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Polizei- und Einsatzmeldungen aus Hannover, der Region und Niedersachsen. Fahndungen, Einsätze, Ermittlungen – sachlich und pressekonform aufbereitet.

Streifenwagen mit Blaulicht

Mitte: Versuchter Totschlag im Steintorviertel nach Streit – Kriminalpolizei sucht Zeugen

13. September 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Im Rahmen eines Streits im Hannoverschen Steintorviertel zwischen sechs Beteiligten ist es am Sonntag, 13.09.2020, gegen 08:00 Uhr zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen. In der Folge erlitten zwei Männer (23 und 31 Jahre) schwere Stichverletzungen, beide Verletzte befinden sich bereits im Krankenhaus. Der Zentrale Kriminaldienst hat die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags aufgenommen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand der Kriminalpolizei Hannover gerieten gegen 08:00 Uhr offenbar jeweils zwei männliche Personen in einem Club des Steintorviertels in Streit miteinander. Mit anwesend waren auch zwei weibliche Personen (16 und 18 Jahre alt). Die Streitigkeiten verlagerten sich im weiteren Verlauf auf die Straße. Im Bereich der Scholvin- und der Reuterstraße kam es dann zu gegenseitigen Gewalthandlungen, durch die zwei Männer schwere Stichverletzungen erlitten. Sie wurden umgehend durch den Rettungsdienst in Krankenhäuser gefahren. Der 23-Jährige befindet sich derzeit nach Einschätzung der Ärzte in Lebensgefahr. Drei weitere Beteiligte erlitten leichte Verletzungen. Der genaue Hintergrund des Tatgeschehens sowie die einzelnen Tatbeteiligungen sind noch Bestandteil der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.

Der Zentrale Kriminaldienst hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen und sucht Zeugen zu dem Tatgeschehen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0511 109-5555 zu melden.

Polizei im Einsatz

Wennigsen: Fußgängerin verunfallt am Bahnübergang Degerser Straße

13. September 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Samstag, 12.09.2020, ist es gegen 15:00 Uhr in Wennigsen zu einem Verkehrsunfall mit einer S-Bahn der Linie 1 gekommen. Eine 65-jährige Frau kam mit leichten Verletzungen davon. Die Bahnstrecke musste für die Unfallaufnahme etwa 1,5 Stunden lang gesperrt werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover ging die 65-Jährige Frau aus Wennigsen zu Fuß die Degerser Straße aus Wennigsens Ortskern kommend in Richtung Degersen entlang. Am beschrankten Bahnübergang waren zu diesem Zeitpunkt die Halbschranken geschlossen. Als die von rechts aus Richtung Hannover in den Bahnhof Wennigsen einfahrende S-Bahn der Linie 1 den Bahnübergang passierte, kam es zu einer Berührung der Fußgängerin mit dem Zug. Die Frau stürzte zu Boden und wurde leicht verletzt. Der Zugführer der S-Bahn (29 Jahre alt) führte unmittelbar eine Gefahrenbremsung ein. Ein sofort hinzugerufener Notarzt wurde mit einem Rettungshubschrauber zur Unfallstelle geflogen. Die Frau wurde unter seiner Begleitung mit einem Rettungswagen vorsorglich in ein Krankenhaus gefahren.

Die Bahnstrecke der Linie 1 musste von 15:00 bis 16:30 Uhr zwischen Haste und Hannover im Bereich Wennigsen gesperrt werden. Reisende der Deutschen Bahn mussten Verspätungen in Kauf nehmen.

Polizei im Einsatz

Polizei ermittelt gegen 44-Jährigen wegen fahrlässiger Brandstiftung

11. September 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Nach dem Brand einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Hannover-Bemerode am Donnerstagabend, 10.09.2020, hat die Polizei gegen den Mieter Ermittlungen eingeleitet. Die Untersuchung der bei dem Brand zerstörten Wohnung am Bindingweg hat den Verdacht der fahrlässigen Brandstiftung ergeben. Bewohner sind bei dem Feuer nicht verletzt worden.

Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei hat der Mieter im sechsten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses am Donnerstag kurz vor 18:00 Uhr noch selbst einen Notruf abgesetzt, weil seine Einzimmerwohnung in Flammen stand. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr wurden neben einer starken Rauchentwicklung auch Flammen festgestellt, die bereits aus den Fenstern der Wohnung schlugen. Noch bevor die Feuerwehr mit dem Löschen begann, hatten sich der 44-Jährige sowie weitere Bewohner der angrenzenden Wohnungen selbstständig ins Freie retten können. Gegen 23:30 Uhr war das Feuer gelöscht. Bei dem Brand entstand laut Polizei ein Schaden von rund 20.000 Euro, die Wohnung ist vorerst unbewohnbar.

Bei der Begehung der Wohnung stießen die Ermittler am Freitag auf Hinweise, die auf eine fahrlässige Brandstiftung hindeuten. Die Polizei hat entsprechende Ermittlungen gegen den Bewohner eingeleitet.

Polizei im Einsatz

Hannover: Mehrere Versammlungen zum Thema Corona angezeigt

10. September 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Der Versammlungsbehörde der Polizeidirektion Hannover sind für Samstag, 12.09.2020, mehrere Versammlungen in der Landeshauptstadt angezeigt worden. Unter anderem finden in der Zeit von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr einige zum Thema Corona statt. In der Folge wird es nach Einschätzungen der Polizei zu Beeinträchtigungen im Individualverkehr kommen. Für Bürgerinnen und Bürger ist am Samstag ab 10:30 Uhr ein Servicetelefon unter der Rufnummer 0511 109-6080 geschaltet.

Eine private Initiative hat den „Walk to freedom“ angezeigt. Das Thema lautet: „Die Pandemie ist vorbei – für die sofortige Wiederherstellung unserer Grundrechte“. Beginn ist um 13:00 Uhr mit einer Auftaktkundgebung auf dem Waterlooplatz. Der Aufzug wird dann folgende Route nehmen:

Waterlooplatz – Lavesallee – Friederikenplatz – Friedrichswall – Aegidientorplatz – Prinzenstraße – Sophienstraße – An der Börse – Rathenaustraße – Ständehausstraße – Georgstraße – Baringstraße – Osterstraße – Karmarschstraße – Schmiedestraße – Am Marstall – Am Hohen Ufer – Goethestraße – Münzstraße – Goseriede – Kurt-Schumacher-Straße – Lister Meile – Rundestraße – Fernroder Straße – Joachimstraße – Thielenplatz – Theaterstraße – Rathenaustraße – Ständehausstraße – Georgstraße – Georgsplatz.

Am Georgsplatz wollen die Teilnehmenden sich dann mit der angezeigten Versammlung der Gruppe „Selbstbestimmtes Leben“, die zum gleichlautenden Thema demonstrieren, zusammenschließen. Diese Versammlung soll von 15:30 Uhr bis 20:00 Uhr abgehalten werden. Die Organisatoren erwarten, dass an dem Aufzug und der stationären Versammlung insgesamt 2000 Menschen teilnehmen werden.

Zu diesen beiden Aktionen sind der Versammlungsbehörde mehrere Gegenversammlungen angezeigt worden.

„Demonstration gegen die Verbreitung von Verschwörungsmythen“ ist das Thema der Linksjugend Hannover, die zu einer Versammlung auf dem südlichen Waterlooplatz aufgerufen hat. Von den Organisatoren werden bis zu 200 Teilnehmer erwartet.

Die Gruppe „Aufstehen-Gegen-Rassismus“ wird sich von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr unter dem Thema „Sie marschier’n mit Nazis und Faschisten!“ am südlichen Opernplatz versammeln. Erwartet werden laut Organisatoren 600 Teilnehmer.

Für den Zeitraum von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu Versammlungen auf dem Hannah-Arendt-Platz (erwartet werden 300) und Platz der Göttinger Sieben (erwartet werden 500) aufgerufen. Sie stehen unter dem Thema „Für Gesundheitsschutz und gegen Verschwörungstheorien“.

