nicht, denn Extreme gehören zum Wetter einfach dazu. Dennoch geht das Wetterereignis in den jeweiligen Regionen als Extremwetter in die Geschichtsbücher ein, weil es so nur alle 20 bis 50 Jahre, oder noch seltener vorkommt.

Winter macht jetzt richtig Ernst – Schneewetter

Winter macht jetzt richtig Ernst

8. Februar 2021/in Panorama

BONN (ots). Tagelang Tiefstwerte von minus 10 bis minus 20 Grad und jede Menge Schnee. Das gab es schon lange nicht mehr. Der Winter scheint in diesem Jahr nachholen zu wollen, was er in den vergangenen Jahren verpasst hat. Und er ist längst noch nicht fertig!

Eisige Aussichten: Bis minus 25 Grad

Tagelang Tiefstwerte von minus 10 bis minus 20 Grad und jede Menge Schnee. Das gab es schon lange nicht mehr. Der Winter scheint in diesem Jahr nachholen zu wollen, was er in den vergangenen Jahren verpasst hat. Und er ist längst noch nicht fertig!

Winterwetter dominiert landesweit

Der Winter hat die meisten Teile Deutschlands fest im Griff. „Von Nordrhein-Westfalen bis nach Sachsen türmt sich der Schnee mittlerweile 20 bis 50 Zentimeter hoch auf. Dazu gibt es meterhohe Verwehungen. Die Temperaturen sind regelrecht in den Keller gefallen. Das Thermometer zeigt am Dienstagmorgen vom Sauerland bis nach Sachsen eisige Temperaturen von unter minus 15 Grad an, “ sagt Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline. Er weiß: „Die kommenden Nächte werden noch kälter: Fast landesweit sinken die Werte dann unter minus 10 Grad. Bei klarem Himmel sind über Schnee sogar unter minus 20 Grad zu erwarten.“

Nachts über Schnee örtlich minus 25 Grad

Goldhausen: „Und wer nun glaubt, der strenge Frost wäre nur eine Eintagsfliege, der irrt: Bis mindestens zum Wochenende geht es bitterkalt weiter. Sobald es abends dunkel wird, rauschen die Temperaturen nach unten. Über Schnee sind viele Nächte am Stück mit Tiefstwerten von rund minus 15 Grad zu erwarten. Nicht ausgeschlossen, dass es mancherorts sogar bis runter auf minus 25 Grad geht. Nicht ganz so kalt erwischt es einen, wo kein Schnee liegt. Dort wird es nachts zwar auch frostig, aber eben nicht ganz so eisig wie in den Schneelandschaften.“

Wetterphänomen bringt erneut viel Schnee

Der Dauerschneefall lässt in den meisten Regionen nach. „Dennoch gibt es Ecken, wo es in Sachen Schnee erst jetzt richtig losgeht“, merkt der Meteorologe an. „Dies betrifft vor allem die Regionen von Schleswig-Holstein bis Rügen. Dort sorgt der sogenannte Lake-Effekt örtlich und eng begrenzt für extrem heftige und anhaltende Schneeschauer. Nicht ausgeschlossen, dass da bis Donnerstag mancherorts 50 Zentimeter Schnee fallen, während es wenige Kilometer weiter nur ein paar Flocken gibt.“

Lake-Effekt kommt voll in Fahrt

Als Lake-Effekt wird ein meteorologisches Phänomen bezeichnet, das auftritt, wenn im Winter kalte Winde über große Wasserflächen mit warmem Wasser strömen und dabei Wasserdampf aufnehmen, der dann als intensiver Niederschlag fällt. „Die regional heftigen Schneeschauer dieser Tage entstehen, weil kalte Luft aus Osten über die recht milde Ostsee gepumpt wird. Über dem warmen Wasser saugt sich die Luft mit Feuchtigkeit voll und steigt auf. In der Folge bilden sich immer neue kräftige Schneeschauer. Die weiße Ladung wird dann regelrecht an den Küsten abgeladen. Auch im Süden kommt bald neuer Schnee auf. Zur Wochenmitte nähert sich aus Richtung Frankreich nämlich wieder ein Tief. Dieses beschert dann der Südhälfte Schneefälle“, so Goldhausen.

 

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