Fortlaufend informiert die Polizei Hannover am Samstag auch auf Twitter (@Polizei_H) mit dem Hashtag #h1209 über die versammlungsrechtlichen Aktionen, im Schwerpunkt über die oben genannten.

Außerhalb des Corona-Kontextes sind drei Versammlungen angezeigt. Die Initiative 48 Jahre UJZ Korn plant unter dem Motto „Was tun, weil’s brennt! 48 Jahre UJZ Korn – 99 Jahre Rote Hilfe – Immer Antifa“ von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr einen Aufzug, der folgenden Verlauf haben soll:

Kornstraße / Ecke Gerhardstraße – Kornstraße – Kopernikusstraße – Engelbosteler Damm – Engelbosteler Damm – Oberstraße – Am Kleinen Felde – Im Moore – Asternstraße – Hahnenstraße – Callinstraße – Schneiderberg – Schaufelder Straße – Platz An der Lutherkirche.

Von den Organisatoren werden 300 Teilnehmer erwartet.

Ebenfalls einen Aufzug organisieren „Omas gegen Rechts – Hannover“ zum Thema „Demo anlässlich des AfD-Parteitags in Braunschweig“. Sie erwarten 20 Teilnehmer und wollen von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr folgende Route nehmen:

Hanns-Lilje-Platz / Ecke Schmiedestraße – Schmiedestraße – Seilwinderstraße – Große Packhofstraße – Georgstraße – Kröpcke – Bahnhofstraße – Ernst-August-Platz / Ecke Bahnhofstraße.

Das PETA Streetteam ruft außerdem von 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr zur Versammlung am Kröpcke auf. Thematisiert wird „Haustierhaltung“.

Die geschilderte Versammlungslage entspricht dem Stand von heute, Donnerstag, 12:00 Uhr. Änderungen sind vorbehalten.

Für Bürgerinnen und Bürger schaltet die Polizeidirektion Hannover am Samstag ab 10:30 Uhr ein Servicetelefon. Es ist unter der Rufnummer 0511 109-6080 erreichbar.

Streifenwagen mit Blaulicht

Hannover-Bothfeld: Kinder auf dem Spielplatz geschlagen und Fahrrad entwendet – Polizei sucht Zeugen

9. September 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Am Dienstag, 08.09.2020, haben drei bislang unbekannte Jungen auf einem Spielplatz im hannoverschen Stadtteil Bothfeld eine Gruppe spielender Kinder verbal und körperlich attackiert. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen um Hinweise zu den mutmaßlichen Tätern.

Nach bisherigen Erkenntnissen verweilten sieben Kinder im Alter zwischen elf und zwölf Jahren gegen 18:20 Uhr auf dem Spielplatz „Bothfelder Anger“ im Bereich eines Fußballfeldes, als sie von drei unbekannten Jungen zunächst verbal beleidigt wurden. Drei Zwölfjährige wurden anschließend von den Störern geschlagen und getreten. Einer der Täter entwendete zudem das Rad eines Kindes. Die Täter flüchteten damit anschließend in Richtung Neubaugebiet beim Bothfelder Kirchweg.

Die Kinder verständigten die Polizei, die sofort die Fahndungsmaßnahmen einleitete. Im Nahbereich konnte das mutmaßlich entwendete Fahrrad sichergestellt werden. An dem Rad entstand ein Sachschaden, den die Polizei auf circa 500 Euro schätzt. Die Suche nach den Tätern verlief jedoch ohne Erfolg. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und erhofft sich mit diesem Zeugenaufruf Hinweise aus der Bevölkerung.

Der erste mutmaßliche Täter soll laut Angaben der Kinder circa elf Jahre alt und circa 1,50 Meter groß sein. Zum Tatzeitpunkt trug er ein schwarzes, nach hinten gerichtetes Cap, eine schwarze Jacke, eine blaue Nike-Hose. Zudem hatte er eine Bauchtasche, die quer um den Oberkörper gespannt war.

Der zweite mutmaßliche Täter wird von den Geschädigten auf zwölf Jahre geschätzt. Er soll circa 1,60 Meter groß sein und dunkelblonde Haare haben. Der Junge war bei der Tat mit einer weißen Jacke mit roten Streifen und einer blauen Adidas-Hose bekleidet und trug blaue 720-Nike-Schuhe.

Der dritte Täter wird ebenfalls auf zwölf Jahre geschätzt und circa 1,60 Meter groß sein. Er hatte braune Haare und trug dunkle Kleidung und schwarze Nike-Schuhe. Alle drei Täter sollen nach Angaben der betroffenen Kinder ein südländisches Aussehen haben.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall machen können, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Lahe unter der Telefonnummer 0511 109-3315 zu melden.

Polizei im Einsatz

Hannover-Ricklingen: Polizei fasst mutmaßlichen Autoknacker dank Zeugenhinweis auf frischer Tat

9. September 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Einsatzkräfte der Polizei haben in Hannover-Ricklingen in der Nacht zu Mittwoch, 09.09.2020, einen mutmaßlichen Dieb auf frischer Tat gestellt. Zuvor hatte ein Zeuge bemerkt, wie der Verdächtige in ein an der Pfarrstraße abgestelltes Auto gestiegen war. Die Polizisten haben den Mann, der bei ihrem Eintreffen noch im Auto saß, festgenommen.

Nach ersten Erkenntnissen war ein 26 Jahre alter Anwohner der Pfarrstraße im Stadtteil Ricklingen am Mittwoch zunächst auf zwei lärmende Personen aufmerksam geworden, die sich offensichtlich für mehrere abgestellte Fahrzeuge interessierten. Gegen 01:50 Uhr beobachtete der Zeuge, dass einer der beiden Männer in einen Renault Modus gestiegen war. Der 26-Jährige rief die Polizei. Beim Eintreffen der Beamten stellten diese den noch immer im Auto sitzenden Tatverdächtigen fest. Dieser war gerade dabei, das Fahrzeug nach Wertgegenständen zu durchsuchen.

Aufgrund von Schäden an dem Fahrzeug und passendem Werkzeug, das bei dem Tatverdächtigen gefunden wurde, nahmen die Polizisten den 38-Jährigen fest und brachten ihn ins Polizeigewahrsam, um ihn einem beschleunigten Verfahren zuzuführen. Ein Alkoholtest ergab bei ihm einen Wert von 1,90 Promille.

Streifenwagen mit Blaulicht

Langenhagen: Polizei sucht Zeugen zu Brandstiftung und Vandalismus am Silbersee

9. September 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Am gestrigen Dienstagabend, 08.09.2020, haben Unbekannte einen sogenannten Food-Truck am Langenhagener Silbersee in Brand gesetzt. Das Fahrzeug, welches in der Sommersaison dauerhaft neben einem Restaurant abgestellt ist, ist vollständig ausgebrannt. Wer kann Zeugenhinweise geben?

Erste Meldungen zu dem Brandgeschehen gingen kurz vor 23:00 Uhr bei der Leitstelle der Feuerwehr ein. Demnach wurden von einem Passanten bereits Rauchentwicklungen und Flammen an dem zu einem Food-Truck umgebauten Lkw bemerkt. Dieser befand sich neben einer Gaststätte am Silbersee in Langenhagen (Bothfelder Straße). Als die Feuerwehr gemeinsam mit der Polizei vor Ort eintraf, stand das Fahrzeug bereits in Vollbrand. Durch die Flammen wurden auch Schäden an dem angrenzenden Anbau verursacht. Verletzt wurde durch den Brand niemand, da der Food-Truck zum Zeitpunkt des Geschehens nicht geöffnet hatte. Die Kriminalpolizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf etwa 75.000 Euro. Sie ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung und bittet nun um Zeugenhinweise.

In einer Entfernung von etwa 50 Metern wurde in derselben Nacht von unbekannten Tätern Vandalismus am öffentlichen Toilettenhaus begangen. Es wurde Papier in Brand gesetzt und Urinale abgetreten. Einen Zusammenhang zum geschilderten Brand hält die Polizei für wahrscheinlich.

Zeugen, die zur Tatzeit verdächtige Personen beobachtet haben oder sonstige Hinweise auf den oder die mutmaßlichen Täter geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.

Polizei im Einsatz

Polizei Hannover klärt zwei langjährige Vermisstenfälle auf

8. September 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Bereits am Dienstag, 05.05.2020, haben Jäger in einem Waldstück bei Kirchhorst einen skelettierten menschlichen Schädel entdeckt. Bei der genaueren Absuche des Fundorts am Folgetag, 06.05.2020, ist dann ein weiterer ebenfalls skelettierter menschlicher Schädel gefunden wurden. Anhand der Zahnstatus und DNA-Abgleiche sind die Schädel jetzt zweifelsfrei identifiziert worden.

Nach Erkenntnissen der Kriminalpolizei hielten sich in den Abendstunden des Dienstags, 05.05.2020, Jäger in einem Waldstück bei Kirchhorst auf. Bei der Suche nach einem geschossenen Tier stießen sie auf einen weiblichen Schädel. Ermittlern der Polizei ist es nun durch Zahn- und DNA-Abgleiche gelungen, die sterblichen Überreste einer seit 2008 vermissten Person zuzuordnen. Es handelt sich um eine damals 67 Jahre alte Frau aus Langenhagen. Sie war stark dement und orientierungslos, als sie ihr persönliches Umfeld verließ. Die Polizei geht aus heutiger Sicht von einem Unglücksfall aus.

Einen Tag nach dem Fund des Schädels wurde das Waldstück genauer abgesucht. Nur knapp hundert Meter entfernt tauchte dann ein weiterer Schädel auf, der aufgrund seines Zustands ebenfalls länger in dem Waldstück gelegen haben muss. Auch dieser konnte jetzt einem Vermissten zweifelsfrei zugeordnet werden. Hierbei handelt es sich um einen bereits seit 1994 vermissten Mann aus Isernhagen, der im damaligen Alter von 45 Jahren Suizidabsichten geäußert hatte und verschwand.

Hinweise auf ein Fremdverschulden haben sich in beiden Fällen nicht ergeben. Die Polizei geht zudem davon aus, dass zwischen den beiden Todesfällen kein Zusammenhang besteht.

Streifenwagen mit Blaulicht

Hannover-Bemerode: Polizei sucht nach Unfall mit verletztem Kind flüchtigen Autofahrer

8. September 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Bei der Kollision mit einem Pkw ist am Montag, 07.09.2020, in Hannover-Bemerode ein Kind leicht verletzt worden. Das Auto hat den neun Jahre alten Radfahrer an der Einmündung Oheriedentrift/Sticksfeld erfasst, der daraufhin zu Boden stürzte. Nachdem die Beifahrerin sich kurz um das Kind gekümmert hatte, hat der Autofahrer seine Fahrt fortgesetzt, ohne die Personalien auszutauschen. Bei der Suche nach ihm setzt die Polizei nun auf Zeugenhinweise.

Nach ersten Erkenntnissen befand sich das Kind am Montag gegen 12:55 Uhr auf dem Nachhauseweg von einer Schule in Bemerode und befuhr dazu den in beide Fahrtrichtungen freigegebenen Radweg der Oheriedentrift in Richtung Kattenbrookstrift. Zur selben Zeit befuhr ein bislang unbekannter Autofahrer mit einem weißen Pkw die Oheriedentrift in gleiche Richtung und beabsichtigte dann nach links in die Straße Sticksfeld einzubiegen. Dabei stieß der Radfahrer mit dem Pkw vorne links zusammen und stürzte auf den Asphalt.

Die ebenfalls unbekannte Beifahrerin des Wagens stieg daraufhin kurz aus, um sich nach dem Befinden des Jungen zu erkundigen. Offensichtlich im guten Glauben, dass nichts passiert sei, entfernte sich der Autofahrer wenig später vom Unfallort, ohne zuvor die Personalien auszutauschen. Erst später bei der Ankunft zu Hause bemerkten die Eltern des Jungen, dass der Neunjährige leicht verletzt und Helm, Fahrrad sowie Kleidung beschädigt waren. Der Vater des Jungen erstattete schließlich Anzeige.

Die Polizei sucht nun nach dem Unfallfahrer, der laut Angaben des Jungen ein südeuropäisches Aussehen mit dunklem Teint und schwarzen Haaren haben und etwa 50 Jahre alt sein soll. Die Beifahrerin beschrieb der Zeuge als etwa 45 Jahre alt, 1,65 Meter groß sowie korpulent. Auch sie habe ein südeuropäisches Aussehen und schwarze gelockte Haare. Zum Zeitpunkt des Unfalls habe sie bunte Kleidung getragen. Details zu dem gesuchten Fahrzeug sind – bis auf die weiße Lackierung – unbekannt. Womöglich weist es im vorderen linken Bereich Schäden aufgrund der Kollision auf.

Zeugen, die Hinweise zu dem Fahrzeug und den Insassen geben können, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Hannover-Döhren unter Telefon 0511 109-3617 zu melden.

Aktionswoche "Sicherheit im Radverkehr" beendet – Radfahrer

Aktionswoche „Sicherheit im Radverkehr“ beendet

8. September 2020/in Polizei

HANNOVER (ots). Im Rahmen einer Verkehrssicherheitskonzeption wurde von den Dienststellen der Polizeidirektion Hannover vom 31.08.2020 bis 06.09.2020 eine Aktionswoche „Sicherheit im Radverkehr“ durchgeführt. Nun zieht die Polizei Bilanz.

Ziel war es, Verstöße von und gegenüber Radfahrenden festzustellen und zu ahnden. Die Kontrollen wurden an verschiedenen Örtlichkeiten in der Region Hannover durchgeführt.

Insgesamt haben die Polizeibeamten bei Fahrradfahrenden 994 Verstöße und bei anderen Verkehrsteilnehmern 257 Verstöße zum Nachteil von Radfahrenden festgestellt.

Mehr als jeder dritte kontrollierte Radfahrende hat den Radweg in falscher Richtung benutzt. Etwa 170 Verstöße stellte die Polizei jeweils bei Vorfahrtsverletzungen und bei Befahren unzulässiger Verkehrsbereiche (Fußwege etc.) fest. Beim Radverkehr ist die steigende Handynutzung wie auch beim Autofahren immer häufiger eine vermeidbare Unfallgefahr. In der Kontrollwoche wurden 132 Handyverstöße bei Radfahrenden geahndet. Neben diversen weiteren Ordnungswidrigkeiten verfolgte die Polizei 115 Fälle, bei denen ein vorhandener Radweg nicht genutzt worden ist.

Die Ordnungswidrigkeiten zum Nachteil von Radfahrenden durch andere Verkehrsteilnehmer sind unterschiedlicher Art. Die meisten (74) sind Vorfahrtsverletzungen und das Vorbeifahren mit zu geringem Seitenabstand (37). Autofahrer müssen seit dem 28.04.2020 mit der jüngsten Novelle der Straßenverkehrsordnung innerorts einen Mindestabstand von 1,5 Meter zu Radfahrenden und Fußgängern einhalten, wenn sie an ihnen vorbeifahren. Sollte der Abstand nicht einzuhalten sein, muss gegebenenfalls auf das Vorbeifahren verzichtet werden.

Im Zuge der Kontrollmaßnahmen wurde am Dienstag, 01.09.2020, gegen 17:50 Uhr an der Vahrenwalder Straße Ecke Arndtstraße ein 34-jähriger E-Bike-Fahrer angehalten. Bei der Überprüfung des Mannes stellte sich heraus, dass für ihn ein Haftbefehl bestand. Die Beamten fanden bei der Festnahme 111,5 Gramm Amphetamine, die sie beschlagnahmten. Des Weiteren leiteten sie gegen ihn Ermittlungen wegen Fahrraddiebstahls und wegen des Handels mit nicht geringen Mengen von Betäubungsmitteln ein.

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